Energieverbrauch beim Tunnelbau

Vorlage: 2014/0250
Art: Anfrage
Datum: 03.11.2014
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 03.02.2015

    TOP: 27.1

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • FW-Energieverbrauch beim Tunnelbau
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) vom 31. Oktober 2014 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 8. Plenarsitzung Gemeinderat 03.02.2015 2014/0250 27.1 öffentlich Kombilösung: Energieverbrauch beim Tunnelbau Beim Tunnelbau wird sehr viel Energie verbraucht. Zu dem zusätzlichen Energieverbrauch und dem damit verbundenen CO2- Ausstoß. Dazu haben wir Freien Wähler folgende Fragen: A. Wie viel Energie (in kW) wird durchschnittlich beim Tunnelvortrieb pro Tagesleistung verbraucht: - für die Tunnelvortriebsmaschine mit Sicherung der Ortsbrust? - für Herstellung, Transport und Einbau der Tübbinge? - für die Herstellung der Bentonit - Stützflüssigkeit ? - für die Separierungsanlage ? - für die Förderung, Abtransport (bei angenommener Entfernung von 25 km) und Verwertung des Ausbruchmaterials ? 1. Wie viel LKW- Fahrten erfolgen pro Tag, auch an Sonn- und Feiertagen, auf welchen Routen und rund um die Uhr? B. Wie viel CO2 und Feinstaub wird dabei bei den Energieerzeugern freigesetzt? C. Wie werden das frei gesetzte CO2 und der Feinstaub kompensiert? D. Wie hoch ist der Wasserverbrauch der Separieranlage, und aus welchen Quellen wird dieses gewonnen? Seite 2 __________________________________________________________________________________________ E. Wurde bei der Umweltverträglichkeitsprüfung untersucht, inwieweit und wie viele CO2- und Feinstaub-Emissionen entstehen? F. Ist die Versorgung der Bevölkerung mit elektrischer Energie während des Tunnelbaues gesichert? Die Stadt Karlsruhe hat sich zum Ziel gesetzt, CO2- und Feinstaub- Emissionen erheblich zu reduzieren. Es ist zu befürchten, dass durch den Tunnelbaubetrieb sich die Schadstoffemissionen erheblich erhöhen (siehe auch unsere Anfrage vom 16.08.2011 – „Feinstaubemissionen aus Baustellen“), ohne dass dadurch ein Ausgleich geschaffen worden ist. unterzeichnet von: Jürgen Wenzel Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 23. Januar 2015 Sachverhalt/Begründung:

  • Stellungnahme TOP 27.1
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) vom: 31.10.2014 eingegangen: 31.10.2014 Gremium: 8. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 03.02.2015 2014/0250 27.1 öffentlich Dez. 1 Energieverbrauch beim Tunnelbau Beim Tunnelbau wird sehr viel Energie verbraucht. Zu dem zusätzlichen Energieverbrauch und dem damit verbundenen CO 2 -Ausstoß. Dazu haben wir Freien Wähler folgende Fragen: A. Wie viel Energie (in kW) wird durchschnittlich beim Tunnelvortrieb pro Tagesleistung verbraucht: - für die Tunnelvortriebsmaschine mit Sicherung der Ortsbrust? - für Herstellung, Transport und Einbau der Tübbinge? - für die Herstellung der Bentonit-Stützflüssigkeit? - für die Separierungsanlage? - für die Förderung, Abtransport (bei angenommener Entfernung von 25 km) und Ver- wertung des Ausbruchmaterials? Für die Tunnelvortriebsmaschine beträgt die maximal installierte Leistung ca. 3.260 KW und für die Separieranlage ca. 1.500 KW. Bei einer erfahrungsgemäß 50-prozentigen Beanspru- chung der installierten Leistung kann für die beiden Anlagen zusammen mit einem durch- schnittlichen Energieverbrauch in einer Größenordnung von rund 57.000 KWh pro Tag ge- rechnet werden. Zu den Punkten Tübbinge, Bentonit und Ausbruchmaterial ist auf Grund der Komplexität der Fragestellung und fehlender bzw. mit noch gerechtfertigtem Aufwand auch nicht zu ermit- telnder Grundlagendaten eine Aussage über den durchschnittlichen Energieverbrauch pro Ta- gesleistung von Seiten der KASIG nicht möglich. Seite 2 1. Wie viele LKW- Fahrten erfolgen pro Tag, auch an Sonn- und Feiertagen, auf welchen Routen und rund um die Uhr? Für die Versorgung der Tunnelbaustelle mit den erforderlichen Baumaterialien und für die Ent- sorgung des beim Tunnelvortrieb anfallenden Aushubmaterials werden täglich im Durchschnitt ungefähr 50 Transportfahrten durchgeführt. Der größte Teil der Transporte wird dabei über die Durlacher Allee abgewickelt. B. Wie viel CO 2 und Feinstaub wird dabei bei den Energieerzeugern freigesetzt? Da bei den Energieerzeugern die Stromerzeugung aus einem Mix verschiedener Energieträger er- folgt, kann hierzu von seiten der KASIG keine gesicherte Aussage getroffen werden. C. Wie werden das frei gesetzte CO 2 und der Feinstaub kompensiert? Ob und wie bei den Energieerzeugern CO 2 und Feinstaub kompensiert werden, kann von Seiten der KASIG nicht beantwortet werden. D. Wie hoch ist der Wasserverbrauch der Separieranlage, und aus welchen Quellen wird dieses gewonnen? Die von den Stadtwerken gesicherte Wasserversorgung ist für einen Spitzenverbrauch von maxi- maximal 160 m³/h ausgelegt. E. Wurde bei der Umweltverträglichkeitsprüfung untersucht, inwieweit und wie viele CO 2 - und Feinstaub-Emissionen entstehen? Die im Zuge des Genehmigungsverfahrens durchgeführte Umweltverträglichkeitsstudie zur Kom- bilösung hat unter anderem auch die baubedingten Auswirkungen der Maßnahme auf das Schutzgut Klima/Luft untersucht und beschrieben. Dabei wurde auch auf Möglichkeiten hinge- wiesen, die zur Vermeidung und Minimierung der potentiell zu erwartenden Beeinträchtigungen aus dem Baubetrieb beitragen können. Aussagen über den mengenmäßigen Umfang von CO 2 - und Feinstaub-Emissionen während der Bauphase waren hier nicht Gegenstand der Untersu- chung. Seite 3 F. Ist die Versorgung der Bevölkerung mit elektrischer Energie während des Tunnelbaues gesichert? Für die Belieferung der Tunnelbaustelle einschließlich Separieranlage mit elektrischer Energie ist durch die Stadtwerke ein separates Unterwerk eingerichtet worden. Aufgrund der Dimensionie- rung dieser Anlage sind genügend Reserven vorhanden, sodass ein Ausfallrisiko ausgeschlossen werden kann und die Versorgung der Bevölkerung nicht gefährdet ist.

  • Protokoll TOP 27.1
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 8. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 3. Februar 2015, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 28. Punkt 27.1 der Tagesordnung: Kombilösung: Energieverbrauch beim Tunnelbau Anfrage des Stadtrats Jürgen Wenzel (FW) vom 31. Oktober 2014 Vorlage: 2014/0250 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 27.1 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen: Tagesordnungspunkt 27.4 haben wir abgesetzt. Sie bekommen aber schon vorab die Information. Das hatte ich Ihnen im Hauptausschuss zugesagt. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 26. Februar 2015