Einsatz von Kupfer-Elementen im Städtischen Klinikum

Vorlage: 2015/0440
Art: Anfrage
Datum: 16.07.2015
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Südstadt

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 29.09.2015

    TOP: 42

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Stellungnahme TOP 42
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Lüppo Cramer (KULT) Stadtrat Uwe Lancier (KULT) vom: 15.07.2015 eingegangen: 15.07.2015 Gremium: 15. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 29.09.2015 2015/0440 42 öffentlich Dez. 5 Einsatz von Kupfer-Elementen im Städtischen Klinikum 1. Denkt das Städtische Klinikum über den Einsatz von Kupferelementen (z. B. Türgriffen) nach? Wenn ja, welche Elemente sind geplant? Ist ein entsprechendes Budget vorhanden? Wenn nein, warum wurde der Einsatz von Kuper nicht erwogen a) generell b) Einbau von Kupferelementen im Neubau? Der Einsatz von Kupfer-Elementen (z. B. Beschlägen) wird in der jüngeren Zeit wegen der antibak- teriellen Wirkung dieser Oberflächen von verschiedenen Seiten propagiert. Andere Nicht- bzw. Edelmetalle mit ähnlichen Eigenschaften sind z. B. Silber. Ziel des Einsatzes ist die Reduzierung von Keimen auf Flächen, die mit Händen Kontakt haben, sogenannte Handkontaktoberflächen, wie z .B. Türklinken, Lichtschalter, WC-Spülungen usw. Für weitere Oberflächen im täglichen Gebrauch, wie zum Beispiel Tastaturen, Möbeloberflächen, Be- schichtungen von Wänden und Türen, Handläufen etc. sind diese Technologien bisher nicht ver- fügbar. Das Klinikum ist bestrebt, Handkontaktoberflächen durch technische und organisatorische Maß- nahmen zu reduzieren. In den verschiedenen Klinikbereichen werden, je nach Risikobetrachtung, Reinigung- und Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt. Die Frequenz und die Intensität dieser Maßnahmen werden in Abstimmung mit der Krankenhaushygiene definiert und durch ständige Schulung und Audits nachhaltig sichergestellt. Ein wichtiger Baustein ist die ständige Handdesin- fektion. Hierzu werden im gesamten Klinikbereich Handdesinfektionsspender in ausreichender Zahl zur Verfügung gestellt. Durch den Einsatz von anti-mikrobiellen Beschlägen werden Mehrkosten anfallen. Aus diesem Grund soll der Einsatz dieser Beschläge nur im Klinikbereich mit Patientenverkehr und öffentlicher Nutzung untersucht werden. Bei der Neubaumaßnahme des Institutsgebäude I (Apotheke, Mikro- biologie) wird es keine Nutzung durch Patientinnen und Patienten geben. Das Gebäude wird ledig- lich für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums zugänglich sein. Diese sind in Bezug auf Seite 2 Hygiene und Desinfektion aufgrund ihrer Tätigkeit besonders sensibilisiert, was die Gefahr der Verschleppung von Vieren, Keimen und Bakterien erheblich reduziert. Beim Neubau des zentralen Klinikgebäudes Haus M (Bettenhaus) wird derzeit die Entwurfspla- nung (Leistungsphase 3) abgeschlossen. Eine detaillierte Festlegung der Standards wird erst in den weiteren Planungsabschnitten erfolgen. Der Einsatz von anti-mikrobiellen Beschlägen wird hierbei mit allen internen und externen Projektbeteiligten weiter abgestimmt. Neben den Kosten werden auch der Aufwand für Reinigung und Desinfektion sowie die Erfahrungswerte von Kliniken, die diese Systeme bisher im Einsatz haben, in die Entscheidung einfließen. In den Bestandsgebäuden sind Kupferbeschläge im Bereich der Türen bisher nicht im Einsatz. Ein Austausch der Beschläge wird aufgrund der verschiedenen Tür- und Beschlagsysteme und der unterschiedlichen Beschaffungszeiträume mit hohem Aufwand verbunden sein. Um dies wirt- schaftlich abbilden zu können, müssten neben der Machbarkeit auch die stark frequentierten Be- reiche mit erhöhtem Gefährdungspotenzial definiert und festgelegt werden. Diese Festlegung wird in der weiteren Planung des Neubaus erfolgen und soll dann als Konzept in die Bestandsgebäude übertragen werden. 2. Wie hoch wären die Kosten für den a) Austausch im Bestandsgebäude b) Einbau von Kupferelementen im Neubau? Die Kosten für den Austausch der anti-mikrobiellen Beschläge in den Bestandsgebäuden lassen sich aufgrund der oben aufgeführten Punkte nicht abschätzen. Im Bereich des Neubaus ist bisher ein Budget für die verschiedenen Türsysteme und Beschläge eingestellt. Hier sind die Kostenansätze des Krankenhausplaners eingeflossen. Ob der Einsatz von anti-mikrobiellen Beschlägen zu einer Budgeterhöhung führen wird, kann erst nach Abschluss der weiteren Planungsphasen betrachtet werden.

  • KULT-Einsatz Kupfer-Elemente
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Lüppo Cramer (KULT) Stadtrat Uwe Lancier (KULT) vom 15.07.2015 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 15. Plenarsitzung Gemeinderat 29.09.2015 2015/0440 42 öffentlich Einsatz von Kupfer-Elementen im Städtischen Klinikum 1. Denkt das Städtische Klinikum über den Einsatz von Kupferelementen (z. B. Türgriffe) nach? Wenn ja, welche Elemente sind geplant? Ist ein entsprechen- des Budget vorhanden? Wenn nein, warum wurde der Einsatz von Kupfer nicht erwogen? a) generell b) im Neubau 2. Wie hoch wären die Kosten für den a) Austausch im Bestandsgebäude b) Einbau von Kupferelementen im Neubau? Die Problematik multiresistenter Keime führt zu einem verstärkten Nachdenken, wie sich die Verbreitung solcher Infektionsträger minimieren lässt. Kupfer besitzt antimik- robielle Wirkung. Die Gefahr, dass sich Bakterien, Pilze und Viren darauf verbreiten, ist erwiesenermaßen gering. Deshalb werden Kupferelemente zunehmend im medi- zinischen Bereich eingesetzt. Besonders stark kontaminierte Bereiche wie Türgriffe, elektrische Türöffner oder Fahrstuhltasten lassen sich leicht durch entsprechende Produkte aus Kupfer ersetzen. Vorreiter ist die Asklepios-Klinik in Hamburg-Harburg. Der Einsatz von Kupfer kann so ein wichtiger Baustein in der Bekämpfung von Kei- men und der Umsetzung von Hygienemaßnahmen sein. unterzeichnet von: Lüppo Cramer Uwe Lancier Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 18. September 2015 Sachverhalt / Begründung:

  • Protokoll TOP 42
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 15. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 29. September 2015, 15:30 Uhr Öffentlich Ort: Südwerk-Bürgerzentrum Südstadt, Henriette-Obermüller-Straße 10, Karlsruhe Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 43. Punkt 42 der Tagesordnung: Einsatz von Kupfer-Elementen im Städtischen Kli- nikum Anfrage der Stadträte Lüppo Cramer und Uwe Lancier (KULT) vom 15. Juli 2015 Vorlage: 2015/0440 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 42 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 21. Oktober 2015