Entwicklung des Hofguts Maxau zum Biohof und Lernort
| Vorlage: | 2015/0103 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 06.02.2015 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Knielingen |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 24.03.2015
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Renate Rastätter (GRÜNE) Stadträtin Zoe Mayer (GRÜNE) Stadtrat Johannes Honné (GRÜNE) vom 3. Februar 2015 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 10. Plenarsitzung Gemeinderat 24.03.2015 2015/0103 27 öffentlich Entwicklung des Hofguts Maxau zum Biohof und Lernort 1. Wie viele Hektar städtischer Fläche werden durch die beiden neuen Pächter des Hofguts Maxau bewirtschaftet, und welcher Anteil davon liegt im Umfeld des Hofguts bzw. in der Burgau? 2. Ist für alle durch die beiden Pächter bewirtschafteten städtischen Flächen bereits mit der Umstellung auf biologische Wirtschaftsweise begonnen worden? Wenn nein, auf welchen Flächen wurde noch nicht umgestellt - und aus welchem Grund? 3. Bis wann wird die Umstellung auf biologische Bewirtschaftung abgeschlossen sein, so dass eine Anerkennung als zertifizierter Bio-Betrieb möglich ist? 4. Wie kooperieren die neuen Pächter mit den Naturschutzbehörden und mit dem ehrenamtlichen Naturschutz? Erfolgt die Bewirtschaftung gemäß den Bestimmungen des Naturschutzrechtes, und konnten Konflikte mit dem Natur- und Artenschutz bei der Bewirtschaftung bisher vermieden werden? 5. Wurde von den Pächtern bereits ein Konzept für die landwirtschafts- pädagogischen Angebote erarbeitet, die im Rahmen des Projektes Landschaftspark Rhein vorgesehen sind? Wenn ja, was sind die Inhalte dieses Konzeptes? Wenn nein, wann wird dieses Konzept vorliegen? 6. Ist bei der Erarbeitung des pädagogischen Konzeptes eine Kooperation mit dem städtischen Umweltamt erfolgt, wie dies bei Abschluss des Pachtvertrags zugesagt worden war? Falls nicht, wann wird dies nachgeholt? Seite 2 __________________________________________________________________________________________ 7. Wird pädagogisch ausgebildetes Personal in die Konzeption und Umsetzung des landwirtschaftspädagogischen Angebotes einbezogen? 8. Ab wann wird es pädagogische Angebote auf dem Hofgut geben, an welche Zielgruppen werden diese sich richten, und in welchem Umfang sind Angebote eingeplant? Das Hofgut Maxau hat als letztes in städtischem Besitz verbliebenes Hofgut und als Teil des Projektes „Landschaftspark Rhein“ eine herausragende Bedeutung für die Stadt. Im Konzept zum Landschaftspark Rhein waren für das Hofgut neben dem Generationenspielplatz und dem gastronomischen Angebot auch ein Hofladen sowie Schauflächen und pädagogische Angebote vorgesehen. Außerdem war von Anfang an geplant, dass die Bewirtschaftung des Hofguts nach anerkannten Richtlinien des biologischen Landbaus und im Einklang mit den spezifischen Belangen des Natur- und Artenschutzes erfolgt. In der Vergangenheit kam es mit dem früheren Pächter mehrfach zu Konflikten aufgrund konträrer Belange des Naturschutzes und der Landwirtschaft. Auch wurden die vorgesehenen pädagogischen Angebote, Schauflächen und extensiven Beweidungsflächen bisher noch nicht umgesetzt. Der GRÜNEN Fraktion ist es wichtig, dass neben der Sicherstellung einer attraktiven Gastronomie und der Fertigstellung noch ausstehender Renovierungsarbeiten am Hofgut möglichst schnell auch die dem Hofgut zugedachte Rolle als ökologisch bewirtschafteter Vorzeigebetrieb und als Lernort umgesetzt wird. unterzeichnet von: Bettina Lisbach Renate Rastätter Zoe Mayer Johannes Honné Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 13. März 2015 Sachverhalt/Begründung:
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STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Renate Rastätter (GRÜNE) Stadträtin Zoe Mayer (GRÜNE) Stadtrat Johannes Honné (GRÜNE) vom: 03.02.2015 eingegangen: 03.02.2015 Gremium: 10. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 24.03.2015 2015/0103 27 öffentlich Dez. 4 Entwicklung des Hofguts Maxau zum Biohof und Lernort 1. Wie viele Hektar städt. Fläche werden durch die beiden neuen Pächter des Hof- guts Maxau bewirtschaftet und welcher Anteil davon liegt im Umfeld des Hofguts bzw. in der Burgau? Die neuen Pächter des Hofguts Maxau bewirtschaften insgesamt 137 ha städtische Flä- che. Davon entfallen ca. 23 ha auf Hofstelle und direkte Umgebung. Die weiteren Flä- chen in direktem Umfeld südlich der B 10 befinden sich in den Gewannen Burgau und Kirchau mit ca. 48 ha. Die restlichen städtischen Flächen sind in Knielingen verteilt, hauptsächlich im Bereich nördlich der B10 mit ca. 66 ha. 2. Ist für alle durch die beiden Pächter bewirtschafteten städtischen Flächen bereits mit der Umstellung auf biologische Wirtschaftsweise begonnen worden? Wenn nein, auf welchen Flächen wurde noch nicht umgestellt -und aus welchem Grund? Der Zeitraum bis zur Umstellung wurde auf 5-6 Jahre festgelegt. Abhängig ist dies vom Wirtschaftsbetrieb und der Zertifizierungsstelle. Der Betrieb soll als Ganzes umgewan- delt werden, eine Teilumstellung wäre nur mit immensem Aufwand möglich. Derzeit wird die neue Fruchtfolge mit Zwischenfruchtanbau und Untersaat - als Entwick- lungsschritt - etabliert. 3. Bis wann wird die Umstellung auf biologische Bewirtschaftung abgeschlossen sein, so dass eine Anerkennung als zertifizierter Bio-Betrieb möglich ist? Es muss mit einer Etablierungsphase von 5 bis 6 Jahren gerechnet werden. Die städti- schen Flächen werden bereits die komplette Vegetationsperiode 2014 von den Hofpächtern bestellt und geerntet, so dass mit einer Zertifizierung nach EU- Ökoverordnung im Jahr 2020 gerechnet werden kann. Seite 2 4. Wie kooperieren die neuen Pächter mit den Naturschutzbehörden und mit dem ehrenamtlichen Naturschutz? Erfolgt die Bewirtschaftung gemäß den Bestimmungen des Naturschutzrechtes und konnten Konflikte mit dem Natur- und Artenschutz bei der Bewirtschaftung bisher vermieden werden? Seit ein direkter Kontakt zwischen Pächtern und Naturschutzverwaltung besteht, funkti- oniert die Abstimmung gut. Die Pächter sind grundsätzlich sehr aufgeschlossen gegen- über den Anforderungen. Mit der Anlegung von Ackerrandstreifen, Lerchenfenstern, Waldrandstreifen sowie von Stilllegungs- und Brachflächen wurde bereits begonnen. Nach Aussagen der Berater des Biolandverbandes sind mit der bereits vorgenommenen Umsetzung die gesetzlichen Anforderungen von 5 % der bewirtschafteten Flächen mehr als erfüllt. 5. Wurde von den Pächtern bereits ein Konzept für die landwirtschaftspädagogi- schen Angebote erarbeitet, die im Rahmen des Projektes Landschaftspark Rhein vorgesehen sind? Wenn ja, was sind die Inhalte dieses Konzeptes? Wenn nein, wann wird dieses Konzept vorliegen? Das Konzept für die landwirtschaftspädagogischen Angebote wurde bereits mit den Bewerbungsunterlagen und in der 31. Sitzung des Hauptausschusses am 10. Septem- ber 2013 von den Hofpächtern vorgestellt (Gläserne Produktion und Informationsange- bote, Einbindung der Bevölkerung durch Seminare etc.). Die im Exposé für das Hofgut Maxau erwähnten Maßnahmen und im Rahmen des Landschaftspark Rhein vorgese- henen Projekte sind darin berücksichtigt. 6. Ist bei der Erarbeitung des pädagogischen Konzeptes eine Kooperation mit dem städtischen Umweltamt erfolgt, wie dies bei Abschluss des Pachtvertrages zuge- sagt worden war? Falls nicht, wann wir dies nachgeholt? Die Umsetzung des pädagogischen Konzeptes soll in enger Zusammenarbeit mit dem Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe, den Naturschutzverbänden, dem För- derverein Knielinger Museum e.V., dem Landwirtschaftsamt (Zertifikat Lernort Bauern- hof soll erworben werden) und der Jagdgemeinschaft erfolgen. Der Projektfortschritt entwickelt sich in Regie der Pächter im Rahmen der Betriebsetablierung. Seite 3 7. Wird pädagogisch ausgebildetes Personal in die Konzeption und Umsetzung des landwirtschaftspädagogischen Angebotes einbezogen? Die Entscheidung über die Einbindung von pädagogisch ausgebildetem Personal ob- liegt den Hofpächtern. 8. Ab wann wird es pädagogische Angebote auf dem Hofgut geben, an welche Ziel- gruppen werden diese sich richten und in welchem Umfang sind Angebote ge- plant? Pädagogische Angebote wird es nach der Etablierungsphase der Landwirtschaft geben. Als Zielgruppen sind sowohl alle interessierten Bürger und Eltern mit Kindern als auch insbesondere Kindergartengruppen, Schulen und Jugendliche vorgesehen. Themen- schwerpunkte liegen in der Tierhaltung auch aus historischer Sicht, Sichtgarten, Sicht- feld und Lehrgarten sowie Führungen, Historische Landtechnik mit Teilbereich Museum und die Möglichkeit, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr zu absolvieren.
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 10. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 24. März 2015, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 29. Punkt 27 der Tagesordnung: Entwicklung des Hofguts Maxau zum Biohof und Lernort Anfrage der Stadträtinnen Bettina Lisbach, Renate Rastätter und Zoe Mayer sowie des Stadtrats Johannes Honné (GRÜNE) vom 3. Februar 2015 Vorlage: 2015/0103 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 27 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 24. April 2015