Landesinitiative IKT-Standort Baden-Württemberg und Zuschuss zur erweiterten Betreuung der IT-Unternehmensgründungen und -festigungen im StartUp-Accelerator an das High-Tech.Unternehmer.Netzwerk CyberForum

Vorlage: 2015/0016
Art: Beschlussvorlage
Datum: 05.01.2015
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Wirtschaftsförderung
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 03.02.2015

    TOP: 6

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig beschlossen

Zusätzliche Dateien

  • GR-Vorlage IKT-Standort B-W
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 8. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 03.02.2015 2015/0016 6 öffentlich Dez. 4 Landesinitiative IKT-Standort Baden-Württemberg und Zuschuss zur erweiterten Betreu- ung der IT-Unternehmensgründungen und -festigungen im StartUp-Accelerator an das High-Tech.Unternehmer.Netzwerk CyberForum Beratungsfolge dieser Vorlage am TOP ö nö Ergebnis Ausschuss für Wirtschaftsförderung 27.11.2014 5 vorberaten (Zustimmung) Hauptausschuss 27.01.2015 7 vorberaten Gemeinderat 03.02.2015 6 genehmigt Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Gemeinderat befürwortet das Konzept nach Vorberatung im Ausschuss für Wirtschaftsför- derung und im Hauptausschuss. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) 2015: 20.000 Euro zzgl. MwSt 2016: 32.000 Euro zzgl. MwSt ab 2017: 66.300 Euro zzgl. MwSt Haushaltsmittel stehen in 2015 und 2016 zur Verfügung. Kontierungsobjekt: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Wirtschaftsminister Nils Schmid und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer haben sich am 8. Oktober 2014 mit den Spitzen der IKT-Allianz über die Weiterentwicklung Baden- Württembergs zum Top-Standort für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ausgetauscht. Im Mittelpunkt stand dabei die Umsetzung des Strategiekonzepts Forward IT. Handlungsfelder des Konzepts sind beispielsweise Datensicherheit bei Unternehmen und Nut- zern, die Digitalisierung von Anwenderbranchen und die Weiterentwicklung des IT-Standorts Baden-Württemberg. Die Landesregierung investiert rund 33 Millionen Euro in die Weiterentwicklung des IKT- Standorts Baden-Württemberg. Im Rahmen der Initiative Forward IT will das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft mit dieser Fördersumme in den Jahren 2015 bis 2018 Projekte der IKT- Allianz unterstützen. Ein wichtiges Element von Forward IT ist der Ausbau des Forschungszent- rums Informatik (FZI) in Karlsruhe zur IT-Sicherheitsagentur. Hinzu kommt, dass das CyberForum mit dem gut angenommenen Konzept eines CyberLab und dem Programm BusinessDevelop- mentCenter gemeinsam mit dem FZI ab 2015 das IKT-Gründerzentrum Baden-Württembergs werden soll. Das BusinessDevelopmentCenter soll eine Anschubfinanzierung durch das Ministe- rium für Finanzen und Wirtschaft für zunächst 4 Jahre erhalten. Das CyberForum hat hierzu mit der Wirtschaftsförderung ein Konzept entwickelt, um in mehre- ren Ausbaustufen IKT-Gründungen über ein räumliches und bedarfs- und dienstleistungsorien- tiertes Betreuungsangebot beim Ausbau des jetzigen Standorts des CyberForums in der Alten Malzfabrik Hoepfner-Areal zu unterstützen. 1. Vision: Karlsruhe wird im IKT- Bereich bis 2020 der führende Gründerstandort Deutschlands 2. Ausgangslage: Das KfW/ZEW-Gründungspanel 2013 stellt die wirtschaftliche Aktivität junger Unternehmen im Branchenvergleich für das Jahr 2012 gegenüber. Die jungen Unternehmen sind oft schon kurz nach Gründung innovationsaktiv und die Hightech-Unternehmen mit Innovationen überdurch- schnittlich erfolgreich. 58,5 % der 2006 gegründeten Unternehmen sind nach fünf Jahren noch am Markt, hierbei sind die Hightech-Branchen den Nicht-Hightech-Branchen deutlich überlegen. Im Schnitt entstehen nach 5 Jahren 6 Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse. (Quelle: KfW-ZEW- Gründerpanel, Dezember 2013) Karlsruhe ist im Bereich der IKT nach Hamburg der TOP 2 Gründerstandort Deutschlands. Dar- über hinaus ist Karlsruhe TOP 1 Cluster im Softwarebereich und gehört nach München, Paris und London zu den innovativsten IT Regionen Europas (Vergleich aus 1.303 Regionen). Karlsru- he hat mit dem CyberForum ein langjährig etabliertes IKT Gründernetzwerk und das beste IT- Cluster Europas. Es gilt, diese schon hervorragende Ausgangssituation mit den eng vernetzten Gründerinstitutionen und dem erfolgreich etablierten Gründungsinkubator CyberLab weiter auszubauen. Das CyberForum und FZI sind vom Ministerium für Wirtschaft und Finanzen beauftragt, ab 2015 in Karlsruhe ein House of IT aufzubauen. Ein Modul dieses HOIT ist der Aufbau eines IKT- Grün- derzentrums für ganz Baden-Württemberg mit Sitz in Karlsruhe. Das CyberForum und FZI erhal- ten hierfür eine Anschubfinanzierung in Höhe von 2,5 Mio. Euro. Die Förderquote hierfür be- trägt 50%, also 1,25 Mio. Euro. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 3. Bedarf: Schon heute können die Raumanfragen von IKT Gründern in Karlsruhe nicht umfänglich be- dient werden. Auch die etablierte TechnologieFabrik verfügt seit Jahren nur über ein beschränk- tes Flächenangebot für IKT Gründer. Auf dieser Basis wird ab 2015 von Seiten des CyberForum ein spezielles Gründerunterstüt- zungsprogramm aufgebaut, um Unternehmen in der Phase nach der Gründung drei Jahre lang intensiver zu begleiten. Um den anvisierten Bedarf an räumlicher Kapazität für dieses Festi- gungszentrum decken zu können, bedarf es eines deutlich größeren Flächenangebotes, als das bisherige CyberLab mit seinen 120 qm. Im CyberLab werden heute ca. 15 Gründer pro Jahr, oder 7 Teams für 7 bis 9 Monate aufgenommen. Darüber hinaus zeigt sich, dass vermehrt nationale und internationale IKT-Gründer/Firmen sich in der Nähe des CyberForums ansiedeln wollen, aber bisher kein entsprechendes Flächenange- bot erhalten. Gründer brauchen neben Fazilitäten, Büroservices und KnowHow-Vermittlung auch eine eigene StartUp-Atmosphäre, eine sogenannte GründerCommunity. Das PerfektFutur für die Kreativwirtschaft ist das beste Beispiel in Karlsruhe. Daher sollten möglichst vielen Grün- dern die Möglichkeiten geboten werden, auch räumlich eine gemeinsame GründerCommunity zu bilden. IKT-Gründer brauchen eine enge räumliche Nähe zum KIT bzw. zum FZI. Eine räumliche Veror- tung beim CyberForum in der Haid-und-Neu-Straße ist daher optimal. 4. Eckpunkte: Ziel ist es, in der Endausbaustufe in den nächsten zwei Jahren ein Gründerhaus mit ca. 850 qm in der Gründungs- und Wachstumsphase für die IKT-Gründer zu schaffen. Zunächst sollen im ersten Bauabschnitt im Jahre 2015 rd. 300 qm im Hoepfnermalzwerk ausgebaut werden. Im Jahre 2016 sollen die restlichen 550 qm fertig gestellt werden. Durch die räumliche Anbindung an die Geschäftsstelle des CyberForums, sowie die finanziellen Mittel aus dem Förderprogramm des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft – BusinessDevelopmentCenter – kann die Stadt Karlsruhe ein kostengünstiges Gründerangebot aufbauen und betreiben lassen, das im Rahmen des Förderprogrammes auch europäische EFRE Mittel zur Verfügung stellt, um die Infrastruktur für das Gründerzentrum zu finanzieren. 4.1 Betriebskonzept  Gebäudeeigentümer: Hoepfner/Altes Malzwerk (kein Neubau, sondern Umbau)  Mieter: CyberForum. Mietlaufzeit 10 Jahre.  Gebäudekonzeption, Vermarktung und Vergabe der Flächen durch die Wifö/CyberForum/FZI  Betrieb, Betreuung der Nutzerin/Nutzer, inhaltliche Ausgestaltung des Zentrums durch das CyberForum  Zielgruppe: Unternehmen der IKT in der Gründungs- und Wachstumsphase. Bis 4 Jahre nach der Gründung, in der Regel mit 4 bis 20 Mitarbeitern 4.2 Gebäudekonzept  Ziel ist es, analog zum CyberForum ein offenes, transparentes und belebtes, einladendes Gebäude zu schaffen.  Kommunikation und Vernetzung haben einen hohen Stellenwert, dies zielt auf die Nut- zer und Nutzerinnen des Gebäudes ab.  Es soll das Gründerzentrum für IKT in Baden-Württemberg werden. Dieser Grundgedan- ke soll sich im Konzept widerspiegeln, es soll insbesondere die Atmosphäre der Konver- Ergänzende Erläuterungen Seite 4 sionsfläche (altes Malzwerk) aufnehmen und in modernen und kreativen Ambiente ge- staltet sein.  Gebäudegröße + Kapazität: Vermietbare Gesamtfläche eines Gründungszentrums insge- samt 850 qm.  Dies bietet Raum für circa 20 Gründungsunternehmen (bei einer durchschnittlichen Mietfläche von 40 qm) und entspricht ca. 100 Arbeitsplätzen (dies bedeutet nach drei Jahren ca. 150 bis 200 neue Arbeitsplätze).  Büroeinheiten mit einer Mietfläche (flexibel) von ca. 20 bis 100 qm  Zwei Ausbaustandards für unterschiedliche Zielgruppen, Zahlungsbereitschaften und Ansprüche  Erdgeschoss: Gründercafé und Co-WorkingBereich  2. OG: Mietflächen für Unternehmen der IKT-Wirtschaft  3. OG: Mietflächen für Unternehmen der IKT-Wirtschaft  Die CyberForum-Geschäftsstelle ist zentraler Bestandteil des Gebäudekonzepts. Das Ge- bäude soll nicht nur Mietflächen bereitstellen, sondern vom CyberForum gemanagt werden. Darüber hinaus werden auch die Seminar- und Besprechungsbereiche integra- ler Bestandteil des Gebäudekonzepts. 5. Finanzierung und Zuschussbedarf durch die Stadt: Eine vollständige Kostendeckung durch die Mieteinnahmen und Finanzierungsbeiträge durch die Nutzerinnen und Nutzer ist bei einem Gründerzentrum nicht möglich. Der Zuschuss ist dem CyberForum als gemeinnützigen Verein zur Förderung von Existenzgründungen für den Betrieb des Gründerzentrums und des Coachings der Gründerfirmen zu gewähren. Das CyberForum übernimmt das Vermietungsrisiko. Es muss bei einer 70%igen Auslastung von einem jährlichen städtischen Zuschuss von 66.300 Euro/Jahr zzgl. MwSt. ausgegangen werden. Kostenplan Haushaltsbudget unter Berücksichtigung einer vorsichtigen Einnahmekalkulation: Kostenbedarf 2015: Ausbaustufe 1, 300 qm ab Mitte 2015; 20.000 Euro zzgl. MwSt. Kostenbedarf 2016: Ausbaustufe 2, zusätzlich 550 qm ab Mitte 2015; 32.000 Euro zzgl. MwSt. Kostenbedarf 2017: Fertigstellung, 66.300 Euro zzgl. MwSt. Kostenbedarf 2018: wie 2017 Synergien: Für die Stadt Karlsruhe fallen keine weiteren Kosten für den Betrieb und die Betreuung der IKT- Gründer an, dieses wird vom CyberForum finanziert und übernommen. Karlsruhe hat die Chan- ce sehr kostengünstig das IKT-Gründerzentrum Baden-Württembergs zu etablieren, von den zu erwartenden Steuereinnahmen und Arbeitsplätzen zu profitieren und die Gelder des Landes und des europäischen Strukturfonds abzurufen. 6. Zeitplan für Realisierung: Anfang 2015 Grundsatzbeschluss des Gemeinderats August 2015 Fertigstellung Teilbauabschnitt in Höhe von 300 qm Ende 2016 Fertigstellung des gesamten Zentrums mit 850 qm Ende 2018 Evaluation nach der Anlaufphase nach Kennzahlen: Betreute Gründer und Arbeitsplätze Ergänzende Erläuterungen Seite 5 7. Gründer- und Netzwerkmanagement: Neben dem Betrieb wird das Gründer- und Netzwerkmanagement von Seiten des CyberForums übernommen. Hierzu werden drei Personalstellen zusätzlich aufgebaut, finanziert durch das CyberForum bzw. den Landeszuschuss. 8. Zusammenfassung: Mit dem vorgelegten Konzept kann mit einem sehr günstigen Kostenrahmen im Zeitraum bis Ende 2015 ein modernes, auf die Zielgruppe abgestimmtes Gründungs- und Wachstumszent- rum realisiert werden. Durch die Realisierung dieses Gründer- und Wachstumszentrums kann sich Karlsruhe als der IKT-Standort in Deutschland nachhaltig ausbauen. Im Erfolgsfalle des Gründungs- und Wachstumszentrums wird nach Etablierung ein zusätzlicher Flächenbedarf von ca. 2.000 qm/Jahr entstehen (Annahme 10 erfolgreiche Firmen/Jahr à 200 qm). Die Wirkung für die gesamte Region wird weit über Baden-Württemberg hinaus sein und neue Impulse für den Wirtschaftsstandort Karlsruhe bieten. Aufgrund der angedachten weite- ren Baumaßnahmen auf dem Hoepfner-Areal werden sehr moderne und attraktive zusätzliche Gewerbeflächen entstehen sowie weitere Flächenangebote auf dem Gelände des Technologie- parks. Es sind durch den Betrieb des Gründerzentrums langfristig signifikante zusätzliche Gewerbe- steuereinnahmen zu erwarten. Insofern handelt es sich im Erfolgsfalle um eine lohnende Zu- kunftsinvestition. Die Digitalisierungsagenda des Landes wird in Teilen in Karlsruhe erarbeitet. Ergänzende Erläuterungen Seite 6 Ergänzende Erläuterungen Seite 7 Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat befürwortet nach Vorberatung im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und im Hauptausschuss das Konzept. Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 23. Januar 2015

  • Protokoll GR TOP 6
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 8. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 3. Februar 2015, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 7. Punkt 6 der Tagesordnung: Landesinitiative IKT-Standort Baden-Württemberg und Zuschuss zur erweiterten Betreuung der IT-Unternehmensgründungen und -festigungen im StartUp-Accelerator an das High-Tech.Unternehmer.Netzwerk Cyberforum Vorlage: 2015/0016 Beschluss: Der Gemeinderat befürwortet nach Vorberatung im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und im Hauptausschuss das Konzept. Abstimmungsergebnis: einstimmig zugestimmt Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 6 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und im Hauptausschuss: Da mehrfach vorberaten, möchten Sie alle gleich abstimmen. - Herr Stadtrat Hermanns erklärt sich als befangen. - Ich sehe nur gelbe Karten. Damit haben Sie dem einstimmig zugestimmt. Zur Beurkundung: Der Schriftführer: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 11. Februar 2015