Personalbedarf der Kitas in Karlsruhe

Vorlage: 2015/0265
Art: Anfrage
Datum: 04.05.2015
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 30.06.2015

    TOP: 41

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Die Linke-Personalbedarf der Kitas
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom 28.04.2015 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 13. Plenarsitzung Gemeinderat 30.06.2015 2015/0265 41 öffentlich Personalbedarf der Kitas in Karlsruhe 1. Wie sieht die derzeitige Personalsituation in den Kitas in Karlsruhe aus im Hinblick auf ausreichend vorhandene Fachkräfte? 2. Wie viele der Erzieher/innen in Karlsruher Kitas werden in den nächsten 10 Jahren in Ruhestand gehen? – bitte in absoluten Zahlen und Prozentanteil. 3. Wie viele der Erzieher/innen in Karlsruher Kitas werden voraussichtlich vor dem Renteneintrittsalter in den nächsten 10 Jahren ausscheiden? a) aus Krankheitsgründen b) aus anderen Gründen bitte jeweils in absoluten Zahlen und in Prozent der Beschäftigten 4. Ist es richtig, dass schon derzeit nicht alle Gruppen in Karlsruher Kitas eingerichtet werden können, weil das erforderliche Personal fehlt? Wenn ja, in welcher Größenordnung? 5. Gibt es seitens der Stadtverwaltung Prognosen für die nächsten Jahre, in wie weit in Karlsruher Kitas ausreichend Personal zur Verfügung stehen wird – oder nicht? – Wenn ja, welche sind das und welche eigene Möglichkeiten hat die Stadtverwaltung, die Erzieher/innentätigkeit in Karlsruhe attraktiver zu machen? 6. Teilt die Stadt die Auffassung, dass mit einer grundsätzlichen Aufwertung der immer anspruchsvoller werdenden Erzieher/innentätigkeit, die auch die Bezahlung betrifft, eine wesentliche Verbesserung in Bezug auf ausreichendes Kita-Personal geleistet werden kann? Obwohl in den vergangenen Jahren vermehrt junge Menschen eine Erzieher- bzw. und Erzieherinnenausbildung absolviert haben, steigt das Durchschnittsalter des Betreuungspersonals. Arbeitsunfälle und psychische Erkrankungen Sachverhalt / Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ nehmen zu. Die Anforderungen an das Personal in den Kitas steigen ständig. Was bisher nicht gestiegen ist, ist eine entsprechende Vergütung und eine generelle Aufwertung der Erzieher/innentätigkeit in den Kitas. Einen Baustein zur Verbesserung der Situation bieten die Tarifverhandlungen. Bessere Bezahlung, höhere Eingruppierung und zeitgemäße Tätigkeitsmerkmale sind Kernforderungen. Erziehungs- und Sozialarbeit wird in dieser reichen Gesellschaft unterbewertet. Die aktuelle Tarifrunde ist nicht nur ein Kampf für bessere Jobs, sondern setzt auch die notwendige Aufwertung von bisher weiblich geprägter Arbeit im sozialen Bereich und in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen auf die Tagesordnung. Gut funktionierende öffentliche Dienstleistungen sind für eine soziale Gesellschaft essentiell und gute Arbeit hat ihren Preis. unterzeichnet von: Sabine Zürn Niko Fostiropoulos Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 19. Juni 2015

  • Stellungnahme TOP 41
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom: 28.04.2015 eingegangen: 28.04.2015 Gremium: 13. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 30.06.2015 2015/0265 41 öffentlich Dez. 3 Personalbedarf der Kitas in Karlsruhe 1. Wie sieht die derzeitige Personalsituation in den Kitas in Karlsruhe aus im Hinblick auf ausreichend vorhandene Fachkräfte? Der Fachkräftemangel besteht derzeit nach wie vor als trägerübergreifendes Problem. Träger- vertretungen berichten, dass in manchen Einrichtungen lediglich der Mindestpersonalschlüssel eingehalten werden kann, jedoch nicht der förderfähige Stellenschlüssel nach der städtischen Förderrichtlinie voll ausgeschöpft werden kann. Allerdings ist hierbei zu unterscheiden zwi- schen unbesetzten Stellen und Personalmangel im Kita-Alltag wegen hohem Krankenstand und Beschäftigungsverbot bei Schwangerschaft. Neue oder erweiterte Einrichtungen können teilweise erst mit einer reduzierten Gruppenanz- ahl in Betrieb gehen, bis ausreichend Personal zur Verfügung steht. Eine Auswahl der Besten sei nicht möglich, so die Rückmeldung der Trägervertretungen. Wenn im Sommer 2015 der erste Absolventenjahrgang der praxisintegrierten Ausbildung (PiA) die Ausbildung zum Erzieher abgeschlossenen haben wird und diese Kräfte dann dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen bzw. mit einem Berufsabschluss in den Ausbildungsein- richtungen verbleiben, erhoffen sich die Träger eine Linderung des Fachkräftemangels. 2. Wie viele Erzieher/innen in Karlsruher Kitas werden in den nächsten 10 Jahren in Ruhestand gehen? - Bitte in absoluten Zahlen und Prozentanteil Bei der Stadt Karlsruhe sind zurzeit 570 Mitarbeitende im Erziehungsdienst beschäftigt (in Voll- oder Teilzeit). Davon erreichen 84 Mitarbeitende (ca. 15 %) in den nächsten 10 Jahren die Altersgrenze. Da in diesen Zahlen auch Teilzeitbeschäftigte enthalten sind, entspricht dies einem Vollzeitwert von 51 von 397 Mitarbeitenden (ca. 13 %). In Karlsruhe befinden sich allerdings nur 20 der insgesamt 192 Kindertageseinrichtungen für Vorschulkinder in städtischer Trägerschaft. Die übrigen 172 Einrichtungen verteilen sich auf 42 freie Träger. Die mit Abstand größten Träger sind die katholische und die evangelische Kirche, die rund zwei Drittel der Karlsruher Kindertageseinrichtungen betreiben. Aus datenschutzrechtlichen Gründen kann die Sozial- und Jugendbehörde nicht auf Daten der freien Träger in Bezug auf deren pädagogisches Personal zurückgreifen. Falls hierzu wei- Seite 2 tere Angaben gewünscht sind, müsste sich eine entsprechende Anfrage direkt an die Träger richten. 3. Wie viele der Erzieher/innen in Karlsruher Kitas werden voraussichtlich vor dem Renteneintrittsalter in den nächsten 10 Jahren ausscheiden? a) aus Krankheitsgründen b) aus anderen Gründen Bitte jeweils in absoluten Zahlen und in Prozent der Beschäftigten Hinsichtlich der Anzahl der Mitarbeitenden der Stadt Karlsruhe in der Kinderbetreuung, die voraussichtlichen in den nächsten 10 Jahren vor Erreichen des Renteneintrittsalters aus ge- sundheitlichen oder sonstigen Gründen ausscheiden werden, kann keine Prognose abgege- ben werden, da die unterschiedlichen Austrittsgründe (z. B. Erwerbsminderungsrente, Ge- sundheit, Wegzug, familiäre Gründe, etc.) nicht in Kombination mit dem Alter erfasst wer- den. Unabhängig davon führen selbst erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Mitarbeitenden der Stadt Karlsruhe nicht zwangsläufig zu einem Ausscheiden aus dem Ar- beitsverhältnis. Wie bei der zweiten Frage beziehen sich die Angaben ausschließlich auf städtische Mitarbei- tende im Erziehungsdienst. Bezüglich der pädagogischen Fachkräfte bei den freien Trägern kann hierzu keine Aussage getroffen werden. 4. Ist es richtig, dass schon derzeit nicht alle Gruppen in Karlsruher Kitas eingerichtet werden können, weil das erforderliche Personal fehlt? Wenn ja, in welcher Größen- ordnung? Vereinzelt haben Träger aufgrund des Fachkräftemangels vorübergehend die Öffnungszeiten reduziert oder sogar Gruppen geschlossen. Neu eröffnete Einrichtungen können teilweise nicht mit der voller Kapazität starten, sondern nehmen Gruppen sukzessive in Betrieb je nachdem, wie erfolgreich die Personalakquise verläuft. Nach Rücksprache mit den entsprechenden Fachdienststellen der Stadtverwaltung und dem Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) stehen im Moment keine Daten zur Verfü- gung, die als Grundlage für eine zuverlässige Aussage zum konkreten Fachkräftemangel her- angezogen werden könnten. 5. Gibt es seitens der Stadtverwaltung Prognosen für die nächsten Jahre, in wie weit in Karlsruher Kitas ausreichend Personal zur Verfügung stehen wird - oder nicht? - Wenn ja, welche sind das und welche eigenen Möglichkeiten hat die Stadtverwal- tung, die Erzieher/innentätigkeit in Karlsruhe attraktiver zu machen? Prognosen, ob in den nächsten Jahren ausreichend pädagogisches Personal zur Verfügung stehen wird, gibt es im engeren Sinne nicht. Allerdings steht zwischenzeitlich ein breit gefä- chertes Maßnahmenbündel zur Verfügung, um die Erzieher/innentätigkeit in Karlsruhe attrak- tiver zu machen. Die Stadt Karlsruhe als Arbeitgeberin stellt ihren Mitarbeitenden im Erziehungsdienst (und selbstverständlich auch in allen anderen Tätigkeitsbereichen) vielfältige Angebote zur Verfü- gung: Seite 3  Angemessene Arbeitsplatzbedingungen und ergonomische Ausstattung der Kitas,  Betriebliche Gesundheitsförderung,  Vereinbarkeit von Familie und Beruf (z. B. durch individuelle / flexible Arbeitszeitmodel- le),  Umfangreiches Fort- und Weiterbildungsprogramm. Im Jahr 2013 wurde unter Federführung der Sozial- und Jugendbehörde eine trägerübergrei- fende Arbeitsgruppe eingerichtet, die Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung zusammenge- stellt hat. Es wurden bislang zum Beispiel folgende Maßnahmen durchgeführt:  Entwicklung und Beauftragung eines Werbespots für Internet, Kino und Fernsehen,  Vermittlung von Wohnraum über das Wohnstift für überregional zuziehendes Erzie- herpersonal in Einzelfällen gelungen. 6. Teilt die Stadt die Auffassung, dass mit einer grundsätzlichen Aufwertung der immer anspruchsvoller werdenden Erzieher/innentätigkeit, die auch die Bezahlung betrifft, eine wesentliche Verbesserung in Bezug auf ausreichendes Kita-Personal geleistet werden kann? Generell ist davon auszugehen, dass eine höhere Bezahlung die Attraktivität des Berufes er- höht und die Mobilität in andere Berufe und Ausbildungs- oder Studiengänge reduziert. Eine Möglichkeit, die Attraktivität der Tätigkeit im Erziehungsbereich zu steigern, wäre eine Reformierung der Ausbildung u. a. dahingehend, dass während der gesamten Ausbildungs- dauer eine Vergütung gezahlt wird. Dies könnte zu einer Steigerung des Interesses an dieser Ausbildung und damit auch zu einer Erhöhung des ausgebildeten Erziehungspersonals füh- ren. Dies wird im Rahmen der Praxisintegrierten Ausbildung (PiA) seit 2012 bereits so ge- handhabt.

  • Protokoll TOP 41
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 13. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 30. Juni 2015, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 44. Punkt 41 der Tagesordnung: Personalbedarf der Kitas in Karlsruhe Anfrage der Stadträtin Sabine Zürn und des Stadtrats Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom 28. April 2015 Vorlage: 2015/0265 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 41 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 17. Juli 2015