Kosten Staatstheater
| Vorlage: | 2015/0494 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 11.08.2015 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Südstadt |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 29.09.2015
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Friedemann Kalmbach (GfK) Stadtrat Eduardo Mossuto (GfK) vom: 10.08.2015 eingegangen: 10.08.2015 Gremium: 15. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 29.09.2015 2015/0494 54 öffentlich Dez. 2 Kosten Staatstheater 1) Wie stellt sich die Verwaltung zu den immer wieder veröffentlichten Aussagen, dass der Theaterumbau die Kosten in Höhe von 125 Mio. nicht übersteigen wird? Sieht die Verwal- tung nach wie vor, dass dieser Betrag eingehalten werden kann und wie begründet sie das? Die Gesamtbaukosten von 125 Mio. € wurden anhand eines Testentwurfs über Kostenkennwerte ermittelt und als Kostenobergrenze zwischen Land und Stadt vereinbart. Sie lagen der Auslobung des Wettbewerbs zugrunde und sind auch für die weitere Planung des Siegerentwurfs von Delugan Meissl verbindlich. Es wird lediglich eine Anpassung über den zum Zeitpunkt der Ausfüh- rung gültigen Baupreisindex erfolgen. Das Gesamtprojekt soll in drei Modulen nacheinander geplant und ausgeführt werden. Damit ist eine Möglichkeit zur Kostensteuerung gegeben. Außerdem wird die Auswahl eines externen Pro- jektsteuerers vorbereitet, der auch die Kostenkontrolle übernimmt. 2) Wie sieht die Verwaltung die Tatsache, dass zu den 125 Millionen Euro auf jeden Fall schon weitere zehn bis 15 Millionen Euro für die Erstausstattung hinzugezählt werden? Gibt es noch weitere unbekannte Kosten die dazu kommen werden? Des Weiteren gibt es noch viele sehr unsichere Faktoren, wie Beispielsweise der Stahlbau, der bis zu 70% teurer werden könnte als geplant, oder andere Gewerke? Mit welchem Betrag sind diese Unsi- cherheiten in den 125 Millionen Euro schon berücksichtigt? Derzeit werden in europaweiten VOF-Verfahren die Planungsbüros für Tragwerksplanung und die technischen Gewerke sowie die Projektsteuerung gesucht. Parallel dazu arbeiten die Architekten an Vorschlägen zur Optimierung des Wettbewerbsentwurfs. Eine differenzierte Kostenermittlung unter Betrachtung der einzelnen Gewerke kann erst erfolgen, nachdem die Konzepte der Fachplaner entwickelt und in die Planung eingearbeitet worden sind. Diese wird dann auch eine Risikoausweisung enthalten. Die nutzerspezifische Ausstattung ist in den Bauvorhaben des Landes üblicherweise nicht in den Gesamtkosten für den Bau enthalten und muss über die Haushalte der Nutzer erbracht werden. Für das Staatstheater wird sie auf 10 – 15 Mio. € geschätzt. 3) Wurden schon jetzt, um die Kosten zu halten, im Vergleich zu dem Siegerentwurf Teilpro- jekte gestrichen oder reduziert, z.B. die Dachhaut (Verkleidung, ca. 10 Mio Euro)? Bereits in der Überarbeitung haben Delugan Meissl die im Wettbewerbsentwurf vorgeschlagene zeltartige Geometrie des Daches mit Stahlnetzen aus funktionalen und wirtschaftlichen Gründen in eine Vertikallamellenstruktur aufgelöst. Im Dialog mit Land, Staatstheater und Stadt werden die Planer das Projekt weiterentwickeln und dabei zur Einhaltung des Kostenziels auch einzelne Ele- mente hinterfragen. Seite 2 4) Wie werden sich die Betriebskosten nach Vollendung des Gesamtprojekts entwickeln? Wird sich bei dem geplanten 50% größerem Raumvolumen der jetzige Betriebskostenzu- schuss von ca. 23 Mio. pro Jahr von Seiten der Stadt für die Energieversorgung, die Perso- nalkosten und sonstige Kosten senken, bleiben oder erhöhen? Wie werden sich diese ent- wickeln? Auf welcher Grundlage wurden die Berechnungen ermittelt? Verbindliche Aussagen zu den Betriebskosten können erst getroffen werden, wenn die Konzepte der Fachplaner für einen energieeffizienten, funktions- und bedarfsgerechten Gebäudebetrieb vor- liegen. Bereits im Wettbewerb wurde darauf geachtet, dass die Betriebsabläufe optimal funktionieren, Transportwege möglichst kurz sind und Kulissen während des Transports nicht umgelagert wer- den müssen. Das Staatstheater wird heute mit einer veralteten Anlagentechnik aus der Erbauungszeit betrie- ben, die energetisch ineffizient und technisch problembehaftet ist. Mit der Sanierung werden neue hochwirksame Systeme eingesetzt, die einen deutlich geringeren Energiebedarf haben. Daher ist zu erwarten, dass damit der Bedarf aus den zusätzlichen Flächen teilweise kompensiert werden kann. Mit der Nancyhalle und der „Insel“ können am Ende zwei Dependancen mit hohen Bewirtschaf- tungskosten aufgegeben werden. 5) Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup setzt den Schwerpunkt der vielen anstehenden Großprojekte auf das Staatstheater. Wie ist die Aussage zu verstehen, dass sich dann viel- leicht das eine oder andere Projekte eben darum herum gruppieren muss (BNN v. 14.7.2015)? Gibt es schon konkrete Vorstellungen, welche anderen Projekte dafür geschoben werden sollen? Durch den hohen Sanierungsbedarf, Probleme mit dem Brandschutz und beengte Arbeits – und Produktionsverhältnisse kann die Sanierung und Erweiterung des badischen Staatstheaters nicht weiter aufgeschoben werden. Die Realisierung in Modulen ermöglicht eine Einpassung in die Haushalte von Land und Stadt. Dennoch sind durch den Abstimmungsbedarf zwischen Land und Stadt und dem laufenden Betrieb die Möglichkeiten des Verschiebens bei der einmal begonnenen Sanierung des Staatstheaters geringer als bei rein städtischen Projekten in anderen Bereichen. So war auch die Aussage des Oberbürgermeisters zu verstehen und nicht als qualitative Schwer- punktsetzung.
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STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Friedemann Kalmbach (GfK) Stadtrat Eduardo Mossuto (GfK) vom 10.08.2015 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 15. Plenarsitzung Gemeinderat 29.09.2015 2015/0494 54 öffentlich Kosten Staatstheater 1. Wie stellt sich die Verwaltung zu den immer wieder veröffentlichten Aussagen, dass der Thea- terumbau die Kosten in Höhe von 125 Mio. nicht übersteigen wird? Sieht die Verwaltung nach wie vor, dass dieser Betrag eingehalten werden kann und wie begründet sie das? 2. Wie sieht die Verwaltung die Tatsache, dass zu den 125 Millionen Euro auf jeden Fall schon weitere zehn bis 15 Millionen Euro für die Erstausstattung hinzugezählt werden? Gibt es noch weitere unbekannte Kosten die dazu kommen werden? Des Weiteren gibt es noch viele sehr unsichere Faktoren, wie Beispielsweise der Stahlbau, der bis zu 70% teurer werden könnte als geplant, oder andere Gewerke? Mit welchem Betrag sind diese Unsicherheiten in den 125 Milli- onen Euro schon berücksichtigt? 3. Wurden schon jetzt, um die Kosten zu halten, im Vergleich zu dem Siegerentwurf Teilobjekte gestrichten oder reduziert; z.B. die Dachhaut (Verkleidung, ca. 10 Mio. Euro)? 4) Wie werden sich die die Betriebskosten nach Vollendung des Gesamtprojekts entwickeln? Wird sich bei dem geplanten 50% größerem Raumvolumen der jetzige Betriebskostenzuschuss von ca. 23 Mio. pro Jahr von Seiten der Stadt für die Energieversorgung, die Personalkosten und sonstige Kosten senken, bleiben oder erhöhen? Wie werden sich diese entwickeln? Auf welcher Grundlage wurden die Berechnungen ermittelt? 5) Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup setzt den Schwerpunkt der vielen anstehenden Groß- projekte auf das Staatstheater. Wie ist die Aussage zu verstehen, dass sich dann vielleicht das eine oder andere Projekte eben darum herum gruppieren muss (BNN v. 14.7.2015)? Gibt es schon konkrete Vorstellungen, welche anderen Projekte dafür geschoben werden sol- len? Begründung: GfK hat sich dem Grundsatzbeschluss zum Um- und Neubau des Badischen Staatstheaters gerne angeschlossen. Allerdings machte GfK klar, dass es zwei Randbedingungen für dieses „Ja“ gibt. Zum einen, dass der Kostenrahmen von 125 Mio. Euro gehalten wird und zum andern, dass sich der jährlichen Betriebskostenzuschuss von über 23 Mio. Euro senkt, bzw. mindestens nicht er- höht. In dieser Anfrage geht es darum Auskunft darüber zu erhalten, wie diese beiden Faktoren sich entwickeln. In verschiedenen Veröffentlichungen versichert Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup immer wieder, dass der Kostendeckel von 125 Mio. auf keinen Fall überschritten wird. Gleichzeitig wurde bekannt, dass sich ein renommiertes Architekturbüro bei der Ausschreibung mit der Be- Seite 2 __________________________________________________________________________________________ gründung, dass die geforderten Vorgaben des Theater Um- und Neubaus mit dem vorgegebe- nen Kostenrahmen von 125 Mio. Euro nicht umsetzbar seien, erst gar nicht beteiligt hat. Daher möchte GfK wissen, wie der Kostenrahmen des Siegerentwurfes bei dem bekannt zu en- gen Kostenrahmen gehalten werden kann. Welche Baumaßnahmen wurden schon gestrichen bzw. reduziert, damit die Kosten gehalten werden können. Ebenso stellt sich die Frage, woher die in den BNN veröffentlichen 10 -15 Mio. Euro Erstausstattung plötzlich kommen. Davon wur- de in der Vergangenheit nie gesprochen, zumal sie vermutlich zu den 125 Mio. Euro dazu kommen werden. Darum möchte GfK noch einmal darauf hinweisen die Kosten im Blick zu haben und nicht von den beschlossenen Kostenrahmen abzuweichen. GfK sah schon immer die ungebremst steigen- den städtischen Betriebskostenzuschüsse sehr kritisch. Heute belaufen sich diese auf über 23 Mio. Euro im Jahr. Das Land beteiligt sich mit demselben Betrag. Bei vielen Diskussionen wurde betont, dass durch einen Um- und Neubau die Energiekosten gesenkt werden können, durch bessere Anordnung und Gestaltung der Werkstätten die Abläufe leichter zu bewerkstelli- gen sind. Eindeutig wurde gesagt, dass sich nach Fertigstellung aller Maßnahmen der Betriebs- kostenzuschuss senken würde. GfK hat hier durch einen Erhöhung des umbauten Raumvolu- mens um 50 % Zweifel, ob dies zu bewerkstelligen ist und möchte darüber Auskunft haben. Nicht zuletzt daran wird sich entscheiden, ob GfK weiter positiv zu dem Großprojekt Theater Um- und Neubau steht. unterzeichnet von: Friedemann Kalmbach Eduardo Mossuto Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 18. September 2015
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 15. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 29. September 2015, 15:30 Uhr Öffentlich Ort: Südwerk-Bürgerzentrum Südstadt, Henriette-Obermüller-Straße 10, Karlsruhe Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 57. Punkt 54 der Tagesordnung: Kosten Staatstheater Anfrage der Stadträte Friedemann Kalmbach und Eduardo Mossuto (GfK) vom 10. August 2015 Vorlage: 2015/0494 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 54 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 21. Oktober 2015