Grünkonzept Durlacher Allee

Vorlage: 2014/0542
Art: Antrag
Datum: 11.04.2014
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Zoologischer Garten
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Oststadt

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.05.2014

    TOP: 18

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mit Stellungnahme einverstanden

Zusätzliche Dateien

  • GRÜNE-Grünkonzept Durlacher Allee
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadtrat Johannes Honné (GRÜNE) Stadtrat Alexander Geiger (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 08.04.2014 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 61. Plenarsitzung Gemeinderat 20.05.2014 2014/0542 18 öffentlich Grünkonzept Durlacher Allee 1. Aufbauend auf den Ergebnissen der 2012/13 durchgeführten Planungswerkstatt erarbeitet die Stadtverwaltung eine Grünkonzeption für die Entwicklungsachse Durlacher Allee. 2. Dabei werden als Ziele verfolgt:  Erhöhung der Aufenthaltsqualität bzw. der Umgebungsbedingungen für Men- schen, die im Bereich der Durlacher Allee zu Fuß oder mit dem Fahrrad un- terwegs sind  Verbesserung des Stadtklimas durch Flächenentsiegelung und Begrünung  Detaillierung der bisherigen Erkenntnisse und Planungsansätze für eine stadt- klimaverträgliche Innenentwicklung entlang dieser wichtigen städtebaulichen Entwicklungsachse Die 2012 und 2013 unter Federführung des Stadtplanungsamtes durchgeführte Pla- nungswerkstatt (http://www.karlsruhe.de/b3/bauen/projekte/wettbewerbe/durlacherallee.de) für die städtebauliche Entwicklungsachse Durlacher Allee war aus Sicht der GRÜ- NEN Fraktion ein großer Erfolg. Insbesondere der Siegerentwurf, aber teilweise auch die nicht prämierten Arbeiten, enthalten viele interessante Planungsansätze und Denkanstöße, die in weitere Planungen entlang dieser wichtigen städtebaulichen Entwicklungsachse einfließen sollten. Der Siegerentwurf von berchtoldkrass/space&options u. a. überzeugte auch durch eine besonders intensive Auseinandersetzung mit dem Freiraum und den landschaft- Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ lichen Rahmenbedingungen, in die weitere Maßnahmen entlang der Durlacher Allee eingebettet sein sollten. Neben langfristigen planerischen Überlegungen enthält die Arbeit auch gute Ansätze für kurzfristig durchführbare Maßnahmen zur Begrünung des Straßenraums und zur Reduzierung der Asphaltflächen. Diese Vorschläge sollten in Form einer Grünkonzeption für die Durlacher Allee wei- terverfolgt und vertieft werden. Darauf aufbauend können anschließend eine Detail- planung erstellt und viele Maßnahmen bereits relativ kurzfristig umgesetzt werden. Damit kann eine schnelle Verbesserung der heute in vielen Bereichen unbefriedi- genden Umgebungsbedingungen entlang der Durlacher Allee erreicht werden. Eine solche Freiraum- und Begrünungsplanung könnte auch als Beispiel für andere Stadteingänge bzw. Stadtteile und Quartiere mit Entwicklungsbedarf dienen und in eine längerfristig zu entwickelnde gesamtstädtische Grünkonzeption einfließen. unterzeichnet von: Bettina Lisbach Johannes Honné Alexander Geiger Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 8. Mai 2014

  • Stellungnahme TOP 18
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    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 08.04.2014 eingegangen: 08.04.2014 Gremium: 61. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 20.05.2014 2014/0542 18 öffentlich Dez. 6 Grünkonzept Durlacher Allee - Kurzfassung - Die Verwaltung wird die notwendigen Haushaltsmittel für die Erstellung eines Grün- und Ge- staltungskonzeptes für die Durlacher Allee für den Haushalt 2015/2016 beantragen. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Kontierungsobjekt: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Städtebau Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Anfang 2013 wurde mit der Planungswerkstatt Durlacher Allee ein konkurrierendes Verfah- ren in einem mehrstufigen Planungsprozess durchgeführt, das zum Ziel hatte, ein Hand- lungskonzept für die mittel- bis langfristige Entwicklung der Entwicklungsachse Durlacher Allee zu erarbeiten, das dann Grundlage und Wegweiser für die weitere Umsetzung der Ein- zelbausteine sein kann. Er soll unabhängig von der aktuellen Verfügbarkeit der Flächen Per- spektiven aufzeigen, um bei mittel- bis langfristigen Veränderungen im Rahmen eines stim- migen Konzeptes reagieren zu können. Die Aufwertung der Stadteingänge gehört zu den wesentlichen Projekten des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts ISEK 2020. Die Durlacher Allee ist eine Hauptzufahrtsstraße von der Autobahn A 5 und eine der wichtigsten Stadteingänge Karlsruhes. Daher gilt den Ent- wicklungsflächen beidseits der Trasse das besondere Augenmerk. Neben der zukünftigen Ausgestaltung der Durlacher Allee sollten vor allem auch die städte- baulichen Entwicklungspotenziale beidseits dieser Entwicklungsachse zwischen dem Durla- cher Tor und dem Durlacher Stadteingang bearbeitet werden. Von der Jury wurde der Entwurf des Teams "berchtoldkrass/space&options" als Grundlage für die weitere Bearbeitung einstimmig empfohlen. Das Gremium sprach sich dafür aus, das Büro im Sinne der anvisierten Rahmenplanung mit weiteren Planungsleistungen zu beauf- tragen. Am Entwurf des Teams "berchtoldkrass/space&options" wurde insbesondere das schlüssige Grundkonzept für die Durlacher Allee, welche städtebaulich und mit einem konsequenten Verkehrskonzept als Rückgrat für den Planungsraum entwickelt wurde, positiv beurteilt. Der Entwurf ist diesbezüglich sehr gut durchgearbeitet, von den Details bis hin zu den strategi- schen umsetzungsorientierten Überlegungen. Die Gestaltung der Durlacher Allee bildet eine besondere Stärke des Entwurfs. Daher lautete die Empfehlung des Beurteilungsgremiums, das Konzept der Gestaltung der Durlacher Allee zügig weiter zu konkretisieren, um es bald umsetzen zu können. Einschränkungen in der Vertiefung eines Grün- und Gestaltungskonzeptes für die Durlacher Allee entstehen durch den Bau der Kombilösung. Der Bereich der Durlacher Allee zwischen Durlacher Tor und Gottesauer Platz ist hiervon betroffen. Ein genauer Zeitplan für die Bau- maßnahme liegt noch nicht vor, es ist aber davon auszugehen, dass sie 2019 abgeschlos- sen sein wird. Ein Grünkonzept in diesem Bereich könnte im Anschluss umgesetzt werden. Zwischen Gottesauer Platz und Durlach wäre die Planung und Umsetzung eines Grün- und Gestaltungskonzeptes für die Durlacher Allee unabhängig von der Kombilösung möglich. Dabei sollten verschiedene Baumaßnahmen im Bereich der Durlacher Allee (dm- Hauptverwaltung, Umbau der Haltestellen Tullastraße und Untermühl, u. a.) in die Planung einbezogen werden. Vertiefende Planungen: Das Büro "berchtoldkrass/space&options" hat ein Angebot für vertiefende Planungsleistun- gen zum "Rahmenplan Durlacher Allee" abgegeben. Neben dem eigentlichen Rahmenplan wurden die folgenden vier Vertiefungsbereiche angeboten:  Stadteingang/Bahnhofsumfeld Durlach (bereits beauftragt und in Bearbeitung),  Durlacher Allee, Abschnitt Gottesauer Platz bis Ostring,  Siedlungen Untermühl und Dornwald (im Rahmen der Grobanalyse durch das Büro pe- sch partner architekten stadtplaner bearbeitet), Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Als nächster Schritt soll die weitere Bearbeitung des eigentlichen städtebaulichen Rahmen- plans als stadtgestalterische Leitlinie für die weitere Umsetzung der Einzelbausteine ermög- licht werden. Der Rahmenplan bildet im Maßstab 1:2000 das konzeptionelle und räumlich- gestalterische Gerüst für die Einzelbausteine. Dabei wird auch ein Gestaltungskatalog für die Durlacher Allee erarbeitet werden. Die Gestaltungsidee aus der Planungswerkstatt, ins- besondere die Dimensionierung der Verkehrsflächen, die Führung der Radwege und die Gestaltung des Straßenraums in Form von relevanten Regelquerschnitten und auch anhand eines Gestaltungskatalogs (Bepflanzung, Materialien, Ausstattungselemente) werden Er- gebnis des Rahmenplans sein. Von den Vertiefungsbereichen sollen die Durlacher Allee und Abschnitt Gottesauer Platz bis Ostring als Nächstes weiter bearbeitet werden. Die Umgestaltung des Straßenraums der Durlacher Allee ist einer der zeitlich am nächsten liegenden Realisierungsbausteine. Der Straßenraum soll daher vertieft im Rahmen einer freiraumplanerischen und verkehrsplaneri- schen Vorplanung ausgearbeitet werden. Die Verwaltung wird auf Grundlage des oben genannten Angebotes beantragen, die not- wendigen Haushaltsmittel für 2015/2016 einzustellen.

  • Protokoll TOP 18
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    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 61. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 20. Mai 2014, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 19. Punkt 18 der Tagesordnung: Grünkonzept Durlacher Allee Antrag der Stadträtin Bettina Lisbach, der Stadträte Johannes Honné und Alexander Geiger (GRÜNE) sowie der GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 8. April 2014 Vorlage: 2014/0542 Beschluss: Zustimmende Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 18 zur Behandlung auf und verweist auf die vorliegende Stellungnahme der Verwaltung. Stadträtin Lisbach (GRÜNE): Mit unserem Antrag knüpfen wir an die Planungswerk- statt Durlacher Allee an, die aus unserer Sicht ein voller Erfolg war und viele gute Ideen zutage gefördert hat, interessante Ideen und Planungsansätze, die sich vor allem aus unserer Sicht im Siegerentwurf wiederfinden. Die Frage ist jetzt: Was wird davon wann umgesetzt? Der Siegerentwurf hat aus unserer Sicht sehr stark überzeugt durch eine besondere in- tensive Auseinandersetzung mit dem Thema Freiraum und Grün, Begrünung. Wir sehen da durchaus kurzfristig umsetzbare Maßnahmen, insbesondere, was das Thema Umge- staltung und Begrünung des Straßenraums Durlacher Allee angeht. Da kann man Rad- wege optimieren. Da kann man Asphaltflächen, Verkehrsflächen auf das notwendige Maß reduzieren. Da ist manches noch nach altem Gusto damals entstanden. Diese Ent- siegelungsmaßnahme sollte man dann natürlich auch mit sinnvollen Begrünungsmaß- nahmen kombinieren, Grünflächen, Grünstreifen. Ein durchgängiges Rasengleis wäre sicher sinnvoll. Wir können uns auch Staudenbepflanzung vorstellen, Hecken oder Bäume. Da gab es schon konkrete Ideen in der Planungswerkstatt, die wir sehr interes- sant und auch umsetzungswürdig fanden. - 2 - All das kann einer Verbesserung der Umgebungsbedingung dienen, einmal für die An- wohnerinnen und Anwohner, aber auch für Radler, für Leute, die sich dort im Straßen- raum aufhalten. Wir meinen, dass es wirklich wert wäre, diesen Bereich Durlacher Allee aufzuwerten. Ein Grünkonzept war schon einmal als gesamtstädtisches Grünkonzept als Idee vorhan- den. Das sollte man verfolgen. Wir können uns vorstellen, wenn man so etwas für die Durlacher Allee plant, dass das auch in anderen Stadtteilen und Quartieren ein guter Ansatz wäre und sich vielleicht mittelfristig zu einem gesamtstädtischen Grünkonzept weiterentwickeln kann. Wir müssen auch einmal schauen, wie das jetzt läuft und wie es sich in der Umsetzung bewährt. Die Verwaltung geht auf unseren Antrag und auf unseren Vorschlag positiv ein. Das begrüßen wir. Es ist einzusehen, dass man noch etwas warten wird, weil - wenn auch leider - zwischen Gottesauer Platz und Durlacher Tor im Augenblick nicht so viel mög- lich ist durch die Kombibaustelle, dass man es jetzt aber für den anderen Bereich vom Stadteingang Durlach bis Gottesauer Platz angeht. Wir finden es gut, dass die Mittel für eine Planung jetzt in den Doppelhaushalt 2015/16 eingestellt werden sollen. Wir wün- schen uns, dass es nicht erst Ende 2016 los geht mit der Planung, sondern dass man möglichst früh in 2015 anfängt. Aber wenn wir die Antwort der Verwaltung so interpretieren dürfen, dann sind wir mit der Antwort auch sehr zufrieden. (Beifall bei den Grünen) Stadtrat Pfannkuch (CDU): Wenn ich den grünen Faden Ihres Antrags richtig verste- he, dann geht er 1. von einer Grünkonzeption aus, 2. wünschen Sie sich die Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Radfahrer erhöht, 3. soll jetzt eine Flächenentsiegelung angegangen werden und 4. Klimaverbesserungsmaßnahmen umgesetzt werden. Das soll dann die Blaupause sein für weitere Eingangssituationen dieser Stadt. So die grüne Theorie. Wenn wir so vorgehen würden, dann würden wir uns vergleichbar mit einem Bauherren verhalten, der zuerst seinen Vorgarten anlegt und danach das Haus baut. Das macht so bestimmt keinen Sinn. Auch wenn ich zugebe, dass die Planungswerkstatt doch erheb- liche Vorgaben und Ideen geliefert hat. Aber Sie haben auch gesagt, wir brauchen ein Handlungskonzept. Das ist vorgegeben. Jetzt ist es richtig, wenn die Verwaltung einen Rahmenplan daraus ableitet. Der Antrag verkennt aber die eigentlichen Fragestellungen, die sich beim Stadteingangskonzept verbergen. Welche Aufgaben, welcher Zweck hat der Stadteingang? Stadteingangsqua- lität braucht vor allem Marksteine. Ich vermeide hier das Wort des Leuchtturmes, denn Leuchttürme dürfen nach unserer bisherigen Stadtplanung nicht allzu hoch wachsen. - 3 - Jedenfalls brauchen wir solche Marksteine. Wir sammeln sie gerade an, und zwar an der richtigen Stelle. Wir freuen uns daher, dass vor nicht allzu langer Zeit die Sache mit der dm-Zentrale unter Dach und Fach geraten konnte. Die CDU-Fraktion freut sich genauso und ebenfalls über eine weitere Landmarke mit bedeutender Stadtteileingangsqualität. Die heute mitgeteilte Ansiedlung des dänischen Möbelhauses ist eine solche Landmarke, ohne jeden Zweifel. (Zurufe: Schwedisch! - Weiterer Zuruf: Dänen lügen nicht!) - Richtig. Das war unbeabsichtigte Wahlhilfe für die FDP. (Heiterkeit) Ich meinte das schwedische Möbelhaus. Sie haben es aber richtig erkannt. Nur eines ist auch klar: Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist sicherlich rein zufällig, Herr Oberbürgermeister, und nur der Aktualität geschuldet. Aber eines wird man auch sagen dürfen: Der Erfolg dieses Projektes hat sicherlich viele Väter. Denken wir nur z. B. an den Regionalverband, der eine regionalplanerische Fehlentwicklung durch höchst- richterliche Entscheidung verhinderte. Das Bild der Durlacher Allee bekommt jetzt zusätzliche qualitative Konturen. Es geht jetzt entgegen der Vorstellung der Grünen um folgende Fragen: 1. Leistungsfähige Verkehrsachse. Da ist die CDU-Fraktion ganz konsequent hinter- her, dass wir hier belastbare Untersuchungen bekommen, damit die Gesamtlast, die jetzt erkennbar wird - Gott sei Dank erkennbar wird, weil das für unseren Stadteingang von wichtiger qualitativer Bedeutung ist - auch abgetragen werden kann. 2. Dann kommt die Sicherung der städtebaulichen Qualität. Da sind natürlich Ele- mente drin, die Sie gerade angesprochen haben. Da sind dann auch die Ideen des Workshops umzusetzen. Aber in der Reihenfolge. 3. Natürlich noch einmal das Überdenken der zeitlichen Abfolge, denn ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich jetzt doch einige neuere Überlegungen ergeben. Also: Grünkonzept ist ein Teil des Handlungskonzeptes. Es wird nicht vergessen, liebe Grünen, aber Vorrang hat jetzt anderes. (Beifall bei der CDU) Stadtrat Zeh (SPD): Die Durlacher Allee ist die dynamischste Entwicklungsachse, die wir in Karlsruhe für die nächsten fünf Jahre haben. Der Kollege Pfannkuch hat es ange- deutet. Nach dem Baustein dm-Zentrale, heute jetzt die IKEA-Zentrale an der Durlacher Allee. In fünf Jahren werden wir diesen Stadteingang gar nicht so wiedererkennen, wie er heute ist. - 4 - Der Planungswettbewerb der Planungswerkstatt hat positive Ergebnisse gewertet. Ich glaube, wir sind uns im Hause durchaus einig, was vom Durlacher Bahnhof, dem Um- feld des Durlacher Stadteingangs über den notwendigen Rückbau der alten B 10- Auffahrt, die inzwischen überdimensioniert ist, bis hin zu den Entwicklungsflächen, für Potentiale drin stecken. Aber ich glaube auch, dass wir hier die Grünkonzeption voran- treiben müssen. Wir haben Potential für Grünkonzeptionen. Aber wir können keine Bäume pflanzen, wenn anschließend dahinter die Baustelle ist. Wir brauchen hier eine Gesamtentwicklung. Wie können die einzelnen Bausteine gemacht werden? Wir müs- sen sehen, dass im Rahmenplan die eine oder andere Ecke schon da ist und auch nor- male Erneuerungsmöglichkeiten. Wenn die VBK ihre Straßenbahngleise austauscht, muss man gleich das Rasengleis mitplanen, aber natürlich auch die Randbedingungen, damit das Gesamte grüner wird. Wir sehen das ganze Grünkonzept Durlacher Allee positiv. Ich glaube, die Antwort der Verwaltung zeigt, wir machen das jetzt in den nächsten Jahren gemeinsam, betrachten nicht nur die grüne Straße, sondern auch die Randbebauung, die hier entsteht. Das ehemalige Autohaus Zschernitz ist noch eine Fläche, die interessant ist, direkt an der Kreuzung. Damit bekommen wir ein grünes Stadtentree, das für uns als Karlsruher si- cherlich sehr wichtig sein wird. In diesem Sinne stimmen wir für die Antwort der Ver- waltung und hoffen, dass diese Änderungen auch bald sichtbar werden, auch in Rich- tung Grünkonzept. (Beifall bei der SPD) Stadtrat Kalesse (FDP): Die beiden Vorredner haben mir viel vorweg genommen. Die Durlacher Allee ist eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Einfallstraße nach Karlsruhe, durch die Oststadt in die Innenstadt. Die 2012 und 2013 durchgeführte Planungswerk- statt für die städtebauliche Entwicklungsachse war ein großer Erfolg. Die Ziele, Erhö- hung der Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Radfahrer in diesem Bereich und die Verbesserung des Stadtklimas sollten unbedingt berücksichtigt werden. Da eine Aufwertung der Stadteingänge zu wesentlichen Projekten des integrierten Stadtentwicklungskonzepts ISEK 2020 gehören, sollte den Entwicklungsflächen beidsei- tig der Trasse ein großes Augenmerk gelten. Der Bereich zwischen Durlacher Tor und Gottesauer Platz sollte hier ausgenommen werden und in gesonderter Planung Berück- sichtigung finden, da dieser Bereich zur Kombilösung gehört. Wie in der Antwort der Verwaltung beschrieben, sollen die verschiedenen Baumaßnahmen entlang der Durla- cher Allee - dm-Hauptverwaltung, Umbau der Haltestellen Tullastraße und Untermühl- sieldung, und jetzt nicht das dänische Möbelhaus - in die Planungen miteinbezogen werden. Wenn die Verwaltung auf Grundlage des Angebotes die notwendigen Mittel in den Haushalt 2015/2016 beantragt, sollten alle Fraktionen zustimmen. (Beifall bei der FDP) - 5 - Stadtrat Cramer (KAL): Die Durlacher Allee ist, wie schon gesagt wurde aus profun- dem Munde, die Mutter aller Straßen. So sieht es meine Fraktion auch. Wir möchten nicht, dass es ein grüner Trampelpfad wird. Wir gehen davon aus, das Städtische dieser Straße muss den Vorrang haben. Es ist ganz klar, dass die Grünanlagen an der Straße kommen. Das war in dem Wettbewerb ganz klar gesagt. Von daher finden wir es gut, dass jetzt noch einmal eine Erinnerung kam. Aber die Verwaltung ist dran und geht unserer Meinung nach auch den richtigen Weg, dass wir nämlich jetzt erst einmal schauen müssen, bis die Baumaßnahmen zwischen Durlacher Tor und - ich erweitere es jetzt ein Stück weit - Tullastraße abgeschlossen sind. Dann muss man sehen, was sich im Weinwegbereich entwickelt. Da wird sich viel ent- wickeln, wo man sicher auch erst einmal abwarten muss. Und man muss natürlich im Bereich der Durlacher Einfahrt, dm als Stichwort, die Verlegung der Haltestelle oder die Neuordnung, eventuell eine ebenerdige Anfahrt in die Untermühlsieldung abwarten und entwickeln. Von daher finden wir es richtig, dass erst einmal parallel dazu geplant und gedacht wird, und dass man dann, wenn man das umsetzen kann, nachdem die baulichen Dinge dort fertig sind, sofort beginnt. Deshalb hat der Antrag sicher Sinn gemacht, aber wird dürfen nicht vergessen: Es ist die wichtigste Einfallstraße von Karls- ruhe. Die sollte auch so erkennbar bleiben. (Beifall bei der KAL) Stadtrat Kalmbach (GfK): Mir scheint es wichtig - wir sind momentan bei der Leitbild- entwicklung - das große Bild nicht zu vergessen. Wir sind auch bei kleineren Bildern immer sofort bei Konzepten. Dann wissen wir vor lauter Konzepten nicht mehr, was das große Konzept ist. Ich glaube, wir müssen tatsächlich das große Bild beginnen. Von dem können wir dann ableiten, wie es hier aussieht. Wir wollen eine Stadt, die aus ei- nem Guss heraus entwickelt wird. Deswegen bin ich sehr für die Konzeptentwicklung. Aber das sollte dieser Leitbildentwicklung untergeordnet sein und nicht parallel dazu entwickelt werden, wenn sie auch zum Teil schon existiert. Also, bitte die Reihenfolge einhalten. Darauf möchte ich hinweisen. Und bitte dann auch wirklich das große Bild im Blick behalten. Stadtrat Wenzel (FW): Sympathie von meiner Seite zum Antrag der Grünen und na- türlich für die Antwort der Verwaltung. Wir alle wissen, Grün im Straßen- und Stadt- raum ist der beste Garant für ein verträgliches Stadtklima. Auch wenn die Durlacher Allee noch die grüne Lunge ist, wird sich das verändern. Hier wirft sich die Frage auf, welche Auswirkungen wird die geplante dm-Zentrale und der heute bekannt geworde- ne Standort von IKEA auf die ganze Konzeption haben. Da sollte man tatsächlich nicht vergessen, dass es neben Verkehr auch noch andere wichtige Aspekte in dieser Stadt gibt. Zum Thema IKEA, das wir in der Presse gelesen haben, hätte ich mir gewünscht, dass wir vielleicht ein bisschen mehr Information von Ihnen bekommen könnten, denn wir haben nur die Stichworte über die digitalen Medien bekommen. Da wären vielleicht drei, vier Sätze an dieser Stelle zur Information angebracht. - 6 - Der Vorsitzende: Lassen Sie mich noch einmal auf die wesentliche Qualität der Ergeb- nisse dieses Workshops Durlacher Allee hinweisen. Da ist das Thema Straßengrün nicht primär unter ökologischen Aspekten eingeführt worden, sondern man hat nach Ele- menten gesucht, um dieser Straße wieder ihre verbindende Kompetenz zurückzugeben, weil man festgestellt hat, dass sich rechts und links alles Mögliche in einer etwas unge- ordneten Reihenfolge anordnet und es dadurch eine sehr stark trennende Wirkung hat. Wenn wir jetzt die Bebauung an dieser Achse zum Teil massiv verändern und da durch- aus auch im Sinne des Workshopergebnisses versuchen, eine starke Blockrandbebauung hinzubekommen - was mit IKEA jetzt auch gelingt -, dann stehen wir noch mehr in der Aufgabe, diese verbindenden Elemente parallel mit in die Planungen einzuführen. Von daher macht es jetzt keinen Sinn, über die Reihenfolge der verschiedenen Planun- gen zu diskutieren, sondern sie müssen verzahnt sein. Weil insbesondere IKEA - aber auch dm - jetzt ordentlich Dampf machen und relativ zügig vorankommen wollen, ist es nicht so, dass wir bis Ende 2016 warten können, bevor wir dann überlegen, wo wir die Bäume pflanzen. Das muss alles Hand in Hand gehen. Es macht keinen Sinn, wenn wir die Möglichkeiten der Erreichbarkeit vom dm-Verwaltungsgebäude oder von IKEA für Fahrradfahrer, für Fußgänger, für die Benutzerinnen und Benutzer des öffentlichen Per- sonennahverkehrs verbessern wollen und es dann nicht schaffen, in der Straße selbst eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität zu erzielen. Von daher sind das jetzt keine widerstrebenden Interessen. Der Workshop hat nie in Frage gestellt, dass das nicht eine wichtige Hauptverbindungsachse auch für den moto- risierten Individualverkehr ist. Er hat nur gefordert, dass wir dann aber auch die Aufent- haltsqualität für die anderen verbessern müssen. Ich denke, das wird nicht ganz einfach sein, aber das wird etwas sein, was wir jetzt angehen. Zumal - dann kann ich auf Ihre Vorschlag, Herr Wenzel, kurz eingehen - IKEA heute Morgen ganz klar auf die entsprechende Frage gesagt hat, dass sie mit eigenen Mitteln auch zur Verbesserung der Infrastruktur drum herum und insbesondere für den ÖPNV bereit sind einzustehen. Wir müssen auch das Verwaltungsgebäude von dm anders er- schließen. Das ist auch klar. Damit haben wir ganz viele Abschnitte, die sowieso verän- dert werden müssen. Wenn wir dann hier noch auf den einen oder anderen Euro zu- greifen können, den wir nicht selbst zur Verfügung stellen müssen, dann soll uns das nur Recht sein. Genauso, Herr Stadtrat Wenzel, wie der Herr Färber heute Morgen ganz klar gesagt hat, auf die entsprechende Frage hin: IKEA geht davon aus, dass es Gewinn macht und dass es ab dem ersten Jahr eine siebenstellige Summe zum Gewerbesteueraufkommen beitragen kann. Das ist vielleicht eine Information, die auch noch nicht in den digitalen Medien kam, die aber auch noch wichtig ist. IKEA will auch ganz klar ein sehr zukunfts- orientiertes Mobilitätskonzept umsetzen, wie sie das anderswo auch schon haben, mit einer Auslieferflotte, mit Elektroautos, die man dort leihen kann, so dass auch derjeni- ge, der zu Fuß hinkommt, dort aber mehr kauft, als er tragen kann - das passiert es Öf- teren einmal -, dann die Chance hat, diese Dinge auch nach Hause zu bringen. Was vielleicht auch ganz wichtig ist - das ist leider heute Morgen nicht gefragt worden: Die Baumreihe entlang dieses Grundstücks, um das es geht, entlang der Durlacher Al- - 7 - lee, ist auch durch den Bau von IKEA nicht gefährdet. Das ist in den Planungen mit drin. Das ist insbesondere für die Durlacher Allee auch eine ganz wichtige Information. Das zu den Auswirkungen, auch im Hinblick auf das Grünkonzept. Dann waren Sie alle einverstanden mit der Antwort der Verwaltung. Wir berichten wei- ter. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 10. Juni 2014