Änderungsantrag GRÜNE: Künftige Wärmelieferung in die Wohngebiete "50 Morgen"und "Im Rehbuckel"

Vorlage: 2015/0390
Art: Änderungs-/Ergänzungsantrag
Datum: 29.06.2015
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Keine Angaben
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

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  • GRÜNE-Künftige Wärmelieferung 50 Morgen
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ÄNDERUNGSANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Zoe Mayer (GRÜNE) Stadträtin Daniela Reiff (GRÜNE) Stadtrat Johannes Honné (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 26.06.2015 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 13. Plenarsitzung Gemeinderat 30.06.2015 2015/0390 12 öffentlich Künftige Wärmelieferung in die Wohngebiete „50 Morgen“ und „Im Rehbuckel“ 1. Der Gemeinderat beschließt für die künftige Wärmeversorgung der Wohngebiete „50 Morgen“ und „Im Rehbuckel“ den Bau eines neuen leistungsmäßig auf die De- poniegasmenge angepassten Blockheizkraftwerkes (BHKW) inklusive Erdgasan- schluss. 2. Der Gemeinderat beschließt den Bau eines zusätzlichen Wärmespeichers, um Bedarfsschwankungen in der Wärmeversorgung besser auszugleichen. Bislang wurden die Wohngebiete „50 Morgen“ und „Im Rehbuckel“ zu einem Großteil mit regenerativer Wärme aus dem Anlagenverbund Ost versorgt. Durch die aus öko- nomischen Gründen veranlasste Stilllegung der dortigen Nassvergärungsanlage ent- fällt nun der Kern der ökologisch vorbildlichen Wärmeversorgung. Die Vorlage der Stadtverwaltung sieht vor, das entstehende Wärmeleistungsdefizit hauptsächlich durch einen größeren Erdgaskessel und die Verwertung des auf weitere zehn Jahre anfallenden Deponiegases zu kompensieren. Wie aus der Antwort vom 12. Juni 2015 auf eine schriftliche Anfrage der GRÜNEN Fraktion an Frau Bürgermeisterin Luczack-Schwarz hervorgeht, wurden auch alter- native Wärmeversorgungskonzepte geprüft, die während der Vorberatung im Aus- schuss für Umwelt und Gesundheit am 07. Mai 2015 und im Hauptausschuss vom 16. Juni 2015 nicht vorlagen. Sachverhalt / Begründung: - 2 - Die in der Antwort beschriebene Variante 2, welche den Bau eines neuen BHKW inklusive dem Bau eines Erdgasanschlusses beschreibt, weist dabei eine signifikant bessere CO 2 -Bilanz als das in der Beschlussvorlage beschriebene Konzept auf. So können jährlich 350 Tonnen CO 2 eingespart werden. Die spezifischen CO 2 - Minderungskosten liegen damit bei knapp 80 €/ Tonne, die durch die Mehrkosten verursacht werden. Bei vielen baulichen Maßnahmen, die die Stadt zur CO 2 - Reduktion durchführt liegen die spezifischen Minderungskosten zu Teilen deutlich über 100 €/ Tonne. Durch den Bau eines Wärmespeichers, um auf Bedarfsschwankungen zu reagieren, kann das verbleibende Deponiegas zudem deutlich effizienter genutzt werden. Dies ist in der Antwort auf die Anfrage in Variante 5 beschrieben. Ein solcher Speicher ist bis zu 20 Jahre nutzbar; der Anteil an regenerativen Energien lässt sich somit um weitere knapp 10 % steigern. Da durch die aufgeführten Maßnahmen Einsparwirkungen zustande kommen, ist es sinnvoll, die benötigten finanziellen Mittel aus dem Klimaschutzfonds bereitzustellen. Beide Varianten lassen sich auch unabhängig voneinander realisieren und sollen deshalb im Gemeinderat getrennt abgestimmt werden. unterzeichnet von: Bettina Lisbach Zoe Mayer Daniela Reiff Johannes Honné Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 29. Juni 2015

  • Stellungnahme TOP 12
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    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Ände- rungsantrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 26.06.2015 eingegangen: 26.06.2015 Gremium: 13. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 30.06.2015 2015/0390 12 öffentlich Dez. 4 Künftige Wärmelieferung in die Wohngebiete "50 Morgen" und "Im Rehbuckel" - Kurzfassung - Die Verwaltung schlägt vor, das Ergebnis dieser Prüfung im AUG vorzustellen. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) ca. 650.000 BHKW ca. 100.000 Wärmespei- cher ca. 650.000 BHKW ca. 100.000 Wärmespeicher Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung Kontierungsobjekt: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit SWK GmbH Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Vorbemerkung Mit dem zwischen AfA und SWK abgestimmten Wärmeversorgungskonzept ist die Wär- meversorgung der Wohngebiete „50 Morgen“ und „Im Rehbuckel“ zur Heizperiode 2015/2016 sicherzustellen. Deshalb ist eine Beschlussfassung über die Verwaltungsvor- lage zeitlich erforderlich:  Der HHS-Kessel ist bereits installiert und der CHC-Kessel lässt sich bis Oktober realisieren, da Deponiegaserfassungen bereits bestehen.  Die Leistungserhöhung des Erdgaskessels in der Heizzentrale „Im Rehbuckel“ er- fordert nur den Tausch des Kesselkörpers und des Brenners; die restliche Infra- struktur existiert auch hier bereits. Zum „Sachverhalt / Begründung“ des Änderungsantrags Das durch die Stilllegung der Nassvergärungsanlage entstehende Wärmedefizit wird durch die vermehrte Wärmeerzeugung im HHS-Kessel und dem zu installierenden De- poniegas- CHC-Kessel ersetzt. Es wird dabei sogar mehr regenerative Wärme erzeugt als in den letzten Jahren, in denen durch die häufigen Ausfälle der Wärmelieferung aus der Vergärungsanlage verstärkt die Erdgaskesselanlage „Im Rehbuckel“ zum Einsatz kam. Der Einsatz der Erdgaskessel wird durch das vorgelegte Konzept reduziert. Zu 1 und 2: Das von SWK und AfA vorgeschlagene Wärmeversorgungskonzept ist bzgl. der fristge- rechten Umsetzbarkeit alternativlos. Die nachträgliche Ergänzung dieses Konzeptes mit einem „leistungsmäßig auf die De- poniegasmenge angepassten BHKW inkl. Erdgasanschluss“ und/oder der „Bau eines zusätzlichen Wärmespeichers“ sind technisch möglich. Der CHC-Kessel käme dann als notwendige Fackel zur Entsorgung von Deponiegas auch bei einem Ausfall eines sol- chen BHKW zum Einsatz. Allerdings wäre dann der mit dem CHC-Kessel installierte Wärmetauscher zur Wärmeauskoppelung nur bei dem Ausfall des BHKW im Gebrauch. Ein Wärmespeicher entfaltet seine Wirkung bei jeder Erzeugungsart durch die Entkopp- lung von Erzeugung und Verbrauch. Für die Installation eines geeigneten BHKW einschließlich eines Erdgasanschlusses wären ca. 650.000 € aufzubringen. Für die Errichtung eines Wärmespeichers wären je nach Größe bis ca. 100.000 € zu investieren. Diese Kosten können nicht von den Stadtwerken getragen werden. Inwieweit diese gebührenfähig wären, ist zu klären, ebenso ist zu klären, ob hierfür Mittel im Klimaschutzfonds vorhanden wären. Die Verwaltung schlägt vor, das Ergebnis dieser Prüfung im AUG vorzustellen.