Zusatzantrag FDP: Erhöhung der interkulturellen Kompetenz in der Stadtverwaltung
| Vorlage: | 2014/0341 |
|---|---|
| Art: | Änderungs-/Ergänzungsantrag |
| Datum: | 20.01.2014 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Keine Angaben |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
Keine Beratungen verfügbar.
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ZUSATZANTRAG Stadtrat Tom Høyem (FDP) vom 13. Januar 2014 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 57. Plenarsitzung Gemeinderat 21.01.2014 2014/0341 14 öffentlich Erhöhung der interkulturellen Kompetenz in der Stadtverwaltung Die Verwaltung arbeitet vor der nächsten Haushaltsberatung ein Konzept aus, wie man die interkulturelle Kompetenz in die Internationalisierungsstrategie unserer Stadt offensiv und aktiv einbinden kann. Die Verwaltung berechnet gleichzeitig die Kosten und die eventuellen notwendigen Stellen- schaffungen. Die Verwaltung informiert, ob diese neue Aufgabe mit Personalumstrukturierung gedeckt werden kann. Die Stellungnahme zu TOP 14, Antrag auf Erhöhung der interkulturellen Kompetenz in der Stadtverwaltung, ist traurig zu lesen. Die Stellungnahme ist nicht nur defensiv und müde, sondern wiederholt einen Bedarf für mehr Personal und räumt ein, dass man geplante Ver- anstaltungen nicht durchführen kann. Noch schlimmer ist die ganze Haltung, besonders aus- gedrückt auf der letzten Seite. Ich zitiere „Alle Auswahlverfahren werden seit Jahren KULTURFAIR durchgeführt.“ KULTURFAIR. Offenbar denkt die Verwaltung, dass interkultu- relle Kompetenz bedeutet, dass man sich ein bisschen mit türkischem Bürger über Istanbul oder mit Dänen über H. C. Andersen unterhält. Wir wünschen kein müdes und defensives kulturfaires Auswahlverfahren. Wir wünschen ein offensives Konzept, das darstellt, wie man in unserem internationalen Karlsruhe die interkul- turelle Kompetenz, die tatsächlich existiert, positiv einbinden kann, als Teil unserer Internati- onalisierungsstrategie. Nicht als Höflichkeit uns Ausländern gegenüber, sondern als aktive Kompetenzen für die Zukunft unserer Stadt. unterzeichnet von: Tom Høyem Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 15. Januar 2014 Sachverhalt/Begründung:
-
Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Zusatzantrag Stadtrat Tom Høyem (FDP) vom: 14.01.2014 eingegangen: 14.01.2014 Gremium: 57. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 21.01.2014 2014/0341 14 öffentlich Dez. 2 Erhöhung der interkulturellen Kompetenz in der Stadtverwaltung - Kurzfassung - Die Ausbildung der interkulturellen Kompetenz bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Stadtverwaltung ist als „grundlegende Maßnahme“ in der Internationalisierungsstrategie der Stadt Karlsruhe aufgeführt. Im Rahmen der jetzt anstehenden Umsetzung der Internationalisierungsstrategie werden geeignete Maßnahmen angegangen. Die Verwaltung wird berechnen, in welchem Umfang hierfür zusätzliche Stellen gebraucht werden und welche Kosten voraussichtlich entstehen werden. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) noch nicht bezifferbar Haushaltsmittel stehen teilweise zur Verfügung Kontierungsobjekt: PSP-Element: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit KMK GmbH Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Stadt Karlsruhe hat es sich zum erklärten Ziel gemacht, die interkulturelle Kompetenz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhöhen und die Stadtverwaltung und ihre Gesell- schaften interkulturell zu öffnen. Innerhalb der Internationalisierungsstrategie wird dem As- pekt der interkulturellen Kompetenz eine besondere Bedeutung beigemessen, in dem dieser als "grundlegende Maßnahme" verankert ist (siehe Ziffer 4.1.6) und damit allen Maßnah- menpaketen der Internationalisierungsstrategie immanent ist. Im Rahmen der Umsetzung der Maßnahmenpakete ist die Verwaltung angehalten, den As- pekt der interkulturellen Kompetenz vorrangig miteinzubeziehen. Insofern sind alle konkreten Umsetzungsmaßnahmen daraufhin zu prüfen, ob und inwiefern diese zu einer Erhöhung der interkulturellen Kompetenz beitragen können und sollten. Die Internationalisierungsstrategie ist entsprechend anzupassen und fortzuschreiben. Mit der Besetzung der Personalstelle "Internationalisierung" bei der EURegKA und der Be- willigung von ESF-Mitteln zur Erarbeitung einer Konzeption für ein "Welcome Center" laufen hierzu die Arbeiten im Sinne einer stadt- und regional übergreifenden Willkommenskultur an, die grundsätzlich im Wirken der Stadt verankert ist. Für die Bereiche des Personalmanagements und der Personalentwicklung wird dies bedeu- ten, dass die in der ursprünglichen Stellungnahme zum Antrag von Bündnis 90/Die Grünen vom 13.11.2013 aufgeführten Aktivitäten fortgesetzt und weiter entwickelt werden. Parallel zu diesem Prozess „Umsetzung Internationalisierungsstrategie“ laufen auch im Per- sonal- und Organisationsamt selbst Projekte, wie etwa die Überarbeitung der Leitlinien für Führung und Zusammenarbeit oder ab April 2014 ein Projekt zur Arbeitgebermarke Stadt Karlsruhe. Diese entwickeln nicht nur das Miteinander in der Verwaltung, sondern auch den Auftritt der Stadt als attraktive Arbeitgeberin nach außen in einer modernen und zukunftsori- entierten Weise weiter. Vor diesem Hintergrund werden sich Stadt und TechnologieRegion Karlsruhe auch in der Initiative "FAIRantwortung" engagieren, die mit dem Ziel einer verant- wortungsvollen Unternehmensführung (CSR - Corporate Social Responsibility) am 22. Januar 2014 ins Leben gerufen wird. Die Visionen, Ziele und Maßnahmen in Bezug auf die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und auf die Stadt als Arbeitgeberin sind hier teilweise durchaus deckungsgleich mit den Ideen der Internationalisierungsstrategie. Insofern wird die Verwaltung auch zur Erhöhung der Interkulturellen Kompetenz unterschied- liche Konzepte entwickeln und umsetzen. Die Verwaltung wird berechnen, in welchem Umfang hier zusätzliche Stellen gebraucht wer- den und welche Kosten voraussichtlich entstehen werden.