Ausbau des ZKM-Subraums

Vorlage: 2014/0371
Art: Antrag
Datum: 24.01.2014
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Kulturamt
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 18.03.2014

    TOP: 18

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: verwiesen an Stiftungsrat ZKM

Zusätzliche Dateien

  • SPD-Ausbau ZKM-Subraum
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Elke Ernemann (SPD) Stadtrat Dr. Heinrich Maul (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion vom 21. Januar 2014 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 59. Plenarsitzung Gemeinderat 18.03.2014 2014/0371 18 öffentlich Ausbau des ZKM-Subraums Die Verwaltung erstellt mit der Geschäftsführung des ZKM ein Konzept mit verschiedenen Nutzungsalternativen für den ZKM-Subraum. Dem Gemeinderat werden die Ergebnisse zusammen mit einer Schätzung der Investitionskosten vorgelegt. Begründung: Der so genannte ZKM-Subraum ist ein Rohbau, der sich in seiner gegenwärtigen Verfassung für keine Funktion angemessen nutzen lässt. Eine Nutzung des Subraums als kultureller Veranstaltungsraum würde das ZKM-Areal hingegen weiter aufwerten. Ein gemeinsam mit der ZKM-Geschäftsführung vorzulegendes Konzept könnte Perspektiven für eine kulturelle Nutzung des ausgebauten ZKM-Subraums im Zusammenspiel mit dem ZKM-Vorplatz aufzeigen. unterzeichnet von: Doris Baitinger Elke Ernemann Dr. Heinrich Maul Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 6. März 2014

  • Stellungnahme TOP 18
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion vom: 21.01.2014 eingegangen: 22.01.2014 Gremium: 59. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 18.03.2014 2014/0371 18 öffentlich Dez. 2 Ausbau des ZKM-Subraums - Kurzfassung - Es wird vorgeschlagen, dass das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW) auf der Grundlage der erarbeiteten Nutzungskonzeption eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gibt, die die bauliche und technische Realisierbarkeit der Umgestaltung des ZKM-Subraums überprüft, den Kostenrahmen ermittelt und gleichzeitig unter Einbeziehung eines Gastronomieberaters die Refinanzierbarkeit durch ein gastronomisches Betreiberkonzept analysiert. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Noch keine Aussage zu den Kosten möglich Kontierungsobjekt: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Kultur Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Im Jahr 1997 bezog das ZKM den ehemaligen IWKA-Hallenbau A. Die Planung des Hamburger Architekturbüros Schweger & Partner für den Umbau des Hallenbaus griff aus dem aufgegebe- nen Rem-Koolhaas-Projekt hinter dem Hauptbahnhof das architektonische Merkmal des Würfels auf und setzte mit dem blauen Kubus am Haupteingang zum Zentrum ein Signet zeitgenössi- scher Architektur für die zeitgenössische und zukunftsorientierte Institution des ZKM im histori- schen Hallenbau. Dieser Kubus beinhaltet heute im Obergeschoss ein technisch hochwertig ausgestattetes Studio des ZKM-Instituts für Musik und Akustik. Aus Kostengründen wurde sei- nerzeit jedoch der Bereich des Erdgeschosses, der sog. Subraum, im Rohbauzustand belassen. Der Raum mit offener Glasfassade mit ca. 580 qm Nutzfläche ist ohne jegliche Infrastruktur und nicht beheizbar. Im jetzigen Zustand ist er für das ZKM kaum nutzbar, außer den Präsentationen einzelner künstlerischer Installationen, wie zuletzt der Windmaschine im Rahmen der Sasha- Waltz-Ausstellung, die jedoch immer mit einem großen technischen und finanziellen Aufwand verbunden sind. Schon länger ist es dem ZKM und der Verwaltung ein Anliegen, den Raum an dieser besonders wichtigen Stelle aufzuwerten und für das ZKM nutzbar zu machen. In den vergangenen Jahren wurden zwar verschiedene bauliche Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt, um den Rohbau zu kaschieren, das Ansammeln von Schmutz und Abfall im Wasserbecken zu verhindern und den Kubus durch Beleuchtung auch nachts sichtbar zu machen. Aber für eine dauerhafte Nutzbar- machung bedarf es auf der Basis eines Nutzungskonzeptes einer umfassenden bauplanerischen Ausarbeitung. Wie beantragt, hat die Verwaltung gemeinsam mit der Geschäftsleitung des ZKM entsprechen- de Überlegungen für die Nutzung des ZKM-Subraums angestellt, die die konkreten Betriebsbe- dürfnisse des ZKM aufgreifen. Das Konzept beinhaltet folgende wesentlichen Aspekte: - Subraum als Schaufenster: Der Subraum soll unter Einsatz modernster Medientechnologie auf den Vorplatz ausstrahlen und die Inhalte des ZKM-Programms als „mediale Visitenkarte“ nach außen spiegeln. Wün- schenswert wäre eine künstlerisch bespielbare Medienfassade am Kubus. Der Subraum könnte sowohl als ein nach außen verlagerter Ausstellungsraum für künstlerische Installationen wie auch als Veranstaltungsraum für besondere Anlässe dienen. Besonders attraktiv könnte eine Kombination von begehbarer, multimedialer Installation, die den Raum für das Publikum insze- niert, mit einer gastronomischen Nutzung des Subraums sein. - Gastronomische Nutzung des Subraums: Denkbar wäre ein „Future-Restaurant“ im Subraum, klein, aber fein, für gehobene Ansprüche an Küche und Design mit Ausblick auf den ZKM-Vorplatz und Außenwirkung für das ZKM, HfG, Städtische Galerie und die ganze Stadt. Kochen soll hier als kulturelles Medium erlebt werden können. Diese Überlegungen sollten in einem ganzheitlichen Gastronomiekonzept Eingang fin- den. - Steigerung der Museumsattraktivität: Für Museen sind heutzutage neben dem inhaltlichen Programm vor allem auch Service- Einrichtungen von besonderer Bedeutung. Die Gastronomie trägt wesentlich zur Steigerung der Attraktivität und Außenwirkung bei. Durch ein gut geführtes Restaurant mit einer avancierten Küche und einem innovativen Gestaltungskonzept kann der ZKM-Subraum zu einem neuen Treffpunkt für die Stadt werden. Das ZKM würde im nationalen und internationalen Wettstreit der Museen noch konkurrenzfähiger und attraktiver werden. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 - Städtebauliche Aufwertung und Entwicklung des ZKM-Vorplatzes: Durch die hinzugekommene Randbebauung des Areals ist das ZKM-Gebäude fast nur noch über den Vorplatz sichtbar. Umso wichtiger ist es, das Signet des Kubus an dieser städtebaulich exponierten Stelle, wo sich die Nord-Süd-Längsachse des Hallenbaus und die Ost-West- Querachse zwischen Brauer-Boulevard und Lorenzstraße kreuzen, durch Belebung des Sub- raums noch mehr zu betonen. Eine hochwertige Gastronomie bedeutet eine Aufwertung für das ganze Stadtquartier und eine Bereicherung der städtischen Gastronomieszene. Im Sommer könnte eine Außenbewirtung auf dem Vorplatz, der das architektonische Potenzial hat, Kultur-Besucher und vorbeikommende Stadtbewohner zum Verweilen einladen, für weitere Belebung sorgen. Konkrete Aussagen über die anfallenden Investitionskosten sind ohne weitere planerische Un- tersuchungen nicht möglich. Insbesondere müssen auch technische Anforderungen, wie z. B. der Schallschutz für das Musikstudio im Kubus, berücksichtigt und näher untersucht werden. Es wird daher vorgeschlagen, dass das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW) auf der Grundlage der erarbeiteten Nutzungskonzeption eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gibt, die die bauliche und technische Realisierbarkeit der Umgestaltung des ZKM-Subraums überprüft, den Kostenrahmen ermittelt und gleichzeitig unter Einbeziehung eines Gastronomieberaters die Refinanzierbarkeit durch ein gastronomisches Betreiberkonzept analysiert. Je nachdem, was alles im Rahmen der Machbarkeitsstudie untersucht werden soll, wird HGW eine Aufgabenstellung in Abstimmung mit ZKM und Kulturamt erarbeiten und mindestens 2 Angebote einholen.

  • Protokoll TOP 18
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 59. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 18. März 2014, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 19. Punkt 18 der Tagesordnung: Ausbau des ZKM-Subraums Antrag der Stadträtinnen Doris Baitinger, Elke Ernemann und des Stadtrats Dr. Heinrich Maul (SPD) sowie der SPD-Gemeinderatsfraktion vom 21. Januar 2014 Vorlage: 2014/0371 dazu: Ergänzungsantrag der Stadträte Lüppo Cramer und Dr. Eberhard Fischer (KAL) sowie der KAL-Gemeinderatsfraktion vom 17. März 2014 Vorlage: 2014/0487 Beschluss: Einverstanden mit der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 18 zur Behandlung auf und verweist auf die vorliegenden Stellungnahmen der Verwaltung. Stadträtin Ernemann (SPD): Anträge sollen Anstoß sein. Ich hoffe und denke, dass mit diesem Antrag ein Anstoß zu einer entscheidenden Entwicklung bzw. zum Ausbau des so genannten ZKM-Subraums gegeben ist. Der Raum - ich will das nur kurz erwäh- nen - gehörte ursprünglich zu einem Gesamtkonzept vor dem Hallenbau des ZKM. Vor der Fassade waren eigentlich zwei Kuben geplant, die mit einem Wasserband verbun- den werden sollten. Aus Kostengründen ist dann nur der eine Kubus umgesetzt wor- den, der zweite ist entfallen und somit ist auch das Wasserband entfallen. Übrig geblie- ben ist ein Wassergraben. Ich garantiere, dass fast noch niemand hier von den Kolle- ginnen und Kollegen jemals diesen Raum von innen gesehen hat. Mir wurde diese Ehre auch erst im vergangenen Jahr bei der Übergabe der Schenkung von der Thyssen- Bornemisza-Stiftung mit anderen Kollegen zuteil. Ich habe den Raum das erste Mal ge- sehen. Es war ein grandioses Erlebnis, in diesem Raum zu sein, trotz der Tatsache, dass eine Heizung gefehlt hat und Wolldecken verteilt worden sind, dass der Raum in einem rohen Zustand war und man schon ein bisschen gebibbert hat, aber die Atmosphäre und das Feeling in diesem Raum war beeindruckend. Das war so beeindruckend, dass - 2 - hinterher mehrere Personen auf mich zugekommen sind und gefragt haben, kann man aus diesem Raum nicht mehr machen. Aus dem Raum kann man in der Tat mehr ma- chen. Das ist ein Raum, der nur selten genutzt wird, der auch nicht nutzbar ist. Was kann man aus diesem Raum machen? Es ist aus meiner Sicht ein Jammer, dass die- ser tolle Raum an einem so prominenten Ort in Karlsruhe ungenutzt dasteht. Der Raum kann genutzt werden für repräsentative Zwecke, zur Nutzung von Ausstellungen. Er kann auch u. a. gastronomisch genutzt werden. Liebe Kollegin und Kollegen der KAL, im Ergänzungsantrag steht, der Vorschlag der SPD sei, im Subraum eine Edelgastronomie einzurichten. Wenn Sie den Antrag von uns durchlesen, haben wir nie eine Edelgastronomie beantragt. Wir haben also ein Nut- zungskonzept gefordert, dass u. a. auch eine Gastronomie beinhaltet. Aus unserer Sicht schließt sich eine Gastronomie und ein Ausstellungs- oder Veranstaltungsraum nicht aus. Ob es eine Edelgastronomie sein muss, darüber kann man streiten. Wir lassen uns da sämtliche Ideen und Vorschläge, die uns im Rahmen einer Machbarkeitsstudie jetzt wohl irgendwann präsentiert werden, durch den Kopf gehen, ebenso eine Kostenstu- die. Wie gesagt, seit 16 Jahren ist dieser Raum ungenutzt. Aus unserer Sicht ist es schon an der Zeit, etwas aus diesen Räumlichkeiten zu machen. Wenn Sie vor dem Raum stehen, kann er z. B. durch eine Illumination, durch eine Anstrahlung, eine besondere Bedeu- tung an diesem doch etwas großen kargen Platz, abgesehen von dem Kunstwerk, das dort steht, eine recht bedeutende Position dort einnehmen und auch auf das ZKM hin- weisen. Wenn man drinnen sitzt, kann man einen wunderbaren Blick genießen auf die Brauerstraße, vorne Filmpalast, draußen dieses voluminöse Kunstwerk. Also wir können uns durchaus vorstellen, dass dieser Raum eine gewisse Belebung für den Platz, für das ZKM und für das ganze Stadtviertel bedeutet. Wir freuen uns, dass unser Antrag ange- nommen und aufgenommen worden ist und wir jetzt wohl bald eine Machbarkeitsstu- die vorgelegt bekommen. Wie gesagt, die Finanzen werden uns dann letztlich den Weg weisen, wie es weitergeht. Danke schön für die positive Antwort. (Beifall bei der SPD) Stadtrat Dr. Fischer (KAL): Was ist jetzt sage, ist ehrlich und nicht ironisch gemeint. Ich nehme den Satz in unserer Begründung mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück. Wir haben uns von der Antwort falsch leiten lassen. Wir sind davon ausgegangen, dass die Beantworter mit euch in Kontakt standen. Da geht es in der Antwort fast nur um Gastronomie. Da war für uns klar, da will irgendjemand einen Edelgastronomen rein- machen. Das können wir uns für diesen wunderbaren Raum überhaupt nicht vorstellen. Ich muss euch aber in einem widersprechen, das ist der Punkt, dass der Raum nicht ge- nutzt würde. Der Raum mit allem, was dort bisher stattgefunden hat in letzten Jahren, war dann immer auch ein Anziehungspunkt, vor allen Dingen nachts, wenn bestimmte Lichteffekte gewirkt haben. Dieser Raum eignet sich schon für Kunst. Er wurde auch so genutzt, leider zu wenig. Der dritte Punkt ist der, meine Fraktion hat nie verstanden, warum die Nutzung dieses Raumes nicht in dem vom Architekt vorgeschlagenen Konzept umgesetzt wurde, näm- - 3 - lich mit einer Wasserfläche, rund um diese runde Präsentation, auf der die Kunst steht. Für uns wäre das ein Traum, das Ganze gekoppelt mit einem entsprechenden Lichtkon- zept für die Wasserfläche. Das würde wunderbar aussehen. Die Fläche in der Mitte will ich mir die als kulturelle Fläche erhalten, aber natürlich kann man da auch mal, wenn keine Kunst dort steht, so einen Empfang machen, wie z. B. damals bei der Übergabe des Werks von Frau Thyssen-Bornemisza. Jetzt noch etwas zur Gastronomie im ZKM allgemein. Das erlaube ich mir jetzt einfach in dem Zusammenhang. Dieses Problem schwebt auch. Das hat zwei Wurzeln. Wurzel eins: Der Raum im Foyer ist für eine Gastronomie prinzipiell nicht so geeignet. Ich habe da einmal an einer privaten Feier teilgenommen. Die war so etwas von tot, viel toter geht nicht, weil einfach die Akustik und die ewig weite Decke nicht passen. Ich weiß nicht, ob man das verbessern kann, aber das würde ich diesen Handlungsauftrag für Hochbau und Gebäudewirtschaft drin haben wollen, dass man sich überlegt, wie kann man dieses Bistro attraktiver machen. Das zweite Problem ist - und das muss auch mal angesprochen werden -, die Bewirtung in diesem Bistro ist unbefriedigend für das, was wir uns mit dem ZKM vorstellen. Das fängt damit an, dass die Freundlichkeit des Personals sehr stark abhängig ist von dem- jenigen, der gerade vor einem steht, und geht bis dahin, dass das Essen relativ langwei- lig und gleichförmig ist. Da müssen wir auch dran arbeiten. Das ist nämlich ein Punkt, wo wir mit dem ZKM wirklich ganz schlecht dastehen. Wenn wir das noch gelöst krie- gen, dann würde ich sagen, haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht. Stadtrat Dr. Heilgeist (CDU): Es ist sicherlich gut, dass durch diesen Antrag dieser Ku- bus wieder mal in das Bewusstsein der Bevölkerung und auch in unser Bewusstsein ge- kommen ist. Sie, Herr Oberbürgermeister, als Stiftungsratsvorsitzender werden ja mehr dazu sagen können. Ich will nur kurz andeuten, dieses etwas eingeführte Thema von Herrn Dr. Fischer zur Gastronomie wird ja im ZKM diskutiert und wird auch im Zuge einiger Umbauten geändert, hinsichtlich auch auf die „Globale“ im Jahr 2015. Bei allen Vorschlägen, die wir machen werden, werden wir immer ja das Land mit ins Boot ziehen müssen. Es bezahlt hoffentlich dann auch 50 % dessen, was da gemacht wird. Wenn Sie wissen, was gegenwärtig im ZKM zu investieren ist - die Sprinkleranlage wird erneuert für viel Geld, es sind viele Bauunterhaltungsdinge dort noch zu tun - , dann wird man beim Land versuchen müssen, das Beste herauszuholen. Es wäre sicher- lich für Karlsruhe und für das ZKM eine gute Sache. Nur: Wir wissen, wie lange es ge- dauert hat, bis die Mittel für die Instandhaltung im ZKM jetzt vom Land anerkannt wur- den. Da bedarf es da sicherlich guter Worte des Herrn Oberbürgermeisters. (Beifall bei der CDU) Stadträtin Dr. Leidig (GRÜNE): Der Kubus ist ungenutzt, und das ist wirklich auch schade. Insofern begrüßen wir, dass die SPD hier einen Vorstoß gemacht hat dahinge- hend, sich Nutzungsvarianten für diesen Raum zu überlegen. Viele Möglichkeiten sind hier denkbar, Ausstellungsfläche fällt einem natürlich spontan ein, aber auch Raum für Veranstaltungen, Werkraum möchte ich noch einbringen, also eine Variante, und natür- lich auch gastronomische Nutzung ist prinzipiell denkbar. Letzten Endes hat uns Herr - 4 - Weibel auch nicht umsonst bei der Übergabe der Skulptur gerade in diesem Raum be- wirtet. Eine Analyse verschiedener Nutzungsvarianten wäre also durchaus erhellend. Umso überraschter waren wir, dass die Verwaltung sich doch schon für eine Variante entschieden hat, zumindest konnte man die Verwaltungsantwort eigentlich kaum an- ders interpretieren. Sie weiß, was sie will. Sie will eine Medienfassade am Kubus, einen Veranstaltungsraum für besondere Anlässe, eine begehbare multimediale Installation und vor allen Dingen gastronomische Nutzung. Klein und fein soll die Gastronomie sein, avancierte Küche für gehobene Ansprüche. Für uns widerspricht dies dem Geist des Hauses, dem Geist des Hauses, offen für alle Gruppen zu sein, ein Treffpunkt für Diver- sivität. Groß, aber fein und offen, das sollte das Motto sein. Der Punkt ist dennoch beachtenswert, weil er natürlich an einem Schwachpunkt des ZKM anstößt, der ja auch schon genannt wurde, das Gastronomiekonzept. Dieses ist in der Tat nicht befriedigend und muss überarbeitet werden. Vielleicht hilft auch nur ein Betreiberwechsel. Ich weiß von einigen früheren Kollegen von mir, die da um die Ecke arbeiten - ich habe da eine Zeit lang auch gearbeitet -, mittags ist man früher ins ZKM gegangen zum Mittagessen - oder auch als Treffpunkt, um sich mit anderen Leuten zu treffen, einfach weil die Atmosphäre gut war. Das tut man heute nicht mehr. Auch vor und nach Ausstellungsbesuchen weiß ich von vielen Leuten, dass sie lieber woanders hingehen, als dort das Café zu besuchen. Das heißt, wir haben ein großes Foyer, wir haben eine Riesenfläche für Gastronomie, aber es klappt nicht so wirklich. Daher sind eher Fragen offen, was stimmt nicht: der Platz für die Gastronomie oder das Gastrono- miekonzept. Besteht ein Bedarf an Ausstellungsfläche, an Werkräumen oder an Veran- staltungsflächen? Ausgehend von all diesen Überlegungen sehen wir deutlichen Beratungsbedarf und möchten daher darum bitten, dass wir, bevor eine Machbarkeitsstudie, die ja auch mit Kosten verbunden ist, erstellt wird, erst einmal in einem Gremium das Ganze diskutie- ren und uns bestimmte Aspekte dargestellt werden. Der Stiftungsrat ist hier durchaus ein Gremium, das natürlich involviert werden sollte. Da aber im Stiftungsrat nicht alle Vertreterinnen des Gemeinderates irgendwie Einfluss haben, bitten wir darum, dass im Kulturausschuss darüber gesprochen wird. (Zuruf Stadtrat Dr. Maul/SPD) - Irgendwer muss halt informiert werden, Herr Maul, und im Kulturausschuss hat jeder die Möglichkeit teilzunehmen. Deswegen halten wir das für den besseren Ort als den Stiftungsrat oder den zusätzlichen Ort. Dort möchten wir bitte auch vorgestellt bekommen, was bezüglich des Kubus über- haupt alles getan werden müsste. Der Raum ist ja nicht wirklich abgedichtet. Es gibt da keine Heizung, es gibt keine Wasserversorgung, es gibt möglicherweise eine einge- schränkte Stromversorgung, was ist also an Grundbedürfnissen überhaupt vorhanden. Wenn wir eben dieses Thema Gastronomie schon angesprochen haben, dann würde ich auch gerne dieses Thema weiter verfolgen, auch wenn es mit dem Kubus nichts wird, aber dass wir einfach dieses Gastronomiekonzept des ZKM im Auge behalten und da- ran arbeiten. - 5 - (Beifall bei den Grünen) Stadträtin Fromm (FDP): Meine Fraktion ist der SPD-Fraktion sehr dankbar. Mir fiel sofort ein: Mein Gottt, wie oft bist du da vorbeigegangen. Elke Ernemann, ich finde es toll, dass wir hier heute darüber sprechen. Jeder von uns oder fast alle sind vorbeige- gangen, und dann fiel mir ein, als wir die Installation vom Soundpavillon hatten, haben viele darüber diskutiert. Jetzt denke ich, wir sollten uns aber davor hüten, nun schon wieder alle Wünsche reinzupacken. Gehen wir doch zurück zum Ursprung, zu den Wurzeln. Zu den Wurzeln bedeutet in diesem Fall, der Kubus, Herr Oberbürgermeister, der sollte genutzt werden als Raum für künstlerische Installationen, Projektionen und Ähnliches. Wenn wir das so machen wollen, dann brauchen wir keine Machbarkeitsstu- die, dann sollten wir doch einfach auch hier dem ZKM, der Städtischen Galerie und dem Museum für Neue Kunst - die sehe ich da alle gemeinsam, auch die HfG -, die Möglichkeit geben zu sagen, jetzt nehmen wir den Raum für Installationen und zwi- schendurch machen wir vielleicht auch mal Werkstattateliers draus. Das geht auch. Ich möchte eigentlich anregen, zu viel kann manchmal nicht gerade die Qualität heben. Wenn wir uns, wie gesagt, beschränken auf die Wurzeln, auf den Ausstellungsraum, und den so herrichten, dass er multifunktional genutzt werden könnte, dann ist es gut. Insofern, KAL, dass ihr daran noch mal erinnert habt, das ist eine ganz runde Sache. Dem können wir zustimmen. (Beifall bei der FDP) Stadtrat Mossuto (GfK): Wir von Gemeinsam für Karlsruhe stehen dem Antrag der SPD und dem Ergänzungsantrag der Karlsruher Liste skeptisch gegenüber. Wir fragen uns, ist die Geschäftsführung des ZKM an uns herangetreten? Liegt ein Ansatz von Be- darf oder ein Vorhaben des ZKM vor? Vor allem: Haben wir so viel Finanzmittel im Überfluss? Die Nutzung des Subraums nach einer sinnvollen Verwendung zu prüfen, ist sicherlich sinnvoll. Eine Machbarkeitsstudie ist hilfreich - vorausgesetzt, es liegt eine kla- re Zielvorgabe vor. Wir vermischen es hier völlig. Der Gedanke, die Kostenneutralität mit einem ergänzenden Gastronomieangebot zu verbinden, ist in Anbetracht des Ange- botsüberflusses im ZKM-Umfeld nicht zielführend. Hier ist kein Invest of return zu er- warten. Gedanklich kann man sich vieles vorstellen, z. B. einen Aufenthalts- und Arbeitsraum für Studierende und Kunstschaffende - oder sonst noch was. Aber, meine Damen und Herren, Lösungsvorschläge zu entwickeln, ist nicht unsere Aufgabe. Unsere Aufgabe ist, die Richtung vorzugeben, um Prioritäten zu setzen. Mit einer Machbarkeitsstudie kön- nen wir uns anfreunden, nicht mit der Zustimmung zu den vorhandenen Anträgen. (Beifall bei Stadtrat Kalmbach/Gfk) Der Vorsitzende: Mir ist noch einmal wichtig darauf hinzuweisen, dass die dort vorge- schlagenen Nutzungsaspekte keine Erfindung der Verwaltung sind, sondern dass das abgestimmt ist mit der Geschäftsführung des ZKM. Das sind dann eben die Dinge, die sich das ZKM dort vorstellen kann. - 6 - Jetzt haben wir sicherlich nicht die Möglichkeit, die Nutzung und die Finanzierung und die Bewirtschaftung dieser Räume beim ZKM hier aus dem Gemeinderat heraus zu ent- scheiden. Ich sehe aber durchaus, dass wir, falls wir da noch in finanzielle Verpflichtung kommen, zur Hälfte ein Mitspracherecht haben. Insofern würde ich Ihnen jetzt erst mal vorschlagen, dass wir mit diesen ganzen Anregungen in den Stiftungsrat gehen, weiter mit der Geschäftsführung des ZKM Gespräche führen. Ich greife gerne auf, bevor wir in eine Machbarkeitsstudie gehen, noch einmal eine Informationsrunde über den Kultur- ausschuss vorzunehmen. Ich würde jetzt ungern zu viele Gremien damit einschalten, aber ich möchte, dass wir hier im Grunde noch mal eine Rückmeldung bekommen. Eine Machbarkeitsstudie hat nur dann Sinn, wenn - falls am Ende daraus noch Dinge er- wachsen -, Sie dann auch hinter dem stehen können, was denn die Auftragslage war. Sonst haben wir dann am Ende vielleicht tolle Dinge entwickelt, aber können sie nicht umsetzen. Ich bitte aber hier durchaus auch die Eigenverantwortlichkeit des ZKM trotz aller Zuschussrelevanz zu beachten. Insofern würde ich Ihnen diesen Weg jetzt vor- schlagen. Da werden alle Vorschläge mit aufgenommen, die jetzt hier an der Stelle ge- äußert worden sind. Wenn das so Ihre Zustimmung findet, dann werden wir zu gegebener Zeit wieder dar- über berichten. Zur Beurkundung: Der Schriftführer: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 28. April 2014