Ertüchtigung der Skateanlagen - Kostenkontrollierte Planungen

Vorlage: 2014/0405
Art: Antrag
Datum: 11.02.2014
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Gartenbauamt
Erwähnte Stadtteile: Daxlanden

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 18.03.2014

    TOP: 22

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mit Stellungnahme einverstanden

Zusätzliche Dateien

  • KAL-Skateanlagen
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadtrat Lüppo Cramer (KAL) Stadträtin Margot Döring (KAL) KAL-Gemeinderatsfraktion vom 10. Februar 2014 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 59. Plenarsitzung Gemeinderat 18.03.2014 2014/0405 22 öffentlich Ertüchtigung der Skateanlagen - Kostenkontrollierte Planungen Für die Erneuerung der Bodenbeläge, Sanierung der Anlagen und Neukonzipierung von Skateparks im öffentlichen Raum wird eine kostenkontrollierte Planung erstellt. Skaten ist als Freizeitsport mit Bewegung auf Rollen, Rädern, Brettern für viele Altersgruppen mit hohem Nutzen für Gesundheit und Spaß verbunden. Fast alle öffentlichen Skate-Anlagen sind jedoch überaltert, der Boden der Parks aus ungeeignetem Material. Der ungeeignete Untergrund, meist Asphalt, führt besonders bei ungeübten Personen zu Verletzungsgefahren. Die einzelnen Elemente sind veraltet und entsprechen nicht mehr dem Standard moderner Skate-Anlagen. Das führt dazu, dass die Anlagen immer weniger frequentiert werden. Auch Wettkämpfe können hier nicht ausgeführt werden. Der Standard der Karlsruher Skateplätze liegt deutlich unter dem anderer Großstädte und vieler kleineren Kommunen. Für eine Neukonzipierung bzw. Ertüchtigung vorhandener Anlagen müssen die Nutzer und Nutzerinnen als Experten mit einbezogen werden, von der Planung bis hin zur Erstellung. Insbesondere das Know-how des Stadtjugendausschusses und des Vereines Rollbrett e. V. sind heranzuziehen. Um die Anlagen nach und nach zu sanieren, müssen bis zur Erstellung des nächsten Doppelhaushalts die Kosten ermittelt werden. Dabei sollen größere Anlagen wie der Skatepark im Otto-Dullenkopf-Park, aber auch kleinere neuere Anlagen, wie z. B. in Daxlanden, betrachtet werden. unterzeichnet von: Lüppo Cramer Margot Döring Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 6. März 2014 Sachverhalt/Begründung:

  • Stellungnahme TOP 22
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag KAL -Gemeinderatsfraktion vom: 10.02.2014 eingegangen: 10.02.2014 Gremium: 59. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 18.03.2014 2014/0405 22 öffentlich Dez. 6 Ertüchtigung der Skateanlagen - Kostenkontrollierte Planungen - Kurzfassung - Die Verwaltung erstellt in Zusammenarbeit mit einem qualifizierten Fachplaner und Beteiligung der Akteure der Skater-Szene eine kostenkontrollierte Planung für eine zeitgemäße Skateanlage im Otto-Dullenkopf-Park. Weiterhin wird ein Gesamtkonzept zu Qualitäten und Entwicklungs- zielen aller öffentlichen Skateanlagen erarbeitet und im Planungsausschuss präsentiert. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Derzeit noch nicht bezifferbar. Kontierungsobjekt: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Sport, Freizeit und Gesundheit Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Stadt Karlsruhe hatte mit Aufkommen der modernen "rollenden Sportarten" wie Skaten, Inlinern usw. diesen Trend aufgegriffen und nach und nach an zentralen Orten im Stadtgebiet Skaterplätze gebaut. Diese werden auch heute noch betrieben und erfahren immer noch inten- siven Zuspruch, wie die Vielzahl der Nutzer vor Ort zeigt. Die erste Skateanlage entstand in Karlsruhe an der Günther-Klotz-Anlage im Jahre 1997 mit der damals üblichen Ausstattung. Auf einer ebenen Asphaltfläche wurden mehrere Ramps mit un- terschiedlichen Anforderungen und Schwierigkeitsgraden aufgestellt. Im Zuge der Sanierung dieser Anlage im Jahre 2011 gab es auch erste Überlegungen, eine "Bowl" als neues zeitgemä- ßes Angebot vorzusehen. Die Idee scheiterte jedoch am Platzmangel und an den Anforderun- gen, die "Das Fest" an diesen Zugangsbereich stellt. In Abstimmung mit Vertretern des Vereines Rollbrett e. V. wurde dann das inzwischen realisierte Konzept erarbeitet. Ein wichtiges Ziel war dabei die Bereitstellung eines vielfältigen Angebotes, das nicht nur den Skatern und Inlinern, sondern auch den Interessen der BMX-Fahrer zugute kommt. In der vom Stadtjugendausschuss e.V. durchgeführten 2. Jugendkonferenz im Oktober 2013 wurde die mittlerweile geringe Attraktivität der Skateranlagen thematisiert und Verbesserungs- vorschläge erarbeitet, die auch im Jugendhilfeausschuss am 29. Januar 2014 vorgestellt wur- den. Die Skaterpraxis hat sich verändert und weiterentwickelt. Der Trend geht hin zu sogenann- ten Street-Anlagen, also Arealen, die Straßenräumen oder städtischen Situationen nachemp- funden sind. Diese Anlagen werden insbesondere von den routinierteren und professionelleren Skatern nachgefragt. Da besteht in der Tat Entwicklungspotential für die Stadt Karlsruhe. Nach Auffassung des Gartenbauamtes sollte eine solche zentrale Anlage im Otto-Dullenkopf- Park entstehen. Die Betonramps und der Bodenbelag des dortigen Skater-Platzes sind in abseh- barer Zeit sanierungsbedürftig, so dass sowieso Handlungsbedarf besteht. Das Gartenbauamt hat bereits mit einem von der Karlsruher Skaterszene empfohlenen Planungsbüro Kontakt auf- genommen, um eine Konzeption unter der Beteiligung der örtlichen Skate-Akteure für diesen Ort zu erarbeiten, die dann als kostenkontrollierte Planung den gemeinderätlichen Gremien vorgestellt werden soll. Weiterhin wird auch ein Konzept für die zukunftsfähige Nutzung der bestehenden Anlagen erarbeitet, das ebenfalls den gemeinderätlichen Gremien vorgestellt wird.

  • Protokoll TOP 22
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 59. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 18. März 2014, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 23. Punkt 22 der Tagesordnung: Ertüchtigung der Skateanlagen - Kostenkontrol- lierte Planungen Antrag des Stadtrats Lüppo Cramer und der Stadträtin Margot Döring (KAL) sowie der KAL-Gemeinderatsfraktion vom 10. Februar 2014 Vorlage: 2014/0405 Beschluss: Einverstanden mit Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 22 zur Behandlung auf und verweist auf die vorliegende Stellungnahme der Verwaltung. Stadträtin Döring (KAL): Alle Mitglieder des Jugendhilfeausschusses werden jetzt si- cher denken: Was soll denn eigentlich dieser Antrag zum Thema "Ertüchtigung von Skateanlagen? (Beifall) Das war im Ausschuss ausführlich dargestellt, das ist positiv von allen Fraktionen und allen, die da waren, diskutiert worden. Auch die Presse hat einen wunderschönen aus- führlichen Artikel dazu gebracht. Das war alles richtig. Uns war aber wichtig, dass wir von der Verwaltung schriftlich bekommen, was schon mündlich zugesagt wurde: Es wird eine kostenkontrollierte Planung geben. Allerdings steht leider in der Verwaltungsantwort nicht, für welchen Haushaltszeitraum diese Planung erstellt wird. Wir gehen einmal davon aus, für den nächsten. - Herr Kern nickt. Wie gesagt: Das Schriftliche ist das, was uns wichtig war. Noch einmal - ich habe es auch in der Ausschusssitzung gesagt: Die Karlsruher Liste legt Wert darauf, dass wirklich die Nutzerinnen und Nutzer ihre fachkundige Meinung sagen können, und dass diese - 2 - Vorschläge und Wünsche dann nicht - wie schon einmal - aus Kostengründen verwäs- sert werden. Wir wollen keine kleine Karlsruher Lösung, sondern Skateanlagen, die die- sen Namen verdienen und die auch wettkampftauglich sind. Wir wollen moderne Stan- dards, die Karlsruhe vergleichbar machen mit anderen großen und kleinen Städten, in denen es diese Standards auch gibt. Die Skateszene ist eher Insidern bekannt. Dass hier auch Wettkämpfe, so genannte Ska- te Contests, stattfinden, wissen sicher auch nicht viele. Vielleicht einmal im Jahr auf dem FEST bekommt man mit, wenn man zu dem Zeitpunkt dort ist, dass tatsächlich etwas Wettbewerbartiges stattfindet. Aber es findet nicht den Weg in die breite Öffent- lichkeit. Dabei ist diese Sportart auf Brettern, auf Rollen, auf Rädern im Kommen. Mit ihren vie- len bewegungsfördernden Elementen ist sie auch ein ganz wichtiger Beitrag zur Ge- sundheitsförderung für Kinder, für Jugendliche und auch für Erwachsene. Das sollte es uns wert sein, mehrere zukunftsorientierte Anlagen zu bauen, deren Nutzung dann auch Spaß macht. Das war auch ein wichtiger Punkt in der Darstellung im Jugendhil- feausschuss, weil Spaß der wichtigste Faktor ist bei der Motivation, etwas für sich selbst zu tun. (Beifall bei der KAL) Stadträtin Kluth (GRÜNE): Vielen Dank an die KAL für diesen Antrag. Vielen Dank auch an die Verwaltung für die gute Antwort. Wir freuen uns, dass das Engagement der Nutzerinnen und Nutzer so anerkannt wird, dass sie weiter in die Planung mit ein- bezogen werden und dass wir das nun auch schriftlich haben. Allerdings ist es schon seit der Jugendkonferenz permanent geschehen. In dieser Weise vertrauen wir darauf, dass einige zukunftsfähige, motivierende und inte- ressante Skateranlagen in Karlsruhe erhalten bleiben, ausgebaut und genutzt werden. Wir freuen uns auf die Vorstellung diese Planung im Planungsausschuss, würden uns aber angesichts der vielen Ideen für den Otto-Dullenkopf-Park auch über ein Gesamt- konzept für diesen Park freuen, um ein gutes Miteinander in diesem Park aufgrund der nicht gerade unendlichen Fläche auch zu gewährleisten. (Beifall bei den Grünen) Stadträtin Meier-Augenstein (CDU): In Kürze: Wir haben uns auf die mündliche Zu- sage verlassen. Herr Kern hatte uns zugesagt, dass das alles ausgearbeitet wird und rechtzeitig zu den Haushaltsberatungen vorliegt. Insofern wäre der Antrag aus unserer Sicht nicht erforderlich gewesen. Aber jetzt ist es noch einmal niedergeschrieben. Das ist natürlich auch gut. Wir sind uns einig gewesen in dem Punkt, dass wir da etwas tun müssen, zumal das wirklich auch ein tolles Projekt ist, das uns vorgestellt wurde, zum einen bei der Jugendkonferenz und dann auch noch im Ausschuss. Das wollen wir na- türlich auch unterstützen. Insofern warten wir jetzt einmal, was herauskommt, damit wir das rechzeitig für den Haushalt vorbereiten können. (Beifall bei der CDU) - 3 - Stadträtin Melchien (SPD): Wir haben uns tatsächlich etwas gewundert. Noch mehr habe ich mich jetzt über die Begründung gewundert, weil wir durchaus das Vertrauen in die Verwaltung setzen, dass, wenn wir in einem beschließenden Ausschuss etwas beschließen, das dann auch beschlossen ist. Aber es schadet nichts, der Abend ist noch jung. (Heiterkeit) Inhaltlich sind wir einer Meinung. Unser dreifacher Dank gilt zum einen den aktiven Sportlern, die mit ihrer Expertise und vor allem aber auch mit ihrer Überzeugungsarbeit sowohl bei der Jugendkonferenz als auch im Jugendhilfeausschuss uns von der Not- wendigkeit dieser anstehenden Maßnahme überzeugt haben. Außerdem gilt unser Dank dem Gartenbauamt, das bereits aktiv geworden ist. Unser Dank gilt auch dem Stadtjugendausschuss, der solche Initiativen immer mit der notwendigen Ernsthaftigkeit fördert und auch begleitet. Weil Sie jetzt die Kosten angesprochen haben, und dass es uns dann auch etwas kosten muss und auch in welchem Bereich Sie sich das vorstellen: Ich denke, da sind wir dann alle gefragt in den Haushaltsberatungen, unseren Worten Taten folgen zu lassen. (Beifall bei der SPD) Stadtrat Jooß (FDP): Wenn die KAL kritisch ist und das noch einmal schriftlich haben will, stimmen wir dem natürlich zu: Zum ersten wegen der Sanierungsbedürftigkeit, zumal Unfallgefahr besteht und für die Sicherheit gesorgt werden muss. Zweitens, dass in der Otto-Dullenkopf-Anlage eine neuartige Skaterbahn errichtet wer- den soll, auch zum Sport. Drittens kommt es allen entgegen, die nicht in Sportvereinen Sport treiben wollen oder können, sondern auch ohne Sportverein - s. Bericht Sportentwicklungsplanung. Vielen Dank für diesen Antrag. Wir stimmen dem zu. (Beifall bei der FDP) Der Vorsitzende: Wir haben gemeinsam festgestellt, dass das von der Verwaltung schon zugesagt war. Jetzt ist es schriftlich. Sie glauben das alle. Von daher unterhalten wir uns dann beim nächsten Haushalt wieder. - 4 - Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 16. April 2014