Vorübergehender Hortausbau und Hortentwicklung
| Vorlage: | 2014/0350 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 20.01.2014 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Sozial- und Jugendbehörde |
| Erwähnte Stadtteile: | Beiertheim-Bulach, Durlach, Grötzingen, Knielingen, Neureut, Oberreut, Oststadt, Rintheim, Rüppurr, Südstadt, Südweststadt, Waldstadt, Weststadt |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 18.02.2014
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: einstimmig beschlossen
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 58. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 18.02.2014 2014/0350 8 öffentlich Dez. 3 Vorübergehender Hortausbau und Hortentwicklung Beratungsfolge dieser Vorlage am TOP ö nö Ergebnis Jugendhilfeausschuss 29.01.2014 5 vorberaten Gemeinderat 18.02.2014 8 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Gemeinderat nimmt nach Vorberatung im Jugendhilfeausschuss die Vorlage zur Kenntnis und beschließt den in Anlage 1 begrenzten Ausbau des Schülerhorts „Hort an Waldschule“/ Neureut-Kirchfeld um zwei Gruppen, unter Berücksichtigung des Gesamtziels, alle Grundschu- len mit einem Ganztagsschulangebot auszustatten. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) freie Träger: Ergebnis-HH = 68.120 € Finanz-HH = 30.000 € freie Träger: Ergebnis-HH = 68.120 € Finanz-HH = 30.000 € Ergänzende Erläuterungen: siehe Vorlage Seite 4 ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Sozialer Zusammenhalt und Bildung Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Ausgangslage Im Oktober 2011 wurde vom Oberbürgermeister der Planungsauftrag zur Entwicklung integra- tiver Ganztagsangebote für Schulkinder - vorwiegend Grundschulkinder - erteilt. Darin enthal- ten und als Ziel benannt ist der Ausbau von 40 % der Grundschulen zu Ganztagsschulen bis 2015. Als weiteres Ziel wird eine Neuordnung der Angebote in ein transparentes, aufeinander abgestimmtes System gefordert. Der Projektauftrag wird federführend vom Schul- und Sport- amt und der Sozial- und Jugendbehörde bearbeitet. Von März 2012 bis Juli 2013 wurden der Ist-Stand der Schulkindbetreuung in Karlsruhe ermit- telt, rechtliche Voraussetzungen geprüft und mit unterschiedlichen Methoden unter Beteiligung der betroffenen Akteure und Akteurinnen (Staatliches Schulamt, Schul- und Sportamt, Sozial- und Jugendbehörde, Stabsstelle Projektcontrolling, Stadtjugendausschuss e. V., Elternbeiratsver- tretung der Grundschulen und Kindergärten, Amt für Stadtentwicklung, Personalamt, Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft, Stadtkämmerei, Beirat für Menschen mit Behinderungen, geschäftsführende Schulleitungen) wichtige Parameter für mögliche zukünftige Modelle der Schulkindbetreuung erarbeitet. Dabei zeigte sich, dass das Modell Schule und Schülerhort als Standard für Karlsruhe räumlich und personell nicht umsetzbar ist. Am 19.11.2013 wurden im Gemeinderat die von der Verwaltung und den beteiligten Institutio- nen und Ämtern erarbeitete Rahmenkonzeption und Förderrichtlinie für Ganztagsgrundschulen verabschiedet. Grundsätzlich soll zukünftig die Ganztagsschule das Regelangebot darstellen und langfristig an jeder Grundschule angeboten werden. Die Rahmenkonzeption zeigt wichtige inhaltliche Aspekte auf, die in dem Konzept der Ganz- tagsschulen Eingang finden sollen, und legt Standards fest. Die Förderrichtlinie regelt die perso- nelle und finanzielle Unterstützung, um einen verlässlichen und qualitativen Ganztagsbetrieb zu ermöglichen. Dabei werden Bildung, Betreuung und Erziehung verzahnt, eine Abdeckung von 07:30 – 17/17:30 Uhr inklusive Ferienbetreuung analog zu den Schülerhorten angeboten, um den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Einrichtung Anzahl Kinder Betreuungsquote Grundschülerinnen und Grundschüler Grundschulen 45 8.419* davon Ganztagsgrundschulen 9 565 6,7 % Ergänzende Betreuung 38 davon 8 mit Mittag- essen 2656 31,5 % Horte 42 2.325** 27,6 % * Schul- und Sportamt für das Schuljahr 2013/14 ** Sozial- und Jugendbehörde Hortstatistik Nov. 2013 Hortentwicklung und konkrete Planung Trotz der neuen Ganztagsschulen wird in einigen Stadtteilen parallel das zur Halbtagsschule ergänzende Betreuungsangebot der Horte notwendig sein, um den großen Bedarf der Familien zu decken. Dabei ist ebenfalls zu berücksichtigen, dass die Horte als freiwilliges und qualitativ hochwertiges Angebot der Jugendhilfe eine hohe Akzeptanz in der Elternschaft genießen. Ein standortbezogenes sozialräumliches Vorgehen ist notwendig, um das vorhandene Angebot unter Berücksichtigung der räumlichen Möglichkeiten und des Bedarfs vor Ort weiterzuentwi- ckeln. Vorrangig wird das Ganztagsschulangebot ausgebaut. Horte, die sich auf dem Gelände der Schule befinden, werden parallel zum Aufbau der Ganztagsschule abgebaut, da die Räum- lichkeiten für die Ganztagsschule gebraucht werden und Doppelstrukturen vermieden werden sollen. Betroffene Horte werden ab dem Beginn des Ganztagsschulzuges keine Kinder der ers- ten Klasse mehr aufnehmen und sukzessive auslaufen. Die betroffenen Hortmitarbeitenden werden so früh wie möglich in einem geregelten Verfahren über Standortplanungen und zu- künftige Berufperspektiven informiert. Trotzdem besteht in manchen Stadtteilen durch einen aktuellen Betreuungsengpass Hand- lungsbedarf, der einen vorübergehenden Ausbau der Hortplätze notwendig macht. So sollen in der Waldschule in Neureut-Kirchfeld entsprechend der Neubauplanungen die bisher 4 Gruppen auf 6 Gruppen erweitert werden (siehe Anlage 1). Ein Überblick über die Stadtteile ist in Anlage 2 dargestellt. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Finanzielle Auswirkungen: Freie Träger Haushalt Aufwand Jahr 2014 Kontierung Ergebnis-HH 68.120 € (PK-, Geschwisterkind-, Mietkostenzuschuss) PSP: 1.500.36.50.03.02 SK: 43000000 Finanz-HH 30.000 € (Erstausstattung) PSP: 7.500004.740.009 SK: 78170000 Die Finanzierung der vorgenannten zusätzlichen Finanzmittel im Haushaltsjahr 2014 der Stadt Karlsruhe erfolgt durch Mitteleinsparungen aufgrund von Verzögerungen bereits pro- jektierter und im Haushalt 2014 enthaltener Nachmittagshorte. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Jugendhilfeausschuss - die Vorlage zur Kenntnis und beschließt den in Anlage 1 begrenzten Ausbau des Schülerhorts „Hort an Waldschu- le“/Neureut-Kirchfeld um zwei Gruppen, unter Berücksichtigung des Gesamtziels, alle Grund- schulen mit einem Ganztagsschulangebot auszustatten. Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 6. Februar 2014
-
Extrahierter Text
1 Aus-/Umbau Schülerhorte Die Waldschule in Neureut-Kirchfeld erhält einen Neubau, der für 6 Hortgruppen ausgelegt ist. Bisher sind 4 Gruppen in Containern untergebracht und voll ausgelastet. Das neue Gebäude, das auch Klassenzimmer und einen Veranstaltungsraum beinhaltet, soll zum Schuljahr 2014/15 fertig sein. Nach Stand der Anmeldungen entsprechend dem Aufbau des Stadtteils steigen die Kinderzahl und der Bedarf an Betreuungsplätzen. Ein Ausbau der Betreuungsplätze ist notwendig, auch wenn langfristig alle Grundschulen ein Ganztagsschulangebot bereitstellen sollen. Stadtteil/ Horteinrichtung Bedarf Personal- stellen Personal- und Geschwisterkind- zuschüsse (jährlich) Mietkosten- zuschuss (jährlich) Personal- und Geschwisterkind- zuschüsse und Mietkostenzuschuss (anteilig für 2014) Erstaus- stattung mit Mobiliar (2014) Neureut-Kirchfeld Hort an der Waldschule der Kinderstadtkirche 80 Plätze Erweiterung um 2 Gruppen mit 40 Plätzen. 3,25 95.760€ 108.600€ 68.120€ 30.000€ Anlage 1
-
Extrahierter Text
1 Sozial- und Jugendbehörde Jugendhilfeplanung Stadtteil Sachstand Hort 01 Innenstadt- Ost Hans-Thoma-Schule seit 2013/14 Ganztagsschule (GTS) 01 Innenstadt- Ost Leopoldschule seit 2013/14 GTS 02 Innenstadt- West Hebelgrundschule wird 2014/15 GTS Die Hortgruppen im Haus Sonnensang wurden wegen des Neubaus in die Wörthstraße verlegt und mussten auf vier Gruppen reduziert werden. Im Neubau, der 2015/16 fertig sein soll, sind bereits Räumlichkeiten für eine Kooperation zur Gestaltung des Ganztagsschulbetriebes mit der Hebelgrundschule vorgesehen. Der Hortbetrieb soll sukzessive durch das Ganztagsangebot der Schule ersetzt werden. 03 Südstadt Die neue Grundschule Südstadt-Ost hat im September 2013 als GTS mit dem StJA e. V. als Kooperationspartner als Modell nach der neuen Förderrichtlinie für Ganztagsgrundschulen begonnen. Eine Neusortierung der Schulen in der Südstadt ist geplant. Die Horte mit insgesamt 116 Plätzen in der Südstadt sind voll belegt. Im Zuge der Schulplanung werden auch die Horte betroffen sein. 04 Südweststadt Die Hortplätze reichen nicht aus. Zum Schuljahr 2013/14 wurde das Angebot der Flexiblen Nachmittagsbetreuung ausgeweitet, da für einen Hortausbau keine Räumlichkeiten vorhanden sind. 05 Weststadt Weinbrennerschule wird 2014/15 GTS Die Elterninitiative Hort an der Weinbrennerschule wird in die Ganztagsschule überführt. Anlage 2 2 Stadtteil Sachstand Hort 06 NW-Stadt Werner-von-Siemens-GWRS mit Ganztagsangebot Es besteht ein Fehlbedarf für Betreuungsplätze 0 - 10 Jahre. Der Bürgerverein wünscht ein Bürgerzentrum, in dem ggf. auch Betreuungsplätze eingerichtet werden könnten. Eine Planungsgruppe mit Federführung Stadtplanungsamt wurde eingerichtet. 07 Oststadt Tullaschule seit 2012/13 GTS ab 2013/14 gibt es einen zweiten GT-Zug Der Hort Frühlingstraße hat wegen weniger Anmeldungen die Außengruppe an der Schillerschule geschlossen. 10 Knielingen Aktuell sind die Hortplätze ausreichend. Bei steigender Kinderzahl und weniger Abgängen in den kommenden Jahren wird es wieder zu Engpässen kommen. Stadtteilplanung für Hort und Schule ist vorgesehen. 12 Oberreut Anne-Frank-Schule wird ab 2014/15 Gemeinschaftsschule ab Klasse 1 Der im Bau befindliche Neubau – ursprünglich für den Hort – wird für die Ganztagsgrundschule genutzt. Der Hort an der Schule läuft parallel zum Aufbau der Ganztagsgrundschule aus. 13 Beiertheim- Bulach Die Grundschule Beiertheim spezialisiert sich verstärkt auf Inklusion. Parallel zum Schulprofil steigen Anfragen zum Hort für behinderte Kinder, was nicht im gleichen Maß wie in der Schule umgesetzt werden kann. 15 Rüppurr Eichelgartenschule Riedschule 16 Waldstadt Eichendorffgrundschule wird 2014/15 GTS Eine Neusortierung der Schullandschaft ist geplant. Der Hort an der Ernst-Reuter-Schule wäre von einer Neusortierung betroffen und würde dann sukzessive abgebaut. 17 Rintheim Heinrich-Köhler-Schule ab 2015/16 als GTS geplant Der Prozess wird im Rahmen einer Bildungsstadtteilplanung vom vhw (Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V.) begleitet. Der Hort wird parallel zum Aufbau der GTS sukzessive abgebaut. 3 Stadtteil Sachstand Hort 19 Durlach Schlossschule Seit 2013/14 GTS Die Elterninitiative Hort an der Schlossschule e. V. wurde vom Stadtamt Durlach übernommen. Es wurden zwei der drei beantragten Hortgruppen unter der Gesamtleitung des Schülerhortes Weiherhof in der Schule eingerichtet. 20 Grötzingen Die Gemeinschaftsschule befindet sich in einer Containerübergangslösung. Ein Neubau wird geplant. Schule und Hort teilen sich in Absprache Räume, um den Raumnotstand zu kompensieren. Mit dem Neubau soll auch die Grundschule in einen Ganztagsbetrieb umgewandelt werden, im Zuge dessen wird der Hort abgebaut. 26 Neureut Waldschule Es gibt 45 Hortanmeldungen zum neuen Schuljahr. Ein Ausbau um zwei neue Gruppen ist erforderlich, der im September 2014 im Neubau realisiert werden kann. 26 Neureut Nordschule wird 2014/15 GTS-Grundschule
-
Extrahierter Text
NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 58. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 18. Februar 2014, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 9. Punkt 8 der Tagesordnung: Vorübergehender Hortausbau und Hortentwicklung Vorlage: 2014/0350 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Jugendhilfeausschuss - die Vorlage zur Kenntnis und beschließt den in Anlage 1 begrenzten Ausbau des Schülerhorts „Hort an Waldschule“/Neureut-Kirchfeld um zwei Gruppen, unter Berücksichtigung des Gesamt- ziels, alle Grundschulen mit einem Ganztagsschulangebot auszustatten. Abstimmungsergebnis: Einstimmige Zustimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 8 zur Behandlung auf: Auch das war schon im Jugendhilfeausschuss. - Ich sehe auch nur gelbe Karten, dann haben wir das auch einstimmig hier positiv beschieden. Zur Beurkundung: Der Schriftführer: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 10. April 2014