Erweiterte Öffnungszeiten der zentralen Stadtbibliotheken

Vorlage: 2014/0547
Art: Anfrage
Datum: 11.04.2014
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.05.2014

    TOP: 41

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Stellungnahme TOP 41
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Dr. Ute Leidig (GRÜNE) Stadträtin Dr. Dorothea Polle-Holl (GRÜNE) vom: 08.04.2014 eingegangen: 08.04.2014 Gremium: 61. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwort- lich: 20.05.2014 2014/0547 41 öffentlich Dez. 2 Erweiterte Öffnungszeiten der zentralen Stadtbibliotheken 1. Wie beurteilt die Verwaltung das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an er- weiterten Öffnungszeiten der innerstädtischen Stadtbibliotheken (Stadtbiblio- thek im Ständehaus, Kinder- und Jugendbibliothek im Prinz-Max-Palais) an Samstagen? Die Zentralbibliothek im Neuen Ständehaus und die Kinder- und Jugendbibliothek im Prinz- Max-Palais sind an Samstagen sehr gut besucht. An Samstagen werden mehr Besuchende pro Öffnungsstunde gezählt als an den anderen Öffnungstagen. Die Nachfrage seitens der Bürgerinnen und Bürger nach längeren Öffnungszeiten an Samsta- gen besteht. 2. Welche Öffnungszeiten würden sich auf Grundlage der Erfahrungen der Badi- schen Landesbibliothek empfehlen? Auch in der Badischen Landesbibliothek (BLB) war die Nachfrage nach längeren Öffnungszei- ten an Samstagen vorhanden. Die BLB wird samstags bis 18:00 Uhr gut genutzt. Als wissenschaftliche Bibliothek hat die BLB allerdings zum Teil noch andere Funktionen als öffentliche Bibliotheken. Ein großer Benutzerkreis in den Wissenschaftlichen Bibliotheken sind Studierende, die täglich, auch samstags, ihren Lern- und Arbeitsort Bibliothek nutzen. In öf- fentlichen Bibliotheken finden sich samstags neben Schülerinnen und Schülern und Stu- dentinnen und Studenten auch zahlreiche andere Nutzergruppen ein, zum Beispiel Eltern mit Kindern, Berufstätige und Besuchende, die die Bibliothek an den anderen Werktagen nicht nutzen können. Neben der unterschiedlichen Aufgabenstellung ist ein Vergleich mit der BLB auch aufgrund des Personalstandes und -einsatzes schwierig. Während die Badische Landesbibliothek den Bibliotheksbetrieb mit mehr als 85 Personalstel- len und ca. 13 studentischen Hilfskräften aufrechterhält, muss die Stadtbibliothek Karlsruhe ihre 9 Einrichtungen mit ca. 54 Stellen betreiben. Seite 2 Wenn auch die beiden innerstädtischen Zentralen montags geschlossen sind, müssen an die- sem Tag doch zahlreiche Arbeitsvorgänge durchgeführt werden (ca. 50 Prozent der Arbeits- stunden werden außerhalb der Öffnungszeiten getätigt). Zudem ist montags dort weniger Personal im Einsatz, da zahlreiche Teilzeitbeschäftigte weni- ger als fünf Tage in der Woche arbeiten. Aufgrund dieser Tatsachen bietet sich zum Vergleich eher ein Blick auf andere Stadtbibliothe- ken an. Andere Großstadtbibliotheken in Baden-Württemberg schließen samstags größten- teils zwischen 14:00 und 17:00 Uhr. Der Durchschnitt liegt bei 9 Stadtbibliotheken bei 15:00 Uhr. Eine Ausnahme bildet hier die Stadtbibliothek Stuttgart, die samstags bis 21:00 Uhr ge- öffnet hat. Eine Samstagsöffnung bis 15:00 oder 16:00 Uhr wäre angebracht. Eine Verschiebung der Öffnungszeiten nach hinten (z. B. 11:00 bis 15:00 Uhr) empfiehlt sich nicht, da bereits um 10:00 Uhr zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in die Bibliothek kommen, zum Beispiel um die aktuellen Tageszeitungen zu nutzen oder um auszuleihen. 3. Wie ist die Bereitschaft der Beschäftigten in den innerstädtischen Stadtbiblio- theken einzuschätzen, an Samstagen nachmittags zu arbeiten? Die Beschäftigten der innerstädtischen Stadtbibliotheken erkennen die Notwendigkeit, die beiden Bibliotheken samstags geöffnet zu haben. Die derzeitigen Dienstpläne der beiden Bib- liotheken, die von den Beschäftigten einen Arbeitseinsatz durchschnittlich jeden 4. Samstag bis ca. 14:20 erfordern, werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern akzeptiert. Häufigere Samstagsdienste und eine noch höhere Belastung durch mehr Arbeitsstunden an Samstagen stoßen auf Ablehnung. Freiwillige Mehrarbeit an Samstagen findet keine Zustim- mung. 4. Welche zusätzlichen Personalaufwendungen – für Fachpersonal wie auch z. B. für studentische Hilfskräfte – würden durch erweiterte Öffnungszeiten am Samstag in den innerstädtischen Stadtbibliotheken entstehen? Derzeit arbeiten in der Zentralbibliothek im Neuen Ständehaus samstags mindestes drei Mit- arbeiterinnen des Kundenservice und zwei Beschäftigte des bibliothekarischen Dienstes (sowie der Hausmeister). Seite 3 In der Kinder- und Jugendbibliothek sind samstags zwei Mitarbeiterinnen des Kundenservice und eine bibliothekarische Fachkraft anwesend. Die Vorbereitungsarbeiten vor der Öffnung sowie der Kundenservice während der Öffnungs- zeiten werden von den Anwesenden gemeinsam durchgeführt (von ca. 8:30 Uhr bis 14:30 Uhr). Eine Erweiterung der Öffnungszeiten bis ca. 16:00 Uhr würde den Einsatz einer zweiten Schicht von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der gleichen Personalstärke erforderlich ma- chen. Das heißt, dass an allen Samstagen für die beiden Bibliotheken zusammen zusätzlich drei Bibliothekarinnen und fünf Fachangestellte erforderlich wären. Für den Einsatz der erforderlichen zusätzlichen Fachkräfte nur an den Samstagen (Öffnungs- zeiten: 10:00 - 16:00 Uhr) kämen auf die Stadt zusätzliche Personalkosten von ca. 50.000 Euro zu. Ein Einsatz von studentischen Hilfskräften ist nicht möglich, da die komplexen Arbeitsvorgän- ge nur von Fachkräften durchgeführt werden können (bibliothekarische Beratung, Kundenbe- treuung wie Neuanmeldung, Kassieren von Gebühren usw.). Hilfstätigkeiten wie in großen wissenschaftlichen Bibliotheken, z. B. Aufsicht in den Lesesälen, entfallen.

  • GRÜNE-Öffnungszeiten Stadtbibliotheken
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Dr. Ute Leidig (GRÜNE) Stadträtin Dr. Dorothea Polle-Holl (GRÜNE) vom 08.04.2014 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 61. Plenarsitzung Gemeinderat 20.05.2014 2014/0547 41 öffentlich Erweiterte Öffnungszeiten der zentralen Stadtbibliotheken 1. Wie beurteilt die Verwaltung das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an erweiterten Öffnungszeiten der innerstädtischen Stadtbibliotheken (Stadtbibliothek im Ständehaus, Kinder- und Jugendbibliothek im Prinz-Max- Palais) an Samstagen? 2. Welche Öffnungszeiten würden sich auf Grundlage der Erfahrungen der Badischen Landesbibliothek empfehlen? 3. Wie ist die Bereitschaft der Beschäftigten in den innerstädtischen Stadtbibliotheken einzuschätzen, an Samstagen nachmittags zu arbeiten? 4. Welche zusätzlichen Personalaufwendungen – für Fachpersonal wie auch z. B. für studentische Hilfskräfte – würden durch erweiterte Öffnungszeiten am Samstag in den innerstädtischen Stadtbibliotheken entstehen? In den letzten Jahren haben sich die Öffnungszeiten des Einzelhandels deutlich erweitert. Dies hat dazu geführt, dass die Bürgerinnen und Bürger die Innenstadt am Samstag vermehrt erst mittags oder am Nachmittag aufsuchen. Gerne werden dabei Einkaufen und der Besuch von Bibliotheken miteinander verbunden. Dem steht entgegen, dass die Stadtbibliotheken in der Innenstadt an Samstagen bereits um 14 Uhr schließen. Die Badische Landesbibliothek ist seit geraumer Zeit an Samstagen bis 18 Uhr geöffnet und wird rege besucht. Unter Berücksichtigung von deren Erfahrungen zum Nutzungsverhalten stellt sich die Frage, inwiefern die samstäglichen Öffnungszeiten der Stadtbibliotheken in der Innenstadt erweitert werden sollten. Der Wunsch von Bibliotheksbesuchern und -besucherinnen nach erweiterten Öffnungszeiten an Samstagen steht jedoch in Konflikt mit dem Wunsch vieler Beschäftigten nach freien Wochenenden. Daher möchte die GRÜNE Gemeinderatsfraktion zunächst erfahren, inwiefern erweiterte Öffnungszeiten im Rahmen von freiwilligen Vereinbarungen mit den Beschäftigten angeboten werden könnten. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Des Weiteren sollen durch die Anfrage vorab die zusätzlichen Aufwendungen ermittelt werden, die sich durch erweiterte Öffnungszeiten ergäben. Neben einem Einsatz von Fachpersonal wäre hierbei auch zu prüfen, inwiefern z. B. studentische Hilfskräfte hier tätig werden könnten. Eine Tätigkeit in den Stadtbibliotheken würde diesen die Möglichkeit bieten, einschlägige Berufserfahrung zu erwerben. unterzeichnet von: Dr. Ute Leidig Dr. Dorothea Polle-Holl Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 8. Mai 2014

  • Protokoll TOP 41
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 61. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 20. Mai 2014, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 42. Punkt 41 der Tagesordnung: Erweiterte Öffnungszeiten der zentralen Stadtbibliotheken Anfrage des Stadträtinnen Dr. Ute Leidig und Dr. Dorothea Polle-Holl (GRÜNE) vom 8. April 2014 Vorlage: 2014/0547 Beschluss: Kenntnisnahme von Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 41 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Der Schriftführer: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 25. August 2014