Jugendarbeit stärken - Entwicklungsbedarfe in den Jugendhäusern in den Blick nehmen

Vorlage: 2016/0140
Art: Antrag
Datum: 24.03.2016
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Knielingen, Nordweststadt, Oberreut, Oststadt, Rintheim, Südstadt, Weststadt

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.09.2016

    TOP: 22

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mit Stellungnahme einverstanden

Zusätzliche Dateien

  • SPD-Jugendarbeit stärken
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANTRAG SPD-Gemeinderatsfraktion vom: 22.03.2016 Vorlage Nr.: 2016/0140 Jugendarbeit stärken - Entwicklungspotentiale in den Jugendhäusern in den Blick nehmen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 20.09.2016 22 x 1. Die Verwaltung erstellt eine Übersicht über die konzeptionellen Entwicklungsbedarfe im Bereich der offenen Jugendarbeit unter Berücksichtigung stadtteil- und standortspezifischer Kontextfaktoren. 2. Die Verwaltung erstellt einen Überblick über den vorhandenen Sanierungsbedarf der Jugendhäuser des Stadtjugendausschusses in Karlsruhe. Die Verwaltung stellt insbesondere dar, in welchen Jugend- häusern besonderer Handlungsbedarf besteht. 3. Die Verwaltung legt dar, in welchen Jugendhäusern bereits Barrierefreiheit gegeben ist und in wel- chen Jugendhäusern vordringlich Barrierefreiheit hergestellt werden muss. Begründung/Sachverhalt: Die Anforderungen an die Jugendhäuser, aber auch an andere Einrichtungen der offenen Jugendar- beit, sind inhaltlich als auch strukturell einem stetigen Wandel unterworfen. Zur Stärkung der Jugend- arbeit sieht unsere Fraktion die Notwendigkeit frühzeitig Entwicklungsbedarfe hinsichtlich der konzep- tionellen und inhaltlichen Anforderungen, aber auch bezüglich der räumlichen Situation (Gebäudes- ubstanz, Barrierefreiheit etc.), zu identifizieren. Auf der Grundlage einer umfassenden Bestandsauf- nahme aller Jugendhäuser in Karlsruhe bittet sich die Möglichkeit einer vertieften Beratung und ggf. Priorisierung erforderlicher Maßnahmen durch den Jugendhilfeausschuss. unterzeichnet von: Parsa Marvi Yvette Melchien

  • Stellungnahme TOP 22
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion vom: 22.03.2016 Vorlage Nr.: 2016/0140 Verantwortlich: Dez. 3 Jugendarbeit stärken – Entwicklungsbedarfe in den Jugendhäusern in den Blick nehmen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 20.09.2016 22 x Kurzfassung Die Kinder und Jugendlichen nehmen die breit aufgestellten Angebote der Karlsruher Kinder- und Jugendhäuser sehr gut in Anspruch. Die permanente Weiterentwicklung der offenen An- gebote für Kinder und Jugendliche hat sich bewährt und wird auch in Zukunft fortgeführt. Be- rücksichtigt werden gesellschaftliche Entwicklungen wie sie im Zukunftsplan Jugend beschrie- ben sind ebenso wie stadtteilbezogene Besonderheiten der Einrichtungen. Sanierungsbedarfe werden in regelmäßigen Jahresgesprächen zwischen Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft und Stadtjugendausschuss e. V. besprochen und geplant. Barrierefreiheit wird sukzessive bei anstehenden Sanierungsmaßnahmen hergestellt. Finanzielle Auswirkungen des Antrages (bitte ankreuzen) x nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen Wählen Sie ein Element aus. Kontierungsobjekt: Wählen Sie ein Element aus. Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant nein X ja Handlungsfeld: Sozialer Zusammenhalt und Bildung Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) X nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften X nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Die Verwaltung erstellt eine Übersicht über die konzeptionellen Entwicklungsbe- darfe im Bereich der Offenen Jugendarbeit unter Berücksichtigung stadtteil- und standortspezifischer Kontextfaktoren. Vorbemerkung Aus der gesetzlichen Grundlage der Kinder- und Jugendarbeit, die im Wesentlichen im SGB VIII, §§ 11 und 12 beschrieben ist, ergibt sich die besondere Rolle und Funktion der Jugendarbeit. Sie ist angehalten ihren Bildungsauftrag bedürfnis- und interessenorientiert in Partizipationspro- zessen mit den jungen Menschen zu verwirklichen. Dazu muss sie sich permanent weiterentwi- ckeln und am Puls der Zeit bleiben. Sie kann nur erfolgreich sein, wenn sie die Jugendlichen begeistert. Gleichzeitig wirken wirtschaftliche und soziale Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, in der Familienpolitik oder im Bildungsbereich direkt auf die Jugendarbeit ein und erfordern praxis- taugliche Antworten. Die Veränderungen in der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen sind im neuen Bildungsplan für allgemeinbildende Schulen in Baden-Württemberg mit „....gesellschaftlicher Wandel, Globalisierung, zunehmende Diversität, technologische Innovati- onen, rasanter Wissenszuwachs und Digitalisierung...“ benannt. Diese finden sich auch in den Konzepten und Angeboten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wieder. Gute Beispiele hierfür sind das offene Angebot eines Mittagessens mit der Möglichkeit Haus- aufgaben zu machen (mp13), permanente Weiterentwicklung der Angebote zum Übergang Schule-Beruf (Beo-Netzwerk und Beo-Vielfalt), Weiterentwicklung der Konzepte zur Beteiligung (Jugendkonferenz und Jugendforen) oder die Integration von jungen Menschen mit Fluchterfah- rung. Mit diesen Themen bewegt sich die Offene Kinder- und Jugendarbeit auf einer Linie mit dem von der Landesregierung im Jahr 2012 beschlossenen „Zukunftsplan Jugend“. Mit Hochdruck werden bereits heute Projekte, die den Diversitätsgrundsatz der Offenen Ju- gendarbeit in den Fokus stellen, entwickelt und umgesetzt. Hier sieht der Stadtjugendausschuss e. V. Karlsruhe (stja) Schwerpunkte für die nächsten Jahre:  Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund bis hin zur Unter- stützung bei der Entwicklung von beruflichen Perspektiven  Förderung des Inklusionsgedankens durch aktives Zugehen auf bisher nicht integrierte Gruppen  Weiterentwicklung der Angebote für LSQT-Jugendliche (lesbische, schwule, queere und transsexuelle Jugendliche)  Beteiligung unterschiedlicher Jugendszenen, die sich mit eigenen Konzepten an Kinder- und Jugendhäuser andocken oder anderweitige Unterstützung erfahren können  Öffnung für neue Zielgruppen aus unterschiedlichen sozialen Milieus durch Profilierung und Differenzierung stadtweiter und lokaler Angebote Neben den Veränderungen in der Bildungspolitik und dem steigenden Versorgungsbedarf von Schulkindern, ergibt sich weiterer Bedarf durch die Umgestaltung urbaner Räume und den ra- santen technologischen Fortschritt. Die Herausforderungen liegen in der Anpassung und Quali- fizierung der Angebote und der Angebotszeiten in den Einrichtungen, der Forcierung der Betei- ligungsmöglichkeiten junger Menschen an den Entwicklungen unserer Stadt und der Erarbei- tung neuer Formen der Jugendarbeit in der globalisierten und digitalisierten Welt. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 In der konkreten Umsetzung ergeben sich folgende Handlungsfelder:  Partizipation durch geeignete Beteiligungsplattformen für junge Menschen weiter stär- ken - zum Beispiel im Umgestaltungsprozess der Karlsruher Innenstadt  Frei- und Aneignungsräume für Kinder und Jugendliche im städtischen Raum erhalten und ausbauen  Vernetzung mit Schulen in Bildungspartnerschaften ausbauen und qualifizierte Bil- dungsnetze schaffen  offene Übermittagsangebote für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 im An- schluss an die tägliche Schulzeit mit Mittagessensangebot, der Möglichkeit der Haus- aufgabenerledigung (mp13) und spielpädagogisch geprägtem Freizeitangebot altersge- recht erweitern  offene Ferienangebote in Kombination mit verbindlichen Betreuungszeiten ab 7.30 Uhr ausbauen  neue digitale und medienpädagogische Formen in der Kinder- und Jugendarbeit aufgrei- fen  jugendkulturelle Vielfalt durch Bereitstellung von Räumen, Materialien und Schaffung geeigneter Veranstaltungsformate fördern Ergebnisse der ersten Besucherbefragung in den Karlsruher Kinder- und Jugendhäu- sern Um mit belastbarem Daten- und Zahlenmaterial weiter planen zu können, hat der stja für seine erste umfassende Besucherbefragung eine externe Firma (Explanandum GmbH) beauftragt. Die Zahlen, die über die Besucherhäufigkeit in den Kinder- und Jugendhäusern ermittelt wurden, sind sehr gut. Allein für den Offenen Bereich wurden insgesamt 243.007 Besucherinnen und Besucher gezählt. Rechnet man die Projekte, Veranstaltungen und Kooperationen dazu, ergibt sich eine Gesamtbesucherzahl im Jahr von 504.006. Das breite Spektrum der Öffnungszeiten, der Angebotsformen und das offene „professionelle“ Ohr der Hauptamtlichen tragen aus Sicht der Explanandum GmbH zu den hohen Werten bei. Darüber hinaus wurden die Besucherinnen und Besucher zu verschiedenen Themen wie Beteili- gungsmöglichkeiten, was sie im Jugendhaus machen, wie lange sie sich dort aufhalten oder was sie dort am meisten schätzen, befragt. Bemerkenswerte Ergebnisse aus der Befragung:  die Häuser haben eine hohe Besucherfrequenz  die Jugendlichen haben eine hohe Bindung an die Einrichtung  sie haben eine hohe Verweildauer  es gibt einerseits eine hohe Bindung und gleichzeitig einen stetigen Generationenwech- sel  die Jugendlichen wollen im Jugendhaus Freunde treffen, Internet nutzen, Sport machen Spiele spielen oder Musik machen.  Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sind erste Ansprechpartner bei Problemen Für jeden Stadtteil wird es differenzierte Einzelauswertungen geben, an denen in den kommen- den Monaten mit den Teams vor Ort weitergearbeitet wird. Die Ergebnisse werden nach Auswertung der differenzierten Einzelergebnisse im Jugendhil- feausschuss vorgestellt. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Einzelne Vorhaben der offenen Kinder- und Jugendarbeit Aktions- und Zirkuspark Otto-D. Der Aktions- und Zirkuspark Otto-D. hat sich stadtweit als Kinder- und Jugendzirkus sowie als Zentrum für unterschiedliche jugendkulturelle Szenen etabliert und weiter entwickelt. Inzwi- schen gewinnt er für das rasch gewachsene Quartier Südstadt-Ost zunehmend an Bedeutung. Die zukünftige Nutzung der vorhandenen Gebäudeteile wurde in einer stadtinternen Arbeits- gruppe einschl. Stabsstelle Projektcontrolling (SPC) und Stadtjugendausschuss e. V. (stja) bear- beitet. Es ist vorgesehen, vom jetzigen Bestand das Verwaltungsgebäude, den Verbindungsbau und das Werkstattgebäude zu erhalten. Diese Baukörperanordnung stellt städtebaulich wie landschaftsplanerisch eine verträgliche und abgestimmte Baukubatur dar. Dieser Planungsschritt wurde am 13. Juli 2016 im Jugendhilfeausschuss vorgestellt. Knielingen In Knielingen leben knapp über 10.000 Menschen. In den vergangenen fünf Jahren hat die Wohnbevölkerung, hauptsächlich bedingt durch die Entwicklung des neuen Stadtquartiers Knielingen 2.0, einen Zuwachs von rund 10 Prozent erfahren. Bisher wurde Offene Kinder- und Jugendarbeit von ehrenamtlichen Kräften der evangelischen Kirchengemeinde abgedeckt. Im Prozess der Stadtentwicklung wurde deutlich, dass die Kirche die offene Arbeit in Zukunft nicht mehr weiterführen kann. Zusammen mit dem stja werden Vorschläge erarbeitet, wie ein Angebot in Trägerschaft stja in enger Kooperation mit der Kirche bedarfsgerecht weiterentwickelt werden kann. Die Ergebnisse werden im Jugendhilfeausschuss vorgestellt. LA ViE – Queeres Jugendzentrum Der bisherige Mädchentreff LA ViE in der Ettlinger Straße 9 wurde in Kooperation mit ehren- amtlichen Initiativen zu einem Ort für lesbische, schwule, bisexuelle und queere Jugendliche (LSBQ) umgestaltet. Mithilfe einer Projektfinanzierung vom Sozialministerium konnte eine Teil- zeitstelle finanziert und das Angebot der Vereine im Frühjahr 2016 durch eine „offene Struk- tur“ erweitert werden. Das LA ViE ist das erste Jugendzentrum für LSQT-Jugendliche in Baden- Württemberg! Die Weiterentwicklung dieses Pionierprojekts wird wesentlich von der personel- len Begleitung durch eine in diesem Bereich qualifizierte und erfahrene Fachkraft abhängen. 2. Die Verwaltung erstellt einen Überblick über den vorhandenen Sanierungsbedarf der Jugendhäuser des Stadtjugendausschuss e. V. in Karlsruhe. Die Verwaltung stellt insbesondere dar, in welchen Jugendhäusern besonderer Handlungsbedarf besteht. In der jährlich stattfinden Jahresbesprechung zwischen HGW und stja am 10. Juni 2016 wurden die anstehenden Sanierungsmaßnahmen für das kommende Jahr besprochen. Kinder- und Jugendhaus Südstadt Notwendige Sanierungsmaßnahmen werden derzeit untersucht und bewertet. Seit 2014 kön- nen die Räume im Untergeschoss wegen Wasserschäden nur noch temporär oder gar nicht ge- nutzt werden. Dies führt zu Einschränkungen der Jugendarbeit, da den Jugendlichen die bisher in Eigenregie und Selbstverantwortung genutzten Räume nicht zur Verfügung stehen. Jugendliche bemängelten diesen Zustand bei der Jugendkonferenz am 17. Oktober 2015 und erhoffen sich eine zeitnahe Lösung. Ergänzende Erläuterungen Seite 5 NCO-Club Der Bestand am jetzigen Ort hat sich durch die aktuellen Planungen bestätigt. Bürgerinnen und Bürger sowie Jugendliche haben sich im Beteiligungsverfahren „Zukunft Nord“ eindeutig für den Erhalt des NCO-Clubs ausgesprochen. Die Konzeption der Einrichtung wird mit Blick auf die Veränderungen im Stadtteil weiterentwi- ckelt. Dafür ist mit konzeptionellen Änderungen und mit Umbaumaßnahmen zu rechnen. Wün- schenswert ist ein Ersatz für die von Jugendlichen mit viel Aufwand und Energie ausgebaute Aktionshalle (jetzige „Wellblechhalle“) auf dem Gelände. Eine Anfrage zum Zustand des Gebäudes wird derzeit von HGW beantwortet. Fanprojekt Die Räume in der Mainestraße müssen im Zuge der Entwicklung des C-Areals aufgegeben wer- den. Eine Arbeitsgruppe aus Fächer GmbH und stja beschäftigt sich mit der Suche nach neuen Räumlichkeiten, was sich schwierig gestaltet. Geschäftsstelle stja Durch Ausweitung der Aufgabenbereiche haben auch die Verwaltungsaufgaben einen größeren Umfang angenommen. In der Vergangenheit konnten immer wieder machbare Lösungen im „Haus der Jugendverbände Anne Frank“ gefunden werden. Diese Möglichkeit ist nun er- schöpft, aus dem bestehenden Raumprogramm können keine weiteren Räume an die Ge- schäftsstelle abgeben werden. Nicht alle Räume der Verwaltung sind barrierefrei zugänglich. Es wird nach alternativen Lösungen gesucht. Bürogemeinschaft jfbw - BuT Die Armutsbekämpfung soll nach Beschluss des Gemeinderats mit einer „Bürogemeinschaft“ zwischen jfbw und BuT intensiviert werden. Dieser Beschluss wurde in der Gemeinderatssitzung am 26. Juli 2016 bekräftigt. Aktivspielplatz Nordwest und Kinder- und Jugendhaus Nordwest Ein neues zielgruppenorientiertes Konzept für die Offene Kinder- und Jugendarbeit an beiden Standorten wird derzeit unter Beteiligung der Kinder und Jugendlichen, dem Bürgerverein und aller Akteure entwickelt. 3. Die Verwaltung legt dar, in welchen Jugendhäusern bereits Barrierefreiheit gege- ben ist und in welchen Jugendhäusern vordringlich Barrierefreiheit hergestellt werden muss. In den meisten Einrichtungen des stja ist Barrierefreiheit teilweise gegeben, so dass zumindest ein Teil der Räume für alle barrierefrei zugänglich ist. Bei Sanierungsmaßnahmen wird in der Regel auch Barrierefreiheit hergestellt. Allerdings besteht in keiner Einrichtung Barrierefreiheit für blinde und gehörlose Menschen. Ergänzende Erläuterungen Seite 6 Einrichtung Barrierefreier Zugang Alle Räume barriere- frei zugänglich Behindertenge- rechte Toiletten Aktions- und Zirkusbüro Otto-D. Ja Nein Aktivspielplatz Günther-Klotz- Anlage Ja Nein Nein Aktivspielplatz Nordweststadt Ja Nein Ja Fan-Projekt Ja Ja Nein Haus der Jugendverbände "Anne Frank"(ohne Geschäftsstelle) Ja Ja Ja Jubez Ja Ja Ja Jugend- und Gemeinschaftszent- rum "Weiße Rose" Ja Ja Ja Jugendagentur + KLEVER Ja Ja Ja Jugendcafé Westside Paradise Ja Zum Teil Ja Jugendfreizeit- und Bildungswerk Ja Ja Nein Kinder- und Jugendhaus Durlach Ja Ja Ja Kinder- und Jugendhaus Gerold- säcker - Das Blaue Haus Ja Ja Ja Kinder- und Jugendhaus Gröt- zingen Ja Ja Ja Kinder- und Jugendhaus Mühl- burg Ja EG Ja Kinder- und Jugendhaus Neu- reut - Trafohäusle Ja EG Ja Kinder- und Jugendhaus Nord- weststadt Ja Ja Ja Kinder- und Jugendhaus Oststadt Ja Ja Ja Kinder- und Jugendhaus Rintheim Nein Ja (außer Eingang) Nein Kinder- und Jugendtreff Südost- stadt Nein Nein Nein Kinder- und Jugendhaus Süd- stadt Ja EG und UG Ja Kinder- und Jugendhaus Südwest Ja Ja Ja LA ViE Ja Ja Nein Kinder- und Jugendhaus Wald- stadt Ja EG Ja Kinder- und Jugendhaus WEST Ja Ja Ja Musikmobil SOUNDTRUCK Nein Nein Nein NCO-Club Ja Ja Ja Spiel- und Lernstube Oberreut Ja Ja Ja Bei manchen Gebäuden, wie dem Musikmobil „Soundtruck“ oder dem KJH Südstadt-Ost, ist aufgrund der alten Bauten Barrierefreiheit nur mit großem finanziellem Aufwand herzustellen.

  • Protokoll TOP 22
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 28. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 20. September 2016, 15:30 Uhr Öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Erster Bürgermeister Wolfram Jäger 21. Punkt 22 der Tagesordnung: Jugendarbeit stärken – Entwicklungsbedarfe in den Jugendhäusern in den Blick nehmen Antrag des Stadtrats Parsa Marvi und der Stadträtin Yvette Melchien (SPD) so- wie der SPD-Gemeinderatsfraktion vom 22. März 2016 Vorlage: 2016/0140 Beschluss: Einverstanden mit Stellungnahme der Verwaltung und Weiterbehandlung im Jugendhil- feausschuss Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 22 zur Behandlung auf und verweist auf die vorliegende Stellungnahme der Verwaltung. Stadträtin Melchien (SPD): Die SPD-Fraktion dankt für die Antwort der Verwaltung. Unser Anliegen ist es, gemeinsam mit dem Stadtjugendausschuss die offene Kinder- und Jugendarbeit in Karlsruhe fit für die Zukunft zu machen. Nach Jahren des Ausbaus, um flächendeckend den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen in den unterschiedli- chen Stadtteilen gerecht zu werden, geht es nun darum, bestehende Einrichtungen at- traktiv und zeitgemäß weiterzuentwickeln. Die SPD-Fraktion dankt dem Stadtjugendausschuss für sein erfolgreiches Wirken im Be- reich der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Beleg dafür sind die ersten Ergebnisse aus der Besucherbefragung. Nun wird es Aufgabe des Jugendhilfeausschusses sein, sich detailliert mit der Auswertung auseinanderzusetzen und entsprechende Prioritätenset- zungen und Weichenstellungen vorzunehmen. Kritisch und konkret anmerken möchte ich die bauliche Situation im Kinder- und Ju- gendhort Südstadt. Mit großem Einsatz und bemerkenswertem Erfolg veranstaltet der Stadtjugendausschuss in zweijährigem Turnus die Karlsruher Jugendkonferenz. Neben Jugendforen auf Stadtteilebene sind die gesamtstädtisch ausgerichteten Jugendkonfe- renzen ein wichtiges Instrument für Beteiligung junger Menschen an der Zukunft unse- - 2 - rer Stadt. Im vergangenen Jahr stellten Jugendliche aus der Südstadt die Situation in ihrem Jugendhaus dar und formulierten an die anwesenden Stadträte ihre Erwartung nach einer Besserung der Situation. Damit Beteiligung auch gelingt, müssen junge Men- schen, die sich engagieren, registrieren, dass ihr Bemühen, wenn es berechtigt und möglich ist, auch Früchte trägt. Nicht zuletzt deshalb, aber natürlich grundsätzlich wegen der Bedeutung des Kinder- und Jugendhaus in der Südstadt fordert die SPD-Fraktion ein zeitnahes Tätigwerden von Seiten der Verwaltung, um die Situation in dieser traditionsreichen und wichtigen inner- städtischen Einrichtung zu verbessern. Karlsruhe braucht eine gute, offene Kinder- und Jugendarbeit. Kinder und Jugendliche finden in Jugendhäusern Raum, Rat und Entwick- lungsmöglichkeiten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtjugendausschusses leisten in diesen Einrichtungen für und mit Kindern und Jugendlichen gute Arbeit. Nun ist es an uns als Stadt, als Eigentümerin der Immobilien, die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass diese Arbeit auch weiterhin gut gelingen kann. Die SPD-Fraktion freut sich auf die Beratung im Jugendhilfeausschuss und hofft, dass der Karlsruher Gemein- derat auch weiterhin die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellt, um wei- terhin eine offene Kinder- und Jugendarbeit gut voranzubringen in unserer Stadt. Stadträtin Meier-Augenstein (CDU): Ich möchte mich ganz herzlich bei der SPD- Fraktion für diesen Antrag bedanken, denn wir bekommen hiermit einen wirklich sehr umfangreichen, fundierten Überblick, wie der Stand in unseren Kinder- und Jugendhäu- sern derzeit ist. Ich kann mich auch nicht erinnern, wann wir in den letzten Jahren ein- mal eine solch umfangreiche Bestandsaufnahme hatten. Deswegen ist es gut, dass sie uns jetzt wieder vorliegt. Die Kollegin hat es auch gesagt, jetzt müssen wir überlegen, wie wir damit umgehen. Wir waren uns hier im Haus immer einig, wenn es um die Kinder- und Jugendarbeit geht. Wir haben auch einvernehmlich hier die Prioritätenliste für Jugendtreffs abgear- beitet. Da sind wir jetzt à jour. Frau Melchien hat es auch schon gesagt, jetzt müssen wir uns überlegen, wie wir mit den Sanierungsbedarfen und Barrierefreiheit und alles, was jetzt aufgelistet ist, umgehen. Da erwarten wir jetzt von der Verwaltung, dass ent- sprechende Handlungsempfehlungen ausgearbeitet werden, die wir dann ausführlich im Jugendhilfeausschuss besprechen und dann gemeinsam an eine Priorisierung gehen. Stadträtin Rastätter (GRÜNE): Ich kann mich den Ausführungen meiner zwei Vorred- nerinnen voll anschließen. Vor allem danken wir dem Stadtjugendausschuss für die her- vorragende Jugendarbeit, konzeptionell, aber auch von der Umsetzung her hier in Karls- ruhe. Vor allem ist auch sehr interessant, dass in der Beantwortung auch die Ziele der Jugendarbeit durch den Stadtjugendausschuss noch einmal benannt sind, vor allem auch das Prinzip des Diversitätsgrundsatzes. Denn unsere Gesellschaft hat sich drama- tisch verändert. Darauf müssen vor allem auch die Jugendarbeit und die Jugendpolitik reagieren. Es wird hier hervorragend konzeptionell durch den Stadtjugendausschuss angegangen. In der Beantwortung sind auch die Problemfelder und Herausforderungen noch einmal geschildert, die wir bei der Umsetzung haben, vor allem auch bei den offenen Jugend- häusern. Denn es zeigt sich durch diese erste Umfrage, dass die Jugendhäuser und Ju- - 3 - gendstätten sehr gut angenommen werden und dass der Bedarf nach wie vor groß ist und voraussichtlich auch weiter wachsen wird. Hier sind dann entsprechend auch Sanie- rungsmaßnahmen oder Neueinrichtungen zu diskutieren. Insofern ist es sehr gut, dass jetzt diese Antwort in den Jugendhilfeausschuss einfließt und wir dort noch die weite- ren Details diskutieren und gemeinsam bei den Lösungen, wo es noch erforderlich ist – Frau Melchien hat es schon angesprochen – vorankommen. Denn nichts ist wichtiger, als dass wir hier speziell für unsere jungen Menschen die bestmöglichen Chancen über die Jugendarbeit bieten, dass sie soziales Miteinander und gutes Aufwachsen in unserer Stadt bekommen. Deshalb noch einmal vielen Dank an den Stadtjugendausschuss. Stadtrat Braun (KULT): Die von der Verwaltung dargelegten Ergebnisse aus den Be- fragungen in Karlsruher Kinder- und Jugendhäusern stimmen uns sehr positiv. Detaillier- ter müssen diese aber im Jugendhilfeausschuss betrachtet und diskutiert werden. Hier sollten dann auch die Ergebnisse aus den Einzelbefragungen vorgelegt werden, die uns vor allem sehen lassen sollen, in welchen Stadtteilen es vermehrten Handlungsbedarf gibt. Die Jugendhäuser Stück für Stück zu sanieren, halten wir für richtig. Eine Priorisierung kann nur im Jugendhilfeausschuss stattfinden. Wir halten es auch für richtig, bei anste- henden Sanierungen und Modernisierungen Barrierefreiheit umzusetzen. Bedenklich finde ich es, dass bisher keinerlei Barrierefreiheit für blinde sowie für gehörlose Men- schen umgesetzt wurde. Wir hoffen, dass auch Barrierefreiheit für diese Gruppen ge- plant ist, wenn wir Barrierefreiheit im umfassenden Sinne ermöglichen wollen. Aber das alles ist Thema, wie bereits von mir und meinen Vorrednerinnen gesagt, für den Ju- gendhilfeausschuss. Stadtrat Jooß (FDP): Wir freuen uns natürlich auch über den ausführlichen Bericht. Was uns besonders freut: Finanzielle Auswirkungen – Kreuz bei nein. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung ist das ganz wichtig. In diesem Rahmen wurde auch etwas an- gedacht, z. B. in der Nordweststadt beim Kinder- und Jugendhaus entsteht ein neues zielgruppenorientiertes Konzept für die offene Kinder- und Jugendarbeit. An beiden Standorten wird das derzeit unter Beteiligung der Kinder und Jugendlichen, dem Bür- gerverein und allen Akteuren entwickelt. Ich frage mich jetzt, geht das ohne zusätzliche Kosten? Oder wo spielt die Haushalts- konsolidierung da eine Rolle? Wir sind gespannt auf die Antwort im Jugendhilfeaus- schuss. Der Vorsitzende: Ich habe keine weiteren Wortmeldungen. Nach den Worten der An- tragsteller gehe ich davon aus, dass dem Antrag entsprochen ist und wir keine Abstim- mung mehr vornehmen müssen. Ich stelle noch fest, dass Herr Stadtrat Ehlgötz die Sitzung um 19:25 Uhr verlassen hat. Seine Gründe hat er schriftlich dargelegt. - 4 - Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 7. Oktober 2016