Lernen mit Kopf, Herz und Hand: Schulgärten in Karlsruhe
| Vorlage: | 2015/0395 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 30.06.2015 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Beiertheim-Bulach, Südstadt |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 29.09.2015
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: mit Stellungnahme einverstanden
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 26.06.2015 eingegangen: 26.06.2015 Gremium: 15. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 29.09.2015 2015/0395 22 öffentlich Dez. 3 Lernen mit Kopf, Herz und Hand: Schulgärten in Karlsruhe - Kurzfassung - Zahlreiche Schulen in Karlsruhe haben bereits einen Schulgarten. Das Gartenbauamt unterstützt die Schulen bei Bau und der Unterhaltung. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel (bitte auswählen) Kontierungsobjekt: (bitte auswählen) Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: (bitte auswählen) Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Die Stadtverwaltung berichtet über den aktuellen Stand der Schulgärten in Karlsru- he: - Entwicklung der Anzahl von Schulgärten in den letzten Jahren, aufgeschlüsselt nach Schularten; - Karlsruher Schulen mit einem Schulgarten im Schuljahr 2014/15 aufgeschlüsselt nach Schularten; - Unterstützungsmaßnahmen der Stadtverwaltung für die Planung, Anlage, und lau- fende Bewirtschaftung/Pflege von Schulgärten und den finanziellen Aufwand dafür; - derzeit bestehende Kooperationen mit Verbänden und Vereinen für die Schulgarten- arbeit von Schulen (u. a. Verein der Kleingärten, PH Karlsruhe, etc.). Seit der letzten Befragung im Jahr 2009 wurden fünf zusätzliche Schulgärten an Grundschulen, ein Schulgarten an einer Werkrealschule, ein Schulgarten an einer Förderschule, ein Schulgarten an einer Sonderschule und zwei Schulgärten an Gymnasien eingerichtet. Laut einer Abfrage an den Karlsruher Schulen verfügen derzeit 14 Grundschulen, drei Gemein- schaftsschulen, sieben Werkrealschulen, eine Grund- und Hauptschule, fünf Realschulen, vier Förderschulen, zwei Sonderschulen, sechs Gymnasien und eine Berufliche Schule über Schulgär- ten. Zusätzlich befinden sich an drei Grundschulen Hochbeete. An einem Gymnasium befinden sich ein Biotop und eine Streuobstwiese. Der Bau und die Unterhaltung von Schulgärten liegen seit ca. 30 Jahren in den Händen des Gar- tenbauamts. Die Schulen wissen um diese Zuständigkeit und machen regen Gebrauch von der Möglichkeit, neue Schulgärten zu etablieren bzw. Unterstützung für bestehende Schulgärten zu bekommen. Es bestehen Kooperationen mit dem Bezirksverband der Gartenfreunde Karlsruhe e.V., der PH Karlsruhe und dem Zirkus Maccaroni. 2. Die Schulverwaltung erstellt eine Bedarfsanalyse für den Flächenbedarf für Schul- gärten und prüft, welche öffentlichen Flächen sowie Flächen in Kleingärten, insbeson- dere für Schulen mit unzureichenden Außenflächen/Schulhöfen, zur Verfügung ge- stellt werden können. Neun Schulen haben Interesse an der Einrichtung eines Schulgartens. Zwei weitere Schulgärten sind derzeit in Planung. Das Schul- und Sportamt wird im Benehmen mit dem Gartenbauamt und den geschäftsführenden Schulleitungen eine Bedarfsanalyse durchführen und prüfen, ob und wenn ja welche öffentlichen Flächen zur Verfügung stehen könnten. 3. Die Stadtverwaltung informiert die Schulen über die neue Schulgarteninitiative des Landes und wirbt bei den Schulen für die Teilnahme an diesem neu ausgestalteten Instrument zur Förderung der Schulgärten, das die bisherigen Wettbewerbe im Land ersetzt. Die Schulgarteninitiative wurde 2013/2014 abgeschlossen. Informationen über ein Nachfolge- programm liegen der Stadtverwaltung nicht vor. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 4. Die Stadtverwaltung aktualisiert die hervorragende Broschüre des Gartenbauamts zu Schulgärten in Karlsruhe aus dem Jahr 1996 und veröffentlicht sie im Internet. Das Gartenbauamt wird prüfen, wie und wann eine neue Broschüre umgesetzt werden kann. 5. Die Stadtverwaltung setzt sich dafür ein, dass PH-Studierende der Biologie als Schulbegleiter-/innen für die Schulgartenarbeit an interessierten Schulen, vor allem Ganztagsgrundschulen, gewonnen werden können. Sie könnten dort z. B. für Schüler- Innen Workshops oder AGs anbieten. Bereits seit vielen Jahren gibt es Kooperationen zwischen der PH, deren Studierenden und den Schulen bzw. dem Gartenbauamt. So wurde z. B. durch das Gartenbauamt an der Südendschu- le zusammen mit einer Studentin der PH ein Kräutergarten aufgebaut. Die dort geernteten Kräuter wurden dann von den Schülerinnen und Schülern mit dem Slow Mobil genutzt.
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Renate Rastätter (GRÜNE) Stadtrat Alexander Geiger (GRÜNE) Stadtrat Johannes Honné (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 26.06.2015 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 15. Plenarsitzung Gemeinderat 29.09.2015 2015/0395 22 öffentlich Lernen mit Kopf, Herz und Hand: Schulgärten in Karlsruhe 1. Die Stadtverwaltung berichtet über den aktuellen Stand der Schulgärten in Karls- ruhe: - Entwicklung der Anzahl von Schulgärten in den letzten Jahren, aufgeschlüs- selt nach Schularten; - Karlsruher Schulen mit einem Schulgarten im Schuljahr 2014/2015 aufge- schlüsselt nach Schularten; - Unterstützungsmaßnahmen der Stadtverwaltung für die Planung, Anlage, und laufende Bewirtschaftung/Pflege von Schulgärten und den finanziellen Auf- wand dafür; - derzeit bestehende Kooperationen mit Verbänden und Vereinen für die Schul- gartenarbeit von Schulen (u. a. Verein der Kleingärten, PH Karlsruhe, etc.). 2. Die Schulverwaltung erstellt eine Bedarfsanalyse für den Flächenbedarf für Schulgärten und prüft, welche öffentlichen Flächen sowie Flächen in Kleingärten, insbesondere für Schulen mit unzureichenden Außenflächen/Schulhöfen, zur Verfügung gestellt werden können. 3. Die Stadtverwaltung informiert die Schulen über die neue Schulgarteninitiative des Landes und wirbt bei den Schulen für die Teilnahme an diesem neu ausge- stalteten Instrument zur Förderung der Schulgärten, das die bisherigen Wettbe- werbe im Land ersetzt. 4. Die Stadtverwaltung aktualisiert die hervorragende Broschüre des Gartenbau- amts zu Schulgärten in Karlsruhe aus dem Jahr 1996 und veröffentlicht sie im In- ternet. 5. Die Stadtverwaltung setzt sich dafür ein, dass PH-Studierende der Biologie als SchulbegleiterInnen für die Schulgartenarbeit an interessierten Schulen, vor al- lem Ganztagsgrundschulen, gewonnen werden können. Sie könnten dort z.B. für SchülerInnen Workshops oder AGs anbieten. Schulgärten sind ein unverzichtbares Element der Natur- und Umweltbildung an Schulen. Sie ermöglichen das Erkunden und Erfahren der Kreisläufe der Natur und fördern ganzheitliches, praxisbezogenes Lernen mit allen Sinnen. Ökologische Zusammenhänge werden anschaulich, greifbar und verständlich vermittelt. Die Wertschätzung für die Vielfalt der Natur und die Bereitschaft der SchülerInnen, dafür Verantwortung zu übernehmen, werden gestärkt. Sachverhalt / Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Ganz konkret können Kinder Pflanzen und Tiere und ihre Lebensräume unmittelbar beobachten und erleben, sie lernen den Anbau von Gemüse, Kräutern und Obst im Zyklus der Jahreszeiten und erfahren wie viel Wissen, Arbeit und Mühe notwendig sind, Nutzpflanzen erfolgreich zu kultivieren. Sie lernen die Vielfalt jenseits unserer Supermärkte kennen und ebenso die naturbelassene Zubereitung und Verarbeitung frisch geernteter Lebensmittel. Wir GRÜNE freuen uns, dass die Bereitschaft der Schulen, einen Schulgarten einzurichten, in den letzten Jahren zugenommen hat. Dennoch gibt es viele Karlsruher Schulen, die sich noch nicht auf diesen Weg gemacht haben. Durch die Aufnahme der Leitperspektive „Nachhaltigkeit“ in den neuen Bildungsplänen ab 2016/2017 und durch den Ausbau der Ganztagsschulen wird der Stellenwert des Schulgartens als schulischer Lernort noch weiter wachsen. Für die Fraktion GRÜNE ist es deshalb ein wichtiges Ziel, dass den Schülerinnen und Schülern aller Schularten in Karlsruhe der Zugang zum praktischen Lernen in einem Schulgarten ermöglicht wird. Mit dem Antrag soll – ausgehend vom aktuellen Stand der Schulgartenentwicklung in Karlsruhe sowie deren bisheriger Förderung – die Einrichtung weiterer Schulgärten befördert werden. Es ist dabei wichtig, die bisherige Unterstützung auszubauen, auch durch eine Intensivierung der Vernetzung der KooperationspartnerInnen Hochschulgarten, Schulverwaltung, Stadtverwaltung/Gartenbauamt und Kleingarten- Vereinen. Die grün-rote Landesregierung hat 2013/14 in Zusammenarbeit mit der PH Karlsruhe ein neues Konzept für die Schulgarteninitiative des Landes entwickelt und umgesetzt. Mit diesem soll vor allem die Motivation der Schulen, einen Garten anzulegen und sich an Ausschreibungen zu beteiligen, gestärkt werden. Sechs Karlsruher Schulen, darunter die Grundschule Beiertheim und das Goethegymnasium, waren unter den 176 PreisträgerInnen des Landes. 1996 hatte das Gartenbauamt eine vorbildliche Broschüre über „Schulgärten in Karlsruhe“ erstellt und veröffentlicht. Sie enthält grundlegende Informationen über die Planung und Anlage von Schulgärten sowie eine Darstellung aller zu diesem Zeitpunkt in Karlsruhe bestehenden Schulgärten. Sie ist vergriffen, kann aber noch im Netz heruntergeladen werden. Aus unserer Sicht ist es wünschenswert, dass diese Broschüre nach 20 Jahren aktualisiert und im Internet neu verfügbar gemacht wird. Dadurch können neben den fachlichen Hilfestellungen die aktuellen Best Practice Beispiele gewürdigt und die Motivation weiterer Karlsruher Schulen gestärkt werden, ebenfalls einen Schulgarten anzulegen. http://www.karlsruhe.de/b3/freizeit/gruenflaechen/broschueren/HF_sections/content/ ZZjZJaA1w6zjFs/schulgaerten_in_karlsruhe.pdf unterzeichnet von: Bettina Lisbach Renate Rastätter Alexander Geiger Johannes Honné Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 18. September 2015
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 15. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 29. September 2015, 15:30 Uhr Öffentlich Ort: Südwerk-Bürgerzentrum Südstadt, Henriette-Obermüller-Straße 10, Karlsruhe Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 22. Punkt 22 der Tagesordnung: Lernen mit Kopf, Herz und Hand: Schulgärten in Karlsruhe Antrag der Stadträtinnen Bettina Lisbach und Renate Rastätter, der Stadträte Alexander Geiger und Johannes Honné (GRÜNE) sowie der GRÜNE- Gemeinderatsfraktion vom 26. Juni 2015 Vorlage: 2015/0395 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende setzt um 19:03 Uhr die unterbrochene Sitzung fort, ruft Tagesord- nungspunkt 22 zur Behandlung auf und verweist auf die vorliegende Stellungnahme der Verwaltung. Stadträtin Rastätter (GRÜNE): Das Ziel, dass jede Schule die Möglichkeit erhalten soll einen Schulgarten einzurichten, ist für uns Grüne sehr wichtig. Die Schulen sollen nicht nur die Möglichkeit bekommen, sondern natürlich auch die reale Chance, diesen Schul- garten einzurichten. Die Antwort auf unsere Anfrage zeigt, dass die Zahl der Schulgärten seit 2009 zuge- nommen hat. Das ist ein erfreuliches Zeichen. Wir sind auch erfreut darüber, dass noch weitere neun Schulen signalisiert haben, dass sie gerne einen Schulgarten einrichten möchten; zwei sind sogar schon im Planungsstand. An der Stelle möchte ich ganz herzlich dem Gartenbauamt danken. Das Gartenbauamt unterstützt die Einrichtung und zum Teil auch den Unterhalt der Schulgärten und macht dies auf eine großartige und unbürokratische Art und Weise. Noch einmal ganz herzli- chen Dank hierfür an das Gartenbauamt. - 2 - Nun ist es aber so, dass wir noch nicht sehr weit voran geschritten sind. Wir haben im- mer noch zu wenige Schulgärten in Karlsruhe. Bei 49 Grundschulen sind es gerade einmal 14. Sicher sind noch welche dabei, die jetzt auch das Ziel anstreben. Von daher sind weitere Anstrengungen zu unternehmen. Da gehört insbesondere auch dazu, dass den Schulen, wenn sie über keine ausreichenden Flächen verfügen, nach Möglichkeit Flächen zur Verfügung gestellt werden können, zum Teil auch öffentliche Flächen. Des- halb begrüßen wir, dass jetzt das Schulverwaltungsamt gemeinsam mit dem Garten- bauamt prüft, wo auch in öffentlichen Gärten und Anlagen möglicherweise Reservie- rungsflächen da sind für die Schulgärten. Auch da hoffen wir, dass wir dabei voran- kommen und wirklich diese Schulen, die bislang keine eigenen Flächen haben, diese Möglichkeit bekommen. Wir haben auch die Möglichkeit, über die neue Schulgarteninitiative des Landes Baden- Württemberg Schulgärten zu unterstützen. Das ist eine neue Schulgarteninitiative des Landes, die vorsieht, dass man bereits bei der Planung eines Schulgartens Unterstützung bekommt. Es gibt vier Kategorien, in denen die Schulen sich bewerben können. In der Vergangenheit haben einige Karlsruher Schulen schon mitgemacht und auch Preise ge- wonnen. Jetzt ist gerade – das ist im Gegensatz zu dem, was hier in der Antwort steht – die neue Schulgarteninitiative auf der Homepage des Ministeriums eingestellt. Es ist nämlich nicht nur ein einmaliges Projekt gewesen, sondern diese Schulgarteninitiative ist eine Regelinitiative des Landes, die alle zwei Jahre stattfindet. Aber es dauert zwi- schendurch immer, bis sie die neue ins Netz einstellen. Jetzt ist sie da. Und deshalb er- neut noch einmal die Bitte, dass die Verwaltung auch die Schulen auf diese Schulgar- teninitiative hinweist und dass dann die Schulen, die sich jetzt überlegen oder planen, von diesen Möglichkeiten der Unterstützung durch das Land auch Gebrauch machen. Es gibt sowohl Sach- als auch Geldpreise, die man bekommen kann. Da ist es ein guter Anreiz, sich jetzt auf den Weg zu machen. Abschließend möchte ich sagen, dass es vor 20 Jahren diese sehr gute Schulgartenbro- schüre des Landes gab. Sie ist auch landesweit bekannt als vorbildliche Broschüre, in der alle Schulgärten dokumentiert werden, aber auch Hilfestellungen gegeben werden für Schulen, die sich auf den Weg machen wollen. Sie ist natürlich nicht mehr ganz up to date. Es wird in der Beantwortung gesagt, dass die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Gartenbauamt prüft, wann die neu aufgelegt werden kann als Onlinebroschüre. Da bitten wir natürlich, dass diese Prüfung positiv ausgeht und dass diese Broschüre wieder kommt. Sie hat auch einen erheblichen Einfluss darauf, ob manche Schulen sa- gen, jetzt fangen wir damit an. Wir wünschen uns das. Wir sind auf einem guten Weg in Karlsruhe. Aber wir sollten weiterhin alles tun, dass wir die Schulen dabei unterstützen, Schulgärten einzurichten. Stadträtin Meier-Augenstein (CDU): Die CDU-Fraktion sieht auch den Schulgarten als sinnvolle Einrichtung an. Wir begrüßen es, wenn weitere Schulgärten in der Zukunft geschaffen werden können. Denn wir wissen alle, dass viele Kinder heutzutage den Be- zug nicht mehr haben. Wo kommen denn die Lebensmittel her? Viele wissen nicht mehr, wie die Tomate wächst oder der Salat außerhalb des fertig gerichteten Päckchens aussieht. Insofern halten wir es für eine sehr sinnvolle Sache, hier Verantwortung zu - 3 - übernehmen in den Schulen und einfach auch den Umgang mit den Lebensmitteln frühzeitig zu erlernen. Insofern finden wir es toll; auch, dass das Gartenbauamt die Schulen unterstützt und natürlich auch das Schul- und Sportamt und dass regelmäßig auch geprüft wird, wenn Schulen Bedarf anmelden, ob es Möglichkeiten gibt, mit Flächen weitere Schulgärten zu errichten. Wir sehen schon auch die Problematik, dass man nicht jeder Schule vorschreiben kann, einen Schulgarten einzurichten. Denn es bedarf auch der pädagogischen Betreuung, es braucht eines Lehrers oder einer Lehrerin - am Besten mit einem grünen Daumen -, da- mit das ganze Projekt auch gelingt. Und es müssen natürlich auch Zeiten wie die Ferien geregelt werden, gerade jetzt in diesem Sommer, in den Sommerferien, als es so heiß war. Da muss natürlich auch regelmäßig gegossen werden bzw. dann auch geerntet. Denn sonst ist es natürlich schade um alles, was die Kinder im Vorfeld angepflanzt ha- ben. Aber wir denken, dass es so wie die Verwaltung es uns aufzeigt, ein guter Weg ist. Wir unterstützen auch die weitere Schaffung von Gärten. Eine etwas andere Meinung haben wir zur Broschüre des Gartenbauamtes. Da müsste es nicht unbedingt eine Neuauflage geben, da die Schulen heutzutage alle über eine eigene Homepage verfügen und jede Schule dann auch mit ihrem Schulgarten für ihr pädagogisches Konzept wirbt. Wer sich informieren möchte, ob eine Schule einen Schulgarten hat, kann das über die Schulhomepage machen. Aber falls die Verwaltung uns hier einen anderen Weg vorschlägt, es Möglichkeiten gibt, sind wir natürlich offen. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Wir unterstützen das auch weiterhin. Stadträtin Uysal (SPD): Wie wir wissen, sind Schulgärten zentrale Orte der Umweltbil- dung. Schulgärten sind grüne Klassenzimmer, die unsere heimische Artenvielfalt, Natur- und Kulturlandschaften, zum Teil mitten in der Stadt, erlebbar machen. Es wird nicht nur das Naturwissen gestärkt, sondern die Schülerinnen und Schüler erfahren bei der Arbeit im Schulgarten Gemeinschaft und gestalten ihr unmittelbares Umfeld selbst aktiv mit. Das sollten wir nicht vergessen. Es findet nicht nur Umwelterziehung statt. Die jungen Menschen entwickeln auch ihre Persönlichkeit weiter. Das ist auch wichtiger Punkt, den wir nicht vergessen sollten. Schulgärten sind erholsame Naturoasen und Lebens- und Erlebnisräume, die für die Kinder und Jugendlichen Entspannung, Erlebnis und Erfahren in der Natur miteinander verbinden. Deshalb freut es uns sehr, dass wir schon mehr als 40 Naturoasen hier in der Stadt haben. Neun Schulen interessieren sich dafür und zwei sind in Planung. Frau Rastätter hat es erwähnt. Dieser Antrag, liebe grüne Kollegin, ist sehr gelungen, weil er die gut geleiste- te Arbeit des Gartenbauamtes in Zahlen und Fakten ausdrückt; und weil er weitere Na- turoasen als Ziel setzt. Deshalb begrüßen wir diesen Antrag sehr. Wir begrüßen auch, dass die Broschüre aktualisiert werden sollte. Denn das ist eine gute Quelle für Schulen und eine gute Grundlage, um zu erfahren, welche Schulen Schulgärten haben und wel- - 4 - che Schulen nicht und diese Schulen, die keinen Schulgarten haben, dadurch eventuell Initiativen ergreifen können. Wir sehen diese Broschüre als eine Bündelung. Klar haben alle Schulen Homepages. Darauf kann man auch lesen, was es alles gibt an der Schule. Aber so eine Bündelung wäre natürlich sehr sinnvoll. Deshalb begrüßen wir diesen An- trag. Stadtrat Wohlfeil (KULT): Auch von mir vielen Dank an die Grünen für diesen Antrag. Wir von KULT begrüßen diesen Antrag ausdrücklich. In Punkt 1, der eher Anfragecharakter hat, werden mit der Antwort der Verwaltung viele interessante Infos vorgelegt, die jetzt alle Stadträtinnen und Stadträte haben. Wenn man das auf dem kurzen Dienstweg gemacht hätte per Anruf oder E-Mail, wäre dies nicht der Fall gewesen. Von daher war dies hier auf jeden Fall richtig. Auch den Punkten 2 – 4, was die wesentlichen Inhalte sind, können wir so zustimmen. Zu Punkt 5: Ich finde es sehr schön, dass die Pädagogische Hochschule sich hier und anderswo in der Stadt einbringt und unsere Stadt bereichert. Ich finde es sehr schade, dass die Pädagogische Hochschule mit ihren Studierenden finanziell gerade so auf dem Zahnfleisch läuft und die Nerven blank liegen, ob die Finanzierung für alle ihre Fachbe- reiche noch für die Zukunft sichergestellt ist. Ich finde, dass wir uns als Stadtvertreterin- nen und Stadtvertreter viel mehr beim Land und beim Bund einbringen müssen, dass die Finanzierung unserer Karlsruher Hochschulen auf Dauer sichergestellt ist. Stadtrat Jooß (FDP): Als ich die Überschrift las, „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“, dachte ich, die Grünen haben den Slogan bei uns gestohlen. Bei uns heißt es nämlich, „Bei uns läuft es nicht vom Band, wir backen noch mit Herz und Hand“, ähnlich wie dieser Slogan. (Stadtrat Ehlgötz/CDU: Bei der FDP oder bei den Bäckern?) - Beides. Zu Punkt 1, die Stadtverwaltung unterstützt die Planung, Anlage und laufende Bewirt- schaftung und Pflege von Schulgärten und den finanziellen Aufwand dafür. Bei Unter- stützung ist das okay. Aber ich frage mich, wo bleibt da die Eigeninitiative der Schulen? Wo bleibt die Kreativität? Wo bleibt das Organisieren dieser Geschichte? Diesem Punkt können wir absolut nicht zustimmen, denn wir erwarten, dass die Schulen und die Schüler selber aktiv werden. Unterstützung ist gut, aber die Initiative muss von den Schulen und den Schülern kommen. Der Vorsitzende: Das waren alle Wortmeldungen. Ich denke, es gab eine weitgehende Übereinstimmung. Wir werden auf diesem Weg so weitergehen. Der Hinweis darauf, dass das Programm wieder öffnet, nehmen wir gerne auf, Frau Rastätter, und geben es weiter. - 5 - Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 21. Oktober 2015