Anpassung der Eintrittsentgelte für den Zoologischen Stadtgarten
| Vorlage: | 2016/0098 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 11.03.2016 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Zoologischer Garten |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 26.04.2016
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: mehrheitlich beschlossen
Zusätzliche Dateien
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Zoologischer Stadtgarten Anlage 1 Darstellung der Eintrittspreise und Benutzerentgelte für den Zoologischen Stadtgarten unter Berücksichtigung der Preisanpassung ab 01. Juni 2016 seitseitseitseitNeue Preise 01.01.200401.01.200701.01.201001.01.2014ab TAGESKARTEN01.06.2016 EINZELPERSONEN Erwachsene 5,00€5,50€6,50€7,50€10,00€ Kinder (6-15 Jahre) 2,50€2,50€3,00€3,50€5,00€ ERMÄSSIGUNG für Rentner, Pensionäre, Schwerbehinderte, 4,00€4,50€5,50€6,00€8,00€ Studenten, Bundesfreiwilligendienstleistende (einschl. FÖJ und FSJ) Schüler und Jugendliche über 15 Jahre ----4,50€5,00€8,00€ ABENDKARTE Verkauf 1 Stunde vor Kassenschluss 50 % Ermäßigung auf Tageskarten für Erwachsene, Rentner u. Kinder (6-15 Jahre) GRUPPENKARTEN SCHULKLASSEN: Schüler im Klassenverband, Schülerhorte, ----2,00€2,50€4,00€ Kinderortsranderholung (ohne Altersbegrenzung) (pro 10 Schüler freier Eintritt für 1 Begleitperson; weitere Begleitpersonen 8,00€) KINDERGARTENGRUPPEN: Kindergartenkinder ---------- (pro 5 Kinder freier Eintritt für 1 Begleitperson; weitere Begleitpersonen 8,00€) KLEINGRUPPEN: A2 Erwachsene mit bis zu 4 kostenpflichtigen Kindern ----16,50€18,50€25,00€ B1 Erwachsener mit bis zu 4 kostenpflichtigen Kindern ----10,50€12,50€17,00€ CGROSSGRUPPE ab 25 zahlende Erwachsene, je Erw. --------8,00€ JAHRESKARTEN DErwachsene ----30,00€35,00€40,00€ ERentner, Pensionäre, Schwerbehinderte, ----20,00€25,00€30,00€ Schüler u. Jugendliche über 15 Jahre, Studenten, Bundesfreiwilligendienstleistende (einschl. FÖJ und FSJ) FKinder (6-15 Jahre) ----15,00€18,00€20,00€ G2 Erwachsene mit bis zu 4 kostenpflichtigen Kindern ------90,00€95,00€ H1 Erwachsener mit bis zu 4 kostenpflichtigen Kindern ------60,00€65,00€ JAHRESKARTEN Plus (inkl. Gondolettafahrten) D+Erwachsene ----44,00€51,00€56,00€ E+Rentner, Pensionäre, Schwerbehinderte, ----29,00€37,00€42,00€ Schüler u. Jugendliche über 15 Jahre, Studenten, Bundesfreiwilligendienstleistende (einschl. FÖJ und FSJ) F+Kinder (6-15 Jahre) ----21,00€26,00€28,00€ G:\Zoo\Office\Stadtfeld\für Hr Greiner\Entgelte Eintrittspreis\Anlage 1 Anpassung 2016Hauptausschuss.xls
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BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 23. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 26.04.2016 2016/0098 18 öffentlich Dez. 6 Anpassung der Eintrittsentgelte für den Zoologischen Stadtgarten Beratungsfolge dieser Vorlage am TOP ö nö Ergebnis AföE 10.03.2016 4 vorberaten Hauptausschuss 12.04.2016 11 vorberaten Gemeinderat 26.04.2016 18 genehmigt Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Aufgrund der allgemeinen Kostenentwicklung des Zoologischen Stadtgartens bzw. des städti- schen Haushalts werden die Eintrittsentgelte zum 1.Juni 2016 erhöht. Ebenso erfolgt hiermit ein Beitrag zur Haushaltsstabilisierung des städtischen Haushalts. Der Gemeinderat beschließt zum 1. Juni 2016: A. die Anhebung der Eintrittsentgelte für den Zoologischen Stadtgarten laut Anlage 1 B. die Anpassung der Struktur der neuen Preisgruppen und Ermäßigungen Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Zusätzliche Erträge 977.000 Euro Haushaltsmittel stehen 1.680.25.30.01 – 2/3 und 1.670.99.04.02 – 1/3 Kontierungsobjekt: PSP-Element: Kontenart: 34100000 Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 A. Anhebung der Eintrittsentgelte für den Zoologischen Stadtgarten laut Anlage 1 Die letzte Erhöhung der Eintrittsentgelte wurde zum 1. Januar 2014 vorgenommen. In der Regel findet alle zwei Jahre eine Anpassung der Eintrittsentgelte statt. Während der Pha- se des „Entwicklungskonzepts Zoologischer Stadtgarten“ wurde jedoch darauf verzichtet. Die Anhebung der Eintrittsentgelte ist jetzt notwendig, um einen besseren Ausgleich des städti- schen Haushalts zu erreichen. Im Jubiläumsjahr 2015 wurden zahlreiche Tiergehege und Häuser neu gebaut, wie die Nasenbä- ren- und Kropfgazellenanlage oder das Exotenhaus, das im Sommer 2015 der Öffentlichkeit übergeben wurde. Die Huftieranlage wurde Anfang 2016 fertiggestellt. Zusätzlich wurden umfangreiche Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an anderen Gehe- gen bzw. der Gesamtanlage durchgeführt. Durch diese Attraktionen und Erneuerungsmaßnahmen konnte die Besucheranzahl im Jahr 2015 um 109.930 gegenüber dem Jahr 2014 gesteigert werden. Dies zeigt, dass durch dauer- hafte Investitionen in der Gesamtanlage mehr Gäste in den Zoologischen Stadtgarten kommen. Nach der Besucherzahlerhebung, die der Verband der zoologischen Gärten e.V. (VdZ) 2014 hat aufstellen lassen, haben von den 64 in Deutschland ansässigen Zoos nur 12 Zoos mehr als 1 Million Besucher (Berechnung nach VdZ). Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe steht mit sei- nen 1.406.235 Besuchern (Berechnung 2014 nach VdZ) auf Platz sieben und gehört damit zu den meistbesuchten Zoos in Deutschland (siehe Anlage 2). Dagegen liegt der Zoologische Stadtgarten mit seinen Eintrittspreisen seit Jahren im Vergleich mit anderen zoologischen Einrichtungen im unteren Preisniveau (siehe Anlage 3). Durch die Erhöhung der Eintrittsentgelte fließen dem städtischen Haushalt, bezogen auf das Basisjahr 2014, Mehrerträge von ca. 977.000 Euro pro Jahr zu, wovon 2/3 im Teilhaushalt 6800 (Zoo) und 1/3 im Teilhaushalt 6700 (Gartenbauamt) vereinnahmt werden. Die Erhöhung der Eintrittsentgelte wird u.a. wie folgt begründet: - Beitrag zur allgemeinen Haushaltsstabilisierung des städtischen Haushalts. - Durch das neu eröffnete Exotenhaus entstehen jährlich Mehraufwendungen in Höhe von ca. 1.200.000 Euro. - Der höhere Nutzwert durch das neue Exotenhaus begründet ein höheres Eintrittsentgelt. - Höhere Personalaufwendungen durch zusätzliche Stellenschaffungen im Bereich Tier- pflege. - Anpassung der Eintrittspreise an andere zoologische Einrichtungen. - Anpassung des Eintrittspreises an die Kooperationszoos Heidelberg (Tageseintritt Erwachsener 10,20 Euro) und Landau (Tageseintritt Erwachsener 8,00 Euro). Die geplante Anpassung der Eintrittsentgelte ab 1. Juni 2016 ist aus der beiliegenden Anlage 1 zu ersehen. Veränderungen der Preisstruktur werden unter Abschnitt B näher erläutert. Bei der Preiserhöhung werden im Bereich der Jahreskarten die Karlsruher Bürgerinnen und Bür- ger besonders berücksichtigt, da diese den Zoologischen Stadtgarten auch als Naherholungsge- biet nutzen. Daher werden diese Jahreskarten nur moderat erhöht. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 B. Die Anpassung der Struktur der neuen Preisgruppen und Ermäßigungen Erstmalig wird eine Abendkarte angeboten. Sie sieht eine Ermäßigung von 50 % auf den Tageseintritt für Erwachsene, Rentner sowie Kinder (6-15 Jahre) vor und wird eine Stunde vor Kassenschluss verkauft. Mit dieser Abendkarte soll Besucherinnen und Besuchern ein Anreiz gegeben werden, den Zoologischen Stadtgarten auch noch kurz vor Schließung der Tierhäuser zu betreten, um so den Park und die Grünanlagen zu genießen. Beim Vergleich der Eintrittspreise mit anderen zoologischen Einrichtungen wurde festgestellt, dass bei fast allen Zoos auch Eintrittsentgelte für Kinder im Alter von 3-5 Jahren erhoben wer- den. Von Seiten der Verwaltung war erstmals vorgesehen, für dieses Alter eine Preisgruppe als Einzelpreis (3,50 Euro) und Jahreskarte (15,00 Euro) einzuführen. Dies wären Mehrerträge von ca. 265.800 Euro, bezogen auf das Basisjahr 2014, gewesen. Nach Vorberatung im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen wird auf diese Festsetzung verzichtet und die Vorlage wurde da- hingehend geändert, dass Kinder im Alter von 3-5 Jahren weiterhin freien Eintritt erhalten. Die Verwaltung weist jedoch darauf hin, dass durch den Verzicht auf diese Mehreinnahme in Höhe von rund 265.800,- € das im Haushaltsstabilisierungsprozess gesetzte Ziel um diesen Be- trag verfehlt wird. Kindergartengruppen sind frei. Diese Gruppen erhalten zusätzlich pro 5 Kinder freien Eintritt für eine Begleitperson. Bei jeder weiteren Begleitperson wird ein Entgelt von 8,00 Euro (Regelpreis Erwachsene 10,00 Euro) erhoben. Bisher war in der Preisgestaltung des Zoologischen Stadtgartens nicht vorgesehen, Gruppenra- batte zu gewähren. Auch hier wird eine neue Preisgruppe eingeführt: Gruppen ab 25 Personen erhalten eine Ermäßigung von 2,00 Euro auf den Tageseintritt eines Erwachsenen (Anlehnung an die Gondoletta-Preisstruktur). Diese Vergünstigung wird jedoch bei der Abendkarte ausge- schlossen. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und im Hauptausschuss: A) die Anhebung der Eintrittspreise gemäß Anlage 1 B) die Anpassung der Struktur der neuen Preisgruppen und Ermäßigungen
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 23. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 26. April 2016, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 19. Punkt 18 der Tagesordnung: Anpassung der Eintrittsentgelte für den Zoologi- schen Stadtgarten Vorlage: 2016/0098 dazu: Änderungsantrag der Stadträtinnen und Stadträte Bettina Lisbach, Renate Rastätter und Michael Borner (GRÜNE) sowie der GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 26. April 2016 Vorlage: 2016/0215 Beschluss: Der Gemeinderat beschließt - nach Vorberatung im Ausschuss für öffentliche Einrich- tungen und im Hauptausschuss - a) die Anhebung der Eintrittspreise gemäß Anlage 1 zur Vorlage 2016/0098. b) die Anpassung der Struktur der neuen Preisgruppen und Ermäßigungen. Abstimmungsergebnis: Beschlussvorlage: mehrheitlich zugestimmt Änderungsantrag GRÜNE: mehrheitlich abgelehnt Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 18 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und im Hauptaus- schuss: Sie haben jetzt seit wenigen Stunden auch eine Stellungnahme zu dem Änderungsan- trag vorliegen. Da ist uns auf der Seite 2 ein Fehler passiert. Darauf möchte ich gerade hinweisen. Im letzten Satz muss es heißen: Die Änderung gemäß Antrag würde zu Mindererträgen und Mindereinnahmen in Höhe von ca. 54.000 Euro führen, nicht 28.000 Euro. Da ist etwas verrutscht. Jetzt gibt es schon einige Wortmeldungen. - Herr Stadtrat Döring. - 2 - Stadtrat Döring (CDU): Wie allgemein bekannt ist, hat unser Zoologischer Stadtgarten eine hohe Qualität, und seit der Eröffnung des Exotenhauses ist er attraktiver denn je zuvor. Die Besucherzahlen sprechen da für sich. Was dem entgegensteht für diese son- derlich hohe Qualität und die außerordentlich hohe Leistung, die wir in unserem Zoolo- gischen Stadtgarten bieten, ist ein bundesweit unterdurchschnittlicher Preis. Wir geben hohe Leistung zu möglichst niedrigen Preisen ab. Wie wir vorhin schon überall über Sparmaßnahmen gestritten haben, liegt es auch daran, dass wir vielleicht endlich einmal für unsere ordentliche Leistung, für die ordentliche Qualität, die wir auch erbringen, auch entsprechende Preise verlangen sollten. Nichtsdestotrotz haben wir vorhin auch zugestimmt, Gebühren weiterhin zu erhöhen. Jedoch haben auch wir uns im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen vorher abgestimmt, weswegen mich eigentlich der Ände- rungsantrag der Grünen-Fraktion etwas irritiert, und haben natürlich bewusst gesteuert auch auf diese Preisgestaltung Einfluss genommen. Mir und uns als CDU-Fraktion war es wichtig, dass zum einen die anliegenden Stadtteile, in denen vor allem Dauerkarten- nutzer wohnen, nicht über Gebühr belastet werden - dazu zähle ich übrigens auch -, sowohl Kinder unter 6 Jahren weiterhin frei bleiben. Wir alle haben in der letzten Sitzung hier ein sehr ambitioniertes Zooentwicklungskon- zept beschlossen, was auch mit erheblichen finanziellen Belastungen einhergeht. Wenn man sich jetzt natürlich fragt, wie das finanziert werden sollte, ist das ein großer Bau- stein davon. Insofern folgen wir dem Verwaltungsvorschlag, begrüßen die Erhöhung oder die Anpassung der Gebühren und freuen uns auf eine gute Entwicklung im Zoo. Stadträtin Fischer (SPD): Auch wir können uns dem anschließen. Wir unterstützen die Anpassung und halten sie auch für notwendig - auch aus den Gründen, die der Kollege Döring schon gesagt hat -, insbesondere wenn man vergleicht, dass unsere beiden Ko- operationszoos in Heidelberg und Landau derzeit immer noch im Preis über uns liegen. Wenn man die Angebote in diesen Zoos kennt, dann ist es wirklich mehr als an der Zeit, dass wir da auf jeden Fall auf diesem Level mitziehen, wo wir doch insgesamt bei den großen Zoos in Deutschland sind. Auf der Preisskala sind wir unten, und in der Attrakti- vität sind wir ganz vorne, sozusagen in der Bundesliga. Die Preisvergleichsliste macht auch sehr deutlich, dass wir - Sie haben es gesagt - eine sehr große Attraktivitätssteige- rung im letzten Jahr hatten. Wir werden auch in diesem Jahr eine weitere Attraktivitäts- steigerung haben. Wir werden im nächsten Monat die Kinderturnwelten einweihen, wir werden eine neue Erdmännchenanlage und eine Känguruanlage bekommen. All das läuft. Jeder der regelmäßig in den Stadtgarten geht sieht auch die ständige Attraktivi- tätssteigerung. Hierzu möchte ich noch anmerken, das ist auch sehr deutlich in der Anpassung der Prei- se geschehen, dass die Dauerkartenbesitzer natürlich bevorzugt werden. Das ist auch ein Angebot an die Karlsruher Bevölkerung. Derjenige, der einmal im Jahr diesen Aus- flug macht, wird mehr zur Kasse gebeten wie derjenige, der die Einrichtung gerade als naher Besucher ständig besucht. Auch das halten wir für sehr angemessen und sehr gut in der Preisgestaltung. Zu dem Antrag möchte ich nur so viel sagen. Wir tragen auf jeden Fall die Vorschläge der Verwaltung mit. Wir sehen keinen Bedarf jetzt hier für Schulklassen Ausnahmen zu machen. Insbesondere haben wir hier eine Abfederung durch den Karlsruher Kinder- - 3 - pass, so dass sich diese Einschränkung nicht ergibt. Auch für die Kleingruppen sehen wir keinen Änderungsbedarf. Wir tragen also die Verwaltungsvorlage mit. Stadträtin Rastätter (GRÜNE): Auch wir Grünen tragen die meisten Anhebungen mit, auch bei den Einzelkarten, aber wir legen besonders viel Wert darauf, dass eben die Eintrittspreise sehr familienfreundlich und kinderfreundlich bleiben. Was jetzt hier auch schon mehrfach gesagt wurde, auch im Ausschuss, dass wir im Vergleich zu anderen zoologischen Einrichtungen wesentlich geringere Eintrittspreise haben, da muss man einfach noch berücksichtigen, dass bei uns der Zoo mitten in der Stadt liegt, der Stadt- garten mit dabei ist, dass es eine Freizeiteinrichtung ist mit einer hohen Aufenthaltsqua- lität, und dass wir immer dieses Faktum auch berücksichtigen müssen, so dass auch Familien, die sich spontan entscheiden und dann doch keine Jahreskarte kaufen, weil sie nicht wissen, wie oft sie gehen, auch moderate Eintrittspreise haben. Deshalb ist für uns der Sprung z. B. für die Kleingruppen etwas zu hoch. Die sind deutlich zweimal seit 2010 sehr stark erhöht worden, auch jetzt wieder ganz stark erhöht worden. Eine Än- derung hätten wir gerne noch berücksichtigt bei Schulklassen. Das habe ich auch schon im Ausschuss für meine Fraktion deutlich gemacht. Gerade wenn jetzt die pädagogi- schen Angebote im Zoo zunehmen und wir uns wünschen, dass die Zoopädagogik auch attraktiv wird und zum Teil vielleicht auch Folgen von Workshops stattfinden, dann ist natürlich ein Eintritt von 4 Euro für so ein Programm für Schulklassen doch sehr hoch. Dann überlegen sich die Schulen und auch die verschiedenen Schularten doch, ob sie das den Eltern zumuten können und verzichten darauf, indem sie sagen, naja, ein An- gebot, was dann jedes Mal 4 Euro kostet für die Kinder, was wieder eingesammelt werden muss, ob wir das jetzt machen oder lieber einen Ausflug machen, da wo es nichts kostet, in den Hardtwald oder so. Auf jeden Fall finde ich, 4 Euro ist einfach sehr viel. Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass ich mich darüber freue, dass auch an zwei anderen Stellen nach der Beratung im Ausschuss noch nachgebessert wurde. Es war geplant, dass für die Kinder unter fünf jetzt neuerdings Eintritte verlangt werden. Das ist ja jetzt nicht mehr in der Vorlage drin. Auch die Kindergartengruppen bleiben kos- tenfrei. Für die hätte auch ein Eintritt erhoben werden sollen. Es ist ja schon besser ge- worden, aber an diesen zwei Stellen, und vor allem auch für die Schulklassen, plädiere ich einfach noch einmal dafür, dass wir bei Schulklassen bei den 2,50 Euro bleiben. Ich bitte auch darum, dass wir getrennt abstimmen. Vielleicht können Sie sich doch ent- schließen, gerade im Blick auf das Thema Wissensvermittlung, Sensibilisierung junger Menschen, auch im Zoo für Arten und Tierschutz, dass Sie in dem Bereich auf 2,50 Euro bleiben. Vielen Dank. Ich würde mich freuen, wenn Sie dem wenigstens zustimmen könnten. Stadtrat Hock (FDP): Ich war jetzt auch überrascht. Die Verwaltung ist der Grünen- Fraktion ja entgegen gekommen. Sie hat schon aus dem, was wir beraten haben, etwas herausgenommen. Da habe ich eigentlich erwartet, dass man von der Grünen-Fraktion heute mal der Verwaltung etwas entgegen kommt und auf die Durchsetzung aller ihrer Forderungen hier verzichtet. Deshalb war ich überrascht, dass das jetzt kam. Wir wer- den das auch ablehnen. Wir finden die Vorlage jetzt ausgewogen. Wir haben ein Exo- tenhaus, was einen Mehrwert bringt. Wir haben jetzt einen neuen Papagei, der in die Obhut von Herrn Dr. Reinschmidt gekommen ist, worüber wir sehr dankbar sind. Das - 4 - wird auch mit Sicherheit Zuschauer anziehen. Da bin ich ganz fest davon überzeugt. Wir von der FDP-Fraktion können nur sagen, diese Anpassung ist moderat, und wir können sie gerne so mittragen. Deshalb Dank an die Verwaltung. Man hätte es heute auch damit belassen können. Stadtrat Dr. Schmidt (AfD): Ich möchte zunächst Frau Rastätter für die von ihr vorge- brachte Argumentation danken, der sich die AfD vollumfänglich anschließt. Ich habe bereits im Ausschuss gesagt, dass uns die Erhöhung insgesamt zu hoch ist. Besonders problematisch ist sie, wenn es um Schulklassen und Kindergruppen geht. Ich weiß es selbst als betroffener Vater, dass gerade im Kindergarten die Eintrittspreise in den Zoo immer wieder Thema waren. Ich glaube, dass es tatsächlich so ist, wenn wir da die Prei- se zu arg anheben, dass weniger Gruppen in den Zoo gehen und dann machen wir auch weniger Umsatz. Deswegen ist es kontraproduktiv, die Preise zu weit anzuheben. Genauso ist es bei den Familien. Wir wollen die Familien unterstützen, wir wollen, dass der Zoo für Familien leicht zugänglich ist, auch für solche, die nicht so häufig da hinge- hen, dass sich eine Jahreskarte lohnt. Der Zoo ist nicht nur für die Karlsruher, die in sei- ner direkten Nähe wohnen, sondern auch für die, die in weiter entfernten Ortsteilen wohnen. Deswegen sollte gerade für Familien der Eintrittspreis niedrig bleiben. Wir danken den Grünen für diesen Antrag und werden ihn voll mitgehen. Der Vorsitzende: Das waren alle Wortmeldungen, die uns aufgefallen sind. Das sehen Sie auch so. Dann können wir zur Abstimmung kommen. Ich rufe zunächst auf den Änderungsantrag der Grünen und bitte hier um ein entspre- chendes Kartenzeichen. - Bei 13 Nein-Stimmen ist der Änderungsantrag abgelehnt. Jetzt kommt die eigentliche Vorlage. - 1 Gegenstimme und 1 Enthaltung, sonst Zu- stimmung. Damit mit großer Mehrheit angenommen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 17. Mai 2016