Ergänzungsantrag KAL: Folgekostenberechnung Umbau Staatstheater/Gewinnung von privatem Kapital

Vorlage: 2014/0347
Art: Änderungs-/Ergänzungsantrag
Datum: 21.01.2014
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Keine Angaben
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

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  • KAL-Bad. Staatstheater
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    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ERGÄNZUNGSANTRAG Stadtrat Lüppo Cramer (KAL) Stadtrat Dr. Eberhard Fischer (KAL) Stadträtin Margot Döring (KAL) KAL-Gemeinderatsfraktion vom 17. Januar 2014 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 57. Plenarsitzung Gemeinderat 21.01.2014 2014/0347 4 öffentlich Badisches Staatstheater - Sanierung und Erweiterung: Folgekostenberechnung Umbau Staatstheater - Gewinnung von privatem Kapital 1. Die Stadt legt für eine grundsätzliche Entscheidung zum Umbau (Sanierung; Er- weiterung; Neubau des Schauspielhauses) des Badischen Staatstheaters eine be- lastbare Folgekostenabschätzung ein. 2. Alle Beteiligten – Stadtverwaltung, Landesverwaltung und vor allem Leitung des Theaters – sichern ein intensives Bemühen um private Gelder (Spenden, Sponsor- mittel, ...) zu. In der Haushaltsrede der Karlsruher Liste wurden vier Prämissen genannt, unter de- nen die KAL sowohl einer Sanierung des Theaters im Bestand, inklusive Schaffung von Räumen für Werkstatt und Proben, als auch einem Neubau eines Schauspiel- hauses zustimmen kann: 1. Das Staatstheater muss sich verstärkt in die Bildungsaufgaben einbringen. 2. Die Mission des Theaters muss die eines Theaters für alle sein. 3. Um- und Neubau müssen zu erhöhter Wirtschaftlichkeit durch höhere Einnahmen und sinkende Betriebskosten wie spezifischer Energieverbrauch, Perso- nalaufwand oder Sachkosten führen. 4. Die KAL erwartet eine deutliche finanzielle Eigenbeteiligung der Theaternutzer, auch von denen aus der Region. Die ersten beiden Prämissen sehen wir als erfüllt an. Eine „Folgekostenberechnung“, in früheren Jahren eine selbstverständliche Pflicht bei allen Investitionen, liegt dage- gen noch nicht mal ansatzweise vor, trotz des Investitionsvolumens von aktuell 125 Millionen Euro: Was sparen und was kosten die Sanierung und die Erweiterungen bei den laufenden Kosten? Sachverhalt / Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Der stetig steigende laufende städtische Zuschuss, derzeit in Höhe von rund 21 Milli- onen Euro pro Jahr, ist die eigentliche Herausforderung für den städtischen Haus- halt. Eventuell macht es sogar Sinn, mehr beim Umbau zu investieren, wenn dies zu sinkenden laufenden Kosten führt. Das Thema „Akquise von privatem Kapital“, insbesondere mit Blick auf den geplan- ten Neubau eines Schauspielhauses, wird in der Vorlage für den Gemeinderat eben- falls nicht beleuchtet. Auch in den bisherigen Diskussionen über das Projekt in den Ausschüssen und Gremien wurde dieses Thema als Auftrag an alle Beteiligten, ins- besondere an die Leitung des Theaters, unseres Wissens nicht vertieft. Viele vermögende Menschen und Gutverdiener aus der Region besuchen das Thea- ter, oft regelmäßig. Die KAL erwartet daher, dass zum einen Großspender / Groß- sponsoren (vgl. Umbau des Heidelberger Theaters) angesprochen werden. Zum ande- ren gilt es, möglichst viele Stammbesucher nach dem Baustein-Prinzip für kleine und mittlere Beträge zu gewinnen. Hierzu regt die KAL unter anderem eine Online- Spendenbox an, ein richtiges „Crowdfunding“. unterzeichnet von: Lüppo Cramer Dr. Eberhard Fischer Margot Döring Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 20. Januar 2014

  • TOP 4 KAL
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    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Ergänzungsantrag KAL-Gemeinderatsfraktion vom: 17.01.2014 eingegangen: 17.01.2014 Gremium: 57. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 21.01.2014 2014/0347 4 öffentlich Dez. 2 Badisches Staatstheater - Sanierung und Erweiterung: Folgekostenberechnung Umbau Staatstheater/Gewinnung von privatem Kapital - Kurzfassung - 1. Die Folgekostenabschätzung ist erst nach dem Ergebnis des Wettbewerbes möglich. 2. Ein Konzept zur Akquise von privatem Kapital wird angeregt. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folge- kosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Folgeerträge und Folgeein- sparungen) Haushaltsmittel Kontierungsobjekt: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Kultur Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Eine belastbare Folgekostenabschätzung kann erst nach dem Ergebnis des Wettbe- werbs und damit dem Vorliegen einer konkreten Planung erfolgen. Selbstverständlich sind bereits in der Wettbewerbsausschreibung hohe Energiestandards gefordert, auch wenn sich die Energiebilanz aufgrund der erhöhten Kubatur und Flächen weiter entwi- ckeln wird. Positiv wirkt sich neben der energetischen Aufrüstung des Bestandsgebäu- des die Aufgabe der energetisch problematischen Dependancen wie Nancyhalle und Inseltheater aus. Die Konzentration auf ein zentrales Gebäude wird die Betriebsabläufe wesentlich ver- einfachen, so dass Erweiterungen des Personalbestands nicht mehr zu erwarten sind. Inwiefern Personaleinsparungen möglich sein werden, muss im Rahmen der Konkretisie- rung des Projektes überprüft werden. In jedem Fall wird es gelingen, den hohen Über- stundenstand zurückzufahren. Die derzeit hohen Bauunterhaltungskosten von rund 1,5 Mio. € im Jahr, d. h. für die Stadt 750 Tsd. € im Jahr, können nach Fertigstellung des Gesamtprojektes teilweise zurückgefahren werden. Auch bei einer Nichterweiterung müsste das Gebäude in absehbarer Zeit generalsaniert werden, dafür sind im Gesamtaufwand von 125 Mio. € rund 60 Mio. € veranschlagt. Dies würde zu keiner Änderung der Betriebsabläufe und der Beibehaltung der energe- tisch problematischen Dependancen führen. Zudem würden arbeitsrechtliche Ansprü- che und funktionale Standards nicht erfüllt werden können, so dass mit einer reinen Sanierung des Hauptgebäudes ein rechtlich sicherer Betrieb nicht zu erreichen ist. Die im Antrag benannten Steigerungen der laufenden Kosten basieren im Wesentlichen auf den Tarifsteigerungen, die in einer so personalintensiv arbeitenden Institution wie dem Staatstheater mit einem Anteil von über 80 % Personalkosten immer gegeben sind. 2. Das Staatstheater bemüht sich schon seit längeren um private Gelder. Ein Sponso- ringkonzept für den laufenden Betrieb wurde erarbeitet, die Umsetzung liegt bei dem Verwaltungsdirektor. Ein Konzept zur "Akquise von privatem Kapital" für das Bauvorhaben wird angeregt. Der Generalintendant verfügt über weitgehende Kenntnisse in der Drittmittelgewin- nung für Bauvorhaben, die er bereit ist einzubringen. Erfahrungen aus anderen Städten können allerdings nicht ohne Weiteres übertragen werden. Ein Spendenkonto für das Bauvorhaben wird vom Staatstheater derzeit eingerichtet.