Grundwasserabpumpung an Haltestelle Europaplatz
| Vorlage: | 2015/0762 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 18.12.2015 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 26.01.2016
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) vom 01.12.2015 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 20. Plenarsitzung Gemeinderat 26.01.2016 2015/0762 28 öffentlich Grundwasserabpumpung an Haltestelle Europaplatz In der StadtZeitung vom 27.11.15 wurde gemeldet, dass das in der Haltestelle Europaplatz befindliches Grundwasser abgepumpt werden müsse. Dazu ergeben sich folgende Fragen: A. Wie lange hat das Einbringen der HDI- Dichtsohle in der Haltestelle Europaplatz von der Beräumung bis zur Wiederherstellung der Oberflächen insgesamt gedauert? B. In welcher Stärke zu welchen Kosten war die Dichtsohle in der Kalkulation von 2004/ 2008 geplant und in welcher Stärke und zu welchen Kosten wurde diese letztendlich aus- geführt? C. Was waren die Ursachen für den damals verzögerten Bauablauf und wurde die Dichtsohle als "dicht" abgenommen? D. Was sind die Ursachen für das derzeitige Eindringen von Grundwasser in das Haltestellen- bauwerk und wie hoch war der Grundwasserstand zu Beginn der Maßnahme und wie hoch war dieser am 25.11.2015? E. Mit welchem Verfahren wird die offensichtlich undichte Dichtsohle wieder abgedichtet, und wer kommt für die Kosten der Nacharbeiten einschließlich der Pumparbei- ten in welcher Höhe auf? F. In wieweit wird die Havarieleitung zur Schadensbehebung herangezogen bzw. wird das Grundwasser über die Havarieleitung oder wie sonst in welche Vorflut, abgepumpt? Begründung: Entsprechend der allgemein zugänglichen Unterlagen zum Bau der unterirdischen Haltestellen sollte jeweils eine Dichtsohle die Haltestellenbauwerke vor eindringendem Grundwasser schüt- zen und einen schnellen Bauablauf garantieren. Am Europaplatz hatten diese Arbeiten über zwei Jahre gedauert. Aktuell wird der Europaplatz mit angrenzender Douglasstraße wieder für die Tunnelbauarbeiten in Anspruch genommen, was für Fahrgäste der Straßenbahnen, Besucher und Einzelhandel weiterhin Einschränkungen bedeutet. unterzeichnet von: Jürgen Wenzel
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Jürgen Wenze (FW)l vom: 01.12.2015 eingegangen: 02.12.2015 Gremium: 20. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 26.01.2016 2015/0762 28 öffentlich Dez. 1 Grundwasserabpumpung an Haltestelle Europaplatz In der StadtZeitung vom 27.11.15 wurde gemeldet, dass das in der Haltestelle Europaplatz befindliches Grundwasser abgepumpt werden müsse. Dazu ergeben sich folgende Fragen: A. Wie lange hat das Einbringen der HDI-Dichtsohle in der Haltestelle Europaplatz von der Beräumung bis zur Wiederherstellung der Oberflächen insgesamt gedauert? Am 21. Dezember 2010 wurde am Europaplatz mit der Produktion der Hochdruckinjektions- Sohle (HDI-Sohle) begonnen. Der letzte Pumpversuch, der dann den Nachweis für die Dichtigkeit der Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle) innerhalb der festgelegten Grenzwerte erbrachte, er- folgte über mehrere Tage bis einschließlich 24. Februar 2014. B. In welcher Stärke zu welchen Kosten war die Dichtsohle in der Kalkulation von 2004/2008 geplant und in welcher Stärke und zu welchen Kosten wurde diese letztend- lich ausgeführt? Für die Herstellung des nach unten abschließenden Baugrubenverbaus wurde eine rund 2,50 m dicke Hochdruckinjektionssohle (HDI-Sohle) geplant und ausgeführt. In der Kostenberechnung von 2010 für den GVFG-Ergänzungsantrag ist der Baugrubenverbau für die Haltestelle Europa- platz in Summe mit ca. 6,4 Mio. Euro veranschlagt. Davon entfallen ungefähr 50% auf die Her- stellung der HDI-Sohle. Zu den endgültigen Fertigstellungskosten der HDI-Säule einschließlich der zusätzlichen Maßnahmen zur Erhöhung der Qualitätssicherheit liegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt leider noch keine abgeschlossenen Auswertungen der Bauüberwachung vor. C. Was waren die Ursachen für den damals verzögerten Bauablauf und wurde die Dicht- sohle als "dicht" abgenommen? Nach dem Einbringen der Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle) wird in dem jeweiligen Baufeld zur Qualitätssicherung ein Pumpversuch unternommen. Bei dem Pumpversuch gibt es in Ab- hängigkeit beispielsweise von der Größe des Baufelds definierte Grenzwerte, die darüber Aus- kunft geben, wie viel Wasser vom - außerhalb des Bauwerks - anstehenden Grundwasser in welcher Zeit in das Bauwerk nachlaufen kann. Eine vollständige Dichtigkeit gibt es dabei nicht und sie ist auch nicht gefordert und nicht notwendig. Um die Einhaltung der festgelegten zuläs- sigen Zuflussmengen zu gewährleisten, war es notwendig, an einzelnen Stellen Nachinjektionen durchzuführen, was in Folge zu einer Verzögerung im Bauablauf geführt hat. Wie unter Punkt A. erwähnt, wurde mit dem letzten Pumpversuch Ende Februar 2014 der abschließende Nach- weis der geforderten Dichtigkeit erbracht. Seite 2 D. Was sind die Ursachen für das derzeitige Eindringen von Grundwasser in das Haltestel- lenbauwerk und wie hoch war der Grundwasserstand zu Beginn der Maßnahme und wie hoch war dieser am 25.11.2015? Für den anstehenden Aushub von Erdreich unter dem Deckel der Haltestelle wurde Mitte No- vember 2015 mit der sogenannten Grundwasserhaltung begonnen. Dazu wird - mit dem Aus- hub einhergehend - sowohl das vom Bauwerk eingeschlossene vorhandene Grundwasser als auch - wie unter Punkt C. beschrieben - das bautechnisch berücksichtigte nachfließende Grundwasser von außerhalb des Bauwerks abgepumpt. Von einem „Eindringen“ von Grund- wasser in das Haltestellenbauwerk kann in diesem Zusammenhang nicht gesprochen werden, da es sich hier um einen kontrollierten planmäßigen Vorgang handelt. Auf den natürlichen Grundwasserstand außerhalb des Haltestellenbauwerks hat die unter dem Deckel laufende Grundwasserhaltung keinen Einfluss. E. Mit welchem Verfahren wird die offensichtlich undichte Dichtsohle wieder abgedich- tet, und wer kommt für die Kosten der Nacharbeiten einschließlich der Pumparbeiten in welcher Höhe auf? Wie aus den vorausgehenden Antworten hervorgeht, gibt es keine „offensichtlich undichte Dichtsohle“, die mit zusätzlichen Kosten saniert werden müsste. F. In wieweit wird die Havarieleitung zur Schadensbehebung herangezogen bzw. wird das Grundwasser über die Havarieleitung oder wie sonst in welche Vorflut, abge- pumpt? Die Havarieleitung wird - wie unter TOP 38 in der Gemeinderatssitzung vom 30. Juni 2015 be- antwortet und auch mehrfach in KASIG-Pressemitteilungen sowie auch in Medienberichten aus- führlich beschrieben - für den nicht zu 100 % auszuschließenden Fall eines Versagens von Bau- werksteilen während des Aushubs unter Deckel vorgehalten. Mit einer Notfallflutung soll im ge- gebenen Fall eine schnelle Gefahren- und Risikominimierung erreicht werden. Das Abpumpen des Grundwassers aus den Haltestellenbauwerken erfolgt planmäßig in die städtischen Abwas- serkanäle.
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 20. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 26. Januar 2016, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 29. Punkt 28 der Tagesordnung: Grundwasserabpumpung an Haltestelle Europa- platz Anfrage des Stadtrats Jürgen Wenzel (FW) vom 1. Dezember 2015 Vorlage: 2015/0762 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme des Gemeinderates Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 28 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 5. Februar 2016