Bekämpfung der Ausbreitung von Stechmücken bzw. Ungeziefer sowie Eindämmung der Gefahr durch Zika-Virus bzw. Arboviren
| Vorlage: | 2016/0317 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 30.05.2016 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 19.07.2016
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage FDP-Gemeinderatsfraktion vom: 25.05.2016 Vorlage Nr.: 2016/0317 Verantwortlich: Dez. 5 Bekämpfung der Ausbreitung von Stechmücken bzw. Ungeziefer sowie Eindämmung der Gefahr durch Zika-Virus bzw. Arboviren Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 19.07.2016 33 x 1) Sind der Stadtverwaltung Zahlen bekannt bzgl. der derzeitigen Stechmückenpopulatio- nen im Vergleich zu vorherigen Jahren? Konkrete Zahlen der derzeitigen Stechmückenpopulationen können nicht benannt werden. Wenn sich der Rheinpegel auf einem erhöhten Niveau befindet, kommt es zu Druckwasseransamm- lungen im Deichhinterland. Regelmäßiger Nachschlupf und die Verdriftung von Larven innerhalb der Brutstätten führen zu teilweise sehr schwierigen Bekämpfungssituationen. 2) Welche Maßnahmen werden derzeit zur Schädlingsbekämpfung angewandt? Zuständig für die Bekämpfung von Steckmücken ist die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Be- kämpfung der Schnakenplage (KABS) e.V.. Die klimatischen Verhältnisse eines jeden Jahres bestimmen den Zeitpunkt und den Umfang der Be- kämpfungsmaßnahmen. Nach der winterlichen Ruhepause erlangen im März/April zumindest ein Teil der Embryonen der Rheinschnakenarten ihre Schlüpffähigkeit wieder, so dass sie bei einem Hochwas- ser aus den Eiern schlüpfen können. Die Waldmückenlarven treten bereits im zeitigen Frühjahr nach der Schneeschmelze auf, während mit den ersten Larven der Hausmücken erst ab Ende April zu rech- nen ist. Im Rahmen der Rheinschnakenbekämpfung ist es erforderlich, ständig die Wasserstandsentwicklung des Rheins und der ihm zufließenden Flüsse bzw. Bäche sowie die aktuellen klimatischen Bedingun- gen, wie Niederschlagsmenge und Temperaturgang zu beobachten. Überschreitet der Pegel im Zeit- raum von April bis September die kritische Marke, bei der die Stechmücken-Eiablagehorizonte über- schwemmt werden, oder gehen heftige Regenfälle nieder, die zu lokalen Überschwemmungen führen können, werden ausgewählte Brutplätze auf frisch geschlüpfte Stechmücken-Larven untersucht. Liegt die Besatzdichte über den Schwellenwerten, so werden die zuständigen Behörden sowie die Bekämpfungsteams (Bodenpersonal und Piloten) informiert, dass Maßnahmen entsprechend dem festgesetzten Konzept erforderlich sind. Bevor Bekämpfungsmaßnahmen in einer Gemeinde vorge- nommen werden, werden bei den Behörden die Genehmigungen für die Bekämpfung eingeholt. Das Bti-Präparat (Bacillus thuringiensis israelensis) wird seit vielen Jahren von der Kommunalen Akti- onsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) e.V. verwendet und in den betroffenen Gebieten fachgerecht ausgebracht. Über die Jahre hinweg wird durch die biologische Stechmücken- bekämpfung mit Bti eine durchschnittliche Reduktion der Rheinschnakenpopulation von 95% erreicht. Darüber hinaus empfiehlt sich für die Bekämpfung von sog. "Hausmücken" der Einsatz von Culinex Tabs Plus. Dieses umweltfreundliche Präparat auf biologischer Basis ist bei verschiedenen Ausgabestel- len der Stadt Karlsruhe erhältlich. Seite 2 3) Sind der Stadtverwaltung Fälle von Arboviruserkrankungen bekannt, welche durch hiesi- ge Stechmücken übertragen werden können? Bzw. sind konkrete Zika-Virus-Vorkommen in Karlsruhe bekannt? Sämtliche gemeldete Erkrankungen an Tropenkrankheiten gehen auf eine Infektion im Ausland zu- rück. Dem Gesundheitsamt Karlsruhe liegt bisher ein Fall einer Arboviruserkrankung vor, die Anste- ckung erfolgte jedoch in Südamerika. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass Tropenkrankheiten (z.B. Zikavirus, Denguefieber, Chikungunyafieber) durch die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) übertragen werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass eine erkrankte Person von der Asiatischen Tigermücke gestochen wird und das Virus entsprechend weitergibt. Die Wahrscheinlichkeit wird durch das Gesundheitsamt derzeit als gering eingestuft, auch aufgrund der noch geringen Populationsdich- ten der Asiatischen Tigermücke. 4) Gedenkt die Stadtverwaltung, Kontakt zu KABS e.V. aufzunehmen, bzw. welche Verbin- dungen bestehen bereits? Zwischen der KABS e.V. und dem Gartenbauamt findet über regelmäßige Treffen ein intensiver Aus- tausch statt. Die Stadtverwaltung ist somit informiert, wo und mit welcher Methode aktuell Bekämp- fungsmaßnahmen durchgeführt werden.
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Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE FDP-Gemeinderatsfraktion vom: 25. Mai 2016 Vorlage Nr.: 2016/0317 Bekämpfung der Ausbreitung von Stechmücken bzw. Ungeziefer sowie Eindämmung der Gefahr durch Zika-Virus bzw. Arboviren Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 19.07.2016 33 x 1) Sind der Stadtverwaltung Zahlen bekannt bzgl. der derzeitigen Stechmückenpopulationen im Ver- gleich zu vorherigen Jahren? 2) Welche Maßnahmen werden derzeit zur Schädlingsbekämpfung angewandt? 3) Sind der Stadtverwaltung Fälle von Arboviruserkrankungen bekannt, welche durch hiesige Stech- mücken übertragen werden können? Bzw. sind konkrete Zika-Virus-Vorkommen in Karlsruhe be- kannt? 4) Gedenkt die Stadtverwaltung, Kontakt zu KABS e.V. aufzunehmen, bzw. welche Verbindungen bestehen bereits? Nach einem verhältnismäßig milden Winter beginnt nun langsam aber stetig wieder die wärmere Jah- reszeit. Neben den angenehmen Effekten treten auch die negativen wieder auf. Unverhältnismäßig früh allerdings erscheint das verstärkte Schnaken- bzw. Stechmückenvorkommen in und um Karlsru- he. Besorgniserregend auch deshalb, weil bisher noch nicht geklärt ist, ob das Zika-Virus nicht auch durch die bei uns vorkommende asiatische Tigermücke übertragen werden kann (laut Angabe des Bundesgesundheitsministeriums). Die Freien Demokraten möchten hier über ein sorgsames und prä- ventives Handeln der Stadtverwaltung informiert werden. So bisher noch keine weitergehenden Prä- ventionsmaßnahmen vorgesehen sind, gilt es, sich schnellst möglich mit der Kommunalen Aktionsge- meinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) e.V. in Verbindung zusetzen. unterzeichnet von: Tom Høyem Thomas H. Hock Karl-Heinz Jooß Sachverhalt / Begründung:
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 26. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 19. Juli 2016, 15:30 Uhr Öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 37. Punkt 33 der Tagesordnung: Bekämpfung der Ausbreitung von Stechmücken bzw. Ungeziefer sowie Eindämmung der Gefahr durch Zika-Virus bzw. Arboviren Anfrage der Stadträte Tom Høyem, Thomas H. Hock und Karl-Heinz Jooß (FDP) vom 25. Mai 2016 Vorlage: 2016/0317 Beschluss: Einverstanden mit Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 33 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 3. August 2016