Gründerzentrum Energiewirtschaft und Energietechnologie
| Vorlage: | 2014/0546 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 11.04.2014 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 20.05.2014
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: mit Stellungnahme einverstanden
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion vom: 08.04.2014 eingegangen: 08.04.2014 Gremium: 61. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 20.05.2014 2014/0546 21 öffentlich Dez. 4 Gründerzentrum Energiewirtschaft und Energietechnologie - Kurzfassung - Die Verwaltung sieht ebenfalls den Bedarf und befürwortet den Antrag der SPD Ge- meinderatsfraktion. Es gibt bereits Gespräche für ein Energiegründerzentrum; das Kon- zept wird derzeit erarbeitet. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Anschubfinanzierung und ggf. Planstellen bei Wifö noch nicht zu beziffern noch nicht zu beziffern Kontierungsobjekt: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Wirtschaft und Arbeit (Gründerzentren) Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Bereits die Entstehung des EnergieForums Karlsruhe bei der Wirtschaftsförderung im Jahr 2006 war nicht nur Standortfaktor im globalen Wettbewerb für Unternehmen aus Produktion und Industrie, sondern sehr eng mit der Gründungsthematik verbunden. Auslöser für den Netzwerkaufbau war die Gründung und Ansiedlung des ersten Ge- othermieunternehmens aus Baden-Württemberg in Karlsruhe. Hieraus entwickelten sich in der Folge zahlreiche neue junge Unternehmen, die Dank des Netzwerkes in Karlsruhe gehalten und angesiedelt werden konnten. In der Folgezeit traten immer mehr junge Unternehmen auch mit anderen Energiethemen hinzu. Das KIT-Zentrum Energie ist mit 1 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eines der größten und zugleich national und international führenden Kompetenzzentren für Energieforschung in Europa. Das KIC InnoEnergy (Knowledge & Innovation Community) ist ein dem KIT angeschlossenes Konsortium, bestehend aus europaweit 35 Partnern aus Unternehmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Business Schools. Für die kommenden vier Jahre plant das KIC InnoEnergy 65 Energie-Patente sowie 50 Aus- gründungen und 90 neue Produkte. An der Hochschule Karlsruhe ist das Institut für Kälte-, Klima- und Umwelttechnik (IKKU) angesiedelt, das zwischenzeitlich zu einem bundesweit einzigartigen Kältezentrum ausgebaut werden konnte. Daneben ist das EnergieForum Karlsruhe sowohl über das TRION Netzwerk mit Frankreich und der Schweiz als auch über die Global Sustainable Finance Conference international bestens vernetzt. Karlsruhe und die EnergieRegion Karlsruhe werden sowohl national als auch international zunehmend in stärkerem Maße als der Standort für Energiefragen und - lösungen gesehen. Seit 2011 arbeitet das EnergieForum Karlsruhe im Rahmen der jährlich stattfindenden internationalen Finanzkonferenz (Global Sustainable Finance Conference) sehr eng mit der European Organisation for Sustainable Development GmbH zusammen. Gemein- sam stellen die Partner zusammen mit dem Fraunhofer ICT bereits Überlegungen zur Etablierung eines Gründerzentrums für start-ups aus der Energie- (energy economy) und der nachhaltigen Wirtschaft (sustainable economy) an. Damit soll die Zielgruppe an po- tentiellen Gründungsunternehmen über das reine Energiethema (Energieanlagen, Ener- giesysteme, Chemische Energiespeicher, Thermische Energiespeicher) hinausgehenden auf den Bereich der Nachhaltigkeit (Ökologische Nachhaltigkeit, Ökonomische Nachhal- tigkeit, Soziale Nachhaltigkeit) ausgedehnt werden. Der Bedarf für ein Gründerzentrum Energiewirtschaft und Energietechnologie wird nicht allein durch die Ausgründungen aus dem KIT und der Hochschule gestützt. Viele Gründungen haben sich auch aus den Beratungen der Kontaktstelle Existenzgründung bei der Wirtschaftsförderung entwickelt. Wie in keinem anderen Wirtschaftszweig flie- ßen hier eine ganze Reihe unterschiedlichster Fachdisziplinen, angefangen von der Steuerungstechnik der IT Wirtschaft über die Kälte- und Klimatechnik, die Gebäude- und Raumplanung bis hin zum Handwerk, ein. Energiesysteme und -anlagen sind heut- zutage hochkomplexe technische Einrichtungen. Und gerade das macht es jungen Un- ternehmen in der Gründungsphase äußerst schwierig, alle Kompetenzen im eigenen Unternehmen zu vereinen, um so Produkte und Dienstleistungen schnell zur Marktreife zu führen. Oftmals fehlen auch kapitalintensive, aber dringend benötigte technische Einrichtungen, um Produkte effizient entwickeln zu können. Bei vielen insbesondere innovativen und technologieorientierten Unternehmen wird es deshalb als gravierender Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Nachteil für Karlsruhe angesehen, dass es kein Gründerzentrum für Energiewirtschaft und Energietechnologie gibt. Ein solches würde mit einer Vielfalt an unterschiedlichsten Fachdisziplinen unter einem Dach durch Labortechnik und das Wissen eines breiten Netzwerkes an Forschungseinrichtungen wie z.B. dem KIT, dem FZI oder dem Fraunhof- er ICT junge Firmen unterstützen. Zur nachhaltigen Etablierung eines solchen Gründerzentrums ist eine enge Zusammen- arbeit mit dem KIT sowie mit der Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft geplant. Mit diesen und weiteren Partnern wie KIC Inno Energy der EnergieRegion Karlsruhe, den Energieagenturen in Karlsruhe und der Region sowie weiteren Initiativen wie dem Energienetzwerk Karlsruhe zusammen, soll auch analysiert werden, inwieweit zur Um- setzung öffentliche Förderprogramme der Europäischen Union, des Bundes oder des Landes B-W herangezogen werden können. Aus den vorgenannten Gründen sieht die Verwaltung in der Errichtung eines solchen Gründerzentrums eine wichtige Maßnahme zur nachhaltigen Stärkung unserer Kern- kompetenzen am Standort. Eine Konkretisierung des Vorhabens erfolgt in einem von der Verwaltung zu erarbeitenden Konzept und kann zunächst im Ausschuss für Wirt- schaftsförderung vorberaten werden.
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STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Elke Ernemann (SPD) Stadtrat Hans Pfalzgraf (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion vom 08.04.2014 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 61. Plenarsitzung Gemeinderat 20.05.2014 2014/0546 21 öffentlich Gründerzentrum Energiewirtschaft und Energietechnologie Die Verwaltung erarbeitet ein Konzept für den Aufbau eines Gründerzentrums für Energiewirtschaft und Energietechnologie. Begründung: Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020 wird der Bereich der Energiewirtschaft und Energietechnologie als Kompetenzfeld der städtischen Wirt- schaftspolitik definiert. Derzeit werden im EnergieForum Karlsruhe die Kompetenzen der regionalen Energiewirtschaft gebündelt und koordiniert. Der nächste Schritt zur noch stärkeren Positionierung Karlsruhes als Standort für Energiewirtschaft und Energietechnologie ist aus Sicht der SPD-Gemeinderatsfraktion der Aufbau eines Gründerzentrums. Ausgehend vom EnergieForum und unterstützt durch Förderpro- gramme der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Baden-Württemberg könnte ein Gründerzentrum vor allem in Zusammenarbeit mit dem KIT Gründungen und Ausgründungen in der Energiewirtschaft und Energietechnologie fördern. unterzeichnet von: Doris Baitinger Elke Ernemann Hans Pfalzgraf Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 8. Mai 2014
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 61. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 20. Mai 2014, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 22. Punkt 21 der Tagesordnung: Gründerzentrum Energiewirtschaft und Energie- technologie Antrag der Stadträtinnen Doris Baitinger und Elke Ernemann, des Stadtrats Hans Pfalzgraf (SPD) sowie der SPD-Gemeinderatsfraktion vom 8. April 2014 Vorlage: 2014/0546 Beschluss: Zustimmende Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 21 zur Behandlung auf und verweist auf die vorliegende Stellungnahme der Verwaltung. Stadtrat Pfalzgraf (SPD): Heute Morgen konnte man es den BNN entnehmen. Da steht, Karlsruhe liegt weit vorn - bei der IT in einer Liga mit London und Paris, also in der ersten Liga. Wer in den vergangenen Wochen und Monaten die Rankings be- obachtet hat, der konnte immer wieder feststellen, dass Karlsruhe in der Tat manchmal in der ersten Liga oder zumindest weit oben im IT-Bereich mitspielt. Das halte ich jetzt einmal für einen Grund, unserer Verwaltung ein Dankeschön zu sagen, der Wirtschafts- förderung ein Dankeschön zu sagen, aber auch den hiesigen IT-Unternehmen danke schön zu sagen, denn die haben bis dato in der Tat zusammengewirkt, gut gearbeitet. Wir sind nicht umsonst in diesem Ranking so weit oben. Gleichwohl haben wir schon öfter kritisiert, was man im einen oder anderen Fall besser tun könnte. Das ist auch gut so. Aber alles in allem sind wir gut. Das können wir mit Stolz in der Öffentlichkeit auch sagen und zeigen. Deshalb noch mal dieses Dankeschön an die Verwaltung. Danke auch für die Zustimmung zu unserem Antrag. Das Thema Energiewirtschaft und Energietechnologie wird wohl das Thema der Zukunft für uns sein. Wenn wir das hier nicht bearbeiten, wer denn eigentlich sonst bei all den Voraussetzungen, die die Stadt Karlsruhe bzw. unsere Hochschullandschaft, KIT usw., - 2 - schon im Vorfeld anbieten. Wir sehen in der Stellungnahme der Verwaltung, dass es eine ganze Reihe von Unternehmen, von Institutionen, von Einrichtungen gibt, die dafür geschaffen sind, dass wir sagen, wir wollen ein Gründerzentrum schaffen, wo alles ge- bündelt wird, wo dann vielleicht solche Steuerleute wie beim Cyber-Forum koordinie- ren, egal wie auch immer. Grundsätzlich geht es mal darum, dieses Gründerzentrum zu schaffen. Das haben Sie zugesagt. Es haben auch schon erste Gespräche stattgefunden. Wir gehen davon aus, dass mit diesem Gründerzentrum und mit der Koordination dann auch Gründungen und Ausgründungen möglich sind und wir es schaffen müssen - die Einsicht besteht auch mittlerweile bei den Unternehmen -, nämlich aus Entwickeltem und Erforschtem auch hier vor Ort Produktionsarbeitsplätze zu schaffen, Stichwort In- dustrie 4.0. Das funktioniert nur über eine derartige Vernetzung. Da ist genau das The- ma Energiewirtschaft und Energietechnologie der richtige Ansatz. Deshalb bedanken wir uns ganz herzlich, dass die Verwaltung unserem Antrag folgt oder im vorauseilen- den Gehorsam schon erste Gespräche geführt hat. (Beifall bei der SPD) Stadtrat Dr. Müller (CDU): Das Thema Energie ist - wie bereits ausgedrückt - sicherlich das Zukunftsthema. Wir begrüßen den Antrag der SPD für ein Gründerzentrum Energiewirtschaft und Ener- gietechnologie und freuen uns auch über die positive Stellungnahme der Verwaltung. Bereits in ihrer Haushaltsrede für den letzten Haushalt hat unsere Fraktionsvorsitzende mit eingebracht, dass es ganz wichtig ist für den High-Tech-Standort Karlsruhe - ich habe es gerade vor mir liegen -, dass hier vor allem im Bereich Energie weiter die Kräfte zu bündeln und zu fördern sind. Deswegen ist natürlich folgerichtig, dass aus dem Energieforum heraus, das bisher sehr gute Arbeit geleistet und auch sehr viel auf den Weg gebracht hat durch seine Vernetzung, wir jetzt einen Schritt weitergehen und das Gründerzentrum in Angriff nehmen, das den Vorteil hat, dass dort viele Firmen zusam- menarbeiten können. Da können sich die Firmen gegenseitig stützen, denn gerade in diesem Bereich ist im Blick auf eine große Fachdisziplin eine Kooperation erforderlich, denn oft sind junge Unternehmen tatsächlich überfordert, wie Sie es auch angemerkt haben. Ich denke, wir kommen hier, gerade für den High-Tech-Standort Karlsruhe, mit einem Gründerzentrum auch für eine nachhaltige Ansiedlung von solchen Unternehmen gut voran. (Beifall bei der CDU) Stadtrat Geiger (GRÜNE): Meine beiden Vorredner haben darauf hingewiesen, dass die Energieversorgung das Thema der Zukunft ist. Ich würde mal sagen, die Zukunft beginnt jetzt, es ist nämlich auch schon das große Thema der Gegenwart. Wie wollen wir uns mit Energie versorgen? Wie wollen wir sie speichern? Wie gehen wir mit unserer Umwelt um? Welche Auswirkungen hat unsere Energieversorgung? Das sind Themen, die polarisieren die Bevölkerung, die mobilisieren die Bevölkerung wie beispielsweise bei der Frage des Atomausstiegs nach der schrecklichen Katastrophe in - 3 - Fukushima. Aber man muss sie auch insoweit angehen, als wissenschaftliche Innovation immer gefragt ist, wenn es um Fragen der Energietechnologie und auch der Energie- wirtschaft geht. Jetzt haben wir in Karlsruhe hervorragende Voraussetzungen in der wissenschaftlichen Basis, und damit meine ich nicht nur unsere hervorragende Hoch- schullandschaft, sondern auch die Großforschungseinrichtungen wie z. B. das Fraun- hofer-Institut in Pfinztal, das sich mit der Frage der Speicherung von Windenergie mit den Redox-Flow-Batterien beschäftigt. Es gibt aber noch viele andere Beispiele zu nen- nen. Das ist aber nicht alles. Wir haben ganz viele Frauen und Männer - die Frauen er- wähne ich explizit, denn gerade in den MINT-Fächern hoffen wir noch auf kräftigen Zuwachs, da bin ich auch hoffnungsfroh -, die aus ihren tollen Ideen im Bereich der Energiewirtschaft und Energietechnologie marktreife Produkte entwickeln, die es dann der Bevölkerung ermöglichen, in eine frohe Zukunft zu gehen. Insbesondere die ersten Jahre sind beim Schritt in die Selbständigkeit von entscheidender Bedeutung. Wie die Vorlage auch schon ausführt, fehlt häufig das Kapital für Anschaffungskosten, intensive technische Einrichtung. Genau hier würde ein Zentrum für Gründerinnen und Gründer helfen und so, wer weiß, die große Innovation im Bereich Energiewirtschaft und Technologie ermöglichen und befördern. Es ist eine Form der Hilfe zur Selbsthilfe. Die Rahmenbedingungen in Karlsruhe sind einfach hervorragend. Wir tragen die Antwort der Verwaltung mit, danken auch den Antragstellern, möchten jedoch anregen, nachdem wir mit „Perfekt Futur“ und dem hoffentlich entstehenden Gründerinnenzentrum im Bereich Energiewirtschaft und Energietechnologie zwei sekt- orale Gründerinnenzentren etablieren, darüber nachzudenken, ob dieser Weg, jeder Sparte ihr eigenes Gründerinnenzentrum, der richtige Weg ist, oder ob wir nicht versu- chen sollten, in diesem Bestreben nach Unterstützung von jungen Startups auch Syner- gien zu nutzen und spartenübergreifend zu fördern. (Beifall bei den Grünen) Stadtrat Golombeck (FDP): Das Thema Energie ist ein Zukunftsthema - und nicht nur Energie, sondern auch Energieeffizienz und auch bezahlbare Energie. Gerade durch die- ses Unglück und durch den Ausstieg aus der Kernenergie ist es sehr wichtig, dass hier weiter geforscht wird an Alternativen. Ich finde sehr gut, wie die Antwort der Verwaltung ausgefallen ist. Hier geht auch deut- lich hervor, dass Energiesystem Anlagen sind, heutzutage sogar hochkomplexe techni- sche Einrichtungen. Da, meine ich, kann man durch eine Bündelung von verschiedenen Fachleuten, Fachfirmen, was auch zu unserer Technologieregion passt, wahrscheinlich an den Systemen noch einiges verbessern. (Beifall bei der FDP) Der Vorsitzende: Ich würde gerne auf das, was Sie, Herr Stadtrat Geiger, gesagt ha- ben, noch mal eingehen. Wir haben für verschiedene Startup-Phasen eigentlich schon ein sehr gutes Angebot, das auch durchaus von Startup-Unternehmen im Energiebe- reich genutzt werden kann. Was fehlt, sind allenfalls noch spezialisierte Produktions- möglichkeiten. Darin unterscheiden sich möglicherweise die Firmen im Energiebereich - 4 - etwa von denen, die im IT-Bereich etwas machen. Was wir aber auf alle Fälle als Vo- raussetzung schaffen sollten, ist ein besseres Netzwerk zwischen all denen, die sich hier zwischen Forschung, Anwendung und dem Thema beschäftigen. Hier wird demnächst eine privatwirtschaftliche Initiative an den Markt gehen, die versucht, genau das auch innerhalb der Wirtschaft zu organisieren und die noch mal eine spezialisierte Gründer- beratung anbieten will. Das ist deswegen wichtig, weil Gründungen im Energiebereich eine viel längere Durststrecke zu überwinden haben und vielmehr Risikokapital brau- chen, als das in anderen Bereichen, beispielsweise zur Entwicklung einer App oder so nötig ist. Da sind wir dran. Das zeigt auch die Antwort der Verwaltung. Hier wird es aber auch Initiativen aus der Wirtschaft geben, für die ich mich jetzt schon einmal vorab sehr bedanke. Wir werden als Technologieregion versuchen, unsere schon bestehenden Angebote mit dieser Initiative zusammenzubringen, damit wir am Ende nicht Energiefo- rum, Energienetz und drei, vier andere Energieorganisationsformen kriegen, sondern das Ganze unter einem gesamten Dach haben. Dann sind wir bald ähnlich gut aufge- stellt wie im Bereich der IT, denn dass wir da so gut abschneiden, hat viel mit der Krea- tivität der Einzelnen zu tun, aber auch ganz viel dadurch, dass wir mit dem Cyberforum eine starke Stimme nach außen haben, die auch die Vernetzung untereinander und vor allem die Gründungsberatung optimiert. So etwas Ähnliches schwebt uns für den Ener- giebereich eben auch vor. Dann sind Sie mit der Antwort einverstanden und wir informieren weiter. Zur Beurkundung: Der Schriftführer: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 25. August 2014