Ältere Arbeitnehmer im Arbeitsmarkt
| Vorlage: | 2014/0344 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 17.01.2014 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Personal- und Organisationsamt |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 18.02.2014
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Thomas H. Hock (FDP) FDP-Gemeinderatsfraktion vom 13. Januar 2014 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 58. Plenarsitzung Gemeinderat 18.02.2014 2014/0344 21 öffentlich Ältere Arbeitnehmer im Arbeitsmarkt 1. Sind die Mitarbeiter des Jobcenters auf die spezielle Vermittlung von Arbeitnehmern über 60 Jahren geschult? 2. Gibt es gesonderte Sprechzeiten für diese Arbeitsgruppe? 3. Bietet die Stadtverwaltung spezielle Fortbildungsprogramme für ältere Mitarbeiter an? 4. Sind für Mitarbeiter über 60 Jahre flexible Arbeitszeitmodelle unterhalb der Vollzeitbeschäftigung möglich? 5. Werden in der Stadtverwaltung oder den stadteigenen Gesellschaften Arbeitsplätze mir altersangepassten Arbeitsabläufen und Arbeitsbedingungen angeboten? Aufgrund des demografischen Wandels mit immer höherem Durchschnittsalter und geringerer Geburtenrate ist langfristig ein immer höheres Rentenalter unausweichlich, die Lebensarbeitszeit wird länger werden. Der Arbeitsmarkt wird zukünftig auf ältere Arbeitnehmer nicht verzichten können. Dazu müssen die Arbeitgeber ihre Haltung gegenüber dieser Personengruppe verändern. Dies setzt eine professionelle Personalentwicklung und ein funktionierendes Gesundheitsmanagement voraus. Es müssen eine berufsbegleitende Fortbildung ermöglicht und die physischen und psychischen Belastungen am Arbeitsplatz an das höhere Alter der Mitarbeiter angepasst werden. unterzeichnet von: Thomas H. Hock Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 6. Februar 2014 Sachverhalt/Begründung:
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Thomas H. Hock (FDP) FDP-Gemeinderatsfraktion vom: 13.01.2014 eingegangen: 13.01.2014 Gremium: 58. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 18.02.2014 2014/0344 21 öffentlich Dez. 2 Ältere Arbeitnehmer im Arbeitsmarkt 1. Sind die Mitarbeiter des Jobcenters auf die spezielle Vermittlung von Arbeitnehmern über 60 Jahren geschult? Das Jobcenter Stadt Karlsruhe verfügt über spezielle Mitarbeitende, die sich der Vermittlung von ar- beitsuchenden erwerbsfähigen Leistungsberechtigten annehmen. Im Rahmen des Bundesprogramms "50 plus" sind im Jobcenter Stadt Karlsruhe elf Mitarbeitende für diesen Aufgabenbereich eingesetzt und auch geschult. 2. Gibt es gesonderte Sprechzeiten für diese Arbeitsgruppe? Für diesen Personenkreis der lebensälteren erwerbsfähigen Leistungsberechtigten werden keine ge- sonderten Sprechzeiten angeboten, da jeder Einzelfall seine gesonderte Aufmerksamkeit erfordert. Aus diesem Grund werden für jedes Beratungsgespräch im Jobcenter und auch auf Wunsch des Kun- den gesonderte Termine vereinbart. 3. Bietet die Stadtverwaltung spezielle Fortbildungsprogramme für ältere Mitarbeiter an? Die demografische Entwicklung macht auch vor der Mitarbeiterschaft der Stadtverwaltung Karlsruhe nicht Halt. Das Durchschnittsalter der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt bei 46 Jahren mit steigender Tendenz. Es wurde deshalb im Jahr 2010 eine Projektgruppe ins Leben gerufen, die sich mit der Fragestellung auseinandergesetzt hat, wie die Arbeitgeberin Stadt Karlsruhe mit diesen Herausforderungen umgehen soll. Im Projektbericht mit dem Titel „Demografiegerechtes Personalma- nagement - Perspektiven für eine zukunftsfähige Personalpolitik bei der Stadtverwaltung Karlsruhe“, der im Personalausschuss in der Sitzung am 22.12.2010 vorgestellt wurde, sind folgende Handlungs- felder definiert: Unternehmenskultur und Personalführung Qualifikation, Fort- und Weiterbildung, Lebenslanges Lernen Wissensmanagement Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung Gesundheitsmanagement Personalgewinnung und Ausbildung Im Handlungsfeld „Qualifikation, Fort- und Weiterbildung, Lebenslanges Lernen“ verfolgt die Stadt- verwaltung das Ziel, ihr motiviertes und qualifiziertes Personal durch altersgerechte Fort- und Weiter- bildung zu erhalten. Ein Maßnahmenpaket dazu ist die Seminarreihe für Mitarbeitende 50+, was kon- Seite 2 kret im neuen Fortbildungsprogramm 2014/2015 aufgegriffen wurde. Für den genannten Personen- kreis werden folgende Fortbildungen angeboten: Vortrag: Alt werde ich später - Mit dem Älterwerden positiv umgehen Informationsveranstaltung: Die Rente - rechtliche Veränderungen und individuelle Voraussetzungen Informationsveranstaltung: Gleitender Übergang in den Ruhestand für Beamtinnen und Beamte Seminar: Schon 50? So bleiben Sie dran am Lernen und Entdecken Seminar: 50 + Fit im Kopf? Ihr Gehirn kann mehr als Sie glauben! Seminar: 55 + Wenn nicht jetzt, wann dann? Eine Seminarreihe für altersmutige und solche, die es werden wollen Seminar: Führen und motivieren älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Es ist der Personalentwicklung beim Personal- und Organisationsamt aber wichtig, nicht nur Pro- gramme für ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzubieten, sondern vor allem die Gesundheit aller Beschäftigten in den besonderen Fokus zu nehmen, unabhängig vom Alter. Das aktuelle Fortbil- dungsprogramm bietet deshalb zahlreiche Seminarangebote zum Betrieblichen Gesundheitsmanage- ment an, von der „Aktiven Mittagspause“ und Methoden zur Stressbewältigung, über Vortragsreihen zu Gesundheitsrisiken wie Bluthochdruck bis hin zu Vorträgen zur „Achtsamkeit im Berufsalltag“. 4. Sind für Mitarbeiter über 60 Jahre flexible Arbeitszeitmodelle unterhalb der Vollzeitbe- schäftigung möglich? Es gibt für die Mitarbeitenden die Möglichkeit zur Teilzeitbeschäftigung. Die städtische Rahmen- dienstvereinbarung zur Arbeitszeit legt fest, dass Arbeitszeitwünsche der Mitarbeiter und Mitarbeite- rinnen weitgehend berücksichtigt werden sollen, insbesondere um die Vereinbarkeit von familiären Pflichten und Beruf zu ermöglichen. Die Dienstvereinbarung lässt darüber hinaus Raum für ergänzen- de Regelungen, um so den besonderen Anforderungen der Dienststellen Rechnung zu tragen. In der Stadtverwaltung sind insgesamt über 200 verschiedene Teilzeitformen anzutreffen. Mit Ausnahme von Altersteilzeitvereinbarungen im Teilzeit- oder Blockmodell ist die Inanspruchnahme dieser Regelungen an keine Altersgrenze gebunden. In der Praxis wird jedoch überwiegend durch ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit genutzt, mit einem Sabbaticalmodell den Ein- trittszeitpunkt in den Ruhestand zu verkürzen. 5. Werden in der Stadtverwaltung oder den stadteigenen Gesellschaften Arbeitsplätze mit altersangepassten Arbeitsabläufen und Arbeitsbedingungen angeboten? Es ist nach einer Studie des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (Studie „Erfahrung rechnet sich - aus Kompetenzen Älterer Erfolgsgrundlagen schaffen“) keineswegs so, dass ältere Beschäftigte zwangsläufig über eine geringere Leistungs- und Innovationsfähigkeit verfügen. Vielmehr zeigen seit gut 15 Jahren zahlreiche Studien, dass bei Älteren eine größere Streuung der Leistungsfähigkeit, aber keineswegs ein genereller Rückgang zu beobachten ist. In der Stadtverwaltung sind Mitarbeiterschaft und Einsatzbereiche heterogen. In aller Regel bedarf es in den betroffenen Fällen individueller Einzelfalllösungen. Es ist wichtig, dass Mitarbeitende und Füh- rungskräfte achtsam sind und frühzeitig eine abnehmende Leistungsfähigkeit thematisieren. Wir set- Seite 3 zen hier auf das Instrument des „Regelmäßigen Mitarbeitergesprächs“, das verpflichtend mit jedem Mitarbeiter/jeder Mitarbeiterin einmal im Jahr stattfindet. Der Leitfaden zur Durchführung der Mitar- beitergespräche sieht vor, dass die gesundheitliche, persönliche und fachliche Leistungsfähigkeit be- sprochen werden soll. Soweit es möglich ist, werden als individuelle Maßnahmen Arbeitsabläufe und Arbeitsbedingungen entsprechend den bestehenden Leistungseinschränkungen angepasst. Teilweise stehen für Mitarbeitende mit entsprechenden Leistungseinschränkungen auch speziell eingerichtete Arbeitsplätze (z. B. Scanzentrum) zur Verfügung. Das Personal- und Organisationsamt wird im Jahr 2014 im Rahmen eines Projekts das Betriebliche Gesundheitsmanagement fortentwickeln. Dabei werden sicherlich auch Fragestellungen der altersan- gepassten Arbeitsabläufe und Arbeitsbedingungen betrachtet. Über das Ergebnis des Projekts wird zu gegebener Zeit im Personalausschuss berichtet.
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 58. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 18. Februar 2014, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 22. Punkt 21 der Tagesordnung: Ältere Arbeitnehmer im Arbeitsmarkt Anfrage des Stadtrats Thomas H. Hock (FDP) sowie der FDP- Gemeinderatsfraktion vom 13. Januar 2014 Vorlage: 2014/0344 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 21 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 17. März 2014