Schienenersatzverkehr Durlacher Allee

Vorlage: 2014/0424
Art: Anfrage
Datum: 19.02.2014
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Verkehrsbetriebe Karlsruhe
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Grötzingen

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 08.04.2014

    TOP: 21

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Stellungnahme TOP 21
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) vom: 17.02.2014 eingegangen: 17.02.2104 Gremium: 60. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 08.04.2014 2014/0424 21 öffentlich Dez. 4 Schienenersatzverkehr Durlacher Allee A. Werden beide Richtungsgleise auf ganzer Länge oder nur in Teilabschnitten einschließlich Schotterbettung erneuert? Die Gleise werden auf gesamter Länge zwischen dem Bahnübergang Weinweg und der Weichenverbindung unmittelbar westlich der Haltestelle Auer Straße ausgetauscht. Dazu gehört auch die Weichenverbindung in Richtung Durlach tief sowie einige Gleis- meter in Richtung der Haltestelle Durlach Bahnhof. Diese Baumaßnahmen werden kombiniert mit weiteren Baumaßnahmen der VBK in Durlach (Haltestellenausbau) und bei der Hubbrücke (Brückenarbeiten, Gleisaustausch, Bahnübergangssanierung), der AVG in Grötzingen (zweigleisiger Ausbau Bf. Grötzin- gen, Brückensanierung) und Maßnahmen des Tiefbauamtes an der Durlacher Allee (Brückensanierung, Asphaltarbeiten). Somit ist ein sehr großes aufeinander abge- stimmtes Baustellenpaket entstanden, das gesamthaft abgewickelt wird und für das ein detailliertes Busersatzkonzept erstellt wurde. B. Wann wurden die Gleise letztmalig erneuert und wann fand die letzte Durch- arbeitung statt? Durcharbeitungen finden bedarfsabhängig statt, i. d. R. alle 5 - 10 Jahre. Der letzte größere Umbau der Strecke fand in drei Teilabschnitten zwischen 1990 und 1996 statt. Die Gleise westlich der Haltestelle Auer Straße datieren von 1975. Seite 2 C. Wie groß ist der Abnutzungsgrad der Schienen, wie viel Prozent der Schienenbefestigungen sind gelockert, und wie hoch ist der Anteil der Gleisabschnitte mit unzulässigen Spurerweiterungen? D. Ist im Zusammenhang mit dieser Maßnahme auch die Erneuerung der Bahn- steige auf der Haltestelle „Dornwaldsiedlung“ geplant? Ausschlaggebend für den Austausch der Gleise ist weniger der Abnutzungszustand der Schienen, sondern vor allem eine Vielzahl schadhafter Schwellen. Zur Gewährleis- tung der Spurführung wurden Spurstangen eingezogen. Zudem sind die Schienenbe- festigungen auf den Brücken in großen Teilen lose. Sie wurden zwar ständig ausge- bessert, doch ist nun ein Komplettaustausch erforderlich. Unzulässige Spurerweiterun- gen gibt es in diesem Abschnitt nicht, sonst müsste der Verkehr bereits eingestellt sein. Die Haltestelle Untermühlstraße (Dornwaldsiedlung) wird nicht mit umgebaut, da die Planung infolge der Ansiedlung von dm grundlegend geändert werden musste. Die Plangrundlagen sind auf Grund verschiedener Randbedingungen noch nicht ausfüh- rungsreif. E. Was hindern die VBK daran, die vorgesehenen Arbeiten nicht in den Nachtstunden Mo. - Fr. zwischen 21:00 Uhr und 06:00 Uhr = 9 Stunden und am Wochenende auszuführen? Nacht- oder Wochenendarbeiten sind nur dann sinnvoll, wenn sie als Bauzeitverlänge- rung oder zum Wiedereinholen von Bauverzögerungen genutzt werden, nicht aber als Ersatz für eine tageszeitliche Baumaßnahme. Ferner ist es nicht möglich, die verschie- denen miteinander kombinierten Baumaßnahmen entlang der Durlacher Allee so durchzuführen, dass tagsüber stets wieder gefahren werden kann. So muss etwa für die Brückensanierungen der gesamte Gleiskörper für mehrere Wochen komplett aus gebaut werden. Seite 3 Nicht zuletzt im Hinblick auf die o. g. Kombination der verschiedenen Teilbaumaßnah- men sind Nachtarbeiten weder wirtschaftlich noch bautechnisch sinnvoll. Schließlich würde eine derartige Bauweise die Gesamtbauzeit um ein Vielfaches verlängern. F. Wo sollen die Züge der S 4 und S 5 enden? S 4/S 41: Planmäßig an der Tullastraße beginnende oder endende Züge (von/nach Achern bzw. Freudenstadt) sind von der Sperrung nicht betroffen. Züge von/nach Bretten – Heilbronn enden bzw. beginnen in Jöhlingen, Schienener- satzverkehr mit Bussen wird zwischen Tullastraße und Jöhlingen eingerichtet. Als Ersatz für die Eilzüge wird zusätzlich eine SEV-Linie zwischen Jöhlingen und Karls- ruhe Hbf. eingerichtet. S 5: Züge von/nach Westen enden bzw. beginnen an der Haltestelle Tullastraße, Züge von/nach Osten enden bzw. beginnen Grötzingen Krappmühlenweg. Schienenersatz- verkehr mit Bussen wird zwischen Tullastraße und Pfinztal eingerichtet. G. Wie viele Fahrgäste werden werktäglich auf den Linien 1 und 2 zwischen Dur- lach und Karlsruher Innenstadt befördert: 1. in den Spitzenstunden? 2. im Tagesdurchschnitt? Täglich werden mit den Linien 1 und 2 rund 9 000 Fahrgäste je Richtung zwischen Tullastraße und Durlach befördert. In den Sommerferien wird wegen der deutlich ver- ringerten Nachfrage im Berufsverkehr und dem Fehlen des Ausbildungsverkehrs von ca. 5 000 Fahrgästen ausgegangen. In der morgendlichen Spitzenstunde werden ca. 1 000 Fahrgäste in Lastrichtung be- fördert, in den Sommerferien wird von ca. 500 ausgegangen. Seite 4 H. Wie viele Fahrgäste werden werktäglich auf den Linien S4 und S5 zwischen Durlach Bahnhof und Karlsruher Innenstadt befördert: 1. in den Spitzenstunden? 2. im Tagesdurchschnitt? Täglich werden mit den Linien S 4 und S 5 rund 8 000 Fahrgäste je Richtung zwischen Tullastraße und Durlach befördert. In den Sommerferien wird wegen von einer deut- lich verringerten Nachfrage im Berufsverkehr und dem Fehlen des Ausbildungsverkehrs von ca. 4 500 Fahrgästen ausgegangen. In der morgendlichen Spitzenstunde werden ca. 1 000 Fahrgäste in Lastrichtung be- fördert, in den Sommerferien wird von ca. 450 ausgegangen. I. Wie viele Omnibusse in welcher Taktung sind erforderlich, um die oben ge- nannten Transportkapazitäten der Schienenbahnen zu übernehmen? Auf Basis der oben genannten Fahrgastprognose werden die VBK als Ersatz der Linien 1 und 2 zwischen Tullastraße und Durlach in der Hauptverkehrszeit einen 5-Minuten- Takt und in der Schwachlastzeit (abends und an Sonntagen) einen 10-Minuten-Takt anbieten. Dazu kommen die o. e. SEV-Linien als Ersatz für die S 4 und S 5. Für die VBK-SEV-Verkehre werden voraussichtlich 8 Busse eingesetzt, für die SEV-Verkehre der Linien S 4 und S 5 weitere 31 Busse. J. Um wie viele Minuten verlängert sich die Fahrzeit des SEV zwischen Turmberg und Auer Straße und dem Marktplatz gegenüber den derzeitigen Straßen- bahnverbindungen einschließlich der Umsteigezeiten? Mit Nutzung des SEV (inkl. Umsteigezeit) ergibt sich eine Fahrzeitverlängerung von ca. 5 bis 7 Minuten gegenüber der heutigen durchgängigen Bahnverbindung (abhängig von Tageslage und Anschlusssituation). Bei den Linien S 4 und S 5 können die Reise- zeitverlängerungen je nach Relation auch darüber liegen. Seite 5 K. Welcher Linienweg für den SEV ist innerhalb von Durlach bis zur Südtangente vorgesehen, und ist vorgesehen, die LZA schaltungstechnisch für den SEV an den einzelnen Knoten, insbesondere am Knoten Rüppurrer Allee – Schwarz- waldstraße zu optimieren? Der Fahrweg der SEV-Busse Tullastraße - Durlach entspricht dem der Bahn. Eine Nutzung der Südtangente ist für diesen SEV nicht vorgesehen. Ab/bis Hauptbahnhof verkehrt der o. e. SEV-Verkehr als Ersatz für die Eilzüge der S 4 sowie ein weiterer SEV zum Ersatz der im Sommer wegen Freihaltung der Trasse Bruchsal – Karlsruhe für den Fernverkehr ebenfalls eingestellten Stadtbahnlinien S 31/S 32. Dieser fährt vom Haupt- bahnhof (Südseite) über Südtangente – A 5 – Alte B 10 (Rückseite Durlach Bahnhof) – B 10 nach Grötzingen bzw. Weingarten. Da bei diesem SEV Fahrzeuge unterschiedli- cher Unternehmen eingesetzt werden müssen, ist eine Einbeziehung in die LSA-Be-ein- flussung technisch nicht möglich. L. Gibt es gegenseitige Berührungspunkte mit negativen Auswirkungen auf den SEV und den MIV, auch im Hinblick auf die geplanten Bauarbeiten auf der BAB? Die Bauarbeiten auf der BAB A 5 sind planmäßig mit Beginn der Sommerferien been- det. Eine Nutzung der BAB für den SEV der AVG-Linien ist somit problemlos möglich. M. Wie hoch sind die Kosten (ohne Gegenrechnung durch entfallende Bahnen) gemäß derzeitiger Planungen für den SEV und Änderungen an den LZA kalku- liert? Die Kosten für den SEV für die Linien 1 und 2 sind auf ca. 265.000 € kalkuliert. Darin ist eingerechnet, dass Fahrer, die über beide Qualifikationen verfügen, statt auf der Straßenbahn, bei der im Sommer Kurse entfallen, beim Bus eingesetzt werden. Seite 6 Die Kosten für den SEV für die AVG-Linien können nicht der Maßnahme Durlacher Allee angerechnet werden, da sie wegen anderer Baumaßnahmen im AVG- und DB- Bereich ohnehin erforderlich werden. Bei einem Verzicht auf die Baumaßnahme Durlacher Allee könnten hier keine nennenswerten Einsparungen am Leistungsumfang der SEV-Verkehre für S 4 und S 5 umgesetzt werden.

  • FW-Schienenersatzverkehr Durlacher Allee
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) vom 17.02.2014 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 60. Plenarsitzung Gemeinderat 08.04.2014 2014/0424 21 öffentlich Schienenersatzverkehr Durlacher Allee Die BNN berichteten am 31.01.2014 in der Meldung „ Karlsruhe stellt Baustellenre- kord auf“ u. a. über eine geplante Totalsperrung der Straßenbahnstrecke zwischen Durlach und Weinweg/Tullastraße. Dazu haben die Freien Wähler folgende Fragen: A. Werden beide Richtungsgleise auf ganzer Länge oder nur in Teilabschnitten einschließlich Schotterbettung erneuert? B. Wann wurden die Gleise letztmalig erneuert und wann fand die letzte Durch- arbeitung statt? C. Wie groß ist der Abnutzungsgrad der Schienen, wie viel Prozent der Schienenbefestigungen sind gelockert und wie hoch ist der Anteil der Gleisabschnitte mit unzulässigen Spurerweiterungen? D. Ist im Zusammenhang mit dieser Maßnahme auch die Erneuerung der Bahn- steige auf der Haltestelle „Dornwaldsiedlung“ geplant? E. Was hindern die VBK daran, die vorgesehenen Arbeiten nicht in den Nachtstunden Mo - Fr zwischen 21:00 h und 6:00 h = 9 Stunden und am Wochenende auszuführen? F. Wo sollen die Züge der S4 und S5 enden? Seite 2 __________________________________________________________________________________________ G. Wie viele Fahrgäste werden werktäglich auf den Linien 1 und 2 zwischen Dur- lach und Karlsruhe Innenstadt befördert: 1. in den Spitzenstunden? 2. im Tagesdurchschnitt? H. Wie viele Fahrgäste werden werktäglich auf den Linien S4 und S5 zwischen Durlach Bahnhof und Karlsruhe Innenstadt befördert: 1. in den Spitzenstunden? 2. im Tagesdurchschnitt? I. Wie viele Omnibusse in welcher Taktung sind erforderlich, um die oben ge- nannten Transportkapazitäten der Schienenbahnen zu übernehmen? J. Um vie viele Minuten verlängert sich die Fahrzeit des SEV zwischen Turmberg und Auer Straße und dem Marktplatz gegenüber den derzeitigen Straßen- bahnverbindungen einschließlich der Umsteigezeiten? K. Welcher Linienweg für den SEV ist innerhalb von Durlach bis zur Südtangente vorgesehen, und ist vorgesehen, die LZA schaltungstechnisch für den SEV an den einzelnen Knoten, insbesondere am Knoten Rüppurrer Allee – Schwarzwaldstraße zu optimieren? L. Gibt es gegenseitige Berührungspunkte mit negativen Auswirkungen auf den SEV und den MIV, auch im Hinblick auf die geplanten Bauarbeiten auf der BAB? M. Wie hoch sind die Kosten (ohne Gegenrechnung durch entfallende Bahnen) gemäß derzeitiger Planungen für den SEV und Änderungen an den LZA kal- kuliert ? Seite 3 __________________________________________________________________________________________ Die Gleise auf der Durlacher Allee unterliegen zweifelsfrei einer hohen Belastung und die Freien Wähler anerkennen, dass die VBK diesen Streckenabschnitt in ein- wandfrei betriebsfähigem Zustand unter Beibehaltung der Höchstgeschwindigkeit erhalten will. Allerdings sehen die Freien Wähler auch die Gefahr einer absolut unzureichenden, da störungsanfälligen Omnibus-Ersatzverbindung über Südtangente, BAB mit Bau- stelle, dem Hauptbahnhof zur Innenstadt, wie Marktplatz oder Kaiserstraße. Alternativ können sich die Freien Wähler - so wie in der Vergangenheit praktiziert - einen Bauablauf unter dem „rollenden Rad“ vorstellen. Nachts erfolgt der Gleisaus- tausch alt gegen neu in z. B. 120 m langen Abschnitten, tagsüber fahren die Bah- nen, wenn auch mit verminderter Geschwindigkeit, im Baugleis. Machbar müsste auch eine die Nutzungszeit um 4 - 5 Jahre verlängernde Gleis- durcharbeitung sein, die in den Nachtstunden durchgeführt werden kann. Nachts dürfte es auch kein Problem sein, den SEV auf der Durlacher Allee direkt zum Dur- lacher Tor, Mendelssohnplatz oder Ettlinger Tor zu führen. Im Interesse aller Fahrgäste auf dem betroffenen Streckenabschnitt erwarten die Freien Wähler von den VBK eine Überprüfung des vorgesehenen Bauablaufes mit Vollsperrung aufgrund der momentanen und bis Sommer zur Ausführung geplanten Baumaßnahmen in Karlsruhe. unterzeichnet von: Jürgen Wenzel Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 27. März 2014 Sachverhalt/Begründung:

  • Protokoll TOP 21
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 60. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 8. April 2014, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 23. Punkt 21 der Tagesordnung: Schienenersatzverkehr Durlacher Allee Anfrage des Stadtrats Jürgen Wenzel (FW) vom 17. Februar 2014 Vorlage: 2014/0424 Beschluss: Kenntnisnahme von Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 21 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 6. Mai 2014