THH 6800: Zoo
| Vorlage: | 2015/0068 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 16.01.2015 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 03.03.2015
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
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CDU Gemeinderatsfraktion, Hebelstraße 13, 76133 Karlsruhe Herrn Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 76124 Karlsruhe 27.01.2015 DOPPELHAUSHALT 2015/2016 Antrag zum Thema Umsetzung Konzept Zoopädagogik und Öffentlichkeitsarbeit Zuordnung im Haushaltsplan Seite im HH-Plan Teilhaushalt 310/311 6800 Ergebnishaushalt: Produktbereich | Produktgruppe | Schlüsselposition Finanzhaushalt: Investive Maßnahme Änderungen und neue Mittelanmeldungen Art 2015 2016 2017 2018 2019 Stellenschaffung/-reduzierung Erhöhung/Reduzierung Erträge, Aufwendungen, Ein- oder Auszahlungen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Sperrvermerk 1.495.000460.000 Verpflichtungsermächtigung davon zahlungswirksam in Sonstige Änderungen Konzeption, Ziele, Maßnahmen, Kennzahlen DOPPELHAUSHALT 2015/2016 Umsetzung Konzept Zoopädagogik und Öffentlichkeitsarbeit Seite - 2 Weitere Angaben bei Leistungen an Zuschussempfänger Sachverhalt | Begründung Der Haushaltsplanentwurf sieht für die Umsetzung des Konzepts für Zoopädagogik und Öffentlichkeitsarbeit Haushaltsansätze von insgesamt fast 2 Millionen Euro für die Haushaltsjahre 2015 und 2016 vor. Es wird beantragt, die Haushaltsansätze mit einem Sperrvermerk zu versehen, bis dem Gemeinderat die kon- zeptionellen Überlegungen zur Zoopädagogik und der zukünftigen Öffentlichkeitsarbeit und die damit ver- bundenen Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen ausführlich dargelegt sind. Eine zeitgleiche Vorstel- lung des mit den Themen verbundenen Personalbedarfs ist zielführend. Unterzeichnet von: Stadtrat Tilman Pfannkuch (CDU), Stadtrat Detlef Hofmann (CDU), Stadträtin Karin Wiedemann (CDU) sowie CDU-Gemeinderatsfraktion
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DOPPELHAUSHALT 2015/2016 STELLUNGNAHME zu Antrag 178 CDU-Gemeinderatsfraktion --- --- --- --- --- --- --- --- Seite HH-Plan Produktgruppe 310/311 2530 Erlös-/Aufwandsart | Ein-/Auszahlungsart Sperrvermerk Umsetzung Konzept Zoopädagogik und Öffentlichkeitsarbeit In diese Aufgabenbereiche fallen sämtliche Aktivitäten, die mit den Serviceleistungen für Parkgäste ver- bunden sind sowie alle notwendigen Marketingprojekte. In den letzten Jahren wurden für diese Abteilun- gen keine Etats eingestellt- alles wurde „aus einem Topf“ erfüllt. Die Abteilung Zoopädagogik wurde bei wichtigen Finanzierungsprojekten von den Zoofreunden unter- stützt. Die beiliegende Aufstellung stellt die beantragten Budgetmittel dar. Ein Teil der Maßnahmen erlauben keinen weiteren Aufschub (Zoojubiläum und Ausstellung Exotenhaus), die anderen Maßnahmen sollten jedoch erst nach Vorliegen des derzeitig in Aufstellung befindlichen Zookonzeptes weiter realisiert werden. Zu Bedenken ist auch, dass im Laufe dieses Jahres eine neue Leitung in den Zoo kommen wird. Die Verwaltung empfiehlt deshalb, mit Ausnahme der Mittel für das Exotenhaus und das Zoojubiläum (550.000 Euro in 2015), die Budgetmittel mit einem Sperrvermerk zu versehen. Bei Vorliegen der o. g. Untersuchungsstrategie kann der Sperrvermerk entsprechend aufgehoben werden. Doppelhaushalt 2015/2016 - Ergänzende Erläuterungen zu Antrag 178 Seite - 2 Kostenschätzung für den DHH 2015 / 2016 hier: Zoopädagogik / Öffentlichkeitsarbeit lfd. Nr.: Bezeichnung Jahr 2015 Jahr 2016 1. Allgemeine Beschilderung für Besucher 10.000,00 € 10.000,00 € 2. Anschaffungen für Zoopädagogik - Neue Bereiche Exoten- haus 200.000,00 € 80.000,00 € 3. Ausstellungen im Raubtierhaus (jährlicher Wechsel) 50.000,00 € 50.000,00 € Ausstellungen im Exotenhaus (Erstetablie- rung/Denkmalschutz) 250.000,00 € Ausstellungen im Exotenhaus (jährlicher Wechsel) 85.000,00 € 70.000,00 € 4. Besucher Aktionen im Zoogelände(4), Besuchermedien (5), Basis-Ausstattung Besucherinformation Exotenhaus(6), In- teraktive Elemente (Zoo + Exotenhaus)(7), Thementafeln incl. Standelemente (14) 390.000,00 € 60.000,00 € 5. Layout- und C.I.- Umsetzungen der Kassenbereiche 70.000,00 € 10.000,00 € 6. Zoojubiläum Gesamtpaket 300.000,00 € 7. Print Medien wie Flyer, Parkführer, Führer Exotenhaus 100.000,00 € 70.000,00 € 8. Neukonzeption Oberwald 30.000,00 € 100.000,00 € 9. Veranstaltungen pro Jahr (DRK, EDEKA, etc.) 10.000,00 € 10.000,00 € 1.495.000,00 € 460.000,00 €
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 9. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 03/.04.03.2015, 09:00 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Auszug aus dem Protokoll (...) Antrag Nr. 178 (S. 310): Sperrvermerk – Umsetzung Konzept Zoopädagogik und Öffentlichkeitsarbeit (CDU) Stadträtin Mußgnug (CDU): Ich möchte Ihnen gerne erklären, wie es zu diesem An- trag gekommen ist. Herr Oberbürgermeister, ich erlaube mir, Sie von gestern zu zitie- ren, und zwar haben Sie beim Thema Internationalisierungsstrategie gesagt, wenn ir- gendetwas intransparent erscheint, sollen wir hierüber reden. Gut, das ist im Prinzip auch das Motto dieses Antrags, zu dem ich jetzt hier spreche. In diesem Teilhaushalt sind Posten für das Zoojubiläum und anderes im Jahr 2015 mit 180.000 € veranschlagt. Daraus könnte man erst einmal schließen, dass sich die Kosten für das Zoojubiläum auf 180.000 € - maximal, gegebenenfalls auch weniger – belaufen. Jetzt ist es aber so, dass bei der KTG noch einmal 50.000 € eingestellt sind. Wenn wir eine Zeile höher im Haushalt gehen, steht da die Zoopädagogik und Öffentlichkeitsar- beit. Wenn man sich das Ergebnis 2013 anschaut mit 3.085 € und den Plan 2015 mit 1.495.000 €, dann kann man ruhig zweimal schauen. Natürlich erklärt sich viel: Wir haben das Exotenhaus und von daher eine ganz andere Qualität der Zoopädagogik, die ansteht. Das stellen wir auch gar nicht in Frage, und darum geht es letztendlich auch nicht. Und jetzt kommt das große Aber. Wenn wir auf unsere Anfrage bei der Verwaltung zur Aufstellung dieser Kosten – Zoo- pädagogik und Öffentlichkeitsarbeit – einen Posten als Auskunft bekommen, Gesamt- paket Zoojubiläum in Höhe von 300.000 €, dann sind wir als Fraktion doch über einige Dinge erstaunt. Zum ersten darf man wohl nicht davon ausgehen, dass dieses Gesamt- paket von 300.000 € wirklich ein Gesamtpakte mit 300.00 € ist, denn wir haben ja noch die 180.000 € von der gesonderten Zeile im Haushalt zum Zoojubiläum sowie den Betrag, der bei der KTG eingestellt ist. Das heißt, in unserem Partyjahr – wenn ich es so nennen darf – haben wir ja noch eine weitere Party mit Kosten von über 500.000 €. Wir haben hier im Haus schon über ganz andere Beträge diskutiert, wenige 100 €, die teil- weise nicht durchgegangen sind. Deswegen kommen wir zum zweiten Punkt, der uns erstaunt hat, was man da unter Transparenz versteht. Wenn es im Haushalt eine Position „Zoojubiläum und andere Veranstaltungen" gibt, dann verstehe ich, wenn es transparent ist, darunter, dass das - 2 - die Kosten sind. Wenn ich dann aber noch zwei andere Posten im Haushalt finde – auf Nachfrage ein Gesamtpaket Zoojubiläum –, dann verstehe ich unter Transparenz etwas anderes. Ich denke, wären wir im privaten Bereich, der Verbraucherschutz würde es ähnlich sehen. Drittens zur Auslegung des Wortes Gesamtpaket: Entweder ist in einem Gesamtpaket alles drin oder halt nicht. Aber dann darf ich es auch nicht als Gesamtpaket bezeichnen. Zu guter Letzt ein weiterer Punkt: Ein guter Gastgeber einer Party weiß zum einen, was die Party kostet, aber auch, welche Acts geplant sind. Das ist der nächste Punkt, über den wir uns ein bisschen erstaunt gezeigt haben. So richtig wissen wir gar nicht, was für das Zoojubiläum geplant ist. Es liegt uns definitiv noch nichts vor. Herr Zeh, ich darf Sie kurz beim Wort nehmen. Sie haben gerade eben beim Lichterfest gesagt, wir müs- sen das Konzept erst einmal sehen. Das ist letztendlich die Intention unseres Antrags mit diesem Sperrvermerk gewesen. Wir haben dieses Konzept tatsächlich noch nicht gesehen. In der anstehenden Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen steht es auch nicht auf der Tagesordnung. Und so sind wir jetzt zu diesem Punkt ge- langt. Es ist im Prinzip ein Antrag, der ein Plädoyer für Transparenz und Kostenklarheit darstellen soll. Die Verwaltung hat nun einen Sperrvermerk vorgeschlagen bis zur Vorlage des in Auf- stellung befindlichen Zookonzepts mit Ausnahme der Posten Zoojubiläum und Exoten- haus. Jetzt ist es uns ganz wichtig, hier klarzustellen, wir möchten natürlich ein gutes Zoojubiläum und ein gutes Exotenhaus haben und stellen das auch gar nicht in Frage und würden insoweit mit der Verwaltung mitgehen – unter der Prämisse, dass in der nächsten Sitzung im Hauptausschuss und im zuständigen Ausschuss für öffentliche Ein- richtungen das Konzept für das Zoojubiläum endlich vorgelegt wird – unter einer kon- kreten Klärung der Kostenfrage und des Umfangs. Das würden wir als Gesamtpaket des Ganzen ansehen können. Stadträtin Fischer (SPD): Ich denke, Sie kriegen in den nächsten Tagen alle – der Flyer ist gedruckt für das Zoojubiläumsjahr – die notwendigen Informationen. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass in den vergangenen Jahren für Öffentlichkeitsar- beit und Zoopädagogik minimale Summen geflossen sind. Dass hier ein riesengroßer Nachholbedarf da ist, war uns im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen nach Vorstel- lung der Organisationsuntersuchung mehr als deutlich geworden, und da waren wir uns im Haus alle einig, dass wir hier sehr, sehr viel nachbessern müssen. Das vorwegge- schickt. Jetzt hört sich das heute schon etwas besser an als im Antrag selber. Ihr Sperrvermerk für 2015 ist sicher sehr unrealistisch, wenn man weiß, dass praktisch die Festivitäten und die Eröffnung des Exotenhauses kurz vor der Tür stehen. Wir haben das Konzept in groben Zügen im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen vorgestellt bekommen. Es geht hier nur um Anfänge, und es geht hier nur um einen allerersten Schritt, da geht es noch nicht um ein Zukunftskonzept für die Zoopädagogik, wie sie aussehen soll, oder um weitere Dinge der Öffentlichkeitsarbeit, sondern es geht um eine ganz einfache erste Aufstellung von Öffentlichkeitsarbeit überhaupt. Das sollte - 3 - man einfach mal sehen. Natürlich ist im letzten Jahr einiges passiert, ist vielleicht auch nicht immer so transportiert worden, das gebe ich gerne zu. Dass ich da einfach immer ein bisschen mehr weiß, ist einfach meinem Amt geschuldet. Aber es geht darum, dass dieser Weg, der beschrieben wurde, vorgestellt wurde, und keine Fraktion hat diesem Weg widersprochen. Das will ich hier doch einmal festhalten. Deshalb hätte man hier nicht mit diesem Hammer des Sperrvermerks kommen müssen. Jetzt will ich einmal zu dem Sperrvermerk etwas sagen. Ich habe gesagt, Zoojubiläum und Eröffnung des Exotenhauses stehen an und sind in Vorbereitung. Deshalb können bestimmte Positionen, die hier in der Vorlage genannt werden, nicht mit einem Sperr- vermerk für 2015 belegt werden. Da ist für mich auch die Verwaltungsvorlage nicht sehr schlüssig, weil die Aufstellung auf der Seite 2 nicht mit diesem Sperrvermerk auf der Seite 1 korrespondiert, denn wir können z. B. nicht die Anschaffungen für die Zoo- pädagogik streichen, das sind Grundausstattungen, die man braucht für den Betrieb der Zoopädagogik im Exotenhaus. Oder es sind Ausstellungen, die schon konzipiert sind. Ich sage jetzt nur die letzte und will mich auch gar nicht ins Detail versteifen. Die Veran- staltungen mit 10.000 € (DRK und EDEKA) sind schon in Planung und in der Vorberei- tung. Wir haben auch die ganzen Besucheraktionen, die geplant sind, schon in der Vor- bereitung. Auch wurde im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen zumindest ange- deutet, dass wir hier praktisch nichts haben und erst mal eine Anfangsausstattung brauchen. Das Gleiche gilt für Layout und CI, da sind wir sozusagen von der Stadtver- waltung dazu aufgefordert worden. Auch das sind Kosten, die entstehen, genauso wie Printmedien, Flyer und Parkführer. Auch das gab es bisher nicht, auch das ist Grundaus- stattung. Insofern komme ich auf einen ganz anderen Betrag als das, was jetzt hier von der Verwaltung mit einem Sperrvermerk möglich gemacht wurde. Ich möchte dafür plädieren, für 2015 überhaupt keinen Sperrvermerk hineinzunehmen, denn das bringt uns in größte Schwierigkeiten. Ich könnte mir aber vorstellen, dass der Herr Dezernent gerne bereit ist, in der nächsten Ausschusssitzung einen kurzen Bericht zu geben über alles, was in diesem Jahr ansteht und was notwendig ist an minimalen Grundvorausset- zungen, um das Ganze überhaupt erst einmal ins Laufen zu bringen. Und für 2016 können wir gerne im Ausschuss detailliert beraten. Wir wissen alle, wir müssen in der Zoopädagogik in den nächsten Jahren zulegen, und wir müssen auch in der Öffentlich- keitsarbeit wesentlich mehr tun. Stadtrat Wohlfeil (KULT): Auch wir haben Probleme mit diesem Sperrvermerk und wollen ihn nicht beschließen. Aber natürlich wollen auch wir das in der nächsten Wo- che im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen noch einmal beraten wissen. Ansonsten sehen wir das wie die Kollegin Fischer, dass viele der Maßnahmen, die von der Verwal- tung aufgeführt wurden, in der Tat dringlich sind und nicht mit einem Sperrvermerk belegt werden können, wie die Verwaltung es dargestellt hat. Entsprechend sind wir grundlegend gegen diesen Sperrvermerk, wollen das aber im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen noch einmal besprochen haben, um die Unklarheiten zu klären. Stadtrat Hock (FDP): Meine Fraktion sieht es so, dass man diesen Sperrvermerk heute nicht drüberstülpen kann, weil wir – das wurde hier schon gesagt – jetzt komplett schon im Tun und Machen nach außen sind. Es ist ja nicht so, dass wir unseren Zoo und alles, was darum passiert ist, nicht öfters in den Ausschüssen besprochen hätten. Es ist nicht so, dass uns nicht gesagt wurde, dass das Geld kostet. Es war von Anfang an im- - 4 - mer klar, dass das Jubiläum, das Exotenhaus usw. Geld kosten, und es wurde uns auch gezeigt, was gemacht wird und in welcher Größenordnung es auf uns zukommt. Des- halb kann ich jetzt nicht verstehen, dass man so tut, als wüsste man das alles nicht. Im Gegenteil, man weiß es, und will jetzt meines Erachtens, weil es Geld kostet – und es ist auch kein kleiner Betrag, das kann ich alles absolut nachvollziehen –, dieses Projekt stoppen. Das geht überhaupt nicht. Wenn man das mit einem Sperrvermerk tut, wäre das absolut die falsche Entscheidung, die den Zoo auch in die Bredouille bringen würde. Das kann ja nicht das Ansinnen sein, was wir heute zu tun haben. Deshalb wird meine Fraktion diesen Antrag definitiv ablehnen. Stadtrat Hofmann (CDU): Liebe Kollegin Fischer, lieber Kollege Hock, ich weiß nicht, was da für Emotionen jetzt hochkochen. Es hat nie jemand – meine Kollegin Mußgnug schon gar nicht – an der Zoopädagogik rumkritisiert, wollte sie weghaben, will ein Pro- jekt stoppen. Wir stehen zum Zoo. Wir waren diejenigen, die immer zum Zoo gestan- den haben Wir haben uns lediglich beim Exotenhaus mal gedacht, wir machen noch eine kleine Schleife, aber ansonsten standen wir immer zum Zoo. Das war Ihrer Meinung nach ein Fehler, unserer Meinung nach war es kein Fehler. Es wurden – da haben Sie vollkommen recht, Frau Kollegin Fischer – im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen grobe Auszüge vorgestellt, das ist richtig. Ganz genau – grobe Auszüge. Wir waren nie gegen irgendetwas. Nur dass jetzt schon ein Flyer gedruckt wird, bevor wir hier einmal irgendetwas außer groben Auszügen gesehen haben – Sie sind da besser informiert, das wissen Sie, das ist alles in Ordnung –, aber ich denke, ein bisschen mehr Transparenz würde da auch nicht schaden, und dass wir zumindest in den Ausschüssen vorinformiert werden. Und das hat nichts damit zu tun, dass wir ge- gen dieses Projekt sind. Ich weiß nicht, wer das hier gesagt hat. Frau Mußgnug hat ganz deutlich gesagt, die Zoopädagogik steht außen vor, wir wollen eine gute Eröff- nung, wir wollen einen schönen Zoogeburtstag, aber wenn ich hier höre, dass Flyer ge- druckt werden, bevor hier ein klares Konzept vorgestellt wird, dann ist es einfach falsch, auch wenn Sie dagegen sprechen, Herr Obert. Das ist einfach falsch, und das geht auch nicht. Man muss die Kirche im Dorf lassen. Wir wollen lediglich – mit oder ohne Sperr- vermerk – auch informiert werden, bevor etwas aufgegeben wird. Frau Mußgnug hat sehr detailliert dargestellt, um welche Zahlen es uns geht und dass wir nur wissen wol- len, was - - (Widerspruch von der Bürgermeisterbank) - Sie können noch so laut da vorne schimpfen, das nützt nichts. Sie können es mir ger- ne noch einmal erklären. Aber Fakt ist, sie hat ganz klar erklärt, um welche Zahlen es uns geht und dass wir sie erläutert haben wollen – mehr nicht. Und da brauche ich nicht das gesamte Projekt in Frage stellen, überhaupt nicht. Das haben wir nie gemacht. Wir sind dafür, wir wollen es. Wir wollten lediglich Transparenz in diesem kleinen Be- reich haben, und das hat sie ganz deutlich gesagt, und dann so auf uns rumzuhacken, das geht einfach nicht. Stadträtin Fischer (SPD): Nur eine kleine Replik an den Kollegen Hofmann. Wir alle wissen, dass das Zoojubiläum ansteht und man dafür Vorbereitungen trifft. Man muss - 5 - nicht über jeden Flyer im Vorfeld informiert werden. Ein kurzer Anruf hätte auch ge- reicht, um sich über so etwas zu informieren. So etwas gehört zum Tagesgeschäft der Verwaltung, da muss ich das nicht im Ausschuss vorstellen. Stadtrat Wohlfeil (KULT): Auch noch zum Kollegen Hofmann. Natürlich teilen wir die Kritik der CDU, dass das hier im Haushalt von den Summen her nicht nachvollziehbar aufgestellt ist und das Gesamtpaket Zookonzept in einem anderen Punkt mit enthalten ist und das nicht beim Jubiläum aufgeführt ist. Aber wir haben nie behauptet, dass die CDU grundsätzlich dagegen wäre, und es ist auch nicht so, dass es nie in einem Aus- schuss vorgestellt wurde. Es wurde im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen vorge- stellt, und von daher teilen wir die grundlegend weitgehende Kritik der CDU nicht. Im Haushalt hätte man es besser deutlich machen können, aber wir schließen uns nach wie vor diesem Sperrvermerk nicht an. Stadtrat Hock (FDP): Werter Kollege Hofmann, zur Klarstellung: Emotionen haben Sie ins Spiel gebracht, nicht wir. Wir waren völlig ruhig und sachlich. Von daher gesehen weise ich das ganz klar zurück. Und wenn Sie jetzt hier im Hause über einen Flyer, der erstellt wird, diskutieren möchten, dann ist das definitiv die falsche Richtung. Wir stellen bei der Stadt wahrscheinlich hunderttausendmal im Jahr einen Flyer her, deshalb kann ich nicht nachvollziehen, dass man jetzt hier über kleinste Details reden möchte. Wir haben im Ausschuss gesagt bekommen, um was es geht. Uns wurde gesagt, dass es Geld kostet, und wenn Sie wissen wollen, wie der Flyer aussieht usw., dann sollten Sie sich das vorher zeigen lassen. Ich brauche das nicht zu sehen, da habe ich der Verwal- tung gegenüber genug Vertrauen, dass es ordentlich läuft. Stadträtin Lisbach (GRÜNE): Wir Grünen schließen uns im Wesentlichen der Verwal- tung an. Es sind im Vorfeld die Informationen über die verschiedenen Veranstaltungen offensichtlich schon sehr spärlich geflossen, und es ist auch sicher richtig, dass wir nicht über jeden Flyer im Vorfeld diskutieren müssen, aber andererseits kann es auch nicht sein, dass wir diejenigen sind, die über einen Flyer über die Aktivitäten der Stadt, für die schon viel Geld ausgegeben wurde, informiert werden. Insofern sehen wir durchaus Nachberatungs- und Vorberatungsbedarf im Ausschuss und finden es richtig, auf alles, was jetzt nicht fürchterlich eilt oder schon zu spät ist, den Sperrvermerk zu setzen und dabei das Zoojubiläum und die Ausstellung Exotenhaus auszunehmen, eigentlich ge- nauso, wie es die Verwaltung vorschlägt. Aber in Zukunft – den Eindruck hat man schon – sollte die Informationspolitik verbessert werden, was aber vielleicht auch mit einer Leitung des Zoos, die dann wieder in normalen Bahnen läuft, möglich sein wird. Der Vorsitzende: Ich habe jetzt keine weiteren Wortmeldungen. Die Diskussion zeigt, dass vor allem auch die späte Haushaltsberatung ein echtes Prob- lem ist, denn wir haben in diesem Jahr zwei besondere Ereignisse im Zoo. Wir haben nämlich das Jubiläum und wir haben die Eröffnung des Exotenhauses. Und plötzlich tauchen Beträge auf für Erstausstattung Exotenhaus, Erstausstattung der Ausstellungs- flächen für die Anpassung Zoopädagogik – und dann noch für das Jubiläum. Im Grunde müssen alle diese Dinge schon so weit vorbereitet sein, dass man gar nicht mehr zu- rückdrehen kann. Sie haben aber nicht rechtzeitig die Möglichkeit gehabt, über konkre- te Beträge abzustimmen. Das nehme ich völlig auf die Kappe, hat ein bisschen was mit - 6 - der Haushaltsaufstellung zu tun, hat aber auch etwas damit zu tun, dass wir die gesam- ten Vorbereitungen zum Zoojubiläum sehr spät gestartet haben – erst im letzten Jahr, und Sie wissen, was da alles los war, und das alles mit heißer Nadel und sehr kurzfristig, mit externer Hilfe, die ursprünglich gar nicht vorgesehen war –, aber jetzt doch noch ganz gut läuft. Das ist das eine, und ich glaube, dass wir das in Zukunft besser hinkrie- gen, wenn wir rechtzeitiger anfangen und dann auch im alten Jahr schon über das be- schließen, was im neuen Jahr ausgegeben werden soll. Das Zweite ist, dass ich Frau Mußgnug völlig recht gebe. Wenn ich mir die ganzen Zah- len im Haushaltsplan anschaue und dann das, was wir hier aufgelistet haben, daneben lege, blicke ich auch nicht mehr durch. Was ist Erstausstattung, was ist Jubiläum, was geht ineinander über? Und warum unter einem Gesamtansatz von der Umsetzung des Konzeptes für Zoopädagogik und Öffentlichkeitsarbeit sich die Ausstellung im Exoten- haus als Erstetablierung verbirgt, das ergibt sich erst einmal im Zusammenhang nicht. Genauso wie Sie zu recht sagen, hier steht Zoojubiläum Gesamtpaket und im Haus- haltsplan stehen noch einmal separat 180.00 €. Ist es nun ein Gesamtpaket oder nicht? Ich finde das alles berechtigt, und von daher sind wir uns in der Bedeutung dieses Jah- res für den Zoo und dieser zwei Ereignisse und der Notwendigkeit, hierfür zusätzliche Mittel einzustellen, einig. Sie haben viele der Maßnahmen schon vorgestellt bekommen, wenn vielleicht auch nicht mit harten Kosten versehen, auch da sind wir uns einig. Die Transparenz der Vorlagen und der Zahlen lassen zu wünschen übrig. Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten. Möglichkeit 1 ist, Sie akzeptieren das so, und wir reden am 12. März im entsprechenden Ausschuss über das, was geplant ist, was viel- leicht von Ihrer Seite aus gut oder schlecht ist. Mir wäre es am liebsten, wir könnten das ohne einen Sperrvermerk machen, weil wir sonst mit den weiteren Vorbereitungen in Schwierigkeiten kommen. Den Sperrvermerk könnten wir sonst frühestens am 24. März wieder aufheben, das bringt uns an der Stelle doch – weil jede Woche zählt – in Schwierigkeiten. Wenn wir uns darauf verständigen könnten: Vorberatung am 12.03. Ich werde die Verwaltung ausdrücklich bitten, diese Beträge hier noch einmal genau durchzudeklinieren, was ist Erstausstattung, was ist Konzeption für Ausstellungen, was ist Sonderposten für Jubiläum und was ist sonstige Ausstattung, die wir vielleicht im Jubiläumsjahr machen, die aber nachhaltige Wirkung haben. Sie sollten das noch ein- mal genauer beraten, aber vom Grundsatz her in der Summe erst einmal das Okay ge- ben und jetzt auch nicht mit Sperrvermerken arbeiten, denn dann müssten wir noch einmal genau schauen, welche Teilbeträge passen in die Sperrvermerke und welche nicht. Da ist der Vorschlag der Verwaltung auch nicht so optimal, weil wir uns an ande- ren Stellen die Tür wieder zu früh zumachen. Wenn sie so einverstanden wären, können wir uns am 12.03. beraten. – Die CDU nickt, dann brauchen wir es hier nicht wei- ter abzustimmen. Wie gesagt, die Kritik ist berechtigt und wird akzeptiert. (...)