Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe - Ergebnisse des Zensus 2011

Vorlage: 2015/0078
Art: Beschlussvorlage
Datum: 27.01.2015
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Amt für Stadtentwicklung
Erwähnte Stadtteile: Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Grünwinkel, Hagsfeld, Hohenwettersbach, Innenstadt-Ost, Innenstadt-West, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Nordweststadt, Oberreut, Oststadt, Palmbach, Rintheim, Rüppurr, Stupferich, Südstadt, Südweststadt, Waldstadt, Weiherfeld-Dammerstock, Weststadt, Wolfartsweier

Beratungen

  • Hauptausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 24.02.2015

    TOP: 2

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Anlage Zensus 2011
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung Ergebnisse des Zensus 2011 GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARLSRUHE 2 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 IMPRESSUM Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung Zähringerstraße 61 76133 Karlsruhe Leiterin: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig Bereich: Statistikstelle Andrea Rosemeier Bearbeitung: Juliane Schaber Telefon: 0721 133-1230 Fax: 0721 133-1239 E-Mail: statistik@afsta.karlsruhe.de Internet: www.karlsruhe.de/statistik Bildnachweise: Martin Noth Juliane Schaber Stand: Dezember 2014 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 3 www.karlsruhe.de INHALT Seite 1. ALLGEMEINES 4 1.1 Einführung Zensus 2011 4 1.2 Methodische Hinweise zur Durchführung der Gebäude- und Wohnungszählung 4 2. GEBÄUDE IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 6 2.1 Struktur des Gebäudebestands und dessen Entwicklung seit 1987 7 2.2 Gebäudegrößenstruktur 16 2.3 Altersstruktur der Gebäude 24 2.4 Eigentumsverhältnisse des Gebäudes 30 2.5 Art der Heizung im Gebäude 37 3. WOHNUNGEN IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 45 3.1 Struktur des Wohnungsbestands und dessen Entwicklung seit 1987 45 3.2 Wohnungen nach dem Baualter des Gebäudes 51 3.3 Wohnungsgröße 56 3.4 Art der Wohnungsnutzung: Im Eigentum oder zur Miete? 65 3.4.1 Verteilung der Wohnungen in Miete oder vom Eigentümer bewohnt im Stadtgebiet 66 3.4.2 Wohnungsleerstand in Karlsruhe 70 3.5 Eigentumsverhältnisse der Wohnung 72 3.6 Heizungsart in der Wohnung 73 3.7 Ausstattung der Wohnung mit Sanitäreinrichtungen 80 4. HAUSHALTE UND HAUSHALTSZUSAMMENHÄNGE 83 5. ANHANG 94 5.1 Tabellenverzeichnis 94 5.2 Abbildungsverzeichnis 95 5.3 Fotoverzeichnis 96 5.4 Abkürzungen und Symbole 97 5.5 Glossar 97 5.6 Fragebogen der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 104 4 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 1. ALLGEMEINES 1.1 EINFÜHRUNG ZENSUS 2011 Der Zensus 2011 ist eine Bevölkerungs-, Gebäude- und Wohnungszählung. Eine traditionelle Volkszählung inklusive einer Gebäude- und Wohnungszählung wurde in den alten Bundesländern zum letzten Mal im Jahr 1987, in den neuen Bundesländern bereits im Jahr 1981 durchgeführt. Eine Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) fand nach der Wiedervereinigung nur in den neuen Bundesländern im Jahr 1995 statt. Somit ist die Zahlenbasis für die Fortschreibung der Einwohnerzahlen und des Gebäude- und Wohnungsbestands mehr als 20 Jahre alt. Bei der Fortschreibung ergeben sich über die Jahre hinweg immer größere Ungenauigkeiten. Deutschland durchlief in den vergangenen Jahren tiefgreifende Veränderungen. Viele Menschen zogen beispielsweise seit der Wiedervereinigung aus den östlichen Bundesländern in den Westen oder umgekehrt, die Wirtschaft erlebte einen Aufschwung, der Zuwanderer anzog und weitere Umzüge hervorrief. Daher war eine Neujustierung der Zahlenbasis dringend notwendig. Ziel des Zensus 2011 war zum einen die Ermittlung der aktuellen neuen amtlichen Einwohnerzahlen. Zum anderen wurden wichtige Strukturinformationen erhoben, welche einen Überblick über die Lebens-, Arbeits- und Wohnsituation der Menschen ermöglichen. In der vorliegenden Veröffentlichung wird der Fokus auf die Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungszählung gelegt, durch die einerseits neue Kennzahlen zum Bestand an Gebäuden und Wohnungen bereitgestellt werden, andererseits auch qualitative Aussagen über den Wohngebäude- und Wohnungsbestand und dessen Entwicklung im Verlauf der letzten zwei Jahrzehnte gemacht werden können. 1.2 METHODISCHE HINWEISE ZUR DURCHFÜHRUNG DER GEBÄUDE- UND WOHNUNGSZÄHLUNG Die Gebäude- und Wohnungszählung im Rahmen des Zensus 2011 wurde in Deutschland als Vollerhebung bei allen Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Verwalterinnen und Verwaltern von Wohnungen und Gebäuden durchgeführt, da für die Gebäude- und Wohnungsmerkmale keine Angaben in bereits vorhandenen Registern existierten, die für statistische Zwecke hätten herangezogen werden können. Nach dem Bundesstatistikgesetz herrschte für die Erhebung Auskunftspfl icht. Für die Gebäude- und Wohnungszählung, die als postalische Direktbefragung durchgeführt wurde, verschickte das Statistische Landesamt Baden-Württemberg die Erhebungsunterlagen direkt an die auskunftspfl ichtigen Eigentümer/-innen sowie Verwalter/-innen der Gebäude und Wohnungen im Land. Die Übermittlung der Angaben erfolgte per Papierfragebogen oder online direkt an das zuständige Statistische Landesamt. Neben der Papiervariante war die Nutzung eines Online-Fragebogens für die Auskunftserteilung möglich. In Fällen, in denen keine Angaben für einzelne Gebäude oder Wohnungen rückgemeldet wurden, erfolgte eine Nacherhebung der benötigten Angaben im Rahmen einer Begehung vor Ort durch vom Statistischen Landesamt beauftragte Erhebungsbeauftragte. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 5 www.karlsruhe.de Folgende Merkmale wurden durch die Europäische Union in der für die Durchführung des Zensus 2011 relevante Verordnung (EG) Nr. 763/2008 vom 9. Juli 2008 für die Gebäude- und Wohnungszählung vorgeschrieben:  Unterbringungsformen  Art der Unterkunft  Lage der Unterkunft  Eigentumsverhältnisse  Zahl der Bewohner/Wohnungsdichte  Nutzfl äche und/oder Zahl der Räume der Wohneinheiten  Toilette  Bad  Heizungstyp  Wohnungen nach Gebäudetyp  Wohnungen nach Baujahr Zusätzlich wurden in Deutschland folgende Angaben erhoben:  Angaben zu Wohnungsnutzern (maximal zwei volljährige Personen) Die Ergebnisse zur Gebäude- und Wohnungszählung betrachten ausschließlich Gebäude mit Wohnraum. Bewohnte Unterkünfte bleiben für die Ergebnistabellen unberücksichtigt. Gebäude mit Wohnraum und bewohnte Unterkünfte Anzahl Wohnungen: 35 Anzahl Gebäude: 26 Anzahl Wohnungen: 152.219 Anzahl Gebäude: 40.022 Anzahl Wohnungen: 143.629 Anzahl Gebäude: 100 Anzahl Wohnungen: 3.591 Wohngebäude Anzahl Wohnungen: 147.220 Wohngebäude (ohne Wohnheime) Anzahl Gebäude: 1.658 Sonstige Gebäude mit Wohnraum Wohnheime Anzahl Gebäude: 40.122 Anzahl Wohnungen: 4.999 Anzahl Wohnungen: 152.254 Anzahl Gebäude: 41.806 Gebäude mit WohnraumBewohnte Unterkünfte Anzahl Gebäude: 41.780 ABBILDUNG 1: SYSTEMATIK DER GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 6 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 2. GEBÄUDE IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 In Karlsruhe wurden am Zensus-Stichtag 9. Mai 2011 insgesamt 41.806 Gebäude mit Wohnraum (einschließlich bewohnter Unterkünfte wie zum Beispiel Gartenlauben oder andere behelfsmäßige Bauten) gezählt. Diese teilen sich auf in 41.780 Gebäude mit Wohnraum und 26 bewohnte Unterkünfte (siehe Abbildung 1). Die Zahl der Gebäude mit Wohnraum nahm seit 1987 um 7.201 Gebäude oder 20,8 % zu, wohingegen sich die bewohnbaren Unterkünfte um 21,2 % oder 7 verringerten. Die Gebäude mit Wohnraum werden untergegliedert in Wohngebäude, bei denen mindestens die Hälfte der Gesamtnutzfl äche zu Wohnzwecken genutzt wird, und sonstige Gebäude mit Wohnraum, in denen weniger als die Hälfte der Gesamtnutzfl äche für Wohnzwecke genutzt wird, zum Beispiel weil sich im Gebäude überwiegend Ladengeschäfte oder Büros befi nden. Genau 96 % der Gebäude mit Wohnraum entfallen auf Wohngebäude (40.122), die übrigen 1.658 oder 4 % sind sonstige Gebäude mit Wohnraum. Die Zahl der Wohngebäude erhöhte sich seit der letzten Gebäude- und Wohnungszählung im Jahr 1987 um knapp 6.500 Gebäude oder 19,3 % (siehe Tabelle 1). AnzahlProzent Gebäude mit Wohnraum und bewohnte Unterkünfte29.07234.61241.8067.19420,8 Gebäude mit Wohnraum28.84734.57941.7807.20120,8 Wohngebäude 1) 27.70833.64440.1226.47819,3 Wohngebäude (ohne Wohnheime) 27.70233.56040.0226.46219,3 Wohnheime 2) .801002025,0 sonstige Gebäude mit Wohnraum1.1399351.65872377,3 bewohnte Unterkünfte2253326-7-21,2 1) 1968: Wohngebäude ohne Wochenend- und Ferienhäuser, 1987: ohne Wohnheime, ohne Wohngebäude mit nur 1 oder 2 Ferienwohneinheiten . 2) Wohnheime wurden 1968 bei den sonstigen Gebäuden einbezogen. Veränderung 2011 gegenüber 1987 196819872011Gebäudeart TABELLE 1: GEBÄUDE MIT WOHNRAUM UND BEWOHNTE UNTERKÜNFTE IN KARLSRUHE 1968, 1987 UND 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 7 www.karlsruhe.de Bei den Wohngebäuden wird unterschieden zwischen reinen Wohngebäuden (ohne Wohnheime) und Wohnheimen. Letztere sind Wohngebäude, die primär den Wohnbedürfnissen bestimmter Bevölkerungskreise (zum Beispiel Studenten) dienen und in der Regel Gemeinschaftsräume aufweisen. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Wohnheimen sind in der Lage, einen eigenen Haushalt zu führen. Seit 1987 ist die Zahl der reinen Wohngebäude um 6.462 oder 19,3 % gestiegen, bei den Wohnheimen kamen im selben Zeitraum 20 Gebäude oder 25 % hinzu. 2.1 STRUKTUR DES GEBÄUDEBESTANDS UND DESSEN ENTWICKLUNG SEIT 1987 Die nachfolgenden Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf Gebäude mit Wohnraum; bewohnte Unterkünfte bleiben für die Auswertungen und Ergebnistabellen unberücksichtigt. Der Bestand an Gebäuden in Karlsruhe stieg in den vergangenen Jahren stetig und brachte seit 1987 in einigen Stadtteilen erhebliche Veränderungen mit sich (siehe Tabelle 2 und Abbildung 2). Eine enorme Bautätigkeit zeigte sich vor allem in Stadt- randlagen, im Innenstadtbereich wurden hauptsächlich in der Südstadt neue Gebäude errichtet. In Oberreut hat sich innerhalb des knappen Vierteljahrhunderts seit der letzten Gebäude- und Wohnungszählung der Bestand von 237 auf 830 Gebäude mehr als verdreifacht (+ 250,2 %). In Hohenwettersbach wurde mit 435 neuen Häusern der Bestand auf 871 nahezu verdoppelt (+ 99,8 %). In Neureut ist nicht so sehr der prozentuale Zuwachs an Gebäuden bemerkenswert, jedoch der absolute Wert. Hier wurden in den vergangenen 24 Jahren mehr als 1.000 neue Gebäude mit Wohnraum errichtet. 19872011AnzahlProzent 01 Innenstadt-Ost40240420,5 02 Innenstadt-West846871253,0 03 Südstadt9901.20421421,6 04 Südweststadt1.2871.364776,0 05 Weststadt 1) 1.4831.6081256,0 06 Nordweststadt1.7251.8451207,0 07 Oststadt1.1631.254917,8 08 Mühlburg1.3441.416725,4 09 Daxlanden1.7232.02229917,4 10 Knielingen1.6291.97734821,4 11 Grünwinkel2.0492.34229314,3 12 Oberreut237830593250,2 13 Beiertheim-Bulach8341.01518121,7 14 Weiherfeld-Dammerstock1.0661.093272,5 15 Rüppurr2.4952.7082138,5 16 Waldstadt1.7361.8391035,9 17 Rintheim7047928812,5 18 Hagsfeld8411.33149058,3 19 Durlach4.1254.79366816,2 20 Grötzingen1.6682.15648829,3 21 Stupferich62978615725,0 22 Hohenwettersbach43687143599,8 23 Wolfartsweier5676589116,0 24 Grünwettersbach9761.25327728,4 25 Palmbach32148816752,0 26 Neureut2.7353.7861.05138,4 27 Nordstadt 2) 5681.07450689,1 Stadt Karlsruhe 34.01141.7807.76922,8 1) 1987: ohne Hardtwaldsiedlung. 2) gegründet zum 1. Januar 1996, aus einem Stadtviertel der Weststadt (Hardtwaldsiedlung) und der Amerikanerkaserne gebildet. Stadtteil Gebäude mit Wohnraum insgesamtVeränderung 2011 gegenüber 1987 TABELLE 2: ENTWICKLUNG DES GEBÄUDEBESTANDES IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN SEIT 1987 8 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe (Ergebnisse des Zensus 2011) unter 5% Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden Veränderungsrate 5% bis unter 10% 10% bis unter 25% 25% bis unter 50% 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 Karlsruher Durchschnitt: +22,8% Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze 50% und mehr ABBILDUNG 2: ENTWICKLUNG DES GEBÄUDEBESTANDS IN KARLSRUHE SEIT 1987 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 9 www.karlsruhe.de 33,9 18,9 43,5 3,7 0 10 20 30 40 50 Freistehendes HausDoppelhaushälfteGereihtes HausAnderer Gebäudetyp Anteil in % ABBILDUNG 3: GEBÄUDETYPEN IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 10 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Die Neubaugebiete im Stadtgebiet weisen strukturelle Unterschiede auf: In der Südstadt wurde das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs überwiegend mit Mehrfamilienhäusern neu bebaut. Während in den Höhenstadtteilen und in Grötzingen eher Ein- und Zweifamilienhäuser neu errichtet wurden, entstanden in Oberreut und Hagsfeld meist Geschosswohnungen. In der Nordstadt, in Knielingen und Neureut wiederum entstand viel neuer Wohnraum durch die Bebauung von Konversionsfl ächen. Einen besonderen Fall stellt die Nordstadt dar, die erst zum 1. Januar 1990 aus einem bestehenden Teil der Weststadt (der Hardtwaldsiedlung) und einem Wohngebiet der US-Streitkräfte gegründet worden war und am 9. Mai 2011 mit 1.074 Gebäuden mit Wohnraum aufwarten konnte. Die auf dem ehemaligen amerikanischen Kasernengelände bereits bestehenden Gebäude waren im Rahmen der GWZ 1987 nicht erhoben worden. Da die Gründung der Nordstadt erst nach der letzten Gebäudezählung erfolgte, kann nur die 1987 bestimmte Zahl der Gebäude aus der Hardtwaldsiedlung eingerechnet werden. Durch Umnutzung und Umbau der bestehenden Gebäude auf dem Kasernengelände kommt es insgesamt zum heutigen Gebäudebestand in der Nordstadt. Typisch für eine Stadt ist eine große Zahl an gereihten Häusern. Insgesamt wurden im Rahmen der Gebäude- und Wohnungs- zählung 2011 in Karlsruhe 18.182 Gebäude dieser Bauform gezählt, was einem Anteil von 43,5 % an allen Gebäuden mit Wohnraum entspricht. Etwa jedes dritte Haus im Stadtgebiet (33,9 %) ist ein freistehendes Haus. Ein knappes Fünftel (18,9 %) oder 7.885 Gebäude fallen unter die Kategorie Doppelhaushälfte. Die anderen Gebäude sind in der Fächerstadt deutlich in der Unterzahl und belaufen sich auf 1.552 oder 3,7 % der Gebäude (siehe Abbildung 3). Foto 1: Gereihte Gebäude in Grünwinkel AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 11 www.karlsruhe.de Eine geschlossene Blockrandbebauung mit gereihten Häusern dominiert das Stadtbild im dicht besiedelten Innenstadtbereich. Besonders hohe Anteile an gereihten Gebäuden fi nden sich zum Beispiel in der Südstadt, wo rund 8 von 10 Gebäuden dieser Bauform entsprechen (siehe Foto 1). Auch in der Südweststadt und in der Innenstadt-Ost und Innenstadt-West werden ähnlich hohe Anteile an gereihten Häusern erreicht, ebenso in Oberreut. In der Innenstadt fi nden sich im Gegenzug besonders wenige freistehende Häuser oder Doppelhaushälften (siehe Tabelle 3). Den größten Anteil an freistehenden Häusern in Karlsruhe weisen die Höhenstadtteile Palmbach mit 62,5 % und Grünwetters- bach mit 62,3 % der Gebäude auf, dicht gefolgt von Stupferich mit 60,1 % (siehe Abbildung 4). Auch Doppelhaushälften sind anteilsmäßig besonders oft in den Höhenstadtteilen zu fi nden. In Palmbach, aber auch in Wolfartsweier entfallen hierauf jeweils knapp 30 %, in Weiherfeld-Dammerstock zählt mehr als ein Drittel der Gebäude (35,7 %) zu diesem Typ. Die Bebauung in den genannten Stadtteilen ist in der Regel locker, grob gesagt gilt die Regel: je weiter die Entfernung von der Innenstadt in Richtung Stadtrand, desto mehr freistehende Häuser wurden gezählt. Absolut betrachtet stehen in Durlach (1.773) und in Neureut (1.620) die meisten freistehenden Häuser. Abbildung 5 zeigt nochmals die Verteilung der Gebäudetypen im Stadtgebiet. Eine besondere Art bzw. einen speziellen Nutzungstyp von Gebäuden stellen Wohnheime dar. Diese nehmen Rücksicht auf die Anforderungen einer bestimmten Nutzerklientel, wie zum Beispiel von Studenten oder älteren Menschen. Wichtig ist hierbei, dass die Bewohner in der Lage sein müssen, einen eigenen Haushalt zu führen. Von den 100 Wohnheimen in Karlsruhe, die am 9. Mai 2011 im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung ermittelt wurden, befanden sich mit 22 die meisten in der Oststadt, gefolgt von elf in der Innenstadt-West. Durlach verzeichnete neun Gebäude, die als Wohnheim genutzt wurden, jeweils acht Wohnheime wurden in der Nordweststadt und der Nordstadt gezählt. Die Wohnheime waren im Allgemeinen in den zentralen Stadtteilen angesiedelt, in acht Stadtteilen waren keine Wohnheime zu fi nden (siehe Abbildung 6). Freiste- hendes Haus Doppel- haus- hälfte Gereihtes Haus Anderer Gebäude- typ Freiste- hendes Haus Doppel- haus- hälfte Gereihtes Haus Anderer Gebäude- typ 001 Innenstadt-Ost56122934313,93,072,510,6 002 Innenstadt-West963359914311,03,868,816,4 003 Südstadt11335964929,42,980,17,6 004 Südweststadt1381031.0289510,17,675,47,0 005 Weststadt3042549519918,915,859,16,2 006 Nordweststadt5414658063329,325,243,71,8 007 Oststadt2911017738923,28,161,67,1 008 Mühlburg3282487528823,217,553,16,2 009 Daxlanden7343828525436,318,942,12,7 010 Knielingen8695544876744,028,024,63,4 011 Grünwinkel9394638954540,119,838,21,9 012 Oberreut2236738342,74,388,94,1 013 Beiertheim-Bulach3611754463335,617,243,93,3 014 Weiherf.-Dammerstock 3383903422330,935,731,32,1 015 Rüppurr9225711.1803534,021,143,61,3 016 Waldstadt399791.3253621,74,372,12,0 017 Rintheim3042142532138,427,031,92,7 018 Hagsfeld4752695493835,720,241,22,9 019 Durlach1.7738091.96524637,016,941,05,1 020 Grötzingen8186156576637,928,530,53,1 021 Stupferich4721581312560,120,116,73,2 022 Hohenwettersbach3552182841440,825,032,61,6 023 Wolfartsweier3431811161852,127,517,62,7 024 Grünwettersbach7812392132062,319,117,01,6 025 Palmbach30513643462,527,98,80,8 026 Neureut1.6201.0301.0548242,827,227,82,2 027 Nordstadt464115486943,210,745,30,8 Stadt Karlsruhe14.1617.88518.1821.55233,918,943,53,7 Stadtteil AnzahlAnteil in % TABELLE 3: GEBÄUDETYPEN IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 12 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 0%20%40%60%80%100% 012 Oberreut 003 Südstadt 002 Innenstadt-West 001 Innenstadt-Ost 004 Südweststadt 016 Waldstadt 007 Oststadt 005 Weststadt 008 Mühlburg Stadt Karlsruhe 013 Beiertheim-Bulach 019 Durlach 027 Nordstadt 006 Nordweststadt 015 Rüppurr 009 Daxlanden 018 Hagsfeld 011 Grünwinkel 017 Rintheim 022 Hohenwettersbach 020 Grötzingen 014 Weiherfeld-Dammerstock 026 Neureut 010 Knielingen 023 Wolfartsweier 021 Stupferich 024 Grünwettersbach 025 Palmbach Anteil in % Freistehendes HausDoppelhaushälfteGereihtes HausAnderer Gebäudetyp ABBILDUNG 4: GEBÄUDETYPEN IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 13 www.karlsruhe.de ABBILDUNG 5: VERTEILUNG DER GEBÄUDETYPEN IN DEN KARLSRUHER STADTVIERTELN AM 9. MAI 2011 14 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe (Ergebnisse des Zensus 2011) freistehendes Haus Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden überwiegender Gebäudetyp Doppelhaushälfte gereihtes Haus 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 102 201 263 161 091 193 211 101 262 241 181 191 197 221 083 151 171 261 132 154 195 272 231 072 073 142 121 022 114 182 251 071 202 032 011 043 141 111 061 264 052 041 153 064 062 162 021 081 094 115 194 192 042 082 113 051 271 122 092 063 131 112 031 033 152 093 196 012 084 172 Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe (Ergebnisse des Zensus 2011) bebaute Fläche Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden Lage der Wohnheime Wohnheim 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 102 201 263 161 091 193 211 101 262 241 181 191 197 221 083 151 171 261 132 154 195 272 231 072 073 142 121 022 114 182 251 071 202 032 011 043 141 111 061 264 052 041 153 064 062 162 021 081 094 115 194 192 042 082 113 051 271 122 092 063 131 112 031 033 152 093 196 012 084 172 Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze ABBILDUNG 6: WOHNHEIME IM KARLSRUHER STADTGEBIET AM 9. MAI 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 15 www.karlsruhe.de            DKUDKUWPFOGJT #PVGKNKP #P\CJNFGT9QJPWPIGPKO)GDÀWFG ABBILDUNG 7: GEBÄUDEGRÖSSENSTRUKTUR IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 16 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 2.2 GEBÄUDEGRÖSSENSTRUKTUR Die Zahl der Wohnungen im Gebäude gibt indirekt Auskunft über die Größe des Gebäudes, also ob es sich um Ein- oder Zweifamilienhäuser, kleinere Gebäude mit Geschoßwohnungen oder größere Mehrfamilienhäuser handelt. Ausnahmen bei den Gebäuden mit nur einer Wohnung sind diejenigen Gebäude, die zum Beispiel überwiegend von einer Firma belegt sind, aber noch eine Hausmeisterwohnung oder ähnliches aufweisen, ebenso Geschäftsgebäude, die überwiegend gewerblich genutzt werden, aber – vor allem in den Obergeschossen – noch Wohnungen enthalten. Die Wohnungsanzahl ist somit auch ein Gradmesser bzw. Zeiger für die Bebauungsstruktur bzw. Siedlungsdichte im Stadtgebiet. In Karlsruhe wurden am 9. Mai 2011 insgesamt 19.514 Gebäude mit nur einer Wohnung gezählt, dies sind 46,7 % aller Gebäude. Zwei Wohnungen wiesen 6.136 oder 14,7 % der Gebäude mit Wohnraum im Stadtgebiet auf. Die Zahl der kleineren Gebäude des Geschoßwohnungsbaus mit 3 bis 12 Wohnungen belief sich am Stichtag der Gebäude- und Wohnungszählung auf 14.537 oder 34,8 % der Gebäude. Nur 1.593 oder 3,8 % aller Gebäude im Stadtgebiet wiesen 13 und mehr Wohnungen auf (siehe Abbildung 7). Von den gut 19.500 Gebäuden im Stadtgebiet mit nur einer Wohnung waren im Mai 2011 knapp 7.000 freistehende Häuser. Weitere gut 3.900 Gebäude mit nur einer Wohnung waren Doppelhaushälften. Knapp 75 % der Gebäude mit 7 bis 12 Wohnungen waren in gereihten Häusern zu fi nden, Gebäude mit 13 und mehr Wohnungen waren immerhin in knapp 65 % aller Fälle gereihte Gebäude (siehe Tabelle 4). 123 bis 67 bis 1213 und mehr Freistehendes Haus14.1616.9862.9733.135751316 Doppelhaushälfte7.8853.9061.6211.787445126 Gereihtes Haus18.1828.0011.3263.7354.1011.019 Anderer Gebäudetyp1.552621216348235132 insgesamt41.78019.5146.1369.0055.5321.593 Freistehendes Haus 33,949,321,022,15,32,2 Doppelhaushälfte 18,949,520,622,75,61,6 Gereihtes Haus 43,544,07,320,522,65,6 Anderer Gebäudetyp 3,740,013,922,415,18,5 insgesamt 10046,714,721,613,23,8 Gebäude mit Wohnraum Insgesamt Gebäudetyp Anzahl Anteil in % davon mit ... Wohnung(en) TABELLE 4: GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DEM GEBÄUDETYP UND DER GRÖSSENSTRUKTUR AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 17 www.karlsruhe.de Besonders viele Gebäude mit nur einer Wohnung wurden im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 vor allem in den Stadtrandgebieten gezählt. In Hohenwettersbach fi elen drei von vier Gebäuden (75,1 %) in diese Kategorie. Auch Rüppurr und die Waldstadt sind geprägt von Gebäuden mit nur einer Wohnung (68,0 % und 66,9 % aller Gebäude) und einer lockeren Bebauung, ebenso Grünwinkel und die Nordstadt, wo 1.562 und 692 Gebäude in diese Kategorie fallen. Auch Gebäude mit Wohnraum, in denen sich zwei Wohnungen befi nden, waren im Mai 2011 in vermehrter Zahl in den Lagen am Stadtrand zu fi nden, und hier vor allem in den Höhenstadtteilen. Die Zahl der Gebäude mit nur einer Wohnung stieg seit der vorangegangenen Gebäude- und Wohnungszählung 1987 um insgesamt gut 6.800 Gebäude im Stadtgebiet an (siehe Abbildung 8). Besonders stark war die Zunahme in Neureut. Hier kamen in knapp 25 Jahren über 900 neue Gebäude, die nur eine Wohnung umfassen, hinzu. In Stadtrandgebieten wie Oberreut, Grötzingen und Hohenwettersbach, aber auch in Durlach wurden im selben Zeitraum ebenfalls viele solche Gebäude neu errichtet, die Größenordnung belief sich hier jeweils auf knapp 400 Neubauten mit nur einer Wohnung. Rückläufi g war die Zahl der Gebäude mit nur einer Wohnung hingegen im Innenstadtbereich, in der Südweststadt und in der Weststadt. * 1987: ohne Hardtwaldsiedlung ** gegründet zum 1. Januar 1996, aus einem Stadtviertel der Weststadt und der Amerikanerkaserne gebildet. 264 919 104 196 80 377 111 406 473 367 98 56 197 66 114 418 326 300 301 100 30 149 -12 7 70 38 2 -1000100200300400500600700800900 027 Nordstadt** 026 Neureut 025 Palmbach 024 Grünwettersbach 023 Wolfartsweier 022 Hohenwettersbach 021 Stupferich 020 Grötzingen 019 Durlach 018 Hagsfeld 017 Rintheim 016 Waldstadt 015 Rüppurr 014 Weiherfeld-Dammerstock 013 Beiertheim-Bulach 012 Oberreut 011 Grünwinkel 010 Knielingen 009 Daxlanden 008 Mühlburg 007 Oststadt 006 Nordweststadt 005 Weststadt* 004 Südweststadt 003 Südstadt 002 Innenstadt-West 001 Innenstadt-Ost Anzahl Gebäude mit einer Wohnung ABBILDUNG 8: ENTWICKLUNG DER ZAHL DER GEBÄUDE MIT EIN UND ZWEI WOHNUNGEN IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN SEIT 1987 18 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 * 1987: ohne Hardtwaldsiedlung. ** gegründet zum 1. Januar 1996, aus einem Stadtviertel der Weststadt und der Amerikanerkaserne gebildet. 4 -39 32 22 -16 20 -1 -13 21 33 -26 -1 -22 -52 -5 24 -32 -18 -14 -23 -1 -39 -7 -3 -1 -8 3 -60-40-2002040 027 Nordstadt** 026 Neureut 025 Palmbach 024 Grünwettersbach 023 Wolfartsweier 022 Hohenwettersbach 021 Stupferich 020 Grötzingen 019 Durlach 018 Hagsfeld 017 Rintheim 016 Waldstadt 015 Rüppurr 014 Weiherfeld-Dammerstock 013 Beiertheim-Bulach 012 Oberreut 011 Grünwinkel 010 Knielingen 009 Daxlanden 008 Mühlburg 007 Oststadt 006 Nordweststadt 005 Weststadt* 004 Südweststadt 003 Südstadt 002 Innenstadt-West 001 Innenstadt-Ost Anzahl Gebäude mit zweiWohnungen NOCH ABBILDUNG 8: ENTWICKLUNG DER ZAHL DER GEBÄUDE MIT EIN UND ZWEI WOHNUNGEN IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN SEIT 1987 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 19 www.karlsruhe.de 20 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Die Zahl der Gebäude mit zwei Wohnungen blieb seit der vorangegangenen Gebäude- und Wohnungszählung weitgehend stabil. Insgesamt reduzierte sich der Bestand dieses Gebäudetyps seit 1987 nur um 128 Gebäude. In den innenstädtischen Lagen war in fast allen Stadtteilen ein Rückgang zu verzeichnen, am stärksten war er in Weiherfeld-Dammerstock mit minus 52 Gebäuden. Eine Zunahme vor allem von Zweifamilienhäusern konnte nur in einigen randstädtischen Lagen verzeichnet werden, beispielsweise in Hagsfeld, Palmbach, Oberreut, Grünwettersbach oder Hohenwettersbach. Die Zahl der Gebäude, die mehr als 3 Wohnungen aufweisen, stieg in Karlsruhe seit der vorangegangenen Gebäude- und Wohnungszählung 1987 um insgesamt 2.842 Gebäude an. Mehrfamilienhäuser mit 3 und mehr Wohnungen entstanden seit 1987 vorrangig in Durlach, in der Nordstadt und in Neureut, wo 300, 244 und 214 Gebäude neu errichtet wurden. (siehe Abbildung 9). Auch in der Weststadt und der Südstadt wurden in den vergangenen Jahren vermehrt Gebäude mit 3 und mehr Wohnungen errichtet. In allen anderen Stadtteilen stieg der Bestand derartiger Gebäude mehr oder weniger moderat. Ein Rückgang von Mehrfamilienhäusern wurde nirgendwo im Karlsruher Stadtgebiet festgestellt. Einen guten Überblick über die heutige Gebäudegrößenstruktur in den einzelnen Stadtteilen vermittelt Abbildung 10. Gebäude mit ein oder zwei Wohnungen waren am 9. Mai 2011 im innerstädtischen Bereich seltener vertreten. Meist handelte es sich hierbei um Wohn- und Geschäftshäuser in den klassischen Citylagen und Geschäftsstraßen. Hier, wo die Bebauung dichter ist, dominierten die Geschoßwohnungsbauten, vielfach dabei Gebäude, die 3 bis 12 Wohnungen aufwiesen. In der Weststadt und der Innenstadt-West beispielsweise waren 42,3 % und 40,0 % der Gebäude mit Wohnraum den kleineren Geschosswohnungsbauten, das heißt, Gebäuden mit 3 bis 6 Wohnungen, zuzurechnen. In der Südstadt und der Oststadt waren vielfach Gebäude mit 7 bis 12 Wohnungen (47,9 % und 44,8 % aller Gebäude) anzutreffen. Große Mehrfamilienhäuser prägten das Stadtbild nur vereinzelt und eher punktuell. Annähernd jedes vierte Gebäude (24,0 %) in der Innenstadt-Ost entfi el am 9. Mai 2011 auf diese Größenordnung, in der Oststadt, der Südstadt und der Südweststadt waren jeweils über 11 % der Gebäude Mehrgeschosser mit 13 und mehr Wohnungen. In Mühlburg und in Oberreut, wo in der Nachkriegszeit bzw. Ende der 60er- Anfang der 70er-Jahre vermehrt Wohnraum geschaffen wurde, wurden im Mai 2011 ebenfalls viele größere Wohnblocks und Mehrfamilienhäuser mit 13 und mehr Wohnungen (10,0 % und 14,1 % der dortigen Gebäude mit Wohnraum) gezählt (siehe auch Abbildung 11). * 1987: ohne Hardtwaldsiedlung. ** gegründet zum 1. Januar 1996, aus einem Stadtviertel der Weststadt und der Amerikanerkaserne gebildet. 244 214 33 62 30 39 54 122 300 115 32 62 70 24 95 155 35 93 41 86 120 46 208 145 191 167 59 050100150200250300350 027 Nordstadt** 026 Neureut 025 Palmbach 024 Grünwettersbach 023 Wolfartsweier 022 Hohenwettersbach 021 Stupferich 020 Grötzingen 019 Durlach 018 Hagsfeld 017 Rintheim 016 Waldstadt 015 Rüppurr 014 Weiherfeld-Dammerstock 013 Beiertheim-Bulach 012 Oberreut 011 Grünwinkel 010 Knielingen 009 Daxlanden 008 Mühlburg 007 Oststadt 006 Nordweststadt 005 Weststadt* 004 Südweststadt 003 Südstadt 002 Innenstadt-West 001 Innenstadt-Ost Anzahl ABBILDUNG 9: ENTWICKLUNG DER ZAHL DER GEBÄUDE MIT DREI UND MEHR WOHNUNGEN IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN SEIT 1987 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 21 www.karlsruhe.de 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% 004 Südweststadt 003 Südstadt 001 Innenstadt-Ost 005 Weststadt 007 Oststadt 002 Innenstadt-West 008 Mühlburg 013 Beiertheim-Bulach 017 Rintheim 019 Durlach Stadt Karlsruhe 012 Oberreut 014 Weiherfeld-Dammerstock 010 Knielingen 009 Daxlanden 027 Nordstadt 006 Nordweststadt 023 Wolfartsweier 016 Waldstadt 018 Hagsfeld 026 Neureut 020 Grötzingen 015 Rüppurr 011 Grünwinkel 025 Palmbach 021 Stupferich 024 Grünwettersbach 022 Hohenwettersbach Anzahl der Wohnungen im Gebäude 1 und 23 bis 67 bis 1213 und mehr ABBILDUNG 10: ZAHL DER WOHNUNGEN IN GEBÄUDEN MIT WOHNUNGEN IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 22 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 ABBILDUNG 11: GEBÄUDESTRUKTUR IN DEN KARLSRUHER STADTVIERTELN AM 9. MAI 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 23 www.karlsruhe.de Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe (Ergebnisse des Zensus 2011) 1 bis 2 Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden Überwiegende Gebäudegröße (Zahl d. Wohnungen i. Gebäude) 3 bis 6 7 bis 12 13 und mehr 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 102 201 263 161 091 193 211 101 262 241 181 191 197 221 083 151 171 261 132 154 195 272 231 072 073 142 121 022 114 182 251 071 202 032 011 043 141 111 061 264 052 041 153 064 062 162 021 081 094 115 194 192 042 082 113 051 271 122 092 063 131 112 031 033 152 093 196 012 084 172 Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze Karlsruher Durchschnitt: überwiegend 1 bis 2 Wohnungen im Gebäude AnzahlAnteil in %AnzahlAnteil in %AnzahlAnteil in %AnzahlAnteil in % vor 19196.03514,45.55213,92121,046227,9 1919 - 19496.65115,96.40816,077,023614,2 1950 - 19596.76616,26.51016,31313,024314,7 1960 - 19697.29017,46.99717,51515,027816,8 1970 - 19794.1579,93.99310,099,01559,3 1980 - 19894.34810,44.21310,555,01307,8 1990 - 19993.6258,73.5048,81111,01106,6 2000 - 20051.6884,01.6564,166,0261,6 2006 und später1.2202,91.1893,01313,0181,1 insgesamt41.78010040.0221001001001.658100 Baujahr Gebäude mit Wohnraum insgesamt davon Wohngebäude (ohne Wohnheime) Wohnheime sonstige Gebäude mit Wohnraum TABELLE 5: GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER BAUALTERSKLASSE 24 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 2.3 ALTERSSTRUKTUR DER GEBÄUDE Durch die Betrachtung der Gebäude mit Wohnraum nach ihrem Baualter können Rückschlüsse auf die vorhandene Bausubstanz gezogen werden. Die Baualtersklassen zeigen zudem deutlich die Phasen, in denen in Karlsruhe vermehrt gebaut und der Gebäudebestand erweitert wurde (siehe Tabelle 5 und Abbildung 12). 14,4 15,9 16,2 17,4 9,9 10,4 8,7 4,0 2,9 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 vor 19191919 - 1949 1950 - 1959 1960 - 1969 1970 - 1979 1980 - 1989 1990 - 1999 2000 - 2005 2006 und später Anteil in % Baujahre von ... bis ... ABBILDUNG 12: GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER BAUALTERSKLASSE AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 25 www.karlsruhe.de Vor 1919 errichtete Gebäude machten am 9. Mai 2011 mit 6.035 Gebäuden mit Wohnraum noch 14,4 % der Bausubstanz in Karlsruhe aus. Aus den Jahren zwischen dem Ende des ersten Weltkriegs und 1949 bestanden 6.651 Gebäude mit Wohnraum. Dies entspricht 15,9 % des 2011 registrierten Gebäudebestands. Die meisten Gebäude mit Wohnraum in Karlsruhe stammen aus der Phase des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg. In den zwei Jahrzehnten zwischen 1950 und 1969 entstanden 14.065 Gebäude mit Wohnraum im Stadtgebiet, ein Drittel (33,6 %) des gesamten Gebäudebestands. Dabei waren die Baumaßnahmen in den zehn Jahre zwischen 1960 und 1969 am intensivsten, in denen 7.290 Gebäude mit Wohnraum errichtet wurden. In den folgenden Jahren ließ die Bautätigkeit zunehmend nach. Wurden zwischen 1970 und 1989 pro Jahrzehnt jeweils gut 4.000 Gebäude mit Wohnraum fertiggestellt, so waren es zwischen 1990 und 1999 noch 3.625. Seit der Jahrtausendwende wurden bis zum Stichtag der Gebäude- und Wohnungszählung im Mai 2011 nur mehr 2.908 Neubauten mit Wohnraum gezählt. Die Aufgliederung der Gebäude mit Wohnraum auf die Stadtteile zeigt noch deutlicher die Bauphasen im Stadtgebiet auf (siehe Abbildung 13). Die größte Zahl an Gebäuden mit Wohnraum, die vor 1919 erbaut wurden, wies mit 926 Gebäuden (19,3 % der Gebäude am Stichtag der Gebäude- und Wohnungszählung 2011) Durlach auf. Prozentual die meisten Altbauten fanden sich in der Weststadt, wo 755 oder annähernd die Hälfte des Gebäudebestands (47,0 %) der Altersklasse „vor 1919 erbaut“ angehörten. Auch weite Teile der übrigen Kernstadt sowie der Innenstadtrandlagen waren geprägt vom Altbaubestand (siehe Foto 2). Dies zeigt sich in der Südstadt, in der Innenstadt-Ost und Innenstadt-West oder der Südweststadt, wo jeweils über ein Drittel der Gebäude mit Wohnraum Altbauten waren.            0QTFUVCFV 0GWTGWV 2CNODCEJ )TØPYGVVGTUDCEJ 9QNHCTVUYGKGT *QJGPYGVVGTUDCEJ 5VWRHGTKEJ )TÒV\KPIGP &WTNCEJ *CIUHGNF 4KPVJGKO 9CNFUVCFV 4ØRRWTT 9GKJGTHGNF&COOGTUVQEM $GKGTVJGKO$WNCEJ 1DGTTGWV )TØPYKPMGN -PKGNKPIGP &CZNCPFGP /ØJNDWTI 1UVUVCFV 0QTFYGUVUVCFV 9GUVUVCFV 5ØFYGUVUVCFV 5ØFUVCFV +PPGPUVCFV9GUV +PPGPUVCFV1UV $CWLCJTGXQPeDKUe XQT WPFURÀVGT ABBILDUNG 13: GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN DEN KARLSRUHER STADTEILEN AM 9. MAI 2011 NACH DER BAUALTERSKLASSE 26 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 27 www.karlsruhe.de Weiherfeld-Dammerstock fällt dadurch auf, dass mehr als die Hälfte (53,7 %) der Gebäude mit Wohnraum in den Zwischen- kriegsjahren, also zwischen 1919 und 1949, gebaut wurden. In Weiherfeld wurde bereits ab 1922 ähnlich zur Rüppurrer Gartenstadt eine Siedlung mit einem hohen Anteil an Genossenschaftswohnungen gebaut, und auch Dammerstock besticht durch ein nach wie vor modernes Baukonzept, das größtenteils in den Jahren 1928 und 1929 durch Walter Gropius realisiert wurde. Aufgrund der starken Bevölkerungszunahme in Karlsruhe in den 1950er und -60er Jahren musste vermehrt neuer Wohnraum geschafften werden. Dies geschah oft in Form von neu angelegten Siedlungen, die außerhalb des eigentlichen Stadtkerns errichtet wurden. Sieben von zehn Gebäuden mit Wohnraum in der Nordweststadt beispielsweise sind in diesen beiden Jahrzehnten entstanden. Gut die Hälfte (55,6 %) aller Gebäude mit Wohnraum in der 1957 gegründeten Waldstadt wurden zwischen 1960 bis 1969 errichtet (siehe Foto 3). Kurze Zeit später begann die Bebauung in Oberreut, um große Bevölkerungs- teile des innerstädtischen Sanierungsgebiets „Dörfl e“ aufzunehmen. Dennoch wurden in Oberreut annähernd zwei Drittel aller Gebäude seit 1990 errichtet. Mehr als die Hälfte des Gebäudebestands stammt aus den Baujahren 1990 bis 1999 (siehe Abbildung 14). Foto 2: Altbauten in der Südweststadt ABBILDUNG 14: GEBÄUDEBESTAND IN DEN KARLSRUHER STADTVIERTELN AM 9. MAI 2011 NACH DER BAUALTERSKLASSE 28 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe (Ergebnisse des Zensus 2011) vor 1919 Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden überwiegend gebaut im Zeitraum ... 1919 - 1949 1950 - 1959 1960 - 1969 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 102 201 263 161 091 193 211 101 262 241 181 191 197 221 083 151 171 261 132 154 195 272 231 072 073 142 121 022 114 182 251 071 202 032 011 043 141 111 061 264 052 041 153 064 062 162 021 081 094 115 194 192 042 082 113 051 271 122 092 063 131 112 031 033 152 093 196 012 084 172 Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze 1980 - 1999 1970 - 1979 2000 - 2005 2006 und später 1990 - 1999 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 29 www.karlsruhe.de Gebäude aus jüngster Zeit (mit einem Baujahr 2006 oder noch jünger) waren laut Gebäude- und Wohnungszählung am 9. Mai 2011 prozentual besonders häufi g in Hohenwettersbach, in Neureut und in der Südstadt anzutreffen (siehe Foto 4). Hier entstanden in den letzten Jahren Neubausiedlungen, die einen hohen Zuzug aufweisen. Nimmt man bei Hohenwettersbach noch die Gebäude mit einem Baujahr zwischen 2000 und 2005 hinzu, so waren dort ein knappes Drittel aller Gebäude mit Wohnraum Neubauten, knapp die Hälfte (49,4 %) aller Gebäude mit Wohnraum war nicht älter als rund 20 Jahre. Einen Sonderfall stellt bei der Betrachtung der Baualtersklassen die Nordstadt dar, die erst Anfang des Jahres 1996 gegründet wurde. Da das nach Abzug der Militäreinheiten freigewordene Wohngebiet der amerikanischen Streitkräfte mit der etwas älteren Hardtwaldsiedlung, also einem bereits bewohnten Teile der Weststadt, zu einem neuen Stadtteil zusammengeführt wurden, fanden sich in der Nordstadt auch viele ältere Gebäude mit Wohnraum. Diese wurden meist in den Jahren zwischen 1919 und 1959 errichtet. Aufgrund der umfangreichen Neubaumaßnahmen nach Gründung der Nordstadt wies etwa jedes fünfte Gebäude mit Wohnraum ein Baujahr von 1990 oder jünger auf. Foto 3: 60er-Jahre-Gebäude in der Waldstadt Foto 4: Neubauten in der Südstadt – Östlicher Teil 30 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 2.4 EIGENTUMSVERHÄLTNISSE DES GEBÄUDES Die Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 geben auch Aufschluss über die Eigentümerstruktur der Karlsruher Gebäude mit Wohnraum. Von den insgesamt 41.780 Gebäuden mit Wohnraum befanden sich 68,9 % im Eigentum von Privatpersonen. Dies umfasst Einzelpersonen, (Ehe-)Paare oder sonstige Gruppen von natürlichen Personen wie zum Beispiel Erbengemeinschaften (siehe Abbildung 15). Gemeinschaften von Wohnungseigentümerinnen und Wohnungseigentümern besaßen weitere 17,3 % der Gebäude in Karlsruhe, Wohnungsgenossenschaften 7,2 % der Gebäude. Alle übrigen Eigentumsverhältnisse spielten bei den Gebäuden mit Wohnraum eine untergeordnete Rolle. Nur 3,5 % der Gebäude mit Wohnraum befanden sich im Eigentum der Kommune oder eines kommunalen Wohnungsunternehmens. Privatwirtschaftliche Wohnungsunternehmen, andere privatwirtschaftliche Unternehmen oder Organisationen ohne Erwerbszweck nannten am 9. Mai 2011 jeweils nur rund ein Prozent der Gebäude im Stadtgebiet ihr Eigen. Gebäude mit Wohnraum im Eigentum von Bund oder Land waren die absolute Ausnahme; nur 119 Gebäude oder 0,3 % fi elen zum Stichtag der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 in diese Kategorie.               5QPUVKIG -QOOWPGQFGT-QOOWPCNGU 9QJPWPIUWPVGTPGJOGP 9QJPWPIUIGPQUUGPUEJCHV )GOGKPUEJCHVXQP9QJPWPIU GKIGPVØOGTPKPPGP 2TKXCVRGTUQPGP #PVGKNKP  2TKXCVYKTVUEJCHVNKEJGU 9QJPWPIUWPVGTPGJOGPCPFGTGU RTKXCVYKTVUEJCHVNKEJGU 7PVGTPGJOGP1TICPKUCVKQPQJPG 'TYGTDU\YGEM$WPFQFGT.CPF ABBILDUNG 15: EIGENTÜMERSTRUKTUR DER GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 31 www.karlsruhe.de Bei den reinen Wohngebäuden ohne Wohnheime ist die Verteilung der Besitzer sehr ähnlich wie im städtischen Durchschnitt. Betrachtet man jedoch die sonstigen Gebäude mit Wohnraum separat, so zeigt sich eine etwas andere Aufteilung der Besitzstruktur (siehe Tabelle 6). Hier sind beispielsweise nur gut ein Prozent der Gebäude im Besitz von Wohnungsgenossen- schaften, wohingegen der Anteil der anderen privatwirtschaftlichen Unternehmen mit 8,2 % wesentlich höher liegt. Gleiches gilt für sonstige Gebäude mit Wohnraum im Besitz einer Organisation ohne Erwerbszweck (6,9 % der Gebäude). Hierbei handelt es sich vielfach um Gebäude mit überwiegend Ladenlokalen und Geschäften im Besitz von Firmen, die noch eine oder auch mehrere Wohnung aufweisen. Mit 17.516 Gebäuden befanden sich am Stichtag der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 annähernd 90 % der Gebäude mit nur einer Wohnung im Stadtgebiet im Eigentum von Privatpersonen, weitere knapp 8 % waren im Eigentum von Wohnungsgenossenschaften (siehe Tabelle 7). Alle übrigen Eigentumsformen spielen bei den Gebäuden mit einer Wohnung nur eine sehr kleine Rolle. Gebäude mit zwei Wohnungen befanden sich in den überwiegenden Fällen im Eigentum von Privat- personen oder Gemeinschaften von Wohnungseigentümern (rund 75 % bzw. knapp 22 %). Je größer die Gebäude waren, bzw. je mehr Wohnungen sich im Gebäude befanden, desto seltener waren deren Eigentümer Privatpersonen, wohingegen der Anteil der großen Gebäude mit vielen Wohnungen im Eigentum von Gemeinschaften von Wohnungseigentümern/-innen und Kommunen oder Kommunalen Wohnungsunternehmen deutlich anstieg. Privatperson/en28.78627.7889917 Gemeinschaft von Wohnungseigentümern/-innen7.2486.91530231 Wohnungsgenossenschaft2.9912.970192 Kommune oder Kommunales Wohnungsunternehmen1.4751.431422 Privatwirtschaftliches Wohnungsunternehmen453413373 Anderes privatwirtschaftliches Unternehmen3912511364 Organisation ohne Erwerbszweck (z.B. Kirche)31715111551 Bund oder Land11910316- insgesamt41.78040.0221.658100 Privatperson/en68,969,459,87,0 Gemeinschaft von Wohnungseigentümern/-innen17,317,318,231,0 Wohnungsgenossenschaft7,27,41,12,0 Kommune oder Kommunales Wohnungsunternehmen3,53,62,52,0 Privatwirtschaftliches Wohnungsunternehmen1,11,02,23,0 Anderes privatwirtschaftliches Unternehmen0,90,68,24,0 Organisation ohne Erwerbszweck (z.B. Kirche)0,80,46,951,0 Bund oder Land0,30,31,0- insgesamt100100100100 Eigentümer des Gebäudes Anzahl Anteil in % Gebäude mit Wohnraum insgesamt davon Sonstiges Gebäude mit Wohnraum Wohngebäude (ohne Wohnheime) Wohnheim TABELLE 6: EIGENTÜMERSTRUKTUR DER GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER ART DES GEBÄUDES 32 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Privatperson/en28.78617.5164.5894.8181.599264 Gemeinschaft von Wohnungseigentümern/-innen7.248-1.3412.9852.087835 Wohnungsgenossenschaft2.9911.48962510824106 Kommune oder Kommunales Wohnungsunternehmen1.47523348336610248 Privatwirtschaftliches Wohnungsunternehmen453332213820159 Anderes privatwirtschaftliches Unternehmen39196429912826 Organisation ohne Erwerbszweck (z.B. Kirche)31711026795943 Bund oder Land119376402412 insgesamt41.78019.5146.1369.0055.5321.593 Privatperson/en68,989,874,853,528,916,6 Gemeinschaft von Wohnungseigentümern/-innen17,3-21,933,137,752,4 Wohnungsgenossenschaft7,27,61,05,714,96,7 Kommune oder Kommunales Wohnungsunternehmen3,51,20,83,711,015,6 Privatwirtschaftliches Wohnungsunternehmen1,10,20,41,53,63,7 Anderes privatwirtschaftliches Unternehmen0,90,50,71,12,31,6 Organisation ohne Erwerbszweck (z.B. Kirche)0,80,60,40,91,12,7 Bund oder Land0,30,20,10,40,40,8 insgesamt100100100100100100 Eigentümer des Gebäudes Gebäude mit Wohnraum insgesamt 123 bis 613 und mehr davon mit ... Wohnungen Anteil in % Anzahl 7 bis 12 TABELLE 7: EIGENTÜMERSTRUKTUR DER GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER ZAHL DER WOHNUNGEN IM GEBÄUDE AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 33 www.karlsruhe.de            XQT        WPFURÀVGT #PVGKNKP $CWLCJTGXQPDKU 2TKXCVRGTUQPGP)GOGKPUEJCHVXQP9QJPWPIUGKIGPVØOGTPKPPGP 9QJPWPIUIGPQUUGPUEJCHV-QOOWPGQFGT-QOOWPCNGU9QJPWPIUWPVGTPGJOGP 2TKXCVYKTVUEJCHVNKEJGU9QJPWPIUWPVGTPGJOGP#PFGTGURTKXCVYKTVUEJCHVNKEJGU7PVGTPGJOGP 1TICPKUCVKQPQJPG'TYGTDU\YGEM \$-KTEJG $WPFQFGT.CPF ABBILDUNG 16: EIGENTUMSVERHÄLTNISSE DER GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER BAUALTERSKLASSE 34 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Mehr als die Hälfte (54,7 %) der Gebäude mit Wohnraum, deren Eigentümer am 9. Mai 2011 Wohnungsgenossenschaften waren, wurden in der Zeit zwischen 1919 und 1949 errichtet. Davor und auch danach befanden sich in keiner Baualtersklasse auch nur annähernd so viele Gebäude im Eigentum von Wohnungsgenossenschaften (siehe Abbildung 16). In den 1950er Jahren (Baualtersklasse 1950 bis 1959) wurde der Großteil der Gebäude mit Wohnraum durch die Kommune sowie kommunale oder privatwirtschaftliche Wohnungsunternehmen geschaffen. Jeweils über ein Drittel (33,4 % beziehungsweise 35,3 %) der Gebäude mit Wohnraum befi nden sich am Stichtag der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 im Eigentum derartiger Unternehmen. Im Stadtgebiet verteilten sich die Gebäude nicht gleichmäßig auf die verschiedenen Eigentümer. Besonders viele Gebäude mit Wohnraum in Privatbesitz befanden sich in Hohenwettersbach, wo neun von 10 Gebäuden (92,3 %) einer Privatperson gehörten. Auch in fast allen übrigen Höhenstadtteilen und in Hagsfeld wurden Werte von über 80 % erreicht (siehe Abbildung 17). Demgegenüber befand sich mehr als jedes dritte Gebäude mit Wohnraum in der Nordstadt im Eigentum von Wohnungsgenossenschaften wie zum Beispiel der Volkswohnung. In der genossenschaftlich organisierten Gartenstadt in Rüppurr und auch in Daxlanden waren es immerhin jeweils rund ein Viertel der Gebäude (29,2 % und 25,4 %). Auch in der Oststadt, in der Südstadt und in Grünwinkel war die Zahl der genossenschaftlichen Gebäude überdurchschnittlich hoch (siehe Abbildung 18). 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% 001 Innenstadt-Ost 027 Nordstadt 004 Südweststadt 007 Oststadt 003 Südstadt 002 Innenstadt-West 005 Weststadt 008 Mühlburg 012 Oberreut 009 Daxlanden 015 Rüppurr 013 Beiertheim-Bulach 019 Durlach 014 Weiherfeld-Dammerstock 017 Rintheim 006 Nordweststadt 011 Grünwinkel 016 Waldstadt 023 Wolfartsweier 010 Knielingen 020 Grötzingen 018 Hagsfeld 026 Neureut 025 Palmbach 021 Stupferich 024 Grünwettersbach 022 Hohenwettersbach Anteil in % Privatperson/enGemeinschaft von Wohnungseigentümern/-innen WohnungsgenossenschaftKommune oder Kommunales Wohnungsunternehmen Privatwirtschaftliches WohnungsunternehmenAnderes privatwirtschaftliches Unternehmen Organisation ohne Erwerbszweck (z.B. Kirche)Bund oder Land ABBILDUNG 17: EIGENTUMSVERHÄLTNISSE DER GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 35 www.karlsruhe.de ABBILDUNG 18: ANTEIL DER GEBÄUDE IM EIGENTUM VON WOHNUNGSGENOSSENSCHAFTEN IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 36 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe (Ergebnisse des Zensus 2011) Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden Anteil Gebäude im Eigentum einer Wohnungsgenossenschaft unter 1% 1 bis unter 5% 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze 5 bis unter 10% 10 bis unter 20% 20% und mehr AnzahlAnteil in % Zentralheizung 28.33567,8 Etagenheizung 5.46313,1 Fernheizung (Fernwärme) 3.8569,2 Einzel-/ Mehrraumöfen (auch Nachtspeicherheizung) 3.5698,5 Blockheizung 2310,6 Keine Heizung im Gebäude oder in den Wohnungen 3260,8 insgesamt 41.780100 Art der Beheizung Gebäuden mit Wohnraum TABELLE 8: BEHEIZUNGSART DER GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 37 www.karlsruhe.de Die Eigentümer von Gebäuden mit Wohnraum im Kernstadtbereich waren im Mai 2011 häufi g Gemeinschaften von Wohnungseigentümerinnen und Wohnungseigentümern; je nach Stadtteil lagen die Anteile bei 30 % und darüber. Auch privatwirtschaftliche Wohnungsunternehmen oder andere privatwirtschaftliche Unternehmen nannten im Bereich der Kernstadt mehr Gebäude mit Wohnraum ihr Eigen als in anderen Stadtteilen. In der Südstadt und der Innenstadt-West waren dies beispielsweise 5,4 % und 5,7 % der Gebäude. 2.5 ART DER HEIZUNG IM GEBÄUDE Die Art der Heizung in den Gebäuden mit Wohnraum gibt einerseits Auskunft über die qualitativen Aspekte des Wohn- standards. Andererseits können hierdurch Rückschlüsse auf möglicherweise notwendige Modernisierungs- oder Nachrüst- maßnahmen gezogen werden. Durch die im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 gewonnen Zahlen lässt sich ein Überblick über die im Stadtgebiet vorhandenen Beheizungsarten in den Gebäuden mit Wohnraum gewinnen. Gut zwei Drittel oder 28.335 der 42.045 Gebäude mit Wohnraum in Karlsruhe wurden im Mai 2011 über eine Zentralheizung beheizt (siehe Tabelle 8 und Abbildung 19). In gut jedem zehnten Gebäude (13,1 %) waren Etagenheizungen installiert. Fernwärme bezogen 9,2 % oder 3.856 der Gebäude mit Wohnraum im Stadtgebiet. Durch Einzel- oder Mehrraumöfen wurden 3.569 Gebäude mit Wohnraum beheizt. Gebäude mit Blockheizung waren im Mai 2011 mit einem Anteil von 0,6 % noch seltener zu fi nden als Gebäude, in denen keine Heizung im Gebäude oder in den Wohnungen installiert war.         $NQEMJGK\WPI -GKPG*GK\WPIKO)GDÀWFG QFGTKPFGP9QJPWPIGP 'KP\GN/GJTTCWOÒHGP  CWEJ0CEJVURGKEJGTJGK\WPI (GTPJGK\WPI (GTPYÀTOG 'VCIGPJGK\WPI <GPVTCNJGK\WPI #PVGKKP ABBILDUNG 19: BEHEIZUNGSART DER GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 38 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Bereits 1987 war die Zentralheizung die am häufi gsten vorkommende Art der Gebäudebeheizung im Karlsruhe. Im Lauf der letzten 24 Jahre hat deren Anteil nochmals um 11,1 Prozentpunkte zugenommen. Die Zahl der Etagenheizungen in den Gebäuden mit Wohnraum hat im selben Zeitraum um 3,3 Prozentpunkte abgenommen. Im Mai 2011 wurde für 5.463 Gebäude das Vorhandensein derartiger Heizungssysteme angegeben, 1987 waren diese noch in 5.677 Gebäuden im Einsatz (siehe Tabelle 9). Der Einsatz von Einzel- oder Mehrraumöfen, wozu auch Nachtspeicherheizungen zählen, ist in Gebäuden mit Wohnraum in Karlsruhe seit 1987 hingegen stark rückläufi g. Die Zahl der Ofenheizungen hat sich von 7.429 auf 3.569 im Mai 2011 annähernd halbiert. Am 9. Mai 2011 waren noch 326 oder 0,8 % der Gebäude mit Wohnraum in Karlsruhe ohne Beheizungsmöglichkeit. Das Merkmal „Keine Heizung im Gebäude oder in den Wohnungen vorhanden“ wurde im Rahmen der vorhergehenden Gebäude- und Wohnungszählung 1987 nicht abgefragt. AnzahlAnteil in %AnzahlAnteil in % Zentralheizung19.60156,728.33567,8 Etagenheizung5.67716,45.46313,1 Fernheizung (Fernwärme)1.8725,43.8569,2 Einzel-/ Mehrraumöfen (auch Nachtspeicherheizung)7.42921,53.5698,5 Blockheizung 1) ..2310,6 Keine Heizung im Gebäude oder in den Wohnungen 2) ..3260,8 insgesamt34.57910041.780100 1) Blockheizung wurde 1987 zusammen mit Fernheizung abgefragt und ausgewertet. 2) Merkmal wurde 1987 nicht abgefragt. Art der Beheizung 19872011 Gebäude mit Wohnraum TABELLE 9: BEHEIZUNGSART DER GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN KARLSRUHE 1987 UND 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 39 www.karlsruhe.de Die Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 zeigten für Karlsruhe, dass Gebäude mit Wohnraum, die vor 1919 erbaut wurden, zu einem großen Teil Etagenheizungen aufwiesen. Auch Einzel- oder Mehrraumöfen waren noch in vielen Gebäuden dieser Altersklasse zu fi nden. In neueren Häusern waren Etagenheizungen kaum noch anzutreffen, ihre Zahl nahm vor allem seit 1980 beständig ab (siehe Tabelle 10 und Abbildung 20). Am Stichtag der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 wurden über 1.000 Karlsruher Gebäude mit Baujahr 1960 bis 1969 mit Fernwärme versorgt. In keinem anderen Jahrzehnt wurden mehr Gebäude mit dieser Heiztechnik ausgestattet. Erst in den letzten Jahren wurden Neubauten im Karlsruher Stadtgebiet wieder häufi ger mit Fernwärmeheizungen ausgestattet. Insgesamt erhielten 845 der seit dem Jahr 2000 errichteten Gebäude einen Anschluss an das Fernwärmenetz. Über 80 % der Gebäude ohne Heizung (83,0 %) im Stadtgebiet wurden vor 1949 errichtet. In den darauf folgenden Jahren bzw. Baualtersklassen waren derartige Gebäude immer selten. Es ist davon auszugehen, dass sich die Zahl der Gebäude, in denen keine Heizung installiert ist, im Lauf der vergangenen 24 Jahre im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen reduziert hat und sich auch weiterhin reduzieren wird. Ausnahmen hiervon bilden sicherlich einige Passivhäuser neueren Baujahrs, die auch ohne klassische Heizungssysteme einen zeitgemäßen (Heizungs-) Komfort bieten. Zentral- heizung Etagen- heizung Fernheizung (Fernwärme) Einzel-/ Mehrraum- öfen (auch Nachtspei- cherheizung) Block- heizung Keine Heizung im Gebäude/ in den Wohnungen vor 19196.0352.7672.0441889521668 1919 - 19496.6514.0861.34024776215201 1950 - 19596.7664.2429867067733128 1960 - 19697.2905.3385201.037353.. 1970 - 19794.1573.5098126828811- 1980 - 19894.3483.48624630928126- 1990 - 19993.6253.050155256127.. 2000 - 20051.6881.15665404143118 2006 und später1.2207012644119.. insgesamt41.78028.3355.4633.8563.569231326 vor 191914,445,833,93,115,80,31,1 1919 - 194915,961,420,13,711,50,23,0 1950 - 195916,262,714,610,411,40,50,4 1960 - 196917,473,27,114,24,8.. 1970 - 19799,984,41,96,46,90,3- 1980 - 198910,480,25,77,16,50,6- 1990 - 19998,784,14,37,13,5.. 2000 - 20054,068,53,923,90,81,81,1 2006 und später2,957,52,136,11,6.. insgesamt10067,813,19,28,50,60,8 davon mit Beheizung durch ... Baujahr Anteil in % Gebäude mit Wohnraum insgesamt Anzahl TABELLE 10: BEHEIZUNGSART DER GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER BAUALTERSKLASSE 40 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011           WPFURÀVGT        XQT #PVGKNKP $CWLCJTGXQPDKU <GPVTCNJGK\WPI'VCIGPJGK\WPI (GTPJGK\WPI (GTPYÀTOG 'KP\GN/GJTTCWOÒHGP CWEJ0CEJVURGKEJGTJGK\WPI $NQEMJGK\WPI-GKPG*GK\WPIKO)GDÀWFGKPFGP9QJPWPIGP ABBILDUNG 20: BEHEIZUNGSART DER GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER BAUALTERSKLASSE AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 41 www.karlsruhe.de Wie unterschiedlich die vorherrschende Heizungsart der Gebäude mit Wohnraum in den einzelnen Stadtteilen ist, zeigt die untenstehende Tabelle (siehe Tabelle 11). Die Zentralheizung war in Mai 2011 im Stadtgebiet insgesamt die überwiegende Art der Gebäudebeheizung. Ein weit überdurchschnittlicher Anteil an Zentralheizungen war in den Höhenstadtteilen zu fi nden. Als Spitzenreiter im Stadtteilvergleich zeigte sich Palmbach, wo annähernd neun von zehn Gebäuden (86,3 %) zentral beheizt wurden. Auch Neureut und Rüppurr wiesen einen über dem Durchschnitt liegenden Anteil an Gebäuden mit Zentralheizung auf. Im Kernstadtbereich hingegen war der Anteil an zentral beheizten Gebäuden vergleichsweise niedrig. Klarer Spitzenreiter beim Anschluss an das Fernheizungsnetz (Fernwärme) war die Nordstadt, wo etwas über 40 % der Gebäude derart beheizt wurden, gefolgt von der Waldstadt mit einem guten Drittel an per Fernwärme beheizten Gebäuden mit Wohnraum. In der Innenstadt-Ost und Innenstadt-West und in Mühlburg, aber auch in Hohenwettersbach hatten 2011 ebenfalls überdurchschnittlich viele Gebäude Anschluss an das Fernwärmenetz. Etagenheizungen waren im Mai 2011 zu einem hohen Anteil noch in der Südstadt, Südweststadt und Weststadt anzutreffen, wo jeweils mehr als ein Drittel der Gebäude derartig beheizt wurden. Gebäude mit Einzel- oder Mehrraumöfen, wozu auch die Nachtspeicherheizung zählt, fanden sich in überdurchschnittlicher Anzahl noch in Grötzingen und Stupferich, wo knapp jedes fünfte Gebäude eine solche Heizung aufwies. Auch in der Süd- und der Nordstadt waren Ofenheizungen für einzelne oder mehrere Räume mit Anteilen von 12,6 % und 13,5 % an allen Gebäuden noch vermehrt anzutreffen (siehe Abbildung 21 ). Zentral- heizung Etagen- heizung Fernheizung (Fernwärme) Einzel-/ Mehrraum- öfen (auch Nachtspei- cherheizung) Block- heizung Keine Heizung im Gebäude/ in den Wohnungen 001 Innenstadt-Ost4041569611432.. 002 Innenstadt-West871377218234384- 003 Südstadt1.204396492156152.. 004 Südweststadt1.36448950927784.. 005 Weststadt1.6087615481851113- 006 Nordweststadt1.8451.35515323888.. 007 Oststadt1.2546833869684.. 008 Mühlburg1.416716272310100153 009 Daxlanden2.0221.48133629138830 010 Knielingen1.9771.55215837198266 011 Grünwinkel2.3421.836140882032352 012 Oberreut8305768114719.. 013 Beiertheim-Bulach1.0156812013493-6 014 Weiherf.- Dammerst. 1.0937252512389.. 015 Rüppurr2.7082.185227478623140 016 Waldstadt1.8391.0245169864.. 017 Rintheim7925611215752.. 018 Hagsfeld1.3311.0611232995185 019 Durlach4.7933.3948121174461311 020 Grötzingen2.1561.59479294311211 021 Stupferich78661516514325 022 Hohenwettersbach871579820067134 023 Wolfartsweier658556251461.. 024 Grünwettersbach1.2531.0632212147.. 025 Palmbach48842110549.. 026 Neureut3.7863.070862433541815 027 Nordstadt1.07442842432145.. Stadt Karlsruhe41.78028.3355.4633.8563.569231326 Stadtteil Gebäude mit Wohnraum insgesamt davon mit Beheizung durch ... Anzahl TABELLE 11: BEHEIZUNGSART DER GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 42 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Zentral- heizung Etagen- heizung Fernheizung (Fernwärme) Einzel-/ Mehrraum- öfen (auch Nachtspei- cherheizung) Block- heizung Keine Heizung im Gebäude/ in den Wohnungen 001 Innenstadt-Ost1,038,623,828,27,9.. 002 Innenstadt-West2,143,325,026,94,40,5- 003 Südstadt2,932,940,913,012,6.. 004 Südweststadt3,335,937,320,36,2.. 005 Weststadt3,847,334,111,56,90,2- 006 Nordweststadt4,473,48,312,94,8.. 007 Oststadt3,054,530,87,76,7.. 008 Mühlburg3,450,619,221,97,11,10,2 009 Daxlanden4,873,216,61,46,80,41,5 010 Knielingen4,778,58,01,910,01,30,3 011 Grünwinkel5,678,46,03,88,71,02,2 012 Oberreut2,069,49,817,72,3.. 013 Beiertheim-Bulach2,467,119,83,39,2-0,6 014 Weiherf.-Dammerst. 2,666,323,02,18,1.. 015 Rüppurr6,580,78,41,73,20,85,2 016 Waldstadt4,455,72,838,03,5.. 017 Rintheim1,970,815,37,26,6.. 018 Hagsfeld3,279,79,22,27,11,40,4 019 Durlach11,570,816,92,49,30,30,2 020 Grötzingen5,273,93,71,320,00,60,5 021 Stupferich1,978,22,00,618,20,30,6 022 Hohenwettersbach2,166,50,923,07,71,50,5 023 Wolfartsweier1,684,53,82,19,3.. 024 Grünwettersbach3,084,81,81,011,7.. 025 Palmbach1,286,32,01,010,0.. 026 Neureut9,181,12,36,49,40,50,4 027 Nordstadt2,639,93,940,213,5.. Stadt Karlsruhe10067,813,19,28,50,60,8 Stadtteil Anteil in % Gebäude mit Wohnraum insgesamt davon mit Beheizung durch ... NOCH TABELLE 11: BEHEIZUNGSART DER GEBÄUDE MIT WOHNRAUM IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 43 www.karlsruhe.de Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe (Ergebnisse des Zensus 2011) Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden Anteil der Gebäude mit Beheizung durch Einzel-/ Mehrraumöfen* unter 1% 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 102 201 263 161 091 193 211 101 262 241 181 191 197 221 083 151 171 261 132 154 195 272 231 072 073 142 121 022 114 182 251 071 202 032 011 043 141 111 061 264 052 041 153 064 062 162 021 081 094 115 194 192 042 082 113 051 271 122 092 063 131 112 031 033 152 093 196 012 084 172 Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze 1 bis unter 5% 5 bis unter 10% * auch Nachtspeicherheizungen. 10 bis unter 15% 15% und mehr Karlsruher Durchschnitt: 8,5% ABBILDUNG 21: ANTEIL DER ÜBERWIEGEND MIT EINZEL- ODER MEHRRAUMÖFEN* BEHEIZTEN GEBÄUDE IN DEN KARLSRUHER STADTVIERTELN AM 9. MAI 2011 44 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 45 www.karlsruhe.de 3. WOHNUNGEN IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 Am 9. Mai 2011 wurden in Karlsruhe im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung 152.219 Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum und 35 Wohnungen in bewohnten Unterkünften gezählt. Zusammen ergeben sich hieraus 152.254 Wohnungen. Die größte Zahl an Wohnungen fi ndet sich naturgemäß in den Wohngebäuden (147.220), wobei hier nochmals unterschieden werden kann in reine Wohngebäude (ohne Wohnheime) und Wohnheime, in denen die Bewohnerinnen und Bewohner einen eigenen Haushalt führen können. Dies sind beispielsweise Studentenwohnheime oder Schwesternwohnheime. Anfang Mai 2011 wies Karlsruhe 143.629 Wohnungen in reinen Wohngebäuden und 3.591 Wohnungen in Wohnheimen auf. In sonstigen Gebäuden mit Wohnraum wurden 4.999 Wohnungen ermittelt. 3.1 STRUKTUR DES WOHNUNGSBESTANDS UND DESSEN ENTWICKLUNG SEIT 1987 Die Zahl der Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum verteilt sich, ebenso wie der Gebäudebestand, nicht homogen über das gesamte Stadtgebiet. Die größte Anzahl an Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum fand sich Anfang Mai 2011 mit 16.387 im fl ächenmäßig größten und bevölkerungsreichsten Karlsruher Stadtteil Durlach. In der Rangliste der Stadtteile mit dem höchsten Wohnungsbestand folgten die Südweststadt und die Weststadt mit 10.902 und 10.847 Wohnungen. Daran schlossen sich die Oststadt, die Südstadt, Neureut und Mühlburg an. Palmbach mit nur 797 Wohnungen war das Schlusslicht im fächerstädtischen Ranking (siehe Tabelle 12). Die in Wohnheimen verzeichneten Wohneinheiten sind nur auf wenige Stadtteile konzentriert. Auf die Nordweststadt und die Oststadt allein entfi elen mit 828 und 801 rund 45 % aller derartigen Wohnungen im Stadtgebiet. Die Innenstadt-West verfügte über 531, die Waldstadt über 248 und die Nordstadt über 229 Wohnungen in Wohnheimen. Weitere Einheiten waren über fast das gesamte Stadtgebiet verteilt. Auf Stadtviertelebene betrachtet lagen die meisten Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum im südlichen Teil der Weststadt (9.234 oder 6,1 % aller Wohnungen im Stadtgebiet). Im alten Teil des größten Karlsruher Stadtteils Durlach wurden im Mai 2011 insgesamt 6.665 Wohnungen gezählt, dies entsprach 4,4 % aller Wohnungen im Stadtgebiet. Auch der mittlere Teil der Südweststadt wies mit 6.737 Einheiten einen ähnlich hohen Wohnungsbestand auf (siehe Abbildung 22). AnzahlAnteil in % 01 Innenstadt-Ost3.8242,5 02 Innenstadt-West5.8663,9 03 Südstadt9.7786,4 04 Südweststadt10.9027,2 05 Weststadt10.8477,1 06 Nordweststadt6.1124,0 07 Oststadt10.1746,7 08 Mühlburg8.9205,9 09 Daxlanden5.9583,9 10 Knielingen4.6333,0 11 Grünwinkel5.0313,3 12 Oberreut4.6723,1 13 Beiertheim-Bulach3.7982,5 14 Weiherfeld-Dammerstock3.0872,0 15 Rüppurr5.1973,4 16 Waldstadt6.4394,2 17 Rintheim2.8391,9 18 Hagsfeld3.3452,2 19 Durlach16.38710,8 20 Grötzingen4.5193,0 21 Stupferich1.3220,9 22 Hohenwettersbach1.1960,8 23 Wolfartsweier1.6831,1 24 Grünwettersbach1.9031,3 25 Palmbach7970,5 26 Neureut8.9985,9 27 Nordstadt3.9922,6 Stadt Karlsruhe 152.219100 Stadtteil Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum TABELLE 12: WOHNUNGSBESTAND IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 46 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011                                                                        &WTNCEJ-KNNKUHGNF )TØPYKPMGN*CTFGEMUKGFNWPI 0QTFYGUVUVCFV.CPIG4KEJVUVCVV /ØJNDWTI4JGKPJCHGP )TØPYKPMGN#NDUKGFNWPI /ØJNDWTI9GKPIÀTVGPUKGFNWPI &WTNCEJ$GTIYCNF 4ØRRWTT0GW4ØRRWTT &WTNCEJ&QTPYCNF7PVGTOØJN 2CNODCEJ 5ØFYGUVUVCFV$GKGTVJGKOGT(GNF +PPGPUVCFV1UV0QTFÒUVN6GKN )TØPYKPMGN#NVG*GKFGPUVØEMGTU &CZNCPFGP&CZNCPFGP1UV )TØPYKPMGN0GWG*GKFGPUVØEMGTU 4KPVJGKO4KPVJGKOGT(GNF &CZNCPFGP#NV&CZNCPFGP *QJGPYGVVGTUDCEJ 0GWTGWV*GKFG *CIUHGNF#NV*CIUHGNF 4ØRRWTT4ØRRWTT5ØFQUV +PPGPUVCFV9GUV²UVNKEJGT6GKN 5VWRHGTKEJ 0QTFYGUVUVCFV4GPPDWEMGN /ØJNDWTI/ØJNDWTIGT(GNF &CZNCPFGP0GW&CZNCPFGP 0QTFUVCFV*CTFVYCNFUKGFNWPI &WTNCEJ.QJP.KUUGP )TÒV\KPIGP5ØFNKEJFGT2HKP\ -PKGNKPIGP#NV-PKGNKPIGP $GKGTVJGKO$WNCEJ$WNCEJ 9GKJGTH&COOGTUV&COOGTUVQEM 4ØRRWTT)CTVGPUVCFV 5ØFUVCFV²UVNKEJGT6GKN 9GKJGTH&COOGTUV9GKJGTHGNF 9GUVUVCFV/KVVNGTGT6GKN 0QTFYGUVUVCFV$KPUGPUEJNCWEJ 1DGTTGWV9CNFNCIG 9QNHCTVUYGKGT 4ØRRWTT#NV4ØRRWTT 4KPVJGKO#NV4KPVJGKO 0GWTGWV-KTEJHGNF 9CNFUVCFV(GNFNCIG )TØPYGVVGTUDCEJ 0GWTGWV5ØFNKEJGT6GKN )TØPYKPMGN#NV)TØPYKPMGN *CIUHGNF9GUVNKEJGT6GKN $GKGTVJGKO$WNCEJ$GKGTVJGKO &CZNCPFGP4JGKPUVTCPFUKGFNWPI 0QTFUVCFV#OGTKMCPGTUKGFNWPI 1UVUVCFV0ÒTFNKEJGT6GKN 0QTFYGUVUVCFV#NVGT(NWIRNCV\ &WTNCEJ*CPIIGDKGV +PPGPUVCFV1UV5ØFYGUVN6GKN 1DGTTGWV(GNFNCIG )TÒV\KPIGP0ÒTFNKEJFGT2HKP\ -PKGNKPIGP0GW-PKGNKPIGP 5ØFYGUVUVCFV²UVNKEJGT6GKN 1UVUVCFV9GUVNKEJGT6GKN 5ØFUVCFV0ÒTFNKEJGT6GKN &WTNCEJ#WG 0GWTGWV0ÒTFNKEJGT6GKN 1UVUVCFV5ØFNKEJGT6GKN 5ØFUVCFV5ØFNKEJGT6GKN +PPGPUVCFV9GUV9GUVNKEJGT6GKN 9CNFUVCFV9CNFNCIG /ØJNDWTI#NV/ØJNDWTI &WTNCEJ#NV&WTNCEJ 5ØFYGUVUVCFV/KVVNGTGT6GKN 9GUVUVCFV5ØFNKEJGT6GKN #PVGKNKP #PVGKNFGT9QJPWPIGPCO )GUCOVDGUVCPFKP -CTNUTWJG ABBILDUNG 22: WOHNUNGSBESTAND IN DEN KARLSRUHER STADTVIERTELN AM 9. MAI 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 47 Anzahl% Gebäude mit Wohnraum und bewohnte Unterkünfte..152.254.. Gebäude mit Wohnraum102.433125.096152.21927.12321,7 Wohngebäude 1) 99.515122.894147.22024.32619,8 Wohngebäude (ohne Wohnheime) 99.513121.748143.62921.88118,0 Wohnheime 2) .1.1463.5912.445213,4 sonstige Gebäude mit Wohnraum2.9182.2024.9992.797127,0 bewohnte Unterkünfte..35.. 1) 1968: Wohngebäude ohne Wochenend- und Ferienhäuser, 1987: ohne Wohnheime, ohne Wohngebäude mit nur 1 oder 2 Ferienwohneinheiten . 2) Wohnheime wurden 1968 zu den sonstigen Gebäuden gerechnet. Gebäudeart196819872011 Veränderung 2011 gegenüber 1987 TABELLE 13: WOHNUNGEN IN GEBÄUDEN MIT WOHNRAUM UND BEWOHNTEN UNTERKÜNFTEN IN KARLSRUHE 1968, 1987 UND 2011 48 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 In Oberreut hat sich das Wohnungsangebot nahezu verdoppelt: die Zahl der Wohnungen stieg zwischen 1987 und 2011 von 2.434 auf 4.672, was einer Zunahme von etwas über 90 % entspricht. Durch weitere größere Neubaugebiete erreichten auch Hohenwettersbach und Hagsfeld mit 86,0 % und 85,9 % mehr Wohnungen im Vergleich zu 1987 annähernd gleich hohe Steigerungsraten (siehe Tabelle 14 und Abbildung 23). Palmbach und Neureut verzeichneten in den vergangenen knapp 25 Jahren mit einem Plus von 54,2 % und 44,2 % ebenfalls ansehnliche Zunahmen im Bereich des Wohnungsbestands. Die Nordstadt stellt bei den Wohnungen, ebenso wie bei der Zahl der Gebäude, einen Sonderfall dar, da sie erst zum 1. Januar 1996 aus der Hardtwaldsiedlung, vormals einem Stadtviertel der Weststadt, und der nach Abzug der Streitkräfte freigewordenen Amerikanerkaserne gegründet wurde. Die im Jahr 2011 ermittelte Wohnungszahl von 3.992 setzt sich zusammen aus der Hardtwaldsiedlung sowie den renovierten und nachverdichteten Wohngebäuden der Streitkräfte. Seit der letzten Volkszählung im Jahr 1987 hat sich die Zahl der Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum in Karlsruhe um ein gutes Fünftel (21,7 %) erhöht. Insgesamt nahm der Bestand im selben Zeitraum um 27.123 Wohnungen zu. Seit 1968 ist die Anzahl der Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum aufgrund einer enormen Bautätigkeit im Stadtgebiet sogar um annähernd 50 % gestiegen. Besonders die Zahl der Wohnungen in Wohnheimen nahm seit 1987 stark zu. Wurden damals noch 1.146 Wohnungen in Wohnheimen gezählt, so waren es 2011 bereits 3.591 Einheiten in derartigen Gebäuden. Dies entspricht einer Zunahme von 213,4 %. Auch die Zahl der Wohnungen in sonstigen Gebäuden mit Wohnraum wuchs beträchtlich um 2.797 auf 4.999 an, was einer Steigerung von 127,0 % entspricht (siehe Tabelle 13). 19872011AnzahlProzent 01 Innenstadt-Ost3.3773.82444713,2 02 Innenstadt-West4.4965.8661.37030,5 03 Südstadt7.7799.7781.99925,7 04 Südweststadt10.10810.9027947,9 05 Weststadt 1) 9.65210.8471.19512,4 06 Nordweststadt5.4286.11268412,6 07 Oststadt8.63110.1741.54317,9 08 Mühlburg8.1978.9207238,8 09 Daxlanden5.4555.9585039,2 10 Knielingen3.8784.63375519,5 11 Grünwinkel4.5475.03148410,6 12 Oberreut2.4344.6722.23891,9 13 Beiertheim-Bulach3.1553.79864320,4 14 Weiherfeld-Dammerstock3.4223.087-335-9,8 15 Rüppurr4.7185.19747910,2 16 Waldstadt5.3966.4391.04319,3 17 Rintheim2.8672.839-28-1,0 18 Hagsfeld1.7993.3451.54685,9 19 Durlach13.82916.3872.55818,5 20 Grötzingen3.6054.51991425,4 21 Stupferich1.0101.32231230,9 22 Hohenwettersbach6431.19655386,0 23 Wolfartsweier1.4911.68319212,9 24 Grünwettersbach1.4421.90346132,0 25 Palmbach51779728054,2 26 Neureut6.2398.9982.75944,2 27 Nordstadt 2) 9853.9923.007305,3 Stadt Karlsruhe 125.100152.219 27.11921,7 1) 1987: ohne Hardtwaldsiedlung. 2) gegründet zum 1. Januar 1996, aus einem Stadtviertel der Weststadt (Hardtwaldsiedlung) und der Amerikanerkaserne gebildet. Stadtteil Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum insgesamt Veränderung 2011 gegenüber 1987 TABELLE 14: ENTWICKLUNG DES WOHNUNGSBESTANDS IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN SEIT 1987 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 49 www.karlsruhe.de Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe (Ergebnisse des Zensus 2011) -10% bis unter 0% Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden Veränderungsrate 0% bis unter 10% 10% bis unter 25% 25% bis unter 50% 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 Karlsruher Durchschnitt: +21,7% Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze 50% und mehr * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. ABBILDUNG 23: ENTWICKLUNG DES WOHNUNGSBESTANDS* IN KARLSRUHE SEIT 1987 50 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. 24.760 18.563 26.711 29.882 17.960 13.171 13.333 3.929 3.910 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 35.000 vor 19191919 - 1949 1950 - 1959 1960 - 1969 1970 - 1979 1980 - 1989 1990 - 1999 2000 - 2005 2006 u. später Anzahl Baualtersklassen ABBILDUNG 24: ZAHL DER WOHNUNGEN* IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DEM BAUALTER DES GEBÄUDES AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 51 www.karlsruhe.de 3.2 WOHNUNGEN NACH DEM BAUALTER DES GEBÄUDES Aus dem Baualter des Gebäudes, in dem sich die Wohnungen befi nden, können unter Umständen Rückschlüsse auf die Qualität der Bausubstanz und des Wohnraums gezogen werden. Der vor 1919 geschaffene Wohnungsbestand in Karlsruhe machte am 9. Mai 2011 noch 16,3 % des gesamten Bestands aus (siehe Abbildung 24). Zusammen mit den 18.563 Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum, die zwischen 1919 und 1949 errichtet wurden, belief sich der städtische Altbaubestand somit auf ein gutes Viertel aller Wohnungen (28,5 %). Annähernd die Hälfte aller Wohnungen im Bestand befand sich am Stichtag des Zensus 2011 in Gebäuden, die in den Jahren zwischen 1950 und 1979 gebaut wurden. Sie stammen aus der Zeit des intensiven Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg, deren wirtschaftlicher Aufschwung und reger Bevölkerungszuzug eine intensive Bautätigkeit zur Folge hatte. Rund 18 % aller Wohnungen im Stadtgebiet entstanden zwischen 1950 und 1959, weitere 20 %, also jede fünfte Wohnung in Gebäuden mit Wohnraum, wurde zwischen 1960 und 1969 errichtet. In der Nordweststadt wurde besonders viel gebaut, dort entstammen knapp drei Viertel aller Wohnungen den Jahren 1950 bis 1969. Weitere Schwerpunkte der Bautätigkeit in den 1950er-Jahren waren beispielsweise in Rintheim, wo mehr als jede vierte Wohnung in diesem Jahrzehnt errichtet wurde. Über die Hälfte der Wohnungen in der planmäßig neuangelegten Waldstadt stammen aus den Jahren zwischen 1960 und 1969 (siehe Tabelle 15). vor 1919 1919 - 1949 1950 - 1959 1960 - 1969 1970 - 1979 1980 - 1989 1990 - 1999 2000 - 2005 2006 u. später 01 Innenstadt-Ost3.8241.10223844741872076875506 02 Innenstadt-West5.8661.6264031.8968334271723938531 03 Südstadt9.7783.4481.4841.593795273322435438990 04 Südweststadt10.9023.0872.3651.9811.408720670213164294 05 Weststadt 10.8474.1511.7961.650771878769479172181 06 Nordweststadt6.112281722.0342.4117723402786017 07 Oststadt10.1743.2331.3981.5051.659864280597199439 08 Mühlburg8.9201.3391.2412.9511.8303097194682439 09 Daxlanden5.9584238684791.3981.6785444497445 10 Knielingen4.6334096126511.3086313615185786 11 Grünwinkel5.0311911.0237461.057658597353178228 12 Oberreut4.672 .6.1.6075544861.737210 71 13 Beiertheim-Bulach3.79862752139782147332640614978 14 Weiherf.-Dammerst.3.087231.338796323425906121 10 15 Rüppurr5.1975601.2077571.3276862522827650 16 Waldstadt6.4399126703.5696091.1963292520 17 Rintheim2.8391172151.1844084862341123251 18 Hagsfeld3.3451312364325303272131.27115946 19 Durlach16.3872.9701.7182.3004.0761.8611.3241.259508371 20 Grötzingen4.5194153614387131.08675950516181 21 Stupferich1.3229164922083212581995930 22 Hohenwettersb. 1.19662457020076204214218107 23 Wolfartsweier1.68396591482476393301053524 24 Grünwettersbach1.903116891804893712732586562 25 Palmbach797.22.200203492002222 26 Neureut8.9984304941.0551.0941.8711.6241.582384464 27 Nordstadt 3.992395762.216182421155530467 Stadt Karlsruhe 152.21924.76018.56326.71129.88217.96013.17113.3333.9293.910 * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. Wohnungen* insgesamt davon mit Baualter des Gebäudes von ... bis ... Anzahl Stadtteil TABELLE 15: WOHNUNGSBESTAND IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 NACH DEM BAUALTER DES GEBÄUDES 52 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 vor 1919 1919 - 1949 1950 - 1959 1960 - 1969 1970 - 1979 1980 - 1989 1990 - 1999 2000 - 2005 2006 u. später 01 Innenstadt-Ost2,528,86,211,710,918,820,12,01,30,2 02 Innenstadt-West3,927,76,932,314,27,32,96,71,40,5 03 Südstadt6,435,315,216,38,12,83,34,44,510,1 04 Südweststadt7,228,321,718,212,96,66,12,01,52,7 05 Weststadt7,138,316,615,27,18,17,14,41,61,7 06 Nordweststadt4,00,52,833,339,412,65,64,51,00,3 07 Oststadt6,731,813,714,816,38,52,85,92,04,3 08 Mühlburg5,915,013,933,120,53,58,15,20,30,4 09 Daxlanden3,97,114,68,023,528,29,17,51,20,8 10 Knielingen3,08,813,214,128,213,67,811,21,21,9 11 Grünwinkel3,33,820,314,821,013,111,97,03,54,5 12 Oberreut3,1 .0,1.34,411,910,437,24,51,5 13 Beiertheim-Bulach 2,516,513,710,521,612,58,610,73,92,1 14 Weiherf.-Dammerst. 2,00,743,325,810,513,82,92,00,70,3 15 Rüppurr3,410,823,214,625,513,24,85,41,51,0 16 Waldstadt4,20,10,210,455,49,518,65,10,40,3 17 Rintheim1,94,17,641,714,417,18,23,91,11,8 18 Hagsfeld2,23,97,112,915,89,86,438,04,81,4 19 Durlach10,818,110,514,024,911,48,17,73,12,3 20 Grötzingen3,09,28,09,715,824,016,811,23,61,8 21 Stupferich0,96,94,87,015,724,319,515,14,52,3 22 Hohenwettersb. 0,85,23,85,916,76,417,117,918,28,9 23 Wolfartsweier1,15,73,58,814,738,019,66,22,11,4 24 Grünwettersbach1,36,14,79,525,719,514,313,63,43,3 25 Palmbach0,5.2,8.25,125,56,125,12,82,8 26 Neureut5,94,85,511,712,220,818,017,64,35,2 27 Nordstadt 2,61,014,455,54,61,10,313,97,61,7 Stadt Karlsruhe 10016,312,217,519,611,88,78,82,62,6 * Wohnun gen in Gebäuden mit Wohnraum. Stadtteil Wohnungen* insgesamt davon mit Baualter des Gebäudes von ... bis ... Anteil in % NOCH TABELLE 15: WOHNUNGSBESTAND IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 NACH DEM BAUALTER DES GEBÄUDES AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 53 www.karlsruhe.de 54 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Die starke Bautätigkeit der Nachkriegsjahre schwächte sich nach 1969 deutlich ab. Zwischen 1970 und 1979 kamen nur noch 17.960 Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum zur Fertigstellung, die im Mai 2011 einen Anteil von 11,8 % am gesamten Wohnungsbestand ausmachten. Bauschwerpunkte in diesem Jahrzehnt ergaben sich in Wolfartsweier und Daxlanden, wo 38,0 % und 28,2 % aller Wohnungen im Bestand in Gebäuden aus diesem Jahrzehnt zu fi nden sind. Zwischen 1980 und 1999 ging der Neubau von Wohnungen weiter zurück. Aus beiden Jahrzehnten wurden im Mai 2011 jeweils gut 13.000 Wohnungen ermittelt (8,8 % und 8,7 % aller Wohnungen in Karlsruhe). Sehr viel gebaut wurde in diesen beiden Jahrzehnten in Oberreut und in Hagsfeld. Knapp die Hälfte aller Wohnungen (47,6 % und 44,4 %) dort wurden erst in diesem Zeitraum errichtet. Deutlich weniger Wohnungen fanden sich in Gebäuden neueren Baujahrs. Seit dem Jahr 2000 wurden in Karlsruhe nur noch 7.839 Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum fertiggestellt. Dies entspricht einem Anteil von 5,2 %. Besonders viele Neubauwohnungen wurden am 9. Mai 2011 in der Südstadt (1.428), in Durlach (875) und in Neureut (848) gezählt. Seit der Jahrtausendwende verzeichneten auch die Oststadt und die Südweststadt mit über 600 bzw. 450 Wohnungen vor allem auf nachverdichteten Flächen nennenswerte Zuwächse (siehe Abbildung 25). Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe (Ergebnisse des Zensus 2011) vor 1919 Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden überwiegend gebaut im Zeitraum 1919 - 1949 1950 - 1959 1960 - 1969 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 102 201 263 161 091 193 211 101 262 241 181 191 197 221 083 151 171 261 132 154 195 272 231 072 073 142 121 022 114 182 251 071 202 032 011 043 141 111 061 264 052 041 153 064 062 162 021 081 094 115 194 192 042 082 113 051 271 122 092 063 131 112 031 033 152 093 196 012 084 172 Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze 1980 - 1999 1970 - 1979 2000 - 2005 2006 und später 1990 - 1999 * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. ABBILDUNG 25: WOHNUNGSBESTAND* IN DEN KARLSRUHER STADTVIERTELN AM 9. MAI 2011 NACH DER BAUALTERSKLASSE AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 55 www.karlsruhe.de AnzahlAnteil in %AnzahlAnteil in %AnzahlAnteil in %Anzahl% 1 1.5581,54.6943,89.3766,24.68299,7 2 6.8866,78.4906,916.11610,67.62689,8 3 29.84529,130.08124,338.72425,48.64328,7 4 40.21739,344.93036,347.26631,12.3365,2 5 15.37415,021.25717,221.79514,35382,5 6 und mehr 8.5518,314.32011,618.94212,44.62232,3 insgesamt 102.431100123.772100152.21910028.44723,0 1) ohne Freizeitwohnungen. 2) ohne Freizeitwohnungen, ohne Wohnungen in Gebäuden mit vollständiger Wohnheimnutzung. 3) Alle Räume mit 6 m² oder mehr sowie alle Küchen. Veränderung 2011 gegenüber 1987 Wohnungen Wohnungen mit ... Raum/Räumen 3) 1968 1) 1987 2) 2011 TABELLE 16: WOHNUNGEN IN GEBÄUDEN MIT WOHNRAUM 1968, 1987 UND 2011 NACH DER ZAHL DER RÄUME 56 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 3.3 WOHNUNGSGRÖSSE Wichtige Größen zur Beurteilung der Wohnraumversorgung der Bevölkerung sind einerseits die Fläche der Wohnung, andererseits die Aufteilung des Wohnungsbestands nach der Raumzahl. Die Zahl der Räume umfasst alle Wohn-, Ess- und Schlafzimmer sowie andere separate Räume von mindestens 6 m² Größe sowie abgeschlossene Küchen, unabhängig von deren Größe. Seit der letzten Gebäude- und Wohnungszählung hat die Zahl der Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum erheblich zugenommen. Besonders auffällig war der Anstieg der kleineren Wohnungen mit einem oder zwei Räumen. Die Zahl der Wohnungen mit nur einem Raum erhöhte sich um 4.682 auf 9.376, was einer Zunahme von annähernd 100 % entspricht (siehe Tabelle 16). Bei den Zwei-Raum-Wohnungen war die Steigerung mit einem Plus von gut 90 % fast genauso groß. Diese Entwicklung ist sicherlich zu einem großen Teil der steigenden Zahl an Singlehaushalten, vor allem Studierende, in Karlsruhe und deren Bedarf an kleineren Wohnungen geschuldet. Die Zahl der Wohnungen mit vier und fünf Räumen stieg zwischen 1987 und 2011 nur moderat um 5,2 % bzw. 2,5 % an, wobei die Vier-Raum-Wohnungen weiterhin absolut die größte Gruppe bilden. Große Wohneinheiten mit sechs und mehr Räumen hingegen, die beispielsweise von Familien mit Kindern nachgefragt werden, nahmen in den letzten 25 Jahren gut 30 % zu. Der überwiegende Teil der Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum in Karlsruhe wies im Jahr 2011 am Stichtag der Gebäude- und Wohnungszählung 4 Räume (inklusive Küche) auf (siehe Abbildung 26). Die durchschnittliche Größe der Wohnungen in der Fächerstadt lag, bezogen auf alle Wohnungen, bei 3,9 Räumen. Derselbe Wert wurde für Wohnungen in reinen Wohngebäuden erreicht, wohingegen Wohnungen in Wohnheimen nur durchschnittlich 2,0 Räume aufwiesen. Über die Hälfte aller derartigen Wohnungen verfügten nur über einen Raum. KP)GDÀWFGPOKV9QJPTCWOCNNG4ÀWOGOKVOŽQFGTOGJTUQYKGCNNG-ØEJGP                    #P\CJN <CJNFGT4ÀWOG ABBILDUNG 26: WOHNUNGEN* IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER ZAHL DER RÄUME AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 57 www.karlsruhe.de Annähernd 60 % aller Wohnungen (56,5%) im Stadtgebiet entfi elen auf Drei- und Vier-Raum-Wohnungen. Etwas mehr als ein Viertel der Wohnungen im Bestand (26,8%) wiesen fünf und mehr Räume auf. Kleine Wohnungen, also Ein- und Zwei-Raum- Wohnungen, konzentrieren sich im Stadtgebiet hauptsächlich auf die Innenstadtbereiche. Vor allem die Innenstadt-West und die Oststadt stechen hervor, wo am 9. Mai 2011 insgesamt 1.033 und 1.029 Ein-Raum-Wohnungen gezählt wurden. Außerhalb der Innenstadt waren vor allem in Durlach und in Neureut hohe Zahlen an Wohnungen mit nur einem oder zwei Räumen zu fi nden (siehe Tabelle 17). Der Anteil derartiger Kleinstwohnungen im Stadtgebiet war im Mai 2011 in der Innenstadt-Ost mit 33 % am höchsten, gefolgt von der Innenstadt-West mit 32,6 %. In den Höhenstadtteilen oder auch in Rüppurr und Daxlanden hingegen waren solche kleinen Wohnungen eher selten anzutreffen. Ihr Anteil an allen Wohnungen lag dort meist unter 10 %. Auf der anderen Seite dominierten in den vorgenannten Stadtteilen größere Wohnungen mit 5 und mehr Räumen. Besonders in den Höhenstadtteilen wies teilweise gut über die Hälfte aller Wohnungen diese Größe auf. In Rüppurr war mit 46,8 % knapp die Hälfte aller Wohnungen dieser Größenklasse zuzuordnen (siehe Abbildung 27). 1234567 und mehr 01 Innenstadt-Ost3.8246725871.11589736010390 02 Innenstadt-West5.8661.0338801.5541.382649206162 03 Südstadt9.7787361.5453.6192.69189020097 04 Südweststadt10.9026221.3892.7283.5111.851514287 05 Weststadt 10.8477221.3302.6773.6121.675455376 06 Nordweststadt6.1126074341.3652.032828397449 07 Oststadt10.1741.0291.2053.0703.3621.089198221 08 Mühlburg8.9204321.1022.9003.065940259222 09 Daxlanden5.958943821.3452.567869345356 10 Knielingen4.6331743951.1181.474748375349 11 Grünwinkel5.0311483921.1121.490894522473 12 Oberreut4.6723425821.3641.461593196134 13 Beiertheim-Bulach 3.7981734071.0151.215605212171 14 Weiherf.-Dammerst. 3.087991838281.066406236269 15 Rüppurr5.197902987851.5901.150613671 16 Waldstadt6.4394834021.3632.495702528466 17 Rintheim2.839901788241.113335136163 18 Hagsfeld3.345191488762840461298305 19 Durlach16.3876681.7604.6034.8522.2681.0091.227 20 Grötzingen4.519903168371.317826546587 21 Stupferich1.3228101230321255191216 22 Hohenwettersbach 1.1961860135238225223297 23 Wolfartsweier1.68351158368512277146171 24 Grünwettersbach1.9031793250435414274420 25 Palmbach797961111184165103164 26 Neureut8.9986769311.8182.2841.514900875 27 Nordstadt 3.9921024578281.260806385154 Stadt Karlsruhe 152.2199.37616.11638.72447.26621.7959.5709.372 * in Gebäuden mit Wohnraum, alle Räume mit 6 m² oder mehr sowie alle Küchen. Wohnungen insgesamt davon mit ... Raum / Räumen Stadtteil TABELLE 17: WOHNUNGEN* IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 NACH DER ZAHL DER RÄUME 58 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe (Ergebnisse des Zensus 2011) unter 10% Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden Anteil an allen Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum 10% bis unter 15% 15% bis unter 20% 20% und mehr 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 102 201 263 161 091 193 211 101 262 241 181 191 197 221 083 151 171 261 132 154 195 272 231 072 073 142 121 022 114 182 251 071 202 032 011 043 141 111 061 264 052 041 153 064 062 162 021 081 094 115 194 192 042 082 113 051 271 122 092 063 131 112 031 033 152 093 196 012 084 172 Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze Karlsruher Durchschnitt: 16,7% * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. ABBILDUNG 27: ANTEIL DER WOHNUNGEN* MIT EIN UND ZWEI RÄUMEN IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 59 www.karlsruhe.de AnzahlAnteil in % unter 4014.3199,4 40 - 5927.43818,0 60 - 7940.84426,8 80 - 9930.28119,9 100 - 11916.02510,5 120 - 13910.3566,8 140 - 1595.7973,8 160 - 1792.8981,9 180 - 1991.6141,1 200 und mehr2.6471,7 Stadt Karlsruhe152.219100,0 * in Gebäuden mit Wohnraum, alle Räume mit 6 m² oder mehr sowie alle Küchen. Wohnfläche von ... bis ... Quadratmeter Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum TABELLE 18: WOHNUNGEN* IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER WOHNFLÄCHE 60 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Betrachtet man auf der anderen Seite die Wohnungen in Karlsruhe nach ihrer Wohnfl äche, so waren am 9. Mai 2011 mehr als ein Viertel aller Wohnungen zwischen 60 und 79 Quadratmeter (m²) groß, insgesamt fi elen 40.844 Wohneinheiten in diese Kategorie (siehe Tabelle 18 und Abbildung 28). Die durchschnittliche Wohnungsgröße belief sich auf 82,5 m². Etwas mehr als ein Viertel aller Wohnungen im Bestand hatten eine Fläche unter 60 m² oder kleiner, vor allem die Einheiten zwischen 40 und 59 m² waren hierbei gefragt. Betrachtet man die Wohnungen in Wohnheimen separat, so wiesen sogar rund 8 von 10 Wohnungen in derartigen Gebäuden eine Größe von weniger als 60 m² auf. Insgesamt 71.125 Wohnungen oder 46,7 % waren zwischen 60 und 99 m² groß, einer auf dem Mietmarkt gängigen Größe. In den Größenklassen über 120 m² und vor allem über 140 m² nimmt die Zahl der Wohnungen deutlich ab, die wenigsten Wohnungen (1.614) wurden in der Größenklasse 180 bis 199 m² ermittelt. KP)GDÀWFGPOKV9QJPTCWOCNNG4ÀWOGOKVOŽQFGTOGJTUQYKGCNNG-ØEJGP                  WPVGT         WPF OGJT #PVGKNKP 9QJPHNÀEJGKP3WCFTCVOGVGT ABBILDUNG 28: WOHNUNGEN* IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER WOHNFLÄCHE AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 61 www.karlsruhe.de Den höchsten Anteil an Kleinstwohnungen in der Größenklasse von unter 40 m² wies im Mai 2011 die Innenstadt-Ost auf, wo annähernd jede fünfte Wohnung in Gebäuden mit Wohnraum in diese Kategorie fi el, dicht gefolgt von der Innenstadt- West. Auch die übrigen Stadtteile in der Kernstadt sowie Oberreut waren durch hohe Anteile von sehr kleinen Wohnungen charakterisiert (siehe Tabelle 19). Ein besonders hoher Anteil sehr großer Wohnungen wurde im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 in Hohenwettersbach ermittelt, wo jede fünfte Wohnung mehr als 160 m² Wohnfl äche aufwies. Auch Grünwettersbach und Palmbach verfügen über überdurchschnittlich viele solcher großer Wohnungen, gefolgt von Stupferich und Rüppurr (siehe Abbildung 29). Gerade in Hohenwettersbach und in Rüppurr, aber auch in den übrigen Höhenstadtteilen, gibt es viele Gebäude mit nur einer Wohnung, so dass diese großen Wohnungen in der Regel in Einfamilienhäusern zu fi nden sind. unter 40 40 - 59 60 - 79 80 - 99 100 - 119 120 - 139 140 - 159 160 - 179 180 - 199 200 und mehr 01 Innenstadt-Ost3.82487384889767228112759212620 02 Innenstadt-West5.8661.2741.2701.2498855422801431005271 03 Südstadt9.7781.2872.6872.8841.72376324410840933 04 Südweststadt10.9021.2071.7052.4712.5871.40582833317176119 05 Weststadt 10.8471.1561.8502.6282.3361.35869731917198234 06 Nordweststadt6.1127731.1131.7291.1305173172591345387 07 Oststadt10.1741.3352.1273.5161.922697337129502635 08 Mühlburg8.9208242.2952.8731.626675299163654060 09 Daxlanden5.9582128831.8601.669526371208966370 10 Knielingen4.6333177141.2509496104001831054560 11 Grünwinkel5.0312847961.2809846025132901386084 12 Oberreut4.6725241.2981.434730287219108302319 13 Beiertheim-Bulach 3.798309671972849510243118563238 14 Weih.-Dammerst. 3.087110634835629365261109593253 15 Rüppurr5.1972295411.3441.215649448300144111216 16 Waldstadt6.4395868302.4121.04652744828911774110 17 Rintheim2.839154551937653205142100452527 18 Hagsfeld3.345319603773586350329202854355 19 Durlach16.3871.1803.0584.7043.1521.566957662359235514 20 Grötzingen4.519161480953918675565333160113161 21 Stupferich1.32220124216231234204135682664 22 Hohenwettersb. 1.19630771511411702121631125981 23 Wolfartsweier1.68392234416323209175105523245 24 Grünwettersbach1.9032812827736126128622713175129 25 Palmbach797296211913014910186512941 26 Neureut8.9988691.1581.8741.7671.176948567311134194 27 Nordstadt 3.9921377017901.06771640599272327 Stadt Karlsruhe 152.21914.31927.43840.84430.28116.02510.3565.7972.8981.6142.647 * in Gebäuden mit Wohnraum, alle Räume mit 6 m² oder mehr sowie alle Küchen. Anzahl Stadtteil Wohnun- gen insgesamt davon mit einer Wohnfläche von ... bis ... Quadratmetern TABELLE 19: WOHNUNGEN* IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 NACH DER WOHNFLÄCHE 62 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 unter 40 40 - 59 60 - 79 80 - 99 100 - 119 120 - 139 140 - 159 160 - 179 180 - 199 200 und mehr Anzahl 01 Innenstadt-Ost3.82422,822,223,517,67,33,31,50,50,70,5 02 Innenstadt-West5.86621,721,721,315,19,24,82,41,70,91,2 03 Südstadt9.77813,227,529,517,67,82,51,10,40,10,3 04 Südweststadt10.90211,115,622,723,712,97,63,11,60,71,1 05 Weststadt 10.84710,717,124,221,512,56,42,91,60,92,2 06 Nordweststadt6.11212,618,228,318,58,55,24,22,20,91,4 07 Oststadt10.17413,120,934,618,96,93,31,30,50,30,3 08 Mühlburg8.9209,225,732,218,27,63,41,80,70,40,7 09 Daxlanden5.9583,614,831,228,08,86,23,51,61,11,2 10 Knielingen4.6336,815,427,020,513,28,63,92,31,01,3 11 Grünwinkel5.0315,615,825,419,612,010,25,82,71,21,7 12 Oberreut4.67211,227,830,715,66,14,72,30,60,50,4 13 Beiertheim-Bulach3.7988,117,725,622,413,46,43,11,50,81,0 14 Weih.-Dammerst. 3.0873,620,527,020,411,88,53,51,91,01,7 15 Rüppurr5.1974,410,425,923,412,58,65,82,82,14,2 16 Waldstadt6.4399,112,937,516,28,27,04,51,81,11,7 17 Rintheim2.8395,419,433,023,07,25,03,51,60,91,0 18 Hagsfeld3.3459,518,023,117,510,59,86,02,51,31,6 19 Durlach16.3877,218,728,719,29,65,84,02,21,43,1 20 Grötzingen4.5193,610,621,120,314,912,57,43,52,53,6 21 Stupferich1.3221,59,416,317,517,715,410,25,12,04,8 22 Hohenwettersb.1.1962,56,412,611,814,217,713,69,44,96,8 23 Wolfartsweier1.6835,513,924,719,212,410,46,23,11,92,7 24 Grünwettersbach1.9031,56,714,619,013,715,011,96,93,96,8 25 Palmbach7973,67,814,916,318,712,710,86,43,65,1 26 Neureut8.9989,712,920,819,613,110,56,33,51,52,2 27 Nordstadt 3.9923,417,619,826,717,910,12,50,70,60,7 Stadt Karlsruhe152.2199,418,026,819,910,56,83,81,91,11,7 * in Gebäuden mit Wohnraum, alle Räume mit 6 m² oder mehr sowie alle Küchen. Anteil in % Stadtteil Wohnun- gen insgesamt davon mit einer Wohnfläche von ... bis ... Quadratmetern NOCH TABELLE 19: WOHNUNGEN* IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 NACH DER WOHNFLÄCHE AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 63 www.karlsruhe.de * in Gebäuden mit Wohnraum, alle Räume mit 6 m² oder mehr sowie alle Küchen. 40,6 34,0 45,0 35,0 39,0 43,4 24,8 25,8 18,4 30,9 27,7 26,7 21,0 27,4 22,0 25,9 24,1 22,3 27,6 21,5 14,8 22,5 19,4 14,2 10,9 11,4 8,2 8,9 4,4 5,7 6,6 7,0 8,5 11,0 11,9 12,8 13,6 13,9 14,0 14,0 14,6 15,3 16,1 16,6 16,7 17,1 21,3 21,6 23,5 23,9 24,3 29,5 37,6 38,6 44,6 52,4 6040200204060 03 Südstadt 07 Oststadt 01 Innenstadt-Ost 08 Mühlburg 12 Oberreut 02 Innenstadt-West 17 Rintheim 13 Beiertheim-Bulach 09 Daxlanden 06 Nordweststadt 05 Weststadt 04 Südweststadt 27 Nordstadt Stadt Karlsruhe 16 Waldstadt 19 Durlach 14 Weiherfeld-Dammerstock 10 Knielingen 18 Hagsfeld 11 Grünwinkel 15 Rüppurr 26 Neureut 23 Wolfartsweier 20 Grötzingen 21 Stupferich 25 Palmbach 24 Grünwettersbach 22 Hohenwettersbach Anteil der Wohnungen in der Größenklasse Anteil in % bis unter 60 m²120 und mehr m² ABBILDUNG 29: WOHNUNGEN* IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 NACH DER WOHNFLÄCHE 64 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Gebäude mit Wohnraum152.21943.521104.9851683.545 Wohngebäude 147.22042.777100.9531563.334 Wohngebäude (ohne Wohnheime) 143.62942.65297.5681563.253 Wohnheime 3.5911253.385.81 sonstige Gebäude mit Wohnraum4.9997444.03212211 Anzahl Gebäude mit Wohnraum152.21928,669,00,12,3 Wohngebäude 147.22029,168,60,12,3 Wohngebäude (ohne Wohnheime) 143.62929,767,90,12,3 Wohnheime 3.5913,594,3.2,3 sonstige Gebäude mit Wohnraum4.99914,980,70,24,2 * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. 1) Anzahl bzw. Anteil der am Stichtag als leer stehend gemeldeten Wohnungen an allen Wohnungen. Anteil in % Gebäudeart davon Anzahl von Eigentümer/- in bewohnt zu Wohnzwecken vermietet (auch mietfrei) Ferien- und Freizeit- wohnung Leer stehend 1) Wohnungen insgesamt TABELLE 20: NUTZUNGSART DER WOHNUNGEN* IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER GEBÄUDEART AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 65 www.karlsruhe.de 3.4 ART DER WOHNUNGSNUTZUNG: IM EIGENTUM ODER ZUR MIETE? Die Nutzung einer Wohnung spielt für die Bewertung der Wohnraumversorgung im Stadtgebiet eine wichtige Rolle. Im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 wurden vier Möglichkeiten unterschieden, wie die Wohnung am 9. Mai 2011 genutzt wurde. Von der Eigentümerin beziehungsweise vom Eigentümer bewohnt gilt eine Wohnung, wenn mindestens einer der Bewohner Eigentümerin oder Eigentümer der Wohnung ist. Am Stichtag der Erhebung wohnte in insgesamt 43.521 Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum der Eigentümer selbst, dies entspricht gut einem Viertel des Wohnungsbestands (28,6 %) (siehe Tabelle 20). Zu Wohnzwecken vermietet waren am Stichtag der Gebäude- und Wohnungszählung in Karlsruhe 104.985 oder mehr als zwei Drittel der Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. Die Einstufung als Mietwohnung ist unabhängig davon, ob für die Wohnung Miete gezahlt wird oder ob diese vom Vermieter mietfrei überlassen ist. Nur 186 bzw. 0,1 % der Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum im Stadtgebiet wurden als Ferien- und/oder Freizeitwohnungen genutzt. Am 9. Mai 2011, dem Stichtag der Gebäude- und Wohnungszählung, galten 3.545 oder 2,3 % der Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum im Stadtgebiet als nicht bewohnt bzw. leerstehend. Hierunter fallen jedoch auch Wohnungen, die aufgrund von Mieterwechsel zum Zeitpunkt der Erhebung gerade leerstanden, und damit keinen echten Leerstand darstellen. 66 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 3.4.1 VERTEILUNG DER WOHNUNGEN IN MIETE ODER VOM EIGENTÜMER BEWOHNT IM STADTGEBIET In den Stadtteilen mit großen Einfamilienhausgebieten wie zum Beispiel in Hohenwettersbach waren am 9. Mai 2011 mit gut zwei Drittel aller Wohnungen bzw. 66,2 % besonders viele Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum vom Eigentümer selbst bewohnt. Auch in Grünwettersbach lag die Quote der eigentümerbewohnten Wohnungen bei über 60 %. In den anderen Höhenstadtteilen und in Grötzingen wurden ebenfalls hohe Anteile an vom Eigentümer selbst bewohnten Wohnungen gezählt. Im Kernstadtbereich hingegen, aber auch in Mühlburg und in Oberreut, lag der Anteil der vom Eigentümer bewohnten Wohnungen teilweise deutlich unter 20 % (siehe Tabelle 21). Insgesamt 10.241 oder rund jede zehnte der 104.985 Karlsruher Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum, die am 9. Mai 2011 zu Wohnzwecken vermietet waren, befanden sich in Durlach. Mehr als 8.000 Wohnungen wurden jeweils in der Südstadt, der Südweststadt, der Weststadt und der Oststadt zu Wohnzwecken vermietet. Der Anteil der Mietwohnungen war in der Südstadt, der Oststadt und im südlichen und östlichen Teil der Innenstadt besonders hoch, wo jeweils mehr als acht von 10 Wohnungen zu Wohnzwecken vermietet waren. Außerhalb des Kernstadtbereichs waren besonders in den Wohngebieten und Siedlungen in Mühlburg, Daxlanden, Oberreut und in der Nordstadt viele Wohnungen zu Wohnzwecken vermietet, jeweils etwa drei Viertel des dortigen Wohnungsbestands. Zu Wohnzwecken vermietete Wohnungen waren grob gesagt dort weniger häufi g, wo im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung viele vom Eigentümer bewohnte Wohnungen ermittelt wurden, nämlich vorwiegend in den Höhenstadt- teilen. Die wenigsten Mietwohnungen im Stadtgebiet wies Hohenwettersbach auf, wo nur annähernd 30 % aller Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum vermietet waren (siehe Abbildung 30 und Abbildung 31). Bei der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 wurden in Karlsruhe insgesamt 168 Ferien- und Freizeitwohnungen gezählt. 01 Innenstadt-Ost 3.8245273.22165 02 Innenstadt-West 5.8667234.960174 03 Südstadt 9.7781.2488.396130 04 Südweststadt 10.9022.0808.631181 05 Weststadt 10.8472.1948.416221 06 Nordweststadt 6.1121.8204.146142 07 Oststadt 10.1741.5148.455199 08 Mühlburg 8.9201.6807.046187 09 Daxlanden 5.9581.4284.422107 10 Knielingen 4.6331.8852.590153 11 Grünwinkel 5.0311.9842.925115 12 Oberreut 4.6729213.66288 13 Beiertheim-Bulach3.7981.2272.49077 14 Weiherfeld-Dammerstock3.0879942.01771 15 Rüppurr 5.1971.8573.165167 16 Waldstadt 6.4392.3014.04091 17 Rintheim 2.8397511.977106 18 Hagsfeld 3.3451.3531.91574 19 Durlach 16.3875.63910.241482 20 Grötzingen 4.5192.2702.077167 21 Stupferich 1.32272853655 22 Hohenwettersb.1.19679235346 23 Wolfartsweier 1.68373789847 24 Grünwettersbach 1.9031.16066773 25 Palmbach 79743233034 26 Neureut 8.9984.2804.462245 27 Nordstadt 3.9929962.94748 Stadt Karlsruhe 152.21943.521104.9853.545 * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. 1) Anzahl der am Stichtag als leer stehend gemeldeten Wohnungen. Stadtteil Wohnungen insgesamt von Eigentümer/-in bewohnt zu Wohnzwecken vermietet (auch mietfrei) Leer stehend 1) darunter Anzahl TABELLE 21: WOHNUNGSNUTZUNG* IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 67 www.karlsruhe.de * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. 12,3 12,8 13,8 14,9 18,8 19,1 19,7 20,2 24,0 24,9 26,5 28,6 29,8 32,2 32,3 34,4 35,7 35,7 39,4 40,4 40,7 43,8 47,6 50,2 54,2 55,1 61,0 66,2 0 10203040506070 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 01 Innenstadt-Ost 07 Oststadt 08 Mühlburg 04 Südweststadt 12 Oberreut 05 Weststadt 09 Daxlanden 27 Nordstadt 17 Rintheim Stadt Karlsruhe 06 Nordweststadt 14 Weiherfeld-Dammerstock 13 Beiertheim-Bulach 19 Durlach 15 Rüppurr 16 Waldstadt 11 Grünwinkel 18 Hagsfeld 10 Knielingen 23 Wolfartsweier 26 Neureut 20 Grötzingen 25 Palmbach 21 Stupferich 24 Grünwettersbach 22 Hohenwettersbach Anteil in % ABBILDUNG 30: ANTEIL DER VOM EIGENTÜMER BEWOHNTEN WOHNUNGEN* IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 68 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe (Ergebnisse des Zensus 2011) Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden Anteil an allen Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum unter 15% 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 102 201 263 161 091 193 211 101 262 241 181 191 197 221 083 151 171 261 132 154 195 272 231 072 073 142 121 022 114 182 251 071 202 032 011 043 141 111 061 264 052 041 153 064 062 162 021 081 094 115 194 192 042 082 113 051 271 122 092 063 131 112 031 033 152 093 196 012 084 172 Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze 15% bis unter 25% 25% bis unter 35% 35% bis unter 50% * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. 50% und mehr Karlsruher Durchschnitt: 28,6% ABBILDUNG 31: EIGENTÜMERANTEIL DER WOHNUNGEN* IN DEN KARLSRUHER STADTVIERTELN AM 9. MAI 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 69 www.karlsruhe.de 70 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 3.4.2 WOHNUNGSLEERSTAND IN KARLSRUHE Am 9. Mai 2011 waren in Karlsruhe 3.545 Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum nicht bewohnt. Dies entspricht einer Leerstandsquote von 2,3 %. Hierunter fallen jedoch auch Wohnungen, die aufgrund von Mieterwechsel zum Zeitpunkt der Erhebung gerade unbenutzt waren und damit keinen echten Leerstand darstellen. Die Zahl der Wohnungen, die über einen längeren Zeitraum leer stehen, dürfte deutlich geringer ausfallen. Aufgrund des Stichtagsbezugs der Erhebung kann deren Zahl jedoch nicht konkret ermittelt werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass nicht alle dieser Wohnungen auf Dauer leerstehend sind, sondern überwiegend dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen. Insgesamt lag die Leerstandsquote 2011 damit deutlich unter der für die Fluktuation am Wohnungsmarkt empfohlenen Quote von 3 %. Liegt die Leerstandsquote bei einem Wert von unter 3 %, wird dies als Zeichen für einen angespannten Wohnungsmarkt mit knapper Angebotsseite gesehen. Karlsruhe zählt laut Statistischem Landesamt Baden-Württemberg zu den Städten mit der geringsten Leerstandsquote. Die am Stichtag der Erhebung nicht bewohnten Wohnungen verteilten sich nicht gleichmäßig über das Stadtgebiet, die Werte schwankten zwischen 1,2 % und 4,3 %. In der Nordstadt lag der Anteil der leerstehenden Wohnungen nur geringfügig über 1 % aller Wohnungen, in der Südstadt wurden am 9. Mai 2011 nur 1,3 % der Wohnungen als unbewohnt gezählt (siehe Tabelle 22). Die höchsten Anteile nicht bewohnter Wohnungen fanden sich mit 4,3 % und 4,2 % in Palmbach und in Stupferich. Auch Hohenwettersbach, Grünwettersbach und Grötzingen wiesen am Stichtag der Gebäude- und Wohnungs- zählung mit jeweils knapp 4 % einen vergleichsweise hohen Anteil an leerstehenden Wohnungen auf. In diesen Stadtteilen wurde vielfach in den 1970er- und 1980er-Jahren aus steuerlichen Gründen Einfamilienhäuser mit einer zusätzlichen Einliegerwohnung errichtet. Diese Gebäude wurden im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung zu den Gebäuden mit zwei Wohnungen gezählt. Wird nun die Einliegerwohnung nicht benötigt oder nicht bewohnt, kommt es zu einer erhöhten Zahl von am Stichtag der Erhebung leerstehenden Wohnungen. Anteil in % 01 Innenstadt-Ost3.824651,7 02 Innenstadt-West5.8661743,0 03 Südstadt9.7781301,3 04 Südweststadt10.9021811,7 05 Weststadt 10.8472212,0 06 Nordweststadt6.1121422,3 07 Oststadt10.1741992,0 08 Mühlburg8.9201872,1 09 Daxlanden5.9581071,8 10 Knielingen4.6331533,3 11 Grünwinkel5.0311152,3 12 Oberreut4.672881,9 13 Beiertheim-Bulach 3.798772,0 14 Weiherfeld-Dammerstock 3.087712,3 15 Rüppurr5.1971673,2 16 Waldstadt6.439911,4 17 Rintheim2.8391063,7 18 Hagsfeld3.345742,2 19 Durlach16.3874822,9 20 Grötzingen4.5191673,7 21 Stupferich1.322554,2 22 Hohenwettersbach 1.196463,8 23 Wolfartsweier1.683472,8 24 Grünwettersbach1.903733,8 25 Palmbach797344,3 26 Neureut8.9982452,7 27 Nordstadt 3.992481,2 Stadt Karlsruhe 152.2193.5452,3 * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. 1) Anzahl bzw. Anteil der am Stichtag als leer stehend gemeldeten Wohnungen an allen Wohnungen. Wohnungen insgesamt Anzahl davon leer stehend 1) Stadtteil TABELLE 22: LEERSTEHENDE WOHNUNGEN* IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 71 www.karlsruhe.de von Eigentümer/-in bewohnt zu Wohnzwecken vermietet (auch mietfrei) Gemeinschaft von Wohnungseigentümern 21.38430.57051.954 Privatperson 22.13738.34460.481 Wohnungsgenossenschaft - 13.81313.813 Privatwirtschaftliches Wohnungsunternehmen - 3.6073.607 anderes privatwirtschaftliches Unternehmen - 2.3292.329 Kommune oder kommunales Wohnungsunternehmen - 12.99112.991 Bund oder Land - 630630 Organisation ohne Erwerbszweck - 2.701 2.701 insgesamt 43.521104.985148.506 * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum ohne Ferienwohnungen und leerstehende Wohnungen. Eigentumsverhältnis Nutzungsart der Wohnung Wohnungen insgesamt TABELLE 23: EIGENTUMSVERHÄLTNISSE DER VOM EIGENTÜMER BEWOHNTEN UND VERMIETETEN WOHNUNGEN* IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 72 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 3.5 EIGENTUMSVERHÄLTNISSE DER WOHNUNG Am Stichtag der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 wohnte in insgesamt 43.521 Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum der Eigentümer selbst, dies entspricht gut einem Viertel des Wohnungsbestands beziehungsweise einer Eigentümerquote von 28,6 %. Die Eigentümer dieser Wohnungen teilten sich etwa zu gleichen Teilen auf in Privatpersonen und Gemeinschaften von Wohnungseigentümern, welche eine Wohnung in einem nach dem Wohneigentumsgesetz (WEG) geteilten Gebäude besaßen. Dies sind in den allermeisten Fällen Privatleute, die in ihrer eigenen Eigentumswohnung wohnen (siehe Tabelle 23). Die 104.985 zu Wohnzwecken vermieteten Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum hatten unterschiedliche Eigentümer. Knapp 69.000 vermietete Wohnungen befanden sich im Eigentum von Privatpersonen und Gemeinschaften von Wohnungs- eigentümern. Wohnungsgenossenschaften vermieteten gut 13.800 Wohnungen und rangierten somit knapp vor der Rubrik „Kommune oder kommunale Wohnungsunternehmen“, in deren Eigentum sich im Mai 2011 knapp 13.000 der zu Wohn- zwecken vermieteten Wohnungen befanden. Das heißt, rund 26.800 von 105.000 vermieteten Wohnungen oder 25 % waren in der Hand der städtischen Volkswohnung oder einer Genossenschaft. Privatwirtschaftliche Wohnungsunternehmen oder andere privatwirtschaftliche Unternehmen waren Eigentümer von knapp 6.000 vermieteten Wohnungen. Bund, Land oder Organisationen ohne Erwerbszweck waren selten Eigentümer von Mietwohnungen. Anzahl% Zentralheizung 3) 33.22863.76884.19220.42432,0 Etagenheizung15.07427.15712.08380,2 Fernheizung (Fernwärme)12.90128.70515.804122,5 Einzel-/ Mehrraumöfen (auch Nachtspeicherheizung) 69.20336.07610.885-25.191-69,8 Blockheizung 4) ..871.. Keine Heizung 5) ..409.. insgesamt102.431127.819152.21924.40019,1 * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. 1) Wohnungen ohne Wohnungen in Wochenend- und Ferienhäusern. 2) Bewohnte Wohneinheiten in Gebäuden. 3) 1968 wurden Fernheizung, Block- oder Zentralheizung und Etagenheizung unter dem Begriff "Sammelheizung" zusammengefasst ausgewertet. 4) Blockheizung wurde 1968 nicht und 1987 zusammen mit Fernheizung abgefragt und ausgewertet. 5) Merkmal wurde 1968 und 1987 nicht abgefragt. Art der Beheizung der Wohnung 1968 1) 1987 2) 2011 Veränderung 2011 gegenüber 1987 TABELLE 24: BEHEIZUNGSART DER WOHNUNGEN* IN KARLSRUHE 1968, 1987 UND 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 73 www.karlsruhe.de 3.6 HEIZUNGSART IN DER WOHNUNG Die Gebäude- und Wohnungszählung 2011 erfasste nicht nur die in den Gebäuden mit Wohnraum installierte Heiztechnik, sondern auch die Art der Heizung in den Wohnungen. Die Beheizungsart gibt wichtige Anhaltspunkte zur Bewertung des Wohnkomforts einer Wohnung. Über die Betrachtung der Art der Heizung können Rückschlüsse auf möglicherweise notwendige Modernisierungs- oder Nachrüstmaßnahmen gezogen werden. In 84.192 bzw. mehr als der Hälfte der Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum im Stadtgebiet war im Mai 2011 die Zentralheizung die überwiegende Art der Beheizung (siehe Tabelle 24 und Abbildung 32). An eine Fernheizung beziehungsweise die Fernwärme waren 28.705 oder knapp jede fünfte Wohnung angeschlossen, fast genauso viele Wohnungen wurden über Etagenheizungen beheizt. Einzel- oder Mehrraumöfen, die als etwas weniger komfortable Beheizungsart eingestuft werden können, waren in 10.855 Wohnungen vorhanden. Durch Blockheizungen wurde nicht einmal 1 % der Wohnungen in Karlsruhe beheizt. Nur 409 Wohnungen im Stadtgebiet besaßen gar keine Heizung im Gebäude oder in der Wohnung. 9QJPWPIGPKP)GDÀWFGPOKV9QJPTCWO             <GPVTCN JGK\WPI 'VCIGP JGK\WPI (GTPJGK\WPI (GTPYÀTOG 'KP\GN /GJTTCWOÒHGP CWEJ0CEJV URGKEJGTJGK\WPI $NQEMJGK\WPI-GKPG*GK\WPI #PVGKNKP ABBILDUNG 32: BEHEIZUNGSART DER WOHNUNGEN* IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 74 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Die Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 zeigen für Karlsruhe, dass Wohnungen in Gebäuden, die vor 1919 erbaut wurden, zu einem großen Teil Etagenheizungen aufwiesen (43,8 % der Wohnungen). Zentralheizungen waren in gut einem Drittel der Altbauwohnungen vorhanden. Einzel- oder Mehrraumöfen waren in etwas mehr als jeder zehnten Altbauwohnung zu fi nden, modernere Heizsysteme wie Blockheizung oder Fernwärme hingegen in vor 1919 errichteten Gebäuden ausgesprochen selten (siehe Tabelle 25). Zentral- heizung Etagen- heizung Fernheizung (Fernwärme) Einzel-/ Mehrraum- öfen (auch Nachtspei- cherheizung) Block- heizung Keine Heizung 1919 - 194918.5638.8265.9971.5121.96550213 1950 - 195926.71111.2295.6836.6962.93410762 1960 - 196929.88217.7872.8727.7301.09838411 1970 - 197917.96012.4953614.54853422 - 1980 - 198913.1719.1098092.52166666- 1990 - 199913.33310.9503981.631279.. 2000 - 20053.9292.4911421.182543228 2006 und später3.9101.780481.97630.. insgesamt152.21984.19227.15728.70510.885871409 vor 191916,338,543,83,713,40,20,4 1919 - 194912,247,532,38,110,60,31,1 1950 - 195917,542,021,325,111,00,40,2 1960 - 196919,659,59,625,93,71,30,0 1970 - 197911,869,62,025,33,00,1 - 1980 - 19898,769,26,119,15,10,5- 1990 - 19998,882,13,012,22,1.. 2000 - 20052,663,43,630,11,40,80,7 2006 und später2,645,51,250,50,8.. insgesamt10055,317,818,97,20,60,3 * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. Baujahr des Gebäudes Wohnungen insgesamt davon mit Beheizung durch ... Anzahl Anteil in % TABELLE 25: BEHEIZUNGSART DER WOHNUNGEN* IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER BAUALTERSKLASSE AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 75 www.karlsruhe.de 76 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Bei Wohnungen, die nach 1919 errichtet wurden, nahm der Anteil der Objekte mit Etagenheizung zugunsten komfortablerer Zentralheizungssysteme stetig ab. Waren noch knapp ein Drittel der Wohnungen in Gebäuden der Altersklasse 1919 bis 1949 mit Etagenheizungen ausgestattet, so erreichte deren Anteil in Gebäuden der Baujahre 2006 und später nur noch 1,2 %. Auch der Anteil an Wohnungen mit Einzel- und Mehrraumöfen bzw. Nachtspeicherheizungen ging bei den jüngeren Baualtersklassen immer mehr zurück. Im Mai 2011 wurden 28.705 Karlsruher Wohnungen in Gebäude mit Wohnraum mit Fernwärme versorgt. Nachdem bereits in den Jahren zwischen 1950 und 1979 vermehrt neu gebaute Wohnungen ans Fernwärmenetz angeschlossen wurden, sank deren Anteil zwischen 1980 und 1999 zunächst leicht ab, um ab der Jahrtausendwende wieder anzusteigen. Zum Zeitpunkt der Erhebung waren rund 30 % der Gebäude, die seit 2000 errichtet wurden, mit einer Fernheizung ausgestattet. Sogar mehr als die Hälfte aller Wohnungen in Gebäuden mit Baujahr 2006 und später waren ans Fernwärmenetz angeschlossen. Rund drei Viertel der Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum, die über keine Heizung verfügen, wurden vor 1949 errichtet, aber auch in der Baualtersklasse zwischen 1949 und 1978 wurden noch nennenswerte Zahlen an Wohnungen ohne Heizung im Gebäude oder den Wohnungen ermittelt. In Wohnungen jüngeren Erstellungsdatums ist dies äußerst selten, dabei dürfte es sich hauptsächlich um Wohnraum in Passivhäusern handeln. Aufgrund der baulichen Entwicklung und der infrastrukturellen Erschließung kommen die einzelnen Heizungsarten je nach Lage der Wohnung im Stadtgebiet mehr oder weniger häufi g vor (siehe Abbildung 33 und Tabelle 26). Die Zentralheizung ist im Stadtgebiet insgesamt die vorherrschende Art der Heizung in den Wohnungen. Ein weit überdurchschnittlicher Anteil an zentral beheizten Wohnungen war im Mai 2011 in Palmbach und Neureut zu fi nden, wo annähernd neun von zehn Wohnungen (87,5 % und 87,2 %) über eine derartige Heizung verfügen. Auch Grünwettersbach, Wolfartsweier und Hagsfeld wiesen einen ähnlich hohen, überdurchschnittlichen Anteil an Wohnungen mit Zentralheizung auf. In der Nordstadt hingegen war der Anteil an zentral beheizten Wohnungen mit 27,6 % besonders niedrig. Hier und auch in der Waldstadt überwogen stattdessen die Wohnungen, die an das Fernwärmenetz angeschlossen sind (61,8 % und 60,7 % aller Wohnungen). Etagenheizungen waren zu einem hohen Anteil noch in der Südstadt, Südweststadt und Weststadt anzutreffen, wo am 9. Mai 2011 jeweils rund ein Drittel der Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum derartig beheizt wurde. Wohnungen mit Einzel- oder Mehrraumöfen, wozu auch die Nachtspeicherheizung zählt, fanden sich in überdurchschnittlicher Anzahl noch in Grötzingen und Stupferich, wo in etwa jede fünfte Wohnung mit dieser Technik beheizt wurde. Auch in Weiherfeld- Dammerstock und Grünwettersbach waren Ofenheizungen für einzelne oder mehrere Räume mit Anteilen von 13,4 % und 11,7 % noch vermehrt in den Wohnungen anzutreffen. Größere Zahlen an Wohnungen, die keine Heizung aufweisen, wurden im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 nur vereinzelt ermittelt. In Rüppurr wurden immerhin 150 solche Wohnungen gezählt, was einem Anteil von 2,9 % aller Wohnungen dort entspricht. Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe (Ergebnisse des Zensus 2011) Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden Anteil der Wohnungen mit Beheizung durch Einzel-/ Mehrraumöfen unter 1% 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 102 201 263 161 091 193 211 101 262 241 181 191 197 221 083 151 171 261 132 154 195 272 231 072 073 142 121 022 114 182 251 071 202 032 011 043 141 111 061 264 052 041 153 064 062 162 021 081 094 115 194 192 042 082 113 051 271 122 092 063 131 112 031 033 152 093 196 012 084 172 Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze 1 bis unter 5% 5 bis unter 10% * auch Nachtspeicherheizungen. 10 bis unter 15% 15% und mehr Karlsruher Durchschnitt: 7,2% ** Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. ABBILDUNG 33: ANTEIL DER ÜBERWIEGEND MIT EINZEL- ODER MEHRRAUMÖFEN* BEHEIZTEN WOHNUNGEN** IN DEN KARLSRUHER STADTVIERTELN AM 9. MAI 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 77 www.karlsruhe.de Zentral- heizung Etagen- heizung Fernheizung (Fernwärme) Einzel-/ Mehrraum- öfen (auch Nachtspei- cherheizung) Block- heizung Keine Heizung 01 Innenstadt-Ost3.8241.5606091.399214375 02 Innenstadt-West5.8662.3321.2752.02322214 - 03 Südstadt9.7783.2693.5421.8801.027555 04 Südweststadt10.9023.4863.4843.0637001654 05 Weststadt 10.8474.4963.4442.12476617 - 06 Nordweststadt6.1122.8934752.540188133 07 Oststadt10.1745.4732.6051.356717815 08 Mühlburg8.9203.2341.7793.295524853 09 Daxlanden5.9584.2621.0822233511030 10 Knielingen4.6333.70142458414306 11 Grünwinkel5.0313.7114513423967754 12 Oberreut4.6722.5642781.73280.. 13 Beiertheim-Bulach 3.7982.424934203231-6 14 Weiherf.-Dammerst. 3.0871.87874542415.. 15 Rüppurr5.1973.936733100146132150 16 Waldstadt6.4392.288983.908143. . 17 Rintheim2.8391.420378851189.. 18 Hagsfeld3.3452.74438944140226 19 Durlach16.38710.6033.6703881.6138726 20 Grötzingen4.5193.324181409291728 21 Stupferich1.3221.023381123956 22 Hohenwettersb. 1.1968461223882144 23 Wolfartsweier1.6831.46473291143 - 24 Grünwettersbach1.9031.6133815222114 25 Palmbach79769720569.. 26 Neureut8.9987.8491863305753721 27 Nordstadt 3.9921.1022142.466179.. Stadt Karlsruhe 152.21984.19227.15728.70510.885871409 * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. Stadtteil Wohnungen insgesamt davon mit Beheizung durch ... Anzahl TABELLE 26: BEHEIZUNGSART DER WOHNUNGEN* IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 78 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Zentral- heizung Etagen- heizung Fernheizung (Fernwärme) Einzel-/ Mehrraum- öfen (auch Nachtspei- cherheizung) Block- heizung Keine Heizung 01 Innenstadt-Ost3.82440,815,936,65,61,00,1 02 Innenstadt-West5.86639,821,734,53,80,2 - 03 Südstadt9.77833,436,219,210,50,60,1 04 Südweststadt10.90232,032,028,16,41,50,0 05 Weststadt 10.84741,431,819,67,10,2 - 06 Nordweststadt6.11247,37,841,63,10,20,0 07 Oststadt10.17453,825,613,37,00,10,1 08 Mühlburg8.92036,319,936,95,91,00,0 09 Daxlanden5.95871,518,23,75,90,20,5 10 Knielingen4.63379,99,21,38,90,60,1 11 Grünwinkel5.03173,89,06,87,91,51,1 12 Oberreut4.67254,96,037,11,7.. 13 Beiertheim-Bulach 3.79863,824,65,36,10,00,2 14 Weiherf.-Dammerst. 3.08760,824,11,413,4.. 15 Rüppurr5.19775,714,11,92,82,52,9 16 Waldstadt6.43935,51,560,72,2. . 17 Rintheim2.83950,013,330,06,7.. 18 Hagsfeld3.34582,011,61,34,20,70,2 19 Durlach16.38764,722,42,49,80,50,2 20 Grötzingen4.51973,64,00,920,60,40,6 21 Stupferich1.32277,42,90,818,10,40,5 22 Hohenwettersb. 1.19670,71,019,96,91,20,3 23 Wolfartsweier1.68387,04,31,76,80,2 - 24 Grünwettersbach1.90384,82,00,811,70,60,2 25 Palmbach79787,52,50,68,7.. 26 Neureut8.99887,22,13,76,40,40,2 27 Nordstadt 3.99227,65,461,84,5.. Stadt Karlsruhe 152.21955,317,818,97,20,60,3 * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. Stadtteil Wohnungen insgesamt davon mit Beheizung durch ... Anteil in % NOCH TABELLE 26: BEHEIZUNGSART DER WOHNUNGEN* IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 79 www.karlsruhe.de AnzahlAnteil in %AnzahlAnteil in %Anzahl% Badewanne/ Dusche und WC vorhanden 119.53296,6150.01298,630.48025,5 Badewanne/ Dusche nicht vorhanden, WC vorhanden 2.2061,87010,5-1.505-68,2 Badewanne/ Dusche vorhanden, WC nicht vorhanden 8600,76910,5-169-19,7 Badewanne/ Dusche nicht vorhanden, WC nicht vorhanden 1.1740,98150,5-359-30,6 insgesamt 123.772100152.21910028.44723,0 * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. 1) ohne Freizeitwohnungen, ohne Wohnungen in Gebäuden mit vollständiger Wohnheimnutzung. Ausstattung der Wohnungen Veränderung 2011 gegenüber 1987 1987 1) 2011 Wohnungen TABELLE 27: SANITÄRAUSSTATTUNG DER WOHNUNGEN* IN KARLSRUHE 1987 UND 2011 80 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Wohnungen ganz ohne Sanitäreinrichtungen, das heißt sowohl ohne Toilette als auch ohne Badewanne/Dusche waren 2011 im Stadtgebiet kaum noch zu fi nden (815 Wohnungen oder 0,5 %). Auch der Prozentsatz von Wohnungen entweder ohne Toilette oder ohne Bad lag in Karlsruhe jeweils bei rund 0,5 %. Wohnungen mit unzureichenden Sanitäranlagen (weder Bad/Dusche noch WC bzw. nur eines davon vorhanden) fi nden sich eigentlich nur noch in Gebäuden, die vor 1948 errichtet wurden. In Gebäuden neueren Baujahrs gab es im Mai 2011 so gut wie keine Wohnungen ohne Sanitäreinrichtungen. 3.7 AUSSTATTUNG DER WOHNUNG MIT SANITÄREINRICHTUNGEN Im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 wurde neben der Beheizungsart der Wohnungen auch deren Ausstattung mit Sanitäranlagen erfasst. Die Bewertung des Wohnstandards bzw. der Wohnqualität hängt zu einem großen Maß davon ab, ob Einrichtungen wie Bad, Dusche und WC vorhanden sind. Bei der Befragung wurden mehrere Ausprägungen unterschieden, ob eine Wohnung über Badewanne/Dusche und WC verfügt oder nicht. Der überwiegende Teil der Wohnungen in Karlsruhe verfügte im Mai 2011 sowohl über eine Dusche/Badewanne als auch ein WC. Annähernd 99 % oder 150.012 Wohnungen wurden somit den heutigen Komfortansprüchen in der Sanitärausstattung gerecht. Der Vergleich mit der vorangegangenen Gebäude- und Wohnungszählung zeigt einen deutlichen Trend zur Modernisierung und somit zur Verringerung der Wohneinheiten mit fehlenden sanitären Einrichtungen. Waren bereits 1987 niedrige Zahlen an Wohnungen, die den modernen Sanitärstandards nicht genügen, gezählt worden, so verringerte sich deren Anzahl bis 2011 nochmals deutlich. Die Zahl der Wohnungen, die weder Badewanne/Dusche noch WC aufwiesen, nahm in den letzten knapp 25 Jahren um gut 30 % ab. Noch stärker, nämlich um gut zwei Drittel, sank die Zahl der Wohnungen, die zwar ein WC, aber keine Badewanne bzw. Dusche vorweisen konnten (siehe Tabelle 27). Badewanne/ Dusche und WC vorhanden 150.012141.8364.8483.328 Badewanne/ Dusche nicht vorhanden, WC vorhanden 701650456 Badewanne/ Dusche vorhanden, WC nicht vorhanden 6916502417 Badewanne/ Dusche nicht vorhanden, WC nicht vorhanden 81549382240 insgesamt 152.219143.6294.9993.591 Badewanne/ Dusche und WC vorhanden 98,698,897,092,7 Badewanne/ Dusche nicht vorhanden, WC vorhanden 0,50,50,90,2 Badewanne/ Dusche vorhanden, WC nicht vorhanden 0,50,50,50,5 Badewanne/ Dusche nicht vorhanden, WC nicht vorhanden 0,50,31,66,7 insgesamt 100100100100 * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. Anteil in % Ausstattung der Wohnungen davon in ... Wohngebäuden (ohne Wohnheime) Sonstigen Gebäude mit Wohnraum Wohnheim Anzahl Wohnungen insgesamt TABELLE 28: SANITÄRAUSSTATTUNG DER WOHNUNGEN* IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER GEBÄUDEART AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 81 www.karlsruhe.de Schlüsselt man die Sanitärausstattung in den Wohnungen nach der Art der Gebäude auf, so zeigte sich, dass die Zahl der Wohnungen, in denen weder WC noch Dusche/Badewanne vorhanden waren, mit 6,7 % aller Wohnungen vor allem bei den Wohnheimen erhöht war. Hier kann davon ausgegangen werden, dass in der Regel Sanitäreinrichtungen vorhanden sind, diese jedoch nicht zu den einzelnen Wohnungen gehören, sondern gemeinschaftlich genutzt werden (siehe Tabelle 28). Im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 wurden Wohnungen mit unzureichender Sanitärausstattung in nahezu allen Stadtteilen ermittelt. Nur sehr wenige Wohnungen, die keinen zeitgemäßen Sanitärkomfort aufweisen, wurden in Hohenwettersbach, Wolfartsweier, Oberreut und Palmbach gezählt. Etwas häufi ger war dieser Fall in Stadtteilen mit altem Wohnungsbestand zu fi nden. In den Altbauten der Südstadt wurden beispielsweise noch 318 und in Durlach noch 232 Wohnungen gezählt, in denen Badewanne/Dusche oder WC oder beides fehlten (siehe Abbildung 34). * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. 2 2 4 5 6 10 10 10 10 23 25 38 45 53 61 71 80 89 99 124 166 168 174 177 205 232 318 050100150200250300350 022 Hohenwettersbach 023 Wolfartsweier 012 Oberreut 025 Palmbach 027 Nordstadt 014 Weiherfeld-Dammerstock 017 Rintheim 021 Stupferich 024 Grünwettersbach 006 Nordweststadt 018 Hagsfeld 020 Grötzingen 010 Knielingen 026 Neureut 001 Innenstadt-Ost 013 Beiertheim-Bulach 008 Mühlburg 009 Daxlanden 011 Grünwinkel 016 Waldstadt 004 Südweststadt 005 Weststadt 015 Rüppurr 002 Innenstadt-West 007 Oststadt 019 Durlach 003 Südstadt Anzahl ABBILDUNG 34: WOHNUNGEN* MIT UNZUREICHENDER SANITÄRAUSSTATTUNG IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 82 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 AnzahlAnteil in % Einpersonenhaushalte (Singlehaushalte) 65.37744,1 Paare ohne Kind(er) 36.94624,9 Paare mit Kind(ern) 28.70319,3 Alleinerziehende Elternteile 10.1866,9 Mehrpersonenhaushalte ohne Kernfamilie 1) 7.1834,8 insgesamt148.395100 1) alle anderen privaten Mehrpersonenhaushalte, z.B. nicht eingetragene Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare, Wohngemeinschaften, Großeltern-Enkel-Haushalte ohne Elternteile. Familientyp Haushalte Anteil in % Einpersonenhaushalte30.16561.00065.3774.3777,2 Mehrpersonenhaushalte78.70874.03783.0188.98112,1 insgesamt108.873135.037148.39513.3589,9 1) ohne Haushalte von Angehörigen ausländischer Streitkräfte oder Diplomaten, 1968 und 1987: ohne Haushalte in Freizeitwohneinheiten . Haushalte 1) 196819872011 Veränderung der Zahl der Haushalte 2011 gegenüber 1987 Anzahl TABELLE 29: HAUSHALTE IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DEM FAMILIENTYP TABELLE 30: HAUSHALTE IN KARLSRUHE 1968, 1987 UND 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 83 www.karlsruhe.de 4. HAUSHALTE UND HAUSHALTSZUSAMMENHÄNGE Am 9. Mai 2011 wurden im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung in Karlsruhe 148.395 Haushalte ermittelt. Den größten Anteil (44,1 %) daran hatten die 65.377 Einpersonen- oder Singlehaushalte. Ein knappes Viertel aller Haushalte setzte sich aus Paaren ohne Kinder zusammen, weitere 28.703 Haushalte bestanden aus Paaren mit Kindern. Hierbei ist das Alter der Kinder unerheblich, sowohl minderjährige als auch erwachsene Kinder wurden berücksichtigt. Etwas mehr als 10.000 Haushalte wurden von alleinerziehenden Elternteilen geführt. Nur knapp 5 % aller Haushalte waren sogenannte Mehrpersonenhaushalte ohne Kernfamilie, zu denen beispielsweise Wohngemeinschaften oder Haushalte mit Großeltern und Enkeln ohne Elternteile zählen (siehe Tabelle 29). Die Zahl der Privathaushalte in Karlsruhe hat sich in den letzten Jahrzehnten stetig erhöht. Waren im Rahmen der Volkszählung 1968 noch knapp 109.000 Haushalte gezählt worden, so belief sich deren Zahl im Jahr 1987 bereits auf etwas mehr als 135.000. Im Lauf der letzten 25 Jahre hat sich die Zahl der Haushalte im Stadtgebiet dann nochmals um 13.358 oder annähernd 10 % auf 148.395 erhöht (siehe Tabelle 30). Hatte sich die Zahl der Einpersonenhaushalte zwischen 1968 und 1987 mehr als verdoppelt, so stieg deren Zahl bis 2011 nur mehr um 4.377 oder gut 7 % auf 65.377 an. Bei den Mehrpersonenhaushalten hingegen wurden nach einem Rückgang zwischen 1968 und 1987 erneut Zuwachsraten im zweistelligen Bereich festgestellt. Im Mai 2011 lebten insgesamt 83.018 Mehrpersonenhaushalte im Stadtgebiet. TABELLE 31: HAUSHALTE IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 NACH DEM FAMILIENTYP 84 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Besonders viele Haushalte wurden am Stichtag der Gebäude- und Wohnungszählung naturgemäß im größten und einwohner- stärksten Karlsruher Stadtteil Durlach gezählt (15.879 Haushalte oder 10,7 % aller Karlsruher Haushalte). Mehr als 10.000 Haushalte wurden in der Südweststadt und in der Weststadt ermittelt, dicht gefolgt von der Oststadt und der Südstadt mit jeweils knapp unter 10.000 Haushalten. Die wenigsten Haushalte (763) lebten in Palmbach. Der Anteil der Einpersonen- oder Singlehaushalte im Stadtgebiet betrug in vier Stadtteilen mehr als 50 %. Spitzenreiter war die Innenstadt-West mit 58,6 %, gefolgt von der Innenstadt-Ost, der Südstadt und der Oststadt mit 50,5 % Einpersonenhaushalten (siehe Tabelle 31). Einpersonen- haushalte (Singlehaushalte) Paare ohne Kind(er) Paare mit Kind(ern) Alleinerziehende Elternteile Mehrpersonen- haushalte ohne Kernfamilie 1) 01 Innenstadt-Ost3.7182.137713392185291 02 Innenstadt-West5.6673.3221.122536228459 03 Südstadt9.6315.1552.0891.203484700 04 Südweststadt10.6945.0422.5001.855632665 05 Weststadt 10.6145.0862.4191.815657637 06 Nordweststadt5.9642.7701.4981.095408193 07 Oststadt9.9635.0282.4611.165459850 08 Mühlburg8.7234.3431.9461.276687471 09 Daxlanden5.8492.2311.6791.263479197 10 Knielingen4.4751.7411.2141.003311206 11 Grünwinkel4.9041.8211.3451.207362169 12 Oberreut4.5831.7371.0671.125545109 13 Beiertheim-Bulach 3.7031.707924691222159 14 Weiherf.-Dammerst. 3.0101.32875261721895 15 Rüppurr5.0221.8241.4201.246396136 16 Waldstadt6.3362.5451.6381.355582216 17 Rintheim2.7311.036720568271136 18 Hagsfeld3.2741.236831866219122 19 Durlach15.8797.0904.0782.9491.141621 20 Grötzingen4.3401.4001.3451.128313154 21 Stupferich1.26237340734410137 22 Hohenwettersbach 1.1482823044746424 23 Wolfartsweier1.63164445236911551 24 Grünwettersbach1.82749761855511146 25 Palmbach7632212112506120 26 Neureut8.7413.5362.3962.008544257 27 Nordstadt 3.9431.2457971.348391162 Stadt Karlsruhe 148.39565.37736.94628.70310.1867.183 1) alle anderen privaten Mehrpersonenhaushalte, z.B. nicht eingetragene Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare, Wohngemeinschaften, Großeltern-Enkel-Haushalte ohne Elternteile. Stadtteil Haushalte insgesamt davon Anzahl NOCH TABELLE 31: HAUSHALTE IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 NACH DEM FAMILIENTYP AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 85 www.karlsruhe.de Einpersonen- haushalte (Singlehaushalte) Paare ohne Kind(er) Paare mit Kind(ern) Alleinerziehende Elternteile Mehrpersonen- haushalte ohne Kernfamilie 1) 01 Innenstadt-Ost2,557,519,210,55,07,8 02 Innenstadt-West3,858,619,89,54,08,1 03 Südstadt6,553,521,712,55,07,3 04 Südweststadt7,247,123,417,35,96,2 05 Weststadt 7,247,922,817,16,26,0 06 Nordweststadt4,046,425,118,46,83,2 07 Oststadt6,750,524,711,74,68,5 08 Mühlburg5,949,822,314,67,95,4 09 Daxlanden3,938,128,721,68,23,4 10 Knielingen3,038,927,122,46,94,6 11 Grünwinkel3,337,127,424,67,43,4 12 Oberreut3,137,923,324,511,92,4 13 Beiertheim-Bulach 2,546,125,018,76,04,3 14 Weiherf.-Dammerst. 2,044,125,020,57,23,2 15 Rüppurr3,436,328,324,87,92,7 16 Waldstadt4,340,225,921,49,23,4 17 Rintheim1,837,926,420,89,95,0 18 Hagsfeld2,237,825,426,56,73,7 19 Durlach10,744,725,718,67,23,9 20 Grötzingen2,932,331,026,07,23,5 21 Stupferich0,929,632,327,38,02,9 22 Hohenwettersbach 0,824,626,541,35,62,1 23 Wolfartsweier1,139,527,722,67,13,1 24 Grünwettersbach1,227,233,830,46,12,5 25 Palmbach0,529,027,732,88,02,6 26 Neureut5,940,527,423,06,22,9 27 Nordstadt 2,731,620,234,29,94,1 Stadt Karlsruhe 10044,124,919,36,94,8 1) alle anderen privaten Mehrpersonenhaushalte, z.B. nicht eingetragene Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare, Wohngemeinschaften, Großeltern-Enkel-Haushalte ohne Elternteile. Stadtteil Haushalte insgesamt davon Anteil in % ABBILDUNG 35: HAUSHALTE IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER ART DER WOHNUNGSNUTZUNG* UND DEM FAMILIENTYP 86 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Auch Mehrpersonenhaushalte ohne Kernfamilie, wozu beispielsweise Wohngemeinschaften zählen, wurden im innenstädtischen Bereich häufi ger angetroffen. Besonders oft wurde dieser Haushaltstyp im Mai 2011 in der Oststadt und in der Innenstadt-West gezählt (8,5 % und 8,1 % aller dortigen Haushalte). In den Höhenstadtteilen hingegen waren Haushalte, die nur aus einer Person bestanden, eher selten. Außerhalb des Stadtkerns lebten hingegen vermehrt Haushalte, die aus Paaren, sowohl mit als auch ohne Kinder, bestanden. Besonders viele Paare mit Kindern wohnten am 9. Mai 2011 in der Nordstadt, wo jeder dritte Haushalt derartig aufgestellt war, dicht gefolgt von Palmbach und Grünwettersbach. Von den knapp über 10.000 Haushalten mit alleinerziehenden Elternteilen wurden besonders viele in Oberreut, der Nordstadt und Rintheim gezählt, wo jeweils etwa jeder zehnte Haushalt nur aus Vater oder Mutter mit einem oder mehreren Kindern bestand. Rund 60 % der Haushalte, die im selbst genutzten Wohneigentum lebten, waren Paare mit und ohne Kinder (siehe Abbildung 35). Weitere 30 % des selbst genutzten Wohneigentums wurden von Einpersonenhaushalten bewohnt. Hingegen waren knapp die Hälfte aller Mietparteien Singlehaushalte, ein weiteres gutes Drittel entfi el auf Paare mit oder ohne Kinder. Haushalte mit Alleinerziehenden und Mehrpersonenhaushalte ohne Kernfamilie lebten häufi ger in Mietwohnungen als im selbst genutzten Eigentum. * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum, ohne Haushalte in Wohnungen, die als Ferien- und Freizeitwohnung genutzt werden. 1) alle anderen privaten Mehrpersonenhaushalte, z.B. nicht eingetragene Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare, Wohngemeinschaften, Großeltern-Enkel-Haushalte ohne Elternteile. 30,0 31,9 29,3 6,1 2,8 selbst genutztes Wohneigentum 49,8 22,0 15,3 7,2 5,7 Mietwohnung 1) Anteil in % AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 87 www.karlsruhe.de Knapp die Hälfte (46,8 %) aller Haushalte in Karlsruhe lebte am 9. Mai 2011 in einer Wohnung, die eine Größe zwischen 60 und 99 Quadratmetern aufwies. Ein weiteres gutes Viertel der Haushalte hatte 59 Quadratmeter und weniger Wohnfl äche zur Verfügung. Weniger als 5 % der Haushalte im Stadtgebiet lebte in Wohnungen, die größer als 160 Quadratmeter waren (siehe Tabelle 32). Einpersonen- haushalte (Singlehaushalte) Paare ohne Kind(er) Paare mit Kind(ern) Alleinerziehende Elternteile Mehrpersonen- haushalte ohne Kernfamilie 1) unter 4013.81612.364666181203402 40 - 5926.68318.8204.1081.0621.3311.362 60 - 7939.88318.24310.3915.5043.4292.316 80 - 9929.5199.0459.4886.9182.4751.593 100 - 11915.6293.6105.1434.8831.186807 120 - 13910.1281.6783.2484.113736353 140 - 1595.7067691.7962.602382157 160 - 1792.8613508641.38318579 180 - 1991.58517451574811236 200 und mehr2.5853247271.30914778 insgesamt148.39565.37736.94628.70310.1867.183 unter 409,389,54,81,31,52,9 40 - 5918,070,515,44,05,05,1 60 - 7926,945,726,113,88,65,8 80 - 9919,930,632,123,48,45,4 100 - 11910,523,132,931,27,65,2 120 - 1396,816,632,140,67,33,5 140 - 1593,813,531,545,66,72,8 160 - 1791,912,230,248,36,52,8 180 - 1991,111,032,547,27,12,3 200 und mehr1,712,528,150,65,73,0 insgesamt10044,124,919,36,94,8 1) alle anderen privaten Mehrpersonenhaushalte, z.B. nicht eingetragene Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare, Wohngemeinschaften, Großeltern-Enkel-Haushalte ohne Elternteile. Wohnfläche von ... bis ... Quadratmeter Haushalte insgesamt davon Anzahl Anteil in % TABELLE 32: HAUSHALTE IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER FLÄCHE DER WOHNUNG UND DEM FAMILIENTYP 88 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Besonders die Einpersonen- oder Singlehaushalte nutzten in großer Zahl kleinere Wohnungen unter 60 Quadratmetern. Mit steigender Fläche nahm der Anteil der von nur einer Person bewohnten Wohnungen stark ab. Paare ohne Kinder unterschieden sich von Paaren mit Nachwuchs dahingehend, dass vor allem die größeren Wohnungen ab 120 Quadratmetern von Paaren mit Kindern belegt waren. Paare ohne Kinder bewohnten in den meisten Fällen Wohnungen mit einer Größe zwischen 100 und 119 Quadratmetern. Haushalte, die aus alleinerziehenden Elternteilen und deren Kind oder Kindern bestanden, bewohnten im Mai 2011 meist mittelgroße Wohnungen, wobei die Größenklassen zwischen 60 und 99 Quadratmetern am häufi gsten waren. Mehr als jeder zehnte Haushalt in Karlsruhe, der Anfang Mai 2011 in einer Wohnung mit nur einem Raum (inklusive Küche) lebte, war ein Single- oder Einpersonenhaushalt. Mit steigender Zahl der Räume in der Wohnung nahm der Anteil der Wohnungen, die nur von einer Person bewohnt wurden, konstant ab (siehe Tabelle 33). Mit zunehmender Zahl der Personen im Haushalt wächst auch der Platzbedarf und somit die Zahl der Räume der Wohnung. Von den 9.188 Haushalten, die in einer Wohnung mit 7 und mehr Räumen lebten, war annähernd die Hälfte Paare mit Kindern. Alleinerziehenden Haushalten stand in den meisten Fällen eine Wohnung mit 4 Räumen zur Verfügung. TABELLE 33: HAUSHALTE IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER RAUMZAHL DER WOHNUNG UND DEM FAMILIENTYP Einpersonen- haushalte (Singlehaushalte) Paare ohne Kind(er) Paare mit Kind(ern) Alleinerziehende Elternteile Mehrpersonen- haushalte ohne Kernfamilie 2) 1 9.0618.216400116122207 2 15.58911.8502.050491480718 3 37.70722.1648.1693.0352.2082.131 4 46.16515.95114.0719.3974.2322.514 5 21.3074.5906.6557.2161.8141.032 6 9.3781.4452.8824.068672311 7 und mehr 9.1881.1612.7194.380658270 insgesamt 148.39565.37736.94628.70310.1867.183 1 6,190,74,41,31,32,3 2 10,576,013,23,13,14,6 3 25,458,821,78,05,95,7 4 31,134,630,520,49,25,4 5 14,421,531,233,98,54,8 6 6,315,430,743,47,23,3 7 und mehr 6,212,629,647,77,22,9 insgesamt100,044,124,919,36,94,8 1) alle Räume mit 6 m² oder mehr sowie alle Küchen. 2) alle anderen privaten Mehrpersonenhaushalte, z.B. nicht eingetragene Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare, Wohngemeinschaften, Großeltern-Enkel-Haushalte ohne Elternteile. Wohnungen mit ... Raum/Räumen 1) Haushalte insgesamt davon Anzahl Anteil in % AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 89 www.karlsruhe.de Haushalte, die ausschließlich aus Seniorinnen und Senioren bestehen, wohnten am Stichtag der Gebäude- und Wohnungs- zählung häufi ger im selbst genutzten Wohneigentum als in Mietwohnungen. Als Seniorinnen und Senioren gelten alle Personen, die zum Zensusstichtag 9. Mai 2011 das 65. Lebensjahr vollendet haben. Auch bei Haushalten, die sowohl Seniorinnen und Senioren als auch Jüngere aufwiesen, war der Anteil derer, die im Eigentum wohnen, erhöht. Haushalte ohne Personen der älteren Generation hingegen wohnten überwiegend in Mietwohnungen (siehe Tabelle 34). AnzahlAnteil in %AnzahlAnteil in % Haushalte mit ausschließlich Senioren/ Seniorinnen 1) 11.02525,416.90716,1 Haushalte mit Senioren/Seniorinnen und Jüngeren 5.52412,75.5185,3 Haushalte ohne Senioren/Seniorinnen 26.88461,982.33478,6 insgesamt43.433100104.759100 * Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum, ohne Haushalte in Wohnungen, die als Ferien- und Freizeitwohnung genutzt werden. 1) Zu den Seniorinnen und Senioren zählen alle Personen, die zum Zensusstichtag 9. Mai 2011 das 65. Lebensjahr vollendet haben. Seniorenstatus selbst genutztes WohneigentumMietwohnung TABELLE 34: HAUSHALTSTYPEN IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER ART DER WOHNUNGSNUTZUNG* Haushalte mit ausschließlich Seniorinnen und Senioren bewohnten in mehr als der Hälfte aller Fälle Wohnungen zwischen 60 und 99 Quadratmetern. Nimmt man noch die Größenklasse 40 bis 59 Quadratmeter hinzu, so lebten rund zwei Drittel der Seniorenhaushalte in kleineren Wohnungen. Bei den Haushalten, in denen Jüngere und Ältere gemeinsam lebten, waren Wohnungen unter 60 Quadratmeter eher selten. Solche Haushalte wohnten häufi ger in größeren Wohnungen (siehe Tabelle 35). Rund zwei Dritteln der Seniorenhaushalte standen am Erhebungsstichtag Wohnungen mit 3 oder 4 Zimmern zur Verfügung (siehe Tabelle 36). Haushalte mit Senioren und Jüngeren wohnten hingegen in tendenziell etwas größeren Wohnungen mit 4 oder 5 Zimmern, auch der Anteil der sehr großen Wohnungen mit 6 und mehr Zimmern, der von gemischtaltrigen Haushalten bewohnt wird, ist vergleichsweise hoch. Hier spiegeln sich sicherlich die Ansprüche an das Platzangebot von mehrköpfi gen und auch generationenübergreifenden Haushalten wider. Etwa jeder fünfte der Haushalte ohne Seniorinnen und Senioren in Karlsruhe hingegen lebte Anfang Mai 2011 in einer Wohnung, die nur 1 oder 2 Räume aufwies. Besonders zahlreich waren die Haushalte mit ausschließlich Senioren und Seniorinnen am 9. Mai 2011 in Daxlanden, Rüppurr und der Waldstadt, wo jeweils Anteile von über 25 % an allen Haushalten ermittelt wurden (Abbildung 36 und Abbildung 37). Den geringsten Anteil an Seniorenhaushalten wiesen die Innenstadt-West und die Südstadt mit 10,1 % und 11,6 % auf. 90 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 TABELLE 35: HAUSHALTSTYPEN IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER WOHNFLÄCHE Haushalte mit ausschließlich Senioren/ Seniorinnen 1) Haushalte mit Senioren/Seniorinnen und Jüngeren Haushalte ohne Senioren/Seniorinnen unter 4013.8161.21114712.458 40 - 5926.6834.65990221.122 60 - 7939.8838.4472.57528.861 80 - 9929.5196.3392.59020.590 100 - 11915.6293.0871.61810.924 120 - 13910.1281.9391.2406.949 140 - 1595.7061.1108123.784 160 - 1792.8614744501.937 180 - 1991.5852832471.055 200 und mehr2.5854264661.693 insgesamt148.39527.97511.047109.373 unter 409,34,31,311,4 40 - 5918,016,78,219,3 60 - 7926,930,223,326,4 80 - 9919,922,723,418,8 100 - 11910,511,014,610,0 120 - 1396,86,911,26,4 140 - 1593,84,07,43,5 160 - 1791,91,74,11,8 180 - 1991,11,02,21,0 200 und mehr1,71,54,21,5 insgesamt100100100100 1) Zu den Seniorinnen und Senioren zählen alle Personen, die zum Zensusstichtag 9. Mai 2011 das 65. Lebensjahr vollendet haben. Wohnfläche von ... bis ... Quadratmeter Haushalte insgesamt davon Anzahl Anteil in % AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 91 www.karlsruhe.de TABELLE 36: HAUSHALTSTYPEN IN KARLSRUHE AM 9. MAI 2011 NACH DER RAUMZAHL DER WOHNUNG Haushalte mit ausschließlich Senioren/ Seniorinnen 2) Haushalte mit Senioren/Seniorinnen und Jüngeren Haushalte ohne Senioren/Seniorinnen 1 9.061703808.278 2 15.5892.15834613.085 3 37.7077.3011.83628.570 4 46.1659.8173.70332.645 5 21.3074.2942.27314.740 6 9.3781.9151.2266.237 7 und mehr 9.1881.7871.5835.818 insgesamt 148.39527.97511.047109.373 1 6,12,50,77,6 2 10,57,73,112,0 3 25,426,116,626,1 4 31,135,133,529,8 5 14,415,320,613,5 6 6,36,811,15,7 7 und mehr 6,26,414,35,3 insgesamt 100100100100 1) alle Räume mit 6 m² oder mehr sowie alle Küchen. 2) Zu den Seniorinnen und Senioren zählen alle Personen, die zum Zensusstichtag 9. Mai 2011 das 65. Lebensjahr vollendet haben. Wohnungen mit ... Raum/Räumen 1) Haushalte insgesamt davon Anzahl Anteil in % 92 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 ABBILDUNG 36: HAUSHALTE MIT AUSSCHLIESSLICH SENIORINNEN UND SENIOREN* IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN AM 9. MAI 2011 * Zu den Seniorinnen und Senioren zählen alle Personen, die zum Zensusstichtag 9. Mai 2011 das 65. Lebensjahr vollendet haben. 10,1 11,6 12,4 13,3 13,9 14,1 15,2 16,3 16,7 18,5 18,9 19,2 19,4 19,8 20,0 20,5 20,8 21,5 21,7 22,0 22,6 23,0 23,1 23,9 24,4 26,0 26,2 28,2 051015202530 002 Innenstadt-West 003 Südstadt 027 Nordstadt 001 Innenstadt-Ost 007 Oststadt 005 Weststadt 004 Südweststadt 018 Hagsfeld 022 Hohenwettersbach 013 Beiertheim-Bulach Stadt karlsruhe 010 Knielingen 023 Wolfartsweier 008 Mühlburg 026 Neureut 017 Rintheim 025 Palmbach 021 Stupferich 019 Durlach 012 Oberreut 020 Grötzingen 024 Grünwettersbach 006 Nordweststadt 011 Grünwinkel 014 Weiherfeld-Dammerst. 016 Waldstadt 015 Rüppurr 009 Daxlanden Anteil in % Anteil der Haushalte mit ausschließlich Seniorinnen/Senioren Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe (Ergebnisse des Zensus 2011) Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden Anteil der Haushalte mit ausschl. Seniorinnen/ Senioren an allen Haushalten unter 10% 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 102 201 263 161 091 193 211 101 262 241 181 191 197 221 083 151 171 261 132 154 195 272 231 072 073 142 121 022 114 182 251 071 202 032 011 043 141 111 061 264 052 041 153 064 062 162 021 081 094 115 194 192 042 082 113 051 271 122 092 063 131 112 031 033 152 093 196 012 084 172 Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze 10 bis unter 15% 15 bis unter 20% 20 bis unter 25% 25% und mehr Karlsruher Durchschnitt: 18,9% AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 93 www.karlsruhe.de ABBILDUNG 37: ANTEIL DER HAUSHALTE MIT AUSSCHLIESSLICH SENIORINNEN UND SENIOREN IN DEN KARLSRUHER STADTVIERTELN AM 9. MAI 2011 94 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 5. ANHANG 5.1 TABELLENVERZEICHNIS Seite Tabelle 1: Gebäude mit Wohnraum und bewohnte Unterkünfte in Karlsruhe 1968, 1987 und 2011 7 Tabelle 2: Entwicklung des Gebäudebestands in den Karlsruher Stadtteilen seit 1987 8 Tabelle 3: Gebäudetypen in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 12 Tabelle 4: Gebäude mit Wohnraum in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach dem Gebäudetyp und der Größenstruktur 17 Tabelle 5: Gebäude mit Wohnraum in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Baualtersklasse 24 Tabelle 6: Eigentümerstruktur der Gebäude mit Wohnraum in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Art des Gebäudes 32 Tabelle 7: Eigentümerstruktur der Gebäude mit Wohnraum in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Zahl der Wohnungen im Gebäude 33 Tabelle 8: Beheizungsart der Gebäude mit Wohnraum in Karlsruhe am 9. Mai 2011 37 Tabelle 9: Beheizungsart der Gebäude mit Wohnraum in Karlsruhe 1987 und 2011 39 Tabelle 10: Beheizungsart der Gebäude mit Wohnraum in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Baualtersklasse 40 Tabelle 11: Beheizungsart der Gebäude mit Wohnraum in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 42 - 43 Tabelle 12: Wohnungsbestand in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 46 Tabelle 13: Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum und bewohnten Unterkünften in Karlsruhe 1968, 1987 und 2011 48 Tabelle 14: Entwicklung des Wohnungsbestands in den Karlsruher Stadtteilen seit 1987 49 Tabelle 15: Wohnungsbestand in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 nach dem Baualter des Gebäudes 52 - 53 Tabelle 16: Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum 1968, 1987 und 2011 nach der Zahl der Räume 56 Tabelle 17: Wohnungen in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 nach der Zahl der Räume 58 Tabelle 18: Wohnungen in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Wohnfl äche 60 Tabelle 19: Wohnungen in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 nach der Wohnfl äche 62 - 63 Tabelle 20: Nutzungsart der Wohnungen in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Gebäudeart 65 Tabelle 21: Wohnungsnutzung in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 67 Tabelle 22: Leerstehende Wohnungen in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 71 Tabelle 23: Eigentumsverhältnisse der vom Eigentümer bewohnten und vermieteten Wohnungen in Karlsruhe am 9. Mai 2011 72 Tabelle 24: Beheizungsart der Wohnungen in Karlsruhe 1968, 1987 und 2011 73 Tabelle 25: Beheizungsart der Wohnungen in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Baualtersklasse 75 Tabelle 26: Beheizungsart der Wohnungen in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 78 - 79 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 95 www.karlsruhe.de Tabelle 27: Sanitärausstattung der Wohnungen in Karlsruhe 1987 und 2011 80 Tabelle 28: Sanitärausstattung der Wohnungen in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Gebäudeart 81 Tabelle 29: Haushalte in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach dem Familientyp 83 Tabelle 30: Haushalte in Karlsruhe 1968, 1987 und 2011 83 Tabelle 31: Haushalte in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 nach dem Familientyp 84 - 85 Tabelle 32: Haushalte in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Fläche der Wohnung und dem Familientyp 87 Tabelle 33: Haushalte in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Raumzahl der Wohnung und dem Familientyp 88 Tabelle 34: Haushaltstypen in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Art der Wohnungsnutzung 89 Tabelle 35: Haushaltstypen in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Wohnfl äche 90 Tabelle 36: Haushaltstypen in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Raumzahl der Wohnung 91 5.2 ABBILDUNGSVERZEICHNIS Abbildung 1: Systematik der Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe am 9. Mai 2011 6 Abbildung 2: Entwicklung des Gebäudebestands in Karlsruhe seit 1987 9 Abbildung 3: Gebäudetypen in Karlsruhe am 9. Mai 2011 10 Abbildung 4: Gebäudetypen in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 13 Abbildung 5: Verteilung der Gebäudetypen in den Karlsruher Stadtvierteln am 9. Mai 2011 14 Abbildung 6: Wohnheime im Karlsruher Stadtgebiet am 9. Mai 2011 15 Abbildung 7: Gebäudegrößenstruktur in Karlsruhe am 9. Mai 2011 16 Abbildung 8: Entwicklung der Zahl der Gebäude mit ein und zwei Wohnungen in den Karlsruher Stadtteilen seit 1987 18 - 19 Abbildung 9: Entwicklung der Zahl der Gebäude mit drei und mehr Wohnungen in den Karlsruher Stadtteilen seit 1987 21 Abbildung 10: Zahl der Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 22 Abbildung 11: Gebäudestruktur in den Karlsruher Stadtvierteln am 9. Mai 2011 23 Abbildung 12: Gebäude mit Wohnraum in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Baualtersklasse 25 Abbildung 13: Gebäude mit Wohnraum in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 nach der Baualtersklasse 26 Abbildung 14: Gebäudebestand in den Karlsruher Stadtvierteln am 9. Mai 2011 nach der Baualtersklasse 28 96 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Abbildung 15: Eigentümerstruktur der Gebäude mit Wohnraum in Karlsruhe am 9. Mai 2011 31 Abbildung 16: Eigentumsverhältnisse der Gebäude mit Wohnraum in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Baualtersklasse 34 Abbildung 17: Eigentumsverhältnisse der Gebäude mit Wohnraum in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 35 Abbildung 18: Anteil der Gebäude im Eigentum von Wohnungsgenossenschaften in Karlsruhe am 9. Mai 2011 36 Abbildung 19: Beheizungsart der Gebäude mit Wohnraum in Karlsruhe am 9. Mai 2011 38 Abbildung 20: Beheizungsart der Gebäude mit Wohnraum in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Baualtersklasse 41 Abbildung 21: Anteil der überwiegend mit Einzel- oder Mehrraumöfen beheizten Gebäude in den Karlsruher Stadtvierteln am 9. Mai 2011 44 Abbildung 22: Wohnungsbestand in den Karlsruher Stadtvierteln am 9. Mai 2011 47 Abbildung 23: Entwicklung des Wohnungsbestands in Karlsruhe seit 1987 50 Abbildung 24: Zahl der Wohnungen in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach dem Baualter des Gebäudes 51 Abbildung 25: Wohnungsbestand in den Karlsruher Stadtvierteln am 9. Mai 2011 nach der Baualtersklasse 55 Abbildung 26: Wohnungen in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Zahl der Räume 57 Abbildung 27: Anteil der Wohnungen mit ein und zwei Räumen in Karlsruhe am 9. Mai 2011 59 Abbildung 28: Wohnungen in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Wohnfl äche 61 Abbildung 29: Wohnungen in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 nach der Wohnfl äche 64 Abbildung 30: Anteil der vom Eigentümer bewohnten Wohnungen im Karlsruhe am 9. Mai 2011 68 Abbildung 31: Eigentümeranteil der Wohnungen in den Karlsruher Stadtvierteln am 9. Mai 2011 69 Abbildung 32: Beheizungsart der Wohnungen in Karlsruhe am 9. Mai 2011 74 Abbildung 33: Anteil der überwiegend mit Einzel- oder Mehrraumöfen beheizten Wohnungen in den Karlsruher Stadtvierteln am 9. Mai 2011 77 Abbildung 34: Wohnungen mit unzureichender Sanitärausstattung in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 82 Abbildung 35: Haushalte in Karlsruhe am 9. Mai 2011 nach der Art der Wohnungsnutzung und dem Familientyp 86 Abbildung 36: Haushalte mit ausschließlich Seniorinnen und Senioren in den Karlsruher Stadtteilen am 9. Mai 2011 92 Abbildung 37: Anteil der Haushalte mit ausschließlich Seniorinnen und Senioren in den Karlsruher Stadtvierteln am 9. Mai 2011 93 5.3 FOTOVERZEICHNIS Foto 1: Gereihte Gebäude in Grünwinkel 11 Foto 2: Altbauten in der Südweststadt 27 Foto 3: 60er-Jahre-Gebäude in der Waldstadt 29 Foto 4: Neubauten in der Südstadt-Östlicher Teil 30 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 97 www.karlsruhe.de 5.5 GLOSSAR Alleinerziehende Mutter/ alleinerziehender Vater Eine alleinerziehende Mutter oder ein alleinerziehender Vater ist ein Elternteil ohne Partnerin oder Partner mit mindestens einem Kind innerhalb eines privaten Haushalts. Art des Gebäudes Einteilung der Gebäude nach Zweck und Art der Flächennutzung. Gebäude mit Wohnraum Für längere Dauer errichtete Bauwerke, die entweder vollständig oder teilweise für die Wohnversorgung von Haushalten bestimmt sind. Hierzu zählen auch administrative oder gewerblich genutzte Gebäude, wenn in ihnen mindestens eine zu Wohnzwecken genutzte Wohnung vorhanden ist.  Wohngebäude Gebäude, die mindestens zur Hälfte der Gesamtnutzfl äche zu Wohnzwecken genutzt werden. Zu den Wohngebäuden gehören auch die Wohnheime (mit eigener Haushaltsführung der Bewohnerinnen und Bewohner).  Wohngebäude (ohne Wohnheime) Gebäude, die mindestens zur Hälfte der Gesamtnutzfl äche zu Wohnzwecken genutzt werden (hier: ohne Wohnheime).  Wohnheime (mit eigener Haushaltsführung der Bewohnerinnen und Bewohner Wohnheime sind Wohngebäude, die primär den Wohnbedürfnissen bestimmter Bevölkerungskreise dienen. Wohnheime besitzen Gemeinschaftsräume. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Wohnheimen führen einen eigenen Haushalt.  Sonstige Gebäude mit Wohnraum Gebäude, in denen weniger als die Hälfte der Gesamtnutzfl äche für Wohnzwecke genutzt wird, zum Beispiel weil sich im Gebäude überwiegend Läden oder Büros befi nden. Bewohnte Unterkünfte Bewohnte Unterkünfte sind behelfsmäßige Bauten. Hierzu zählen zum Beispiel Wohnbaracken, Bauwagen, Wohnwagen (beispielsweise auf Campingplätzen), Gartenlauben, Schrebergartenhütten, Jagdhütten, Weinberghütten, Almhütten, fest verankerte Wohnschiffe und Wohncontainer, sofern diese dauerhaft bewohnt werden. 5.4 ABKÜRZUNGEN UND SYMBOLE GWZ Gebäude– und Wohnungszählung VZ Volkszählung - nichts vorhanden (genau null) . Zahlenwert unbekannt oder geheim zu halten 98 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Art der Wohnungsnutzung Beschreibt, wie die Wohnung zum 9. Mai 2011 genutzt wird. Folgende Ausprägungen wurden unterschieden: Von Eigentümerin oder Eigentümer bewohnt Wenn mindestens einer der Bewohner Eigentümerin oder Eigentümer der Wohnung ist. Zu Wohnzwecken vermietet (auch mietfrei) Wenn keiner der Bewohner Eigentümerin oder Eigentümer der Wohnung ist, unabhängig davon, ob für die Wohnung Miete gezahlt wird oder diese mietfrei überlassen ist. Ferien- oder Freizeitwohnung Wohnung, in der Personen lediglich ihre Freizeit verbringen (zum Beispiel am Wochenende, während des Urlaubs, der Ferien und so weiter). Sie kann von einem privaten Eigentümer beziehungsweise einer privaten Eigentümerin selbst genutzt oder dauerhaft an eine dritte Person zur Freizeitnutzung vermietet (oder kostenlos überlassen) werden. Ferienwohnungen, die ständig gewerblich hotelmäßig genutzt werden, gehören nicht dazu. Leer stehend Wenn die Wohnung am Erhebungsstichtag weder vermietet ist, noch von der Eigentümerin oder vom Eigentümer selbst genutzt wird und auch keine Ferien- und Freizeitwohnung ist. Wenn die Wohnung wegen Umbau/Modernisierung – bei Weiterbestehen des Mietverhältnisses – vorübergehend nicht genutzt werden kann, gilt diese Wohnung nicht als leer stehend. Auskunftspfl ichtige Im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung waren alle Eigentümerinnen und Eigentümer, Verwalterinnen und Verwalter, sonstige Verfügungs- und Nutzungsberechtigte der Gebäude und Wohnungen auskunftspfl ichtig. Ausstattung der Wohnung Die Ausstattung der Wohnung beschreibt die in einer Wohneinheit vorhandenen, grundlegenden Sanitäreinrichtungen. Folgende Ausprägungen wurden unterschieden:  Badewanne/Dusche und WC vorhanden  Badewanne/Dusche und WC nicht vorhanden  Badewanne/Dusche vorhanden, WC nicht vorhanden  Badewanne/Dusche nicht vorhanden, WC vorhanden Grundsätzlich gilt: WC ist eine Toilette mit Wasserspülung. Mit Badewanne oder Dusche sind eine fest eingebaute Badewanne oder eine fest eingebaute Dusche gemeint; diese verfügen über feste Wasserzu- und -abfl ussrohre. Baujahr Mit Baujahr ist das Jahr der Bezugsfertigstellung des Gebäudes gemeint. Bei total zerstörten und wieder aufgebauten Gebäuden gilt das Jahr des Wiederaufbaus als Baujahr. Berichtstagsbezogenheit der Merkmale Stichtag der Gebäude- und Wohnungszählung war der 9. Mai 2011. Alle Angaben beziehen sich auf diesen Berichtszeitpunkt. Durchschnittliche Anzahl der Räume Es handelt sich hierbei um eine Wohnungskennzahl. Die durchschnittliche Anzahl der Räume je Wohnung ist die Relation zwischen der Gesamtzahl der Räume und der Gesamtzahl der Wohnungen für die betrachtete Gebäudeart. Ferien- und Freizeitwohnungen werden in die Berechnung einbezogen. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 99 www.karlsruhe.de Durchschnittliche Anzahl der Wohnungen je Wohngebäude Es handelt sich hierbei um eine Gebäudekennzahl. Die durchschnittliche Anzahl der Wohnungen je Wohngebäude ist die Relation zwischen der Gesamtzahl der Wohnungen in Wohngebäuden (ohne Wohnheime) und der Gesamtzahl der Wohngebäude (ohne Wohnheime). Durchschnittliche Wohnungsgröße Die ausgewiesene durchschnittliche Wohnungsgröße stellt jeweils die Relation zwischen der Gesamtwohnfl äche aller relevanten Wohneinheiten zur Gesamtzahl der Wohneinheiten je betrachteter Gebäudeart dar. Ferien- und Freizeitwohnungen werden in die Berechnung einbezogen. Bei den Tabellen der Gebäude- und Wohnungskennzahlen im regionalen Vergleich erfolgt die Berechnung der durchschnittlichen Wohnungsgröße für Wohngebäude (ohne Wohnheime) und sonstige Gebäude mit Wohnraum gemeinsam. Eigentumsform des Gebäudes Beschreibt, wer Eigentümerin oder Eigentümer des Gebäudes ist. Gemeinschaft von Wohnungseigentümerinnen und Wohnungseigentümern Gilt für Gebäude mit Eigentumswohnungen, in denen den Eigentümerinnen und Eigentümer Sondereigentum an einer Wohnung in Verbindung mit dem Miteigentumsanteil an dem gemeinschaftlichen Eigentum zusteht. Privatperson/-en Alle natürlichen Personen. Dies können Einzelpersonen, Paare oder sonstige Gruppen von Personen sein, zum Beispiel Erbengemeinschaften. Wohnungsgenossenschaft Alle Wohnungsunternehmen, die die Rechtsform einer Genossenschaft haben. Kommune oder kommunales Wohnungsunternehmen Unternehmen oder Einrichtung, bei denen die Kommune mit mehr als 50 Prozent Nennkapital oder Stimmrecht beteiligt ist. Privatwirtschaftliches Wohnungsunternehmen Alle privatrechtlichen Wohnungsunternehmen, ohne Genossenschaften. Anderes privatwirtschaftliches Unternehmen Alle privatrechtlichen Unternehmen, in deren Eigentum sich Wohnungen befi nden, deren primärer Erwerbszweck aber nicht die Wohnungsvermietung ist (zum Beispiel Banken, Versicherungen, Fonds). Bund oder Land Unternehmen oder Einrichtung, bei denen der Bund oder das Land mit mehr als 50 Prozent Nennkapital oder Stimmrecht beteiligt ist. Organisation ohne Erwerbszweck zum Beispiel Kirchen. Einpersonenhaushalt Ein Einpersonenhaushalt bezeichnet einen privaten Haushalt mit einer allein lebenden Person (auch: Singlehaushalt). 100 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Erhebungseinheiten Bei der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 wurden alle Gebäude mit Wohnraum, bewohnte Unterkünfte und Wohnungen erhoben. Familie Siehe „Kernfamilie“ beziehungsweise „Typ der Kernfamilie“. Fläche der Wohnung Grundfl äche der gesamten Wohnung. Zur Wohnung zählen auch außerhalb des eigentlichen Wohnungsabschlusses liegende Räume (zum Beispiel Mansarden) sowie zu Wohnzwecken ausgebaute Keller- und Bodenräume. Zur Ermittlung der Wohnfl äche sind anzurechnen:  voll: die Grundfl ächen von Räumen/Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens 2 Metern;  zur Hälfte: die Grundfl ächen von Räumen/Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens 1 Meter, aber weniger als 2 Metern; unbeheizbare Wintergärten, Schwimmbäder und ähnliche nach allen Seiten geschlossene Räume;  in der Regel zu einem Viertel, höchstens jedoch zur Hälfte: die Flächen von Balkonen, Loggien, Dachgärten, Terrassen. Gebäudetyp – Bauweise Beschreibt, welcher Bauweise das Gebäude entspricht. Freistehendes Haus Freistehendes Gebäude, unabhängig davon, ob es sich um ein Ein- oder Mehrfamilienhaus handelt. Doppelhaushälfte Gebäude, das mit genau einem anderen Gebäude aneinander gebaut ist, unabhängig davon, ob es sich dabei um Ein- oder Mehrfamilienhäuser handelt. Gereihtes Haus Gebäude, das mit mindestens zwei anderen Gebäuden aneinander gebaut ist, unabhängig davon, ob es sich dabei um Ein- oder Mehrfamilienhäuser handelt. Die Gebäude müssen nicht baugleich sein, sie können auch seitlich oder in der Höhe versetzt sein. Reiheneckhäuser zählen auch hierzu. Anderer Gebäudetyp Alle Arten von Gebäuden, die nicht freistehendes Haus, Doppel- oder Reihenhaus sind sowie alle Arten von bewohnten Unterkünften. Haushalt Siehe „Typ des privaten Haushalts“. Heizungsart Die Heizungsart beschreibt, wodurch der überwiegende Teil der Wohnfl äche beheizt wird. Fernheizung (Fernwärme) Hier werden ganze Wohnbezirke von einem zentralen Fernheizwerk aus mit Wärme versorgt (sogenannte Fernwärme). AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 101 www.karlsruhe.de Etagenheizung Unter einer Etagenheizung versteht man eine zentrale Heizanlage für sämtliche Räume einer abgeschlossenen Wohnung, wobei sich die Heizquelle (zum Beispiel Gastherme) meist innerhalb dieser Wohnung befi ndet. Blockheizung Eine Blockheizung liegt vor, wenn ein Block ganzer Häuser durch ein zentrales Heizsystem beheizt wird und die Heizquelle sich in beziehungsweise an einem der Gebäude oder in deren unmittelbarer Nähe befi ndet (sogenannte Nahwärme). Zentralheizung Bei einer Zentralheizung werden sämtliche Wohneinheiten eines Gebäudes von einer zentralen Heizstelle, die sich innerhalb des Gebäudes (in der Regel im Keller) befi ndet, beheizt. Einzel- oder Mehrraumöfen (auch Nachtspeicherheizung) Einzelöfen (zum Beispiel Kohle- oder Nachtspeicheröfen) beheizen jeweils nur den Raum, in dem sie stehen. In der Regel sind sie fest installiert. Ein Mehrraumofen (zum Beispiel Kachelofen) beheizt gleichzeitig mehrere Räume (auch durch Luftkanäle). Keine Heizung im Gebäude oder in den Wohnungen Leerstandsquote (Wohnungen) Die Kennzahl gibt den Anteil der Wohnungen in Wohngebäuden (ohne Wohnheime) und sonstigen Gebäuden mit Wohnraum wieder, welche zum Berichtszeitpunkt als leerstehend ausgewiesen wurden. Ferien- und Freizeitwohnungen bleiben für die Berechnung unberücksichtigt. Kernfamilie Eine Kernfamilie besteht aus zwei oder mehr Personen, die zu demselben privaten Haushalt gehören und setzt sich zusammen aus der Bezugsperson des privaten Haushalts – das heißt eine nach Alter, Familienstand und Geschlecht festgelegte zentrale Person des privaten Haushalts – und mindestens einer weiteren Person, zum Beispiel der Partnerin/dem Partner oder einem Kind der Bezugsperson. Dieses Familienkonzept beschränkt die Beziehungen zwischen Vorfahren und Nachfahren auf direkte Beziehungen (ersten Grades), das heißt auf Beziehungen zwischen Eltern und Kindern. Kind Unter Kind ist ein leiblicher Sohn bzw. ein Stief- oder Adoptivsohn oder eine leibliche Tochter bzw. eine Stief- oder Adoptiv- tochter (ungeachtet des Alters) zu verstehen, dessen beziehungsweise deren üblicher Aufenthaltsort sich im privaten Haushalt mindestens eines Elternteils befi ndet und ein Elternteil Bezugsperson und/oder Partnerin oder Partner der Bezugsperson ist. Mehrpersonenhaushalt ohne Kernfamilie Unter Mehrpersonenhaushalten ohne Kernfamilie werden alle anderen privaten Mehrpersonenhaushalte zusammengefasst wie etwa nicht eingetragene Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare, Wohngemeinschaften, Großeltern-Enkel-Haushalte ohne Elternteile und so weiter. Nachtspeicherheizung Eine Nachtspeicherheizung wandelt elektrischen Strom in Wärme um. Die Wärme wird dabei überwiegend nachts gespeichert und im Lauf des Tages wieder abgegeben. In der Regel sind Nachtspeicherheizungen Einzelöfen, das heißt, sie beheizen nur den Raum, in dem sie stehen. 102 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 Nichteheliche Lebensgemeinschaft Eine nichteheliche Lebensgemeinschaft ist ein gemischtgeschlechtliches Paar in einem privaten Haushalt, das gemäß gesetzlichem Familienstand zum Stichtag nicht miteinander verheiratet war. Paar Der Begriff Paar umfasst Paare in einer Ehe, Paare in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft und Paare in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, die jeweils in einem privaten Haushalt zusammenleben. Ein Ehepaar ist ein gemäß gesetzlichem Familienstand zum Stichtag verheiratetes verschiedengeschlechtliches Paar in einem privaten Haushalt. Eine eingetragene Lebenspartnerschaft ist ein gemäß gesetzlichem Familienstand zum Stichtag rechtlich anerkanntes gleichgeschlechtliches Paar in einem privaten Haushalt. Seniorinnen und Senioren Als Seniorinnen und Senioren gelten diejenigen Personen, welche zum Zensusstichtag 9. Mai 2011 das 65. Lebensjahr vollendet haben. Singlehaushalt Ein Singlehaushalt ist ein privater Haushalt mit einer allein lebenden Person (auch: Einpersonenhaushalt). Stichtag Stichtag der Gebäude- und Wohnungszählung war der 9. Mai 2011. Alle Angaben beziehen sich auf diesen Berichtszeitpunkt. Typ der Kernfamilie Dieses Merkmal beschreibt, in welcher Konstellation die Personen einer Kernfamilie gemeinschaftlich leben. Es werden zwei unterschiedliche Defi nitionen angewendet, je nach Fokus: nach Familien: mit Fokus auf die Existenz von Kindern in der Kernfamilie. nach Lebensform: Fokus auf die Lebensform in der Kernfamilie. Eine Kernfamilie besteht aus zwei oder mehr Personen, die zu demselben privaten Haushalt gehören und setzt sich zusammen aus der Bezugsperson des privaten Haushalts – das heißt eine nach Alter, Familienstand und Geschlecht festgelegte zentrale Person des privaten Haushalts – und mindestens einer weiteren Person, zum Beispiel der Partnerin/dem Partner oder einem Kind der Bezugsperson. Dieses Familienkonzept beschränkt die Beziehungen zwischen Vorfahren und Nachfahren auf direkte Beziehungen (ersten Grades), das heißt auf Beziehungen zwischen Eltern und Kindern. Typ des privaten Haushalts Dieses Merkmal beschreibt, in welcher Konstellation die Personen eines privaten Haushalts gemeinschaftlich leben. Hierfür gibt es drei unterschiedliche Defi nitionen, je nach Fokus: nach Familien: mit Fokus auf die Existenz von Kindern im privaten Haushalt. nach Kindern: mit Fokus auf die Lebensformen, die Existenz von Kindern und sonstigen Personen im privaten Haushalt. nach Lebensform: mit Fokus auf die Lebensformen im privaten Haushalt. Ein privater Haushalt besteht aus mindestens einer Person. Zugrunde gelegt wird das „Konzept des gemeinsamen Wohnens“. Alle Personen, die unabhängig von ihrem Wohnstatus (Haupt-/ Nebenwohnsitz) gemeinsam in einer Wohnung leben, gelten als Mitglieder desselben privaten Haushalts, sodass es einen privaten Haushalt pro belegter Wohnung gibt. Personen in Gemeinschafts- und Anstaltsunterkünften sind hier nicht enthalten, sondern nur Personen, die eine eigene Haushaltsführung aufweisen. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 103 www.karlsruhe.de Eine Person des privaten Haushalts wird als Bezugsperson – das heißt eine nach Alter, Familienstand und Geschlecht festgelegte zentrale Person des privaten Haushalts – bestimmt. Ausgehend von dieser Person werden der Haushaltstyp und die Stellung der weiteren Personen im privaten Haushalt bestimmt. Wohnsitz Für die Ergebniserstellung des Zensus 2011 werden je Ort ausschließlich diejenigen Personen berücksichtigt, welche nach den melderechtlichen Vorschriften mit nur einer alleinigen Wohnung oder mit ihrer Hauptwohnung an diesem Ort gemeldet sind. Wohnung Unter einer Wohnung sind nach außen abgeschlossene, zu Wohnzwecken bestimmte, in der Regel zusammen liegende Räume zu verstehen, die die Führung eines eigenen Haushalts ermöglichen und nicht vollständig für gewerbliche Zwecke genutzt werden. Zur Wohnung gehören auch gesondert liegende zu Wohnzwecken ausgebaute Keller oder Bodenräume (zum Beispiel Mansarden). Eine Wohnung muss nicht notwendigerweise eine Küche oder Kochnische enthalten. Wohnungen haben einen eigenen Eingang unmittelbar vom Treppenhaus, von einem Vorraum oder von außen, das heißt, dass die Bewohner ihre Wohnung betreten und verlassen können, ohne durch die Wohnung eines anderen Haushalts gehen zu müssen. Zahl der Räume Die Zahl der Räume umfasst alle Wohn-, Ess- und Schlafzimmer und andere separate Räume (zum Beispiel bewohnbare Keller- und Bodenräume) von mindestens 6 m² Größe sowie abgeschlossene Küchen, unabhängig von deren Größe. Bad, Toilette, Flur und Wirtschaftsräume werden grundsätzlich nicht mitgezählt. Ein Wohnzimmer mit einer Essecke, Schlafnische oder Kochnische ist als ein Raum zu zählen. Dementsprechend bestehen Wohnungen, in denen es keine bauliche Trennung der einzelnen Wohnbereiche gibt (zum Beispiel sogenannte „Loftwohnungen“), aus nur einem Raum. 104 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 5.6 FRAGEBOGEN DER GEBÄUDE- UND WOHNUNGSZÄHLUNG 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 105 106 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 107 108 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 109 110 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 111 112 | GEBÄUDE UND WOHNUNGEN IN KARSLRUHE – ERGEBNISSE DES ZENSUS 2011 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 113 © Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung | Gedruckt in der Rathausdruckerei auf 100 Prozent Recyclingpapier.

  • Zensus 2011
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 4. Sitzung Hauptausschuss Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 24.02.2015 2015/0078 2 öffentlich Dez. 2 Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe - Ergebnisse des Zensus 2011 Beratungsfolge dieser Vorlage am TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 24.02.2015 2 genehmigt Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Hauptausschuss nimmt die vorgelegte Veröffentlichung "Gebäude- und Wohnungen in Karlsruhe - Ergebnisse des Zensus 2011" zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Kontierungsobjekt: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Am 9. Mai 2011 wurde in Deutschland sowie in ganz Europa der Zensus 2011, eine Bevölke- rungs-, Gebäude- und Wohnungszählung, durchgeführt. Eine traditionelle Volkszählung inklusi- ve einer Gebäude- und Wohnungszählung wurde in den alten Bundesländern zum letzten Mal im Jahr 1987, in den neuen Bundesländern bereits im Jahr 1981 durchgeführt. Somit war die Zahlenbasis für die Fortschreibung der Einwohnerzahlen und des Gebäude- und Wohnungsbe- stands mehr als 20 Jahre alt. Ziel des Zensus 2011 war zum einen die Ermittlung der aktuellen neuen amtlichen Einwohnerzahlen. Zum anderen wurden wichtige Strukturinformationen erho- ben, welche einen Überblick über die Lebens-, Arbeits- und Wohnsituation der Menschen er- möglichen. In Deutschland wurde die Gebäude- und Wohnungszählung im Rahmen des Zensus 2011 als Vollerhebung bei allen Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Verwalterinnen und Verwal- tern von Wohnungen und Gebäuden durchgeführt. Hintergrund hierfür war, dass für die Ge- bäude- und Wohnungsmerkmale keine Angaben in bereits vorhandenen Registern existierten, die für statistische Zwecke hätten herangezogen werden können. In der vorgelegten Veröffentlichung wird der Fokus auf die Ergebnisse der Gebäude- und Woh- nungszählung in Karlsruhe gelegt. Auf der einen Seite werden darin aktuelle Kennzahlen zum Bestand an Gebäuden und Wohnungen im Stadtgebiet bereitgestellt. Andererseits werden qua- litative Aussagen über den Wohngebäude- und Wohnungsbestand und dessen Entwicklung im Verlauf der letzten zwei Jahrzehnte gemacht, beispielsweise in Bezug auf die Sanitärausstattung oder die überwiegend eingesetzte Heizungstechnik. Zudem sind Aussagen über die Haushalte, die am 9. Mai 2011 in den Gebäuden und Wohnungen in Karlsruhe lebten, möglich. Am Zensus-Stichtag 9. Mai 2011 wurden in Karlsruhe insgesamt 41.780 Gebäude mit Wohn- raum sowie 26 bewohnte Unterkünfte gezählt. Die Zahl der Wohngebäude erhöhte sich seit der letzten Gebäude- und Wohnungszählung im Jahr 1987 um knapp 6.500 Gebäude oder 19,3 %. Auf alle Gebäude verteilten sich 152.219 Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum und 35 Wohnungen in bewohnten Unterkünften, zusammen insgesamt 152.254 Wohnungen. Die Zahl der Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum in Karlsruhe erhöhte sich im selben Zeit- raum um ein gutes Fünftel (21,7 %). Insgesamt nahm der Wohnungsbestand seit 1987 um 27.123 Wohnungen zu. Die Veröffentlichung bietet erstmalig seit über 20 Jahren umfassende Daten zur Gebäudegrößenstruktur und zur Größe der Wohnungen im Stadtgebiet sowohl nach der Wohnfläche als auch nach der Raumanzahl. Ebenso liefert der Band umfangreiche Ergebnis- se zur Struktur des Gebäude- und Wohnungsbestands in den Karlsruher Stadtteilen und Stadt- vierteln. Beschluss: Antrag an den Hauptausschuss Der Hauptausschuss nimmt die vorgelegte Veröffentlichung "Gebäude- und Wohnungen in Karlsruhe - Ergebnisse des Zensus 2011" zur Kenntnis. Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 11. Februar 2015

  • Protokoll TOP 2
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 4. Sitzung Hauptausschuss Termin: 24. Februar 2015, 16:30 Uhr öffentlich Ort: Großer Sitzungssaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 2. Punkt 2 der Tagesordnung: Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe - Ergebnisse des Zensus 2011 Vorlage: 2015/0078 Beschluss: Der Hauptausschuss nimmt die vorgelegte Veröffentlichung "Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe - Ergebnisse des Zensus 2011" zur Kenntnis. Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 2 zur Behandlung auf. Erster Bürgermeister Jäger erläutert die Vorlage. Diese liefere wertvolle Eckdaten für die Beobachtung des Gebäude- und Wohnungsmarktes sowie eine solide und aktuelle Datenbasis für die weitere Fortschreibung im Bereich der Baustatistik. Nachdem keine Wortmeldungen vorliegen, stellt der Vorsitzende fest, dass der Hauptausschuss die vorgelegte Veröffentlichung "Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe - Ergebnisse des Zensus 2011" zur Kenntnis genommen hat. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten 27. Januar 2015