Kulturoffener Sonntag anlässlich des 300. Stadtjubiläums

Vorlage: 2015/0264
Art: Anfrage
Datum: 04.05.2015
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Verkehrsbetriebe Karlsruhe
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 30.06.2015

    TOP: 40

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Stellungnahme TOP 40
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom: 28.04.2015 eingegangen: 28.04.2015 Gremium: 13. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 30.06.2015 2015/0264 40 öffentlich Dezernat 2 Kulturoffener Sonntag anlässlich des 300. Stadtjubiläums Die Stadtverwaltung rät von der Durchführung eines "Kulturoffenen Sonntags" anlässlich des 300. Stadtgeburtstages ab. Zu 1 und 2: Im Rahmen des Stadtgeburtstages KA300 wird insbesondere seitens der städtischen und privaten Kul- turinstitutionen und Freizeiteinrichtungen ein umfangreiches und anspruchsvolles Programm angebo- ten. Ein spezieller "Kulturoffener" Sonntag ist daher aus Sicht der Stadtmarketing Karlsruhe GmbH nicht notwendig. Die Vermarktung und Kommunikation eines solchen Tages im Rahmen von KA 300 wäre nicht mehr realisierbar. Die Kulturverwaltung gibt zudem zu bedenken, dass mit dem Tag des offenen Denkmals am 13.09.2015, der KAMUNA am 01.08.2015, dem jährlichen Galerienrundgang im Herbst, der Theaternacht oder den Veranstaltungen auf dem Alten Schlachthof sowie dem ein- trittsfreien Freitag der Karlsruher Museen bereits eingeführte Formate existieren, die zwar nicht alle kostenfrei, jedoch sehr kostengünstig sind. Zudem wird in den meisten Kultureinrichtungen der Karls- ruher Pass akzeptiert. Für die städtischen Bäder bedeutet ein eintrittsfreier Sonntag einen erheblichen Einnahmeverlust. Die Freibäder sind in den Sommermonaten bei den wenigen ertragsstarken Wochenenden von Juni bis August auf alle Eintrittserlöse angewiesen. Bei einem Verzicht auf Eintrittsgelder können nach Wetter- lage und den davon abhängigen Besucherzahlen Einnahmeausfälle von über 50.000 Euro je Tag ent- stehen. Die Bäderbetriebe raten daher davon ab, die städtischen Bäder in den "Kulturoffenen Sonn- tag" mit einzubeziehen. Ein kostenfreier Besuch des Zoologischen Stadtgartens wird von der Zooverwaltung abgelehnt. Wie dort bekannt ist, haben andere Zoos schon Aktionen wie z. B. „Pay what you want“ durchgeführt, bei denen den Zoogästen überlassen blieb, in welcher Höhe sie ihr Eintrittsgeld entrichten wollen. An die- sen Tagen waren die Zoos so überfüllt, dass es erhebliche Probleme gab, eine geordnete und kontrol- lierte Besucherführung einzuhalten und die Tiere äußerst gestresst auf die große Besucheranzahl rea- gierten. Zum Teil war durch das große Besucheraufkommen die Anlage auch übermäßig verschmutzt. Seite 2 Beim zweijährlich abends stattfindenden Lichterfest im Zoologischen Stadtgarten gibt es wohl auch ein starkes Besucheraufkommen, hier sind jedoch die Tierhäuser geschlossen und die Tiere befinden sich in ihren Nachtquartieren. Die Bezahlung eines Eintrittsentgeltes in den Zoologischen Stadtgarten stellt für die Besucherinnen und Besucher auch eine Wertschätzung der gesamten Anlage und der Tiere dar. Zu 3. Das Stadtgebiet Karlsruhe ist vollumfänglich in den Karlsruher Verkehrsverbund integriert. Die Tarif- hoheit und damit auch die Entscheidung über Freifahrten liegt beim Karlsruher Verkehrsverbund und ist mit diesem abzustimmen. Maßnahmen einzelner Gesellschafter oder Dritter, die vom Gemein- schaftstarif des KVV abweichen, sind möglich. Allerdings sind die daraus entstehenden finanziellen Auswirkungen (Einnahmeverschlechterung) im Verbund vom Antragsteller vollumfänglich auszuglei- chen. Die finanzielle Auswirkung der vorgeschlagenen Tarifmaßnahme „Kostenfreie Nutzung des ÖPNV im Stadtgebiet Karlsruhe am Sonntag, 19.07.2015“ beläuft sich auf 72.000,- EURO und wäre durch die Stadt Karlsruhe als Antragsteller abzugelten.

  • Die Linke-Kulturoffener Sonntag
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom 28.04.2015 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 13. Plenarsitzung Gemeinderat 30.06.2015 2015/0264 40 öffentlich Kulturoffener Sonntag anlässlich des 300. Stadtjubiläums 1. Wäre die Stadt Karlsruhe bereit, aus Anlass des 300. Stadtgeburtstages 2015 einen Kulturoffenen Sonntag durchführen, als „Geschenk“ an die Karlsruher Bürgerschaft? 2. Was hält die Stadt von dem Vorschlag, an diesem Tag die Kultur- und Frei- zeiteinrichtungen der Stadt Karlsruhe zu öffnen und den Bürgerinnen und Bürgern die beitragsfreie Nutzung anzubieten? 3. Was hält die Stadt von dem Vorschlag, an diesem Tag den Bürgerinnen und Bürgern die Nutzung des ÖPNV im Stadtgebiet Karlsruhe kostenfrei anzubie- ten? An dem von uns vorgeschlagenen Kulturoffenen Sonntag macht die Stadt Karlsruhe ihren Bürgerinnen und Bürgern das Geschenk, Kultur- und Freizeitangebote kosten- frei zu besuchen, wie z.B. die Bäder, den Zoo, Museen, Theater usw. Sie sollen frei von Kostenfragen nutzen können, was ihnen ihre Stadt anzubieten hat, und was sie über ihre Steuergelder ja mitfinanzieren. Damit soll der Beitrag der Bürgerschaft für den Aufbau und die Entwicklung „ihrer“ Stadt hin zu diesem Jubiläum anerkannt und gewürdigt werden. Ein verkaufsoffener Sonntag ist demgegenüber kein dem Anlass gemäßes und wür- diges Angebot an die Bürgerinnen und Bürger. Das Angebot „Kauft ein!“ hat nichts mit dem Stadtjubiläum zu tun. Gegenüber dem Personal der Geschäfte und Warenhäuser, den überwiegend weibli- chen Beschäftigten, ihren Familien und Kindern, ist ein verkaufsoffener Sonntag we- der eine Angebot noch ein Geschenk, sondern eher eine Bestrafung. unterzeichnet von: Sabine Zürn Niko Fostiropoulos Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 19. Juni 2015 Sachverhalt / Begründung:

  • Protokoll TOP 40
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 13. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 30. Juni 2015, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 43. Punkt 40 der Tagesordnung: Kulturoffener Sonntag anlässlich des 300. Stadtju- biläums Anfrage der Stadträtin Sabine Zürn und des Stadtrats Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom 28. April 2015 Vorlage: 2015/0264 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 40 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 17. Juli 2015