Einsparungen durch Öldialyse
| Vorlage: | 2015/0594 |
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| Art: | Anfrage |
| Datum: | 08.10.2015 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 15.12.2015
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Parsa Marvi (SPD) Stadtrat Dr. Raphael Fechler (SPD) Stadtrat Michael Zeh (SPD) Stadträtin Sibel Uysal (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion vom 07.10.2015 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 19. Plenarsitzung Gemeinderat 15.12.2015 2015/0594 34 öffentlich Einsparungen durch Öldialyse Welche ökologischen und ökonomischen Effekte ergeben sich bei einer konsequenten Anwendung des durch die Firma IMT Recycling & Dialyse GmbH entwickelten Verfah- rens zur Öldialyse auf den Verbrauch von Motorölen der im Fahrzeugbestand der Stadt Karlsruhe und ihren Gesellschaften befindlichen PKW und Nutzfahrzeuge? Begründung/Sachverhalt: Wie die in vielen kommunalen Nahverkehrsunternehmen (Stadtwerke Marburg, NEW AG Mönchengladbach, WAG Rhön Energie Fulda u.a.) gemachten Erfahrungen zeigen, reduziert die konsequente Anwendung des Verfahrens der Öldialyse durch den Wieder- einsatz von mineralischen und synthetischen Fahrzeugölen den notwendigen Bedarf an Neuölen. Neben positiven ökologischen Effekten kann das Verfahren so auch zu einer relevanten Kostenreduktion führen. unterzeichnet von: Parsa Marvi Dr. Raphael Fechler Michael Zeh Sibel Uysal Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 4. Dezember 2015
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STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Parsa Marvi (SPD) Stadtrat Dr. Raphael Fechler (SPD) Stadtrat Michael Zeh (SPD) Stadträtin Sibel Uysel (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion vom: 07.10.2015 eingegangen: 07.10.2015 Gremium: 19. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 15.12.2015 2015/0594 34 öffentlich Dez. 5 Einsparungen durch Öldialyse Welche ökologischen und ökonomischen Effekte ergeben sich bei einer konsequenten An- wendung des durch die Firma IMT Recycling & Dialyse GmbH entwickelten Verfahrens zur Öldialyse auf den Verbrauch von Motorölen der im Fahrzeugbestand der Stadt Karlsruhe und ihren Gesellschaften befindlichen PKW und Nutzfahrzeuge? Die Öldialyse wird von der Firma IMT Recycling und Dialyse GmbH aus Zerbst weiterentwickelt und angeboten. Technisch ist sie eine Feinstfilterung von Ruß und Metallpartikeln aus dem Motoröl. Das Umweltbundesamt (UBA) stellte in einem Dauertest fest, dass mit Feinstfiltern nicht verhindert werden kann, dass Öl chemisch altert. Ein eindeutiger Verlust der Schmierkraft sowie Rückstandsbil- dung waren zusätzliche Erkenntnisse. Festgeklemmte Kolbenringe wertete das vom UBA beauftragte Testlabor als "letzte Vorstufe ... zum Motortotalausfall durch Kolbenfresser". Zudem wird die der Ab- gasnorm geschuldete erforderliche Regeneration des Rußfilters im Kurzstreckenbetrieb – typisch für städtische Fahrzeuge – häufig abgebrochen. Dies bedeutet, mehr Kraftstoff wird eingespritzt, um die Temperatur im Rußfilter zu erhöhen. Dies hat eine Ölverdünnung zur Folge. Für die Regeneration muss somit mehr Kraftstoff eingespritzt werden. Zu einer Verlängerung der Ölwechselintervalle führt die Öldialyse nicht. Die Öldialyse ist lediglich eine zusätzliche externe Filterung des Motoröls. Dadurch werden feste Schmutzpartikel entfernt. Die che- mische Veränderung und Alterung des Motoröls werden weder aufgehalten noch verbessert. Ein Nut- zen durch diesen Aufwand ist aus Sicht des AfA und der VBK nicht zu erkennen, die Gefahren für einen vorzeitigen Motorverschleiß überwiegen. Das - bisher nicht rechtskräftige - Gerichtsurteil des LG Roßlau Dessau vom 25.01.2013 (AZ 3037/11) besagt, dass die Wirksamkeit der Öldialyse wissenschaftlich gesehen einem vorgeschriebenen Ölwech- sel nicht gleichzustellen ist. Dies kann zum Verlust von Garantie- und Gewährleistungsansprüchen führen. Einsatzspezifisch angepasste, ggf. sogar verlängerte Ölwechselintervalle, stellen eine ökonomische und ökologische Alternative zur o.g. Öldialyse dar. Darüber hinaus spricht nichts dagegen, den Fokus beim Ölwechsel künftig noch stärker auf die Umwelt zu legen und verantwortungsvoll sowohl mit dem Roh- als auch dem Altöl umzugehen, ohne dabei die Notwendigkeit des Services aus dem Auge zu verlie- ren. Gerade im Hinblick auf eine gesunde Umwelt nimmt die regelmäßige Wartung - und dazu gehört auch der Ölservice - eine wichtige Stellung ein, da nur so eine optimale Lebensdauer sowie Kraftstoffverbrauch des Motors erreicht werden können. Vom Einsatz der Öldialyse ist daher abzuraten.
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 19. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 15. Dezember 2015, 15:30 Uhr Öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 35. Punkt 34 der Tagesordnung: Einsparungen durch Öldialyse Anfrage der Stadträte Parsa Marvi, Dr. Raphael Fechler und Michael Zeh, der Stadträtin Sibel Uysal (SPD) sowie der SPD-Gemeinderatsfraktion vom 7. Oktober 2015 Vorlage: 2015/0594 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 34 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 12. Januar 2016