Sichtbarmachung der Fundamentreste der Konkordienkirche

Vorlage: 2014/0626
Art: Antrag
Datum: 20.05.2014
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 01.07.2014

    TOP: 26

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mit Stellungnahme einverstanden

Zusätzliche Dateien

  • Gemeinsamer Antrag-Konkordienkirche
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister GEMEINSAMER ANTRAG Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadtrat Dr. Albert Käuflein (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadttrat Johannes Honné (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Yvette Melchien (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion Stadtrat Lüppo Cramer (KAL) Stadträtin Margot Döring (KAL) KAL-Gemeinderatsfraktion Stadtrat Thomas H. Hock (FDP) Stadtrat Karl-Heinz Jooß (FDP) FDP-Gemeinderatsfraktion Stadtrat Friedemann Kalmbach (GfK) Stadtrat Eduardo Mossuto (GfK) vom 14.05.2014 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 62. Plenarsitzung Gemeinderat 01.07.2014 2014/0626 26 öffentlich Sichtbarmachung der Fundamentreste der Konkordienkirche 1. Die Stadtverwaltung prüft in enger Abstimmung und im Einvernehmen mit den Erstellern des Siegerentwurfs für die Neugestaltung von Kaiserstraße, Markt- platz und Karl-Friedrich-Straße, dem Büro Mettler Landschaftsarchitektur Ber- lin, die Möglichkeiten einer Sichtbarmachung der am Marktplatz gefundenen Reste der Konkordienkirche durch Glasflächen o. Ä. im Boden. 2. Die Stadtverwaltung prüft, ob im Bodenbelag der Grundriss der Kirche zur Er- gänzung und Erläuterung der Funde oberirdisch sichtbar gemacht werden kann. 3. Die Stadtverwaltung prüft in Zusammenarbeit mit der KASIG, ob eine unterir- dische Präsentation im Kontext der Haltestelle möglich ist. 4. Über das Ergebnis dieser Prüfungen berichtet sie im Planungsausschuss bzw. im Gemeinderat. Begründung/Sachverhalt Im Zuge der Baumaßnahmen zur Kombilösung wurden Fundamentreste der lu- therischen Konkordienkirche, die einst auf dem Marktplatz stand und die Gruft des Stadtgründers enthielt, entdeckt. Diese archäologischen Funde sind ein Zeugnis der Stadtgeschichte von Karlsruhe. Ziel des Antrags ist es, diese Funde Seite 2 __________________________________________________________________________________________ und den Kirchengrundriss sichtbar und erlebbar zu machen. Die Umsetzung der Sichtbarmachung soll in enger Abstimmung und im Einver- nehmen mit den Erstellern des Siegerentwurfs für die Neugestaltung von Kaiserstraße, Marktplatz und Karl-Friedrich-Straße, dem Büro Mettler Land- schaftsarchitektur Berlin, geschehen. Die ev. Gemeinde an der Stadtkirche (Nachfolgerkirche) sollte als Mitinitiatorin angemessen in den Planungsprozess eingebunden werden. unterzeichnet von: Gabriele Luczak-Schwarz Dr. Albert Käuflein Bettina Lisbach Johannes Honné Doris Baitinger Yvette Melchien Lüppo Cramer Margot Döring Thomas H. Hock Karl-Heinz Jooß Friedemann Kalmbach Eduardo Mossuto Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 20. Juni 2014

  • Stellungnahme TOP 26
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum gemein- samen Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion GRÜNE-Gemeinderatsfraktion SPD-Gemeinderatsfraktion KAL-Gemeinderatsfraktion FDP-Gemeinderatsfraktion Stadtrat Friedemann Kalmbach (GfK) Stadtrat Eduardo Mossuto (GfK) vom: 14.05.2014 eingegangen: 21.05.2014 Gremium: 62. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 01.07.2014 2014/0626 26 öffentlich Dez. 6 Sichtbarmachung der Fundamentreste der Konkordienkirche - Kurzfassung - Der Gemeinderat wird um Kenntnisnahme und Zustimmung gebeten, dass die Verwal- tung über die Möglichkeiten der Präsentation vorhandener Reste im Planungsausschuss berichtet. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Kontierungsobjekt: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Im Zuge der Eröffnung der Baustelle auf dem Marktplatz wurden von verschiedenen Interessengruppen jeweils Vorschläge zur Neugestaltung gemacht. Es wurde angeregt, die Rosetten aus der vorangegangenen ersten Phase als Fußgängerzone neu zu bauen. Dann wurde vorgeschlagen, Teilbereiche für künstlerische Gestaltungen vorzusehen. Der vorliegende Antrag bringt nun die Idee ins Spiel, den Grundriss der Konkordienkir- che an der Oberfläche darzustellen. Allen diesen Vorschlägen ist gemein, dass sie ein Teilthema städtischen Lebens zur dau- erhaft baulich realisierten, zentralen Aussage der Marktplatzfläche machen wollen. Dies mag aus der Sicht der jeweiligen Befürworter richtig sein. Es schließt aber entweder die anderen Interessengruppen aus oder führt bei einer Realisierung aller 3 Vorschläge zu einer Zerstückelung der Fläche, die Konfusion ausdrückt. Jede dieser Maßnahmen würde in direkter Konkurrenz zu dem aus dem Wettbewerb hervorgegangenen Siegerentwurf für die Neugestaltung des Marktplatzes stehen. Die- ser sieht eine durchgängig gestaltete symmetrische Platzanlage mit dem „Mosaikband“ als ordnendes und dekoratives Element vor. Weitere gestalterische Elemente sind bisher nicht Gegenstand des Entwurfes. Sie würden die klare und elegante Wirkung stören. 1. Die Stadtverwaltung prüft in enger Abstimmung und im Einvernehmen mit den Erstellern des Siegerentwurfs für die Neugestaltung von Kaiser- straße, Marktplatz und Karl-Friedrich-Straße, dem Büro Mettler Land- schaftsarchitektur Berlin, die Möglichkeiten einer Sichtbarmachung der am Marktplatz gefundenen Reste der Konkordienkirche durch Glasflächen o. Ä. im Boden. Die südlichen Fundamente wurden vor ihrem Rückbau durch die Denkmalschutzbe- hörden dokumentiert. Auf der westlichen und nördlichen Seite waren keine mehr vorhanden. Die Fundamente im östlichen Bereich existieren noch und liegen in einer Tiefe von ca. einem Meter. Sie sollen nach Abschluss der Bauarbeiten in ca. zwei Jahren nochmals näher untersucht werden. Es ist zu erwarten, dass sie asymmetrisch zur Pyramide liegen und somit in erheblichem Widerspruch zur klassizistischen Ge- staltungsidee des Marktplatzes und seiner umgebenden Bebauung stehen. Dennoch wird die Verwaltung prüfen, ob die vorhandenen Reste freigelegt, sichtbar und ggf. hinterleuchtet werden können. Im Planungsausschuss wird darüber berichtet. 2. Die Stadtverwaltung prüft, ob im Bodenbelag der Grundriss der Kirche zur Ergänzung und Erläuterung der Funde oberirdisch sichtbar gemacht wer- den kann. Der Grundriss der Kirche kann im Bodenbelag sichtbar gemacht werden. Das soll abschließend im Rahmen der Gestaltung des Marktplatzes entschieden werden. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 3. Die Stadtverwaltung prüft in Zusammenarbeit mit der KASIG, ob eine un- terirdische Präsentation im Kontext der Haltestelle möglich ist. 4. Über das Ergebnis dieser Prüfungen berichtet sie im Planungsausschuss bzw. im Gemeinderat. Eine Präsentation der archäologischen Zeugnisse ist ggf. im Bereich des Eventrau- mes über Gleis 3 denkbar. Die Verwaltung wird in Zusammenarbeit mit der KASIG prüfen, in welcher Weise dies geschehen kann, und dem Planungsausschuss be- richten.

  • Protokoll TOP 26
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    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 62. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 1. Juli 2014, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 28. Punkt 26 der Tagesordnung: Sichtbarmachung der Fundamentreste der Kon- kordienkirche Gemeinsamer Antrag der Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz und des Stadtrats Dr. Albert Käuflein (CDU) sowie der CDU-Gemeinderatsfraktion, der Stadträtin Bettina Lisbach und des Stadtrats Johannes Honné (GRÜNE) sowie der GRÜNE- Gemeinderatsfraktion, der Stadträtinnen Doris Baitinger und Yvette Melchien (SPD) sowie der SPD-Gemeinderatsfraktion, des Stadtrats Lüppo Cramer und der Stadträtin Margot Döring (KAL) sowie der KAL-Gemeinderatsfraktion, der Stadträte Thomas H. Hock und Karl-Heinz Jooß (FDP) sowie der FDP- Gemeinderatsfraktion und der Stadträte Friedemann Kalmbach und Eduardo Mossuto (GfK) vom 14. Mai 2014 Vorlage: 2014/0626 Beschluss: Zustimmende Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 26 zur Behandlung auf und verweist auf die vorliegende Stellungnahme der Verwaltung. Stadtrat Dr. Käuflein (CDU): Die Fundamentreste der Konkordienkirche auf dem Marktplatz, die man im Zuge der Baustelle Kombilösung gefunden hat, stellen nicht weniger als eine kleine archäologische Sensation dar. Mit unserem Antrag - es sind vie- le, die gemeinsam diesen Antrag gestellt haben - greifen wir eine Initiative der Evang. Kirche in Karlsruhe auf, die auf uns zugekommen ist. Es geht, in einem Satz gesagt, darum, diese historischen Funde und damit ein Stück Geschichte unserer Stadt sichtbar und erlebbar zu machen. Wichtig ist uns, das will ich auch auf dem Hintergrund der Stellungnahme der Verwaltung hier noch einmal beto- nen, dass die Maßnahmen, die möglicherweise ergriffen werden, im Einklang stehen mit dem Siegerentwurf für die Neugestaltung von Marktplatz, Karl-Friedrich-Straße und - 2 - Kaiserstraße. Wir wollen diesen Entwurf nicht zerstören oder ändern, sondern es soll im Einklang sein. Deswegen haben wir auch geschrieben, dass ein Einvernehmen mit dem Planverfasser hergestellt wird. Wir sind schon der Auffassung, dass ein Glasfeld auf dem Marktplatz, durch das man eventuell Fundamentreste sehen kann, oder eine sehr de- zente farbliche Einbringung des Grundrisses in den Bodenbelag durchaus mit dem Sie- gerentwurf für die Neugestaltung vereinbar sind; erst recht eine unterirdische Präsenta- tion in der neuen Haltestelle der Kombilösung. Diese drei Maßnahmen wenden sich nicht gegen die Neugestaltung, sondern sind durchaus kompatibel. Wir freuen uns, dass die Stadtverwaltung unserem Antrag - wenn ich ihn richtig verstehe - in allen Punkten entspricht. Danke dafür. Wir freuen uns auf die Darlegungen im Planungsausschuss. (Beifall bei der CDU) Stadtrat Honné (GRÜNE): Die Konkordienkirche ist ein wesentlicher Punkt der Karls- ruher Geschichte. Wenn wir schon Reste davon haben, sollten die auch irgendwie er- lebbar sein. Über die genaue Umsetzung muss man noch sprechen. Wir fänden es gut, wenn es in der Oberfläche sichtbar wäre, wie schon gesagt wurde, möglichst dezent, damit der Marktplatz nicht gestört wird, aber man trotzdem die frühere Kirche erahnen kann. Wir könnten uns auch vorstellen, dass in einem Eventraum die Reste davon aus- gestellt oder auch in der Wand eingebaut werden. Ich möchte nur daran erinnern: Es gab Diskussionen darüber, wo das Stadtmodell letzt- endlich untergebracht wird. Wir waren uns nicht mehr ganz sicher, ob das jetzt eigent- lich entschieden ist. Da war auch der Eventraum ein Ort, wo das eventuell hinkommen könnte. Der Planungsausschuss ist sicherlich das richtige Gremium, um dann im Einzel- nen darüber zu sprechen, was jetzt sinnvoll ist und was noch mit der Gesamtgestaltung des Marktplatzes in Einklang gebracht werden kann. (Beifall bei den Grünen) Stadträtin Melchien (SPD): Hier herrscht große Einigkeit, auch wenn wir noch keine Lösung haben. Wir erachten es als wichtig, dass von hier aus heute das Signal an den Planungsausschuss ergeht, dass er den Auftrag erhält, zu versuchen eine Lösung zu er- arbeiten. Natürlich im Einvernehmen mit dem Siegerentwurf - das wurde bereits er- wähnt -, aber auch mit der notwendigen Flexibilität und Kreativität, die so ein Prozess dann sicher braucht. In Abgrenzung zu den hier bereits diskutierten oder erörterten Änderungsvorschlägen möchten wir noch zu bedenken geben, dass dieser Vorschlag nicht nur Symbolcharak- ter hat, sondern es sich tatsächlich um ein historisches Erbe unserer recht jungen Ge- schichte handelt. Insgesamt war es tatsächlich überraschend, dass überhaupt noch Res- te vorhanden sind. Hier besteht jetzt wirklich die Chance, diesen Teil der Geschichte unserer Stadt sichtbar zu machen, somit auch ein Erleben möglich zu machen und dafür Sorge zu tragen, dass dieses historische Erbe nicht wieder verschütt geht. - 3 - Zu guter Letzt ist es aber auch Wunsch einer wirklich überwältigenden Mehrheit hier im Hause. Ich hoffe, dass wir eine Lösung finden. (Beifall bei der SPD) Stadtrat Jooß (FDP): Zu den einführenden Erläuterungen der Stadtverwaltung ist zu sagen, dass die bisherigen Vorschläge zur Marktplatzgestaltung qualitativ nicht ver- gleichbar sind mit dem Inhalt des vorliegenden interfraktionellen Antrags, die Erinne- rung an die Konkordienkirche als frühes Zeugnis der Stadtgründung an ihrem ursprüng- lichen Standort auf dem Marktplatz unseren Bürgern wieder erlebbar zu machen. Ande- re Interessengruppen können sich nicht benachteiligt fühlen, weil es sich hier bei dem Antrag um ein stadtgeschichtlich bedeutsames Faktum an zentraler Stelle handelt, wel- ches von allgemeinem kulturellen Interesse ist. Hier soll kein Teilthema städtischen Le- bens baulich realisiert und zur zentralen Aussage der Marktplatzfläche werden, sondern ein bisher weitgehend vergessenes wichtiges Dokument der frühen Stadt- und Kirchen- geschichte im Kontext zu Schloss und Kleiner Kirche mit einfachen Mitteln, wie z. B. Jahresringe der Geschichte wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Die historische und die neugeplante Platzgestaltung würde bei qualitätsvoller Umset- zung des Antrags nicht beeinträchtigt und zerstückelt, sondern bereichert werden, das umlaufende Mosaikbank korrespondiert und die Pyramide würde eingefasst werden. Diese Maßnahme würde nicht in Konkurrenz zum Siegerentwurf des Wettbewerbs ste- hen, sondern ihn aufgrund neuer Erkenntnisse im Rahmen des Planungsprozesses durch die Architektin inhaltlich ergänzen, ohne die klare und elegante Gesamtwirkung zu stö- ren, welche übrigens nur aus der Vogelperspektive erlebbar ist. Bei einem bei der Wettbewerbsausschreibung vergessenen Thema muss die Weiterpla- nung korrigierbar sein, so lange nicht gebaut ist, und nun die einmalige Gelegenheit besteht, die weit verbreitete Wissenslücke um die ehemalige Konkordienkirche bei un- seren Zeitgenossen zu schließen und das Mosaik stadtgeschichtlichen Zeugnis in Karls- ruhe zu vervollkommnen. Wir sind mit der Stellungnahme der Stadt zu den Punkten 1 - 4 sehr zufrieden und ge- spannt, was uns in den zukünftigen Planungsausschüssen präsentiert wird. (Beifall bei der FDP) Stadträtin Döring (KAL): Schon bei den Vorgesprächen gab es eine große Einigkeit unter den Antragstellerinnen und Antragstellern. Hier geht es um die Sichtbarmachung eines der wenigen historischen Bauwerke, die die Stadt Karlsruhe hat. Wir freuen uns deshalb, dass auch in der Antwort der Verwaltung deutlich gemacht wird, dass es mög- lich ist, dass die Kleeblattform dieser Kirche - ich persönlich habe so eine Form woan- ders noch nicht so gesehen, sie ist zumindest für Karlsruhe einzigartig - im Bodenbelag sichtbar gemacht werden kann. In welcher Form, ob das jetzt farblich abgesetzt oder eine Fuge im Stein ist, das wird in den Fachgremien diskutiert und uns dann hier im Gemeinderat wieder vorgestellt werden. Ich bin ganz sicher, dass eine Form gefunden wird, die zum einen die Gestaltung des Platzes, diese großzügige Fläche, die dort ent- stehen soll, mit einbindet, d. h., nicht zerstört, sondern als dazugehörend empfunden - 4 - werden kann und auf der anderen Seite auch klar ist: hier ist etwas, das muss man sich anschauen. Es lohnt sich, da einmal drüber zu gehen. Da ist etwas Historisches, das wir so vorher noch nicht hatten. (Beifall bei der KAL) Der Vorsitzende: Lassen Sie uns so verfahren. Aber einige Dinge würde ich doch gerne dazu sagen, damit wir keine Aufträge ausführen, die nicht ausführbar sind. Das historische Erbe ist, dass diese Kirche verschwinden sollte. Deswegen hat man sie auch im Grunde bis auf die Erde abgetragen, weil man mit der Weinbrennerschen Ge- staltung diese Kirche nicht brauchte, auch keine Erinnerung an diese Kirche. Wenn wir jetzt heute sagen: Wir wollen das historische Erbe an dieser Stelle wieder wahrnehmen, wofür ich auch sehr bin, hat es etwas damit zu tun, dass wir eine veränderte Einstellung zu dieser Thematik haben. Es muss uns aber bewusst sein, dass wir damit von dem ab- weichen, was Weinbrenner sich an dieser Stelle vorgestellt hat. Das Zweite: Wenn man die Klarheit des Siegerentwurfes des Marktplatzes umsetzen will und gleichzeitig einen wahrnehmbaren, vergleichsweise asymmetrisch daliegenden Kir- chenumriss integrieren will, dann ist das natürlich nur mit einem gewissen Kompromiss möglich. Auf den sollten wir uns dann auch einlassen. Insofern nehme ich im Rahmen eines Kompromisses diesen Auftrag gerne an, kann aber nicht versprechen, dass man den Siegerentwurf 1 : 1 umsetzt und trotzdem noch die Umrisse der Konkordienkirche jederzeit erkennt. Das schaffen wir so nicht. Aber wir werden uns Mühe geben. Ich freue mich, dass es ein so übereinstimmendes Votum gibt, denn ich denke, das tut dieser Sache gut. Das erhöht am Ende auch die Identifizie- rung der Bürgerinnen und Bürger mit diesem neugestalteten Marktplatz. Das ist auch zum Abschluss der Baumaßnahme insgesamt eine ganz wichtige Sache. Herzlichen Dank für diese breite Unterstützung; aber auch dafür, dass unser Riecher, als die Mauerreste aufgetaucht sind - wir versuchen, diese erst einmal zu sichern und dann können wir immer noch darüber reden, was wir damit machen - Ihre Zustimmung fin- det. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 25. August 2014