Aufnahme von "Vorbereitenden Untersuchungen" im Sanierungsvorranggebiet "Grünwettersbach"

Vorlage: 2014/0644
Art: Beschlussvorlage
Datum: 04.06.2014
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtplanungsamt
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Grünwettersbach, Hohenwettersbach, Knielingen, Mühlburg, Palmbach, Stupferich

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 01.07.2014

    TOP: 11

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig beschlossen

Zusätzliche Dateien

  • Aufnahme VU Grünwettersbach
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 62. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 01.07.2014 2014/0644 11 öffentlich Dez. 6 Aufnahme von "Vorbereitenden Untersuchungen" im Sanierungsvorranggebiet "Grünwettersbach" und Antragstellung zur Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm in 2014 für 2015 Beratungsfolge dieser Vorlage am TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 01.07.2014 11 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Gemeinderat wird um Beschluss a) zur Aufnahme der Vorbereitenden Untersuchungen (VU) nach § 141 BauGB für Grünwet- tersbach b) zur Antragstellung für die Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm in 2014 für 2015 gebeten. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtkosten der ersten Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) 50.000 € für VU bei Aufnahme als Sa- nierungsgebiet: 60 % (30.000 €) bei Aufnahme als Sa- nierungsgebiet: 40 % (20.000 €) ansonsten: 50.000 € Haushaltsmittel stehen zur Verfügung. Kontierungsobjekt: 1.610.51.10.09; Kontenart: 42300000 Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Städtebau Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am 27.05.2014 Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Mit Auslaufen der Sanierung in City West zum 31.03.2014 und der Neuaufnahme von Dur- lach-Aue in ein Landessanierungsprogramm werden nach erfolgtem Satzungsbeschluss für dieses Gebiet in Karlsruhe dann nachfolgende Sanierungsgebiete bestehen: Soziale Stadtprogramme: SSP Mühlburg Laufzeit bis 2015; Förderrahmen neu 10,6 Mio. € Aufstockung erfolgte in 2014 SSP Rintheimer Feld Laufzeit bis 2017; Förderrahmen 2,9 Mio. € Stadtumbau West: SUW Alter Schlachthof Laufzeit bis 2015; Förderrahmen 2,8 Mio. € Landessanierungsprogramm: LSP Durlach Aue Laufzeit bis 2021; Förderrahmen 1,3 Mio. € Programmaufnahme 2014 Bereits in der Sitzung vom 24.04.2012 wurde für die potentiellen Sanierungsvorranggebiete Untermühlsiedlung und Alt-Knielingen sowie in Abhängigkeit der Ergebnisse der Rahmen- planung für die Höhenstadteile die Einleitung von städtebaulichen Grobanalysen beschlos- sen. Während der Erarbeitungsphase zur Rahmenplanung für die Höhenstadtteile haben sich für die beiden Höhenstadtteile Stupferich und Grünwettersbach Anhaltspunkte für eine vertie- fende Betrachtung im Rahmen einer städtebaulichen Grobanalyse gezeigt. Für alle 4 Gebie- te liegen die Grobanalysen zwischenzeitlich vor. Die Berichte sind dieser Vorlage als Anlage beigefügt. Eine Vorberatung erfolgte bereits im Planungsausschuss vom 05.06.2014. In der Gesamtbetrachtung aller vier Sanierungsvorranggebiete ergeben sich, auch nach Gesprächen und Begehungen vor Ort mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe, für zwei Ge- biete aktueller Handlungsbedarf im Sinne der Durchführung vertiefender so genannter „Vor- bereitender Untersuchungen“ nach § 141 BauGB. Sowohl Alt-Knielingen als auch Grünwet- tersbach sind aufgrund des städtebaulichen Aufwertungsbedarfs im öffentlichen Bereich aber auch des Erneuerungs-/Modernisierungsbedarfs privater Bausubstanz als erstrangige Sanierungsvorranggebiete anzusehen. Zunächst wird für Grünwettersbach die Erarbeitung einer „Vorbereitenden Untersuchung“ empfohlen. Im Rahmen der „Vorbereitenden Untersuchungen“ für diesen Höhenstadtteil können, aufbauend auf die vorhandene Rahmenplanung, weitergehende städtebauliche Analysen durchgeführt werden, die mit einer intensivierten Beteiligung der Quartiersbewoh- ner einhergehen. Der konkrete Maßnahmenkatalog für das potenzielle Sanierungsgebiet wird in 2014 bis Mitte 2015 abgestimmt und eine Kosten- und Finanzierungsübersicht er- stellt. Bereits mit der vorliegenden Grobanalyse für Grünwettersbach (s. Anlage) sollte im Herbst 2014 in die Antragstellung zur Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm für 2015 gegan- gen werden. Als erste Maßnahme wird zunächst die Durchführung der Vorbereitenden Un- tersuchung anstehen. Die Kosten hierfür werden im Antrag aufgenommen. Diese sind auch rückwirkend innerhalb eines Jahres nach Programmaufnahme förderfähig. Mit dem Ergebnis der Vorbereitenden Untersuchungen und der Kosten- und Finanzierungsübersicht für die geplanten und im Rahmen der Bürgerbeteiligung abgestimmten Maßnahmen kann sodann im Herbst 2015 die Aufstockung des Förderrahmens beantragt werden. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Sowohl zur Durchführung der Vorbereitenden Untersuchungen und Beantragung zur Auf- nahme in ein Sanierungsprogramm bedarf es im Vorfeld jeweils eines formellen Beschlus- ses des Gemeinderates. Zunächst wird daher der formelle Beschluss zur Aufnahme der Vorbereitenden Untersuchungen für Grünwettersbach nach § 141 (1) und (3) BauGB und Antragstellung zur Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm im Herbst 2014 empfohlen. Die Abgrenzung des Untersuchungsgebietes ergibt sich aus der beigefügten Anlage. Die Haushaltsmittel zur Durchführung der vorbereitenden Untersuchung stehen im Sachauf- wandsbudget des Stadtplanungsamtes zur Verfügung. Hinweis: Für die 3 weiteren Gebiete wird nachfolgende Vorgehensweise vorgeschlagen:  Knielingen: Ausarbeitung eines Stadtteilentwicklungskonzeptes und Beteiligung der Öffentlichkeit in 2015, danach ggf. Antragstellung zur Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm in 2015 für 2016 und parallele Einleitung der „Vorbereitenden Untersuchungen“ .  Stupferich: . Entwicklung einer städtebaulichen Konzeption für den Bereich um das Rathaus von Feuerwehr bis zu dem Bereich zwischen der Kleinsteinbacher Straße und der Enzi- anstraße, die eine Aufwertung des Quartiers bzw. der Ortsmitte Stupferichs aufzeigt und dort auch Möglichkeiten für Altenwohnen auslotet. Ausarbeitung des Bebau- ungsplanes nördlich der Kleinsteinbacher Straße. Mögliche Entwicklungen im Be- reich des „Becker Areals“ bleiben abzuwarten, sind aber aus heutiger Sicht im Rah- men eines Bebauungsplanes gut abzuwickeln. Zu einem späteren Zeitpunkt Über- prüfung der dann bestehenden Rahmenbedingungen im Hinblick auf ein mögliches Sanierungsgebiet.  Untermühlsiedlung: Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen mit dem geplanten Neubau der dm- Hauptverwaltungszentrale im Bereich der Untermühlsiedlung werden sich die Anfor- derungen an die Untermühlsiedlung insgesamt bereits verändern. Hier wird seitens der Verwaltung empfohlen, diese Entwicklung zunächst abzuwarten, um später ggf. auf die sich geänderten Rahmenbedingungen eingehen zu können. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat beschließt die Aufnahme der Vorbereitenden Untersuchungen (VU) nach § 141 BauGB für Grünwettersbach und beantragt die Aufnahme in ein Städtebauförderpro- gramm im Herbst 2014 für 2015. Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 20. Juni 2014

  • Aufnahme Grünwettersbach_Plan
    Extrahierter Text

    Im Löhl Am Berg Im Löhl Am Berg Am Berg Am Berg Im Rodel Zum Wald Im Rodel Spitalhof Bergacker Bachgasse Baumgasse Horfstraße Kirchstaig Rötlingweg Pfeilerweg Pfeilerweg Horfstraße Pfeilerweg Pfeilerweg Pfeilerweg Dobelstraße Lindenstraße Lindenstraße Ulmer Straße Am Herrenweg Zur Dorfwies Wiesenstraße Wiesenstraße Am Herrenweg Am Herrenweg Wingertgasse Wingertgasse Im Eichbusch Am Wetterbach Am Wetterbach Am Wetterbach Am Wetterbach Reickertstraße Egerlandstraße Reickertstraße Am Steinhäusle Am Pfarrgarten Am Steinhäusle Am Gräfelsberg Am Steinhäusle Am Michelsberg Im Holderbusch Balinger Straße Hirsauer Straße Tübinger Straße Zur Ziegelhütte Zur Schmalzwies Esslinger Straße Esslinger Straße Esslinger Straße Thüringer Straße Böhmerwaldstraße Böblinger Straße Thüringer Straße Thüringer Straße Böhmerwaldstraße Im Spiegelgärtle Marbacher Straße Haulenbergstraße Wildbader Straße Wildbader Straße Waiblinger Straße Reutlinger Straße Leonberger Straße Reutlinger Straße Sigmaringer Straße Cannstatter Straße Busenbacher Straße Busenbacher Straße Busenbacher Straße Neuenbürger Straße Neuenbürger Straße Neuenbürger Straße Heidenheimer Straße Heidenheimer Straße Heidenheimer Straße Liebenzeller Straße Ludwigsburger Straße Albert-Schneller-Weg Hohenwettersbacher Straße Hohenwettersbacher Straße Stadt Karlsruhe Stadtplanungsamt Generalplanung und Stadtsanierung Sanierungsvorranggebiet "Grünwettersbach" Untersuchungsgebiet Stand Juni 2014 Maßstab 1:5.000 Gezeichnet CG Projektleitung A. Lehn Plan Nr. Bereichsleitung H. Dederer Datum 20.05.2014 Amtsleitung Prof. Dr. A. Karmann- Wössner ± 05010015025 Meter Pfad: N:\_Projekte\Sanierung\San_Grünwettersbach\140520_Grünwettersbach.mxd Abgrenzung „Grünwettersbach“ Abgrenzung Vorbereitende Untersuchung

  • GA_Grünwettersbach
    Extrahierter Text

    IMPRESSUMKarlsruhe – GrünwettersbachGrobanalyse – Zusammenfassung der Ergebnisseim Auftrag der Stadt KarlsruheHeike Dederer (Bereichsleiterin: Generalplanung und Stadtsanierung)Andreas Lehn (Stadtplanungsamt)Stadtplanungsamt Karlsruhe | Technisches RathausLammstraße 7 | 76124 KarlsruheTelefon: 0721 133-6101 | Fax: 0721 133-6109stpla@karlsruhe.de | www.karlsruhe.deBearbeitungpp a | spesch partner architekten stadtplaner BDA | SRLProf. Dr. Franz PeschDipl.-Ing. Gudrun NeubauerDipl.-Ing. Philip SchmalFirnhaberstraße 5 | 70174 StuttgartTelefon: 0711 2200763-10 | Fax: 0711 2200763-90pps@pesch-partner.de | www.pesch-partner.deKarlsruhe/Stuttgart, April 2014 Grobanalyse – Zusammenfassung der ErgebnisseStand April 2014KARLSRUHE GRÜNWETTERSBACH Stadt KarlsruheStadtplanungsamt Inhalt 1 Anlass und Ausgangssituation 4 1.1 Anlass der Gebietserneuerung 4 1.2 Vorläufige Abgrenzung des Untersuchungsgebiets 5 2 Erhebung der Rahmenbedingungen 6 2.1 Stadtteilprofil: Lage, Größe, Bedeutung 6 2.2 Bestehende kommunale Planungen 6 2.3 Bevölkerungsentwicklung und -struktur 7 3 Zusammenfassung der städtebaulichen Analyse – Mängel und Potenziale 8 4 Städtebauliche Ziele (Erneuerungsziele) 13 5 Stellungnahme zur Förderfähigkeit 16 6 Anlagen Anlage 1: Abgrenzung Untersuchungsgebiet Anlage 2: Städtebauliche Missstände Anlage 3: Städtebauliche Ziele Anlage 4: Empfohlene Abgrenzung Untersuchungsgebiet 1. Anlass und Ausgangssituation schwer auf das Wohnen, Arbeiten und Leben sowie auf den Nahversorgungsbereich im Orts- kern aus. Eine städtebauliche Untersuchung soll die Grundlagen für die Erarbeitung einer Erneue- rungsstrategie und der erforderlichen Maßnah- men liefern, mit der sich Grünwettersbach den Herausforderungen stellen will. Dabei ist es der Stadt Karlsruhe wichtig, bereits frühzeitig eine Einschätzung zur Förderfähigkeit der für die städtebauliche Erneuerung relevanten Maß- nahmen zu formulieren. Die zu diesem Zwe- cke erstellte Grobanalyse stellt eine erste Beur- teilungsgrundlage für den Gemeinderat und das Regierungspräsidium dar. Die Grobana- lyse zeigt die städtebaulichen Rahmenbedin- gungen auf, liefert eine erste Einschätzung des Gebietszustands und leitet daraus erste städte- bauliche Erneuerungsziele ab. In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium und nach Bewilligung der Fördermittel soll, aufbauend auf den Ergebnissen der Grobana- lyse, in einem weiteren Schritt eine Vorberei- tende Untersuchung erstellt werden. Neben einer detaillierten Analyse werden darin die städte baulichen Missstände dokumentiert sowie die Sanierungsziele und erforderlichen Maßnahmen in einer konzeptionellen Planung inklusive eines Handlungs- und Finanzierungs- konzepts dargestellt. In Ergänzung der gesetz- lichen Beteiligung der Betroffenen möchte die Stadt Karlsruhe ihre Bürger frühzeitig und umfassend beteiligen, um ihre Mitwirkungs- bereitschaft zu fördern. Neben einer Informa- tionsveranstaltung zu den Zielen der Planung und den Instrumenten des besonderen Städte- baurechts, können die Bürgerinnen und Bürger als „Stadtteilexperten“ in einem Bürgerwork- shop mit integriertem Stadtteilspaziergang ihre Belange und Bedürfnisse in den Planungspro- zess einbringen. 1.1 Anlass der Gebietserneuerung Im Rahmen des Integrierten Stadtentwick- lungskonzeptes Karlsruhe 2020 wird ein besonderer Fokus auf die Entwicklung in den Stadtteilen gelegt. Insbesondere die Höhen- stadtteile, darunter auch der Stadtteil Grün- wettersbach erhalten aufgrund eines erhöhten Handlungsbedarfs hohe Priorität bei der Erar- beitung von weiterführenden Planungen und Konzepten. Der 300-jährige Ortskern in Grünwetters- bach leidet enorm unter einem hohen Ver- kehrsaufkommen und hohem Parkdruck. Zahl- reiche Leerstände, wegbrechende Nutzun- gen und vernachlässigte Baustrukturen ent- lang der Ortsdurchfahrt sind die Folge. Zusam- men mit der niedrigen Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und insbesondere an zen- tralen Treffpunkten wirken sich die städtebau- lichen und strukturellen Mängel besonders Luftbild 5 1.2 Vorläufige Abgrenzung des Untersuchungs- gebiets Das Untersuchungsgebiet „Grünwettersbach“ umfasst im Wesentlichen den historischen Ortskern des Stadtteils entlang der Straße Am Wetter bach. Zusammen mit dem Bereich an der Wiesenstraße/Zur Ziegelhütte, den Grün- und Freiflächen am Wetterbach und der sich in nordöstlicher Richtung angrenzenden Wohn- bebauung hat das Untersuchungsgebiet eine Größe von rund 21,89 Hektar. Räumliche Schwerpunkte bilden der Bereich um Rathaus und evangelischer Kirche und das Nahversor- gungszentrum im Bereich Wiesenstraße/Zur Ziegelhütte. Die genaue Abgrenzung des Untersuchungs- gebiets kann der unten stehenden Karte ent- nommen werden. Vorläufige Abgrenzung des Untersuchungsgebiets Vorgeschlagene Abgrenzung Untersuchungsgebiet Stadt Karlsruhe Ergänzung des Untersuchungsgebiets am nördlichen Schwarzwaldrand, die von der Topographie hervorgerufenen Blickbezüge in den umgebenden Landschaftsraum und über den Ortskern und der den Ortskern durchflie- ßende Wetterbach bieten seinen Bewohner- innen und Bewohnern eine Vielzahl an reiz- vollen Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Auf einer Gesamtfläche von rund 603 Hektar leben heute insgesamt 4243 Einwohner (Stand 2012). 1 2.2 Bestehende kommunale Planungen Integriertes Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020 – Leitlinien der Stadtent- wicklung Das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020“ bildet einen wichtigen Orien- tierungsrahmen für die zukünftige Entwicklung der Stadt. Als Weißbuch fasst es Strategien, Handlungsfelder und Projekte zusammen. Wei- ter bündelt es Leitvorhaben und räumliche Ent- wicklungsschwerpunkte, die für die gesamt- städtische Entwicklung von besonderer Bedeu- tung sind. Als Lebensmittelpunkt der Bürgerinnen und Bürger zählt die Entwicklung der Stadt- teile in Karlsruhe zu den wichtigen Leitvorha- ben. Besonders die Sicherung der Nahversor- gung, die Stärkung vorhandener Zentren, die Mischung aus Wohnen und Arbeiten und die Gestaltung attraktiver Lebensräume stehen hier im Fokus. Aus einer detaillierten Betrach- tung sollen sich Prioritäten für die Erarbei- tung von Stadtteilrahmenplänen oder für Pilot- projekte einzelner Strategien ableiten lassen. Wichtige Grundlage bildet dabei der intensive Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Bereits im Stadtentwicklungskonzept wurde der Handlungsbedarf innerhalb der Höhen- 2. Erhebung der Rahmenbedingungen 2.1 Stadtteilprofil: Lage, Größe, Bedeutung Das Untersuchungsgebiet „Grünwettersbach“ befindet sich im gleichnamigen Höhenstadtteil Grünwettersbach im Südosten der Stadt Karls- ruhe. Zusammen mit dem südöstlich angren- zenden Stadtteil Palmbach ist Grünwetters- bach der Verwaltungsgemeinschaft Wetters- bach zugeordnet. Über die Autobahn A8 mit der Anschlussstelle Karlsbad ist der Stadtteil hervorragend an die Kernstadt und das über- geordnete Verkehrsnetz angebunden. Die naturräumlich reizvolle Lage des Stadtteils Auszug aus dem Flä- chennutzungsplan (unten) Karlsruhe 2020: Inte- griertes Stadtentwick- lungskonzept (oben) 1 Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtentwicklung; Statistikstelle (Hrsg.) 2013: DATEN UND FAKTEN 2013; Karls- ruhe: Eigenverlag stadtteile erkannt und frühzeitig die Bearbei- tung eines städtebaulichen Rahmenplans der Höhenstadtteile eingeleitet. Flächennutzungsplan und Landschaftsplan Im Flächennutzungsplan 2010 des Nachbar- schaftsverbands Karlsruhe mit Stand 2004 sind große Bereiche des Untersuchungsgebiets als gemischte Bauflächen (M) dargestellt. Nord- östlich des Wetterbachs schließen Grünflä- chen und reine Wohnbauflächen (W) an. Der Bereich um die Kirche ist als Gemeinbedarfsflä- che gekennzeichnet. Innerhalb des Untersuchungsgebiets weist der Flächennutzungsplan keine potenziellen Bau- gebiete aus. Entsprechend der Aussagen der Schutzgut- karte Freiraum und Erholung sind die zwischen Wetterbach und dem Wegeverlauf Im Löhl/Im Rodel liegenden Grünflächen mit ihren Baum- bestand für die lokale Naherholung von allge- meiner Bedeutung. Bebauungspläne Bebauungspläne sind nur für einen Teilbereich vorhanden. Ansonsten ist der § 34 BauGB anzuwenden. Städtebaulicher Rahmenplan „Höhenstadt- teile“ Die Erarbeitung eines gemeinsamen städtebau- lichen Rahmenplans stellt eine wichtige Grund- lage für die zukünftige Entwicklung in den einzelnen Höhenstadtteilen dar. So beispiels- weise bei der Umsetzung von Einzelprojekten, der Erstellung von Bebauungsplänen und der Ausweisung zukünftiger Sanierungsgebiete. In einem dialogorientierten Planungsprozess – gemeinsam mit den Ortschaftsräten der Stadt- teile, dem Vorstand der Bürgergemeinschaft Bergwald sowie den Bürgerinnen und Bürgern Auszug aus der Rah- menplanung Höhen- stadtteile - Lupe Grün- wettersbach 2 die Zahlen für das Untersuchungsgebiet Grünwettersbach be- ziehen sich auf die von der Stadt Karls- ruhe vorgeschlagene Abgrenzung 3 Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung, Statistikstelle (Hrsg.) 2013: Statistik Aktuell Bevölkerung; Die Ent- wicklung der Karlsru- her Bevölkerung im Oktober 2013; Karls- ruhe: Eigenverlag 4 die Zahlen der Ge- samtstadt beziehen sich auf den Bezugs- wert Ende Dezember 2012, die Zahlen im Untersuchungsgebiet Grünwettersbach auf den Bezugswert Ende Juni 2013 5 Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtentwicklung; Statistikstelle (Hrsg.) 2013: DATEN UND FAKTEN 2013; Karls- ruhe: Eigenverlag 6 Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtentwick- lung; Statistikstelle (Hrsg.) 2013: Struk- tur der Bewohner im Untersuchungsge- biet Grünwettersbach am 30.06.2013 nach Altersgruppen und Wohnungsstatus; in- terne Datenaufberei- tung; Karlsruhe 7 vor Ort – wurden der Handlungsbedarf und erste Maßnahmen zusammengefasst und pla- nerisch festgehalten. Das Ergebnis bildet ein stadtteilübergreifendes Konzept. Das Konzept wird ergänzt durch Detailuntersuchungen in den einzelnen Höhenstadtteilen, welche mög- liche Zukunftsbilder aufzeigen (bspw. „Lupe Grünwettersbach“). 2.3 Bevölkerungsentwicklung und -struk- tur 2,3 Im Untersuchungsgebiet leben insgesamt 891 Wohnberechtigte (Stand Juni 2013). Mit 7,3 Prozent liegt der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer im Untersuchungsgebiet deut- lich unter dem Anteil der Gesamtstadt (15,6 Prozent, Stand 30. Juni 2013). Verglichen mit der Stadt Karlsruhe zeigt der Aufbau der Wohnbevölkerung im Untersu- chungsgebiet Grünwettersbach einen niedri- geren Anteil der Altersgruppe der 18 bis unter 65-Jährigen (Gesamtstadt 66,5 Prozent, Grün- wettersbach 62,0 Prozent) und einen um rund 3 Prozentpunkte höheren Anteil der Senioren (Gesamtstadt 18,9 Prozent, Grünwettersbach 22,0 Prozent). Mit 16,1 Prozent liegt der Anteil der unter 18-Jährigen im Untersuchungsgebiet über dem der Gesamtstadt (Gesamtstadt 14,6 Prozent). 5,6 3. Zusammenfassung der städtebaulichen Analyse – Mängel und Potenziale Aufbauend auf der Grundlagenermittlung, der Bestandsaufnahme und den Ergebnissen der Arbeitsgruppe werden im Rahmen der städte- baulichen Analyse die Stärken und Schwächen sowie der städtebauliche Handlungsbedarf anhand der wesentlichen städtebaulichen Kri- terien dargestellt. Zu den städtebaulichen Kri- terien zählen u.a. Baustruktur und Gebäude, öffentlicher Raum und zentrale Bereiche, Ver- kehr, Straßenraum und Parken sowie Infra- struktur und Versorgung. Ziel der Grobanalyse ist eine erste Einschätzung des Zustands des Untersuchungsgebiets und die Beschreibung der vorhandenen städtebaulichen Missstände. Städtebauliche Missstände Öffentlicher Raum mit funktionalen und gestal- terischen Defiziten (Sicherheit, Barrierefreiheit, Parken, Begrünung) Fehlende Gestaltung Ortsmitte Nahversorgungsschwerpunkt bzw. Haupt- einkaufslage mit funktionalen und gestalterischen Mängeln Belastung Ortskern | Ausweichstrecke A8 Haltestelle ÖPNV (Bestand) Hoher Parkdruck Verkehrskonflikt (Hoher Anteil an Durchgangsver- kehr/Verkehrslärm) Bereich mit Sanierungs- und Modernisierungsbe- darf, teilw. mindergenutzte Flächen Raumkanten mit Defiziten (Gebäudesubstanz/ Leerstand) Wegeverbindung mit Aufwertungsbedarf Grünfläche mit Gestaltungsdefiziten Defizitäre Gestaltung öffentlicher Aufenthaltsorte und Treffpunkte Fehlende Erlebbarkeit des Wetterbachs (Aufent- haltsflächen/Wegeverbindung) Spielanlagen mit funktionalen Mängeln 8 Siedlungs- und Baustruktur Die Einbettung in den Naturraum am ■ Rande des nördlichen Schwarzwaldes und die innerörtliche Lage des Wetterbachs bie- ten besondere räumliche und landschaft- liche Qualitäten. Die Höhenentwicklung im Siedlungsgebiet ermöglicht zudem attrak- tive Wohnlagen mit reizvollen Blickbezügen in den umgebenden Landschaftsraum und über den Siedlungskern. Grünwettersbach besticht mit seinem klein- ■ teiligen, dörflichen Charakter. Die Baustruk- tur mit der ein- bis zweistöckigen meist gie- belständigen Bebauung ist prägend für das Straßendorf. Nur wenige Gebäude treten mit ihrem Volumen aus dieser Silhouette hervor. Der enge Straßenraum wird an eini- gen Stellen durch Höfe, teils mit Sichtbezug in den dahinterliegenden Freiraum, gewei- tet. Im historischen Ortskern finden sich meh- ■ rere denkmalgeschützte Gebäude, darun- ter der Kirchturm der evangelischen Kirche aus dem 12. Jahrhundert, das alte Schul- haus von 1846 oder das Rathaus aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auch das Fachwerkhaus am Wetterbach 31 von 1799, der Fallbrunnen und der Dankstein gegenüber dem Rathaus, sowie die Gewöl- bebrücke über den Wetterbach und das gegenüberliegende Trafohaus zählen dazu. Neben den denkmalgeschützten Gebäuden ■ prägen nur wenige gut erhaltene Bausub- stanzen, darunter auch schöne Fachwerk- gebäude, das Ortsbild. Zu den stadtbildprä- genden Gebäuden sind u.a. die Gebäude in der Straße Am Wetterbach 58 und 71 und die alte Scheune in der Bachgasse zu zäh- len. Im Untersuchungsgebiet befinden sich ins- ■ gesamt 429 Haushalte. Davon sind 40 Pro- zent Einpersonenhaushalte und 60 Prozent Mehrpersonenhaushalte. 7, 8 Der größte Teil der Flächen befindet sich in ■ Privatbesitz. Die Stadt Karlsruhe ist Eigen- tümerin sämtlicher Straßenflächen, Wege und Plätze. Auch die Fläche der ehemali- gen Heinz-Barth-Schule in der Straße Zur Dorfwies und Flächen in der Heidenheimer Straße sind im Besitz der Stadt Karlsruhe. Im Bereich des Wetterbachs verfügt die Stadt Karlsruhe über mehrere Flächen. Erhaltungszustand und bauliche Mängel Besonders die Gebäudestruktur entlang der ■ Ortsdurchfahrt weist erhebliche städtebau- liche Mängel auf. Defizitäre Bausubstanzen und zahlreiche Leerstände schwächen das Erscheinungsbild erheblich. Nur wenige der Gebäude sind ausreichend saniert bzw. ent- sprechen den heutigen technischen und energetischen Anforderungen. Ein Hand- lungsbedarf liegt vor. Neben denkmalge- schützten Gebäuden prägen mehrere er- haltene Fachwerk- häuser das Ortsbild (oben). Defizitäre Bausub- stanzen und Leer- stand schwächen das Erscheinungsbild (un- ten). 7 die Zahlen für das Un- tersuchungsgebiet Grün- wettersbach beziehen sich auf die von der Stadt Karlsruhe vorgeschlagene Abgrenzung 8 Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtentwicklung; Sta- tistikstelle (Hrsg.) 2013; Struktur der Bewohner im Untersuchungsge- biet Grünwettersbach am 30.06.2013 nach Altersgruppen und Wohnungsstatus; interne Datenaufbereitung; Karlsruhe 9 Unzureichend gestal- tete Freibereiche und Vorzonen im Nahver- sorgungszentrum ver- mitteln einen negati- ven Gesamteindruck. Direkt angrenzend an das Nahversorgungs- ■ zentrum, im Bereich zwischen Heidenhei- mer Straße und Reutlinger Straße, befin- den sich mindergenutzte Flächen mit altem Scheunenbestand. Lediglich die den Stra- ßenraum Zur Ziegelhütte säumenden Gebäude sind erhaltenswert. Der Stand- ort bietet die Möglichkeit in zentraler Lage neuen Wohnraum zu entwickeln. Ein weiteres Entwicklungspotenzial bie- ■ tet der ehemalige Schulstandort der Heinz- Barth-Schule in der Straße Zur Dorfwies. Für den gesamten Bereich ist ein Neuord- nungskonzept für Wohnen (ggf. Genera- tionenwohnen) unter Erhalt des unter Denkmalschutz stehenden Schulgebäudes mit angrenzendem Wohngebäude zu erar- beiten. Die sich in den letzten Jahren eta- blierte Nutzung des Bereichs für gemein- schaftliche Aktionen im Quartier, u.a. Dorf- wiesenfest, ist zu berücksichtigen. Erschließung und ruhender Verkehr:MIV Die Ortsdurchfahrt L623 ist aufgrund ih rer ■ Funktion als Hauptverbindung zwischen Rheinebene und Höhenstadtteile und als Ausweichstrecke zur A8 mit einem hohen Verkehrsaufkommen belastet. Insbesondere der Verkehrslärm wirkt sich negativ auf die Wohnqualität der angrenzenden Wohn- häuser aus. Eine ganztägige Geschwindig- keitsbeschränkung auf 30 km/h im Bereich zwischen Einmündung Zur Ziegelhütte bis zum nordwestlichen Ort s eingang beim Anwesen Am Wetterbach 2 zur Reduzie- rung des Verkehrslärms wurde bereits vom Regierungspräsidium Karlsruhe geneh- migt. Im anschließenden Bereich der Wie- senstraße, zwischen Einmündung Zur Zie- gelhütte und Einmündung Am Herrenweg ist die Geschwindigkeitsreduzierung auf nachts (22 bis 6 Uhr) beschränkt. Im sehr beengten Straßenraum Am Wetter- ■ bach kommt es zudem zu starken Kon- flikten zwischen Individualverkehr, Fußgän- gern und Radfahrern. Die Seitenbereiche sind sehr schmal, werden darüber hinaus zusätzlich von parkenden Autos verengt. Die Sicherheit von Fußgängern und Radfah- rern ist eingeschränkt. Im Hinblick auf das hohe Verkehrsaufkommen fehlt es an aus- reichend sicheren Querungsmöglichkeiten. Erschließung und ruhender Verkehr: Fuß- gänger Bezüglich der beengten Situation und der ■ teils mangelhaften Sicherheit für Fußgänger 3. Zusammenfassung der städtebaulichen Analyse – Mängel und Potenziale Die Qualität im histo- rischen Ortskern ist durch den dominie- renden Verkehr ein- geschränkt. Der enge Straßen- raum verursacht star- ke Konflikte zwischen MIV, Radfahrern und Fußgängern, u.a. Ein- schränkung der Sei- tenbereiche. 10 entlang der Ortsdurchfahrt gewinnen alter- native Fußwegeverbindungen, u.a. Im Löhl, an Bedeutung. Allerdings ist ihre Zugäng- lichkeit heute stark eingeschränkt. Öffentlicher Raum: Erscheinungsbild und zentrale Bereiche Im historischen Ortskern, geprägt durch ■ Rathaus, Alter Schule und evangelischer Kirche, ist heute keine wahrnehmbare zusammenhängende Ortsmitte zu erken- nen. Die mangelnde Integration des Rat- hauses, die unzureichende Gestaltung des unmittelbaren Umfelds (u.a. Kirchstaig), fehlende bzw. mangelhaft gestaltete Treff- punkte (u.a. Bereich Fallbrunnen) sowie der dominierende Verkehr mindern die Auf- enthaltsqualität. Die in Verlängerung des Kirchstaigs liegende Bushaltestelle und feh- lende Querungsmöglichkeiten schränken die Verbindung zum Freiraum am Wetter- bach ein. Das Erscheinungsbild des Nahversorgungs- ■ zentrums im Bereich Wiesenstraße/Zur Zie- gelhütte ist durch unzureichend gestaltete Freiräume bzw. Vorbereiche und den domi- nierenden Parkverkehr geschwächt. Der sich entlang der Straße Am Wetterbach nach Westen ausdehnenden Hauptein- kaufslage fehlt es an einer ansprechenden Gestaltung. Enge Seitenbereiche, teils leer- stehende und defizitäre Gebäudesubstan- zen sowie wegbrechende Nutzungen ver- mitteln einen negativen Eindruck. Öffentlicher Raum: Treffpunkte und Frei- räume Der zwischen den beiden Zentren liegende ■ Lindenplatz ist durch den ruhenden Ver- kehr, mangelhaft gestaltete Sitzgelegen- heiten und niedriger Aufenthaltsqualität in Nahezu ungestalte- ter Bereich am Wet- terbach Der Bachlauf ist nur an wenigen Stellen er- lebbar. seiner Funktion als Treffpunkt geschwächt. Auch die als Erschließungsstraße gestaltete Auffahrt trägt dazu bei. Der Wetterbach ist heute nur in einem klei- ■ nen Abschnitt für die Bewohnerinnen und Bewohner erlebbar. Seine Wahrnehmung ist durch mangelhaft inszenierte Zugänge, u.a. Bachgasse, und fehlender bachbeglei- tender Fußwegverbindungen gemindert. Direkt am Bachlauf liegende Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten fehlen oder sind durch Stellplätze für den MIV belegt. Entlang der „grünen Wegeverbindung“ Im ■ Löhl verfügt Grünwettersbach über ein aus- reichendes Angebot an Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten. Allerdings ist die Zugänglichkeit der Freiflächen über die Straßen Im Rodl, Hohenwettersba- cher Straße und Zur Ziegelhütte durch funktionale Mängel eingeschränkt (u.a. Erhaltungszustand Straße, Parkverkehr). 11 3. Zusammenfassung der städtebaulichen Analyse – Mängel und Potenziale 9 vgl. Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtentwick- lung (Hrsg.) 2008: Ein- kaufen und Nahver- sorgung in Karlsruhe 2007. Aktuelle Trends und Gestaltungsmög- lichkeiten, Karlsruhe: Eigenverlag Die wenigen Sitzmöglichkeiten entlang des Weges schöpfen das landschaftliche Potenzial mit den schönen Ausblicken über den Siedlungskern nicht aus. Auch lassen sie eine hohe Aufenthaltsqualität vermis- sen. Das Angebot an Spielgeräten ist zwar abwechslungsreich, die topografische Lage dagegen schränkt die Nutzbarkeit ein. Auf Höhe des Übergangs Im Löhl/Im Rodel ■ befinden sich heute ungenutzte und zuge- wilderte Grünflächen mit Entwicklungspo- tenzial. Infrastruktur und Versorgung Die Haupteinkaufslage des Stadtteils ■ erstreckt sich entlang der Straße Am Wet- terbach zwischen Einmündung Zur Ziegel- hütte und Rathaus. Hier liegen die wich- tigen örtlichen Nahversorgungseinrich- tungen (Bäcker, Metzger, Lebensmittelge- schäft, Apotheke, Bank). Allerdings reicht das vorhandene Angebot zur Versorgung des Stadtteils nicht vollständig aus. Auch sorgen wegbrechende Nutzungen, ins- besondere Gastronomiebetriebe (Adler, Sonne, Green Corner oder das ehem. Café am Wetterbach), für Lücken in der Ange- botsstruktur. Laut Nahversorgungskonzept der Stadt Karlsruhe ist eine Anreicherung des Angebots in Grünwettersbach selbst nicht umsetzbar. Die Ansiedlung eines Nah- versorgers im Bereich Palmbach könnte zwar zur Verbesserung beisteuern, würde aber gleichzeitig die Haupteinkaufslage in Grünwettersbach gefährden. 9 Wegeverbindung mit Aufwertungsbedarf: Im Rodl (oben) Sitzgelegenheiten entlang der Wege- verbindung im Röhl (unten) 12 4. Städtebauliche Ziele (Erneuerungsziele) Ausgehend von einer ersten Einschätzung und Bewertung der vorhandenen städtebaulichen Missstände und der Entwicklungsdefizite wird für das Untersuchungsgebiet eine grobe Ziel- definition vorgenommen. Die Ziele sind im Rahmen der weiteren Sanierungsvorbereitung und einer intensiven Beteiligung der betroffe- nen Bürger und der Träger öffentlicher Belange weiter zu konkretisieren. Stärkung des Ortskerns und der Stadtteil- identität Gestaltung einer attraktiven und räumlich ■ zusammenhängenden Ortsmitte im histor- ischen Ortskern mit hoher Aufenthaltsqua- lität. Verknüpfung der öffentlichen Infra- struktureinrichtungen (Rathaus, Kirche) und prägender Orte (Fallbrunnen mit Dankstein) unter Berücksichtigung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer und der Integration des öffentlichen Personennahverkehrs. Sicherung und Aufwertung des vorhan- ■ denen Nahversorgungszentrums im Bereich Wiesenstraße/Zur Ziegelhütte Qualifizierung der Lagen im Bereich Han- ■ del, Gastronomie und Wohnen. Funktio- nale und gestalterische Aufwertung der zentralen Wegeverbindung (Straßenraum) zwischen den beiden Zentren unter Berück- sichtigung angemessener und sicherer Bereiche für Fußgänger und Radfahrer, durchgängiger Barriere freiheit und ausrei- chender Stellplätze. Sicherung und Qualifizierung des Angebots ■ an Treffpunkten und Kommunikationsorten im Ortskern Ausbildung prägnanter Eingänge zum ■ Ortskern als städtebaulicher Beitrag zur Geschwindigkeitsreduzierung. Im Sinne einer Qualitätssteigerung im Bereich des Nahversorgungszentrums ist aus städte- baulicher Sicht eine Geschwindigkeitsredu- zierung bis zur Einmündung der Straße Zur Dorfwies zu empfehlen. Qualifizierung des Wohn- und Geschäfts- bestands und Aufwertung des Wohnum- felds Sanierung- und Modernisierung des ■ Gebäudebestands unter Erhalt des typ- ischen Ortsbildcharakters (ggf. altersge- rechter Umbau von Bestandswohnungen) Ortsbildgerechte energetische Sanierung ■ des Wohnungsbestands Sicherung denkmalpflegerisch wertvoller ■ und ortsbildprägender Bausubstanzen Stärkung der Wohn- und Lebensqualität im ■ Ortskern durch Reduzierung von Lärm und Abgasen (insb. Geschwindigkeitsreduzie- rung) Nachhaltige Weiterentwicklung des Wohn- standorts Aktivierung brachliegender und minderge- ■ nutzter Grundstücke im Innenbereich und leerstehender Immobilien zur Stärkung der Wohnfunktion (u.a. Generationenwohnen) Ausbau der vorhandenen Angebote bzw. ■ Etablierung eines neuen zentralen Treff- punkts. Integration einer öffentlichen Nut- zung mit ausstrahlender Wirkung auf das Wohnquartier bzw. auf die Höhenstadtteile im Bereich der Heinz-Barth-Schule, bei- spielsweise Café, Gemeinschaftsräume für unterschiedliche Akteure oder VHS. Nachnutzung leerstehender bzw. minder- ■ genutzter Immobilien unter Berücksichti- gung des Denkmalschutzes und ihrer iden- titätsstiftenden Wirkung (insb. Heinz-Barth- Schule) 13 Stärkung und Verknüpfung ortsbildprä- gender Freiräume Aufwertung bzw. Erhöhung des Angebots ■ an erlebnisreichen Treffpunkten, Kommuni- kationsorten und Orten der Erholung Stärkung der Erlebbarkeit des Wetterbachs: ■ Verbesserung der Zugänge zum Freiraum, Entwicklung einer möglichst durchgän- gigen bachbegleitenden Wegeverbindung und Gestaltung attraktiver Spiel- und Auf- enthaltsorte am Wasser. Etablierung des „Panoramawegs“ (Wege- ■ verbindung Im Löhl/Im Rodel) als Freiraum- pendant zum urbanen Ortskern: Aufwer- tung und Gestaltung der Wegeverbindung und Zugänge (insb. altersgerechte Anpas- sung), Inszenierung der Ausblicke in den Landschaftsraum und über Grünwetters- bach durch Qualifizierung und Ausbau des Angebots an Aufenthaltsmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten und Konzentration des heute ungünstig gelegenen und langge- streckten Spielplatzes in Nähe der Wohn- bebauung und des Vereinsheims des ASV Grünwettersbach. Erhalt charakteristischer innerörtlicher ■ Grün- und Freibereiche Stärkung der Zugänge zu den Freiräumen ■ Wetterbach und Panoramaweg über die aufgewerteten Zentren. Aufwertung und Entwicklung direkter Verbindungen zwi- schen Ortskern, Freiraum Wetterbach und Panoramaweg. Stärkung und Aufwertung stadteilübergrei- ■ fender Wegeverbindungen, u.a. Hohenhei- mer Straße Ökologische Erneuerung Neben der energetischen Erneuerung der ■ Altbausubstanz steht die Reduzierung von Lärm und Abgasen im Ortskern im Fokus 4. Städtebauliche Ziele (Erneuerungsziele) 14 Städtebauliche Ziele Qualifizierung des Angebots an Treffpunkten und Kommunikationsorten Qualifizierung Wohn- und Geschäftsbestand (Gebäudesubstanz/Lärmschutz) Entwicklungspotenzial Wohnen/Gemeinschaft Gebäude unter Denkmalschutz Erhalt charakteristischer Grün- und Freibereiche Anknüpfung wichtiger überörtlicher Wegeverbin- dungen Etablierung Panoramaweg Aufwertung und Neubildung wichtiger Zugänge und Fußwegeverbindungen zwischen Ortskern, Wetterbach und Panoramaweg Gestaltung attraktiver Aussichtspunkte Konzentration der Spielmöglichkeiten Gestaltung attraktiver Spiel- und Aufenthaltsorte am Wasser Gestaltung attraktiver und sicherer Straßenräume für alle Verkehrsteilnehmer Stärkung zentraler Straßenräume/Qualifizierung der Lagen Ausbildung prägnanter Eingänge zum Ortskern Gestaltung Ortsmitte Sicherung und Aufwertung des Nahversorgungs- zentrums 15 Im Ortskern Grünwettersbach ist die Lebens- qualität der Bewohnerschaft durch die Viel- zahl an städtebaulichen, funktionalen und strukturellen Missständen stark eingeschränkt. Geplante Entwicklungen im angrenzenden Stadtteil Palmbach, insbesondere die Ansied- lung eines großen Nahversorgers, werden die strukturellen Probleme im Ortskern noch wei- ter verschärfen. Die Stadt Karlsruhe hat den dringenden Handlungsbedarf erkannt und möchte mit gezielten Maßnahmen im öffentli- chen Raum die Aufwertung des Ortskerns ein- leiten. Um Grünwettersbach an die Erforder- nisse eines attraktiven Standorts für Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Kultur und Freizeit anzu- passen, bedarf es der zeitnahen Umsetzung von Stadterneuerungsmaßnahmen. Auswahl eines geeigneten Programms Angesichts der heutigen Rahmenbedingungen erscheint eine positive Eigenentwicklung ohne kommunale Unterstützung kaum möglich. Um die vorhandenen Missstände im Untersuchungs- gebiet „Grünwettersbach“ zu beseitigen, wäre eine Aufnahme in das Landessanierungs- programm oder das Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ zu empfeh- len. Ziel des Zentrenprogramms ist die Unter- stützung von Gesamtmaßnahmen zur Erhaltung 5. Stellungnahme zur Förderfähigkeit der zentralen Versorgungsbereiche als Standorte für Wirtschaft, Handel, Kultur sowie als Orte für Wohnen, Arbeiten und Leben. Empfehlung zur Vorgehensweise Für die städtebauliche Erneuerung wird eine Antragsstellung für das Bund-Länder-Pro- gramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ empfohlen. Die Abgrenzung des möglichen Sanierungsgebiets ist auf den Ortskern zu beschränken. Grundvoraussetzung für die Förderfähigkeit und die Durchführung der Maßnahmen ist ein unter Beteiligung der Bürgerschaft erstelltes integriertes städtebauliches Entwicklungskon- zept mit klar definierten städtebaulichen Zie- len und Maßnahmen. Daher wird vorgeschla- gen, die im Rahmen der Grobanalyse und des „Rahmenplans Höhenstadtteile“ für den Stadt- teil Grünwettersbach erörterten und mit den Bürgern abgestimmten Ziele weiter zu vertie- fen und in einem Stadtteilentwicklungskonzept zusammenzufassen. Die Vorbereitende Unter- suchung ist um die Erarbeitung eines Stadtteil- entwicklungskonzepts zu erweitern. Förderfähige Kosten Bei der dargestellten Vorgehensweise belaufen sich die förderfähigen Kosten vorerst auf: Projektsteuerungskosten u.a. Vorbereitung ■ der Sanierung Vorbereitende Untersuchung mit inte- ■ griertem Stadtteilkonzept und intensiver Bürgerbeteiligung zur Abfrage der Mitwir- kungsbereitschaft privater Eigentümer Im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchung werden die erforderlichen Maßnahmen kon- kretisiert und anschließend die bei der Durch- führung der Sanierungsmaßnahme „Grünwet- tersbach“ voraussichtlich anfallenden Kosten zusammengestellt. Empfohlene Abgren- zung 6. Anlagen Anlage 1: Abgrenzung Untersuchungsgebiet Anlage 2: Städtebauliche Missstände Anlage 3: Städtebauliche Ziele Anlage 4: Empfohlene Abgrenzung Untersuchungsgebiet 17 pesch partner architekten stadtplaner im Auftrag der Stadt Karlsruhe Anlage 1 Abgrenzung Untersuchungsgebiet0 50 100 150 200 250 300 350m Maßstab (im Original) M 1:2500 Stand März 2014 Am Wetterbach Bachgasse Zur Ziegelhütte Kirchstaig Zur Dorfwies Reutlinger Straße Horfstraße Bergacker Im Löhl Pfeilerweg Hohenwettersbacher Straße Am Berg Am Wetterbach Baumgasse Heidenheimer Straße Im Rodel Busenbacher Straße Wiesenstraße Reickertstraße Am Wetterbach Bachgasse Zur Ziegelhütte Kirchstaig Karlsruhe | GrünwettersbachGrobana lyse TopographieGewässerSiedlungsfläche (Bestand) Gebäude (Bestand) Vorgeschlagene Abgrenzung Untersuchungsgebiet Stadt Karlsruhe Ergänzung des Untersuchungsgebiets Raumkanten mit Defiziten (Gebäudesubstanz/Leerstand) Bereich mit Sanierungs- und Modernisierungsbedarf, teilw. mindergenutzte Flächen Hoher Parkdruck PK VK Verkehrskonflikt (Hoher Anteil an Durchgangsverkehr/Verkehrslärm) Haltestelle ÖPNV (Bestand) H Belastung Ortskern | Ausweichstrecke A8 Fehlende Gestaltung Ortsmitte TopographieGewässerAbgrenzung Untersuchungsgebiet Siedlungsfläche (Bestand) Gebäude (Bestand) LandschaftsraumGrünanlage/Sportflächen/FriedhofGebäude unter Denkmalschutz pesch partner architekten stadtplaner im Auftrag der Stadt Karlsruhe Anlage 2 Städtebauliche Missstände Maßstab (im Original) M 1:2500 Stand März 2014 Zur Dorfwies Reutlinger Straße Horfstraße Bergacker Im Löhl Pfeilerweg Hohenwettersbacher Straße Am Berg Am Wetterbach Baumgasse Heidenheimer Straße Busenbacher Straße Wiesenstraße Reickertstraße PK VK PK H H PK Hohenwettersbach Palmbach 1 4 5 2 3 Karlsruhe | GrünwettersbachGrobana lyse 44 555 1 Das hohe Verkehrsaufkommen und starke Konflikte zwischen MIV, Fußgängern und Radfahrern wirkt sich negativ auf die Wohnqualität aus. Defizitäre Bausubstanzen und zahlreiche Leerstände schwächen das Erscheinungsbild der Ortsdurchfahrt. Das Erscheinungsbild im Zentrum ist durch unzureichend gestaltete Freiräume bzw. Vorbereiche und dominierenden Parkverkehr geschwächt. Die wenigen vorhandenen Sitzmöglichkeiten schöpfen das landschaftliche Potenzial nicht aus. Öffentlicher Raum mit funktionalen und gestalterischen Defiziten (Sicherheit, Barrierefreiheit, Parken, Begrünung) Nahversorgungsschwerpunkt bzw. Haupteinkaufslage mit funktionalen und gestalterischen Mängeln 0 50 100 150 200 250 300 350m 3 2 Fehlende Erlebbarkeit des Wetterbachs (Aufenthaltsflächen/Wegeverbindung) Spielanlagen mit funktionalen Mängeln Defizitäre Gestaltung öffentlicher Aufenthaltsorte und Treffpunkte Grünfläche mit Gestaltungsdefiziten Wegeverbindung mit Aufwertungsbedarf Gestaltung Ortsmitte TopographieGewässerAbgrenzung Untersuchungsgebiet Siedlungsfläche (Bestand) Gebäude (Bestand) LandschaftsraumGrünanlage/Sportflächen/Friedhof pesch partner architekten stadtplaner im Auftrag der Stadt Karlsruhe Anlage 3 Städtebauliche Ziele Maßstab (im Original) M 1:2500 Stand März 2014 Zur Dorfwies Reutlinger Straße Horfstraße Bergacker Im Löhl Pfeilerweg Hohenwettersbacher Straße Am Berg Am Wetterbach Baumgasse Heidenheimer Straße Busenbacher Straße Wiesenstraße Reickertstraße ggggg Be g fw r D Berg g Berg g Be g Berg g Berg g Berg g Berg g HeiHeiHei eideid HeidHeidH WW*W*W*WWW*W* W*W* ** e Im Lö Hohenwettersbach Palmbach Karlsruhe | GrünwettersbachGrobana lyse Gestaltung attraktiver und sicherer Straßenräume für alle Verkehrsteilnehmer Sicherung und Aufwertung des Nahversorgungszentrums 0 50 100 150 200 250 300 350m Ausbildung prägnanter Eingänge zum Ortskern Qualifizierung des Angebots an Treffpunkten und Kommunikationsorten Erhalt charakteristischer Grün- und Freibereiche Etablierung Panoramaweg Aufwertung und Neubildung wichtiger Zugänge und Fußwegeverbindungen zwischen Ortskern, Wetterbach und Panoramaweg Gestaltung attraktiver Aussichtspunkte Konzentration der Spielmöglichkeiten Gestaltung attraktiver Spiel- und Aufenthaltsorte am Wasser Anknüpfung wichtger überörtlicher Wegeverbindungen Stärkung zentraler Straßenräume/Qualifizierung der Lagen Qualifizierung Wohn- und Geschäftsbestand (Gebäudesubstanz/Lärmschutz) Entwicklungspotenzial Wohnen/Gemeinschaft W*W* Gebäude unter Denkmalschutz pesch partner architekten stadtplaner im Auftrag der Stadt Karlsruhe Anlage 4 Empfohlene Abgrenzung Untersuchungsgebiet 0 50 100 150 200 250 300 350m Maßstab (im Original) M 1:2500 Stand März 2014 Zur Dorfwies Reutlinger Straße Horfstraße Bergacker Im Löhl Pfeilerweg Hohenwettersbacher Straße Am Berg Am Wetterbach Baumgasse Heidenheimer Straße Im Rodel Busenbacher Straße Wiesenstraße Reickertstraße Am Wetterbach Bachgasse Zur Ziegelhütte Kirchstaig deldeldeldd RodRodRodRR ImImIm mm RR ererer rgr BBBeBeBe HoH o hen nwe et c her r StStSt t raß Karlsruhe | GrünwettersbachGrobana lyse TopographieGewässerSiedlungsfläche (Bestand) Gebäude (Bestand) Empfohlene Abgrenzung Untersuchungsgebiet Fotos pp a|s pesch partner architekten stadtplaner Mit Ausnahme von: Stadt Karlsruhe: Seite 4 • Pläne und Abbildungen pp a|s pesch partner architekten stadtplaner Mit Ausnahme von: Stadt Karlsruhe: Seite 6 und 7• Abbildungsverzeichnis IMPRESSUMKarlsruhe – GrünwettersbachGrobanalyse – Zusammenfassung der Ergebnisseim Auftrag der Stadt KarlsruheHeike Dederer (Bereichsleiterin: Generalplanung und Stadtsanierung)Andreas Lehn (Stadtplanungsamt)Stadtplanungsamt Karlsruhe | Technisches RathausLammstraße 7 | 76124 KarlsruheTelefon: 0721 133-6101 | Fax: 0721 133-6109stpla@karlsruhe.de | www.karlsruhe.deBearbeitungpp a | spesch partner architekten stadtplaner BDA | SRLProf. Dr. Franz PeschDipl.-Ing. Gudrun NeubauerDipl.-Ing. Philip SchmalFirnhaberstraße 5 | 70174 StuttgartTelefon: 0711 2200763-10 | Fax: 0711 2200763-90pps@pesch-partner.de | www.pesch-partner.deKarlsruhe/Stuttgart, April 2014 Grobanalyse – Zusammenfassung der ErgebnisseStand April 2014KARLSRUHE GRÜNWETTERSBACH Stadt KarlsruheStadtplanungsamt

  • GA_Alt-Knielingen
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    IMPRESSUMKarlsruhe – Alt-KnielingenGrobanalyse – Zusammenfassung der Ergebnisseim Auftrag der Stadt KarlsruheHeike Dederer (Bereichsleiterin: Generalplanung und Stadtsanierung)Andreas Lehn (Stadtplanungsamt)Stadtplanungsamt Karlsruhe | Technisches RathausLammstraße 7 | 76124 KarlsruheTelefon: 0721 133-6101 | Fax: 0721 133-6109stpla@karlsruhe.de | www.karlsruhe.deBearbeitungpp a | spesch partner architekten stadtplaner BDA | SRLProf. Dr. Franz PeschDipl.-Ing. Gudrun NeubauerDipl.-Ing. Philip SchmalFirnhaberstraße 5 | 70174 StuttgartTelefon: 0711 2200763-10 | Fax: 0711 2200763-90pps@pesch-partner.de | www.pesch-partner.deKarlsruhe/Stuttgart, April 2014 Grobanalyse – Zusammenfassung der ErgebnisseStand April 2014KARLSRUHE ALT-KNIELINGEN Stadt KarlsruheStadtplanungsamt Inhalt 1 Anlass und Ausgangssituation 4 1.1 Anlass der Gebietserneuerung 4 1.2 Vorläufige Abgrenzung des Untersuchungsgebiets 5 2 Erhebung der Rahmenbedingungen 6 2.1 Stadtteilprofil: Lage, Größe, Bedeutung 6 2.2 Bestehende kommunale Planungen 6 2.3 Bevölkerungsentwicklung und -struktur 7 3 Zusammenfassung der städtebaulichen Analyse – Mängel und Potenziale 8 4 Städtebauliche Ziele (Erneuerungsziele) 12 5 Stellungnahme zur Förderfähigkeit 14 6 Anlagen 15 Anlage 1: Abgrenzung Untersuchungsgebiet Anlage 2: Städtebauliche Missstände Anlage 3: Städtebauliche Ziele Abbildungsverzeichnis 19 1. Anlass und Ausgangssituation das Wohnen und Leben im Ortskern sowie auf das bestehende Nahversorgungszentrum am Elsässer Platz aus. Eine städtebauliche Untersuchung soll die Grundlagen für die Erarbeitung einer Erneue- rungsstrategie und der erforderlichen Maß- nahmen liefern, mit dem sich Alt-Knielingen den Herausforderungen stellen will. Dabei ist es der Stadt Karlsruhe wichtig, bereits frühzei- tig eine Einschätzung zur Förderfähigkeit der für die städtebauliche Erneuerung relevanten Maßnahmen zu formulieren. Die zu diesem Zwecke erstellte Grobanalyse stellt eine erste Beurteilungsgrundlage für das Regierungsprä- sidium dar. Die Grobanalyse zeigt die städte- baulichen Rahmenbedingungen auf, liefert eine erste Einschätzung des Gebietszustands und leitet da raus erste städtebauliche Erneue- rungsziele ab. In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium und nach Bewilligung der Fördermittel soll, aufbauend auf den Ergebnissen der Grobana- lyse, in einem weiteren Schritt eine Vorberei- tende Untersuchung erstellt werden. Neben einer detaillierten Analyse werden darin die städtebaulichen Missstände dokumentiert sowie die Sanierungsziele und erforderlichen Maßnahmen in einer konzeptionellen Planung inklusive eines Handlungs- und Umsetzungs- konzepts dargestellt. In Ergänzung der gesetz- lichen Beteiligung der Betroffenen möchte die Stadt Karlsruhe die Bürger frühzeitig und umfassend beteiligen, um ihre Mitwirkungsbe- reitschaft zu fördern. Neben einer frühzeitigen Informationsveranstaltung zu den Zielen der Planung und den Instrumenten des besonde- ren Städtebaurechts, können die Bürgerinnen und Bürger als „Stadtteilexperten“ in einem Bürgerworkshop mit integriertem Stadtteilspa- ziergang ihre Belange und Bedürfnisse in den Planungsprozess einbringen. 1.1 Anlass der Gebietserneuerung Im Rahmen des Integrierten Stadtentwick- lungskonzeptes Karlsruhe 2020 wird ein besonderer Fokus auf die Entwicklung in den Stadtteilen gelegt. Insbesondere Stadtteile mit erhöhtem Handlungsbedarf, darunter auch der Bereich Alt-Knielingen, erhalten hohe Priorität bei der Erarbeitung von weiterführenden Kon- zepten, beispielsweise integrierten Stadtteilrah- menplänen. In Alt-Knielingen sind große Teile des öffent- lichen Raums durch eine hohe Verkehrsbe- lastung, hohen Parkdruck und fehlende Auf- enthaltsqualität gekennzeichnet. Gleicherma- ßen schwächen baustrukturelle Mängel das Gesamterscheinungsbild des Ortskerns. Zusam- men mit der voranschreitenden Entwicklung des benachbarten Neubaugebiets „Knielingen 2.0“ auf dem ehemaligen Kasernengelände, mit attraktiven Wohnstandorten und moder- nem Nahversorgungszentrum, wirken sich die städtebaulichen Mängel besonders schwer auf Knielingen 2.0: Luft- bild (Stand 3. April 2011) Neugestaltung Elsässer Platz 4 5 1.2 Vorläufige Abgrenzung des Untersu- chungsgebiets Das Untersuchungsgebiet „Alt-Knielingen“ umfasst den historischen Ortskern des Stadt- teils Knielingen. Mit einer Größe von rund 47 Hektar erstreckt sich das Gebiet zwischen Rheinbrückenstraße im Nord-Osten, den Bahn- gleisen im Süden und der Flusslandschaft der Alb im Süd-Westen. Räumliche Schwerpunkte bilden das Nahversorgungszentrum am Elsäs- ser Platz und die im Umfeld der evangelischen Kirche liegenden Gemeinschaftseinrichtungen. Dazu zählen das Gemeindezentrum und das Jugendzentrum Knielingen im Alten Rathaus. Die genaue Abgrenzung des Untersuchungs- gebiets kann der unten stehenden Karte ent- nommen werden. Vorläufige Abgrenzung des Untersuchungsgebiets Vorgeschlagene Abgrenzung Untersuchungs- gebiet Stadt Karlsruhe Ergänzung des Untersuchungsgebiets krieg entwickelte sich der Stadtteil zu einem bedeutenden Industriestandort. Das Erschei- nungsbild des Stadtteils wird heute stark durch Siemens und eine im Norden liegende Raffine- rie geprägt. Alt-Knielingen ist durch die Rheinbrücken- straße vom restlichen Siedlungsbereich abge- trennt. Der Ortskern ist der älteste urkundlich nachgewiesene Siedlungskern im Stadtbezirk Karlsruhe. 2.2 Bestehende kommunale Planungen Integriertes Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020 – Leitlinien der Stadtent- wicklung Das „Integrierte Stadtentwicklungskon- zept Karlsruhe 2020“ bildet einen wichtigen Orientierungsrahmen für die zukünftige Ent- wicklung der Stadt. Als Weißbuch fasst es Stra- tegien, Handlungsfelder und Projekte zusam- men. Weiter bündelt es Leitvorhaben und räumliche Entwicklungsschwerpunkte, die für die gesamtstädtische Entwicklung von beson- derer Bedeutung sind. Als Mittelpunkt des Lebensalltags zählt die Ent- wicklung der Stadtteile in Karlsruhe zu den wichtigen Leitvorhaben. Besonders die Siche- rung der Nahversorgung, die Stärkung vor- handener Zentren, die Mischung aus Wohnen und Arbeiten und die Gestaltung attraktiver Lebens räume stehen hier im Fokus. Aus einer detaillierten Betrachtung sollen sich Prioritäten für die Erarbeitung von Stadtteilrahmenplä- nen oder für Pilotprojekte einzelner Strategien ableiten lassen. Flächennutzungsplan und Landschaftsplan Im Flächennutzungsplan 2010 des Nachbar- schaftsverbands Karlsruhe mit Stand 2004 sind große Bereiche von Alt-Knielingen als 2.1 Stadtteilprofil: Lage, Größe, Bedeutung Das Untersuchungsgebiet Alt-Knielingen befin- det sich in Knielingen, dem westlichsten Stadt- teil Karlsruhes, rund 6 Kilometer vom Zentrum entfernt. Mit seinen 2.064 Hektar ist Knielin- gen, rein flächenmäßig, der zweitgrößte Stadt- teil. In unmittelbarer Nähe zum Rhein gelegen und über die Rheinbrücke hervorragend an den überregionalen Verkehrsweg in die Pfalz und ins Elsass angebunden, ist der Stadtteil Heimat für rund 9.650 Einwohner. 1 Aufgrund der geringen Zerstörungen im Zweiten Welt- 2. Erhebung der Rahmenbedingungen Luftbild (oben) Karlsruhe 2020: Inte- griertes Stadtentwick- lungskonzept (unten) gemischte Baufläche (M) dargestellt. Ledig- lich am südöstlichen Rand des Untersuchungs- bereichs befinden sich reine Wohnbauflächen (W). Südlich des Untersuchungsgebiets schließt sich das Landschaftsschutzgebiet bzw. Natur- schutzgebiet der Alb an. Der Flächennutzungsplan weist folgende potenzielle Baugebiete aus: „Bipples-Süd“ im Nord-Westen des Unter-• suchungsgebiets „TV Knielingen“ im Süd-Osten des Unter-• suchungsgebiets Entsprechend den Aussagen des Landschafts- plans ist ein Eingriff landespflegerisch vertret- bar. Allerdings kann im Gebiet „Bipples-Süd“ nur ein geringer Teil der Ausgleichsmaßnah- men erbracht werden. Daher sind nach § 1a BauGB Ersatzmaßnahmen an anderer Stelle nachzuweisen. Bebauungspläne Bebauungspläne sind nur für einen Teilbereich vorhanden. Es ist der § 34 BauGB anzuwen- den. 2.3 Bevölkerungsentwicklung und -struktur Im Untersuchungsgebiet leben insgesamt 2.628 Wohnberechtigte (Stand 2012), davon 101 Wohnberechtigte mit Nebenwohnsitz. Mit 19,5 Prozent liegt der Anteil der Ausländer im Untersuchungsgebiet um 3,7 Prozent höher als in der Gesamtstadt. Der Aufbau der Wohnbevölkerung im Unter- suchungsgebiet Alt-Knielingen zeigt einen, ver- glichen mit der Gesamtstadt Karlsruhe, höhe- ren Anteil der Altersgruppe der 18 bis unter 65-Jährigen (Alt-Knielingen 68,7 Prozent, Gesamtstadt 66,5 Prozent) und mit 17,0 Pro- zent einen um rund 2 Prozent niedrigeren Auszug aus dem Flächennutzungs- plan 1 Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtentwicklung; Statistikstelle (Hrsg.) 2013; DATEN UND FAKTEN 2013; Karls- ruhe: Eigenverlag 2 die Zahlen für das Untersuchungsgebiet Alt-Knielingen bezie- hen sich auf die von der Stadt Karlsruhe vorgeschlagene Ab- grenzung 3 Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtentwicklung; Statistikstelle (Hrsg.) 2013; DATEN UND FAKTEN 2013; Karls- ruhe: Eigenverlag 4 Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtentwick- lung; Statistikstelle (Hrsg.) 2013; Struk- tur der Bewohner im Untersuchungsgebiet Alt-Knielingen am 31.12.2012; interne Datenaufbereitung; Karlsruhe Anteil der Senioren (Gesamtstadt 18,9 Pro- zent). Mit 14,3 Prozent entspricht der Anteil der unter 18-Jährigen im Untersuchungsgebiet Alt-Knielingen nahezu dem Wert der Gesamt- stadt Karlsruhe. 2, 3, 4 7 3. Zusammenfassung der städtebaulichen Analyse – Mängel und Potenziale Aufbauend auf der Grundlagenermittlung, der Bestandsaufnahme und den Ergebnissen der Arbeitsgruppe werden im Rahmen der städte- baulichen Analyse die Stärken und Schwächen sowie der städtebauliche Handlungsbedarf an- hand der wesentlichen städtebaulichen Kriteri- en dargestellt. Zu den städtebaulichen Kriteri- Städtebauliche Missstände Mindergenutzte Fläche Trennwirkung durch Bahn und Straße Mangelhafte Anbindung zwischen den Quar- tieren Wegeverbindung mit Aufwertungsbedarf Grünfläche mit Gestaltungsdefiziten Fehlende Aufenthaltsorte und Treffpunkte Defizitäre Gestaltung öffentlicher Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten Öffentlicher Raum mit funktionalen und gestalterischen Defiziten (Sicherheit, Bar- rierefreiheit, Parken, Begrünung) Quartiersmitte mit gestalterischen und funktionalen Mängeln Mangelnde Integration von Gemein- schaftseinrichtungen (Defizitäre Bausub- stanz bzw. Gestaltung Umfeld) Belastung Ortskern | Ausweichstrecke Rheinbrückenstraße Lärmbelastung en zählen u.a. Baustruktur und Gebäude, öffentlicher Raum und zentrale Bereiche, Ver- kehr, Straßenraum und Parken sowie Infra- struktur und Versorgung. Ziel der Grobana lyse ist eine erste Einschätzung des Zustands des Untersuchungsgebiets und die Beschreibung der vorhandenen städtebaulichen Missstände. Bahnhof (Bestand) Haltestelle S-Bahn (Bestand) Hoher Parkdruck Verkehrskonflikt (Hoher Anteil an Pendler- verkehr) Landmarke | Gebäudesubstanz mit gestalte- rischen Mängeln Bereich mit Sanierungs- und Modernisie- rungsbedarf Siedlungs- und Baustruktur Alt-Knielingen besticht mit seinem kleintei- ■ ligen, dörflichen Charakter. Die historische Baustruktur mit der ein- bis zweistöckigen Bebauung ist heute noch erkennbar. Einzig das in den 70er Jahren entstandene Hoch- haus am Elsässer Platz ragt aus der relativ homogenen Siedlungsstruktur hervor. Im historischen Ortskern finden sich zahl- ■ reiche wertvolle Gebäudesubstanzen, wo- bei nur wenige in die Denkmalliste aufge- nommen wurden. Zu nennen sind beispiels- weise das Alte Schulhaus oder die ehema- lige Zoll- und Poststation. Bei den nicht un- ter Denkmalschutz stehenden stadtbild- prägenden Gebäuden wäre eine Aufnahme in den Denkmalschutz zu prüfen. Teilweise bereits schön saniert, teilweise mit gestal- terischen und funktionalen Mängeln prä- gen sie das historische Bild des Ortskerns. Zu den stadtbildprägenden Gebäuden zäh- len u.a. das Besoldhaus, das Gasthaus Blu- me, die Goldwäscherei, das Haus der Fami- lie Keiler, die Evangelische Kirche oder das Alte Rathaus. Im Untersuchungsgebiet befinden sich ins- ■ gesamt 1.394 Haushalte. Davon sind 51,2 Prozent Einpersonenhaushalte, 24,4 Pro- zent Zweipersonenhaushalte, 12,9 Prozent Dreipersonenhaushalte und 11,5 Prozent mit Vier und Mehrpersonenhaushalte. 5, 6 Der größte Teil der Flächen befindet sich in ■ Privatbesitz. Die Stadt Karlsruhe ist Eigentü- merin sämtlicher Straßenflächen. Auch die heute mindergenutzte Fläche neben dem öffentlichen Spielplatz (Flurstücksnummer 40007) ist im Besitz der Stadt Karlsruhe. Die Kirche und das Gemeindezentrum, die Gebäude in der Eggensteinerstraße 3 und der Saarlandstraße 16 (Rathaus) und 65 (Feuerwehr) sind im Besitz des Landes Baden-Württemberg. Bei letzteren stehen die Gebäude auf Grundstücken der Stadt. Erhaltungszustand und bauliche Mängel Besonders der historische Ortskern weist ■ erhebliche städtebauliche Mängel auf. De- fizitäre Gebäudesubstanzen, zahlreiche An- und Umbauten und Nachverdichtungen las- sen ein heterogenes Erscheinungsbild mit wenig Gestaltqualität entstehen. Es ist ein erhöhter Sanierungs- und Modernisierungs- bedarf festzustellen. In Einzelfällen ist eine Gebäudeerneuerung ■ nicht mehr wirtschaftlich, so dass ortsbild- gerechte Ersatzneubauten erforderlich wer- den. Als weit sichtbare Landmarke nimmt das ■ Hochhaus am Elsässer Platz eine besondere Stellung im Stadtkern ein. Allerdings min- dern gestalterische Mängel des Gebäudes dessen Erscheinungsbild und positive Wir- kung. Verbindungen Der hohe Durchgangsverkehrs auf der ■ Rheinbrückenstraße und der eigenständige Gleiskörper wirken als starke räumliche Bar- riere und beeinträchtigen damit die Anbin- dung zwischen Alt-Knielingen und Knielin- gen. Querungen existieren lediglich an wenigen Stellen. Mit dem möglichen Bau einer zweiten Rheinbrücke soll die Straße vom Durchgangsverkehr entlastet und ein Rückbau des breiten Straßenkörpers in Be- tracht gezogen werden. Denkmalgeschütz- te Gebäude, wie die ehemalige Zoll- und Poststation, prägen das Ortsbild. Charakteristischer Straßenzug 5 die Zahlen für das Untersuchungsgebiet Alt-Knielingen bezie- hen sich auf die von der Stadt Karlsruhe vorgeschlagene Ab- grenzung 6 Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtentwick- lung; Statistikstelle (Hrsg.) 2013; Struk- tur der Bewohner im Untersuchungsgebiet Alt-Knielingen am 31.12.2012; interne Datenaufbereitung; Karlsruhe 9 Ungestaltetes Umfeld der evangelischen Kirche Der dominierende Parkverkehr im Be- reich des Elsässer Platzes schwächt die Aufent- haltsqualität im Zen- trum. Unzureichende Gestaltung und feh- lender Erlebnisreich- tum mindern die Attraktivität der Grün- anlage an der Rhein- brückenstraße. Erschließung und ruhender Verkehr: MIV Alt-Knielingen ist, aufgrund seiner Lage an ■ einer der wichtigsten Wegeverbindungen in die Pfalz und ins Elsass (Süd tangente, Rheinbrückenstraße) mit einem hohen Pendlerverkehr belastet. Als Ausweich- strecken der Rheinbrückenstraße sind da- von besonders die Saarlandstraße und die Neufeldstraße betroffen. Darüber hinaus verursacht die verkehrs- ■ technisch günstige Lage mit der Anbindung an den Karlsruher Verkehrsbund (Bahn und Bus) einen hohen Parkdruck im gesamten Bereich Alt-Knielingen. In den schmalen Straßenräumen im alten ■ Ortskern kommt es zu starken Konflikten zwischen Individualverkehr, Fußgängern und Radfahrern. Die engen Seitenbereiche werden zusätzlich durch parkende Autos beeinträchtigt. Die Fußgänger und Radfah- rer müssen auf die Fahrbahn ausweichen. Eine fehlende Sicherheit ist die Folge. Auch die Barrierefreiheit ist heute nicht vollstän- dig gewährleistet. Im gesamten öffentlichen Raum lassen die ■ fehlende Begrünung und die fehlenden Aufenthaltsorte bzw. Orte zum Rasten eine Aufenthaltsqualität vermissen. Erschließung und ruhender Verkehr: Fuß- und Radfahrer Bezüglich der funktionalen Beeinträch- ■ tigung des Fuß- und Radverkehrs in den engen Straßenräumen gewinnen die klei- nen Gassen und Querverbindungen an Bedeu tung. Der bauliche Zustand der Wege weist allerdings gestalterische und funk- tionale Defizite auf und ist daher erneue- rungsbedürftig. Insbesondere die Barriere- freiheit ist zu gewährleisten. Öffentlicher Raum: Erscheinungsbild und zentrale Bereiche Das Erscheinungsbild des Nahversorgungs- ■ zentrums am Elsässer Platz ist durch weg- brechende Nutzungen und zum Teil defizi- täre Gebäudesubstanzen gekennzeichnet. Zudem mindern fehlende bzw. unzurei- chende Vorbereiche für die Nahversor- gungseinrichtungen und Gastronomie- betriebe und der dominierende Parkver- kehr die Qualität. Eine zusammenhängende Quartiersmitte ist heute nicht erkennbar. Die evangelische Kirche, das Gemeindehaus ■ und das Jugendzentrum Knielingen im Alten Rathaus prägen die Kulturlandschaft im Ortskern. Allerdings vermitteln die zum 3. Zusammenfassung der städtebaulichen Analyse – Mängel und Potenziale 10 Konflikte zwischen Parkverkehr, Fußgän- gern und Radfahrern in der Unteren Straße (unten) Teil defizitären Gebäudesubstanzen und die unzureichende Gestaltung des direkten Umfelds einen negativen Eindruck. Öffentlicher Raum: Treffpunkte und Freiräume Mit dem vielfältigen Kinder- und Jugend- ■ spielplatz an der Pfalzbahnstraße und den Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten an der Rheinbrückenstraße verfügt Alt-Knielingen über ein ausreichendes Angebot für die Freizeitgestaltung. Allerdings werden die Aufenthalts- und ■ Spielmöglichkeiten an der Rheinbrücken- straße aufgrund der Lage an der verkehrs- belasteten Straße und der ungenügenden Anbindung ins Quartier nur bedingt von der Bewohnerschaft angenommen. Weiter mindern die defizitäre Gestaltung und der fehlende Erlebnisreichtum die Attraktivität des Grünbereichs. Infrastruktur und Versorgung Im Quartier fehlt es mit dem Wegfall des ■ Nahversorgers am Elsässer Platz an einer ausreichenden Versorgung. Mit dem Gemeindezentrum, dem Jugend- ■ zentrum Knielingen und der Sängerhalle verfügt Alt-Knielingen über gemeinschaft- liche und kulturelle Angebote. Siedlungserweiterung Der intensive Durchgangsverkehr und die ■ Lage an den Bahngleisen hat eine hohe Lärmbelastung zur Folge. Die südlich liegenden Wohngebiete, sowie die im Flächen nutzungsplan als Baugebiete aus- gewiesenen Flächen sind davon besonders betroffen. Die Beeinträchtigung der Bau- gebiete ist bei einer neuen Nutzungszufüh- rung zu berücksichtigen. Querverbindungen und Gassen im alten Ortskern (oben) 11 4. Städtebauliche Ziele (Erneuerungsziele) Ausgehend von einer ersten Einschätzung und Bewertung der vorhandenen städtebaulichen Missstände und der Entwicklungsdefizite wird für das Untersuchungsgebiet eine grobe Ziel- definition vorgenommen. Die Ziele sind im Rahmen der weiteren Sanierungsvorbereitung und einer intensiven Beteiligung der betroffe- nen Bürger und der Träger öffentlicher Belange weiter zu konkretisieren. Stärkung der vorhandenen Zentren Sicherung und Aufwertung des vorhan- ■ denen Nahversorgungszentrums am Elsäs- ser Platz Gestaltung einer räumlich zusammenhän- ■ genden belebten Quartiersmitte (u.a. Reduzierung Stellplatzanzahl, Gestaltung von Präsentationsflächen und Flächen für Außengastronomie). Inszenierung des weit sichtbaren Hochhauses als Landmarke und Identifikationspunkt der Quartiersmitte. Stärkung des sozialen und kulturellen Zen- ■ trums im Umfeld der evangelischen Kirche Qualifizierung des Wohnungsbestands un- ter Erhalt des typischen Ortsbildcharakters Sicherung und Weiterentwicklung der dörf- ■ lichen Strukturen, des historischen Orts- kerns und denkmalpflegerisch wertvoller Bausubstanz Sicherung und Erhalt vorhandener stadt- ■ bildprägender Bauten (u.a. Prüfung zur Aufnahme in den Denkmalschutz) Ortsbildgerechte energetische Sanierung ■ des Wohnungsbestands Stadtbildverträgliches Einfügen neuer ■ Gebäude in das historische Ortsbild Gestaltung attraktiver und sicherer öffent- licher Räume Stärkung der räumlichen und funktionalen ■ Quartiersverbindungen zwischen Knielin- gen und Alt-Knielingen Prüfung und Verbesserung der Erschlie- ■ ßungsstruktur für alle Verkehrsteilneh- mer unter Berücksichtigung angemessener und sicherer Bereiche für Fuß- und Radfah- rer, Barrierefreiheit und ausreichender Stell- plätze Stärkung der Querverbindungen bzw. ■ Inszenierung des vorhandenen Gassensy- stems als attraktive Fuß- und Radwegever- bindungen Prüfung und Verbesserung des Kleinklimas ■ sowie der Lebensqualität der Bewohner- schaft durch Begrünungsmaßnahmen im Straßenraum, u.a. schattenspendende Stra- ßenbegrünung Stärkung von Treffpunkten, Kommunikati- onsorten und Orten der Erholung Entwicklung attraktiver Aufenthaltsmög- ■ lichkeiten, Treffpunkte und „grüner Oasen“ Sicherung des vorhandenen Angebots an ■ Treffpunkten, Spiel- und Aufenthaltsmög- lichkeiten für Kinder und Jugendliche Verbesserte Integration des Landschafts- ■ raums der Alb durch Fortsetzung des Gas- sensystems und Gestaltung attraktiver Auf- enthaltssorte am Wasser 12 Städtebauliche Ziele Stärkung des sozialen und kulturellen Zen- trums Prüfung einer neuen Nutzungszuführung (Baupotenzial) Gebäude unter Denkmalschutz Sicherung stadtbildprägender Gebäude Ortsbildgerechte energetische Sanierung Stadtbildverträgliches Einfügen neuer Gebäude Inszenierung Landmarke als Identifikationsort Entwicklung „grüner Oasen“ und Treffpunkte Sicherung des Angebots an Treffpunkten, Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten Gestaltung von Aufenthaltsorten an der Alb Gestaltung attraktiver und sicherer Stra- ßenräume für alle Verkehrsteilnehmer Stärkung des Gassensystems als Fuß- und Radwegeverbindung Stärkung der räumlichen und funktionalen Quartiersverbindungen Sicherung und Aufwertung des (Nahversor- gungs-) Zentrums 13 Die städtebaulichen Missstände innerhalb des Untersuchungsgebiets wirken sich erheb- lich auf die Wohn- und Lebensqualität in Alt- Knielingen aus. Darüber hinaus verschärfen die Entwicklungen im angrenzenden Quartier „Knielingen 2.0“ die strukturellen Probleme im Bereich des alten Ortskerns, insbesondere des Nahversorgungszentrums am Elsässer Platz. Die Stadt Karlsruhe hat den dringenden Hand- lungsbedarf erkannt und möchte dem negati- ven Prozess durch gezielte städtebauliche und strukturverbessernde Maßnahmen entgegen- wirken. Um Alt-Knielingen an die Erfordernisse eines attraktiven Standorts für Wohnen, Arbei- ten, Versorgung, Kultur und Freizeit anzupas- sen, sind Maßnahmen der Stadterneurerung unverzichtbar. Auswahl eines geeigneten Programms Angesichts der aktuellen Rahmenbedingun- gen erscheint eine positive Eigenentwicklung ohne kommunale Unterstützung nicht mög- lich. Wie aus der Formulierung der städtebau- lichen Erneuerungsziele im Rahmen der Grob- analyse zu entnehmen ist, sind die Fördervor- aussetzungen der aktuellen Programme der Städtebauförderung (Programme der städte- baulichen Erneuerung 2014) erfüllt. Eine Auf- nahme in das Bund-Länder-Programm „Akti- ve Stadt- und Ortsteilzentren“ wäre ein geeig- neter Weg, die städtebaulichen Missstände zu beseitigen und den alten Ortskern nachhaltig zu stabilisieren. Ziel des Zentrenprogramms ist die Unterstützung von Gesamtmaßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung der zentralen Ver- sorgungsbereiche als Standorte für Wirtschaft, Handel, Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben. 5. Stellungnahme zur Förderfähigkeit Empfehlung zur Vorgehensweise Für die städtebauliche Erneuerung wird eine Antragsstellung für das Bund-Länder-Pro- gramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ vorgeschlagen. Grundvoraussetzung für die Förderfähigkeit und die Durchführung der Maßnahmen ist ein unter Beteiligung der Bürgerschaft erstelltes integriertes städtebauliches Entwicklungskon- zept mit klar definierten städtebaulichen Zie- len und Maßnahmen. Infolgedessen wird vor- geschlagen, die Vorbereitende Untersuchung um die Erarbeitung eines integrierten Stadtteil- entwicklungskonzept für den Stadtteil Knielin- gen zu erweitern. Förderfähige Kosten Bei der dargestellten Vorgehensweise belaufen sich die förderfähigen Kosten vorerst auf: Projektsteuerungskosten, u.a. Vorbereitung • der Sanierung Vorbereitende Untersuchung mit integrier-• tem Stadtteilkonzept und intensiver Bürger- beteiligung zur Abfrage der Mitwirkungs- bereitschaft privater Eigentümer Im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchung werden die erforderlichen Maßnahmen kon- kretisiert und anschließend die bei der Durch- führung der Sanierungsmaßnahme „Alt- Knielingen“ voraussichtlich anfallenden Kosten zusammengestellt. 14 6. Anlagen Anlage 1: Abgrenzung Untersuchungsgebiet Anlage 2: Städtebauliche Missstände Anlage 3: Städtebauliche Ziele 15 Saarlandstraße Am Sandberg Kurzheckweg Schultheißenstraße Siemensallee Hermann-Köhl-Straße Herweghstraße Keßlaustraße Albhäusleweg Untere Straße Neufeldstraße Westl.Rheinbrückenstraße Max-Laeuger-Straße Keßlaustraße Carl-Schäfer-Straße Am Sandberg Heckerstraße Östliche Rheinbrückenstraße Eggensteiner Straße Struvestraße Am Brurain Reinmuthstraße Trifelsstraße Ferdinand-Keller-Straße Carl-Schurz-Straße Fischreiherstraße Heckerstraße Schulstraße Hermann-Vollmer-Straße Zur Allmend Dreikönigstraße Hermann-Köhl-Straße Julius-Bergmann-Straße Otto-Bartning-Straße Curjel-und-Moser-Straße Gustav-Schönleber-Straße Rheinbergstraße Pfalzbahnstraße Sudetenstraße Reinmuthstraße Landeckstraße Struvestraße Wilhelm-Trübner-Weg Keßlaustraße Egon-Eiermann-Allee Rheinbergstraße Litzelaustraße Rheinbrückenstraße Stiller Winkel Lorscher Straße Schulstraße Pionierstraße Lassallestraße Otto-Bartning-Straße Krasnadorplatz Saarlandstraße Lönsstraße Schulstraße Carl-Schurz-Straße Pionierstraße Sudetenstraße Lauterburger Straße Lothringer Straße Elsässer Straße Albhäusleweg pesch partner architekten stadtplaner im Auftrag der Stadt Karlsruhe Anlage 1 Abgrenzung Untersuchungsgebiet0 50 100 150 200 250 300 350m Maßstab (im Original) M 1:3000 Grobana lyse Stand Dez ember 2013 Karlsruhe | Alt-Knielingen StraßenbahnlinieTopographieGewässer Vorgeschlagene Abgrenzung Untersuchungsgebiet Stadt Karlsruhe Ergänzung des Untersuchungsgebiets Siedlungsfläche (Bestand) Gebäude (Bestand) Saarlandstraße Am Sandberg Kurzheckweg Schultheißenstraße Siemensallee Hermann-Köhl-Straße Herweghstraße Keßlaustraße Albhäusleweg Untere Straße Neufeldstraße Westl.Rheinbrückenstraße Max-Laeuger-Straße Keßlaustraße Carl-Schäfer-Straße Am Sandberg Heckerstraße Östliche Rheinbrückenstraße Eggensteiner Straße Struvestraße Am Brurain Reinmuthstraße Trifelsstraße Ferdinand-Keller-Straße Carl-Schurz-Straße Fischreiherstraße Heckerstraße Schulstraße Hermann-Vollmer-Straße Zur Allmend Dreikönigstraße Hermann-Köhl-Straße Julius-Bergmann-Straße Otto-Bartning-Straße Curjel-und-Moser-Straße Gustav-Schönleber-Straße Rheinbergstraße Pfalzbahnstraße Sudetenstraße Reinmuthstraße Landeckstraße Struvestraße Wilhelm-Trübner-Weg Keßlaustraße Egon-Eiermann-Allee Rheinbergstraße Litzelaustraße Rheinbrückenstraße Stiller Winkel Lorscher Straße Schulstraße Pionierstraße Lassallestraße Otto-Bartning-Straße Krasnadorplatz Saarlandstraße Lönsstraße Schulstraße Carl-Schurz-Straße Pionierstraße Sudetenstraße Lauterburger Straße Lothringer Straße Elsässer Straße Albhäusleweg PK PK 1 3 4 2 5 VK PK PK DreikönigstraßeDreikönigstraßeDreikönigstraßeDreikönigstraßeDreikönigstraßeDreikönigstraßeDreikönigstraßeDreikönigstraßeDreikönigstraßeDreikönigstraßeDreikönigstraßeDreikönigstraßeDreikönigstraßeDreikönigstraßeDreikönigstraßeDreikönigstraßeDreikönigstraße ElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässerElsässer Straße Straße ElsässerElsässer Straße Straße ElsässerElsässer Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße LothringerLothringerLothringerLothringerLothringerLothringerLothringerLothringerLothringerLothringerLothringerLothringer Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße LauterburgerLauterburgerLauterburgerLauterburgerLauterburgerLauterburgerLauterburgerLauterburgerLauterburgerLauterburgerLauterburgerLauterburgerLauterburger Straße Lauterburger Straße Lauterburger Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Elsässer Platz Flusslandschaft Alb VK VK H H H B PfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraßePfalzbahnstraße Knielingen 2.0 333 444 55 1 Im historischen Ortskern finden sich zahlreiche sanierungsbedürftige Bausubstanzen, darunter auch zu sichernde stadtbildprägende Gebäude. Enge Straßenräume, nicht ausreichende Seitenbereiche und hoher Parkdruck führen zu starken Konflikten zwischen MIV, Fußgängern und Radfahrern. Defizitäre Gebäudesubstanzen, fehlende Vorbereiche und der dominierende Parkverkehr mindern die Qualität des Zentrums. Den Treffpunkten und Spielmöglichkeiten fehlt es an Aufenthaltsqualität und Erlebnisreichtum. pesch partner architekten stadtplaner im Auftrag der Stadt Karlsruhe Anlage 2 Städtebauliche Missstände Karlsruhe | Alt-KnielingenGrobana lyse 2 Öffentlicher Raum mit funktionalen und gestalterischen Defiziten (Sicherheit, Barrierefreiheit, Parken, Begrünung) Hoher Parkdruck StraßenbahnlinieTopographieGewässerAbgrenzung Untersuchungsgebiet Siedlungsfläche (Bestand) Gebäude (Bestand) LandschaftsraumPark- und Grünanlage PK VK Verkehrskonflikt (Hoher Anteil an Pendlerverkehr) Bereich mit Sanierungs- und Modernisierungsbedarf Quartiersmitte mit gestalterischen und funktionalen Mängeln Gebäude unter Denkmalschutz Mangelnde Integration von Gemeinschaftseinrichtungen (Defizitäre Bausubstanz bzw. Gestaltung Umfeld) Mangelhafte Anbindung zwischen den Quartieren Wegeverbindung mit Aufwertungsbedarf Grünfläche mit Gestaltungsdefiziten Defizitäre Gestaltung öffentlicher Aufenthalts- und Spiel- möglichkeiten Fehlende Aufenthaltsorte und Treffpunkte Landmarke | Gebäudesubstanz mit gestalterischen Mängeln Trennwirkung durch Bahn und Straße Bahnhof (Bestand) B Belastung Ortskern | Ausweichstrecke Rheinbrückenstraße Lärmbelastung Mindergenutzte Fläche Haltestelle S-Bahn (Bestand) H 0 50 100 150 200 250 300 350m Maßstab (im Original) M 1:3000 Stand Dezember 2013 Saarlandstraße Am Sandberg Kurzheckweg Schultheißenstraße Siemensallee Hermann-Köhl-Straße Herweghstraße Keßlaustraße Albhäusleweg Untere Straße Neufeldstraße Westl.Rheinbrückenstraße Max-Laeuger-Straße Keßlaustraße Carl-Schäfer-Straße Am Sandberg Heckerstraße Östliche Rheinbrückenstraße Eggensteiner Straße Struvestraße Am Brurain Reinmuthstraße Trifelsstraße F Carl-Schurz-Straße Fischreiherstraße Heckerstraße Schulstraße Hermann-Vollmer-Straße Zur Allmend Dreikönigstraße Hermann-Köhl-Straße Julius-Bergmann-Straße Otto-Bartning-Straße Curjel-und-Moser-Straße Gustav-Schönleber- St Rheinbergstraße Pfalzbahnstraße Sudetenstraße Reinmuthstraße Landeckstraße Struvestraße Wilhelm-Trübner-Weg Keßlaustraße Egon-Eiermann-Allee Rheinbergstraße Litzelaustraße Rheinbrückenstraße Stiller Winkel Lorscher Straße Schulstraße Pionierstraße Lassallestraße Otto-Bartning-Straße Krasnadorplatz Saarlandstraße Lönsstraße Schulstraße Carl-Schurz-Straße Pionierstraße Sudetenstraße Lauterburger Straße Lothringer Straße Elsässer Straße Albhäusleweg E+ E+ + RhRh h Rhe h Rh h Elsässer Platz Flusslandschaft Alb Knielingen 2.0 pesch partner architekten stadtplaner im Auftrag der Stadt Karlsruhe Anlage 3 Städtebauliche Ziele Grobana lyse StraßenbahnlinieTopographieGewässerAbgrenzung Untersuchungsgebiet Siedlungsfläche (Bestand) Gebäude (Bestand) LandschaftsraumPark- und Grünanlage Karlsruhe | Alt-Knielingen Stärkung des Gassensystems als Fuß- und Radwegeverbindung Gestaltung attraktiver und sicherer Straßenräume für alle Verkehrsteilnehmer Stärkung der räumlichen und funktionalen Quartiersverbindungen Sicherung und Aufwertung des (Nahversorgungs-) Zentrums Stärkung des sozialen und kulturellen Zentrums Prüfung einer neuen Nutzungszuführung (Baupotenzial) 0 50 100 150 200 250 300 350m Maßstab (im Original) M 1:3000 Entwicklung "grüner Oasen" und Treffpunkte Gestaltung von Aufenthaltsorten an der Alb Gebäude unter Denkmalschutz Sicherung des Angebots an Treffpunkten, Spiel- und Aufenthalts- möglichkeiten + E+ Ortsbildgerechte energetische Sanierung Stadtbildverträgliches Einfügen neuer Gebäude Sicherung stadtbildprägender Gebäude Inszenierung Landmarke als Identifikationsort Stand Dez ember 2013 Fotos pp a|s pesch partner architekten stadtplaner Mit Ausnahme von: Stadt Karlsruhe: Seite 6 oben• VOLKSWOHNUNG GmbH: Seite 4• Knielingen 2.0. Der neue Stadtteil im Grünen. http://www.knielingen-zweinull. de/galerie/bildergalerie.html Pläne und Abbildungen pp a|s pesch partner architekten stadtplaner Mit Ausnahme von: Stadt Karlsruhe: Seite 6 unten, Seite 7• Abbildungsverzeichnis IMPRESSUMKarlsruhe – Alt-KnielingenGrobanalyse – Zusammenfassung der Ergebnisseim Auftrag der Stadt KarlsruheHeike Dederer (Bereichsleiterin: Generalplanung und Stadtsanierung)Andreas Lehn (Stadtplanungsamt)Stadtplanungsamt Karlsruhe | Technisches RathausLammstraße 7 | 76124 KarlsruheTelefon: 0721 133-6101 | Fax: 0721 133-6109stpla@karlsruhe.de | www.karlsruhe.deBearbeitungpp a | spesch partner architekten stadtplaner BDA | SRLProf. Dr. Franz PeschDipl.-Ing. Gudrun NeubauerDipl.-Ing. Philip SchmalFirnhaberstraße 5 | 70174 StuttgartTelefon: 0711 2200763-10 | Fax: 0711 2200763-90pps@pesch-partner.de | www.pesch-partner.deKarlsruhe/Stuttgart, April 2014 Grobanalyse – Zusammenfassung der ErgebnisseStand April 2014KARLSRUHE ALT-KNIELINGEN Stadt KarlsruheStadtplanungsamt

  • GA_Stupferich
    Extrahierter Text

    IMPRESSUMKarlsruhe – StupferichGrobanalyse – Zusammenfassung der Ergebnisseim Auftrag der Stadt KarlsruheHeike Dederer (Bereichsleiterin: Generalplanung und Stadtsanierung)Andreas Lehn (Stadtplanungsamt)Stadtplanungsamt Karlsruhe | Technisches RathausLammstraße 7 | 76124 KarlsruheTelefon: 0721 133-6101 | Fax: 0721 133-6109stpla@karlsruhe.de | www.karlsruhe.deBearbeitungpp a | spesch partner architekten stadtplaner BDA | SRLProf. Dr. Franz PeschDipl.-Ing. Gudrun NeubauerDipl.-Ing. Philip SchmalFirnhaberstraße 5 | 70174 StuttgartTelefon: 0711 2200763-10 | Fax: 0711 2200763-90pps@pesch-partner.de | www.pesch-partner.deKarlsruhe/Stuttgart, April 2014 Grobanalyse – Zusammenfassung der ErgebnisseStand April 2014KARLSRUHE STUPFERICH Stadt KarlsruheStadtplanungsamt Inhalt 1 Anlass und Ausgangssituation 4 1.1 Anlass der Gebietserneuerung 4 1.2 Vorläufige Abgrenzung des Untersuchungsgebiets 5 2 Erhebung der Rahmenbedingungen 6 2.1 Stadtteilprofil: Lage, Größe, Bedeutung 6 2.2 Bestehende kommunale Planungen 6 2.3 Bevölkerungsentwicklung und -struktur 7 3 Zusammenfassung der städtebaulichen Analyse – Mängel und Potenzial 8 4 Städtebauliche Ziele (Erneuerungsziele) 12 5 Stellungnahme zur Förderfähigkeit 14 6 Anlagen Anlage 1: Abgrenzung Untersuchungsgebiet Anlage 2: Städtebauliche Missstände Anlage 3: Städtebauliche Ziele 1. Anlass und Ausgangssituation Eine städtebauliche Untersuchung soll die Grundlagen für die Erarbeitung einer Erneue- rungsstrategie und der erforderlichen Maßnah- men liefern, mit der sich Stupferich den Her- ausforderungen stellen will. Dabei ist es der Stadt Karlsruhe wichtig, bereits frühzeitig eine Einschätzung zur Förderfähigkeit der für die städtebauliche Erneuerung relevanten Maß- nahmen zu formulieren. Die zu diesem Zwecke erstellte Grobanalyse stellt eine erste Beurtei- lungsgrundlage für den Gemeinderat und das Regierungspräsidium dar. Die Grobanaly se zeigt die städtebaulichen Rahmenbedingungen auf, liefert eine erste Einschätzung des Gebietszu- stands und leitet daraus erste städtebauliche Erneuerungsziele ab. In Abstimmung mit dem Regierungspräsidi um und nach Bewilligung der Fördermittel soll, aufbauend auf den Ergebnissen der Grobana- lyse, in einem weiteren Schritt eine Vorberei- tende Untersuchung erstellt werden. Neben einer detaillierten Analyse werden darin die städtebaulichen Missstände dokumentiert sowie die Sanierungsziele und erforderlichen Maßnahmen in einer konzeptionellen Planung inklusive eines Handlungs- und Finanzierungs- konzepts dargestellt. In Ergänzung der gesetz- lichen Beteiligung der Betroffenen möchte die Stadt Karlsruhe ihre Bürger frühzeitig und umfassend beteiligen, um ihre Mitwirkungs- bereitschaft zu fördern. Neben einer Informa- tionsveranstaltung zu den Zielen der Planung und den Instrumenten des besonderen Städte- baurechts, können die Bürgerinnen und Bürger als „Stadtteilexperten“ in einem Bürgerwork- shop mit integriertem Stadtteilspaziergang ihre Belange und Bedürfnisse in den Planungspro- zess einbringen. 1.1 Anlass der Gebietserneuerung Im Rahmen des Integrierten Stadtentwick- lungskonzeptes Karlsruhe 2020 wird ein besonderer Fokus auf die Entwicklung in den Stadteilen gelegt. Insbesondere die Höhen- stadtteile, darunter auch der Stadtteil Stupferich, erhalten aufgrund eines erhöhten Handlungs- bedarfs hohe Priorität bei der Erarbeitung von weiterführenden Planungen und Konzepten. In Stupferich sind die ersten Auswirkungen des demografischen und strukturellen Wandels bereits spürbar. Sanierungsbedürftige Bausub- stanzen, Leerstände und brachliegende bzw. mindergenutzte (Gewerbe-) Flächen schwä- chen das Erscheinungsbild der Ortsmitte. Zudem leidet sie unter einer hohen Verkehrs- belastung und fehlenden Aufenthaltsqua- lität. Besonders die vernachlässigte Gestal- tung öffentlicher Freiräume, die unzureichende Gestaltung wichtiger innerörtlicher Verbindun- gen und das Fehlen zentraler Treffpunkte wir- ken sich auf die Wohn- und Lebensqualität in der Ortsmit te aus. Luftbild 4 5 1.2 Vorläufige Abgrenzung des Untersu- chungsgebiets Mit einer Größe von rund 17,5 Hektar schließt das Untersuchungsgebiet „Stupferich“ einen Teil des historischen Ortskerns zwischen Klein- steinbacher Straße und Karlsbader Straße, ein Wohngebiet neueren Ursprungs entlang der Enzianstraße und die westlich der Thomashof- straße liegenden Gewerbeflächen ein. Auch die Gemeinschaftseinrichtungen südlich der Kleinsteinbacher Straße mit Rathaus, Schule, Feuerwehr und Gemeindezentrum liegen innerhalb der Abgrenzung und bilden einen wichtigen räumlichen Schwerpunkt im Stadt- teilleben. Die genaue Abgrenzung des Untersuchungs- gebiets kann der unten stehenden Karte ent- nommen werden. Vorläufige Abgrenzung des Untersuchungsgebiets Vorgeschlagene Abgrenzung Untersu- chungsgebiet Stadt Karlsruhe Neben den Wohnquartieren beherbergt der einst überwiegend landwirtschaftlich geprägte Stadtteil zahlreiche Unternehmen. 2.2 Bestehende kommunale Planungen Integriertes Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020 – Leitlinien der Stadtent- wicklung Das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020“ bildet einen wichtigen Orien- tierungsrahmen für die zukünftige Entwicklung der Stadt. Als Weißbuch fasst es Strategien, Handlungsfelder und Projekte zusammen. Wei- ter bündelt es Leitvorhaben und räumliche Ent- wicklungsschwerpunkte, die für die gesamt- städtische Entwicklung von besonderer Bedeu- tung sind. Als Lebensmittelpunkt der Bürgerinnen und Bürger zählt die Entwicklung der Stadt- teile in Karlsruhe zu den wichtigen Leitvorha- ben. Besonders die Sicherung der Nahversor- gung, die Stärkung vorhandener Zentren, die Mischung aus Wohnen und Arbeiten und die Gestaltung attraktiver Lebensräume stehen hier im Fokus. Aus einer detaillierten Betrach- tung sollen sich Prioritäten für die Erarbei- tung von Stadtteilrahmenplänen oder für Pilot- projekte einzelner Strategien ableiten lassen. Wichtige Grundlage bildet dabei der intensive Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Bereits im Stadtentwicklungskonzept wurde der Handlungsbedarf innerhalb der Höhen- stadtteile erkannt und frühzeitig die Bearbei- tung eines städtebaulichen Rahmenplans der Höhenstadtteile eingeleitet. Flächennutzungsplan und Landschaftsplan Im Flächennutzungsplan 2010 des Nachbar- schaftsverbands Karlsruhe mit Stand 2004 sind große Teile des Untersuchungsgebiets als 2.1 Stadtteilprofil: Lage, Größe, Bedeutung Das Untersuchungsgebiet „Stupferich“ ist Teil des gleichnamigen Höhenstadtteils Stupferich. Mit rund 9 Kilometer ist Stupferich der am weite- sten vom Karlsruher Zentrum entfernt liegende Stadtteil. Die Einbettung in die außerordentlich schöne Landschaft und die in den letzten Jahr- zehnten zahlreich entstandenen Wohnquar- tiere machen den Stadtteil zu einem äußerst beliebten und bevorzugten Wohnstandort. Auf einer Gesamtfläche von 650 Hektar leben heute rund 2.800 Einwohner (Stand 2012). 1 2. Erhebung der Rahmenbedingungen Auszug aus dem Flä- chennutzungsplan (unten) Karlsruhe 2020: Inte- griertes Stadtentwick- lungskonzept (oben) 1 Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtentwicklung; Statistikstelle (Hrsg.) 2013: DATEN UND FAKTEN 2013; Karls- ruhe: Eigenverlag gemischte Flächen (M) bzw. als gewerbliche Flächen (G) dargestellt. Lediglich am nordöstli- chen Rand des Untersuchungsgebiets weist der Flächennutzungsplan reine Wohnbauflächen (W) aus. Direkt an der Kleinsteinbacher Straße gelegen befinden sich Einrichtungen für den Gemeinbedarf (Gemeindezentrum, Grund- schule, Feuerwehr). Innerhalb des Untersuchungsgebiets weist der Flächennutzungsplan keine potenziellen Bau- gebiete aus. Entsprechend der Aussagen der Klimafunkti- onskarte sind die in der Ortsmitte liegenden Freibereiche für die Kaltluftlieferung von mitt- lerer Bedeutung. Bebauungspläne Für den bebauten Bereich existieren nahezu flächendeckend Bebauungspläne. Städtebaulicher Rahmenplan „Höhenstadt- teile“ Die Erarbeitung eines gemeinsamen städtebau- lichen Rahmenplans stellt eine wichtige Grund- lage für die zukünftige Entwicklung in den ein- zelnen Höhenstadtteilen dar. So beispiels weise bei der Umsetzung von Einzelprojekten, der Erstellung von Bebauungsplänen und der Aus- weisung zukünftiger Sanierungsgebiete. In einem dialogorientierten Planungsprozess – gemeinsam mit den Ortschaftsräten der Stadt- teile, dem Vorstand der Bürgergemeinschaft Bergwald sowie den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort – wurden der Handlungsbedarf und erste Maßnahmen zusammengefasst und pla- nerisch festgehalten. Das Ergebnis bildet ein stadtteilübergreifendes Konzept. Das Konzept wird ergänzt durch Detailuntersuchungen in den einzelnen Höhenstadtteilen, welche mög- liche Zukunftsbilder aufzeigen (bspw. „Lupe Stupferich“). Auszug aus der Rahmenplanung Höhenstadtteile - Lupe Stupferich 2 die Zahlen für das Untersuchungsge- biet Stupferich bezie- hen sich auf die von der Stadt Karlsruhe vorgeschlagene Ab- grenzung 3 Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtentwicklung; Statistikstelle (Hrsg.) 2013: Struktur der Bewohner im Unter- suchungsgebiet Stup- ferich am 30.06.2013 nach Altersgruppen und Wohnungsstatus; interne Datenaufbe- reitung; Karlsruhe 4 Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung, Statistikstelle (Hrsg.) 2013: Statistik Aktuell Bevölkerung; Die Ent- wicklung der Karlsru- her Bevölkerung im Oktober 2013; Karls- ruhe: Eigenverlag 5 die Zahlen der Ge- samtstadt beziehen sich auf den Bezugs- wert Ende Dezem- ber 2012, die Zahlen im Untersuchungs- gebiet Stupferich auf den Bezugswert Ende Juni 2013 6 Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtentwicklung; Statistikstelle (Hrsg.) 2013: DATEN UND FAKTEN 2013; Karls- ruhe: Eigenverlag 7 2.3 Bevölkerungsentwicklung und -struk- tur 2,3 Im Untersuchungsgebiet leben insgesamt 371 Wohnberechtigte (Stand Juni 2013). Mit 10,8 Prozent liegt der Anteil der Ausländer und Aus- länderinnen im Untersuchungsgebiet deutlich niedriger als in der Gesamtstadt (15,6 Prozent, Stand 30. Juni 2013). 4 Verglichen mit der Gesamtstadt zeigt der Auf- bau der der Wohnbevölkerung einen um 2 Prozentpunkte niedrigeren Anteil der unter 18-Jährigen (Gesamtstadt 14,6 Prozent, Unter- suchungsgebiet Stupferich 12,6 Prozent). Dagegen nehmen die Senioren einen um rund 3 Prozentpunkte höheren Anteil an der Bevöl- kerung ein (Gesamtstadt 18,9 Prozent, Unter- suchungsgebiet Stupferich 21,8 Prozent). Mit 65,6 Prozent entspricht der Anteil der Alters- gruppe der 18 bis unter 65-Jährigen im Unter- suchungsgebiet Stupferich etwa dem Wert der Gesamtstadt Karlsruhe mit 66,5 Prozent. 5,6 3. Zusammenfassung der städtebaulichen Analyse – Mängel und Potenziale Aufbauend auf der Grundlagenermittlung, der Bestandsaufnahme und den Ergebnissen der Arbeitsgruppe werden im Rahmen der städte- baulichen Analyse die Stärken und Schwächen sowie der städtebauliche Handlungsbedarf anhand der wesentlichen städtebaulichen Kri- terien dargestellt. Zu den städtebaulichen Kri- Städtebauliche Missstände Öffentlicher Raum mit funktionalen und gestal- terischen Defiziten (Sicherheit, Barrierefreiheit, Parken, Begrünung) Stadtteilzentrum mit Gestaltungsdefiziten (Defizi- täre Bausubstanz bzw. Gestaltung Umfeld) Nahversorgungsbereich mit funktionalen und gestalterischen Mängeln Belastung Ortskern | Ausweichstrecke A8 terien zählen u.a. Baustruktur und Gebäude, öffentlicher Raum und zentrale Bereiche, Ver- kehr, Straßenraum und Parken sowie Infra- struktur und Versorgung. Ziel der Grobanalyse ist eine erste Einschätzung des Zustands des Untersuchungsgebiets und die Beschreibung der vorhandenen städtebaulichen Missstände. Hoher Parkdruck Verkehrskonflikt (Hoher Anteil an Durchgangsver- kehr/Verkehrslärm) Bereich mit Sanierungs- und Modernisierungs- bedarf Mindergenutzte Fläche Nachbarschaftskonflikt Gewerbe | Wohnen Wegeverbindung mit Aufwertungsbedarf Defizitäre Gestaltung öffentlicher Aufenthaltsorte und Treffpunkte Fehlendes Angebot an öffentlichen Spielflächen (nördl. Siedlungsbereich) 8 Siedlungs- und Baustruktur Stupferich wird als ländlicher Wohn- ■ standort mit besonderer landschaftlicher Lage am Rande des Schwarzwaldes sehr geschätzt. Im Untersuchungsgebiet befinden sich ins- ■ gesamt 186 Haushalte. Davon sind 39,8 Prozent Einpersonenhaushalte und 60,2 Prozent Mehrpersonenhaushalte. 7,8 Mit seiner ein- bis zweigeschossigen Bebau- ■ ung weist der Siedlungsbereich ein relativ homogenes Ortsbild auf. Einzig der Schorn- stein des ehemaligen Becker-Areals ragt deutlich über die Siedlungsstruktur hinaus. Im südöstlichen Bereich des Untersu- ■ chungsgebiets ist die sehr dichte Bebauung des ursprünglichen Ortskerns noch deutlich zu erkennen. Zusammen mit der großen, teils landwirtschaftlich genutzten Freifläche im Inneren des sich nördlich der Kleinstein- bacher Straße erstreckenden Baufelds, mit seinen Streuobstwiesen, den Bauerngärten und dem alten Scheunenbestand, prägt die historische Bebauung den dörflichen Cha- rakter des Stadtteils. Im historischen Ortskern finden sich nur ■ wenige schöne unter Denkmalschutz ste- hende Fachwerkhäuser. Zu nennen sind das Gebäude des heutigen Heimatmuse- ums in der Ortsstraße 2 und die Fachwerk- wohnhäuser in der Karlsbader Straße 4, der Kleinsteinbacher Straße 1 und 10 und der Thomashofstraße 13. In direkter Lage zum alten Ortskern, west- ■ lich der Thomashofstraße, schließt sich mit dem ehemaligen Möbel-Becker-Areal ein vor- wiegend gewerblich genutztes Gebiet an. Im nordwestlichen Bereich des Grundstücks besteht laut Flächennutzungsplan 2010 die Möglichkeit zur baulichen Ergänzung (Misch- gebietsflächen). Ein Anschluss der mögli- chen Bauflächen an das vorhandene Erschlie- ßungsnetz (Thomashofstraße) besteht bereits. Nördlich an das Becker-Areal, außerhalb ■ des Untersuchungsbereichs, schließen wei- tere Gewerbeflächen an. Das Areal ist noch nicht vollständig bebaut, ein Teil der noch freien Flächen ist im Besitz der Stadt Karls- ruhe. Der größte Teil der Flächen befindet sich im ■ privaten Eigentum. Die Stadt Karlsruhe ist Eigentümerin sämtlicher Straßenflächen. Auch das Grundstück um Rathaus, Schule, Feuerwehr und Gemeindezentrum und das Grundstück des Heimatmuseums befindet sich im Besitz der Stadt Karlsruhe. Erhaltungszustand und bauliche Mängel Im historischen Ortskern, entlang Klein- ■ steinbacher Straße und Thomashofstraße, weisen einzelne Teilbereiche deutliche städ- tebauliche Mängel auf. Dazu zählen auch Gemeindezentrum und Rathaus. Es ist ein erhöhter Sanierungs- und Modernisierungs- bedarf festzustellen. Lediglich die Gebäu- destruktur entlang der Enzianstraße ist in einem guten baulichen Zustand. An die Kleinsteinbacher Straße grenzen ■ mindergenutzte Flächen mit altem Scheu- nenbestand an. Hier besteht die Möglich- keit neuen Wohnraum in zentraler Lage zu entwickeln. Bauanträge liegen vor. Das sich in Privatbesitz befindende Becker- ■ Areal ist derzeit nur zu einem Teil genutzt. Auch der bauliche Zustand der Gewerbe- Denkmalgeschütz- te Gebäude, wie das Wohnhaus in der Thomashofstraße prä- gen das Ortsbild. Die mittig liegende landwirtschaftlich ge- nutze Freifläche prägt den dörflichen Cha- rakter des Stadtteils. 7 die Zahlen für das Untersuchungsge- biet Stupferich bezie- hen sich auf die von der Stadt Karlsruhe vorgeschlagene Ab- grenzung 8 Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtentwicklung; Statistikstelle (Hrsg.) 2013; Struktur der Bewohner im Unter- suchungsgebiet Stup- ferich am 30.06.2013 nach Altersgruppen und Wohnungsstatus; interne Datenaufbe- reitung; Karlsruhe 9 Mindergenutzte Flä- che an der Kleinstein- bacher Straße bauten ist überwiegend mangelhaft. Die Gebäude sind nicht vollständig saniert bzw. weisen lediglich aufeinanderfolgende Teil- sanierungen auf. Aufgrund der direkten Lage am historischen Ortskern ist eine Wei- terentwicklung des Gewerbequartiers ohne große Einschränkungen kaum möglich. Ein Handlungsbedarf ist daher dringend erfor- derlich. In diesem Zusammenhang ist eine Neuordnung der Flächen im Sinne einer nachhaltigen Innenentwicklung zu prüfen. Erschließung und ruhender Verkehr Die Ortsdurchfahrt Stupferich ist an Karls- ■ bader Straße (K9653) und Thomas- hofstraße (K9654), als wichtige Ausweich- strecke für die A8, und auch an Kleinstein- bacher Straße mit einem hohen Verkehrs- aufkommen belastet. Der merkliche Ver- kehrslärm wirkt sich negativ auf die Wohn- qualität der angrenzenden Wohngebäude aus. Eine ganztägige Geschwindigkeitsbe- schränkung auf 30 km/h im Bereich Karls- bader Straße/Kleinsteinbacher Straße zwi- schen Karlsbader Straße 30 bis Einmün- dung Werrenstraße zur Reduzierung des Verkehrslärms wurde bereits vom Regie- rungspräsidium Karlsruhe genehmigt. In den Bereichen Kleinsteinbacher Straße zwi- schen Einmündung Werrenstraße bis Ein- mündung Efeustraße und Thomashofstraße zwischen Einmündung Enzianstraße bis Karlsbader Straße ist die Geschwindig- keitsreduzierung auf nachts (22 bis 6 Uhr) beschränkt. In den Straßenräumen von Kleinsteinba- ■ cher Straße, Thomashofstraße und Orts- straße kommt es zu Konflikten zwischen Individualverkehr, Fußgängern und Radfah- rern. Es fehlt an ausreichend sicheren Que- rungsmöglichkeiten, die Seitenbereiche sind in Teilbereichen zu schmal und werden zusätzlich von parkenden Autos verengt. Besonders nachteilig wirkt sich dies auf die Erreichbarkeit der öffentlichen und gemein- schaftlichen Einrichtungen und der Einzel- handelsgeschäfte in der Ortsmitte aus, aber auch die Anbindung der im Süden liegen- den Bergleshalle und des Sportzentrums ist eingeschränkt. Der bauliche Zustand der Kleinsteinbacher ■ Straße, besonders der Abschnitt östlich des Rathauses, weist erhebliche Defizite auf und ist dringend erneuerungsbedürftig. Öffentlicher Raum: Erscheinungsbild und zentrale Bereiche Rathaus, Gemeindezentrum und Grund- ■ schule sowie der weiter nördlich liegende Kinder garten prägen das kulturelle und soziale Leben in der Ortsmitte. Allerdings vermitteln die nicht mehr zeitgemäße Gestaltung des unmittelbaren Umfelds und die fehlenden bzw. mangelhaft gestalteten Treffpunkte einen negativen Eindruck mit wenig Aufenthaltsqualität. Die Integration moderner Spielgeräte auf dem Schulhof stellt einen ersten wichtigen Schritt zu Stei- gerung der Attraktivität im Zentrum dar. 3. Zusammenfassung der städtebaulichen Analyse – Mängel und Potenziale Zusammen mit den öffentlichen und kultu- ■ rellen Angeboten bilden die vorhandenen Einzelhandelsgeschäfte entlang der Klein- steinbacher Straße die Ortsmitte. Unzu- reichend gestaltete Freibereiche, fehlende Vorbereiche für die Geschäfte und die beengte Situation für Fußgänger schwä- chen die Qualität. Fehlende Aufenthaltsorte bzw. Orte zum Verweilen lassen zudem jeg- liche Aufenthaltsqualität in der Ortsmitte vermissen. Öffentlicher Raum: Treffpunkte und Frei- räume In der Ortsmitte verfügt Stupferich mit dem ■ Kinder- und Jugendspielplatz an der Gäns- bergstraße über ein attraktives Angebot. Die neu integrierte Boule-Fläche bietet auch der älteren Bevölkerung einen Treffpunkt in zentraler Lage. Laut Spielflächenentwicklungsplan reicht ■ das vorhandene Spielflächenangebot für den Stadtteil Stupferich jedoch nicht aus. Insbesondere im nördlichen Siedlungsbe- reich fehlt es an Angeboten. 9 Infrastruktur und Versorgung Die Einzelhandelsgeschäfte (Bäcker, Metz- ■ ger, Landmarkt, Arzt, Apotheke) in Stup- ferich konzentrieren sich auf den Bereich zwischen Post und Rathaus entlang der Kleinsteinbacher Straße und Ortsstraße. Das vorhandene Angebot reicht zur Ver- sorgung des Stadtteils nicht aus, sondern deckt lediglich die Grundversorgung. Laut Nahversorgungskonzept der Stadt Karls- ruhe erkennt auch der Flächennutzungs- plan 2010 eine Unter versorgung des Stadt- teils und empfiehlt eine Stärkung des Zen- trums zwischen Ortsstraße, Werrenstraße und Kleinsteinbacher Straße. 10 11 Mit Gemeindezentrum, Grundschule und ■ Kindergarten verfügt Stupferich in der Orts- mitte über wichtige öffentliche und kultu- relle Einrichtungen. Eine Erweiterung des Kindergartens wird derzeit geprüft. Ergänzt wird das Angebot durch das Heimatmu- seum an der Ortsstraße. Tagungen, Business-Events und private ■ Feierlichkeiten können im Gemeindezen- trum und im privat betriebenen Hotel- und Tagungszentrum Sonne an der Kleinstein- bacher Straße abgehalten werden. Mitten im Ortskern, auf der minderge- ■ nutzten Fläche in der Kleinsteinbacher Straße soll ein Projekt der Lebenshilfe e.V. entstehen. Die in Stupferich vorhandene Nachfrage ■ nach altersgerechten Wohnungen soll zeit- nah gedeckt werden. Derzeit wird nach einem geeigneten Standort gesucht. Eine Integration des neuen Wohnstandorts in die Ortsmitte mit barrierefreier Anbindung an das örtliche Angebot ist zu empfehlen. 9 Stadt Karlsruhe; Gartenbauamt (Hrsg.): Spielflächenentwick- lungsplan 2012, Karls- ruhe: Eigenverlag 10 vgl. Stadt Karlsru- he; Amt für Stadt- entwicklung (Hrsg.) 2008: Einkaufen und Nahversorgung in Karlsruhe 2007. Ak- tuelle Trends und Ge- staltungsmöglichkei- ten, Karlsruhe: Eigen- verlag Moderne Spielgeräte bereichern die Spiel- und Aufenthaltsberei- che im Schulhof. Das Erscheinungsbild in der Ortsmitte ist durch funktionale und gestalterische Mängel geschwächt: Gemein- dezentrum (Mitte) und Nahversorgungs- bereich (unten). 4. Städtebauliche Ziele (Erneuerungsziele) Ausgehend von einer ersten Einschätzung und Bewertung der vorhandenen städtebaulichen Missstände und der Entwicklungsdefizite wird für das Untersuchungsgebiet eine grobe Ziel- definition vorgenommen. Die Ziele sind im Rahmen der weiteren Sanierungsvorbereitung und einer intensiven Beteiligung der betroffe- nen Bürger und der Träger öffentlicher Belange weiter zu konkretisieren. Ausbildung einer identitätsstiftenden Ortsmitte Stärkung des öffentlichen und kulturellen ■ Zentrums (Stadtteilzentrum) Sicherung und Aufwertung des vorhan- ■ denen Nahversorgungsbereichs an der Kleinsteinbacher Straße Integration von sozialen und gemeinschaft- ■ lichen Einrichtungen Gestaltung einer räumlich zusammenhän- ■ genden und belebten Ortsmitte und Ver- knüpfung der Angebote der Grund- und Nahversorgung. Funktionale und gestalte- rische Aufwertung der zentralen Wegever- bindung (Straßenraum) unter Berücksichti- gung angemessener und sicherer Bereiche für Fußgänger und Radfahrer, durchgän- giger Barrierefreiheit und ausreichender Stellplätze. Im Sinne einer Qualitätsstei- gerung ist aus städtebaulicher Sicht eine Geschwindigkeitsbeschränkung bis zur Ein- mündung der Efeustraße zu empfehlen. Sicherung und Qualifizierung des Angebots ■ an Treffpunkten und Aufenthaltsmöglich- keiten mit hoher Aufenthaltsqualität und Angeboten für alle Generationen Qualifizierung des Wohnungsbestands und des Wohnumfelds Sicherung und Weiterentwicklung der dörf- ■ lichen Strukturen, des historischen Orts- kerns und denkmalpflegerisch wertvoller Bausubstanz Ortsbildgerechte energetische Sanierung ■ des Wohnungsbestands Stärkung der Wohn- und Lebensqualität in ■ der Ortsmitte durch Reduzierung von Lärm und Abgasen, insb. Geschwindigkeitsredu- zierung Anpassung der Ortsmitte an den demo- grafischen Wandel Qualifizierung des Wohnungsbestands, ■ insb. altersgerechter Umbau von Bestands- wohnungen Ausbau des Angebots an zentral liegenden ■ Einrichtungen (u.a. Lebenshilfe, Senioren- wohnen, Altengerechtes Wohnen) Reduzierung von Barrieren, insbesondere ■ barrierefreie Zugänglichkeit der wichtigen innerörtlichen Bereiche Nachhaltige Weiterentwicklung des Stadt- teils Nachnutzung mindergenutzter Flächen im ■ Innenbereich zur Weiterentwicklung der Siedlungsstrukturen. Erhalt des typischen Ortsbildcharakters. Neuordnung von Flächen im Sinne einer ■ nachhaltigen Innenentwicklung: Neustruk- turierung und Umnutzung nicht optimal genutzter Gewerbeflächen, Prüfung von Wohnbaupotenzialen zur Stärkung bzw. Weiterentwicklung des Wohnstandorts. Stabilisierung und Aufwertung bestehender ■ Gewerbestandorte zur Sicherung der Wirt- schaftskraft Stärkung und Verknüpfung ortsbildprä- gender Freiräume Erhöhung des Angebots an erlebnisreichen ■ Treffpunkten, Spiel- und Aufenthaltsorten und Orten der Erholung in der Ortsmitte Stärkung der Erlebbarkeit des die Ortsmitte ■ prägenden Freiraums: Bewahrung orts- bildprägender Strukturen, Gestaltung von 12 Städtebauliche Ziele Qualifizierung des Angebots an Treffpunkten und Kommunikationsorten Inszenierung Landmarke als Identifikationsort und Treffpunkt Qualifizierung Wohnstandort (Gebäudesubstanz | Freiflächen) Entwicklungspotenzial Wohnen Entwicklungspotenzial Wohnen/Gemeinschaft Entwicklungspotenzial Gewerbe/Dienstleistung Gebäude unter Denkmalschutz Erhalt charakteristischer Grün- und Freibereiche Sicherung wichtiger Grünzäsuren Anknüpfung wichtiger überörtlicher Wegeverbindungen Gestaltung von Wegeverbindungen und Zugängen zum charakteristischen Grün- und Freibereich Ausbau und Sicherung des Angebots an Treffpunkten, Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten Gestaltung attraktiver und sicherer Straßenräume für alle Verkehrsteilnehmer Stärkung zentraler Straßenräume Aufwertung und Ausbau des innerörtlichen Fuß- und Radwegenetzes Stärkung des Stadtteilzentrums Sicherung und Aufwertung des Nahversorgungs- bereichs Integration von Gemeinschaftseinrichtungen Wegeverbindungen und Zugängen, Gestal- tung eines generationsübergreifenden Spiel- und Treffpunkts, Integration von sozi- alen und gemeinschaftlichen Einrichtungen Aufwertung und Ausbau des innerörtlichen ■ Fuß- und Radwegenetzes Stärkung und Aufwertung stadteilübergrei- ■ fender Wegeverbindungen, u.a. Anbindung Bergleshalle und Sportzentrum Ökologische Erneuerung Neben der energetischen Erneuerung der ■ Altbausubstanz steht die Reduzierung von Lärm und Abgasen in der Ortsmitte im Fokus Die städtebaulichen, funktionalen und struk- turellen Missstände im Untersuchungsgebiet „Stupferich“ schwächen das Ortsbild und wir- ken sich nachteilig auf die Wohn-, Lebens- und Freizeitqualität im Stadtteil, insbesondere in der Ortsmitte aus. Die Stadt Karlsruhe hat den dringenden Handlungsbedarf erkannt und möchte dem negativen Prozess durch gezielte städtebauliche und strukturverbessernde Maß- nahmen aufhalten. Die geplante Umsetzung zweier privater Bauvorhaben in zentraler Lage (u.a. Lebenshilfe, Altengerechtes Wohnen) könnte erste Anreize zur Aufwertung der Orts- mitte schaffen. Um die Ortsmitte Stupferich jedoch langfristig als attraktiven Wohnstand- ort für alle Generationen mit lebendigen und kommunika tionsfördernden Treffpunkten zu sichern, sind weitere Maßnahmen der Stadter- neuerung, insbesondere im öffentlichen Raum, unverzichtbar. Auswahl eines geeigneten Programms Das Landessanierungsprogramm bzw. das Programm Stadtumbau West stellen geeig- nete Programme dar, um die städtebau- lichen Missstände im Untersuchungsge- biet „Stupferich“ zu beheben, die Ortsmitte Stupferichs nachhaltig zu stärken und dar- über hinaus den Eigentümern Anreize für pri- vate Investitionen zu bieten. Anhand der im Kapitel 4 formulierten Ziele kann eine Überein- stimmung mit den Fördervoraussetzungen der aktuellen Programme der Städtebauförderung (Programme der städtebaulichen Erneuerung 2014) nachgewiesen werden. Empfehlung zur Vorgehensweise Für die städtebauliche Erneuerung wird eine Antragsstellung für das Landessanierungspro- gramm bzw. das Programm Stadtumbau West vorgeschlagen. 5. Stellungnahme zur Förderfähigkeit 14 Besonders die geplanten Bauvorhaben im Untersuchungsgebiet (u.a. Kleinsteinbacher Straße, Windelbach - südlicher Teil) können sich nachhaltig auf die Ortsmitte Stupferichs auswirken. Daher ist es notwendig, sich bereits frühzeitig auf übergeordnete städtebauliche Leitlinien bzw. Ziele für die Weiterentwicklung der Ortsmitte zu verständigen, diese dann als Grundlage für die Aufstellung von Bebauungs- plänen herangezogen werden können. Infolge- dessen wird vorgeschlagen, die im Rahmen der Grobanalyse und des „Rahmenplans Höhen- stadtteile“ für den Stadtteil Stupferich erör- terten und mit den Bürgerinnen und Bürgern abgestimmten Ziele weiter zu vertiefen. Die Vorbereitende Untersuchung ist um die Erar- beitung eines Rahmenplans zu erweitern. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, unter intensiver Beteiligung der Bürgerschaft, die Ziele und Maßnahmen für die Weiterentwick- lung der Ortsmitte abzustimmen und frühzeitig einen Konsens zwischen den unterschiedlichen Akteuren zu erzielen. Förderfähige Kosten Bei der dargestellten Vorgehensweise belaufen sich die förderfähigen Kosten vorerst auf: Projektsteuerungskosten u.a. Vorbereitung ■ der Sanierung Vorbereitende Untersuchung mit Rahmen- ■ plan und intensiver Bürgerbeteiligung zur Abfrage der Mitwirkungsbereitschaft pri- vater Eigentümer Im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchung werden die erforderlichen Maßnahmen kon- kretisiert und anschließend die bei der Durch- führung der Sanierungsmaßnahme „Stup- ferich“ voraussichtlich anfallenden Kosten zusammengestellt. 6. Anlagen 15 Anlage 1: Abgrenzung Untersuchungsgebiet Anlage 2: Städtebauliche Missstände Anlage 3: Städtebauliche Ziele Windelbachstraße Gerberastraße Farnweg Efeustraße Enzianstraße Thomashofstraße Kleinsteinbacher Straße Karlsbader Straße Kleinsteinbacher Straße Efeustraße Kleinsteinbacher Straße Stutenpferchstraße Obere Gaß Hinterm Zaun Am Schleifweg Am Illwig Pfefferäckerstraße Ortsstraße Werrenstraße Ortsstraße Neubergstraße Palmbacher Straße Gänsbergstraße Wiesentalstraße Höhenstraße Eichwaldstraße Neubergstraße Thomashofstraße pesch partner architekten stadtplaner im Auftrag der Stadt Karlsruhe Anlage 1 Abgrenzung Untersuchungsgebiet0 50 100 150 200 250 300m Maßstab (im Original) M 1:2000 Stand März 2014 Karlsruhe | StupferichGrobana lyse Vorgeschlagene Abgrenzung Untersuchungsgebiet Stadt Karlsruhe Gebäude (Bestand) TopographieSiedlungsfläche (Bestand) Pfefferäckerstraße Windelbachstraße Gerberastraße Thomashofstraße Farnweg Efeustraße Enzianstraße Karlsbader Straße Kleinsteinbacher Straße Kleinsteinbacher Straße Stutenpferchstraße Obere Gaß Hinterm Zaun Am Schleifweg Am Illwig Ortsstraße Neubergstraße Palmbacher Straße Gänsbergstraße Wiesentalstraße Höhenstraße Eichwaldstraße Neubergstraße Werrenstraße VK PK Sportzentrum Bergleshalle PK VK 1 4 2 3 Bereich mit Sanierungs- und Modernisierungsbedarf TopographieAbgrenzung Untersuchungsgebiet Siedlungsfläche (Bestand) Gebäude (Bestand) LandschaftsraumGrünanlagen/SportflächenGebäude unter Denkmalschutz PK VK Öffentlicher Raum mit funktionalen und gestalterischen Defiziten (Sicherheit, Barrierefreiheit, Parken, Begrünung) Hoher Parkdruck Verkehrskonflikt (Hoher Anteil an Durchgangsverkehr/Verkehrslärm) Stadtteilzentrum mit Gestaltungsdefiziten (Defizitäre Bausubstanz bzw. Gestaltung Umfeld) Nahversorgungsbereich mit funktionalen und gestalterischen Mängeln Belastung Ortskern | Ausweichstrecke A8 pesch partner architekten stadtplaner im Auftrag der Stadt Karlsruhe Anlage 2 Städtebauliche Missstände Stand März 2014 Karlsruhe | StupferichGrobana lyse 2 33 4 1 Die sich nördlich der Kleinsteinbacher Straße befindenden mindergenutzten Flächen mit altem Scheunenbestand bieten Entwicklungschancen. Die Gewerbeflächen des Becker-Areals sind nur zu einem Teil genutzt, der bauliche Zustand der Gewerbebauten ist nicht ausreichend. Eine f ehlende zeitgemäße Gestaltung des Umfelds und mangelhaft gestaltete Treffpunkte mindern die Aufenthaltsqualität im Stadtteilzentrum. Im Nahversorgungsbereich schwächen unzureichend gestaltete Freibereiche, fehlende Vorbereiche und die beengte Situation für Fußgänger die Qualität. Wegeverbindung mit Aufwertungsbedarf Mindergenutzte Fläche Nachbarschaftskonflikt Gewerbe | Wohnen Fehlendes Angebot an öffentlichen Spielflächen (nördl. Siedlungsbereich ) Defizitäre Gestaltung öffentlicher Aufenthaltsorte und Treffpunkte 0 50 100 150 200 250 300m Maßstab (im Original) M 1:2000 W W G /D G/DG/DG/DG/DG/D D G/D G/DG/DG/DG/DG/DG/DG/D W*WWW * WWW W*WW Sportzentrum Bergleshalle Windelbachstraße Gerberastraße Farnweg Efeustraße Enzianstraße Thomashofstraße Karlsbader Straße Kleinsteinbacher Straße Stutenpferchstraße Obere Gaß Hinterm Zaun Am Schleifweg Am Illwig Pfefferäckerstraße Werrenstraße Neubergstraße Palmbacher Straße Wiesentalstraße Höhenstraße Eichwaldstraße Neubergstraße Stärkung des Stadtteilzentrums Sicherung und Aufwertung des Nahversorgungsbereichs Erhalt charakteristischer Grün- und Freibereiche Aufwertung und Ausbau des innerörtlichen Fuß- und Radwegenetzes Anknüpfung wichtiger überörtlicher Wegeverbindungen Stärkung zentraler Straßenräume Gestaltung attraktiver und sicherer Straßenräume für alle Verkehrsteilnehmer pesch partner architekten stadtplaner im Auftrag der Stadt Karlsruhe Anlage 3 Städtebauliche Ziele Stand März 2014 Karlsruhe | StupferichGrobana lyse Ausbau und Sicherung des Angebots an Treffpunkten, Spiel- und Aufenthalts- möglichkeitenInszenierung Landmarke als Identifikationsort und Treffpunkt Integration von Gemeinschaftseinrichtungen Qualifizierung des Angebots an Treffpunkten und Kommunikationsorten Qualifizierung Wohnstandort (Gebäudesubstanz | Freiflächen) Entwicklungspotenzial Wohnen WW Entwicklungspotenzial Gewerbe/Dienstleistung Gebäude unter Denkmalschutz Sicherung wichtiger Grünzäsuren Gestaltung von Wegeverbindungen und Zugängen zum charakteristischen Grün- und Freibereich TopographieAbgrenzung Untersuchungsgebiet Siedlungsfläche (Bestand) Gebäude (Bestand) LandschaftsraumGrünanlagen/Sportflächen G/DG/D 0 50 100 150 200 250 300m Maßstab (im Original) M 1:2000 Entwicklungspotenzial Wohnen/Gemeinschaft W*W* Fotos pp a|s pesch partner architekten stadtplaner Mit Ausnahme von: Stadt Karlsruhe: Seite 4• Pläne und Abbildungen pp a|s pesch partner architekten stadtplaner Mit Ausnahme von: Stadt Karlsruhe: Seite 6 und 7• Abbildungsverzeichnis IMPRESSUMKarlsruhe – StupferichGrobanalyse – Zusammenfassung der Ergebnisseim Auftrag der Stadt KarlsruheHeike Dederer (Bereichsleiterin: Generalplanung und Stadtsanierung)Andreas Lehn (Stadtplanungsamt)Stadtplanungsamt Karlsruhe | Technisches RathausLammstraße 7 | 76124 KarlsruheTelefon: 0721 133-6101 | Fax: 0721 133-6109stpla@karlsruhe.de | www.karlsruhe.deBearbeitungpp a | spesch partner architekten stadtplaner BDA | SRLProf. Dr. Franz PeschDipl.-Ing. Gudrun NeubauerDipl.-Ing. Philip SchmalFirnhaberstraße 5 | 70174 StuttgartTelefon: 0711 2200763-10 | Fax: 0711 2200763-90pps@pesch-partner.de | www.pesch-partner.deKarlsruhe/Stuttgart, April 2014 Grobanalyse – Zusammenfassung der ErgebnisseStand April 2014KARLSRUHE STUPFERICH Stadt KarlsruheStadtplanungsamt

  • GA_Untermühlsiedlung
    Extrahierter Text

    IMPRESSUMKarlsruhe – UntermühlsiedlungGrobanalyse – Zusammenfassung der Ergebnisseim Auftrag der Stadt KarlsruheHeike Dederer (Bereichsleiterin: Generalplanung und Stadtsanierung)Andreas Lehn (Stadtplanungsamt)Stadtplanungsamt Karlsruhe | Technisches RathausLammstraße 7 | 76124 KarlsruheTelefon: 0721 133-6101 | Fax: 0721 133-6109stpla@karlsruhe.de | www.karlsruhe.deBearbeitungpp a | spesch partner architekten stadtplaner BDA | SRLProf. Dr. Franz PeschDipl.-Ing. Gudrun NeubauerDipl.-Ing. Philip SchmalFirnhaberstraße 5 | 70174 StuttgartTelefon: 0711 2200763-10 | Fax: 0711 2200763-90pps@pesch-partner.de | www.pesch-partner.deKarlsruhe/Stuttgart, April 2014 Grobanalyse – Zusammenfassung der ErgebnisseStand April 2014KARLSRUHE UNTERMÜHLSIEDLUNG Stadt KarlsruheStadtplanungsamt Inhalt 1 Anlass und Ausgangssituation 4 1.1 Anlass der Gebietserneuerung 4 1.2 Vorläufige Abgrenzung des Untersuchungsgebiets 5 2 Erhebung der Rahmenbedingungen 6 2.1 Stadtteilprofil: Lage, Größe, Bedeutung 6 2.2 Städtebauliche Maßnahmen der Stadt Karlsruhe 6 2.3 Bestehende kommunale Planungen 6 2.4 Bevölkerungsentwicklung und -struktur 7 3 Zusammenfassung der städtebaulichen Analyse – Mängel und Potenziale 8 4 Städtebauliche Ziele (Erneuerungsziele) 14 5 Stellungnahme zur Förderfähigkeit 16 6 Anlagen 17 Anlage 1: Abgrenzung Untersuchungsgebiet Anlage 2: Verbindungen und Trennungen Anlage 3: Städtebauliche Missstände Anlage 4: Städtebauliche Ziele Anlage 5: Teilung Untersuchungsgebiet Abbildungsverzeichnis 23 1. Anlass und Ausgangssituation 1.1 Anlass der Gebietserneuerung Im Rahmen des Integrierten Stadtentwick- lungskonzeptes Karlsruhe 2020 wird ein besonderer Fokus auf die Entwicklung in den Stadtteilen gelegt. Insbesondere Stadtteile mit erhöhtem Handlungsbedarf, darunter auch die Untermühlsiedlung, erhalten hohe Priorität bei der Erarbeitung von weiterführenden Konzep- ten, beispielsweise integrierten Stadtteilrah- menplänen. Bereits im Stadtentwicklungskonzept wird die Untermühlsiedlung aufgrund ihres offensichtli- chen Handlungsbedarfs als potenzielles Stadt- erneuerungsgebiet benannt. Die vernachläs- sigte Gestaltung öffentlicher Freiräume und, in Teilen, sanierungsbedürftiger Bausubstanz, wirkt sich ebenso auf die Wohn- und Lebens- qualität in der Siedlung aus, wie die unzurei- chende Gestaltung wichtiger Wege und Ver- bindungen zum Stadtteilzentrum Durlach. Zudem wird, neben der Vielzahl an anstehen- den Entwicklungen im Umfeld der Untermühl- siedlung, darunter die Planungen zur Entwick- lungsachse Durlacher Allee, die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds oder die geplanten Sanierungsmaßnahmen innerhalb der beste- henden Siedlung der VOLKSWOHNUNG, Luftbild der Unter- mühlsiedlung besonders der geplante Neubau der dm- Hauptverwaltungszentrale das Erscheinungs- bild und das strukturelle Gefüge der Siedlung verändern. Eine städtebauliche Untersuchung soll die Grundlagen für die Erarbeitung einer Erneue- rungsstrategie und der erforderlichen Maßnah- men liefern, mit dem sich die Untermühlsied- lung den Herausforderungen stellen will. Dabei ist es der Stadt Karlsruhe wichtig, bereits früh- zeitig eine Einschätzung zur Förderfähigkeit der für die städtebauliche Erneuerung relevan- ten Maßnahmen zu formulieren. Die zu diesem Zwecke erstellte Grobanalyse stellt eine erste Beurteilungsgrundlage für die Förderbehörde dar. Die Grobanalyse zeigt die städtebaulichen Rahmenbedingungen auf, liefert eine erste Ein- schätzung des Gebietszustands und leitet dar- aus erste städtebauliche Erneuerungsziele ab. In Abstimmung mit der Förderbehörde und nach Bewilligung der Fördermittel soll, auf- bauend auf den Ergebnissen der Grobanalyse, in einem weiteren Schritt eine Vorbereitende Untersuchung erstellt werden. Neben einer detaillierten Analyse werden darin die städte- baulichen Missstände dokumentiert sowie die Sanierungsziele und erforderlichen Maßnah- men in einer konzeptionellen Planung inklusive eines Handlungs- und Umsetzungskonzepts dargestellt. In Ergänzung der gesetzlichen Beteiligung der Betroffenen möchte die Stadt Karlsruhe die Bürger frühzeitig und umfassend beteiligen, um ihre Mitwirkungsbereitschaft zu fördern. Neben einer frühzeitigen Informa- tionsveranstaltung zu den Zielen der Planung und den Instrumenten des besonderen Städte- baurechts, können die Bürgerinnen und Bürger als „Stadtteilexperten“ in einem Bürgerwork- shop mit integriertem Stadtteilspaziergang ihre Belange und Bedürfnisse in den Planungspro- zess einbringen. 4 Vorläufige Abgrenzung des Untersuchungsgebiets 1.2 Vorläufige Abgrenzung des Untersu- chungsgebiets Aufgrund der anstehenden Entwicklungen im Bereich der Untermühlsiedlung und der Durla- cher Allee bedarf es im Rahmen der Grobana- lyse eines größeren Betrachtungsraums. Mit einer Größe von 36 Hektar schließt das Unter- suchungsgebiet „Untermühlsiedlung“ die bei- den Wohnquartiere der Untermühlsiedlung, die Flächen der Autobahnpolizei und der Auto- bahnmeisterrei Karlsruhe sowie die heute als Grünland genutzten, südlich liegenden Flächen ein. Weiter sind der Bahnhof Durlach und sein Vorfeld, sowie die Verbindungsräume in Rich- tung Zentrum Durlach und der südlich an das Gebiet angrenzenden Dornwaldsiedlung Teil der Abgrenzung. Die genaue Abgrenzung des Untersuchungs- gebiets kann der unten stehenden Karte ent- nommen werden. 5 Vorgeschlagene Abgrenzung Untersuchungs- gebiet Stadt Karlsruhe Ergänzung des Untersuchungsgebiets für den Stadtteil Durlach einen wichtigen Stadteingang. Als Endpunkt der im Stadtent- wicklungskonzept Karlsruhe 2020 benannten „Entwicklungsachse Durlacher Allee“ kommt dem Bereich der Untermühlsiedlung eine wich- tige Funktion zu. 2.2 Städtebauliche Maßnahmen der Stadt Karlsruhe Geplantes Sanierungsgebiet Durlach-Aue Die Stadt Karlsruhe hat im Stadtteil Durlach ein Sanierungsgebiet beantragt. Das mögliche Sanie rungs ge biet „Durlach-Aue“ ist in neben- stehender Karte mit der Ziffer 20 gekennzeich- net). 2.3 Bestehende kommunale Planungen Integriertes Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020 – Leitlinien der Stadtent- wicklung Das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020“ bildet einen wichtigen Orien- tierungsrahmen für die zukünftige Entwicklung der Stadt. Als Weißbuch fasst es Strategien, Handlungsfelder und Projekte zusammen. Wei- ter bündelt es Leitvorhaben und räumliche Ent- wicklungsschwerpunkte, die für die gesamt- städtische Entwicklung von besonderer Bedeu- tung sind. Als Mittelpunkt des Lebensalltags in Karlsruhe zählt die Entwicklung der Stadtteile zu den wichtigen Leitvorhaben. Besonders die Siche- rung der Nahversorgung, die Stärkung vorhan- dener Zentren, die Mischung aus Wohnen und Arbeiten und die Gestaltung attraktiver Leben sräume stehen hier im Fokus. Aus einer detaillierten Betrachtung sollen sich Prioritäten für die Erarbeitung von Stadtteilrahmenplä- nen oder für Pilotprojekte einzelner Strategien ableiten lassen. 2.1 Stadtteilprofil: Lage, Größe, Bedeutung Das Untersuchungsgebiet „Untermühlsied- lung“ ist Teil des Stadtviertels Dornwald- Untermühl und damit dem Stadtteil Durlach zugeordnet. Durlach ist rund 5 Kilometer vom Stadtzentrum Karlsruhe entfernt und mit einer Fläche von 2.294 Hektar der größte Stadtteil von Karlsruhe. Heute leben insgesamt 31.166 Einwohner in Durlach. 1 Über die Durlacher Allee ist der Stadtteil bestens an die Kernstadt angebunden. Als Hauptzufahrtsachse von der Rheintalautobahn definiert die Durlacher Allee für die Innenstadt Karlsruhe, aber auch 2. Erhebung der Rahmenbedingungen Karlsruhe 2020: Inte- griertes Stadtentwick- lungskonzept (oben) Geplantes Sanie- rungsgebiet Durlach- Aue (unten) Ein weiterer Fokus des Stadtentwicklungskon- zepts liegt in der Aufwertung der Stadtein- gänge. Als wichtige Stadteinfahrtsstraße gilt der Durlacher Allee, zusammen mit den an den Straßenzug angrenzenden Entwicklungs- flächen, ein besonderes Interesse. Durch seine hohe Impulswirkung auf die Gesamtstadt bil- det der Entwicklungskorridor „Durlacher Allee“ einen wichtigen räumlichen Entwick- lungsschwerpunkt. Hier bietet sich die Mög- lichkeit, zukunftsfähige städtebauliche Struktu- ren für Wohnen, hochwertiges Gewerbe und Freiraum zu entwickeln und gleichzeitig den Stadteingang neu zu formulieren. Flächennutzungs- und Landschaftsplan Im Flächennutzungsplan 2010 des Nachbar- schaftsverbands Karlsruhe mit Stand 2004 sind die nordwestlich der Bahntrasse liegen- den Flächen als Wohnbauflächen (W) gekenn- zeichnet. Daran schließen sich in östlicher Rich- tung Kleingartenanlagen an. Nordwestlich der Wohnsiedlung liegen Sonderbauflächen des Landes Baden-Württemberg (Autobahnpolizei- revier Karlsruhe) und des Bundes (Autobahn- meisterrei Karlsruhe). Im Vorfeld des Durlacher Bahnhofs, zwischen Durlacher Allee und Will- mar-Schwabe-Straße, befinden sich Parkanla- gen und, daran angrenzend, gemischte und gewerbliche Bauflächen (M,G). Der Flächennutzungsplan weist folgende potenzielle Baugebiete aus: Untermühl I (G) und Untermühl II (M), • beide nördlich der Bahngleise Entsprechend den Aussagen des Landschafts- plans ist ein Eingriff in die Landschaft erheblich und daher nur unter bestimmten Vorausset- zungen vertretbar. Auch kann nur ein geringer Teil der Ausgleichsmaßnahmen erbracht wer- den. Nach § 1a BauGB sind Ersatzmaßnahmen an anderer Stelle nachzuweisen. Bebauungspläne Es liegen lediglich einfache Bebauungspläne vor. Daher ist der § 34 BauGB anzuwenden. Rahmenplan „Entwicklungsachse Durla- cher Allee“ Mit der Erarbeitung einer Rahmenplanung für die Entwicklungsachse Durlacher Allee, soll eine Grundlage für die weitere Umsetzung von Einzelprojekten und Maßnahmen geschaffen werden. Im Rahmen einer Planungswerkstatt wurden dazu von drei interdisziplinären Planungsteams, aus Stadtplanern, Freiraum- und Verkehrsplanern, mögliche Zukunftsbilder entwickelt. 2.4 Bevölkerungsentwicklung und -struktur Im Untersuchungsgebiet leben insgesamt 776 Wohnberechtigte (Stand 2012). Mit 23,5 Pro- zent liegt der Anteil von Ausländern im Unter- suchungsbereich deutlich höher als in der Gesamtstadt (15,8 Prozent). Verglichen mit der Gesamtstadt zeigt der Auf- bau der Wohnbevölkerung im Untersuchungs- gebiet Untermühlsiedlung einen deutlich höhe- ren Anteil der unter 18-Jährigen (Untermühl- siedlung 16,8 Prozent, Gesamtstadt 14,6 Pro- zent) und mit 17,3 Prozent einen um 1,6 Pro- zent niedrigeren Anteil an Senioren (Gesamt- stadt 18,9 Prozent). Mit 66 Prozent entspricht der Anteil der Altersgruppe der 18 bis unter 65-Jährigen im Untersuchungsgebiet nahezu dem Wert der Gesamtstadt. 2, 3, 4 Auszug aus dem Flächen nutzungsplan 1 Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtentwicklung; Statistikstelle (Hrsg.) 2013; DATEN UND FAKTEN 2013; Karls- ruhe: Eigenverlag 2 die Zahlen beziehen sich auf die von der Stadt Karlsruhe vor- geschlagene Abgren- zung 3 Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtentwicklung; Statistikstelle (Hrsg.) 2013; DATEN UND FAKTEN 2013; Karls- ruhe: Eigenverlag 4 Stadt Karlsruhe; Amt für Stadtent- wicklung; Statistik- stelle (Hrsg.) 2013; Struktur der Be- wohner im Untersu- chungsgebiet Untermühlsiedlung am 31.12.2012; in- terne Datenaufberei- tung; Karlsruhe 7 3. Zusammenfassung der städtebaulichen Analyse – Mängel und Potenziale Aufbauend auf der Grundlagenermittlung, der Bestandsaufnahme und den Ergebnissen der Arbeitsgruppe werden im Rahmen der städte- baulichen Analyse die Stärken und Schwächen sowie der städtebauliche Handlungsbedarf anhand der wesentlichen städtebaulichen Kriterien dargestellt. Zu den städtebaulichen Kriterien zählen u.a. Baustruktur und Gebäu- de, öffentlicher Raum und zentrale Bereiche, Verkehr, Straßenraum und Parken sowie Infra- struktur und Versorgung. Aufgrund der Lage des Untersuchungsgebiets im Schnittpunkt wichtiger Verkehrsadern stehen bei der Grob- analyse die Verbindungen und Trennwirkungen im besonderen Fokus. Ziel der Grobanalyse ist eine erste Einschätzung des Zustands des Untersuchungsgebiets und die Beschreibung der vorhandenen städtebaulichen Missstände. Verbindungen und Trennungen Trennwirkung durch Bahngleise Trennwirkung durch Straße Visuelle Trennung durch Dammlage Visuelle Trennung durch Lärmschutz- wände Wichtige Rad- und Wanderwege (Bestand) Attraktive Querung Querung mit gestalterischen und funktionalen Defiziten Fehlende bzw. unzureichend barrierefreie Zugänglichkeit Attraktive Wegeverbindung Wegeverbindung mit Aufwertungsbedarf 8 Verbindungen und Trennungen Der Bahnhof Durlach, mit Anschluss an ■ den Fern- und Regionalverkehr, an S-Bahn und Stadtbahn, an die Rheintalautobahn und die Durlacher Allee sichert eine gute Erreich barkeit. Allerdings bringt die Lage im Schnittpunkt ■ wichtiger Verkehrsadern auch erhebliche Belastungen und Segmentierungen für die Untermühlsiedlung mit sich. Die Trennwir- kungen durch die Rheintalautobahn A5, die Durlacher Allee, die alte B10 und die Gleisanlagen sind im Raum deutlich spür- bar. Querungsmöglichkeiten existieren nur in Teilbereichen. Die Vernetzung des Quar- tiers mit dem Durlacher Stadtteilzentrum und auch mit der südlich der Durlacher Al- lee liegenden Dornwaldsiedlung ist damit stark eingeschränkt. Darüber hinaus wird die räumliche und visuelle Trennung durch die Dammlage der Durlacher Allee und durch Lärmschutzwände entlang der Gleis- anlagen verstärkt. Die Höhenlage (Dammlage) der Durlacher ■ Allee nimmt in Richtung Stadtteilzentrum nach Querung der Gleisanlagen wieder ab. Allerdings stellt die Straße, aufgrund ih- rer Verkehrsbelastung und Breite (vier Fahr- spuren und mittig liegende Straßenbahn), auch in diesem Abschnitt eine räumliche Barriere dar. Die Hauptanbindung der Untermühlsied- ■ lung an das Stadtteilzentrum Durlach führt über den Bahnhofsbereich. Bereits die Will- mar-Schwabe-Straße, als wichtige Wege- verbindung zum Bahnhof, weist einen erheblichen Aufwertungsbedarf auf. We- nig einladende Grünflächen und ein hoher Parkdruck schwächen das Erscheinungsbild des Stadteingangs. Ein entscheidendes Hin- dernis stellt die Bahnunterführung dar. Sie bietet lediglich eine Anbindung für Fußgän- ger. Eine barrierefreie Zugänglichkeit, weder der Bahnsteige noch des Stadtteil- zentrums Durlach, ist heute möglich. Auch die Querungen unter der Durlacher ■ Allee in Richtung Dornwaldsiedlung bzw. unter der B10-Rampe in Richtung Stadt- teilzentrum Durlach weisen Mängel in ihrer Gestaltung auf. Allgemein ist eine Aufwer- tung der Wegeverbindungen dringend erforderlich. Innerhalb der Untermühlsiedlung stellen die ■ Pfarrer-Blink-Straße (nördlicher Bereich), als Teil des Rad- und Fußwegenetzes, und die Wege entlang der Kleingartenanlage attraktive Verbindungen dar. Zur Aufwer- tung der Pfarrer-Blink-Straße trug insbeson- dere die Renaturierung des Baulaufes bei. Mit Auflösung der Durchfahrt an der Brü- ■ cke über die A5 konnte die Untermühsied- lung vom Durchgangsverkehr befreit wer- den. Heute dient die Querung als attraktive Fuß- und Radwegeverbindung zum Nahver- sorgungsbereich westlich der Rheintalauto- bahn A5. Eine barrierefreie Zugänglichkeit, weder der Bahnsteige noch des Durlacher Zen- trums, ist möglich. Räumliche und visu- elle Barriere durch Gleiskörper und Lärm- schutzwände 9 3. Zusammenfassung der städtebaulichen Analyse – Mängel und Potenziale Siedlungs- und Baustruktur Im Untersuchungsgebiet befinden sich ins- ■ gesamt 383 Haushalte. Davon sind 44,9 Prozent Einpersonenhaushalte, 27,4 Pro- zent Zweipersonenhaushalte, 14,4 Prozent Dreifamilienhaushalte und 13,3 Prozent mit vier und mehr Personen. 5 Die Siedlungs- und Baustruktur ist mit vor- ■ wiegend ein- bis zweigeschossiger Bebau- ung relativ homogen. Lediglich entlang der Alten Karlsruher Straße und an der Kante zur Kleingartenanlage befinden sich einige dreigeschossige Gebäude. Den südlichen Bereich der Untermühl- ■ siedlung prägt ein gutbürgerliches Wohn- viertel mit dörflichem Charakter. Die un- ter Denkmalschutz stehende Untere Müh- le gab der Siedlung ihren Namen. Zwischen 5 Die Zahlen beziehen sich auf die von der Stadt Karlsruhe vor- geschlagene Abgren- zung Städtebauliche Missstände Verkehrskonflikt (Verkehrsbelastung) Bereich mit Sanierungs- und Modernisie- rungsbedarf Arrondierung Wohnen Raumkanten mit Defiziten/Fehlende Raum- kanten Prägende Raumkanten Lärmbelastung Wohnsiedlung Querung mit gestalterischen und funtkionalen Defiziten Wegeverbindung mit Aufwertungsbedarf Fehlende bzw. unzureichende barrierefreie Zugänglichkeit Grünfläche mit Gestaltungsdefiziten Defizitäre Gestaltung halböffentlicher Aufent- halts- und Spielmöglichkeiten Fehlende Integration der öffentlichen Spiel- flächen Öffentlicher Raum mit Gestaltungsdefiziten Überdimensionierter Straßenraum (Alte B10) Stadtteil- bzw. Quartierseingang mit Gestaltungsdefiziten Fehlende Quartiersmitte Mangelnde Integration von Gemein- schaftseinrichtungen (Defizitäre Bausub- stanz bzw. Gestaltung Umfeld) Hoher Parkdruck Alter Karlsruher Straße und Brüchlestra- ße weist die Baustruktur eine straßenbe- gleitende Bebauung mit überwiegend ein- geschossigen Doppelhäusern auf. Charak- teristisch und ortsbildprägend für das um 1920 entstandene Quartier, das heute un- ter Ensemble schutz steht, ist die Ausbil- dung des Zwerchgiebels. Westlich daran schließt sich ein Quartier der 1950er Jah- re an. Hier wird das Erscheinungsbild durch zweigeschossige Doppel- und Mehrfamili- enhäuser bestimmt. In der Zeit um 1950 entstand das Wohnge- ■ biet der städtischen Wohnungsbaugesell- schaft VOLKSWOHNUNG GmbH. Mehrfa- milienhäusern in zweigeschossiger Zeilen- bebauung prägen das Bild der Siedlung. Mit dem Ziel, das Quartier zu erneuern, wurden seit den 1990er Jahren nach und nach mangelhafte Bausubstanzen abge- rissen und durch die VOLKSWOHNUNG GmbH neu gebaut. Während sich die Neu- bauten entlang der westlichen Kante deut- lich vom ursprünglichen Charakter der Siedlung ab heben, fügen sich die Neu- bauten der jüngeren Zeit sehr harmonisch in das Quartier ein. Der größte Teil der Flächen befindet sich im ■ privaten Eigentum. Die Stadt Karlsruhe ist Eigentümerin sämtlicher Straßenflächen, auch des Omnibusbahnhofs und der Grün- flächen im Vorfeld des Durlacher Bahnhofs. Im Wohnungsbau verfügt die städtische Wohnungsbaugesellschaft VOLKSWOH- NUNG GmbH über mehrere zusammenhän- gende Grundstücke im Bereich nördlich der Alten Karlsruher Straße. Die Gleisanlagen und die Mehrfamilienhäuser direkt an der Kleingartenanlage befinden sich im Besitz der Deutschen Bahn AG, die Autobahnpo- lizei im Besitz des Landes Baden-Württem- berg und die Autobahnmeisterrei im Besitz der Bundesrepublik. Charakteristisches Erscheinungsbild der Siedlungserweite- rung um 1950. Zwei- geschossige Zeilenbe- bauung in der Pfarrer- Blink-Straße. Für das Quartier zwi- schen Alter Karlsruher Straße und Brüchle- straße besteht Ensembleschutz. Harmonische Integra- tion neuer Gebäude im Quartier der VOLKS- WOHNUNG Erhaltungszustand und bauliche Mängel Die Gebäudestruktur ist überwiegend in ■ einem guten baulichen Zustand. Insbeson- dere im Bereich des Quartiers der VOLKS- WOHNUNG besteht, trotz zahlreicher Ge- bäudesanierungen und Neubaumaß- nahmen in den vergangenen Jahren, ein dringender Handlungsbedarf. Unbebaute Grundstücke bieten Ergänzungsmöglich- keiten. Öffentlicher Raum: Erscheinungsbild und zentrale Bereiche Der Stadteingang am Bahnhof Durlach, zu- ■ sammen mit den Flächen des Zentralen Omnibusbahnhofs, ist durch einen hohen Aufwertungsbedarf gekennzeichnet. Ein ansprechender und repräsentativer Bahn- hofsplatz existiert nur in Teilbereichen, die Qualität der Hauptwegeverbindung zum Durlacher Zentrum ist durch gestalte- rische und funktionale Defizite stark einge- schränkt. Der hohe Parkdruck am Bahnhof 11 und an der Wilmar-Schwab-Straße mindert die Attraktivität der Wegeverbindung und die Aufenthaltsqualität der den Bahnhofs- platz vorgelagerten Grünfläche. Auch die Eingangssituation zur Untermühl- ■ siedlung an der Alten Karlsruher Straße stellt heute keinen adäquaten Quartiers- eingang dar. Der Zugang zur Unterführung wirkt dunkel und unübersichtlich, die Auf- enthaltsqualität ist durch den hohen Park- druck eingeschränkt. Zudem ist eine barrie- refreie Durchquerung nicht möglich. Heute ist die Bedeutung des Zugangs, als Haupt- wegeverbindung zum Durlacher Stadtteil- zentrum, nicht erkennbar. Heute bieten die Treffunkte im Quar- tier der VOLKSWOH- NUNG nur wenig Aufenthaltsqualität. Die Anbindung der Untermühlsiedlung zum Stadtteilzentrum Durlach ist stark ein- geschränkt. Die Willmar-Schwab- Straße stellt eine un- attraktive Wegever- bindung zum Bahn- hof Durlach dar. Öffentlicher Raum: Treffpunkte und Freiräume Die Untermühlsiedlung verfügt heute über ■ keine wahrnehmbare Quartiersmitte. Potenzial bietet der im Quartier der VOLKS- WOHNUNG liegende Seniorentreff. Mit einem Bolz- und Volleyballplatz, einem ■ Fußball- und Basketballplatz und einem Kinderspielplatz sind in der Untermühl- siedlung vielfältige Orte für Spiel- und Frei- zeitgestaltung vorhanden. Aufgrund sei- ner Lage am nördlichen Siedlungsrand wird der Bolz- und Volleyballplatz von der Bewohner schaft nur bedingt angenom- men. Der Kinderspielplatz am bestehenden Fuß- und Radwanderweg ist dagegen sehr gut integriert. Öffentlicher Raum: Wohnumfeld Im stark durchgrünten Quartier der VOLKS- ■ WOHNUNG finden sich mehrere Spielmög- lichkeiten und Treffpunkte. Durch ihre ver- nachlässigte Gestaltung wird ihre Aufent- haltsqualität stark beeinträchtigt. Der intensive Straßen- und Schienenver- ■ kehr verursacht eine hohe Lärmbelastung. Die Wohnbereiche der Untermühlsiedlung sind davon besonders stark betroffen. Zwar mindern angebrachte Lärmschutzwände im Bereich des Durlacher Bahnhofs die Belas- tungen für die südöstlich liegenden Wohn- bereiche, doch die Bewohner der Gebäude der VOLKSWOHNUNG sind weiter starken Lärmbelastungen ausgesetzt. Erschließung und ruhender Verkehr Die Untermühlsiedlung ist durch wenig ■ Durchgangsverkehr gezeichnet. Im Hinblick auf die Ansiedlung der dm- ■ Hauptverwaltungszentrale wird die Alte Karlsruher Straße, als wichtige Wegever- bindung zum Bahnhof Durlach, an Bedeu- tung gewinnen. Heute vorhandene funkti- 3. Zusammenfassung der städtebaulichen Analyse – Mängel und Potenziale 12 Funktionale und gestalterische Mängel in der Alten Karlsru- her Straße (oben). Konflikte zwischen Parkverkehr, Fuß- gängern und Radfah- rern in der Pfarrer- Blink-Straße (unten) onale und gestalterische Mängel, insbeson- dere der Seitenbereiche, sind zu beheben, sowie Sicherheit und Barrierefreiheit zu ge- währleisten. Die Pfarrer-Blink-Straße stellt eine wichtige ■ übergeordnete Fuß- und Radwegeverbin- dung dar. Allerdings weist der bauliche Zustand der Straße, insbesondere des süd- lichen Abschnitts, erhebliche Defizite auf und ist daher dringend erneuerungsbedürf- tig. Um Konflikte zwischen Parkverkehr, Fußgängern und Radfahrern zu entschärfen, sollte der Straßenquerschnitt funktional geordnet werden. Im Zuge der neuen Autobahnanschluss stelle ■ Karlsruhe Nord und einer damit einherge- henden Verkehrsreduzierung auf der alten B10 (Ortsumfahrung Durlach) erscheint der Straßenraum mit baulich getrennten Rich- tungsfahrbahnen zu überdimensioniert. Planungen mit dem Ziel, die Fahrspuren zu reduzieren und die frei werdenden Flächen als Park&Ride-Parkplatz zu nutzen, liegen bereits vor. Auch ein plangleicher Anschluss an die Durlacher Allee erscheint sinnvoll und machbar. In die Neugestaltung des Straßen- raums ist eine verbesserte Radverkehrsfüh- rung zu integrieren. Infrastruktur und Versorgung Im Quartier selbst ist keine Nahversorgung ■ vorhanden. Die nächsten Einkaufsmöglich- keiten sind der Netto Marken-Discount am Bahnhof Durlach und der real-Markt gegen- über der Rheintalautobahn A5. Mit dem Spiel- und Seniorentreff im Quar- ■ tier der VOLKSWOHNUNG ist in der Unter- mühlsiedlung eine Gemeinschaftseinrich- tung und ein öffentlicher Treffpunkt vorhan- den. Heute mangelt es jedoch an einer aus- reichenden Integration in das Quartier, einer ansprechenden Räumlichkeit und einer at- traktiven Gestaltung des Umfelds. 13 4. Städtebauliche Ziele (Erneuerungsziele) Ausgehend von einer ersten Einschätzung und Bewertung der vorhandenen städtebaulichen Missstände und der Entwicklungsdefizite wird für das Untersuchungsgebiet eine grobe Ziel- definition vorgenommen. Die Ziele sind im Rahmen der weiteren Sanierungsvorbereitung und der intensiven Beteiligung der betroffe- nen Bürger und der Träger öffentlicher Belange weiter zu konkretisieren. Stärkung der Quartiersidentität in der Un- termühlsiedlung Gestaltung eines zentralen Treffpunkts bzw. ■ einer Quartiersmitte mit hoher Aufenthalts- qualität für alle Generationen und sozialen Schichten. Integration des vorhandenen Angebots (z.B. Seniorentreff) Sicherung und Qualifizierung des vorhan- ■ denen Angebots an Treffpunkten, Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche im Quartier (z. B. Bolz- und Volleyballplatz) Erhalt und Pflege besonders prägender ■ Quartierseigenschaften (z.B. Quartiere mit Ensembleschutz) Qualifizierung des Wohnungsstandorts bzw. Wohnungsbestands und Aufwertung des Wohnumfelds Sicherung der sozialen Stabilität und des ■ Zusammenhalts im Quartier, insbeson- dere im Quartier der VOLKSWOHNUNG. Der Wohnraum soll für alle Bevölkerungs- gruppen bezahlbar bleiben. Bei der Sanie- rung- und Modernisierung des Gebäudebe- stands ist daher auf den Erhalt bezahlbaren Wohnraums zu achten. Energetische Sanierung vorhandener Bau- ■ substanz Aufwertung der vorhandenen quartiersbe- ■ zogenen Aufenthaltsorte, Orte der Ruhe und Erholung sowie Spielmöglichkeiten für (Klein-) Kinder, insbesondere im Quartier der VOLKSWOHNUNG Stärkung der Wohn- und Lebensqualität ■ durch Reduzierung von Lärm und Abgasen (u.a. Lärmschutzwände) Gestaltung und Verbindung hochwertiger öffentlicher Räume Stärkung und Ausbildung der Stadtteil- ■ bzw. Quartierseingangssituationen (u.a. Bahn hofsplatz mit Umsetzung des Wettbe- werbsergebnisses) Reduzierung von Barrieren, insbeson dere ■ Schaffung einer barrierefreien Zugänglich- keit über die Hauptwegeverbindungen (z.B. Unterführung am Bahnhof) Funktionale und gestalterische Aufwertung ■ von zentralen Straßenräumen (u.a. Alte Karlsruher Straße) Aufwertung wichtiger Fuß- und Radwege- ■ verbindungen und Vernetzung mit dem übergeordneten Fuß- und Radwegenetz Nachhaltige Weiterentwicklung des Quartiers Sicherung und Weiterentwicklung der Sied- ■ lungsstrukturen unter Erhalt des typischen Ortsbildcharakters Prüfung von möglichen Wohnpotenzialen ■ zur Stärkung bzw. Weiterentwicklung des Wohnungsstandorts Stärkung der Entwicklungsachse Durlacher ■ Allee durch Realisierung hochwertiger ge- werblicher Einheiten (Verwaltungszentra- le dm). Formulierung eines hochwertigen Endpunktes. Schaffung von Arbeitsplätzen. Stärkung der Quartiersmitte durch Ergän- ■ zung nahversorgungsrelevanten Einzelhan- dels. Ausbau der Nahversorgung. 14 Nachnutzung nicht mehr erforderlicher Ver- ■ kehrsinfrastruktur (Alte B10) zur Verbesse- rung der Parkraumsituation und Entlastung des Quartiers von hohem Parkdruck. Prü- fung der Entwicklung von Park&Ride. Stär- kung des Umweltverbunds ÖPNV (Bus und Bahn). Städtebauliche Ziele Gestaltung Quartiersmitte Aufwertung und Integration von Gemein- schaftseinrichtungen Ausbau Nahversorgung Arrondierung und Qualifizierung Wohn- standort (Gebäudesubstanz/Freiflächen) Sicherung prägender Quartierseigen- schaften Lärmschutzmaßnahmen Entwicklungspotenzial Verwaltung/Nahversor- gung Prüfung möglicher Wohnbaupotenziale Qualifizierung des Angebots an Treffpunkten, Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten Nachnutzung Verkehrsinfrastruktur zur Ergän- zung Parkraumkonzept Gestaltung hochwertiger öffentlicher Räume Gestaltung hochwertige Parkanlage Definition Raumkanten Stärkung zentraler Straßenräume Aufwertung wichtiger Fuß- und Radwege Wichtige Rad- und Wanderwege (Bestand) Stärkung und Ausbildung Stadtteil- bzw. Quartierseingang 15 Die vorhanden städtebaulichen, funktiona- len und strukturellen Missstände im Untersu- chungsgebiet „Untermühsiedlung“ verstärken sich gegenseitig und wirken sich negativ auf das Erscheinungsbild des Stadteingangs Dur- lach und des Wohnquartiers Untermühlsied- lung sowie die Wohn- und Lebensqualität der Bewohnerschaft aus. Die Stadt Karlsruhe hat den dringenden Handlungsbedarf erkannt und bereits mit ersten Maßnahmen darauf reagiert. So konnten beispielsweise im Rahmen der Untersuchung zur „Entwicklungsachse Durla- cher Allee“ erste Strategien und Konzepte für die Gestaltung des Bahnhofvorfelds entwickelt werden. Um einem ansprechenden Stadtein- gang mit attraktiven Standorten für Wohnen und Arbeiten zu gestalten, bedarf es weiterer dringender Stadterneuerungsmaßnahmen. Auswahl eines geeigneten Programms Das Landessanierungsprogramm bzw. das Programm Stadtumbau West stellen geeig- nete Programme dar, um die städtebaulichen Missstände im Untersuchungsgebiet zu behe- ben und den Stadtteil Durlach und die Unter- mühlsiedlung nachhaltig zu stärken. Anhand der in der Grobanalyse dargestellten städte- baulichen Ziele kann eine Übereinstimmung 5. Stellungnahme zur Förderfähigkeit 16 mit den Fördervoraussetzungen der aktuellen Programme der Städtebauförderung (Program- me der städtebaulichen Erneuerung 2014) nachgewiesen werden. Empfehlung zur Vorgehensweise Mit dem geplanten Neubau der dm-Hauptver- waltungszentrale werden sich die Anforderun- gen an die Untermühlsiedlung stark verändern. Um bei der im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchung integrierten Erarbeitung eines Stadtteilrahmenplans auf die veränderten Rah- menbedingungen reagieren zu können, soll- te das Ergebnis der derzeit laufenden Konzept- und Planungsphase zur dm-Hauptverwaltungs- zentrale abgewartet werden. Auch eine Teilung des Untersuchungsgebiets in einen Abgrenzungsbereich „Untermühlsied- lung“ nördlich der Gleisanlagen und in einen Abgrenzungsbereich „Bahnhofsumfeld“ ist, angesichts der differenzierten Anforderungen an diese Bereiche, sowie der zeitlichen Umset- zung der erforderlichen Maßnahmen, zu emp- fehlen. Förderfähige Kosten Bei der dargestellten Vorgehensweise belaufen sich die förderfähigen Kosten vorerst auf: Projektsteuerungskosten, u.a. Vorbereitung • der Sanierung Vorbereitende Untersuchung mit Stadtteil-• rahmenplan und differenzierter Bürgerbe- teiligung „Untermühlsiedlung“ und „Bahn- hofsumfeld“ Im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchung werden die erforderlichen Maßnahmen kon- kretisiert und anschließend die bei der Durch- führung der geplanten Sanierungsmaßnahmen „Untermühlsiedlung“ und „Bahnhofsumfeld“ voraussichtlich anfallenden Kosten zusammen- gestellt. Vorschlag zur Teilung des Untersuchungs- gebiets Abgrenzungsbereich „Untermühlsiedlung“ Abgrenzungsbereich „Bahnhofsumfeld“ 6. Anlagen Anlage 1: Abgrenzung Untersuchungsgebiet Anlage 2: Verbindungen und Trennungen Anlage 3: Städtebauliche Missstände Anlage 4: Städtebauliche Ziele Anlage 5: Teilung Untersuchungsgebiet 17 pesch partner architekten stadtplaner im Auftrag der Stadt Karlsruhe Anlage 1 Abgrenzung Untersuchungsgebiet0 200 400 600 800 1000m Maßstab (im Original) 1:2.500 Hans-Pfitzner-Straße Johann-Strauß-Straße Christofstraße Pfinztalstraße Bienleinstorstraße Anton-Bruckner-Straße Pfaffstraße Auer Straße Steinmetzstraße Gritznerstraße Pfinzstraße Seboldstraße Brüchlestraße Ernst-Friedrich-Straße Pforzheimer Straße Mittelstraße Schinnrainstraße Millöckerstraße Untermühlstraße Alte Karlsruher Straße Herzogstraße Kanzlerstraße Lenzenhubweg Pfaffstraße Blotterstraße Amalienbadstraße Zur Gießerei Pforzheimer Straße Kreisstraße 9659 Dornwaldstraße Lortzingstraße Bleichstraße Raiherwiesenstraße An der RaumFabrik Lederstraße Mastweidenweg Josef-Kraus-Straße Dornwaldstraße Hauptbahnstraße Karlsruher Allee Palmaienstraße Kelterstraße Vorgeschlagene Abgrenzung Untersuchungsgebiet Stadt Karlsruhe Stand November 2013Karlsruhe | UntermühlsiedlungGrobanalyse StraßenbahnlinieTopographieGewässerErgänzung des Untersuchungsgebiets Siedlungsfläche (Bestand) Gebäude (Bestand) Karlsruhe | UntermühlsiedlungGrobanalyse Hans-Pfitzner-Straße Johann-Strauß-Straße Christofstraße Pfinztalstraße Bienleinstorstraße Anton-Bruckner-Straße Pfaffstraße Auer Straße Steinmetzstraße Gritznerstraße Pfinzstraße Seboldstraße Brüchlestraße Ernst-Friedrich-Straße Pforzheimer Straße Mittelstraße Schinnrainstraße Millöckerstraße Untermühlstraße Alte Karlsruher Straße Herzogstraße Kanzlerstraße Lenzenhubweg Pfaffstraße Blotterstraße Amalienbadstraße Zur Gießerei Pforzheimer Straße Kreisstraße 9659 Dornwaldstraße Lortzingstraße Bleichstraße Raiherwiesenstraße An der RaumFabrik Lederstraße Mastweidenweg Josef-Kraus-Straße Dornwaldstraße Hauptbahnstraße Karlsruher Allee Palmaienstraße Kelterstraße 4 2 3 A5 Durlacher Allee B B Alte B10 1 Trennwirkung durch Straße Visuelle Trennung durch Dammlage Visuelle Trennung durch Lärmschutzwände Wichtige Rad- und Wanderwege (Bestand) Attraktive Wegeverbindung Wegeverbindung mit Aufwertungsbedarf Fehlende bzw. unzureichende barrierefreie Zugänglichkeit B 33 444 1 Die Gleiskörper der Deutschen Bahn und der Straßenbahn stellen eine erhebliche räumliche Barriere dar. Eine barrierefreie Zugänglichkeit des Zentrums Durlach aus Richtung Untermühlsiedlung ist heute nicht möglich. Die Fuß- und Radwegeverbindung zur Dornwaldsiedlung ist heute nicht ansprechend gestaltet. Attraktive Querung Querung mit gestalterischen und funktionalen Defiziten Trennwirkung durch Bahngleise 2 Die Dammlage der Durlacher Allee vertärkt die Trennwirkung zum Zentrum Durlach und zur Dornwaldsiedlung. StraßenbahnlinieTopographieGewässerAbgrenzung Untersuchungsgebiet Siedlungsfläche (Bestand) Gebäude (Bestand) LandschaftsraumPark- und Grünanlage pesch partner architekten stadtplaner im Auftrag der Stadt Karlsruhe Anlage 2 Verbindungen und Trennungen0 200 400 600 800 1000m Maßstab (im Original) 1:2.500 Stand November 2013 VK B PK B PK PK 1 3 4 2 A5 Durlacher Allee Alte B10 PK PK Hans-Pfitzner-Straße Johann-Strauß-Straße Christofstraße Pfinztalstraße Bienleinstorstraße Anton-Bruckner-Straße Pfaffstraße Auer Straße Steinmetzstraße Gritznerstraße Pfinzstraße Seboldstraße Brüchlestraße Ernst-Friedrich-Straße Pforzheimer Straße Mittelstraße Schinnrainstraße Millöckerstraße Untermühlstraße Alte Karlsruher Straße Herzogstraße Kanzlerstraße Lenzenhubweg Pfaffstraße Blotterstraße Amalienbadstraße Zur Gießerei Pforzheimer Straße Kreisstraße 9659 Dornwaldstraße Lortzingstraße Bleichstraße Raiherwiesenstraße An der RaumFabrik Lederstraße Mastweidenweg Josef-Kraus-Straße Dornwaldstraße Hauptbahnstraße Karlsruher Allee Palmaienstraße Kelterstraße 2 33 444 Auch die Eingangssituation zur Untermühlsiedlung an der Alten Karlsruher Straße bietet keinen ansprechenden Quartierseingang. In der Volkswohnsiedlung finden sich heute, in Teilbereichen, stark defizitäre Gebäudesubstanzen. Die Treffpunkte und Spielmöglichkeiten im Quartier der VOLKSWOHNUNG verfügen heute über wenig Aufenthaltsqualität. Öffentlicher Raum mit Gestaltungsdefiziten Fehlende Quartiersmitte StraßenbahnlinieTopographieGewässerAbgrenzung Untersuchungsgebiet Siedlungsfläche (Bestand) Gebäude (Bestand) LandschaftsraumPark- und Grünanlage PK VK Hoher Parkdruck Verkehrskonflikt (Verkehrsbelastung) Prägende Raumkanten Bereich mit Sanierungs- und Modernisierungsbedarf Grünfläche mit Gestaltungsdefiziten Überdimensionierter Straßenraum (Alte B10) Defizitäre Gestaltung halböffentlicher Aufenthalts- und Spiel- möglichkeiten Fehlende Integration der öffentlichen Spielflächen Raumkanten mit Defiziten/Fehlende Raumkanten Arrondierung Wohnen Lärmbelastung Wohnsiedlung Karlsruhe | UntermühlsiedlungGrobanalyse 11 Der Bahnhof und sein näheres Umfeld sind heute unzureichend gestaltet und entsprechen nicht der Bedeutung eines Stadtteileingangs. Fehlende bzw. unzureichende barrierefreie Zugänglichkeit Querung mit gestalterischen und funktionalen Defiziten Wegeverbindung mit Aufwertungsbedarf B Stadtteil- bzw. Quartierseingang mit Gestaltungsdefiziten Mangelnde Integration von Gemeinschaftseinrichtungen (Defizitäre Bausubstanz bzw. Gestaltung Umfeld) pesch partner architekten stadtplaner im Auftrag der Stadt Karlsruhe Anlage 3 Städtebauliche Missstände 0 200 400 600 800 1000m Maßstab (im Original) 1:2.500 Stand November 2013 Gestaltung hochwertige Parkanlage Hans-Pfitzner-Straße Johann-Strauß-Straße Christofstraße Pfinztalstraße Bienleinstorstraße Anton-Bruckner-Straße Pfaffstraße Auer Straße Steinmetzstraße Gritznerstraße Pfinzstraße Seboldstraße Brüchlestraße Ernst-Friedrich-Straße Pforzheimer Straße Mittelstraße Schinnrainstraße Millöckerstraße Untermühlstraße Alte Karlsruher Straße Herzogstraße Kanzlerstraße Lenzenhubweg Pfaffstraße Blotterstraße Amalienbadstraße Zur Gießerei Pforzheimer Straße Kreisstraße 9659 Dornwaldstraße Lortzingstraße Bleichstraße Raiherwiesenstraße An der RaumFabrik Lederstraße Mastweidenweg Josef-Kraus-Straße Dornwaldstraße Hauptbahnstraße Karlsruher Allee Palmaienstraße Kelterstraße A5 Durlacher Allee Alte B10 W W V /N V/ N Gestaltung hochwertiger öffentlicher Räume Aufwertung wichtiger Fuß- und Radwege StraßenbahnlinieTopographieGewässerAbgrenzung Untersuchungsgebiet Siedlungsfläche (Bestand) Gebäude (Bestand) LandschaftsraumPark- und Grünanlage Definition Raumkanten Ausbau Nahversorgung Stärkung zentraler Straßenräume Entwicklungspotenzial Verwaltung/Nahversorgung Karlsruhe | UntermühlsiedlungGrobanalyse Prüfung möglicher Wohnbaupotenziale Nachnutzung Verkehrsinfrastruktur zur Ergänzung Parkraumkonzept Wichtige Rad- und Wanderw ege (Bestand) V/NV/N WW Gestaltung Quartiersmitte Stärkung und Ausbildung Stadtteil- bzw. Quartierseingang Qualifizierung des Angebots an Treffpunkten, Spiel- und Aufenthalts- möglichkeitenSicherung prägender Quartierseigenschaften Arrondierung und Qualifizierung Wohnstandort (Gebäudesubstanz | Freiflächen) Lärmschutzmaßnahmen Aufwertung und Integration von Gemeinschaftsseinrichtungen pesch partner architekten stadtplaner im Auftrag der Stadt Karlsruhe Anlage 4 Städtebauliche Ziele 0 200 400 600 800 1000m Maßstab (im Original) 1:2.500 Stand November 2013 pesch partner architekten stadtplaner im Auftrag der Stadt Karlsruhe Anlage 5 Teilung Untersuchungsgebiet0 200 400 600 800 1000m Maßstab (im Original) 1:2.500 Hans-Pfitzner-Straße Johann-Strauß-Straße Christofstraße Pfinztalstraße Bienleinstorstraße Anton-Bruckner-Straße Pfaffstraße Auer Straße Steinmetzstraße Gritznerstraße Pfinzstraße Seboldstraße Brüchlestraße Ernst-Friedrich-Straße Pforzheimer Straße Mittelstraße Schinnrainstraße Millöckerstraße Untermühlstraße Alte Karlsruher Straße Herzogstraße Kanzlerstraße Lenzenhubweg Pfaffstraße Blotterstraße Amalienbadstraße Zur Gießerei Pforzheimer Straße Kreisstraße 9659 Dornwaldstraße Lortzingstraße Bleichstraße Raiherwiesenstraße An der RaumFabrik Lederstraße Mastweidenweg Josef-Kraus-Straße Dornwaldstraße Hauptbahnstraße Karlsruher Allee Palmaienstraße Kelterstraße e aß Abgrenzungsbereich "Untermühlsiedlung" Stand November 2013Karlsruhe | UntermühlsiedlungGrobanalyse StraßenbahnlinieTopographieGewässerAbgrenzungsbereich "Bahnhofsumfeld" Siedlungsfläche (Bestand) Gebäude (Bestand) Fotos pp a|s pesch partner architekten stadtplaner Mit Ausnahme von: Stadt Karlsruhe: Seite 4• Pläne und Abbildungen pp a|s pesch partner architekten stadtplaner Mit Ausnahme von: Stadt Karlsruhe: Seite 6 und 7• Abbildungsverzeichnis IMPRESSUMKarlsruhe – UntermühlsiedlungGrobanalyse – Zusammenfassung der Ergebnisseim Auftrag der Stadt KarlsruheHeike Dederer (Bereichsleiterin: Generalplanung und Stadtsanierung)Andreas Lehn (Stadtplanungsamt)Stadtplanungsamt Karlsruhe | Technisches RathausLammstraße 7 | 76124 KarlsruheTelefon: 0721 133-6101 | Fax: 0721 133-6109stpla@karlsruhe.de | www.karlsruhe.deBearbeitungpp a | spesch partner architekten stadtplaner BDA | SRLProf. Dr. Franz PeschDipl.-Ing. Gudrun NeubauerDipl.-Ing. Philip SchmalFirnhaberstraße 5 | 70174 StuttgartTelefon: 0711 2200763-10 | Fax: 0711 2200763-90pps@pesch-partner.de | www.pesch-partner.deKarlsruhe/Stuttgart, April 2014 Grobanalyse – Zusammenfassung der ErgebnisseStand April 2014KARLSRUHE UNTERMÜHLSIEDLUNG Stadt KarlsruheStadtplanungsamt

  • Protokoll TOP 11
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 62. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 1. Juli 2014, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 12. Punkt 11 der Tagesordnung: Aufnahme von „Vorbereitenden Untersuchungen“ im Sanierungsvorranggebiet „Grünwettersbach“ Vorlage: 2014/0644 Beschluss: Der Gemeinderat beschließt die Aufnahme der Vorbereitenden Untersuchungen (VU) nach § 141 BauGB für Grünwettersbach und beantragt die Aufnahme in ein Städtebau- förderprogramm im Herbst 2014 für 2015. Abstimmungsergebnis: einstimmig zugestimmt Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 11 zur Behandlung auf: - Dem stimmen Sie auch alle zu. Zur Beurkundung: Der Schriftführer: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 28. Oktober 2014