Beirat für Menschen mit Behinderungen - Jahresbericht 2014

Vorlage: 2015/0237
Art: Beschlussvorlage
Datum: 20.04.2015
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Sozial- und Jugendbehörde
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Grünwettersbach, Hagsfeld, Hohenwettersbach, Stupferich

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 19.05.2015

    TOP: 9

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Bericht Beirat für Menschen mit Behinderungen
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 12. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 19.05.2015 2015/0237 9 öffentlich Dez. 3 Beirat für Menschen mit Behinderungen - Jahresbericht 2014 Beratungsfolge dieser Vorlage am TOP ö nö Ergebnis Sozialausschuss 06.05.2015 2 vorberaten Gemeinderat 19.05.2015 9 Kenntnisnahme Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Sozialausschuss - den vorgelegten Bericht des Beirates für Menschen mit Behinderungen für das Jahr 2014 zur Kenntnis und dankt den Mit- gliedern für ihre engagierte Arbeit. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen in voller Höhe zur Verfügung Kontierungsobjekt: Kostenstelle: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Beschluss: Antrag an den Gemeinderat: Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Sozialausschuss - den vorgelegten Bericht des Beirates für Menschen mit Behinderungen für das Jahr 2014 zur Kenntnis und dankt den Mit- gliedern für ihre engagierte Arbeit. Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 8. Mai 2015

  • Anlage Jahresbericht Behindertenbeirat
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Sozial- und Jugendbehörde | Behindertenkoordination BEIRAT FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN JAHRESBERICHT 2014 2 | JAHRESBERICHT 2014 INHALTSVERZEICHNIS TEIL 1 – DER BEIRAT FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN ....................................... 4 Vorbemerkung .............................................................................................................. 4 Arbeitsweise im Berichtsjahr 2014 .................................................................................. 4 Zahl der Sitzungen ........................................................................................................ 5 Gespräche ..................................................................................................................... 5 Gespräch mit Bürgermeister Dr. Lenz .......................................................................... 5 Gespräch mit Bürgermeister Obert .............................................................................. 6 Gespräch mit Herrn Seekircher, Direktor der Sozial- und Jugendbehörde ...................... 6 Zusammenarbeit Stadtseniorenrat, Forum Ehrenamt und Fahrgast-Beirat ......................... 7 Beteiligung des Beirats in den städtischen Ausschüssen................................................... 7 Planungsausschuss ........................................................................................................ 7 Sozialausschuss ............................................................................................................. 7 Jugendhilfeausschuss ..................................................................................................... 7 TEIL 2 – TÄTIGKEITSBERICHT 2014 ................................................................................ 9 Themenschwerpunkte des Jahres ................................................................................... 9 Barrierefreie Datenbank .............................................................................................. 9 Leichte Sprache .......................................................................................................... 9 Inklusion .................................................................................................................. 10 a) Karlsruher Inklusionspreis ................................................................................. 10 b) Runder Tisch Inklusion ..................................................................................... 10 c) Fachtag „Inklusion in der Berufsorientierung“ am 9. Mai 2014 .......................... 11 Barrierefreiheit bei städtischen Veranstaltungen......................................................... 11 Kultur-Tandems ................................................................................................... 11 Herausgabe eines Barriere-Checkers ..................................................................... 11 Stadtplan für Menschen mit Behinderungen .............................................................. 11 Blindenleitsystem/Barrierefreiheit.................................................................................. 12 Hauptbahnhof .......................................................................................................... 12 Europaplatz .............................................................................................................. 12 Bahn- und Bushaltestellen/Verkehrsknotenpunkte ..................................................... 12 Blindenleitsysteme in Tempo 30 Zonen ...................................................................... 13 Blindenleitsysteme und Barrierefreiheit bei den Verkehrsbetrieben .............................. 13 Barrierefreihe Maßnahmen bei öffentlichen Gebäuden ................................................. 14 Öffentliche Behindertentoiletten .................................................................................. 14 UN-Behindertenrechtskonvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: Umsetzung in Karlsruhe mit dem Handlungsfeld Wohnen ............................................. 15 Landes-Behindertengleichstellungsgesetz ..................................................................... 16 Beförderung ................................................................................................................ 16 Weiteres in Kurzform ................................................................................................... 17 Barrierefreiheit bei dem dm-Areal ............................................................................. 17 Rehab 2015 ............................................................................................................. 17 3 | JAHRESBERICHT 2014 Weihnachtsmarkt 2014 ............................................................................................ 17 LAG Selbsthilfe ......................................................................................................... 18 Besuch der japanischen Delegation ........................................................................... 18 TEIL – 3 ARBEITSGRUPPEN ........................................................................................... 19 Arbeitsgruppe „Barrierefreies Bauen und Wohnen“ ...................................................... 19 Arbeitsgruppe „ÖPNV“................................................................................................ 19 Arbeitsgruppe „Bildung, Arbeit, gesellschaftliche Teilhabe“ .......................................... 19 Arbeitsgruppe „Gesundheitswesen“ ............................................................................ 19 Arbeitsgruppe Stadtjubiläum ....................................................................................... 20 Arbeitsgruppe LeiGO ................................................................................................... 20 TEIL 4 – ZUSAMMENSETZUNG DES BEIRATES FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN DER STADT KARLSRUHE .............................................................................................. 21 TEIL 5 – PRESSESPIEGEL ............................................................................................... 27 IMPRESSUM ................................................................................................................. 41 4 | JAHRESBERICHT 2014 TEIL 1 – DER BEIRAT FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN VORBEMERKUNG Das Jahr 2014 war rückblickend für den Beirat für Menschen mit Behinderungen ein schwieriges Jahr. Ende 2013 beendete der damalige Vorstand mit Stefanie Ritzmann, Gabriele Becker und Manfred Weber nach zehnjähriger erfolgreicher Aufbauarbeit seine Tätigkeit im Beirat. Am 8. November 2013 fand die dritte Delegiertenversammlung zur Wahl der Mitglieder der nächsten fünfjährigen Amtszeit des Beirates für Menschen mit Behinderungen statt. Erstmals konnten sich auch Personen als Einzelbewerberinnen beziehungsweise Einzelbewerber, die nicht einen Verein oder Organisation von Menschen mit Behinderung vertreten, zur Wahl stellen. Insgesamt wurden 13 Vertreterinnen und Vertreter für neun unterschiedliche Behinderungsprofile gewählt und neun Stellvertreterinnen und Stellvertreter. Der neue Vorstand setzte sich nach der Wahl am 13. Dezember 2013 aus Peter Stopp, dem Vorsitzenden, Rosemarie Zelch und Margit Kundrus als Stellvertreterinnen zusammen. Voller Tatendrang wurden in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung, Frau Schuchardt verschiedene Themen angegangen und vieles auf den Weg gebracht. Aufgrund seiner Erkrankung und der Größe und des Ausmaßes des Aufgabenbereiches als Vorsitzender kündigte Peter Stopp im Juli an, ab Oktober 2014 von seinem Amt als Vorsitzender des Vorstandes zurücktreten zu müssen. Von allen Beiratsmitgliedern wurde diese Entscheidung – mit großem Bedauern – akzeptiert. Der Hinweis auf die große Verantwortung, die auf dem Vorstand lastet, führte zu zwei Terminen im August und September 2014, in denen der Beirat mit Unterstützung einer Coach die Aufgaben sichtbar machte und eine neue Aufgabenverteilung erarbeitete. Das Ziel bestand darin, die Aufgaben auf mehrere Mitglieder zu verteilen und die Aufgaben des Vorstandes klarer zu fassen, damit die/der nächste Vorstandsvorsitzende die Aufgaben besser einschätzen kann. In der Sitzung des Beirates am 12. Dezember 2014 wurde dann Herr Andreas Baeske einstimmig als Nachfolger von Peter Stopp zum neuen Vorsitzenden des Beirates gewählt. An dieser letzten Sitzung des Beirates im Jahr 2014 nahm noch unser allseits bekanntes Mitglied Anne Reuner teil. Zwei Tage später mussten wir von ihrem plötzlichen Tod erfahren. Wir vermissen sie sehr, denn sie brachte als jüngstes Mitglied mit ihrer herzlichen offenen Art immer wieder den „Sonnenschein“ in den Beirat. Tief erschüttert beendeten wir durch den Verlust unseres Mitglieds Anne Reuner das Jahr 2014. ARBEITSWEISE IM BERICHTSJAHR 2014 Der Beirat für Menschen mit Behinderungen musste sich im Jahr 2014 vor allem in die neue Arbeit einfinden. Dazu gehörte eine Übergabe der Arbeit des „alten“ Beirates an den „neuen“ mit einem Überblick über die erfolgte Arbeit der letzten zehn Jahre, über laufende Projekte und Maßnahmen und über die Arbeitsweise des Beirates für Menschen mit Behinderungen in Karlsruhe. Ohne die Unterstützung durch die Geschäftsführung wäre ein reibungsloser Übergang nicht möglich gewesen. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle bei der Geschäftsstellenführung, Frau Marion Schuchardt ganz herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz bedanken und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit ihr. 5 | JAHRESBERICHT 2014 Die Mitglieder sowie die Stellvertreterinnen und Stellvertreter mussten sich zunächst in die neuen Aufgaben einfinden. Die Mitglieder haben ein Stimm- und ein Antragsrecht; dieses haben die Stellvertreterinnen und Stellvertreter nur im Falle der Abwesenheit einer Vertreterin/eines Vertreters. Dieser Unterschied in den Rollen wurde immer wieder hinterfragt. ZAHL DER SITZUNGEN Der Beirat für Menschen mit Behinderungen traf sich im Berichtsjahr 2014 in sechs Sitzungen mit dem gesamten Gremium. Die einzelnen Arbeitsgruppen trafen sich zwischen den Sitzungen. Außerdem fand am 19. September und am 26. September 2014 ein Workshop des Beirats statt. Die Ziele des Workshops bestanden darin, 1. die Aufgaben des Vorstandes aufzuzeigen und 2. die Geschäftsordnung im Beirat anzupassen beziehungsweise neu zu erarbeiten. GESPRÄCHE GESPRÄCH MIT BÜRGERMEISTER DR. LENZ Der Vorstand traf sich im Jahr 2014 mit Herrn Bürgermeister Dr. Lenz zum Halbjahresgespräch. An dem Gespräch nahm der Vorstand des Beirates, Herr Stopp, Frau Zelch und Frau Kundrus sowie die Geschäftsführerin, Frau Schuchardt, teil. Folgende Punkte wurden angesprochen:  Entbindung aus der Verschwiegenheitspflicht der Mitglieder in den Ausschüssen  Barrierefreiheit bei Veranstaltungen der Stadt Karlsruhe,  Leichte Sprache,  Barrierefreie Datenbank,  Karlsruher Inklusionspreis,  Kommunaler Aktionsplan,  Barrierefreiheit: Baumaßnahmen HGW,  Wunsch eines eigenen Etats für Aufwendungen des Beirats. Die Gespräche fanden in angenehmer Atmosphäre statt. Herr Bürgermeister Dr. Lenz begrüßte sehr, dass die folgenden drei Themen des Behindertenbeirates als Tagesordnungspunkte im Sozialausschuss behandelt werden:  Karlsruher Inklusionspreis,  Barrierefreie Datenbank,  Leichte Sprache. 6 | JAHRESBERICHT 2014 GESPRÄCH MIT BÜRGERMEISTER OBERT Bei dem Gespräch mit Herrn Bürgermeister Obert nahmen Herr Stopp, Frau Zelch und Frau Schuchardt teil. Folgende Punkte wurden angesprochen:  Entbindung der Mitglieder des Beirats in den Ausschüssen aus der Verschwiegenheitspflicht,  Konzeption Blindenleitsystem Kaiserstraße,  Belegsteine auf der Kaiserstraße,  Barrierefreiheit der Zugänge zu den Tierhäusern,  Behindertentoiletten. Herr Bürgermeister Obert informierte, dass die bestehenden Belegsteine in der Kaiserstraße nicht in Frage kommen, sondern über neue nachgedacht werden muss. Für die Konzeption des Blindenleitsystems der Kaiserstraße sei es der richtige Zeitpunkt. Er wird das Architektur- und Planerbüro beauftragen, mit dem Beirat diesbezüglich zusammenzuarbeiten. Im Jahr 2014 kam es zu einem Gespräch mit dem Architektur- und Planerbüro. Seither passierte nichts mehr, so dass der Beirat daran denkt, konzeptionelle Überlegungen zur Barrierefreiheit der künftigen Kaiserstraße zu erarbeiten. Der Zoo befindet sich personell und konzeptionell in einer starken Umstrukturierungsphase. Das Thema Barrierefreiheit sei auf der Agenda. Die Ausschreibung zu den Behindertentoiletten laufe, und dies brauche leider seine Zeit. Herr Oberbürgermeister Dr. Mentrup löste durch ein Schreiben das lange Problem der Verschwiegenheitspflicht der Mitglieder des Beirates in den Ausschüssen auf. Er entschied, dass die Mitglieder des Beirates aus den nichtöffentlichen Sitzungen an andere Mitglieder des Behindertenbeirates berichten können, wenn das Aufgabengebiet des Behindertenbeirates berührt wird. Eine klare Aussage, die vom ganzen Beirat sehr begrüßt wurde. Die Entbindung aus der Verschwiegenheitspflicht wurde folglich auch von Herrn Bürgermeister Obert problemlos behandelt. GESPRÄCH MIT HERRN SEEKIRCHER, DIREKTOR DER SOZIAL- UND JUGENDBEHÖRDE Zu einem Vorstellungsgespräch traf sich der Vorstand mit Herrn Seekircher, Direktor der Sozial- und Jugendbehörde. An diesem Gespräch nahmen vom Vorstand Herr Stopp und Frau Kundrus mit Frau Schuchardt als Geschäftsführerin teil. Es handelte sich um ein angenehmes Gespräch. Auch hier wurde über die Barrierefreie Datenbank, über den Karlsruher Inklusionspreis, die Einführung der leichten Sprache und den Stadtplan für Menschen mit Behinderungen ausführlich gesprochen. Alle Gespräche waren geprägt von Respekt und Entgegenkommen. Dafür bedanken wir uns sehr. 7 | JAHRESBERICHT 2014 ZUSAMMENARBEIT STADTSENIORENDRAT, FORUM EHRENAMT UND FAHRGAST-BEIRAT Im Laufe des Jahres 2014 konnten Vertreterinnen beziehungsweise Vertreter des Beirates für diese Gremien gefunden werden. Der Stadtseniorenrat wird durch Herrn Weber und seine Stellvertreterin Frau Rappold, vertreten; das Forum Ehrenamt durch Frau von Malottki und ihre Stellvertreterin Frau Kundrus. Der Fahrgastbeirat wird zukünftig durch Herrn Bräunsdorf und seinen Stellvertreter Herrn Schmitt vertreten. BETEILIGUNG DES BEIRATS IN DEN STÄDTISCHEN AUSSCHÜSSEN Die Wahl der Vertretung beziehungsweise Stellvertretung für die drei Ausschüsse  Sozialausschuss,  Jugendhilfeausschuss,  Planungsausschuss fand am 24. Januar 2014 statt. PLANUNGSAUSSCHUSS Herr Andreas Baeske vertritt den Behindertenbeirat im Planungsausschuss und nimmt an dem öffentlichen wie auch am nichtöffentlichen Teil des Ausschusses teil. Im öffentlichen Teil der Sitzungen wurde unter anderem das Parken auf Gehwegen diskutiert. Ein Punkt der auch für den Beirat eine Relevanz hatte. Über die Themen des nichtöffentlichen Teils kann hier nicht berichtet werden. SOZIALAUSSCHUSS Frau Dr. Elke Wagner vertritt den Behindertenbeirat im Sozialausschuss, ihr Stellvertreter ist Herr Manfred Weber. Die Sitzungen des Sozialhilfeausschusses fanden am 19. März, 16. Juli und 19. November 2014 statt. Es handelt sich grundsätzlich um nichtöffentliche Sitzungen. Die Themen, die im öffentlichen Teil der Sitzungen besprochen wurden, waren zwar interessant, aber für die Arbeit des Beirates nicht direkt relevant. Somit kann eine Berichterstattung für den Jahresbericht 2014 nicht gegeben werden. Jedoch finden sich im Jahresbericht immer wieder unter den verschiedensten Punkten Inhalte, die als Vorlage vom Beirat zur Beratung in den Sozialausschuss gegeben wurden. JUGENDHILFEAUSSCHUSS Frau Ursula Baron vertritt den Behindertenbeirat im Jugendhilfeausschuss, die Stellvertreterin ist Frau Rosemarie Zelch. Die Sitzungen des Jugendhilfeausschusses fanden im Berichtsjahr am 29. Januar, 7. Mai, 10. Juli und am 18. Oktober 2014 statt. In der Sitzung vom 29. Januar 2014 wurde die Änderung der Richtlinien für die Förderung von Kindertagesstätten und Kinderkrippen vorgestellt und beschlossen. In dieser Sitzung wurde auch über den Hortausbau und die Hortentwicklung beraten. Grundsätzlich soll zukünftig die Ganztagesschule das Regelangebot darstellen und langfristig an jeder Grundschule angeboten werden. 8 | JAHRESBERICHT 2014 In der Sitzung vom 7. Mai 2014 wurde über die Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen für Vollzeit- und Bereitschaftspflegefamilien beraten. Besondere Zusatzleistungen des Vollzeitpflegepersonals bei entwicklungsbeeinträchtigten oder behinderten Pflegekindern wurden bereits zum 1. Januar 2010 eingeführt. Der Stadtjugendausschuss e. V. Karlsruhe stellte in der Sitzung die konkreten Auswirkungen der Ganztagesschulentwicklung auf die Kinder- und Jugendarbeit dar. Eine Vielzahl von Kooperationsprojekten besteht in den Bereichen Prävention, Beteiligung und Inklusion. Die Sitzung am 10. Juli 2014 war nichtöffentlich. In der öffentlichen Sitzung vom 8. Oktober 2014 wurde nochmals die Änderung der Richtlinie für die Förderung von Kindertagesstätten und Kinderkrippen beraten. Hierbei ging es auch um den Stellenzuschlag für integrative Gruppen. Bisher erhielten diese einen Stellenzuschlag von 0,2 Vollzeitstellen, wenn mindestens zwei Kinder mit anerkannter Behinderung betreut wurden. Auf Empfehlung des „Runden Tisches Inklusion“ soll es künftig bereits einen Stellenzuschlag ab einem Kind von 0,1 Fachkräften geben. Selbstverständlich hat der Jugendhilfeausschuss im Berichtsjahr viele andere Themen umfassend beraten und beschlossen. Diese waren jedoch für den Beirat von Menschen mit Behinderung nicht direkt relevant. 9 | JAHRESBERICHT 2014 TEIL 2 – TÄTIGKEITSBERICHT 2014 THEMENSCHWERPUNKTE DES JAHRES BARRIEREFREIE DATENBANK Nachdem die Umsetzung der „Barrierefreien Datenbank“ durch den Beirat im Jahre 2013 an die Stadt zurückgegeben worden war, lagen Anträge mehrerer Fraktionen auf Einrichtung einer „Barrierefreien Datenbank“ durch die Stadt Karlsruhe vor. Durch das Medienbüro erhielt der Beirat im Rahmen einer Beiratssitzung Informationen zum Thema „Mobile Anwendung – Barrierefreies Karlsruhe“. Herr Dr. Behringer, Leiter des Medienbüros stellte mögliche Lösungswege vor, die im Anschluss an seinen Vortrag ausführlich vom Beirat diskutiert wurden. In der Folge brachte die Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Beirat eine Vorlage zur Einführung einer „Barrierefreien Datenbank“ in den Sozialausschuss und in den Gemeinderat zur Beschlussfassung ein. Ziel ist die stationäre und mobile Nutzung der Daten durch die Nutzerinnen und Nutzer auf der Grundlage von circa 300 Gebäuden. Die Daten sollen multifunktional zu nutzen sein, also auch auf der Kultur-App, so dass die Gebäude durch den Behindertenbeirat in drei Kategorien eingestuft werden: barrierefrei, bedingt barrierefrei und nicht barrierefrei. Die erforderlichen Finanzmittel in Höhe von 48.780,00 Euro wurden nach Beratung im Sozialausschuss vom Gemeinderat im Juli 2014 bewilligt. In der zweiten Jahreshälfte schaltete sich das Liegenschaftsamt mit dem Angebot ein, die Ausmessung der 300 vom Beirat geforderten Gebäude zu übernehmen. Ziel ist die Anbindung dieser Daten an das Modell KA-Mobil als KA-Barrierefrei (Planungstitel) auf der Grundlage von OPEN STREET MAP. Die gewünschten Daten und die Gebäude liegen dem Liegenschaftsamt vor. Eines mussten wir als Beirat lernen: Es bedarf der Hartnäckigkeit und großer Geduld (Ungeduld) bei der Umsetzung von bestimmten Projekten, denn sobald neue Ämter oder Ansprechpartnerinnen/Ansprechpartner ins Spiel kommen, fängt das Procedere oftmals wieder von vorne an. LEICHTE SPRACHE Der Beirat beschäftigte sich bereits im Jahr 2013 mit der Unterstützung der Menschen mit kognitiven Einschränkungen. Die Einführung der„Leichten Sprache“ wurde vom Beirat zur Erleichterung im alltäglichen Leben für diesen Personenkreis als vordringlich angesehen. Aufgrund dieses Anliegens unterstützte der Beirat den Antrag der GRÜNEN-Fraktion vom 09. Juli 2013 „Leichte Sprache in Karlsruhe – Eine Stadt für alle“. Im Februar 2014 kam es daraufhin mit der Leiterin des einzigen Büros für Leichte Sprache „Klartext“, Frau Seidel aus Offenburg zu einem Gespräch. An diesem Gespräch nahmen vom Beirat Herr Stopp, Frau Baron, Frau Zelch, Herr Breidohr und Frau Schuchardt teil. Alle waren von der Arbeit des Büros und der Leiterin Frau Seidel sehr angetan. Von Seiten der Verwaltung wurden in Absprache mit dem Beirat folgende Umsetzungsschritte in die Vorlage für den Sozialausschuss im Juli 2014 eingebracht:  Einführung von „Leichter Sprache“ in drei Abteilungen der Stadtverwaltung, 10 | JAHRESBERICHT 2014  Schulung zur „Leichten Sprache“ für Beschäftigte dieser drei Abteilungen,  Auswertung dieser Erfahrungen,  Einbindung weiterer Ämter in diesen Prozess (mittel- und langfristig),  Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel in Höhe von 5.000,00 Euro. Die Mittel wurden nach Beratung im Sozialausschuss im Juli 2014 durch den Gemeinderat für die „Einführung der leichten Sprache“ bewilligt. INKLUSION A) KARLSRUHER INKLUSIONSPREIS Ein Karlsruher Inklusionspreis kann besondere Aktivitäten und Maßnahmen zur Inklusion in besonderem Maße würdigen. Die GRÜNE-Gemeinderatsfraktion stellte am 4. Dezember 2013 den Antrag auf Einführung eines Inklusionspreises durch die Stadt Karlsruhe. Der Preis soll dazu beitragen, eine inklusive Stadtgesellschaft aufzubauen und Benachteiligungen von Menschen mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen und Vorurteile abzubauen. Am 7. März 2014 kam die Arbeitsgruppe des Behindertenbeirates mit Frau Bröker, Herrn Weber und Frau Schuchardt zusammen. Diskutiert wurden  die Ziele eines Karlsruher Inklusionspreises,  was ausgezeichnet werden solle,  die Preise,  die Zusammensetzung einer Jury und  der Ort und die Häufigkeit der Preisverleihung. Es wurden drei Kategorien vorgeschlagen: 1. Einzelpersonen, die sich vorbildlich für Menschen mit Behinderungen engagieren. 2. Organisationen, Vereine und Institutionen sowie barrierefreie Bildungs- und Kultureinrichtungen wie zum Beispiel:  Inklusion in der Schule,  Inklusion in der Kindertagesstätte,  Barrierefreiheit in Kultureinrichtungen oder anderem. 3. Wirtschaft: Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderungen beispielhaft ausbilden, einstellen und fördern. Die Arbeitsgruppe schlägt vor, den „Inklusionspreis“ alle drei Jahre im Bürgersaal zu vergeben. Der „Inklusionspreis“ besteht aus Geld- und Sachpreisen für die verschiedenen Kategorien. Vorschläge des Beirates hierzu gingen in die Vorlage für den Sozialausschuss ein. In der Sitzung im Mai 2014 wurde die Vorlage positiv beraten und in der Sitzung im Juli 2014 die geforderten Finanzmittel vom Gemeinderat bewilligt. Im Jahre 2015 wird der Inklusionspreis nach Auswahl durch eine Jury zum ersten Mal vergeben werden. Da Mitglieder des Beirates zu der Jury gehören werden, wird der Beirat dieses Projekt auch zukünftig begleiten. B) RUNDER TISCH INKLUSION Die „Swimlane“, der„Ablaufplan zur inklusiven Beschulung“ wurde im Rahmen des „Runden Tisches Inklusion“ erstellt. Dadurch wurde das Ziel einer größeren Transparenz des Verfahrens für Ämter und für die betroffenen Eltern umgesetzt. EFI-Eltern und Freunde für Inklusion e. V. plant ein „Bildungslotsen-Projekt“. Das Konzept wurde bereits beim „Runden Tisch Inklusion“ vorgestellt, an dem EFI seit Anfang an mitarbeitet. 11 | JAHRESBERICHT 2014 C) FACHTAG „INKLUSION IN DER BERUFSORIENTIERUNG“ AM 9. MAI 2014 Der Vorstand Herr Stopp, Frau Kundrus und Frau Zelch repräsentierten den Beirat an dem Fachtag mit einem Informationsstand. Der Vortrag von Herrn Weimer, Landesbehindertenbeauftragter fand großen Anklang und auch das Catering-Projekt „EFI bringt’s“, bei dem Anne Reuner von EFI und vom Beirat mitarbeitete. Frau Zelch berichtet von verschiedenen erfolgreichen Tandem-Projekten unter anderem BEO-Plus; auch der Stadtjugendausschuss e. V. plant ein Tandem-Projekt von zwei FSJ-lern mit dem Ziel, einer FSJ-Stelle für einen jungen Erwachsenen mit Behinderung in Tandem zu besetzen. BARRIEREFREIHEIT BEI STÄDTISCHEN VERANSTALTUNGEN Aufgrund der Diskussion im Beirat, bei der Barrierefreiheit an alle Menschen mit Behinderungen zu denken, wurde der Antrag der KAL-Fraktion aus dem Jahre 2012 auf „Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetschern bei Veranstaltungen der Stadt Karlsruhe“ im oben genannten Sinne erweitert. Um allen Menschen mit Behinderungen Unterstützung/Begleitung bei dem Besuch von städtischen Veranstaltungen anzubieten, unterstützte der Beirat die Bereitstellung von finanziellen Mitteln für diese Umsetzung. Der Gemeinderat stellte die geforderten 10.000,00 € bei der Sozial- und Jugendbehörde zur Verfügung. Presseveröffentlichungen und ein Informationsflyer machten auf dieses neue Angebot aufmerksam. Trotz dieser Maßnahmen wurden die Mittel nur zögerlich in Anspruch genommen. KULTUR-TANDEMS Von Seiten der Sozial- und Jugendbehörde wurde das Inklusionsbüro Karlsruhe am 13. August 2014 in dieses Projekt eingebunden, um möglichst vielen Menschen mit Einschränkungen dieses Angebot nahe zu bringen und umzusetzen, mit gutem Erfolg. HERAUSGABE EINES BARRIERE-CHECKERS Geplant ist die Herausgabe eines Barriere-Checkers, anhand dessen städtische Veranstaltungen konkret barrierefrei geplant und umgesetzt werden können. Der Entwurf liegt vor; die Herausgabe wird in 2015 erfolgen. STADTPLAN FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN Bereits vor mehreren Jahren wurde der erste Stadtplan für Menschen mit Behinderungen er- stellt. Der Fokus des Stadtplans lag auf dem Gebiet „Innenstadt“, um eine gute Übersichtlich- keit zu gewährleisten. Der Antrag der GRÜNEN-Fraktion aus dem Jahre 2010 sieht vor, dass die Belange von Menschen mit Sehbehinderung mehr berücksichtigt werden und der Stadt- plan alle Stadtteile enthalten soll. Die Neuauflage des Stadtplanes für Menschen mit Behinderungen wurde durch den Beirat mit folgenden Ergebnissen diskutiert:  Der Beirat hält die Herausgabe eines Stadtplanes in Papierform für den Innenstadtbereich für notwendig.  Die digitale Erfassung aller weiteren Stadtteile in den Geodaten/Liegenschaftsamt soll Zug um Zug erfolgen. Der Stadtplan für Menschen mit Behinderungen in Papierform liegt mittlerweile vor und wird rege angefordert. 12 | JAHRESBERICHT 2014 BLINDENLEITSYSTEM/BARRIEREFREIHEIT HAUPTBAHNHOF Bereits seit längerer Zeit setzt sich der Beirat für die Einführung eines Blindenleitsystems im Hauptbahnhof Karlsruhe ein (siehe auch Jahresbericht 2013). Zusagen der Bahnhofsleitung scheiterten an der fehlenden Zustimmung der Denkmalschutzbehörde des Regierungspräsidiums Karlsruhes. Auf Initiative des Beirates wurde der Landesbehindertenbeauftragte, Herr Gerd Weimer in diese Entscheidung eingebunden. Am 12. Februar 2014 fand daraufhin unter Leitung des Landtagsabgeordneten, Herrn Johannes Stober ein Termin im Hauptbahnhof statt. Daran teilgenommen haben Herr Reiß, Bahnhofsleitung Deutsche Bundesbahn und Herr Dr. Wilhelm, Denkmalschutzamt des Ministeriums. Von Seiten des Beirates waren Herr Stopp, Frau Kundrus, Frau Becker und Frau Schuchardt anwesend. Nach Rundgang im Hauptbahnhof und anschließenden Diskussionen gaben die Vertreter des Ministeriums für den Einbau eines Blindenleitsystems im Hauptbahnhof grünes Licht. Nun obliegt es der Deutschen Bundesbahn, entweder neue Rillenplatten oder eine Linie in den bestehenden Bodenbelag einzufräsen. Ziel muss es auch sein, für stark sehbehinderte Menschen eine gute optische Orientierung zu schaffen. Die zeitnahe Umsetzung des Blindenleitsystems, verbunden mit weiteren Verbesserungen (Beleuchtung an den hinteren Bahngleisen etc.), wurde dem Beirat zugesagt. Am 28. August 2014 fand ein weiteres Gespräch mit dem Bahnhofsmanagement und der Vertreterin des Beirates, Frau von Malottki statt. Die mündlichen Zusagen zur Einführung des Blindenleitsystems im Hauptbahnhof waren positiv. Allerdings warten wir noch auf die Umsetzung. Wir werden diese weiter im Auge behalten müssen und im nächsten Jahresbericht darüber berichten. EUROPAPLATZ Für den Europaplatz wurden Lösungsansätze vom Beirat erstellt. Die Umsetzung des Blindenleitsystems im Bereich des Europaplatzes erfolgte allerdings mehr als unbefriedigend. Das jetzige Blindenleitsystem birgt Unfallgefahren für blinde Menschen. Der Beirat hat diese Mängel aufgelistet und der Geschäftsleitung KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur mitgeteilt. Bisher wurde auf dieses Schreiben nicht geantwortet. Es soll eine Begehung stattgefunden haben und es soll Abhilfe geschaffen werden. Allerdings ist dieses noch immer nicht geschehen und die Unfallgefahren bestehen nach wie vor. Vielleicht erhält der Beirat eine Antwort auf den Brief aus dem November 2014; besser wäre die sofortige Beseitigung der Unfallgefahren für blinde Menschen. BAHN- UND BUSHALTESTELLEN/VERKEHRSKNOTENPUNKTE Am 18. Februar 2014 stellte sich der neue Vorstand – vertreten durch Herrn Stopp und Frau Zelch – sowie Frau Schuchardt beim Tiefbauamt, Herrn Schöning und Frau Puschmann vor. Sie sind Ansprechpartner für das Thema Barrierefreiheit und Blindenleitsystem im Straßenbau. Konstruktiv wurde über aktuelle und geplante Bau- beziehungsweise Umbaumaßnahmen an Bahn- und Bushaltestellen sowie markante Verkehrsknotenpunkte in Karlsruhe gesprochen. Das Tiefbauamt ordnet dem Thema „Barrierefreiheit“ eine hohe Priorität zu. Als besonderer Schwerpunkt wurde der Umbau von„barrierefreien Haltestellen“ in Karlsruhe angesprochen. Der Beirat bemängelte, dass die vom Gesetzgeber geforderte Zeitschiene nicht eingehalten werden kann. 13 | JAHRESBERICHT 2014 BLINDENLEITSYSTEME IN TEMPO 30 ZONEN In Tempo 30 Zonen ist laut Straßenverkehrsordnung eine barrierefreie Anbindung von Haltestellen nicht notwendig, da die Autos langsam fahren müssen. Erfahrungen von Vertreterinnen und Vertretern der blinden oder seheingeschränkten Menschen zeigen jedoch, dass in diesen Bereichen eine große Unsicherheit, ja sogar Ängste, bestehen. Daher wird vom Beirat eine barrierefreie Anbindung durch einen Zebrastreifen und eine Bedarfsampel gefordert. Das Landesgleichstellungsgesetz sieht dieses auch vor. Leider konnte bei der zuständigen städtischen Behörde hierfür keine Genehmigung erwirkt werden. Es wurde an die übergeordnete Behörde, das Regierungspräsidium Karlsruhe verwiesen, was jedoch ebenso erfolglos endete. Beim Regierungspräsidium sieht man die Verantwortung bei der Stadt Karlsruhe. Diese Entscheidung kann vom Beirat so nicht akzeptiert werden, zumal es im Stadtgebiet von Karlsruhe lediglich die Endhaltestelle „Egon-Eiermann-Allee“ beträfe. Hier ist aus unserer Sicht eine unbürokratische Lösung gefragt. Wir werden im kommenden Jahr das Thema erneut aufgreifen und darüber berichten. BLINDENLEITSYSTEME UND BARRIEREFREIHEIT BEI DEN VERKEHRSBETRIEBEN Die in der Vergangenheit regelmäßig konstruktiven Gespräche zwischen den Verkehrsbetrieben und dem Beirat wurden auch im Jahr 2014 fortgeführt. So berichtete am 12. März 2014 Herr Wagensommer von den Verkehrsbetrieben dem Beirat über aktuelle Projekte zum Blindenleitsystem und stellte anhand von Kartenmaterial entsprechende Musterlösungen vor. Die Vertreter des Beirates, Frau von Malottki, Frau Zelch, Frau Schuchardt und Herr Stopp, wurden umfassend informiert und konnten so Erfahrungen aus dem täglichen Leben beziehungsweise Verbesserungsvorschläge einbringen. Geplante Musterlösungen für taktile Blindenleitsysteme auf Bahnsteigen, Haltestellen und an Übergängen wurden mit Frau von Malottki als Vertreterin der blinden Menschen bei den Verkehrsbetrieben am 22. Juli 2014 ausführlich besprochen. Sie nahm offene Punkte in die Sitzung des Beirates mit. In diesem Gremium wurden diese Fragen nochmals erörtert und Entscheidungen herbeigeführt. 14 | JAHRESBERICHT 2014 BARRIEREFREIE MAßNAHMEN BEI ÖFFENTLICHEN GEBÄUDEN Wir verfolgen weiterhin das Projekt Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden. Mit dem Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft führen wir einen regelmäßigen, vertrauensvollen Gedankenaustausch über unsere Vorschläge. Das Amt informierte dabei über von ihm ausgeführte beziehungsweise geplante Maßnahmen. Ein Teil der Maßnahmen wird noch 2015 beziehungsweise 2016 fertig gestellt werden. Bei zwölf Schulen laufen solche Maßnahmen, beginnend bei Einbau von Akustikdecken, Einbau von Behindertentoiletten, Modernisierungen und Einbau von Fahrstühlen. Bei städtischen Verwaltungsgebäuden erfolgte u. a. der Bau eines Serviceschalters für das Bürgerbüro Mitte und der barrierefreie Umbau des Eingangsbereichs im Rathaus am Marktplatz. Die Rathäuser Hohenwettersbach und Stupferich erhalten barrierefreie Zugänge. Auch in den Gebäuden Kita Frühlingsstraße, Kulturzentrum Orgelfabrik Durlach, Fabriktheater, Hofgut Maxau, Sandkorn-Theater und Friedhof Grünwettersbach sind barrierefreie Maßnahmen vorgesehen, beziehungsweise schon abgeschlossen. Für den Doppelhaushalt 2015/2016 wird das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft eine Vorlage WC-Anlagen in Schulen mit Schwerpunkt Behindertentoiletten einbringen. Außerdem sind barrierefreie Maßnahmen an der Europäischen Schule, Heinrich Meidinger Schule, Bismarkgymnasium und Drais-Grundschule vorgeschlagen. Der Beirat für Menschen mit Behinderungen legt für die Baumaßnahmen 2015/2016 den Schwerpunkt auf  Schulen, hier vor allem Gemeinschaftsschulen,  Jugendzentren und  Rathäuser. Besonderen Wert legt der Beirat auf den barrierefreien Ausbau der Gemeinschaftsschulen, da diese eine bewusst inklusive Ausrichtung haben. Die Gespräche mit dem HGW sind immer geprägt von großer Kompetenz und dem Bemühen, Barrierefreiheit nicht nur als gemeinsames Ziel zu formulieren, sondern diese auch umzusetzen. Dafür bedanken wir uns sehr. ÖFFENTLICHE BEHINDERTENTOILETTEN Bereits dem früheren Vorstand des Behindertenbeirates wurde die Bereitstellung von insgesamt 28 Behindertentoiletten im öffentlichen Raum zugesagt. Mittlerweile gibt es im Stadtgebiet Karlsruhe folgende drei Toiletten und in den umgebenen Stadtteilen vier weitere Behindertentoiletten: Stadtgebiet:  Passagehof  Am Albtalbahnhof  Am Friedrichsplatz 15 | JAHRESBERICHT 2014 Stadtteile:  Am Bahnhof Hagsfeld  Am Waldstadtzentrum  Am Turmberg in Durlach  Am Saumarkt in Durlach. Acht weitere "Automatik-Toiletten" sollen zum Jahresende 2015 fertig gestellt sein. Die „Geduld“ des Beirates wird in dieser Sache sehr auf die Probe gestellt. UN-BEHINDERTENRECHTSKONVENTION ÜBER DIE RECHTE VON MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN: UMSETZUNG IN KARLSRUHE MIT DEM HANDLUNGSFELD WOHNEN Die UN-Behindertenrechtskonvention(UN-BRK) über die Rechte von Menschen mit Behinderungen 1 wurde im Jahre 2009 von Deutschland ratifiziert. Die Ziele dieser UN- Behindertenrechtskonvention sind die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft, deren Selbstbestimmung, Barrierefreiheit und Chancengleichheit. Auf Bundesebene wurde unter Einbeziehung behinderter Menschen und ihrer Interessensverbände ein „Nationaler Aktionsplan“ 2 entwickelt. Der Landesbehindertenbeirat Baden-Württemberg plant in Kürze die Herausgabe eines Aktionsplanes zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Baden-Württemberg. Mittlerweile liegen auf Bundesebene in einigen Städten kommunale Aktionspläne vor. In Baden-Württemberg gibt es in Mannheim 3 und in Tübingen Aktionspläne, in Stuttgart und in Freiburg ist die Verabschiedung eines kommunalen Aktionsplanes geplant. Die Umsetzung der UN-BRK erfolgt als Aktionspläne. Diese basieren in der Regel auf folgenden Handlungsfeldern:  Bildung,  Mobilität und Barrierefreiheit,  Wohnen,  Arbeit und Beschäftigung,  Kultur, Sport und Freizeit,  barrierefreie Kommunikation und Information. Auf der Grundlage einer Ist-Analyse werden zu diesen Handlungsfeldern Ziele erarbeitet. Dies geschieht meist in einem Partizipationsprozess mit den Betroffenen und den Interessensverbänden und Trägern. In den Handlungsfeldern Bildung, Mobilität und Barrierefreiheit, barrierefreie Kommunikation und Information wurde auch aufgrund der Arbeit des Beirates für Menschen mit Behinderungen in Karlsruhe schon vieles initiiert und umgesetzt. Im Bereich Arbeit und Beschäftigung wurden dem Stadtjugendausschuss e. V. Karlsruhe aktuell im Rahmen des Förderprogrammes "Impulse Inklusion" des Sozialministeriums Baden- Württemberg für das Projekt "Inklusive Berufsorientierung" Gelder zur Verfügung gestellt, 1 Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, hrsg. vom Bun- desministerium für Arbeit und Soziales, Bonn, 2010. 2 „einfach machen“ Unser Weg in eine inklusive Gesellschaft. Nationaler Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, hrsg. vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, siehe Kabinettsbeschluss vom 15. Juni 2011. 3 Siehe „Mannheim - auf dem Weg zur behindertenfreundlichen Stadt, Aktionsplan zur Umsetzung der UN- Behindertenrechtskonvention für die Stadt Mannheim“, hrsg. von der Stadt Mannheim, Februar 2011. 16 | JAHRESBERICHT 2014 so dass auch hier konkrete Ergebnisse erwartet werden können. Vor diesem Hintergrund wurde die Umsetzung der UN-BRK in Karlsruhe mit dem Handlungsfeld Wohnen beschlossen. Der Beirat begrüßt den Start der Umsetzung der UN-BRK in Karlsruhe mit dem Handlungsfeld Wohnen im Laufe des Jahres 2015. Von hier wird auch eine Veranstaltung begrüßt, durch die Betroffene und Träger an dem Prozess beteiligt werden. LANDES-BEHINDERTENGLEICHSTELLUNGSGESETZ Der Beirat beschäftigte sich mit dem Entwurf des neuen Landes- Behindertengleichstellungsgesetzes (L-BGG). Am 17. Dezember 2014 wurde das neue L-BGG verabschiedet und trat am 1. Januar 2015 in Kraft. Laut §15 soll jede Kommune und jeder Landkreis die Bestellung einer/eines weisungsunabhängigen kommunalen Behindertenbeauftragten durchführen. Für die Bestellung einer/eines hauptamtlichen Behindertenbeauftragten erhält die Kommune/der Landkreis vom Sozialministerium 6.000,00 Euro monatlich und für die Bestellung einer/eines ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten 3.000,00 Euro monatlich. Der Beirat beschließt, einen Antrag beim Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Herrn Dr. Mentrup auf Einrichtung einer zusätzlichen Stelle zu stellen. Nach anfänglicher Offenheit wurde dieser Antrag abgelehnt. Die Bestellung einer/eines weisungsunabhängigen kommunalen Behindertenbeauftragten wird uns im Jahr 2015 sicherlich sehr beschäftigen. BEFÖRDERUNG Die Mitglieder des Beirates wurden bei der Benutzung von Beförderungsunternehmen überrascht, denn an ihnen vorbei wurden die Bedingungen verändert: die Registrierung der Fahrten soll über GPS erfolgen und das Abfragen der TAN-Nummern durch die Fahrerinnen/Fahrer führte zu einer Wartezeit im Auto. Auch wenn Hintergrund dieser Veränderungen ein Betrugsverfahren gewesen ist, so ist das Interesse des Beirates nicht die Überwachung der Fahrten von Menschen mit Behinderungen über GPS. Gelinde gesagt „enttäuscht“ ist der Beirat über die Form der Beteiligung des Beirates durch die Stadtverwaltung. Dieser wurde nämlich weder in Kenntnis gesetzt noch integriert. Das ist keine Art des kooperativen Dialoges beziehungsweise Miteinanders. Hier besteht noch Handlungsbedarf. Durch das nun umgesetzte Verfahren kann ein Bewegungsprofil von jeder Nutzerin/jedem Nutzer erstellt werden. Der Beirat stellt hier die kritische Frage, wie dieses Verfahren mit dem Thema Datenschutz und persönlicher Selbstbestimmung zu vereinbaren ist. 17 | JAHRESBERICHT 2014 WEITERES IN KURZFORM BARRIEREFREIHEIT BEI DEM DM-AREAL Die Planungen für das neue Verwaltungsgebäude der Firma dm am Autobahnkreuz Karlsruhe Mitte wurden dem Beirat vorgestellt. Es wurde um Einschätzung und Anregungen zu den bisher erarbeiteten Plänen für alle Menschen mit Behinderungen gebeten. In einem ausführlichen Gespräche brachten Frau Strunck (Gruppe der Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer), Frau von Malottki (Gruppe der blinden Menschen), Frau Kundrus (Arbeitsgruppe Bau/Wohnen/Barrierefreiheit) und Frau Schuchardt (Koordinatorin der Behinderten) ihre Erfahrungen und Ideen ein. Das Planungsbüro sagte die Umsetzung zu und bedankte sich für konstruktive Mithilfe des Beirates. REHAB 2015 Die Internationale Fachmesse für Rehabilitation, Therapie und Prävention findet vom 23. bis 25. April 2015 in der Messe Karlsruhe statt. Im Vorfeld stellte die Projektleiterin REHAB der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH, Frau Gehrmeyer die Konzeption im Beirat vor. Die anschließende Diskussion endete mit folgenden Fragen/Aufträgen/Anregungen des Beirates an Frau Gehrmeyer: 1. Ist eine ausreichende Anzahl von barrierefreien Hotelzimmern vorhanden? 2. Wird ein Shuttle-Bus zur Messe mit barrierefreiem Zustieg eingerichtet ? 3. (nicht vom Hauptbahnhof, da dieser aktuell nicht barrierefrei erreichbar ist) 4. Angebote nach Reisen/Freizeit/Urlaub für Menschen mit Behinderungen sollten erhöht werden. Weiter ist vorgesehen, auf der REHAB einen „Marktplatz Inklusion“ einzurichten. Für diese Standfläche auf dem Messegelände können sich verschiedene Aussteller, die das Thema „Inklusion“ präsentieren, bewerben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden durch eine Jury ausgewählt. Der Beirat für Menschen mit Behinderung wird durch Frau Kundrus vertreten sein. WEIHNACHTSMARKT 2014 Auch in diesem Jahr fand der Weihnachtsmarkt auf dem Friedrichsplatz statt. Bei einer gemeinsamen Begehung mit der örtlichen Presse erläuterte der Leiter des Marktamtes, Herr Armin Baumbusch wie im Vergleich zum Vorjahr die „Barrierefreiheit“ verbessert werden konnte. Vom Beirat nahmen an diesem Rundgang Frau Wicht, Frau Kundrus, Frau Schuchardt, Herr Weber und Herr Baeske teil. Aufgrund des Bodenbelages (Rindenmulch) konnten Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer jedoch nicht beziehungsweise nur mit großer Anstrengung direkt vor die Stände fahren. Daher wurde durch die Sozial- und Jugendbehörde das Inklusionsbüro eingeschaltet, um Menschen mit und ohne Behinderungen auf einem Rundgang durch den Weihnachtsmarkt zu begleiten. 18 | JAHRESBERICHT 2014 LAG SELBSTHILFE Die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen (LAG SELBSTHILFE) Baden- Württemberg e. V. ist der Dachverband von 59 überregionalen Verbänden der Behinderten- Selbsthilfe in Baden-Württemberg. Sie versteht sich als unabhängige Arbeitsgemeinschaft der Behindertenselbsthilfe. Bisher gab die LAG SELBSTHILFE Baden-Württemberg e. V. Stellungnahmen zu Planungen im Stadtgebiet Karlsruhe ab. Aufgrund der in Karlsruhe seit vielen Jahren gelebten Praxis überlässt die LAG SELBSTHILFE e. V. diese Stellungnahmen künftig in Karlsruhe dem Beirat für Menschen mit Behinderungen und der Koordination für Behinderte. BESUCH DER JAPANISCHEN DELEGATION Am 8. Oktober 2014 besuchte eine Delegation aus Japan den Beirat für Menschen mit Behinderungen. Vom Beirat waren Herrn Baeske und Frau Rappold vertreten. Da das Thema „Arbeit“ im Vordergrund stand, wurden hierzu auch Herr Braun, Integrationsfachdienst und Frau Seeger, Integrationsamt eingeladen. Aufgezeigte Beispiele und Vergleiche über das Leben und die Möglichkeiten, in Deutschland Menschen mit Behinderungen im Arbeitsprozess einzugliedern, waren für die japanische Delegation sehr interessant. Es fand ein angeregter Gesprächsaustausch statt. 19 | JAHRESBERICHT 2014 TEIL 3 – ARBEITSGRUPPEN ARBEITSGRUPPE „BARRIEREFREIES BAUEN UND WOHNEN“ Frau Kundrus ist die Sprecherin dieser AG, die unter anderem Themen wie die Herstellung von barrierefreien Wohnungen behandelt. Die Arbeitsgruppe wird folgende Themen aufgreifen und bearbeiten:  Hauptbahnhof (BLS im Hauptbahnhof, Busbahnhof und Umbau Hauptbahnhof)  Schloss-Zugang Gartensaal  Gemeinschaftsschulen  Zoo und Stadtgarten  Behindertentoiletten im Stadtgebiet  Prioritätenliste barrierefreie Maßnahmen bei Gebäuden (HGW)  Barrierefreie Geschäfte in der Kaiserstraße  Wohnen im Alter  Stadtgeburtstag 2015 ARBEITSGRUPPE „ÖPNV“ Frau Ferring ist die Sprecherin dieser AG, in der es um die kurz-, mittel- und langfristige Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs geht. Die Arbeitsgruppe wird folgende Themen aufgreifen und bearbeiten:  Hauptbahnhof Karlsruhe  Elektronische Fahrgastinformation  Klapprampen in Bussen  Schulung von Straßenbahnpersonal  Signal an „Blindenampeln“  Zeitplan für barrierefreie Haltestellen. ARBEITSGRUPPE „BILDUNG, ARBEIT, GESELLSCHAFTLICHE TEILHABE“ Die Sprecherin dieser AG ist Frau von Malottki. Neben der Beteiligung am Runden Tisch Inklusion, ist das Ziel dieser Arbeitsgruppe die Durchführung einer Fachveranstaltung zu dem Thema Inklusion aus Sicht der Betroffenen. ARBEITSGRUPPE „GESUNDHEITSWESEN“ Frau Dr. Wagner ist die Sprecherin dieser AG, die sich mit der kurz-, mittel-, und langfristigen Verbesserung zum Thema Barrierefreiheit in den städtischen Krankenhäusern beschäftigt. Diese Aufgabe gestaltet sich sehr komplex. Ein guter Kontakt zum Städtischen Klinikum besteht bereits. Hier gibt es einen regelmäßigen Austausch mit der Schwerbehindertenvertretung, Architekten und Pflegedienstleitung. Die Arbeitsgruppe wird folgende weitere Themen aufgreifen und bearbeiten:  Maßnahmen zur Barrierefreiheit in den anderen städtischen Krankenhäusern durch die Verknüpfung mit ähnlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern wie im Städtischen Klinikum. 20 | JAHRESBERICHT 2014  Kontakt zu ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in den Krankenhäusern, zum Beispiel grüne Engel zwecks Austausch und ggf. Schulung im Umgang mit Menschen mit Behinderung ARBEITSGRUPPE STADTJUBILÄUM Herr Stopp hatte begonnen, die Barrierefreiheit durch Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher und eine ausreichende Zahl an Behindertentoiletten bei dem Stadtgeburtstag einzufordern. Dieses Engagement wurde von Frau Rappold übernommen, die als Sprecherin dieser AG einen Tag vor dem Schloss am Sonntag, den 13. September 2015 plante. In einem Zelt sollen durch eine Ausstellung die Geschichte und die Erfolge des Behindertenbeirates dargestellt werden. Darüber hinaus sollen sensitiv erfahrbare Aktivitäten wie zum Beispiel „Fahren im Rollstuhl“ und „Tragen einer Blindenbrille“ für die Bevölkerung angeboten werden. ARBEITSGRUPPE LEIGO Herr Breidohr ist der Sprecher dieser AG, dessen Ziel die Überarbeitung des Leitfadens und der Geschäftsordnung ist. Ein Punkt ist dabei die Anzahl der Vertreterinnen und Vertreter für Menschen mit einer geistigen Behinderung. 21 | JAHRESBERICHT 2014 TEIL 4 – ZUSAMMENSETZUNG DES BEIRATES FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN DER STADT KARLSRUHE STIMMBERECHTIGTE MITGLIEDER GRUPPE DER KÖRPERBEHINDERTEN MENSCHEN NAME, VORNAME VEREIN/SELBSTHILFEGRUPPE/ ORGANISATION ODER EINZELBEWERBERIN/EINZELBEWER- BER FOTO Wicht, Helga Conterganverband Karlsruhe e. V. Sophienstraße 123 76135 Karlsruhe Kundrus, Margit Einzelbewerberin Rappold, Heidi R. Einzelbewerberin Heupel-Streit, Gudrun Aktionsbündnis von Frauen mit und ohne Han- dicaps 22 | JAHRESBERICHT 2014 GRUPPE DER AUFGRUND CHRONISCHER KRANKHEIT BEHINDERTEN MENSCHEN NAME, VORNAME VEREIN/SELBSTHILFEGRUPPE/ ORGANISATION ODER EINZELBEWERBERIN/EINZELBEWER- BER FOTO Baeske, Andreas Einzelbewerber Schmitt, Roland Amsel Kontaktgruppe Karlsruhe GRUPPE DER SEHBEHINDERTEN MENSCHEN NAME, VORNAME VEREIN/SELBSTHILFEGRUPPE/ ORGANISATION ODER EINZELBEWERBERIN/EINZELBEWER- BER FOTO Wagner, Dr. Elke VFS Verein zur Förderung Sehbehinderter e. V. Weinweg 1 76131 Karlsruhe GRUPPE DER BLINDEN MENSCHEN NAME, VORNAME VEREIN/SELBSTHILFEGRUPPE/ ORGANISATION ODER EINZELBEWERBERIN/EINZELBEWER- BER FOTO von Malottki, Beate Badischer Blinden- und Sehbehindertenverein v. m. K. Bezirksgruppe Karlsruhe Frauenalber Str. 12 a 76359 Marxzell 23 | JAHRESBERICHT 2014 GRUPPE DER SCHWERHÖRIGEN MENSCHEN NAME, VORNAME VEREIN/SELBSTHILFEGRUPPE/ ORGANISATION ODER EINZELBEWERBERIN/EINZELBEWER- BER FOTO Weber, Manfred Verein der Schwerhörigen und Spätertaubten Karlsruhe e. V. Kaiserallee 4 76007 Karlsruhe GRUPPE DER GEISTIG- UND MEHRFACHBEHINDERTEN MENSCHEN NAME, VORNAME VEREIN/SELBSTHILFEGRUPPE/ ORGANISATION ODER EINZELBEWERBERIN/EINZELBEWER- BER FOTO Baron, Ursula Kandidatur als gesetzliche Vertre- terin der erwachsenen geistig behinderten Tochter Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e. V. Postfach 43 02 60 76217 Karlsruhe GRUPPE DER PSYCHISCH BEHINDERTEN MENSCHEN NAME, VORNAME VEREIN/SELBSTHILFEGRUPPE/ ORGANISATION ODER EINZELBEWERBERIN/EINZELBEWER- BER FOTO Stopp, Peter SHG Selbsthilfegruppe für psychisch Kranke 24 | JAHRESBERICHT 2014 GRUPPE DER KINDER UND JUGENDLICHEN MIT BEHINDERUNG NAME, VORNAME VEREIN/SELBSTHILFEGRUPPE/ ORGANISATION ODER EINZELBEWERBERIN/EINZELBEWER- BER FOTO Zelch, Rosemarie Kandidatur als Vertreterin der behinderten Tochter Eltern und Freunde für Inklusion e. V. Karlsruhe Goethestr. 24 d 76316 Malsch GRUPPE DER FRAUEN MIT BEHINDERUNG NAME, VORNAME VEREIN/SELBSTHILFEGRUPPE/ ORGANISATION ODER EINZELBEWERBERIN/EINZELBEWER- BER FOTO Strunck, Ute Frauen mit und ohne Handicaps Bärenweg 31 76149 Karlsruhe STELLVERTRETUNGEN GRUPPE DER KÖRPERBEHINDERTEN MENSCHEN Bräunsdorf, Hans-Jürgen Einzelbewerber 25 | JAHRESBERICHT 2014 GRUPPE DER AUFGRUND CHRONISCHER KRANKHEITEN BEHINDERTER MENSCHEN Viehbacher, Susanne Selbsthilfegruppe für Epileptiker Karlsruhe gem. e. V. Herold, Barbara Selbsthilfegruppe Stottern Karlsruhe GRUPPE DER SEHBEHINDERTEN MENSCHEN Ferring, Ines SHG Blickpunkt für Blinde, Sehbehinderte und deren Freunde in Karlsruhe GRUPPE DER SCHWERHÖRIGEN MENSCHEN Patz, Norman Verein der Schwerhörigen und Spätertaubte Karlsruhe e. V. GRUPPE DER GEISTIG- UND MEHRFACHBEHINDERTEN MENSCHEN Breidohr, Bernd Selbsthilfegruppe Down-Syndrom (DS) Karlsruhe e. V. GRUPPE DER MENSCHEN MIT EINER PSYCHISCHEN BEHINDERUNG Fischer, Ulrich Einzelbewerber kein Foto vorhanden 26 | JAHRESBERICHT 2014 GRUPPE DER KINDER UND JUGENDLICHE MIT BEHINDERUNG Reuner, Anne mit gesetzlicher Vertreterin Eltern und Freunde für Inklusion e. V. Karlsru- he Goethestr. 24 d 76316 Malsch GRUPPE DER FRAUEN MIT BEHINDERUNG Bröker, Andrea Autismus Karlsruhe e. V. 27 | JAHRESBERICHT 2014 TEIL 5 – PRESSESPIEGEL 28 | JAHRESBERICHT 2014 29 | JAHRESBERICHT 2014 30 | JAHRESBERICHT 2014 31 | JAHRESBERICHT 2014 32 | JAHRESBERICHT 2014 33 | JAHRESBERICHT 2014 34 | JAHRESBERICHT 2014 35 | JAHRESBERICHT 2014 36 | JAHRESBERICHT 2014 37 | JAHRESBERICHT 2014 38 | JAHRESBERICHT 2014 39 | JAHRESBERICHT 2014 40 | JAHRESBERICHT 2014 41 | JAHRESBERICHT 2014 IMPRESSUM Herausgegeben von Stadt Karlsruhe Sozial- und Jugendbehörde Beirat für Menschen mit Behinderungen Kaiserallee 4 76133 Karlsruhe Telefon 0721 133-5022 E-Mail: behindertenkoordination@sjb.karlsruhe.de Redaktion Vorstand des Beirats für Menschen mit Behinderungen und Behindertenkoordinatorin der Stadt Karlsruhe, Marion Schuchardt Layout Felix Vorreiter | Sozial- und Jugendbehörde Druck April 2015 Gedruckt in der Rathausdruckerei auf 100 Prozent Recyclingpapier.

  • Protokoll TOP 9
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 12. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 19. Mai 2015, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 11. Punkt 9 der Tagesordnung: Beirat für Menschen mit Behinderungen - Jahresbe- richt 2014 Vorlage: 2015/0237 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Sozialausschuss - den vorgelegten Be- richt des Beirates für Menschen mit Behinderungen für das Jahr 2014 zur Kenntnis und dankt den Mitgliedern für ihre engagierte Arbeit. Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 9 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Sozialausschuss. Bürgermeister Lenz: Wie jedes Jahr legt unser Beirat für Menschen mit Behinderun- gen Ihnen den Sachstandsbericht der geleisteten Arbeit des vergangenen Jahres vor. Wenn Sie den ersten Satz zur Kenntnis genommen haben, das Jahr 2014, ich zitiere: „war rückblickend für den Beirat für Menschen mit Behinderungen ein schwieriges Jahr." Wohl wahr, war es leider, ich sage es mal in Anführungszeichen, unverschuldet, der Vorsitzende, der neu gewählt werden musste. Es war aber auch ein Gremium, des- sen Mannschaft bzw. „Frauschaft“ als Pioniere damals in über zehn Jahren Tolles geleis- tet hat. Sie wissen, wir waren die erste Stadt in Baden-Württemberg, die diesen Beirat so eingeführt hat, der sich erst einschwingen muss, die Arbeit entsprechend neu sortie- ren muss. Deswegen Respekt von unserer Seite hier von der Bürgermeisterbank, mit Sicherheit dann nachher auch von Ihnen politischerseits. Sie haben gesehen, das neue Gremium lässt nicht nach. Es bleibt am Ball. Das Brett wird natürlich nicht dünner, das an dieser Stelle zu bohren ist. Deswegen freue ich mich auch, dass in üblicher Tradition vom Vorstand Frau Kundrus und Frau Zelch und unsere Behindertenkoordinatorin, Frau Schuchardt, heute hier auch anwesend sind. - 2 - Sie haben die Arbeitsgruppen gesehen, die arbeiten weiter, wie in der Vergangenheit auch. Deswegen bin ich optimistisch, dass das Jahr 2015 dann einen Bericht generieren wird, der dann in Zukunft wieder optimistischer beginnen wird. Stadträtin Wiedemann (CDU): Herr Bürgermeister Lenz hat es schon ausgeführt. Es war ein schwieriges Jahr für den Beirat für Menschen mit Behinderungen. Dennoch ha- ben sie sich nicht unterkriegen lassen. Wenn man den Bericht sorgfältig durchliest, sieht man, wie die Menschen mit Handicap sich in allen Dingen des Gemeinderates mit ein- bringen. In den Sozialausschuss, in den Jugendhilfeausschuss, in den Planungsausschuss haben sie Vertreter entsandt. Ihre umfängliche Arbeit mit barrierefreier Datenbank, leichter Sprache, Inklusion und, und, und, haben sie auch erfolgreich angeregt, durch- geführt und auch teilweise umsetzen können. Was natürlich etwas schwierig für sie war, Frau Ritzmann nach 10 Jahren zu ersetzen. Es muss hier ein ganz neuer Anfang gemacht werden, eine neue Umstrukturierung. Da wünschen wir dem Beirat für Men- schen mit Handicap viel Erfolg, viel Kraft bei der Umsetzung. Wir unterstützen sie gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten und haben ein offenes Ohr für ihre Wünsche und ihre Anregungen. Was mir sehr unangenehm aufgefallen war, das haben wir auch im Sozialausschuss kurz besprochen, dass Dinge, von denen man eigentlich gedacht hat, sie seien schon lange umgesetzt, immer noch in der Schwebe sind, z. B. das Blindenleitsystem am Hauptbahnhof oder am Europaplatz, wo hier anscheinend doch eine schwere Einsicht zu finden ist. Wer weiß, wer dafür zuständig ist. Das ist das Problem. Es sind manchmal viel zu viele Stellen dafür zuständig. Auch die Behindertentoiletten, die noch nicht alle umgesetzt sind, möchte ich hier erwähnen. Ich habe manchmal doch großen Respekt für diesen Beirat, dass sie das so geduldig ertragen und sagen, wir müssen noch weiter bohren, und wir müssen noch weiter dran arbeiten, dass wir es umsetzen können. Ich kann Ihnen nur sagen, weiter so. Sie sind auf dem richtigen Weg. Setzen Sie Schwerpunkte. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Wahl Ihres neuen Vorstandes, Ihres neuen Vorsitzenden, und bedanke mich außerordentlich bei Frau Zelch, bei Frau Kundrus und Frau Schuchardt für diesen doch tollen Jahresbericht. Stadtrat Dr. Fechler (SPD): Im Namen der SPD-Fraktion möchte ich den Mitgliedern des Beirats als auch Frau Schuchardt unseren Dank aussprechen für die engagierte und in vielen Fällen, wie Bürgermeister Lenz sagte, nicht einfache Arbeit. Der Jahresbericht 2014 zeigt, dass einiges auf den Weg gebracht werden konnte. Exemplarisch möchte ich hier die Einführung „leichte Sprache“ nennen oder die Fertigstellung des Stadtplans. Auf der anderen Seite sind noch einige Handlungsfelder offen. Kollegin Wiedemann hat einiges hier angesprochen, insbesondere im Bereich Barrierefreiheit und auch bei der hinreichenden Gestaltung von Wohnraum. Letztendlich ist hier weiteres Engagement erforderlich. Da vertraue ich auf die Mitglieder des Beirates, die hier wirklich eine tolle Arbeit leisten, vor der wir allerhöchsten Respekt haben, auch im Hinblick auf eine um- fängliche Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Wie wichtig die Arbeit des Beirates ist, zeigt letztendlich die aktuelle Diskussion um die Ausgestaltung des Amtes einer/eines kommunalen Behindertenbeauftragten in Umsetzung des Landesbehinder- tengleichstellungsgesetzes. - 3 - Aus unserer Sicht ist es so, dass wir als SPD-Fraktion die Arbeit des Beirates für Men- schen mit Behinderungen weiterhin konstruktiv, in manchen Punkten aber auch kritisch, begleiten möchten im Sinne eines partnerschaftlichen Miteinanders. Ich wünsche dem Beirat für die weitere Gestaltung im Sinne der Menschen mit Behinderungen in unserer Stadt alles Gute und viel Erfolg. Stadtrat Geiger (GRÜNE): Der vorliegende Jahresbericht des Beirats für Menschen mit Behinderungen ist eine eindrucksvolle Dokumentation der Tätigkeit des Beirates, der sich, obwohl die große Herausforderung, wie Bürgermeister Lenz sie beschrieben hat, im Jahreswechsel 2013/14 da war, intensiv mit mannigfaltigen Themen beschäftigt hat. Diese Themen alle in ihrer Breite darzustellen, würde jeglichen Rahmen dieser Sitzung sprengen. Deswegen beschränke ich mich auf das große Thema der Barrierefreiheit in all ihren Facetten, denn dort zeigte uns der Bericht auf, dass zwar viele Absprachen schon getroffen wurden, aber der Beirat für Menschen mit Behinderungen dann doch immer wieder geduldig sein muss, wenn es um die Fortsetzung bereits begonnener Dia- logprozesse geht. Exemplarisch sei hier genannt die Neugestaltung der Kaiserstraße, wo im Gespräch mit Bürgermeister Obert festgestellt wurde, dass jetzt der richtige Zeit- punkt sei, um auch das Blindenleitsystem zu konzipieren, aber in der Absprache mit den entsprechenden beteiligten Architekturbüros dort jetzt eine gewisse Hängepartie einge- treten ist. Gleiches gilt auch für das Blindenleitsystem am Hauptbahnhof, wo wir schon sehr lange dran sind, aber das noch immer seiner Umsetzung harrt. Das gilt auch für den Europaplatz, wo ich doch negativ erstaunt war, dass ein Schreiben des Beirats, das offensichtlich schon fast ein Jahr alt ist, immer noch unbeantwortet geblieben ist hin- sichtlich des dortigen Blindenleitsystems. Es sind noch andere Themen benannt worden. Frau Wiedemann hat auch schon die barrierefreien Toiletten im öffentlichen Raum angesprochen, die auch uns sehr wichtig sind, da ich nicht nachvollziehen kann, wenn eine solche Zusage gegeben wurde, über 20 Toiletten zu schaffen, dass das nur so langsam vorangeht. Wenn man mit einem, der eine Körperbehinderung hat, in der Stadt unterwegs war und es das dann halt drängt, dann hilft die Absichtserklärung nicht viel, sondern man muss einfach Tatsachen da ha- ben. Deswegen ist es etwas unbefriedigend, wie das bisher umgesetzt wurde. Es gibt noch andere Themenbereiche wie die Beförderung und den Datenschutz. Da haben wir vor kurzem ein Schreiben des Bürgermeisters erhalten. Insofern können wir dem Beirat nur zurufen, bleiben Sie bitte am Ball, verlieren Sie nicht die Geduld. Wir werden Sie unterstützen, sofern wir Kenntnis davon haben, dass dann auch Vollzug möglichst schnell gemeldet werden kann. Ich habe mich gefreut, dass aus der Doku- mentation des Berichtes hervorgeht, wie mannigfaltig das Zusammenwirken zwischen Gemeinderat und dem Beirat für Menschen mit Behinderungen ist. Ingesamt vier An- träge aus der Mitte dieses Gemeinderates, drei von uns, einer von der ehemaligen KAL- Fraktion, finden dort ihre Erwähnung und haben Eingang gefunden in die Arbeit des Beirates. Dafür möchten wir auf jeden Fall danken. Zum Abschluss möchte ich noch einmal darauf hinweisen: Der Beirat ist für uns ein ganz wichtiger Ideengeber und unverzichtbarer Partner für eine Vielfalt von Themen und zeigt uns ganz klar, Menschen mit Behinderungen kommen aus der Mitte der Ge- - 4 - sellschaft und gehören in die Mitte der Gesellschaft. Deshalb machen Sie weiter in der Art und Weise, wie Sie das bisher getan haben. Stadtrat Lancier (KULT): Ich werde mich kurz fassen. Ich bin erst seit einem dreiviertel Jahr Mitglied in dem Beirat, nicht Mitglied im Sinne der Mitbestimmung, sondern eben nur begleitend als Stadtrat. Lob für die vergangenen Jahre und gute Wünsche wurden schon reichlich gespendet. Dem schließen wir uns an. Die engagierte Tätigkeit beein- druckt. Ich habe schon einige Sitzungen mitgemacht. Es geht immer sehr lebhaft zu. Letzten Endes ist das Ganze ja auch sehr erfolgreich, wie sich aus dem Jahresbericht lesen lässt. Die ganze Tätigkeit findet meine persönliche Unterstützung, aber auch na- türlich die von der KULT-Fraktion, insbesondere auch in der Tradition der KAL Die Partei und Piraten sind auch für Inklusion und für die Einbeziehung der Menschen mit Behin- derungen in unserer Gesellschaft. Sie sind Teil der Gesellschaft und als solche auch gleichwertig. In der Tradition werden wir auch die Arbeit des Beirats weiter begleiten und unterstützen. Alles Gute. Stadtrat Kalmbach (GfK): Ich habe das Privileg, für die FDP mitsprechen zu dürfen. Also bitte nehmen Sie das zur Kenntnis. Was ist das Besondere an diesem Beirat? Es geht nicht um eine Hilfe, die sozusagen von oben her organisiert wird, sondern es kommt aus der Mitte der Betroffenen heraus. Das macht es genau so wertvoll. Es ist aber auch genau die Schwierigkeit, die der Beirat erlebt. Es ist so, sie stellen einen An- trag, und es geht nicht so einfach durch. Ich habe im Beirat gesagt, sie müssen genau so lernen wie wir als Stadträte, dass es mit der Verwaltung nicht immer so schnell geht, wie wir uns das wünschen. Deswegen an dieser Stelle der Zuruf an den Beirat, Geduld, Geduld. Das müssen wir alle lernen. Der gute Wille ist von allen Seiten da. Wir müssen verstehen, dass wir als Gemeinderat als Partner an der Seite des Beirats stehen müssen, um zusammen die Dinge zu entwickeln und nach vorne zu bringen. Gleichzeitig ist die Herausforderung für so einen Beirat die Komplexität der Themen. Wir haben schon gehört, auf der einen Seite müssen bauliche Dinge getätigt werden, auf der anderen Seite müssen sie sich einarbeiten in digitale Welten, in leichter Sprache, in alle möglichen Bereiche. Es ist ein ungeheures Feld für so einen kleinen Beirat, eine ungeheure Leistung, die da erbracht wird. Von unserer Seite herzlichen Dank, geben Sie nicht auf, bleiben Sie dran. Wir zusammen sind ein gutes Team. Der Vorsitzende: Ich denke, Frau Zelch, Frau Kundrus und auch Frau Schuchardt von der städtischen Seite haben das alles sehr wohlwollend gehört und fühlen sich jetzt hef- tig motiviert, so weiter zu machen, aber auch wieder ganz viel Geduld mitzubringen. Ich möchte mich an der Stelle auch noch mal im Namen der gesamten Verwaltung herzlich bedanken. Sie sind uns ein wichtiges begleitendes, beratendes und mit gestal- tendes Gremium. Es stehen in den nächsten Jahren neben dem, dass Sie sich in alle Pro- jekte einbringen, die wir sowieso miteinander besprechen müssen, auch noch sicherlich einige grundsätzliche inklusionspolitische Überlegungen an, die wir natürlich mit Ihnen wieder sehr intensiv vorbereiten. Von daher gibt es genug zu tun. Wir wünschen Ihnen genügend interessierte und engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Wenn man mit Ihnen sehr viel persönlich zu tun hat merkt man ja, wie anstrengend das oft ist, sich als Partner, als Partnerin, der Verwaltung und des Gemeinderates hier so einzubringen. - 5 - Deswegen abschließend noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön für die viele Zeit, das hohe Engagement und die Kompetenz, die Sie mitbringen. Über den Beschluss müssen wir jetzt nicht abstimmen. Sie haben das alle schon in Ihren Beiträgen so zum Ausdruck gebracht. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 5. Juni 2015