Bürgerumfrage 2013: Sport, Bewegung, Bäder

Vorlage: 2013/0323
Art: Beschlussvorlage
Datum: 27.12.2013
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Amt für Stadtentwicklung
Erwähnte Stadtteile: Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Grünwinkel, Hagsfeld, Hohenwettersbach, Innenstadt-Ost, Innenstadt-West, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Nordweststadt, Oberreut, Oststadt, Palmbach, Rintheim, Rüppurr, Stupferich, Südstadt, Südweststadt, Waldstadt, Weiherfeld-Dammerstock, Weststadt, Wolfartsweier

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 21.01.2014

    TOP: 3

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: einstimmig beschlossen

Zusätzliche Dateien

  • Bürgerumfrage 2013
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 57. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 21.01.2014 2013/0323 3 öffentlich Dez. 2 Bürgerumfrage 2013: Sport, Bewegung, Bäder Beratungsfolge dieser Vorlage am TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 21.01.2014 3 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse der Bürgerumfrage 2013 zu den aktuellen Präferenzen und Bedarfseinschätzungen der Bevölkerung zu Sport, Bewegung und Bäder zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die Erkenntnisse in die Kooperative Sportentwicklungsplanung und in die Fortschreibung des Bäderkonzepts einzuarbeiten. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Kontierungsobjekt: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Sport, Freizeit und Gesundheit Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit KBG Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Im Rahmen der Untersuchung zur Sportentwicklungsplanung wurde die Bürgerumfrage 2013 zum Thema "Sport, Bewegung, Bäder" durchgeführt. Der vorliegende Bericht stellt den Bedarf und die Präferenzen der Sport treibenden Bevölkerung dar sowie die Einschätzungen der Ange- bote und Bedingungen für Bewegung und Sport in Karlsruhe aus Bürgersicht. Die Kooperative Sportentwicklungsplanung sowie die Umsetzung des Bäderkonzepts sind wichtige Bausteine des Integrierten Leitvorhabens "Sport und Gesundheit" im Fokus Stadtgesellschaft 2020 des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts Karlsruhe 2020. Ziel der Sportentwicklungsplanung ist, gemeinsam mit allen im Sport wichtigen Akteuren Handlungsempfehlungen, beispielsweise für eine bedarfsorientierte Sportstättenentwicklung oder eine an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientierte Sportförderung, zu formulieren. Darüber hinaus flankieren die Daten die weitere Umsetzung des Bäderkonzepts und dabei insbesondere die Stärkung der vier Schwerpunktbäder Europabad, Fächerbad, Vierordtbad und Rheinstrandbad Rappenwört. In den Monaten Mai und Juni 2013 nahmen von 16.254 per Zufallsstichprobe angeschriebenen Bürgerinnen und Bürgern ab 18 Jahren insgesamt 3.340 Erwachsene per Online-Fragebogen oder schriftlich an der Befragung teil. Zusätzlich wurden per Zufallsstichprobe 2.447 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren ermittelt, deren Eltern gebeten wurden, dem Kind die Teilnahme an der Online-Befragung zu bewilligen sowie es ggf. dabei zu unterstützen. Insge- samt nahmen 728 Kinder und Jugendliche teil. Die Teilnahme entspricht einer Rücklaufquote von 20,5 % für die Erwachsenen und 29,8 % für die Kinder und Jugendlichen. Ein Vergleich der realisierten Stichprobe mit der Bevölkerungsstruktur am 31.12.2012 zeigt, dass die Grund- gesamtheit der Karlsruher Bevölkerung im Rahmen der Bürgerumfrage 2013 repräsentativ ab- gedeckt wird. Die Ergebnisse der Bürgerumfrage 2013 unterstreichen die hohe Bedeutung von körperlicher Bewegung im Freizeitverhalten der Bevölkerung. Etwa die Hälfte der Karlsruherinnen und Karlsruher (50,3 %) verbringt ihre Freizeit außer Haus "häufig" mit Sport. Die Bedeutung des Sports als Freizeitbeschäftigung hat seit 2000 deutlich zugenommen. Damals gaben lediglich 33,7 % an, häufig Sport zu betreiben. Weitere wichtige Freizeitbeschäftigungen sind der Besuch von Freunden und Verwandten (44,5 %) sowie längere Aufenthalte in Parks (39,6 %) und im eigenen Garten (33,3 %). Hohen Stellenwert in der Freizeitgestaltung hat auch das Fahrradfahren (32,1 %). SPORT UND BEWEGUNG Von allen erwachsenen Bürgerinnen und Bürgern bezeichnen sich 85,1 % im weitesten Sinne als sportlich aktiv. Die meisten (93,3 %) ordnen sich der Gruppe der Freizeit- sportlerinnen und Freizeitsportler zu. In der Altersgruppe der 18- bis unter 45-Jährigen be- treiben sogar mehr als 90 % der Befragten Sport. Aber auch über 75-Jährige bewegen sich noch überraschend häufig in irgendeiner Form sportlich. Unter Kindern und Jugendlichen rech- nen sich 95,5 % unter die Sporttreibenden. Erwartungsgemäß betreiben lediglich 6,2 % der befragten Erwachsenen Wettkampf- bzw. Hochleistungssport. Unter Kindern und Jugendlichen ist der Anteil derjenigen, die Wettkampf- sport betreiben mit 33,1 % jedoch sehr hoch. Hauptmotiv für die sportliche Aktivität ist bei den Erwachsenen die Erhaltung der Gesundheit (91 %) und bei Kindern und Jugendlichen der Spaß und die Freude am Sport (93,3 %). Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Radfahren ist die in Karlsruhe am häufigsten ausgeübte Sportart. Insgesamt 55,3 % der Volljährigen und 60,6 % der unter 18-jährigen Karlsruherinnen und Karlsruher fahren im Rah- men ihrer sportlichen Aktivität Fahrrad. An zweiter und dritter Stelle folgt bei den Erwachsenen der Laufsport (insgesamt 31,3 %) und das Spazierengehen (insgesamt 30,5 %). Bei den Kindern und Jugendlichen steht Fußball (31,7 %) und Schwimmsport bzw. Baden (29,5 %) auf den bei- den nächsten Rangplätzen. Die Karlsruherinnen und Karlsruher bleiben zum Sporttreiben überwiegend im eigenen Stadtteil. Dies gilt für Erwachsene (62,1 %) und in noch stärkerem Maß für Kinder und Ju- gendliche (68,9 %). Es überwiegt die Nutzung von informellen Sporträumen gegenüber klassi- schen Sportanlagen. Die Sportaktivitäten werden überwiegend im Park, Wald oder auf Wegen sowie auf Straßen ausgeübt. Dies entspricht den Bedingungen der genannten Hauptsportarten und gilt für alle Jahreszeiten. Kinder und Jugendliche suchen dagegen ver- gleichsweise häufig klassische Sportstätten auf. Erwachsene betreiben Sport überwiegend selbstorganisiert, Kinder und Jugendliche betätigen sich mehrheitlich im Rahmen des Vereinssports (52,9 %). Mehr als zwei Drittel der sportlich aktiven Erwachsenen organisieren die von ihnen am häufigsten ausgeübte Sport- und Bewegungsaktivität selbst, entweder auf frei zugänglichen Anlagen (69,6 %) oder auf An- lagen gegen Entgelt (15,8 %). Jeder bzw. jede dritte erwachsene Befragte (33,4 %) und fast drei Viertel (73,4 %) der befragten Kinder und Jugendlichen sind Mitglied in einem Sportverein. Karlsruher Sportvereine fördern nach Ansicht der Befragten Kinder und Jugendliche. Diese Rolle der Verei- ne wird von der Hälfte der Befragten 49,5 % für "zutreffend" oder "sehr zutreffend" gehalten. Fitness- und Bodybuildingstudios verzeichnen einen deutlichen Zuwachs. Der Anteil an den Erwachsenen, die ein Sport-, Fitness- oder Bodybuildingstudio besuchen, hat sich gegen- über der letzten Befragung im Jahr 2000 von 10,2 % auf 27,0 % fast verdreifacht. Bei Kindern und Jugendlichen spielen Fitnessstudios eine geringere Rolle (10,6 %). „Karlsruhe ist alles in allem eine sport- und bewegungsfreundliche Stadt“ urteilen 73,9 % der erwachsenen Befragten für die Gesamtstadt und 65,4 % für den eigenen Stadtteil. Mit den Bedingungen für Sport und Bewegung in Karlsruhe sind die Befrag- ten sehr (91,1 %) zufrieden. Überwiegend positiv fällt die Einschätzung der Bewegungs- freundlichkeit des eigenen Stadtteils in den äußeren Stadtteilen aus, während Bewohnerinnen und Bewohner der citynahen Stadtteile die eigene Wohngegend seltener für besonders sport- und bewegungsfreundlich halten. Gefragt nach gewünschten Verbesserungen in der sportlichen Infrastruktur würden die Karlsruherinnen und Karlsruher das meiste Geld für die Verbesserung der Wegenetze für Bewegung und Sport investieren, verstärkte Sportangebote wünschen sich die Befragten bei der Bewegungsförderung im Kindergarten und in der Schule. Mehr als drei Viertel der erwachsenen Karlsruherinnen und Karlsruher (76,8 %) und 58,6 % der unter 18-Jährigen sind mit dem Angebot im Sport- und Bewegungsbereich zufrieden und vermissen nichts. Unter den Erwachsenen benennen 23,2 % und unter den Jugendlichen 43,4 % Defizite im Sportbereich oder verweisen auf fehlende Angebote. Die ge- äußerten Kritikpunkte betreffen ein weites Spektrum. In der Teilgruppe der Erwachsenen, die Defizite benennt, wird von 16,1 % auf den Bereich „Hallen- und Freibäder“ hingewiesen. Im Einzelnen geht es dabei um z. B. „zu hohe Eintrittspreise", Ausstattungsdefizite sowie um feh- lende Kursangebote. Zielgruppenspezifische Angebote im Sport allgemein vermissen 9,9 % derjenigen Erwachsenen, die Defizite nennen. Von den unzufriedenen Kindern und Jugendli- Ergänzende Erläuterungen Seite 4 chen werden gleichrangig nebeneinander Defizite im Bereich „Hallen- und Freibäder“ (10,9 %), bei frei zugänglichen Sporthallen, Sportanlagen oder Freizeitspielfeldern (10,9 %) und bei Fuß- ball- und Bolzplätzen (10,2 %) angeführt. BADEN UND SCHWIMMEN Das Fächerbad und das Europabad werden von den Karlsruherinnen und Karlsruhern unter allen Hallenbädern der Stadt am häufigsten regelmäßig besucht. Insgesamt ein Fünftel (21,4 %) der Karlsruherinnen und Karlsruher, die überhaupt schwimmen gehen, geht regelmäßig ins Fächerbad. Unter den Kindern und Jugendlichen steht das Europabad mit Ab- stand auf Rang 1, das in dieser Befragtengruppe von 45,7 % regelmäßig aufgesucht wird (Er- wachsene 20,5 %). Im Europabad ist zudem der Zuspruch von Gelegenheitsbesuchern außeror- dentlich hoch (Jugendliche 45,1 %; Erwachsene 30,7 %). Es ist bei Männern und Frauen aller Altersgruppen beliebt. Von den erwachsenen Befragten besuchen 21,4 % regelmäßig Hallen- bäder außerhalb Karlsruhes. Im Sommer spielt unter den Erwachsenen der Besuch von Baggerseen in Karlsruhe o- der im Umland eine herausragende Rolle, Kinder und Jugendliche bevorzugen das Rheinstrandbad. Konkret abgefragte Freizeit- und Wellnessbäder außerhalb Karlsruhes werden eher selten besucht. Mehr als zwei Drittel (70,0 %) der befragten Erwachsenen haben im letzten Jahr kein Freizeit- und Wellnessbad außerhalb Karlsruhes besucht. Dies trifft auch auf 71,5 % der Kinder und Jugendlichen zu. Zu den von den Erwachsenen meist besuchten Freizeit- und Wellnessbädern zählt die Caracalla Therme in Baden-Baden (17,4 %). Kinder und Jugendliche gehen hingegen eher ins La Ola in Landau (19,8 %). Sauberkeit ist die wichtigste Anforderung an ein Schwimmbad. 84,4 % aller erwachse- nen Befragten erachten ein sauberes Schwimmbad für sehr wichtig. Auch für Kinder und Ju- gendliche ist Sauberkeit im Bad ein sehr hohes Gut (81 %). An zweiter Stelle suchen die Er- wachsenen beim Baden Erholung und Entspannung. Auch eine gute ÖPNV-Anbindung, gute Parkmöglichkeiten und die Nähe zur Wohnung sind insgesamt über 60 % der erwachsenen Befragten wichtig. Anders als bei den Erwachsenen setzen Kinder und Jugendliche gleich nach der Sauberkeit das Thema „Sonderausstattung für Spiel und Spaß“ mit Attraktionen, Großrut- schen etc. auf Rang zwei ihrer Prioritäten. Die über 18-jährigen Karlsruherinnen und Karlsruher besuchen Schwimmbäder in ers- ter Linie aus Wellness-Motiven. Jeweils drei Fünftel der befragten Schwimmbadbesucher gehen entweder zum Ausruhen und Entspannen (59,6 %) und/oder zum Wohlfühlen ins Schwimmbad (58,2 %). Auch der gesundheitliche Aspekt (fit bleiben) motiviert viele Befragte (48,2 %), ins Schwimmbad zu gehen. Von den Kindern und Jugendliche besuchen 88,4 % Schwimmbäder, um Spiel und Spaß zu haben, 73,4 % treffen sich dort mit Freunden und Be- kannten. Über die Hälfte aller Befragten lehnen einen erhöhten Eintrittspreis nach der Moderni- sierung eines Bades ab. Eine knappe Mehrheit aller Befragten (53,5 %) ist der Auffassung, dass auch nach der Modernisierung eines Bades weiterhin der Einheitspreis erhoben werden sollte. Ergänzende Erläuterungen Seite 5 Beschluss: Antrag an den Gemeinderat: Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse der Bürgerumfrage 2013 zu den aktuellen Präferenzen und Bedarfseinschätzungen der Bevölkerung zu Sport, Bewegung und Bäder zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die Erkenntnisse in die Kooperative Sportentwicklungsplanung und in die Fortschreibung des Bäderkonzepts einzuarbeiten. Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 9. Januar 2014

  • Bürgerumfrage 2013_Sport-Bewegung-Bäder
    Extrahierter Text

    BÜRGERUMFRAGE 2013 SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung Beiträge zur Stadtentwicklung Nr. 39 2 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER IMPRESSUM Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung Zähringerstraße 61 76133 Karlsruhe Leiterin: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig Bereich: Stadtentwicklung Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda Daniel Götz Nadia Kasper-Snouci Ilona Forro Tel.: 0721 133-1220 Fax: 0721 133-1209 E-Mail: stadtentwicklung@afsta.karlsruhe.de Internet: www.karlsruhe.de/Stadtentwicklung Titelfoto: panthermedia Druck: Stadt Karlsruhe, Hauptamt auf 100% Recyclingpapier Stand: Dezember 2013 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 3 Wolfram Jäger Bürgermeister LIEBE BÜRGERINNEN, LIEBE BÜRGER, zehn Jahre nach Veröffentlichung der ersten Karlsruher Umfrage zum Sport- und Freizeitverhalten wurden die Karlsruherinnen und Karlsruher in der Bürgerumfrage 2013 erneut nach ihren sportlichen Aktivitäten und Präferenzen sowie nach ihren Einschätzungen zu Sportangeboten und Rahmenbedingungen gefragt. Dabei wurden auch die Badegewohnheiten erhoben. Die Bedarfsanalyse der Sport treibenden Bevölkerung stellt eine wichtige Grundlage für die Kooperative Sportentwicklungsplanung dar. Da Kinder und Jugendliche eine wichtige Zielgruppe der Bedarfsplanung bilden, wurden neben rund 3.300 volljährigen Karlsruherinnen und Karlsruhern auch knapp 750 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren um ihre Meinung gebeten. Die Befragung bietet somit einen umfassenden Überblick über die Sport- und Bewegungsaktivitäten der Karlsruher Bevölkerung zwischen 10 und 90 Jahren und liefert allen in diesem Feld Engagierten wichtige Grundlagendaten für ihre Arbeit. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Bürgerumfrage 2013 danke ich dafür, dass sie sich Zeit für das Ausfüllen des Fragebogens genommen haben und damit Verwaltung, Politik und alle Sport anbietenden Institutionen in der Weiterentwicklung der Sportstadt Karlsruhe unterstützen. 4 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 5 www.karlsruhe.de INHALTSVERZEICHNIS Seite 1. EINFÜHRUNG 7 1.1 Zusammenfassung 7 1.2 Methodik 10 2. FREIZEITAKTIVITÄTEN AUSSER HAUS 13 3. SPORT UND BEWEGUNGSVERHALTEN DER KARLSRUHERINNEN UND KARLSRUHER 21 3.1 Motive für sportliche Aktivität 21 3.2 Motive für sportliche Passivität 26 3.3 Sportliche Aktivität 30 3.4 Art der Sport- und Bewegungsaktivität 34 3.5 Häufi gkeit der Sportausübung 40 3.6 Dauer der Sportausübung – Länge einer Trainingseinheit 45 4. SPORT- UND BEWEGUNGSRÄUME IN KARLSRUHE 49 4.1 Orte der Ausübung von Sport- und Bewegungsaktivitäten 49 4.2 Genutzte Sportstätten 54 5 ANBIETER VON SPORT- UND BEWEGUNGSAKTIVITÄTEN 59 6 VEREINSSPORT 63 6.1 Mitgliedschaft im Sportverein 63 6.2 Bewertung spezifi scher Eigenschaften der Sportvereine 66 6.3 Bevorzugte Schwerpunkte der Sportvereinsarbeit 68 7 BADEN UND SCHWIMMEN 71 7.1 Häufi g besuchte Bäder 71 7.2 Aufenthaltsdauer im Hallenbad 78 7.3 Verkehrsmittelwahl zum Hallenbadbesuch und Wegezeit 79 7.4 Motive für Schwimmbadbesuche 81 7.5 Relevante Angebote und Ausstattungsmerkmale eines Schwimmbads 83 7.6 Modernisierung und Eintrittspreise 87 8 MEINUNGEN UND EINSCHÄTZUNGEN ZU DEN SPORT- UND BEWEGUNGSMÖGLICHKEITEN IN KARLSRUHE 89 8.1 Bewertung Karlsruhes als sport- und bewegungsfreundliche Stadt 89 8.2 Beurteilung verschiedener Sport- und Bewegungsbereiche 92 8.3 Zufriedenheit mit dem Angebot zur Ausübung von Sport- und Bewegungsaktivitäten 100 8.4 Präferenzen und Prioritäten im Infrastrukturbereich 106 8.5 Präferenzen und Prioritäten im Angebotsbereich 108 8.6 Fehlende Sport- und Bewegungsangebote in Karlsruhe 110 ANHANG 113 6 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 7 www.karlsruhe.de 1.1 ZUSAMMENFASSUNG Der vorliegende Bericht stellt den Bedarf sowie die Ein- schätzungen und Präferenzen der Sport treibenden Bevölkerung dar. Damit liefert die Bürgerumfrage 2013 Grundlagendaten für die Koope rative Sportent- wicklungsplanung, die im FOKUS-Be reich Stadtgesellschaft 2020 des Integrierten Stadtent wicklungskonzepts Karlsruhe (ISEK) ein Integriertes Leitvorhaben darstellt. Ziel der Kooperativen Sportentwicklungsplanung ist es, die Möglichkeiten für Sport und Bewegung in Karlsruhe bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse der Bürgerumfrage 2013 zu den Themen Sport und Bewegung unterstreichen die hohe Bedeutung von körperlicher Bewegung im Freizeitverhalten der Bevölkerung. Etwa die Hälfte der Karlsruherinnen und Karlsruher (50,3 %) verbringt ihre Freizeit außer Haus „häufi g“ mit Sport. Die Bedeutung des Sports als Freizeitbeschäftigung hat seit 2000 deutlich zugenommen. Damals gaben lediglich 33,7 % an häufi g Sport zu treiben. Weitere wichtige Freizeitbeschäftigungen sind der Besuch von Freunden und Verwandten (44,5 %) sowie längere Aufenthalte in Parks (39,6 %) und im eigenen Garten (33,3 %). Hohen Stellenwert in der Freizeitgestaltung hat auch das Fahrradfahren (32,1 %). 85,1 % aller erwachsenen Bürgerinnen und Bürger bezeichnen sich im weitesten Sinne als sportlich aktiv. Mit zunehmendem Alter lässt die Aktivität insgesamt nach. Aber auch Befragte über 75 Jahren bewegen sich noch überraschend häufi g in irgendeiner Form sportlich. Unter Kindern und Jugendlichen zählen sich sogar 95,5 % zu den Sporttreibenden. Die aktiven Erwachsenen ordnen sich überwiegend der Gruppe der Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportlern (93,8 %) zu. Lediglich 6,2 % der befragten Erwachsenen betreiben Wettkampf- bzw. Hochleistungssport. Unter Kindern und Jugendlichen ist der Anteil derjenigen, die Wettkampfsport betreiben mit 33,1 % recht hoch. Bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen zeigen sich Männer bzw. Jungen sehr viel häufi ger sportlich leistungsorientiert als Frauen oder Mädchen. Hauptmotiv für die sportliche Aktivität ist bei 91 % der Erwachsenen die Erhaltung der Gesundheit. Weitere wichtige Motive sind „Ausgleich, Entspannung und Erholung“ (86,9 %) sowie „Fitness, Kondition, Beweglichkeit“ (84,7 %). Kaum Bedeutung hat hingegen das Streben nach „Wettkampf und Erfolg“. Unter Kindern und Jugendlichen dominiert Spaß und Freude am Sport (93,3 %). Von den sportlich passiven Erwachsenen wird vor allem die „fehlende Zeit“ (39,7 %) und der „Gesundheitszustand“ (35,6 %) als Hinderungsgrund genannt. Radfahren ist die insgesamt am häufi gsten ausgeübte Sportart. Insgesamt 55,3 % der volljährigen und 60,6 % der unter 18 jährigen Karlsruherinnen und Karlsruher fahren im Rahmen ihrer sportlichen Aktivität Fahrrad. An zweiter und dritter Stelle folgt bei den Erwachsenen für je ein Drittel der Laufsport und das Spazierengehen. Bei den Kindern und Jugendlichen steht „Fußball“ (31,7 %) und „Schwimmsport, Baden“ (29,5 %) auf den beiden nächsten Rangplätzen. Die Karlsruherinnen und Karlsruher bleiben zum Sporttreiben überwiegend im eigenen Stadtteil. Dies gilt für Erwachsene (62,1 %) und in noch stärkerem Maß für Kinder und Jugendliche (68,9 %). Nur knapp ein Viertel aller Befragten geht zur Ausübung der Sportaktivitäten in einen anderen Stadtteil – vor allem zum Schwimmen, Fußball, Tanzen und Volleyballspielen. Radsport, Laufsport, Spazierengehen, Fitness/Kraftsport/Gymnastik und Tennis werden hingegen überwiegend im eigenen Stadtteil betrieben. Die Sportaktivitäten werden überwiegend im Park/ Wald/auf Wegen sowie auf Straßen ausgeübt. Dies entspricht den Bedingungen der genannten Haupt sportarten und gilt für alle Jahreszeiten. Im Winter gewinnen jedoch überdachte Sportstätten als Orte der Sportausübung an Bedeutung. Insgesamt überwiegt die Nutzung von informellen Sporträumen gegenüber klassischen Sportanlagen. Kinder und Jugendliche suchen dagegen vergleichsweise häufi g klassische Sportstätten auf. 1 EINFÜHRUNG 8 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Erwachsene betreiben Sport überwiegend selbst- organisiert, Kinder und Jugendliche betätigen sich mehrheitlich im Rahmen des Vereinsports. Der größte Anteil der sportlich Aktiven organisiert die von ihnen am häufi gsten ausgeübte Sport- und Bewegungsaktivität selbst, entweder auf frei zugänglichen Anlagen (69,6 %) oder auf Anlagen gegen Entgelt (15,8 %). Kinder und Jugendliche gehen ihrer Hauptsportart vor allem bei Sportvereinen nach (52,9 %). Radfahren, Laufsport/Joggen, Spazierengehen und Wandern sind Sportarten, die überwiegend selbst organisiert werden. Ballsportarten, Kampfsport und Tanzen werden hingegen schwerpunktmäßig im Verein betrieben. Fitness- und Bodybuildingstudios verzeichnen einen deutlichen Zuwachs. Der Anteil an den Erwachsenen, die ein Sport-, Fitness- oder Bodybuildingstudio besuchen, hat sich gegenüber der letzten Befragung im Jahr 2000 von 10,2 % auf 27,0 % fast verdreifacht. Bei Kindern und Jugendlichen spielen Fitnessstudios nur eine geringere Rolle (10,6 %). Jeder bzw. jede dritte erwachsene Befragte (33,4 %) und fast drei Viertel (73,4 %) der befragten Kinder und Jugendlichen sind Mitglied in einem Sportverein. Dies entspricht hochgerechnet etwa 81.000 Erwachsenen und 13.000 Kindern und Jugendlichen. Die meisten Sportvereinsmitglieder fi nden sich unter den Erwachsenen in der Gruppe der unter 30-jährigen (41,6 %) und über 65-jährigen Männer (40,2 % bzw. 41,1 %). Unter den Kindern und Jugendlichen weisen die unter 15-jährigen Jungen (81,7 %) besonders häufi g eine Mitgliedschaft im Sportverein auf. Karlsruher Sportvereine fördern nach Ansicht der Befragten Kinder und Jugendliche. Diese Rolle der Vereine wird von der Hälfte der Befragten (49,5 %) für „zutreffend“ oder „sehr zutreffend“ gehalten. Besonders Familien mit Kindern und Alleinerziehende würdigen die positive Rolle der Sportvereine für Kinder. Eine ähnlich hohe Zustimmung äußern die Befragten zu der Aussage „Sportvereine dienen der Integration aller Bevölkerungsgruppen“ (46,9 %). Für die Karlsruherinnen und Karlsruher liegt der Schwerpunkt künftiger Sportvereinsarbeit im Ausbau der Kinder- und Jugendarbeit, die von 64,4 % als wichtig bzw. sehr wichtig eingestuft wird, sowie dem Gesundheitssport (61,6 %). Haushalte mit Kindern legen besonders großen Wert auf Jugendarbeit. Gesundheitssport liegt vor allem Frauen am Herzen. Das Fächerbad wird von allen Karlsruher Hallenbädern am häufi gsten regelmäßig besucht. Insgesamt ein Fünftel (21,4 %) der Karlsruherinnen und Karlsruher, die überhaupt schwimmen gehen, geht regelmäßig ins Fächerbad, darunter 5,8 % ein- bis dreimal pro Monat und 4,6 % sogar einmal oder mehrmals pro Woche. Das Fächerbad ist bei Männern und Frauen aller Altersgruppen beliebt. Ein genauso großer Anteil der Befragten (21,4 %) besucht Hallenbäder außerhalb Karlsruhes. Auf Rang drei folgt das Europabad, das von 20,5 % der Befragten im gleichen Zeitrhythmus aufgesucht wird. Im Europabad ist der Zuspruch von Kindern und Jugendlichen und von Gelegenheitsbesuchern hoch. Im Sommer spielt der Besuch von Baggerseen in Karlsruhe oder im Umland bei den Erwachsenen eine herausragende Rolle, bei den Kindern und Jugendlichen überwiegt die Beliebtheit des Rheinstrandbads. Ein- bis dreimal im Monat oder häufi ger suchen 32 % der Erwachsenen im Sommer einen Baggersee auf. Unter den Freibädern erhält das Rheinstrandbad Rappenwört den stärksten Zuspruch (18,1 % einmal im Monat oder häufi ger). Rappenwört ist Favorit bei Kindern und Jugendlichen (45,5 %). An zweiter Stelle stehen bei jugendlichen Befragten ebenfalls die Baggerseen (33,7 %). Konkret abgefragte Freizeit- und Wellnessbäder außerhalb Karlsruhes werden eher selten besucht. Mehr als zwei Drittel (70,0 %) der befragten Erwachsenen haben im letzten Jahr keines der abgefragten Freizeit- und Wellnessbäder außerhalb Karlsruhes besucht. Dies trifft auch auf 71,5 % der Kinder und Jugendlichen zu. Zu den von den Erwachsenen meist besuchten Freizeit- und Wellnessbädern zählt die Caracalla Therme in Baden-Baden (17,4 %). Kinder und Jugendliche gehen hingegen eher ins La Ola in Landau (19,8 %). Kinder und Jugendliche halten sich länger im Hallenbad auf als Erwachsene. Am Wochenende verbringen die Befragten grundsätzlich mehr Zeit im Schwimmbad. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von Erwachsenen bei einem Badbesuch liegt unter der Woche bei 2,3 Stunden und am Wochenende bei 3,2 Stunden. Die durchschnittliche Verweildauer der Kinder und Jugendlichen liegt unter der Woche bei 2,7 Stunden und am Wochenende bei vier Stunden. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 9 www.karlsruhe.de Erwachsene gelangen überwiegend mit dem Auto zum Hallenbad, Kinder und Jugendliche hingegen mit dem Fahrrad, Bus oder Bahn. 40,1 % der erwachsenen Befragten fährt mit dem Auto oder Motorrad bzw. Mofa in das von ihnen am häufi gsten aufgesuchte Hallenbad in Karlsruhe. Ein Drittel (33,8 %) fährt mit dem Fahrrad, 16,9 % nutzen Bus oder Straßenbahn und 9,2 % gehen zu Fuß. Kinder und Jugendliche kommen hauptsächlich mit dem Fahrrad (36,8 %) oder mit Bus und Bahn (35,2 %) zum Hallenbad. 23,3 % fahren im Auto mit und 4,8 % legen den Weg zu Fuß zurück. 86,4 % der Erwachsenen sind weniger als eine halbe Stunde unterwegs, um in das von ihnen präferierte Karlsruher Hallenbad zu gelangen. 45,2 % der Befragten benötigen für den Weg zum Hallenbad nur maximal 15 Minuten, 41,2 % zwischen 15 und 30 Minuten. Die Wegezeiten der Kinder und Jugendlichen sind nur geringfügig länger. Sauberkeit ist das wichtigste Qualitätskriterium eines Schwimmbades. 84,4 % aller erwachsenen Befragten erachten ein sauberes Schwimmbad für sehr wichtig. Auch für Kinder und Jugendliche ist der Sauberkeitsaspekt das vorrangigste Qualitätskriterium (81 %). Mit etwas Abstand folgt für die Erwachsenen an zweiter Stelle das Anliegen Ruhe und Entspannung. Auch eine gute ÖPNV-Anbindung, gute Parkmöglichkeiten und die Nähe zur Wohnung sind jeweils über 60 % der erwachsenen Befragten wichtig. Anders als bei den Erwachsenen folgt in der Prioritätenliste der Kinder und Jugendlichen gleich nach der Sauberkeit das Thema „Sonder ausstattung Spiel und Spaß“ mit dem Wunsch nach Attraktionen, Großrutschen etc. Die über 18-jährigen Karlsruherinnen und Karlsruher besuchen Schwimmbäder in erster Linie aus Wellness-Motiven. Jeweils drei Fünftel der befragten Schwimmbadbesucher gehen entweder zum Ausruhen und Entspannen (59,6 %) und/oder zum Wohlfühlen ins Schwimmbad (58,2 %). Auch der gesundheitliche Aspekt (fi t und gesund bleiben) motiviert viele Befragte (48,2 %) ins Schwimmbad zu gehen. Kinder und Jugendliche besuchen Schwimmbäder überwiegend zum Spiel und Spaß haben (88,4 %). Von den befragten Kindern und Jugendlichen gehen 73,4 % ins Schwimmbad, um sich dort mit Freunden und Bekannten zu treffen. Über die Hälfte aller Befragten fordert auch nach der Modernisierung eines Bades einheitliche Eintrittspreise. Eine knappe Mehrheit aller Befragten (53,5 %) ist der Auffassung, dass auch nach der Modernisierung eines Bades weiterhin der Einheitspreis erhoben werden sollte. „Karlsruhe ist alles in allem eine sport- und bewegungs- freundliche Stadt“ urteilen 73,9 % der erwachsenen Befragten für die Gesamtstadt und 65,4 % für den eigenen Stadtteil. Überwiegend positiv fällt die Einschätzung der Bewegungs freundlichkeit des eigenen Stadtteils in den äußeren Stadt teilen aus, während Bewohnerinnen und Bewohner der zentralen Stadtteile die eigene Wohngegend seltener für besonders sport- und bewegungsfreundlich halten. Kinder und Jugendliche bewerten die Situation kaum anders als die Erwachsenen. Die Karlsruherinnen und Karlsruher sind mit den Bedingungen für Sport und Bewegung insgesamt überwiegend zufrieden. Zusammen 91,1 % der Befragten sind mit dem Angebot zur Ausübung von Sport- und Bewegungsaktivitäten in Karlsruhe „sehr zufrieden“ oder „eher zufrieden“. Damit ist die Zufriedenheit höher als im Jahr 2000. Kinder und Jugendliche beurteilen die Sportmöglichkeiten in Karlsruhe etwas schlechter als die Erwachsenen, sind aber immer noch zu 83,4 % weitestgehend zufrieden. Vergleichsweise gering ist die Zufriedenheit mit den Möglichkeiten zur Sportausübung in den dicht bebauten inneren Stadtteilen. Fahrradwege und die Versorgung mit Freibädern werden am besten beurteilt. Kinder und Jugendliche schätzen vor allem das Angebot von Sportvereinen. Die Fahrradwege werden von allen abgefragten Bedingungen zur Sportausübung von den Erwachsenen am besten bewertet (58,8 % sehr gut oder gut). Kinder und Jugendliche loben in erster Linie das Angebot von Sportvereinen (71,9 % sehr gut oder gut). Positiv benotet wird auch die Versorgung mit Freibädern, die sowohl von Erwachsenen (55,3 %) als auch von Kindern und Jugendlichen (65,5 %) sehr häufi g hervorgehoben wird. 10 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Die Karlsruherinnen und Karlsruher würden das meiste Geld für die Verbesserung der Wegenetze für Bewegung und Sport investieren. Danach folgt die Sanierung und Modernisierung der Karlsruher Bäder, die bewegungsfreundliche Umgestaltung der bestehenden Schulhöfe, der Bau offen zugänglicher, wohnortnaher Sportgelegenheiten sowie die Sanierung und Modernisierung der bestehenden Sportanlagen. Der Bau neuer, wettkampfgerechter Sportanlagen gilt den Befragten als nachrangig. Bei den Sportangeboten hat für die Befragten die Bewegungsförderung im Kindergarten und in der Schule höchste Priorität. Hierfür würden die Befragten im Schnitt mehr als ein Drittel ihres Gesamtbudgets aufwenden. Ebenfalls relativ hohe Priorität hat die Unterstützung des Freizeitsports im Verein. Deutlich weniger wichtig ist den Befragten die Unterstützung des Wettkampfsports und des Hochleistungssports. Knapp jede bzw. jeder vierte Erwachsene (23,2 %) und zwei Fünftel (43,4 %) der unter 18-Jährigen empfi nden Defi zite im Sport- und Bewegungsbereich oder vermissen konkrete Angeboten. Die Kritik der Erwachsene zielt in erster Linie auf den Bereich „Hallen- und Freibäder“ (16,1 %) sowie das Fehlen zielgruppenspezifi scher Angebote (9,9 %). Kinder und Jugendliche nennen ebenfalls häufi g Defi zite im Bereich „Hallen- und Freibäder“ (10,9 %) und vermissen vor allem frei zugängliche Sporthallen/Sportanlagen/ Freizeitspielfelder (10,9 %). 1.2 METHODIK Die Bürgerumfrage 2013 wurde – wie bereits die Bürger- umfrage aus den vorangegangenen zwei Jahren – als Mixed- Mode-Umfrage konzipiert. Die Befragten konnten schriftlich oder online antworten. In der diesjährigen Bürgerumfrage wurden neben volljährigen Karlsruherinnen und Karlsruhern themenbedingt auch Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren befragt. Hierfür wurden per Zufallsstichprobe im April 2013 zunächst 14.989 Bürgerinnen und Bürger im Alter von 18 bis 89 Jahre mit Hauptwohnsitz in Karlsruhe ausgewählt. Die Zufallsstichprobe erfolgte geschichtet nach den Merkmalen 18 bis 29 Jahre, 30 bis 89 Jahre, ausländisch und deutsch. Die einzelnen Merkmalsgruppen wurden dabei unterschiedlich gewichtet. So wurden beispielsweise die Nichtdeutschen und die Personen im Alter von 18 bis 29 Jahren über steuert, da diese Personengruppen erfahrungsgemäß weniger an Umfragen teilnehmen. Mit der Erhöhung der Auswahlwahrscheinlichkeiten für diese Personengruppen wurde sichergestellt, dass ein für alle Personengruppen repräsentatives Ergebnis entsteht. Da die so ausgewählte Stichprobe noch um die Panel-Teilnehmer und die Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (Lea) bereinigt werden musste, wurden im Mai 2013 insgesamt 14.776 Karlsruherinnen und Karlsruher in einem Schreiben des Oberbürgermeisters zur Teilnahme an der Bürgerumfrage eingeladen. Per Zufall ausgewählt und angeschrieben wurden darüber hinaus 2.447 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren mit Hauptwohnsitz in Karlsruhe. Auch diese Zufalls- stichprobe wurde geschichtet nach den Merkmalen nicht- deutsch und deutsch sowie den Altersgruppen 10 bis 12 und 13 bis 17 Jahren. Die 1.478 Panel-Adressaten hatten im Rahmen der Bürger- umfrage 2011 oder 2012 ihre Bereitschaft zur Teilnahme an weiteren Umfragen erklärt und wurden deshalb ebenfalls per E-Mail zur Teilnahme an der Bürgerumfrage 2013 eingeladen. Als Anreiz zur Teilnahme konnten alle Befragten an einer Verlosung von Gutscheinen teilnehmen. Den zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern wurde im Anschreiben ein individuelles Passwort mitgeteilt, mit dem sie im Internet den Fragebogen ausfüllen konnten. Dadurch war gewährleistet, dass ausschließlich zufällig ausgewählte Personen an der Befragung teilnehmen. Darüber hinaus bestand für diese die Alternative, telefonisch einen Papierfragebogen anzufordern und ausgefüllt in einem Freiumschlag portofrei zurückzusenden. Personen im Alter ab 60 Jahren sowie die Kinder und Jugendlichen erhielten direkt mit dem ersten Schreiben einen Papierfragebogen und einen Freiumschlag, da über 60-Jährige diese Erhebungsform häufi g bevorzugen und bei Kindern und Jugendlichen gegenüber den Eltern Transparenz hergestellt werden sollte. Die Panel- Mitglieder hatten sich bei den vergangenen Bürgerumfragen mit ihrer E-Mail-Adresse für die Teilnahme an weiteren Umfragen registriert. Sie wurden per E-Mail mit jeweils individuellen Links zur Teilnahme an der Umfrage eingeladen. Die Panel-Mitglieder hatten ausschließlich die Möglichkeit, online an der Bürgerumfrage 2013 teilzunehmen. Der offi zielle Umfragezeitraum für die Online-Umfrage reichte vom 10.05.2013 bis zum 23.06.2013. Online-Fragebögen wurden noch bis zum 30.06.2013 angenommen. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 11 www.karlsruhe.de Insgesamt gingen 3.340 auswertbare Erwachsenen-Frage- bögen und 728 Kinder-Fragebögen ein. Bezogen auf 16.254 zur Umfrage eingeladene erwachsene Karlsruherinnen und Karlsruher bzw. 2.447 eingeladene Kinder und Jugendliche entspricht dies einer Rücklaufquote von 20,5 % für die Erwachsenen und 29,8 % für die Kinder und Jugendlichen. Ein Vergleich der Bevölkerungsdaten vom 31.12.2012 zur realisierten Stichprobe zeigt, dass trotz der fehlenden soziodemographischen Steuerungsmöglichkeit des Panels, die Grundgesamtheit der Karlsruher Bevölkerung im Rahmen der Bürgerumfrage 2013 repräsentativ abgedeckt wird (vgl. TABELLE 1.01 und 1.02). Dennoch ergeben sich kleinere Abweichungen. Im Falle der über 18-Jährigen treten Abweichungen vor allem hinsichtlich des Migrationshintergrunds (Abweichungen um bis zu (6,8 Prozentpunkte) auf, was jedoch auf die Schwierigkeit der Zuordnung der Personen zu Migrantengruppen zurückzuführen ist. Im Falle der Kinder und Jugendlichen ergeben sich die größten Abweichungen in den Altersgruppen. So ist die Altersgruppe 15 bis 18 Jahre mit einer Differenz von 6 Prozentpunkten überpräsentiert und die Gruppe unter 15 Jahre entsprechend unterpräsentiert. Dies ist mitunter auf die mangelnde Erfahrung mit dem Antwortverhalten von unter 18-Jährigen zurückzuführen. So wurde die Gruppe der 10- bis 12-Jährigen bei der Stichprobenziehung zwar insgesamt höher übersteuert als die 13- bis 17-Jährigen, dennoch bleibt diese Gruppe trotz höherer Gewichtung etwas unterpräsentiert. Die Abweichungen sind mit maximal 6,8 Prozentpunkten jedoch hinnehmbar, so dass auf eine nachträgliche Gewichtung zum Ausgleich der Migrantenanteile abgesehen wurde. Eine Betrachtung der Antwortoptionen nach soziodemo- grafi schen Merkmalen (TABELLE 1.03) zeigt innerhalb der Zufallsstichprobe eine hohe Akzeptanz der Online-Teil- nahme. Insgesamt machten 69,5 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Möglichkeit der Online-Befragung Gebrauch. Dieser Anteil liegt leicht über den Quoten der Bürgerumfragen 2012 und 2011. Auffällig ist, dass die Online- Teilnahme mit zunehmendem Alter abnimmt. Insbesondere ab 65 Jahren haben die Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer bevorzugt vom schriftlichen Fragebogen Gebrauch gemacht. Dies ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass Personen ab 60 Jahren den schriftlichen Fragebogen bereits mit der Einladung zur Bürgerumfrage erhalten haben. Darüber hinaus wird deutlich, dass die Internet-Option analog zu den Vorjahren häufi ger von ausländischen Befragten genutzt wird als von deutschen. Grundsätzlich gilt es an dieser Stelle zu beachten, dass alle Panel-Mitglieder ausschließlich die Möglichkeit hatten, online an der Bürgerumfrage teilzunehmen. Bezogen auf die Grundgesamtheit aller Umfrageteilnehmer erhöht sich damit der Anteil der Online-Teilnehmer auf 74,3 %.          /             -     0$ +(1($02$- 2("' /0.!$ .'-!$ 49+*$03-&  !(1 '0$ ,    !*#%!#+ ,7--+("'     5$(!+("'      %+!)*"),((! !(13-2$0  '0$    !(13-2$0  '0$      !(13-2$0 '0$     !(13-2$0 '0$      !(13-2$0  '0$     $")+$'&*#$&+!)"),& #$321"'.'-$(&0 2(.-1'(-2$0&0     #$321"',(2(&0 2(.-1'(-2$0&0  31+7-#(1"'    2 #2 0+103'$,2%:02 #2$-25("*+3-&:0&$03,%0 &$ $0&+$("'1# 2$-.'-$ -#$1$012 3%- ',$$(-0("'23-&%:0+:"'2+(-&$*306$  -2$(+#$0)$5$(+(&$- $49+*$03-&1&03//$ -#$0 ; (%%$0$-6 (- 0.6$-2 /3-*2$- 12 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER          /             -          0$ +(1($02$- 2("' /0.!$ .'-!$ 49+*$03-& !(1  '0$ ,    !*#%!#+ ,7--+("'      5$(!+("'    %+!)*"),((! !(13-2$0  '0$  !(13-2$0  '0$     $")+$'&*#$&+!)"),& #$321"'.'-$(&0 2(.-1'(-2$0&0    #$321"',(2(&0 2(.-1'(-2$0&0    31+7-#(1"'    2 #2 0+103'$,2%:02 #2$-25("*+3-&:0&$03,%0 &$ $0&+$("'1# 2$-.'-$ -#$1$012 3%- ',$$(-0("'23-&%:0+:"'2+(-&$*306$  -2$(+#$0)$5$(+(&$- $49+*$03-&1&03//$ -#$0; (%%$0$-6 (- 0.6$-2 /3-*2$-    .                       &%'!$#!# *%+*-#!$'+"!+&,     %,!*+"*-))! &(#'% %    &(#'% %   &(#'% %    &(#'% %    %(#*!'%    !+#%!#, "*##!     )!   $"*,$('+#$',!*"*-' ('&$#%'$#&#'%%(#     ('&"'%'$#&#'%%(#  (&!*#&    &&  %' ''%!&%("',%''#') !(#,%%("% '!(##% ,%%("% AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 13 www.karlsruhe.de 2 FREIZEITAKTIVITÄTEN AUSSER HAUS Bereits in der Bürgerumfrage 2000 wurde eine Frage zur Ausübung von Freizeitaktivitäten gestellt, so dass die Antworten aus beiden Jahren Hinweise auf eine Veränderung des Freizeitverhaltens außer Haus liefern können. 1 Abgefragt wurden 2013 insgesamt 17 vorgegebene Freizeitaktivitäten 2 . ABBILDUNG 2.01 zeigt häufi g ausgeübte Tätigkeiten für die Jahre 2000 und 2013 im Vergleich. Die vollständigen Ergebnisse nach den verschiedenen Bevölkerungsgruppen sind den ANHANGTABELLEN 2.01 bis 2.17 zu entnehmen. ES GIBT VIELE MÖGLICHKEITEN, DIE FREIZEIT AUSSER HAUS ZU GESTALTEN. BITTE GEBEN SIE BEI DEN FOLGENDEN AKTIVITÄTEN AN, OB SIE DAS HÄUFIG, AB UND ZU, SELTEN ODER NIE AUSÜBEN. Etwa die Hälfte der befragten Karlsruherinnen und Karlsruher verbringt die Freizeit außer Haus mit Sport („häufi g“: 50,3 %). Ebenfalls häufi g werden in der Freizeit Freunde und Verwandte besucht (44,5 %). Längere Aufenthalte in Parks („häufi g“: 39,6 %) und im eigenen Garten („häufi g“: 33,3 %) sind ebenfalls beliebte Freizeitbeschäftigungen. Hohen Stellenwert in der Freizeitgestaltung nimmt auch das Fahrrad ein, das von 32,1 % der Befragten im Rahmen von Ausfl ügen und Radtouren in der Freizeit häufi g genutzt wird. Ebenfalls beliebte Freizeitbeschäftigungen sind „Ausgehen“ („häufi g“: 29,7 %), „Stadtbummel/ Shopping/Flanieren“ („häufi g“: 21,9 %) sowie „Spielen und Unterhaltungen mit den Kindern“ („häufi g“: 20,7 %). Etwas seltener gehen die Befragten in ihrer Freizeit einer ehrenamtlichen Beschäftigung („häufi g“: 17,1 %) nach. Ebenfalls weniger oft wird die Freizeit in Bädern und an offenen Gewässern zum Schwimmen und Baden verbracht („häufi g“: 13,5 %). Fahrten in die weitere Umgebung unternehmen 9,9 % der Befragten häufi g. Kulturelle und gesellschaftliche („häufi g“: 6,9 %) sowie sportliche Veranstaltungen („häufi g“: 6,3 %) sprechen nur kleinere Teile der Befragten an. Auch Fort- und Weiterbildungen („häufi g“: 5,2 %), der Besuch von Freizeitparks („häufi g“: 4,4 %), Altenbegegnungsstätten („häufi g“: 2,3 %) und der Aufenthalt im Jugendzentrum („häufi g“: 0,9 %) spielen im Rahmen der Freizeitbeschäftigungen eine untergeordnete Rolle. 1 Beim Vergleich zwischen beiden Jahren ist jedoch zu beachten, dass der Kreis der Befragten anders zugeschnitten war (2000: Alter 15 bis unter 75 Jahre; 2013: 18 bis unter 90 Jahre). 2 Im Jahr 2000 wurden 16 Freizeitaktivitäten abgefragt. Beim Vergleich mit den Ergebnissen aus dem Jahr 2000 fällt auf, dass vor allem die Bedeutung von Grünanlagen, als Ort für Freizeitaktivitäten in den vergangenen Jahren an Gewicht gewonnen hat (Zunahme des Anteils „häufi g“ von 18,9 % auf 39,6 %). Zugenommen hat auch die Bedeutung des Sports als Freizeitbeschäftigung (Zunahme des Anteils „häufi g“ von 33,7 % auf 50,3 %). Einen leichten Bedeutungsgewinn erfährt auch das Ehrenamt, die häufi ge Ausübung ehrenamtlicher Tätigkeiten nimmt um insgesamt 1,5 Prozentpunkte zu. Gleichzeitig steigt auch der Anteil derjenigen, die sich ab und zu ehrenamtlich betätigen von 8,5 % auf 15,5 %, wie ANHANGTABELLE 2.09 zeigt. Kaum verändert im Vergleich zum Jahr 2000 hat sich die Häufi gkeit von Besuchen von Sportveranstaltungen. Allerdings hat der Anteil derer deutlich abgenommen, die noch nie an Sportveranstaltungen teilgenommen haben. Annähernd unverändert bleibt auch die Bedeutung der Aktivität Shoppen, Bummeln und Flanieren in der Innenstadt. Unverändert beliebt ist das Ausgehen in Restaurants, Kneipen, Discos, Kinos etc. Auch am Stellenwert von Fort- und Weiterbildungen hat sich in den vergangenen Jahren nur wenig geändert. Häufi g wird dieser Beschäftigung nur in 5,2 % der Fälle nachgegangen (2000: 5,7 %). Trotzdem scheint Weiterbildung insgesamt an Bedeutung zu gewinnen. Deutlich weniger Befragte als noch im Jahr 2000 haben sich mit Fort- und Weiterbildungen in ihrer Freizeit noch nie auseinander gesetzt (Abnahme des Anteils „nie“ von 66,4 % auf 47,7 % vgl. ANHANGTABELLE 2.14). Nahezu unverändert sind die Anteile auch für die Freizeitaktivitäten „Besuch einer Altenbegegnungsstätte“ und „Aufenthalt im Jugendzentrum“. Beide Aktivitäten sind nur für bestimmte Zielgruppen relevant und wurden sowohl 2000 als auch 2013 insgesamt eher selten ausgeübt. Altenbegegnungsstätten gewinnen jedoch angesichts der demographischen Entwicklungen etwas an Bedeutung: Spielten solche Einrichtungen im Jahr 2000 für 90,3 % der Befragten im Rahmen ihrer Freizeitgestaltung keinerlei Rolle, so trifft dies im Jahr 2013 noch auf 81,2 % der Karlsruherinnen und Karlsruher zu. ANHANGTABELLE 2.16 zeigt die Ergebnisse. 14 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 8+*27-&07.18,*2);*27581 *68(-*.2*507*2'*,*,282,667=77* *68(-9325*.;*.74&5/6A 35782)%*.7*5'.0)82,*2 *68(-932!43579*5&267&0782,*2 *68(-/80785*00*5,*6*006(-&+70.(-*5$*5&267&0782,*2 &-57.2).*:*.7*5*#1,*'82,;81!4&;.*5*2,*-*2%&2)*52 !(-:.11*2&)*2 -5*2&170.(-*"=7.,/*.7 !4.*0*282)#27*5-&0782,*21.7)*2.2)*52 !7&)7'811*0!-344.2,0&2.*5*2 86,*-*2 *67&85&272*.4*.6(3.23*7( &-55&)+&-5*286+0@,* &)7385*2 5'*.78+*27-&07.1&57*2A =2,*5*58+*27-&07.2&5/65@2&20&,*2 5*82)*$*5:&2)7*'*68(-*2 !435775*.'*2                                                          8+*27-&07.18,*2);*27581 *68(-*.2*507*2'*,*,282,667=77* *68(-9325*.;*.74&5/6A 35782)%*.7*5'.0)82,*2 *68(-932!43579*5&267&0782,*2 *68(-/80785*00*5 ,*6*006(-&+70.(-*5$*5&267&0782,*2 &-57.2).*:*.7*5*#1,*'82, ;81!4&;.*5*2,*-*2%&2)*52 !(-:.11*2&)*2 -5*2&170.(-*"=7.,/*.7 !4.*0*282)#27*5-&0782,*2 1.7)*2.2)*52 !7&)7'811*0!-344.2,0&2.*5*2 86,*-*2 *67&85&272*.4*.6(3.23*7( &-55&)+&-5*286+0@,* &)7385*2 5'*.78+*27-&07.1&57*2A =2,*5*58+*27-&07.2&5/65@2&20&,*2 5*82)*$*5:&2)7*'*68(-*2 !435775*.'*2   &6.6    *+5&,7*1.727:357 !7&)7&50658-*17+@5!7&)7*27:.(/082,@5,*581+5&,* 6,.'79.*0*?,0.(-/*.7*2).*5*.;*.7&8<*5&86;8,*67&07*2.77*,*'*2!.*'*.)*2+30,*2)*2/7.9.7=7*2&23'!.*)&6-=8+.,&'82);86*07*2 3)*52.*&86@'*2 %   !    #      !  $   AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 15 www.karlsruhe.de Schwimmen bzw. Baden hat im Rahmen der häufi gen Freizeitbeschäftigungen deutlich an Zuspruch eingebüßt (Abnahme des Anteils „häufi g“ von 29,2 % auf 13,5 %), jedoch nicht per se an Bedeutung verloren, da gleichzeitig der Anteil derer zugenommen hat – von 32 % auf 42,5 % – die ab und zu schwimmen und baden gehen. Befragte, die nie Bäder und Baggerseen besuchen, sind seltener geworden. Die Ergebnisse sind in ANHANGTABELLE 2.10 dargestellt. Ebenfalls an Bedeutung verloren hat der „Besuch kultureller oder gesellschaftlicher Veranstaltungen“ (Rückgang des Anteils „häufi g“ von 13,8 % auf 6,9 %). Dasselbe gilt für „Fahrten in die weitere Umgebung zum Spazierengehen oder Wandern“ – 9,9 % der Befragten unternehmen dies häufi g (2000: 16,3 %). An Bedeutung verloren hat auch „Freunde und Verwandte besuchen“ (2013: 44,5 %; 2000: 51,2 %). Dennoch ist diese Aktivität noch immer die zweithäufi gste Freizeitbeschäftigung überhaupt. Alles in allem kann festgehalten werden, dass die individuelle Bandbreite an Aktivitäten insgesamt größer geworden ist. Damit gehen die Befragten in ihrer Freizeit häufi g mehreren verschiedenen Dingen unregelmäßig nach. Nachfolgend werden die einzelnen Freizeitbeschäftigungen hinsichtlich demographischer Besonderheiten analysiert und einzelne Teilergebnisse daraus in den ABBILDUNGEN 2.02 bis 2.07 dargestellt. SPORT TREIBEN In der Ausübung von Sport als Freizeitbeschäftigung gibt es insgesamt zwischen Männern und Frauen kaum Unterschiede. Dies relativiert sich jedoch etwas bei Betrachtung der einzelnen Altersgruppen. Demnach befassen sich vor allem Männer unter 30 Jahren mit Sport (63,7 %), wie ABBILDUNG 2.02 zeigt. Mit zunehmendem Alter lässt die sportliche Aktivität insgesamt nach. Nichtdeutsche (39,1 %) treiben deutlich seltener in ihrer Freizeit Sport als Deutsche (52,1 %). Noch seltener sind Arbeitslose (35,9 %) sowie Hausfrauen/ Hausmänner (32,6 %) in ihrer Freizeit sportlich aktiv. Einfl uss auf diese Freizeitaktivität hat auch der Bildungsgrad – je höher der Schulabschluss der Befragten ist, desto häufi ger geben sie an, in der Freizeit Sport zu treiben. Auch ein höheres Einkommen befördert die sportliche Freizeitaktivität. Alle Einzelergebnisse zeigt ANHANGTABELLE 2.01.                  )#,#.& ##)#,#.&,#&.,, )&%,.*- )( +,#.&,#&.,, 3(( +  $,.(- +#+ 3(( + $,.(- + #+ 0 $&$# '3((&$#  !+"- $(," ,'- ,$,   !+"- '$-(-0)+- --+&,+.# '-!6+-- (-0$%&.("6+" +.'!+"       !         ,"$-/$ & 5"&$#% $- ($ + $1 $-.2 +.,1." ,-&- ($-- "  ($  $ (!)&" ( (%-$/$-3- (()$ ,#3.!$".( 1., &- () +($ .,6 ( #  16 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER FREUNDE/VERWANDTE BESUCHEN Der Besuch von Freunden und Verwandten ist vor allem eine beliebte Freizeitbeschäftigung von Frauen (Frauen: 50,2 %; Männer 39,6 %) und Befragten unter 30 Jahren. Dies zeigt ABBILDUNG 2.03 und ANHANGTABELLE 2.02. Seltener gehen hingegen Senioren-Haushalte (32,4 %) Freunde und Verwandte besuchen. Die Häufi gkeit der Besuche nimmt mit steigendem Pro-Kopf-Einkommen insgesamt ab.   4)#!,!,/"!).$'.%),&-,7))'#!)                 /,**+"/) (!$, %-/).!, /,**+" %-/).!, /,**+" /).!,/,**+" 1!%'%$ (4))'%$ !",#.!%)-#!-(. -%-  !",#.!(%.).1*,. . .,'-,/$!(."7,. .!).1%&'/)#7,#!,/(",#!               #      -#%.0%!'!6#'%$&!%.!) %!,!%2!%./3!,/-2/#!-.'.!)%..! #!!)%!!% !)"*'#!) !)&.%0%.4.!))*%! -$4/"%#/) 2/ -!'.!)* !,)%!/-7!) %" ! LÄNGERER AUFENTHALT ODER SPAZIEREN GEHEN IN PARKS, GRÜNANLAGEN ODER WÄLDERN Frauen (45,1 %) nutzen wesentlich häufi ger in ihrer Freizeit Parks, Grünanlagen oder Wälder als Männer (34,8 %). Besonders hoch ist der Anteil in der Altersgruppe 65 bis unter 75 Jahre, besonders niedrig in der Gruppe der unter 30-Jährigen. Bildungsgrad und Einkommen haben keinen erkennbaren Einfl uss auf den Besuch von Parks und Grünfl ächen. ABBILDUNG 2.04 veranschaulicht einige Teilergebnisse. Die vollständige Ergebnisübersicht ist in ANHANGTABELLE 2.03 enthalten. 4**",&-/*.", %," ,/"* &-/*.",  %," 1"&(& % )4**(& % "#,$." 4*$",",/#"*.%(.&*,'-,7**($"*            4**", &-/*.", %," ,/"* &-/*.", %," 1"&(& % )4**(& % "#,$."&*-$"-). -&-  "#,$.")&.*.1+,. .!.,(-,/%").#7,.!."*.1& '(/*$7,$",/)#,$"   "       "       -$&.0&"("6$(& %'"&."*!&","&2"&./3",/-2/$"-.(."*&.." $""*&""&!"*#+($"*!"*'.&0&.4."**+&"!-%4/#&$/*!2/ -"(."*+!",*&"/-7"* $!  AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 17 www.karlsruhe.de ARBEIT/AUFENTHALT IM GARTEN/KLEINGARTEN/ OBSTBAUMWIESE Frauen (35,3 %) arbeiten oder halten sich etwas häufi ger im Garten/Kleingarten/Obstbaumwiese auf als Männer (31,5 %) – wobei dieser Geschlechterunterschied im Jahr 2000 deutlich ausgeprägter war. Im Vergleich mit der Umfrage aus dem Jahr 2000 beschäftigen sich Frauen weniger im Garten als damals (40 %). Wirklich interessant ist die Arbeit bzw. der Aufenthalt im Garten erst für Befragte ab 30 Jahren. Befragte im Alter zwischen 45 und 75 Jahren halten sich am häufi gsten im Garten auf. Für Befragte ab 75 Jahren verliert diese Freizeitaktivität wieder an Bedeutung. Dies zeigt ANHANGTABELLE 2.04. FAHRRAD FAHREN (AUSFLÜGE, RADTOUREN) Rad fahren ist unter Frauen (33,1 %) und Männern (31,3 %) gleichermaßen beliebt und erstreckt sich über alle Altersgruppen. Besonders häufi g geben jedoch Befragte zwischen 45 und 75 Jahren an, in ihrer Freizeit Fahrrad zu fahren, deutlich seltener trifft dies auf Singlehaushalte unter 45 Jahren (25,1 %) zu. Die Ergebnisse der einzelnen Befragtengruppen sind in ANHANGTABELLE 2.05 zusammengestellt. AUSGEHEN (RESTAURANT, KNEIPE, DISCO, KINO ETC.) Männer (32,7 %) besuchen Restaurants, Kneipen, Discos oder Kinos öfter als Frauen (26,8 %). Ausgehen ist außerdem überwiegend eine Aktivität der jüngeren Altersgruppen. Fast die Hälfte der 18- bis unter 30-Jährigen geht häufi g aus (Männer 50,7 %; Frauen 46,8 %). Als Spitzenreiter erweisen sich die Wohngemeinschaften („häufi g“: 55,3 %). Ein nicht zu unterschätzender Einfl ussfaktor sind Kinder. Haushalte mit unter 18-jährigen Kindern gehen in ihrer Freizeit sehr viel seltener („häufi g“: 18,9 %) in Restaurants, Kneipen, Discos oder Kinos als Haushalte ohne Kinder oder mit erwachsenen Kindern („häufi g“: 32,9 %). Noch seltener gehen Arbeitslose (13,8 %) und Hausfrauen/Hausmänner („häufi g“: 11,6 %) in ihrer Freizeit aus. Ein hohes Einkommen fördert das Ausgehverhalten genauso wie ein höherer Bildungsabschluss. Nichtdeutsche („häufi g“: 33,5 %) gehen außerdem insgesamt etwas häufi ger aus als Deutsche mit oder ohne Migrationshintergrund („häufi g“: 29,3 %). ABBILDUNG 2.05 zeigt die Ergebnisse für einige ausgewählte Bevölkerungsgruppen. Die vollständigen Ergebnisse zeigt ANHANGTABELLE 2.06.                  +*)!'!& " (*"'&)!"&*( (+& +)$0&")! +)!$*'!&"&( +&*(!(& +)!$*%"*"&(& +&*(!(& -"$"! %0&&$"! ( *"&) )%* )")  ( *%"*&*-'(* **($)(+!%*3(**&*-"#$+& 3( (+%(                 ) "*,"$2 $"!#"*&"("."*+/(+).+ )*$*&"** &""&'$ &&#*","*0*&&'")!0+" +& .+)$*&'(&"+)3& " 18 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER STADTBUMMEL/SHOPPING/FLANIEREN IN DER INNENSTADT Ein rundes Fünftel der Karlsruherinnen und Karlsruher (21,9 %) geht häufi g zum Stadtbummel. Allerdings frequentieren Frauen („häufi g“: 26,5 %) die Innenstadt stärker zum Shoppen, Bummeln oder Flanieren als Männer („häufi g“: 17,5 %) – dies zeigt ABBILDUNG 2.06. Vor allem unter 30-jährige Frauen gehen in ihrer Freizeit vergleichsweise häufi g dieser Aktivität nach („häufi g“: 35,6 %). Auch verbringen Nichtdeutsche (35,6 %) im Vergleich zu Deutschen (19,6 %) überdurchschnittlich viel ihrer Freizeit beim Einkaufen und in der Innenstadt Flanieren. Auch Arbeitslose (37,5 %) schlendern im Rahmen ihrer Freizeit relativ häufi g durch die Fußgängerzone. Für Familien mit Kindern (16,8 %) ist Bummeln eine nachrangige Freizeitbeschäftigung. Alle Einzelergebnisse gibt ANHANGTABELLE 2.07 wieder.                               %"$"&%"*"&(& +&*(!(& ("*)$') +*)!'!& " (*"'&)!"&*( (+& +)$0&")! (+& ")+&*( !( 0&&( ")+&*( !( -"$"! %0&&$"! ( *"&) )%* )")  ( *%"*&*-'(* **($)(+!%*3(**&*-"#$+& 3( (+%(            %       ) "*,"$2 $"!#"*&"("."*+/(+).+ )*$*&"** &""&'$ &&#*","*0*&&'")!0+" +& .+)$*&'(&"+)3& '$  "# ! SPIELEN UND UNTERNEHMUNGEN MIT DEN EIGENEN KINDERN Erwartungsgemäß befassen sich Familien mit Kindern („häufi g“: 73,8 %) und Alleinerziehende („häufi g“: 81,1 %) am intensivsten in ihrer Freizeit mit den Kindern. Dies trifft zudem insgesamt stärker auf Frauen (23,8 %) als auf Männer (18 %) zu. Die stärkste Befassung mit Kindern in der Freizeit fi ndet in der Altersgruppe 30 bis unter 45 Jahren statt, wie aus ANHANGTABELLE 2.08 hervorgeht. EHRENAMTLICHE TÄTIGKEIT IN EINEM VEREIN/INITIATIVE/ GRUPPE Insgesamt 17,1 % der Befragten sagen von sich, sie seien häufi g ehrenamtlich aktiv. Männer („häufi g“: 18,8 %) sind stärker ehrenamtlich tätig als Frauen („häufi g“: 15,3 %) – im Jahr 2000 war noch kein Geschlechterunterschied festzustellen (beide „häufi g“: 15,6 %). Am stärksten ehrenamtlich aktiv sind Befragte im Alter zwischen 65 und 75 Jahren. Von den Männern dieser Altersgruppe engagieren sich 29,2 % häufi g ehrenamtlich, von den Frauen 20,9 %. Eine geringe Bedeutung hat eine ehrenamtliche Tätigkeit für Frauen zwischen 18 und 45 Jahren. Dennoch ist der Anteil der unter 30-jährigen ehrenamtlich Aktiven in den vergangenen dreizehn Jahren gewachsen. Weniger Einfl uss auf das Engagement haben hingegen Bildung und Einkommen, was in ANHANGTABELLE 2.09 nachzuvollziehen ist. SCHWIMMEN/BADEN (FREIBAD, HALLENBAD, BAGGERSEE) Frauen („häufi g“: 14,4 %) betreiben Schwimmen oder Baden etwas stärker als Männer („häufi g“: 12,8 %). Beliebt ist diese Aktivität insbesondere in der Gruppe der 65- bis unter 75-Jährigen. Dies war im Jahr 2000 noch ganz anders – damals waren es vor allem die unter 45-Jährigen, die häufi g in der Freizeit schwimmen oder baden gingen. Insofern hat sich hier eine neue Zielgruppe herausgebildet. ANHANGTABELLE 2.10 zeigt die Ergebnisse im Einzelnen. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 19 www.karlsruhe.de FAHRTEN IN DIE WEITERE UMGEBUNG ZUM SPAZIERENGEHEN ODER WANDERN Ausfl üge in die Umgebung sind vor allem in der Generation 65 Plus beliebt. Fahrten in die weitere Umgebung unter- nehmen 17 % der über 65-jährige Männer häufi g. Für die Frauen gilt etwas abgeschwächt das Gleiche. Je höher das Pro-Kopf-Einkommen desto häufi ger sind Unternehmungen in der weiteren Umgebung. In ANHANGTABELLE 2.11 sind die Ergebnisse für alle Befragtengruppen dargestellt. BESUCH KULTURELLER/GESELLSCHAFTLICHER VERANSTALTUNGEN Frauen verbringen einen größeren Teil ihrer Freizeit bei kulturellen Veranstaltungen („häufi g“: 8,2 %) als Männer („häufi g“: 5,6 %). Dies zeigt ABBILDUNG 2.07. Mit ansteigendem Lebensalter wenden sich Menschen dieser Freizeitbeschäftigung stärker zu. Ein besonders ausgeprägtes Interesse haben ältere Alleinlebende („häufi g“: 12,4 %) sowie Befragte mit Hoch- oder Fachhochschulabschluss („häufi g“: 9 %). ANHANGTABELLE 2.12 enthält alle Einzelergebnisse.                      *$,$.' $$*$,$.',$'.,, 3'-!+!''!%)'!!) !  .)-!+$+!) +.!) %,.)-!+ $+! +.!) %,.)-!+ $+! 0!%'%$ (3))'%$ !"+#-!%),#!,(- ,%,  !"+#-!(%-)-0*+- - -+',+.$!(-"6+- -!)-0%&'.)#6+#!+.("+#!            "       ,#%-/%!'!5#'%$&!%-!) %!+!%1!%-.2!+.,1.#!,-'-!)%--! #!!)%!!% !)"*'#!) !)&-%/%-3-!))*%! ,$3."%#.) 1. ,!'-!)* !+)%!.,6!) $!  BESUCH VON SPORTVERANSTALTUNGEN Besonders gerne gehen junge Männer unter 30 Jahren („häufi g“: 12,3 %) zu Sportveranstaltungen – auch insgesamt besuchen Männer („häufi g“: 7,8 %) solche Veranstaltungen stärker als Frauen („häufi g“: 4,8 %). Hinsichtlich der Nationalität und Schulbildung ergeben sich keine nennenswerten Unterschiede. Einfl uss auf den Zuspruch zu Sportveranstaltungen hat hingegen das Einkommen: So werden Sportereignisse mit zunehmendem Einkommen umso seltener aufgesucht. Die Ergebnisse sind in ANHANGTABELLE 2.13 enthalten. FORT- UND WEITERBILDUNGEN Für Fort- und Weiterbildungen in der Freizeit interessieren sich Frauen („häufi g“: 5,9 %) etwas stärker als Männer („häufi g“: 4,4 %). Stärkeres Interesse entwickeln Frauen zwischen 45 und 75 Jahren („häufi g“: 7,8 bzw. 7,1 %) sowie ältere Alleinlebende („häufi g“: 9,7 %). Auch Nichtdeutsche („häufi g“: 9,7 %) gehen in ihrer Freizeit verstärkt Fort- und Weiterbildungen nach. Dieses Interessensgebiet zieht darüber hinaus höher Qualifi zierte etwas stärker an. Die Einzelergebnisse sind ANHANGTABELLE 2.14 zu entnehmen. BESUCH VON FREIZEITPARKS, TIERPARKS O.Ä. Interessant ist diese Freizeitbeschäftigung vor allem für Alleinerziehende mit Kindern („häufi g“: 13,2 %), Nichtdeutsche (11,2 %), Arbeitslose (10,8 %) und Frauen im Alter zwischen 30 und 45 Jahren (10,1 %). Insgesamt besuchen Frauen („häufi g“: 5,5 %) etwas häufi ger Freizeit- und Tierparks als Männer (3,5 %). Unterschiede in der Zuwendung zu dieser Freizeitbeschäftigung zeigen sich auch nach dem Einkommen. Bezieher niedriger Einkommen sind eher Besucher von Freizeit- und Tierparks als Befragte mit höherem Einkommen. Alle Ergebnisse sind in ANHANGTABELLE 2.15 dargestellt. 20 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER DER BESUCH EINER ALTENBEGEGNUNGSSTÄTTE Der Besuch von Altenbegegnungsstätten ist lediglich für die Seniorengeneration ein zutreffendes Freizeitangebot. Der Durchschnittswert aller Befragten („häufi g“: 2,3 %) hat deshalb nur nachrangige Bedeutung. Höhere Anteile für häufi ge Besuche beginnen bei den Männern ab 75 Jahren („häufi g“: 5,1 %), unter den Frauen sind ab 65 Jahren überdurchschnittliche Anteile festzustellen („häufi g“: 4,4% bzw. 8 %). Vergleichsweise hoch ist der Zuspruch unter Alleinerziehenden („häufi g“: 3,8 %). Anlass hierfür ist möglicherweise das Kinderbetreuungsangebot „Alt & Jung Hand in Hand“, das in der Regel an Altenbegegnungsstätten in Gemeinde- und Seniorenzentren angeboten wird. ANHANGTABELLE 2.16 zeigt alle Ergebnisse im Überblick. AUFENTHALT IM JUGENDZENTRUM/JUGENDCLUB Jugendzentren und Jugendclubs werden von Erwachsenen so gut wie nicht aufgesucht. Lediglich junge Menschen im Alter von 18 bis unter 30 Jahren verbringen ihre Freizeit noch in geringem Umfang in entsprechenden Einrichtungen (Männer „häufi g“: 2,3 %; Frauen: 2,1 %). Auch die Angabe „ab und zu“ bleibt in den relevanten Altersjahrgängen im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Nichtdeutsche (2,1 %) halten sich in Jugendzentren etwas häufi ger auf als Deutsche (0,6 %). In ANHANGTABELLE 2.17 sind alle Ergebnisse zusammengestellt. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 21 www.karlsruhe.de 3.1 MOTIVE FÜR SPORT- LICHE AKTIVITÄT Menschen sind aus sehr unterschiedlichen Gründen sportlich aktiv. Um die persönlichen Beweggründe für die Ausübung von Sport- und Bewegungsaktivitäten der Karlsruherinnen und Karlsruher zu erfahren, wurden die sportlich Aktiven unter ihnen (85,1 %) anhand einer fünfstufi gen Skala von „sehr wichtig“ bis „unwichtig“ nach der Bedeutung verschiedener Motive gefragt. NUN MÖCHTEN WIR GANZ ALLGEMEIN WISSEN, WARUM SIE PERSÖNLICH SPORT TREIBEN BZW. BEWEGUNGSAKTIVITÄTEN AUSÜBEN? ABBILDUNG 3.01 zeigt, dass die meisten abgefragten Aspekte für die Karlsruherinnen und Karlsruher in Bezug auf die Sportausübung relativ hohe Bedeutung haben. An oberster Stelle steht der Gesundheitsaspekt. Insgesamt über 90 % halten diesen Aspekt für sehr wichtig (56 %) oder wichtig (35 %). Auch die Motive „Ausgleich, Entspannung und Erholung“ sowie „Fitness, Kondition, Beweglichkeit“ werden von über 80 % der sportlich aktiven Karlsruherinnen und Karlsruher als mindestens wichtig erachtet. Ein weiteres wichtiges bzw. sehr wichtiges Motiv für die Ausübung von Sport- oder Bewegung ist für 77,3 % der Befragten der „Spaß und die Freude“ daran. Auch handelt es sich bei den Aspekten „Natur erleben“ (68,7 %), „etwas für Figur und Aussehen tun“ (63,3 %), „Abwechslung, Zeitvertreib, Unterhaltung“ (56,7 %), „den eigenen Körper erleben“ (55,8 %) und „gemeinsames Erleben und Geselligkeit“ (55 %) für über die Hälfte der befragten (Freizeit-)Sportlerinnen und -Sportler um wichtige oder sehr wichtige Motive. Lediglich die Aspekte „Streben nach Leistung und persönlicher Verbesserung“, „Ästhetik der Bewegung“ sowie „Wettkampf und Erfolg“ stellen sich als vergleichsweise unwichtig heraus: Rund 40 % der Befragten ist das „Streben nach Leistung und persönlicher Verbesserung“ unwichtig (26,4 %) oder völlig unwichtig (13,5 %). Über die Hälfte der Befragten (52 %) bewerten den Aspekt „Ästhetik der Bewegung“ für nebensächlich. „Wettkampf und Erfolg“ erhält in der Bewertung eine noch geringere Relevanz: Mehr als zwei Drittel der Befragten (71,2 %) hält diesen Aspekt für unwichtig (34,4 %) oder sogar völlig unwichtig (36,8 %). In der Bürgerumfrage 2000 wurde den Karlsruherinnen und Karlsruhern eine sehr ähnliche Frage nach den Motiven der Sportausübung gestellt. Obwohl die Ergebnisse aus beiden Jahren nicht direkt vergleichbar sind, zeigt sich, dass bereits im Jahr 2000 der Gesundheitsaspekt für die Sportausübung an vorderster Stelle lag – gefolgt von den Aspekten „Erholung und Entspannung“ sowie „Fitness, Kondition und Beweglichkeit“. Für die 95,5 % sportlich aktiven Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren ergibt sich in der Bedeutung der Motive eine andere Rangfolge, wie ABBILDUNG 3.02 zu entnehmen ist. Sie üben Sport- und Bewegungsaktivitäten in erster Linie aufgrund des Spaßes und der Freude daran aus. Das ist für 63,4 % sehr wichtig und für 29,9 % wichtig. „Fitness, Kondition, Beweglichkeit“ folgen auf Rang zwei (sehr wichtig: 35,9 %; wichtig: 44,5 %). „Gemeinsames Erleben, Geselligkeit“ fi nden 28,2 % der jugendlichen Befragten sehr wichtig und 48,2 % wichtig. Fast ebenso bedeutend ist das Motiv „Abwechslung, Zeitvertreib, Unterhaltung“ (sehr wichtig: 22,9 %; wichtig: 52,1 %). Deutlich weniger relevant ist für die Kinder und Jugendlichen im Vergleich zu den Erwachsenen der Gesundheitsaspekt, der nur von 73,5 % der unter 18-Jährigen jedoch von 91 % der Erwachsenen als wichtig oder sehr wichtig beurteilt wird. Auch der Aspekt „Ausgleich, Erholung und Entspannung“ (sehr wichtig oder wichtig: 61,2 %) sowie die Motive „Natur- und Körpererleben“ (sehr wichtig oder wichtig: 41,6 % bzw. 44,1 %) haben für Kinder und Jugendliche deutlich weniger Relevanz als für die über 18-Jährigen. 3 SPORT UND BEWEGUNGSVERHALTEN DER KARLSRUHERINNEN UND KARLSRUHER 22 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER                                                                                                     $11) +.%/%-*& 601'$1()#$/$4$&2,& 1/$!$,, "'$(012,& $+$(,0 +$0/*$!$,$0$**(&)$(1 $,$(&$,$,;/.$/$/*$!$, !4$"'0*2,&$(13$/1/$(!,1$/' *12,& (&2/200$'$, ($ 12/$/*$!$, . 82,#/$2#$# / , (1,$00-,#(1(-,$4$&*("')$(1 20&*$("',10. ,,2,&/'-*2,& $02,#'$(1 0$'/4("'1(&4("'1(&1$(*01$(*02,4("'1(&3;**(&2,4("'1(&  0(0 $%/ &1$+(1,14-/1 1 #1 /*0/2'$+1%</1 #1$,14(")*2,&</&$/2+%/ &$            2,+;"'1$,4(/& ,5 **&$+$(,4(00$,4 /2+($.$/0;,*("'.-/11/$(!$,!54$4$&2,&0 )1(3(191$, 20<!$, AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 23 www.karlsruhe.de                                                                                                                601'$1()#$/$4$&2,& $11) +.%/%-*& ($ 12/$/*$!$, $,$(&$,$,9/.$/$/*$!$, 1/$!$,, "'$(012,& 20&*$("',10. ,,2,&/'-*2,& (&2/200$'$, $02,#'$(1 !4$"'0*2,&$(13$/1/$(!,1$/' *12,& $+$(,0 +$0/*$!$,$0$**(&)$(1 (1,$00-,#(1(-,$4$&*("')$(1 . 82,#/$2#$# / , 0$'/4("'1(&4("'1(&1$(*01$(*02,4("'1(&39**(&2,4("'1(&  0(0 $%/ &1$+(1,14-/1 1 #1 /*0/2'$+1%;/1 #1$,14(")*2,&;/&$/2+%/ &$(,#$/2,#2&$,#*("'$           2,+9"'1$,4(/& ,5 **&$+$(,4(00$,4 /2+2.$/09,*("'.-/11/$(!01 24 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Umgekehrt besitzen die Aspekte „Streben nach Leistung und persönlicher Verbesserung“(sehr wichtig oder wichtig: 60,1 %) sowie „Wettkampf, Erfolg“ (sehr wichtig oder wichtig: 40,2 %) für Kinder und Jugendliche im Vergleich zu den Erwachsenen hohe Bedeutung. Kaum eine Rolle spielt hingegen das Motiv „Ästhetik der Bewegung“. Bereits in der Bürgerumfrage 2000 zeigte sich, dass für unter 18-Jährige 1 das Geselligkeitsmotiv gegenüber dem Gesundheitsmotiv im Vordergrund steht. Die ABBILDUNGEN 3.03 bis 3.06 zeigen mit Ausnahme des Kriteriums „Fitness, Kondition, Beweglichkeit“ die am häufi gsten genannten Motive nach demographischen Besonderheiten. Dargestellt werden die zusammengefassten Anteile „sehr wichtig“ und „wichtig“. Die ANHANGTABELLEN 3.01 bis 3.12 beinhalten die Ergebnisse für alle Motive und demographischen Gruppen. Um die einzelnen Ergebnisse untereinander leichter vergleichen zu können, wurden die Anhangtabellen um eine durchschnittliche Bewertungsziffer 2 ergänzt. Im Folgenden werden die Anteile „sehr wichtig“ und „wichtig“ zusammen betrachtet. 1 In der Bürgerumfrage 2000 wurden Personen im Alter von 15 bis unter 75 Jahre befragt 2 Die Bewertungsziffer ordnet den Antwortkategorien Werte von 0 (unwichtig) bis 100 (sehr wichtig) zu und berechnet daraus jeweils den Mittelwert.                         0&&) ,!) 0&&) , !) 0&&) , !) 0&&) , !) 0&&), !) ."$"! %0&&$"! ) +"&* *%+ &+"$*!)."!+" ,&."!+" /,*%%& **+ *"* ) +%"+&+.')+ ++)$*),!%+3)++&+."#$,& 3) ),%)                ,&%2!+&.") &/$$ %"&."**&.),%"()*2&$"!(')+ +)"&/.. ,& *#+"-"+0+&,*3& Der Gesundheitsaspekt – dargestellt in ABBILDUNG 3.03 und ANHANGTABELLE 3.01 – ist für Frauen (93,2 %) etwas wichtiger als für Männer (89 %). Grundsätzlich nimmt die Motivation, aus gesundheitsbewussten Gründen Sport zu treiben, mit dem Alter zu und tendiert gegen 100 %. Das Motiv „Ausgleich, Entspannung, Erholung“ ist Frauen (89,5 %) etwas wichtiger als Männern (84,4 %) und ist vor allem für die mittlere Altersgruppe (30 bis 45 Jahre) von Bedeutung. Hervorzuheben ist auch die hohe Bedeutung für Alleinerziehende (97,9 %). Auch mit zunehmendem Bildungsstand rückt das Bedürfnis nach Ausgleich, Entspannung und Erholung stärker nach vorne. Dargestellt sind diese Ergebnisse in ABBILDUNG 3.04 und ANHANGTABELLE 3.02.      ""1& 4.3&1")1&.  &.*/1&."42)",3&4.3&1 ")1&. ,,&*.,&#&.%& &.*/1&.4.3&1 ")1&. !/,+2 "403 /.%&12$)4, +&*.#2$),422 &",2$)4,"#2$),422 *33,&1&&*'& #*341 /$)2$)4,1&*'& "$))/$)2$)4,1&*'& /$)2$)4, "$))/$)2$)4,"#2$),422                   /$)2$)4, "$))/$)2$)4,"#2$),422 &",2$)4,"#2$),422 *33,&1&&*'& !/,+2 "403 /.%&1 2$)4,"#2$),422 ,,&*.&17*&)&.%& 1"4&. 4")1& 6&*#,*$) -8..,*$) &'1"(3&*.2(&2"-3 .3&*,&2&)16*$)3*(4.%6*$)3*(742"--&.(&'"223 "2*2  &'1"(3&-*3.36/13 3"%3"1,214)&-3';1 3"%3&.36*$+,4.(;1(&14-'1"(&                     4.-:$)3&.6*1(".7",,(&-&*.6*22&.6"14- *&0&12:.,*$) 0/13 31&*#&.#76&6&(4.(2"+3*5*383&."42;#&. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 25 www.karlsruhe.de Hinsichtlich des Aspekts Fitness, Kondition und Beweglichkeit sind die Abweichungen zwischen den einzelnen Bevölke- rungsgruppen recht gering, wie ANHANGTABELLE 3.03 zu entnehmen ist. Unterschiede zeigen sich dennoch, so z.B. zwischen Deutschen (85,7 %) und Nichtdeutschen (78,7 %). Aber auch zwischen Alleinerziehenden (72,3 %), Wohngemeinschaften (87,3 %) und alleinlebenden Senioren (87 %) sind Unterschiede in der Bedeutung des Motivs erkennbar. Außerdem spielt das Thema für Befragte mit höherem Einkommen eine größere Rolle als für Befragte mit weniger Geld. Der Spaß und die Freude am Sport und Spiel sind Männern (77,9 %) und Frauen (76,8 %) gleichermaßen wichtig. Besonders relevant ist das Motiv im Rahmen der Sportausübung für jüngere Leute. Auch für Alleinerziehende (89,4 %) spielt dieser Aspekt eine zentrale Rolle. Weniger wichtig ist das Thema Spaß und Freude am Sport hingegen für ältere Menschen wie exemplarisch in ABBILDUNG 3.05 für die 75- bis unter 90-jährigen Männer (59,6 %) dargestellt. ANHANGTABELLE 3.04 zeigt die Ergebnisse im Detail.                              0&&) ,&+)!) 0&&) ,&+) !) 0&&) ,&+) !) 0&&) ,&+) !) 0&&),&+) !) ."$"! %0&&$"! ) +"&* *%+ &+"$*!)."!+" ,&."!+" /,*%%& **+ *"* ) +%"+&+.')+ ++)$*),!%+3)++&+."#$,& 3) ),%)                ,&%2!+&.") &/$$ %"&."**&.),%"()*2&$"!(')+ +)"&/.. ,& *#+"-"+0+&,*3& Das Naturerleben ist für Frauen (74,3 %) deutlich wichtiger als für Männer (63,5 %). Dies zeigt ABBILDUNG 3.06 und ANHANGTABELLE 3.05. Ebenso scheinen die mittleren Altersklassen (Bsp. 45- bis unter 65-jährige Frauen) unab- hängig vom Geschlecht besonders Wert auf das Naturerlebnis im Rahmen der Sportausübung zu legen. Mit zunehmender Schulbildung und höherem Einkommen verliert das Thema etwas an Bedeutung. Die Verbesserung der Figur und des Aussehens nehmen Frauen (70,3 %) eher als Anlass zur Sportausübung als Männer (57 %). Auch nimmt die Bedeutung dieses Motivs, wie bereits vermutet werden kann, mit zunehmendem Alter sowohl unter den Frauen als auch unter den Männern ab. Erstaunlich ist jedoch, dass das Thema mit zunehmender Höhe des Bildungsabschlusses (bis zum Abitur) zunimmt. Alle Detailergebnisse sind ANHANGTABELLE 3.06 zu entnehmen.                        !(12/  "'-"'0"'2*/$(%$ $ *0"'2* !0"'*200 (11*$/$$(%$ -*)0  2.1 -,#$/ 0"'2* !0"'*200 / 2$,2 '/$ 4$(!*("' +6,,*("' $%/ &1$(,0&$0 +1 ,1$(*$0$'/4("'1(&2,#4("'1(&520 ++$,&$% 001  0(0 $%/ &1$+(1,14-/1 1 #1 /*0/2'$+1%9/1 #1$,14(")*2,&9/&$/2+%/ &$               2,+8"'1$,4(/& ,5 **&$+$(,4(00$,4 /2+($.$/08,*("'.-/1 1/$(!$,!54$4$&2,&0 )1(3(161$, 209!$, 26 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Das gemeinsame Erleben und die Geselligkeit ist Frauen (57 %) etwas wichtiger als Männern (53,4 %), wie AN- HANGTABELLE 3.07 zeigt. Interessant ist die Feststellung, dass das Thema für Personen im Alter ab 75 Jahren besonders wichtig ist (Frauen 75 bis unter 90 Jahre: 65 %). Auch ist das gemeinsame Erlebnis und die Geselligkeit besonders häufi g für Personen mit niedriger Bildung und niedrigem Einkommen Anlass zur sportlichen Betätigung. Das eigene Körpererleben als Motiv zur Sportausübung spielt vor allem für Personen im mittleren Alter eine Rolle. Dies zeigt ANHANGTABELLE 3.08. Das Motiv „Abwechslung, Zeitvertreib, Unterhaltung“ ist vor allem für jüngere Menschen wichtig und spielt mit zunehmendem Alter eine immer geringere Rolle. ANHANGTABELLE 3.09 ist außerdem zu entnehmen, dass Ausländerinnen und Ausländer sich häufi ger zur Abwechslung, zum Zeitvertreib und zur Unterhaltung sportlich betätigen. Auch Hausfrauen (67,9 %) geben relativ häufi g an, aus diesem Grund Sport zu treiben. Die sportlichen Anreize „Wettkampf und Erfolg“ sowie „Streben nach Verbesserung und persönlichem Erfolg“ spielen beide für Männer eine wichtigere Rolle als für Frauen. Auch sind beide Motive für Ausländerinnen und Ausländer wichtiger als für Deutsche. Die Bedeutung der beiden genannten Motive für die Sportausübung ist umso höher, je jünger die Personen sind. Wichtig ist dieses Motiv auch für Personen mit Abitur/ Hochschulreife oder Fachhochschulreife sowie für Personen mit einem monatlichen Pro-Kopf-Einkommen von unter 1.000 Euro. Dargestellt sind die Ergebnisse in ANHANGTABELLE 3.10 und 3.12. Die „Ästhetik der Bewegung“ bringt Frauen (29,2 %) eher als Männer (20 %) zur sportlichen Betätigung. Auch für ausländische Mitbürger (32,8 %) wirkt dieses Argument stärker als für Deutsche (22,5 %), wie ANHANGTABELLE 3.11 zeigt. Auch ältere Personen und Menschen mit geringem Einkommen lassen sich stärker davon ansprechen. Die Detailergebnisse für die Kinder und Jugendlichen sind den ANHANGTABELLEN 3.13 bis 3.24 zu entnehmen. 3.2 MOTIVE FÜR SPORT- LICHE PASSIVITÄT Auch sportliches „Nichtstun“ hat bestimmte Ursachen. Um die persönlichen Motive für das fehlende Sportengagement zu erfahren, wurden die sportlich passiven Karlsruherinnen und Karlsruher (14,9 %) gebeten, ihre Beweggründe für ihre sportliche Passivität zu nennen. Hierzu wurde den Be- fragten eine Liste mit möglichen Gründen für ihre sportliche Untätigkeit vorgelegt. WELCHE DER NACHFOLGENDEN GRÜNDE SIND DAFÜR AUSSCHLAGGEBEND, DASS SIE NICHT SPORTLICH AKTIV SIND? Als Grund für die sportliche Passivität wurden häufi g nicht ein einziges, sondern in der Regel gleich mehrere Motive genannt: An erster Stelle wird die fehlende Zeit (39,7 %) als Hindernisgrund für sportliche Betätigung angegeben – gefolgt von dem Gesundheitszustand (35,7 %), der sportliche Aktivität nicht zulässt. Knapp ein Drittel der Befragten (29,6 %), nennt als Grund für die sportliche Passivität schlicht das mangelnde Interesse daran. Etwa jede bzw. jeder Vierte (23,5 %) fühlt sich zu alt. Rund ein Fünftel (20,6 %) nennt als Hindernisgrund die Unlust etwas allein zu machen bzw. das Fehlen aktiver Bekannten, die mitmachen würden. Der fi nanzielle Aufwand stellt für 15,4 % der sportlich Passiven ein Grund dar, der sie von der Sportausübung abhält. Insgesamt 18,7 % nennen eher externe Hindernisse als Ursache für sportliche Passivität – davon wissen 9,5 % nicht, wo sie ein geeignetes Sportangebot fi nden können, weiteren 4,7 % ist der Weg zur nächsten Sportmöglichkeit zu weit und 4,5 % fehlen frei zugängliche Sportanlagen. ABBILDUNG 3.07 zeigt die Anteile bezogen auf die Fälle. Von den Kindern und Jugendlichen sind lediglich 4,5 % sportlich passiv. ABBILDUNG 3.08 gibt einen Überblick über die relevanten Motive der sportlichen Passivität in dieser Teilgruppe. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 27 www.karlsruhe.de <0/26/80;/3C>1H8163-2/%:9;=+86+1/8 /;)/1C>; 8H-2<=/8 -2@/3G83-2=@9 3-2/381//318/=/< /;038+8C3/66/>0@+8.3<=73;C>29-2 -25/88/83/7+8./8./;73=7+-2=L -20K26/73-2C>+6= -22+,/5/388=/;/<</ !/38 /<>8.2/3=<C><=+8 -22+,/5/38/*/3=                   <0/26/80;/3C>1H8163-2/%:9;=+86+1/8 /;)/1C>;8H-2<=/8 %:9;=7J163-25/3=3<=73;C>@/3= -2@/3G83-2=@93-2/381//318/=/< %:9;=+81/,9=0K;73-2038./85J88=/ /;038+8C3/66/>0@+8.3<=73;C>29-2 -25/88/83/7+8./8./;73=7+-2=L -20K26/73-2C>+6= -22+,/5/388=/;/<</ !/38/<>8.2/3=<C><=+8.6H<<= %:9;=+5=3?3=H=/883-2=C> -22+,/5/38/*/3= !/2;0+-28/88>81/8@+;/87J163-2.+2/;%>77/81;JG/;+6<  +<3</0;+1=/73=8=@9;= %=+.=+;6<;>2/7=0K;%=+.=/8=@3-56>81  K;1/;>70;+1/   $&B"#! "$!##&$?$    $"%!!#! "$!##& " )/6-2/./;8+-20961/8./8;K8./<38..+0K;+><<-26+11/,/8..+<<%3/83-2=<:9;=63-2+5=3?<38. 28 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER <0/26/80;/3C>1H8163-2/%:9;=+86+1/8 /;)/1C>; 8H-2<=/8 !/38 /<>8.2/3=<C><=+8 /;038+8C3/66/>0@+8.3<=73;C>29-2 -22+,/5/388=/;/<</ -22+,/5/38/*/3= -2@/3G83-2=@9 3-2/381//318/=/< -25/88/83/7+8./8./;73=7+-2=L                  <0/26/80;/3C>1H8163-2/%:9;=+86+1/8 /;)/1C>;8H-2<=/8 %:9;=7J163-25/3=3<=73;C>@/3= !/38/<>8.2/3=<C><=+8.6H<<= %:9;=+5=3?3=H=/883-2=C> /;038+8C3/66/>0@+8.3<=73;C>29-2 -22+,/5/388=/;/<</ -22+,/5/38/*/3= -2@/3G83-2=@93-2/381//318/=/< %:9;=+81/,9=0K;73-2038./85J88=/ -25/88/83/7+8./8./;73=7+-2=L !/2;0+-28/88>81/8@+;/87J163-2.+2/;%>77/81;JG/;+6<  +<3< /0;+1=/73=8=@9;= %=+.=+;6<;>2/7=0K;%=+.=/8=@3-56>81  K;1/;>70;+1/38./;>8.>1/8.63-2/   $&B"#! "$!##&$?$    $"%!!#! "$!##&"%%%$" " ><@/6-2/8;K8./8,3<=>83-2=<:9;=63-2+5=3? Für die Hälfte (50 %) der sportlich passiven Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren stellen fehlende aktive Bekannte bzw. die Unlust, etwas allein zu machen, das größte Hindernis an der Sportausübung dar. Weitere 37,5 % wissen nicht, wo sie ein geeignetes Sportangebot fi nden können. Keine Zeit für sportliche Aktivität haben etwa ein Viertel (28,1 %) der sportlich inaktiven Kinder und Jugendlichen. Unter den Erwachsenen zeigt sich, dass Männer häufi ger fehlende Zeit als Grund nennen (44,3 %) als Frauen (35,2 %). Erstaunlich ist auch, dass, je jünger die erwachsenen Befragten sind, sie umso häufi ger „fehlende Zeit“ als Grund ihrer sportlichen Abstinenz aufführen. So wird die fehlende Zeit als Grund der sportlichen Passivität von 85,7 % der 18- bis 30-jährigen Männer genannt, jedoch nur von 2,3 % der über 75-jährigen. Weiter auffällig ist, dass Ausländer (48,7 %) häufi ger als Deutsche mit oder ohne Migrationshintergrund (40,2 % bzw. 38,1 %) unter Zeitnot leiden. Von den Haushalten mit Kindern unter 18 Jahren nennen 74 % als Grund für die sportliche Passivität die fehlende Zeit, während dieses Argument nur von 33,3 % der kinderlosen Haushalte vorgebracht wird. Außerdem ist auffällig, dass je höher die Bildung und das Einkommen sind, desto häufi ger aus zeitlichen Gründen auf die Ausübung von Sport- und Bewegungsaktivitäten verzichtet wird. ABBILDUNG 3.09 gibt einen Überblick über das Motiv „fehlende Zeit“ für einzelne Befragtengruppen. Detaillierte Ergebnisse gehen aus ANHANGTABELLE 3.25 hervor. Der am zweithäufi gsten genannte Grund für die sportliche Passivität, der Gesundheitszustand, wird naheliegenderweise von älteren Personen häufi ger genannt als von jüngeren, wie ABBILDUNG 3.10 zeigt. Außerdem sehen Personen mit niedrigerem Einkommen und niedriger Bildung den Gesundheitszustand häufi ger als Ursache ihrer sportlichen Passivität als dies bei Personen mit höherem Einkommen und höherer Bildung der Fall ist. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 29 www.karlsruhe.de                        ,*!$+'!&"&),&+) !) ,*!$+%"+"&)&,&+) !) /&&) ,&+)!) /&&) ,&+) !) /&&) ,&+) !) /&&),&+) !) /&&) ,&+)!) ."$"! %/&&$"! ) +"&* *%+ *"* ) +%"+&+.')+ ++)$*),!%+1)++&+."#$,& 1) ),%)       %   #  #       $!)&!'$ &&)1&*"&1),**!$ &**"&"!+*(')+$"!#+"-*"&   !" Keine nennenswerten demographischen Auffälligkeiten erge- ben sich hinsichtlich des Motivs „mangelndes Interesse an Sport“. Der – nicht gegebene – Geselligkeitsaspekt, also das gemeinsame Sport treiben, ist für Frauen (23,6 %) und jüngere Leute (Frauen 18- bis unter 30 Jahre: 37,1 %) wichtig. Sie nennen das Fehlen aktiver Bekannter und die Unlust, allein sportlich aktiv zu sein, relativ häufi g als Grund der eigenen sportlichen Passivität. Das Motiv „zu hoher fi nanzieller Aufwand“ wird naheliegenderweise vor allem von Personen mit niedrigen Einkommen (28,9 %) sowie von Arbeitslosen (44,4 %) vorgebracht. Auffällig ist auch, dass Frauen (21,8 %) einen zu hohen fi nanziellen Aufwand häufi ger als Grund ihrer sportlichen Untätigkeit nennen als Männer (9,9 %). ANHANGTABELLE 3.25 zeigt die Ergebnisse. Für die Gruppe der passiven Kinder und Jugendlichen können aufgrund zu geringer Fallzahlen keine Aussagen zu den demographischen Merkmalen gemacht werden. 30 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 3.3 SPORTLICHE AKTIVITÄT Die Abgrenzung des Begriffs „sportliche Aktivität“ ist nicht eindeutig und bedarf zum genaueren Verständnis einer näheren Defi nition. Unter sportlicher Aktivität wurde im Rahmen dieser Bürgerumfrage die gesamte Bandbreite von bewegungsaktiver Erholung verstanden – so auch das Spazierengehen, gemütliches Schwimmen oder Radfahren aber auch alle Arten von Wettkampf- und Freizeitsport. Die gezielte Fragestellung nach der sportlichen Aktivität gibt Aufschluss über die Anteile sportlich aktiver und passiver Karlsruherinnen und Karlsruher und der einzelnen Bevölkerungsgruppen.                             30../&3-$,%(0 3-2%0  30../& ")230!#(.#(1#(3+0%)&% .+*1!3/2.-$%01#(3+*%)-"1#(+311 6--%03-2%0 !(0% 6--%03-2%0!(0% 6--%0 3-2%0!(0% 6--%0 3-2%0 !(0% 6--%0 3-2%0 !(0% %&0!'2%)-1'%1!,2 !1)1 %&0!'2%,)2-25.02 2!$2!0+103(%,2&802!$2%-25)#*+3-'80'%03,&0!'%      /   -   -       %+#(%$%0-!#(&.+'%-$%-08-$%1)-$$!&80!311#(+!''%"%-$$!11)%-)#(21/.02+)#(!*2)41)-$ !$ (*$ !)(,*()$#0(()&%')")!+!)0)$$! ),* SIND SIE SPORTLICH AKTIV? Als sportlich aktiv bezeichnen sich 85,1 % der Karlsruherinnen und Karlsruher und verstehen darunter – wie einleitend beschrieben – alle Arten von bewegungsaktiver Erholung. Nicht sportlich aktiv sind 14,9 %. ABBILDUNG 3.11 zeigt die Anteile. Zwischen Frauen (86 %) und Männern (84,5 %) ergeben sich nur sehr geringfügige Unterschiede hinsichtlich der sportlichen Aktivität. Deutliche Unterschiede sind jedoch im Bezug auf das Alter festzustellen. Es liegt zunächst nahe, dass sich die sportliche Betätigung mit zunehmendem Alter rückläufi g entwickelt. Die Abnahme der sportlichen Aktivität mit zunehmendem Alter ist jedoch nicht kontinuierlich – während unter den unter 30-jährigen Männern (91,9 %) die meisten sportlich Aktiven zu fi nden sind und unter den über 75-jährigen (67,3 %) anteilig die wenigsten, zeichnet sich unter den Frauen die Gruppe der 30- bis unter 45-jährigen (90,4 %) als die sportlichste aus. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 31 www.karlsruhe.de ABBILDUNG 3.12 greift exemplarisch einige ausgewählte Befragtengruppen heraus. Aus dieser Abbildung geht beispielsweise hervor, dass sich auch hinsichtlich des Migrationshintergrundes Unterschiede im Sportverhalten zeigen. Deutsche ohne Migrationshintergrund sind sehr viel häufi ger sportlich aktiv (86,9 %) als Nicht-Deutsche (76,9 %). Haushalte mit Kindern (89,7 %) betätigen sich häufi ger sportlich aktiv als Haushalte ohne Kinder (83,7 %). Häufi ger noch als Haushalte mit Kindern insgesamt sind Alleinerziehende (90,4 %) sportlich aktiv. Vergleichsweise selten üben hingegen Arbeitslose (72,3 %) sportliche Bewegungsaktivitäten aus. ANHANGTABELLE 3.26 zeigt die Anteile der sportlich Aktiven für die einzelnen Bevölkerungsgruppen.         ! ""      !###&!# ##!"!$#'!###&$'!!$! " !##%                            (!*)#&) ##!%(.! %$!* !%(%+%*( (% +)#/%!) +*) & % !(*!&%) !%*((+% /%%( !)+%*( ( /%%( !)+%*(  ( (+% !)+%*(  ( (*!%))$* )!)   (*$!*%*-&(* **(#)(+ $*1(**%*-!"#+%  1((+$(                !%!)'&(*#! "*!, 32 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Die ABBILDUNGEN 3.13 und 3.14 veranschaulichen den Einfl uss des Schulabschlusses und des Einkommens auf die sportliche Aktivität: So nimmt mit zunehmendem Bildungsabschluss und zunehmendem monatlichen Pro-Kopf- Einkommen der Anteil an sportlich Aktiven kontinuierlich zu. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre bewegen sich noch häufi ger als Erwachsene, wie ABBILDUNG 3.11 zeigt. 95,5 % der unter 18-Jährigen geben an, sportlich aktiv zu sein – darunter Jungen (96,7 %) geringfügig häufi ger als Mädchen (94,4 %). Während die Mädchen im jüngeren Alter mehr Sport treiben, steigt die Bewegungsaktivität bei den Jungen mit zunehmendem Alter an. Die genauen Anteile sind ANHANGTABELLE 3.27 zu entnehmen. Ob es sich bei vorliegender Sportaktivität eher um bewegungs- aktive Erholung im weiteren Sinne handelt – beispielsweise um Spazierengehen, Baden, gemütliches Radfahren o.ä. – oder um sporttreibende Aktivitäten wie z.B. Ballsport, Leichtathletik o.ä., wurde anhand nachfolgender Frage näher untersucht:                  >;9 9:0 >8.7/2;  ,3<>8=/;  >;9 9:0  ,3<>8=/;  >;9 9:0 >8=/;  >;9 9:0 /0;+1=/ 38<1/<+7=   #! "$$&$?$    #"%!! %38.%3/<:9;=63-2+5=3? +<3<  /0;+1=/73=8=@9;= %=+.=+;6<;>2/7=0K;%=+.=/8=@3-56>81  K;1/;>70;+1/ WIE WÜRDEN SIE IHRE SPORTLICHE AKTIVITÄT EINORDNEN? Fast zwei Drittel der sportlich aktiven Karlsruher Erwachsenen beschreibt die ausgeübten Bewegungsaktivitäten als „über- wiegend bewegungsaktive Erholung“ (62,5 %), während 37,5 % die eigene Aktivität eher als „überwiegend Sport treiben“ bezeichnen. Gänzlich umgekehrt verhält es sich unter Kindern und Jugendlichen: Diese ordnen sich überwiegend (69,5 %) der Gruppe der Sporttreibenden zu, während nur 30,5 % aller Kinder und Jugendlichen ihre Aktivität als eher bewegungsaktive Erholung bezeichnen. Die Ergebnisse zeigt ABBILDUNG 3.15. Bei dieser Selbsteinschätzung der sportlichen Aktivität gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Befrag- tengruppen. Männer bezeichnen ihre sportliche Aktivität häufi ger als „Sport treiben“ (46,2 %), während Frauen ihre Sporttätigkeit überwiegend als „bewegungsaktive Erholung“ (71,9 %) defi nieren. Dieser Unterschied ist auch bei den Kindern und Jugendlichen festzustellen.                    9-2<-2>6 +-229-2 <-2>6+,<-26><< ,3=>; 9-2<-2>6;/30/ +-229-2<-2>6;/30/ $/+6<-2>6+,<-26><< !3==6/;/$/30/ (965< +>:= %98./;<-2>6 5/38,<-26><< /0;+1=/38<1/<+7=   #! "$$&$?$   %##%## %38.%3/<:9;=63-2+5=3? +<3<  /0;+1=/73=8=@9;= %=+.=+;6<;>2/7=0K;%=+.=/8=@3-56>81  K;1/;>70;+1/ AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 33 www.karlsruhe.de ANHANGTABELLE 3.28 zeigt außerdem, dass mit zunehmendem Alter ab 18 Jahren unter Männern und Frauen der Anteil derer zunimmt, die ihre sportliche Aktivität der bewegungsaktiven Erholung zuordnen. Ausländerinnen und Ausländer (72 %) betreiben häufi ger bewegungsaktive Erholung als Deutsche (61,3 %). Auch der Bildungsabschluss und das Einkommen haben Einfl uss auf die Form der Sportausübung: Während Personen mit eher niedriger Bildung (85,7 %) und eher niedrigem Einkommen (66,7 %) ihre sportliche Aktivität überwiegend der bewegungsaktiven Erholung zuordnen, betrachten umgekehrt Befragte mit hoher Bildung (45 %) und hohem Einkommen (45,6 %) vergleichsweise häufi ger ihre Betätigung als „Sport treiben“. Die Detailergebnisse für die Teilgruppe der Kinder und Jugendlichen sind ANHANGTABELLE 3.29 zu entnehmen. Differenziert man weiter nach dem Grad der sportlichen Aktivität bzw. der Zuordnung zu Sportlergruppen – von unregelmäßig bis regelmäßige und von Freizeit- über Wettkampf- bis hin zur Hochleistungssportlerin bzw. Hochleistungssportler, so ergibt sich folgendes Bild: 2*/#!'/!-'!+$,#.*"(%-'! 2*/#!')(*,,*#'             #'*-' -!'%#"  *!, "* 2*/#!'/!-'!+$,#.*"(%-'! 2*/#!')(*,,*#' +#+    *!,&#,',/(*, ,,*%+*-"&, 2*,,',/#$%-'!2*!*-& *!           #/2*'#"*+)(*,%#"$,#.#,0,#'(*'' WELCHER DER FOLGENDEN SPORTLERGRUPPEN WÜRDEN SIE SICH NACH IHREM JETZIGEN STAND IN DER VON IHNEN AM HÄUFIGSTEN AUSGEÜBTEN SPORTART / BEWEGUNGSAKTIVITÄT ZURECHNEN? Die meisten sportlich aktiven Befragten ordnen sich der Gruppe der regelmäßig mindestens einmal wöchentlich sport- treibenden Freizeitsportlerinnen und -sportlern (79 %) zu. Weitere 14,8 % bezeichnen sich eher als Freizeitsportlerinnen bzw. Freizeitsportler, die unregelmäßig, weniger als ein- mal wöchentlich, Sport treiben. Bei 3,9 % der sportlich aktiven Karlsruherinnen und Karlsruher handelt es sich um Wettkampfsportlerinnen und -sportler bis Bezirksebene, bei weiteren 1,9 % um Wettkampfaktive bis Landes-/Ver- bandsebene. Als Hochleistungssportlerinnen bzw. -sportler bezeichnen sich lediglich 0,4 % der sportlich aktiven Karls- ruherinnen und Karlsruher. ABBILDUNG 3.16 zeigt die Anteile der verschiedenen Sportlergruppen. Männer üben deutlich häufi ger leistungsorientierten Sport aus: So sind die Anteile der Wettkampf- und Hochleistungsaktiven unter den Männern deutlich höher. Dies ist ANHANGTABELLE 3.30 zu entnehmen. Die Wettkampf- und Hochleistungssportler sind überwiegend unter den Befragten im Alter von unter 30 Jahren zu fi nden. Der Migrationshintergrund spielt im Bezug auf den Wettkampf- und Hochleistungssport keine Rolle. Personen mit Abitur oder vergleichbarem Bildungsabschluss üben überdurchschnittlich häufi g Wettkampf- oder Hochleistungssport aus. Auch Schülerinnen bzw. Schüler sowie Personen in Berufsausbildung sind überdurchschnittlich häufi g im Wettkampfsport aktiv. Auch die befragten Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahre ordnen sich überwiegend der Gruppe der regelmäßigen Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler zu (62 %), wie ABBILDUNG 3.16 zeigt. An zweiter und dritter Stelle folgen hingegen die im Wettkampfsport Aktiven bis Bezirks ebene (19,1 %) sowie bis Landes-/Verbandsebene (10,9 %). Weitere 3,1 % ordnen sich der Gruppe der Hoch- leistungssportlerinnen und Hochleistungssportler zu. Als unregelmäßige Freizeitsportlerinnen bzw. -sportler bezeichnen sich 4,9 % der Kinder und Jugendlichen. Damit ist der Anteil der leistungsorientierten Sportlerinnen und Sportler unter den Kindern und Jugendlichen deutlich höher als unter den Erwachsenen. Wie bei den Erwachsenen auch zeigen sich Jungen sehr viel häufi ger als sportlich leistungsorientiert als Frauen oder Mädchen. Der altersbezogene Schwerpunkt des Wettkampf- und Leistungssports liegt dabei in der Altersgruppe der 15- bis unter 18-Jährigen. Die Ergebnisse sind in ANHANGTABELLE 3.31 dargestellt. 34 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER WAREN SIE IN DEN LETZTEN VIER WOCHEN SPORTLICH AKTIV? Auf die Frage nach der sportlichen Aktivität der letzten vier Wochen, eine Kontrollfrage, zeigt sich, dass 94,5 % all derer, die sich als sportlich aktiv bezeichneten, tatsächlich in den letzten vier Wochen auch Sport- oder Bewegungsaktivitäten ausübten. Die Anteile liegen bis auf wenige Ausnahmen für alle Befragtengruppen über 90 %. Lediglich die Altersgruppen ab 65 Jahren sowie Personen mit niedriger Schulbildung waren in den letzten vier Wochen seltener sportlich aktiv. Aus ANHANGTABELLE 3.32 können die Anteile entnommen werden. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist die Übereinstimmung zwischen der Selbsteinschätzung der sportlichen Aktivität einerseits und der Betätigung in den letzten vier Wochen andererseits mit 97,2 % noch höher. ANHANGTABELLE 3.33 zeigt die Ergebnisse. 3.4 ART DER SPORT- UND BEWEGUNGSAKTIVITÄT Alle sportlich Aktiven wurden weiter befragt nach den am häufi gsten betriebenen Sport- und Bewegungsaktivitäten – differenziert nach der häufi gsten, zweithäufi gsten und dritthäufi gsten Ausübung. Diese Frage gibt Aufschluss über die Beliebtheit der verschiedenen Sportarten. Sie dient als Ausgangsfrage, auf die in den Kapiteln 3.5 bis 5 immer wieder Bezug genommen wird. WELCHE SPORTARTEN BZW. BEWEGUNGSAKTIVITÄTEN ÜBEN SIE AM HÄUFIGSTEN AUS? Am häufi gsten gehen die Karlsruherinnen und Karlsruher dem Radsport (27,6 %) nach – gefolgt vom Laufsport (17,6 %), Spazieren gehen (16,6 %) und Fitnesstraining / Kraftsport / Gymnastik (13,2 %). Immerhin 5,2 % aller aktiven + %("&./0*$..,+-/("-&**"*0*!.,+-/("-        -"&4"&/.,+-/("-&**"*0*!.,+-/("-0*-"$"()65&$2"*&$"-(. 3,-++ %" -"&4"&/.,+-/("-&**"*0*!.,+-/("--"$"()65&$)&*! 3,-++ %" "//'),#.,+-/("-&**"*0*!.,+-/("-&."4&-'.""*" "//'),#.,+-/("-&**"*0*!.,+-/("-&.*!"."-*!.""*" + %("&./0*$..,+-/("-&**"*0*!.,+-/("- .&.  "#-$/")&/*/2+-/ /!/-(.-0%")/#8-/!/"*/2& '(0*$8-$"-0)#-$"   *         ( &"28-!"*&"%-".,+-/(& %"'/&1&/6/"&*+-!*"* % &!%          "$%'$' $#"! AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 35 www.karlsruhe.de Karlsruherinnen und Karlsruher gehen am häufi gsten dem Schwimm- und Badesport nach. Für weitere 4,2 % stellt das Fußballspielen die am häufi gsten betriebene Sportart dar. Tennis ist für 2,1 % der aktiven Karlsruherinnen und Karlsruher die am häufi gsten ausgeübte Sportart. Auf Wandern entfallen 1,7 % – gefolgt vom Tanzsport (1,4 %) und Volleyball (1,1 %). Sportarten mit Anteilen von 1 % und weniger können der ANHANGTABELLE 3.34 entnommen werden. ABBILDUNG 3.17 gibt einen Überblick über die Top-10 der jeweils am häufi gsten, zweithäufi gsten und dritthäufi gsten ausgeübten Sportarten. WELCHE SPORTARTEN BZW. BEWEGUNGSAKTIVITÄTEN ÜBEN SIE AM ZWEITHÄUFIGSTEN AUS? Die von den aktiven Karlsruherinnen und Karlsruhern genannten zweithäufi gsten Sport- und Bewegungsaktivitäten entsprechen im Wesentlichen den am häufi gsten genannten Betätigungen, jedoch in teilweise anderer Rangfolge und Gewichtung. An vorderster Stelle steht mit einem Anteil von 24,2 % wie bei der am häufi gsten genannten Sportart auch, der Radsport. Fitnesstraining / Kraftsport / Gymnastik (17,6 %) verschiebt sich von Rang vier auf Rang zwei                                    (966/B,+66 &+8C<:9;= )+8./;8 &/883< >G,+66 %-2@377<:9;= +./8 3=8/<< ;+0=<:9;= B78+<=35 %:+C3/;/81/2/8 +>0<:9;= $+.<:9;= +<3<         /0;+1=/73=8=@9;= %=+.=+;6<;>2/7=0K;%=+.=/8=@3-56>81  K;1/;>70;+1/   $ ! "?%#$('$?%#$%"$$?%#$%#B$   #! "$"$ )/6-2/%:9;=+;=/8,C@/@/1>81<+5=3?3=H=/8K,/8%3/37661/7/38/8+>< 0D;.1/9:-#768:)8:>=-1:0D;.1/9:-#768:)8:,81::0D;.1/9:-#768:)8:                 (966/B,+66 &/883< &+8C<:9;= >G,+66 )+8./;8 %:+C3/;/81/2/8 +>0<:9;= %-2@377<:9;= +./8 3=8/<< ;+0=<:9;= B78+<=35 $+.<:9;=                 +.738=98 &/883< &+8C<:9;= )38=/;<:9;= )+8./;8 +>0<:9;= %:+C3/;/81/2/8 3=8/<< ;+0=<:9;= B78+<=35 %-2@377<:9;= +./8 $+.<:9;= 36 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER und Schwimmsport/Baden erhält mit einem Anteil von 13,2 % hinsichtlich der zweithäufi gst ausgeübten Sportart ein deutlich höheres Gewicht als im Falle der häufi gsten Sportarten. Der Laufsport (12,6 %) und das Spazieren gehen (11,8 %) erfahren hingegen geringere Anteile und haben folglich als Zweitsportart weniger Bedeutung. Mit Anteilen von unter 5 % folgen Wandern (4,8 %), Fußball (2,5 %), Tanzsport (1,8 %) und Tennis (1,6 %). Anteile von unter 1 % entfallen auf Volleyball (0,9 %) und weitere Aktivitäten, die ANHANGTABELLE 3.34 entnommen werden können. WELCHE SPORTARTEN BZW. BEWEGUNGSAKTIVITÄTEN ÜBEN SIE AM DRITTHÄUFIGSTEN AUS? ABBILDUNG 3.17 zeigt, dass hinsichtlich der am dritt- häufi gsten ausgeübten Sportart wieder der Radsport (20,9 %) dominiert. Mit ähnlich hohem Anteil erfährt der Schwimmsport/Baden (20,5 %) auf Rang zwei ebenfalls eine hohe Bedeutung als Drittsportart. Auch die übrigen Top-10- Drittsportarten entsprechen den Angaben zur häufi gsten bzw. zweithäufi gsten ausgeübten Aktivität und unterscheiden sich lediglich hinsichtlich der Anteile und Rangfolgen. Neu hinzu kommen Wintersport (2,7 %) und Badminton (1,4 %). Fußball und Volleyball spielen hingegen im Bezug auf die Drittsportart eine untergeordnete Rolle und sind nicht mehr unter den Top-10-Sportarten vertreten. Alle Einzelangaben können ANHANGTABELLE 3.34 entnommen werden. In der Gesamtschau der drei am häufi gsten genannten Sport- und Bewegungsaktivitäten – dargestellt in ABBILDUNG 3.18 – ergibt sich eine starke Konzentration auf fünf Sportarten, die jeweils Einzelanteile von über 20 % erreichen. Für diese Gesamtschau wurden alle drei Angaben als gleichrangig betrachtet und als Mehrfachnennungen ausgewertet. Die Summe aller Anteile übersteigt damit 100 %. Über die Hälfte der sportlich aktiven Karlsruherinnen und Karlsruher (55,3 %) betätigt sich in Form des Radfahrens. Knapp jede dritte bzw. jeder dritte Karlsruher (31,3 %) geht im Rahmen der drei am häufi gsten ausgeübten Sport- und Bewegungsaktivitäten dem Laufsport nach. Ebenfalls rund ein Drittel der Befragten (30,5 %) geht spazieren. Ein ähnlich hoher Anteil an Befragten betätigt sich im Bereich Fitnesstraining/Kraftsport/Gymnastik (29,9 %). Jede bzw. jeder vierte Karlsruher (24,5 %) geht schwimmen. Deutlich geringere Anteile entfallen insgesamt auf Wandern (8,7 %), Fußball (6,7 %) und Tennis (4,1 %), Tanzsport (3,6 %) und Volleyball (2,1 %). Alle übrigen Aktivitäten mit noch geringeren Anteilen können ANHANGTABELLE 3.35 entnommen werden. $+.<:9;= +>0<:9;= %:+C3/;/8 1/2/8 3=8/<< ;+0=<:9;= %-2@377 <:9;= )+8./;8 >G,+66 &/883< &+8C<:9;= (966/B,+66                           $+.<:9;= +>0<:9;=%:+C3/;/8 1/2/8 3=8/<< ;+0=<:9;= B78+<=35 %-2@377 <:9;= +./8 )+8./;8>G,+66&/883<&+8C<:9;=(966/B,+66 !/2;0+-28/88>81/8@+;/87J163-2.+2/;%>77/81;JG/;+6<  +<3<  /0;+1=/73=8=@9;= %=+.=+;6<;>2/7=0K;%=+.=/8=@3-56>81  K;1/;>70;+1/   $ ! ""?%#$%#B$#! "$"$##$  )/6-2/%:9;=+;=/8,C@/@/1>81<+5=3?3=H=/8K,/8%3/37661/7/38/8+>< AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 37 www.karlsruhe.de Bei den Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren fehlt eine Konzentration auf nur fünf vorherrschende Sportarten, wie ABBILDUNG 3.19 zeigt. Zwar dominiert dort, wie bei den Erwachsenen auch, mit 60,6 % der Radsport (von Mädchen etwas häufi ger ausgeübt als von Jungen), allerdings erfährt der Fußball unter den Kindern und Jugendlichen ein deutlich höheres Gewicht: Knapp ein Drittel der befragten Kinder und Jugendlichen – darunter insbesondere Jungen – nennen als eine ihrer drei am häufi gsten ausgeübten Sportarten das Fußballspielen (31,7 %). Dies trifft auf 54,4 % der Jungen, jedoch nur auf 8,6 % der Mädchen zu. Mit zunehmendem Alter nimmt die Begeisterung für das Fußballspielen ab. Ein ähnlich hoher Anteil entfällt mit 29,5 % auf den Schwimmsport/Baden. Mädchen (32 %) gehen etwas häufi ger schwimmen und baden als Jungen (26,8 %). Wie beim Fußballspielen nimmt auch im Schwimmsport der Zuspruch mit zunehmendem Alter ab. Im Laufsport betätigen sich 22 % der sportlich aktiven Karlsruher Kinder und Jugendlichen. Anders als beim Schwimmsport und Fußball nehmen die Anteile der Läuferinnen und Läufer mit dem Alter zu. Spazieren gehen 17 % der Kinder und Jugendlichen – darunter Mädchen (24,9 %) sehr viel häufi ger als Jungen (8,5 %). Im Bereich Tanzsport sind 14,4 % der befragten Kinder und Jugendlichen aktiv – darunter fast ausschließlich Mädchen. Rund jedes zehnte befragte Kind bzw. jeder zehnte befragte Jugendliche betätigt sich im Fitnesstraining / Kraftsport / Gymnastik (11,9 %). Auf den Turnsport, Kampfsport, Basketball und Tennis entfallen jeweils Anteile von etwa 8 %. Alle anderen Einzelsportarten bleiben unter diesem Anteilsniveau. Ihre Werte sind ANHANGTABELLE 3.37 zu entnehmen. Demographische Besonderheiten unter den Kindern und Jugendlichen im Bezug auf die sechs häufi gsten Sportarten sind in ANHANGTABELLE 3.38 dargestellt. !$1/.02 38"!++ #(5),, 1/.02 !3&1/.02 /!7)%0%- '%(%- !-71/.02 )2-%11 0!&21/.02 30-1/.02 !,/&1/.02 !1*%2"!++                       !$1/.02 38"!++ #(5),, 1/.02 !$%- !3&1/.02 /!7)%0%- '%(%- !-71/.02 )2-%11 0!&21/.02 6,-!12)* 30-1/.02 !,/&1/.02 !1*%2"!++ %(0&!#(-%--3-'%-5!0%-,;'+)#($!(%03,,%-'0;8%0!+1  !1)1 %&0!'2%,)2-25.02 2!$2!0+103(%,2&<02!$2%-25)#*+3-'  <0'%03,&0!'%)-$%03-$3'%-$+)#(%     !           %+#(%/.02!02%-"75%5%'3-'1!*2)4)292%-<"123),++'%,%)-%-!31 38 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Das Radfahren ist durch alle Altersgruppen sowie bei Männern und Frauen beliebt. Am höchsten sind die Anteile der Radfahrerinnen und Radfahrer unter den 45- bis unter 75-Jährigen. Auch Familien mit Kindern (61,4 %) und Allein- erziehende (58,7 %) nutzen das Rad vergleichsweise häufi g im Rahmen ihrer Sport- und Bewegungsaktivitäten. Deutsche ohne Migrationshintergrund (56,7 %) sitzen oft auf dem Rad. Das gleiche gilt für Befragte mit niedrigem Schulabschluss (61,2 %) und Arbeitslose (68,1 %). Stark unterdurchschnittlich ist der Anteil der Radsportlerinnen und Radsportler unter den unter 30-jährigen Männern (41,7 %). Ihre hohe generelle Fahrradnutzung betrachten Studierende offenbar als reine Verkehrsteilnahme, nicht als Sport. Der Radsportanteil unter Schülern und Studierenden erreicht nur 45,8 %. Der Laufsport wird in besonderem Maße von Jüngeren ausgeübt und verliert mit zunehmendem Alter an Bedeutung. Ein Zusammenhang besteht auch hinsichtlich des Einkommens und der Bildung: So nimmt mit zunehmendem Pro-Kopf- Einkommen der Anteil an Laufsportlerinnen und Laufsportlern                         -"&/.(+." +('.0,/+*!"-. %0( . %(0.. &/0- %+ %. %0(-"&#" )&(&"*)&/&*!"-* 4**"- &.0*/"-%-" 4**"- &.0*/"- %-" "#-$/"&*.$".)/ .&.  "#-$/")&/*/2+-/ /!/-(.-0%")/#6-/!/"*/2& '(0*$6-$"-0)#-$"            "( %",+-/-/"*32"2"$0*$.'/&1&/4/"*6"*&"&)(($")"&*"* 0.  kontinuierlich zu. Auch joggen, walken oder laufen Personen mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss (33,6 %) häu- fi ger als dies Personen mit Hauptschulabschluss (23,2 %) oder gleichwertigem Abschluss tun, was jedoch indirekt auch mit dem Lebensalter zusammenhängt. Auch ganztags Berufstätige (35,2 %) betätigen sich vergleichsweise häufi g im Rahmen des Laufsports. Deutsche ohne Migrationshintergund (32,2 %) laufen außerdem häufi ger als Nicht-Deutsche (26 %). Die mit Abstand höchsten Anteile entfallen auf Wohngemeinschaften (40,6 %), die niedrigsten auf die Gruppe der 75 Jahre und älteren Frauen (11,1 %). Beim Spazierengehen zeigen sich deutliche Unterschiede sowohl zwischen den Geschlechtern als auch hinsichtlich des Alters. Frauen (38 %) gehen deutlich häufi ger spazieren als Männer (23,7 %). Außerdem gewinnt das das Spazierengehen mit zunehmendem Alter an Bedeutung. Eher unattraktiv ist das Spazierengehen für unter 30-jährige Männer (9,3 %) und Wohngemeinschaften (12,9 %). Besonders hoher Attraktivität erfreut es sich unter Hausfrauen und -männern (55,7 %).                 ,*$0&"*! &/+ *),*+0+" ,)''(,&%!) ,&+),)''( ),& "*,&+) !) ) +"&* *%+ *"*  ) +%"+&+.')+ ++)$*),!%+2)++&+."#$,& 2) ),%)               $!(')+)+&/.. ,& *#+"-"+0+&2&""%$$ %"&& ,*  AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 39 www.karlsruhe.de Unter dem Oberbegriff „Fitnesstraining/Kraftsport/ Gymnastik“ sind zahlreiche weitere Einzelsportarten wie Yoga, Gesundheitssport, Aerobic, Konditionstraining etc. zusammengefasst. Aufgrund dieser teilweise doch sehr heterogenen Einzelsportarten ist eine Gesamtbetrachtung hinsichtlich demographischer Merkmale problematisch. So zeigt sich zwar im ersten Überblick, dass Frauen (37 %) häufi ger im Bereich Fitnesstraining / Kraftsport / Gymnastik tätig sind als Männer (23,6 %). Dies trifft tatsächlich auf die Bereiche Gymnastik, Yoga und Aerobic zu, nicht aber auf Fitness- und Krafttraining, wo eher Männer dominieren. Gymnastik ist vor allem in der Altersgruppe ab 65 Jahren beliebt, während Yoga insbesondere die 30 bis 45 Jährigen anspricht. Aerobic ist eine Sportart, die fast ausschließlich von Personen unter 45 Jahre betrieben wird. Während Fit- nesstraining bei den Frauen vor allem im Alter von unter 30 Jahren beliebt ist, verliert diese Sportart bei den Männern erst ab 65 Jahren an Bedeutung. Krafttraining ist dagegen vor allem unter jungen Männern beliebt. Insgesamt gehen Frauen (27,9 %) häufi ger schwimmen als Männer (21,3 %), wie ABBILDUNG 3.23 zeigt. Schwimmsport und Baden erfreut sich jedoch wie der Radsport auch in allen Bevölkerungsgruppen einer ähnlich hohen Beliebtheit. Am attraktivsten ist diese Sport- und Bewegungsaktivität für Frauen (40,9 %) und Männer (36,1 %) im Alter von 65 bis                  .,!+..,'(( )#(" ' $(,#!- 2(( + $, .(- +#+ 2(( +$, .(- + #+ 2(( + +. (  !+"- $(," ,'- ,$,   !+"- '$-(-0)+- --+&,+.# '-!4+-- (-0$%&.("4+" +.'!+"          "          &# *)+-+- (10 0 ".(",%-$/$-2- (4 ($ $'&&" ' $( ( ., !  unter 75 Jahren sowie für Alleinlebende Senioren (36,9 %). Weniger Bedeutung hat das Schwimmen und Baden hingegen für Personen mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 3.000 Euro und mehr (18 %). Unter den Karlsruherinnen und Karlsruhern nennen 8,7 % das Wandern als eine ihrer drei häufi gsten Sportarten. Nennenswerte Besonderheiten zeigen sich im Bezug auf das Alter – so nimmt die Freude am Wandern mit ansteigendem Lebensalter kontinuierlich zu. Demnach wandern z.B. nur 2,6 % der unter 30-jährigen, jedoch 27,8 % der über 75-jährigen Frauen. Personen mit höherem Einkommen (über 2.000 Euro) nennen das Wandern stärker als Bezieher geringer Einkommen (4,6 % bzw. 8,2 %). Auch von Befragten mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss (10,1 %) wird Wandern vergleichsweise häufi g als eine der drei am häufi gsten ausgeübten Sport- und Bewegungsaktivitäten angeführt. Deutsche ohne Migrationshintergrund (9,5 %) gehen eher wandern als Migrantinnen und Migranten (5,7 %) sowie Nicht-Deutsche (6,6 %).                  .+))*!.(' #+ 2(( + $,.(- + #+ 2(( + $,.(- + #+ +. ( $,.(- + #+ 2(( + +. (  !+"- $(," ,'- ,$,   !+"- '$-(-0)+- --+&,+.# '-!4+-- (-0$%&.("4+" +.'!+"          (        &# *)+-+- (10 0 ".(",%-$/$-2- (4 ($ $'&&" ' $( ( ., ' %#"$&! 40 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 3.5 HÄUFIGKEIT DER SPORT- AUSÜBUNG Die Karlsruherinnen wurden – wie bereits dargestellt – nach drei häufi g ausgeübten sportlichen Aktivitäten befragt. Der Frage, wie regelmäßig und mit welchem zeitlichen Einsatz diese Sporttätigkeiten unternommen werden, wird im Folgenden am Beispiel der jeweils am häufi gsten ausgeübten Sportart nachgegangen. Die zweit- und dritthäufi gsten genannten Sportarten bleiben in dieser Auswertung außer Betracht. 3 WIE OFT ÜBEN SIE DIESE AKTIVITÄT AUS – IM SOMMER UND IM WINTER? Aus ABBILDUNG 3.24 geht hervor, dass im Sommer über die Hälfte (56,7 %) aller sportlich aktiven Karlsruherinnen und Karlsruher mindestens dreimal wöchentlich Sport treiben oder Bewegungsaktivitäten ausüben – davon 11,1 % sogar täglich. Nur 2,5 % der aktiven Befragten betätigen sich seltener als einmal die Woche. Im Winter nimmt die Häufi gkeit der Sportausübung ab. So trainieren insgesamt weniger Karlsruherinnen und Karlsruher dreimal oder häufi ger pro Woche (40,7 %), auch gibt es insgesamt mehr, die sich nur einmal pro Woche (27,8 %) oder seltener sportlich betätigen (7,1 %). Unter den zehn wichtigsten Sportarten im Sommer und im Winter zeigt sich, dass Radsport und Spazierengehen unabhängig von der Jahreszeit meist mehrmals wöchent- lich oder sogar täglich ausgeübt werden: 22,1 % der Rad fahrerinnen und Radfahrer sowie 23 % der Spazier- gängerinnen und Spaziergänger gehen diesen Sportarten im Sommer täglich nach – im Winter sind es 12,7 % bzw. 15,8 %. Mit einer durchschnittlichen Häufi gkeit von 4,3 mal wöchentlich ist das Spazierengehen außerdem neben dem Radsport (durchschnittlich 4,5 mal wöchentlich) die im Sommer am häufi gsten mehrmals wöchentlich ausgeübte Sportart. Im Winter liegt der Durchschnitt bei 3,5 bzw. 3,4 Trainingseinheiten je Woche. Auch das Laufen ist eine Sportart, die im Sommer und im Winter überwiegend mehrmals pro Woche (durchschnittlich 2,8 bzw. 2,3 mal) betrieben wird, selten jedoch täglich (2,9 % bzw. 1,4 % der Befragten). In ABBILDUNG 3.25 sind die Anteile für die Häufi gkeiten der zehn primär ausgeübten Sportarten im Jahreszeiten-Vergleich dargestellt, während die ANHANGTABELLEN 3.40 und 3.41 darüber hinaus die Anteile für die weiteren Sportarten beinhalten und die wöchentlichen Durchschnittswerte darstellen. 3 Die nachfolgende Darstellung der Ergebnisse bezieht sich auf die Frage nach der am häufi gsten ausgeübten Sportart: „Welche Sportarten bzw. Bewegungsaktivitäten üben Sie am häufi gsten aus?“ Fitnesstraining/Kraftsport/Gymnastik wird im Sommer wie im Winter ähnlich häufi g, in der Regel mehrmals pro Woche, jedoch kaum seltener als wöchentlich und nur sehr selten täglich ausgeübt. Im Schnitt wird zwei- bis dreimal wöchentlich im Sommer trainiert. )."    -&'% %    -&'%%   -&'%%    (")$'    !    ( (    ')# )$),%') ))'"('*#)0'))$), !"*$0''*#'   %)0$  (!) + ).)*( )."    -&'% %   -&'%%   -&'%%  (")$'    AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 41 www.karlsruhe.de                                                             +(("4(( *5.,+-/ *!"-* "**&. 06((  %2&)).,+-/ !"* &/*"..-#/.,+-/ 4)*./&' ,5&"-"*$"%"* 0#.,+-/ !.,+-/ /7$(& %  3+ %" 3+ %"3+ %"."(/"*"- .&.    "#-$/")&/*/2+-/ /!/-(.-0%")/#9-/!/"*/2& '(0*$9-$"-0)#-$"   "%   $            $   &"+#/9"*&"!&"."'/&1&/7/0.                                                                    ! Fußball wird im Sommer nicht täglich, sondern in der Regel durchschnittlich zweimal wöchentlich gespielt. Seltener als einmal wöchentlich kicken nur 4,6 % der aktiven Fußballerinnen und Fußballer. Auch im Winter wird mit durchschnittlich 1,9 Trainingseinheiten wöchentlich nahezu genauso oft mit dem Ball trainiert. Schwimmsport üben im Sommer 35,1 % der aktiven Schwimmerinnen und Schwimmer mindestens dreimal wöchentlich aus – darunter 2,3 % täglich. Im Winter sind nur 23,6 % der Befragten mindestens dreimal in der Woche im Wasser. Rund die Hälfte der Karlsruherinnen und Karlsruher (48,8 %) geht im Winter einmal wöchentlich schwimmen oder baden, knapp jeder bzw. jede Zehnte (9,8 %) geht dagegen seltener ins Schwimmbad. 42 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Alle Befragten, die Tennis als ihre am häufi gsten ausgeübte Sportart benannten, trainieren im Sommer mindestens einmal wöchentlich, jedoch niemals täglich. Im Schnitt spielen die Befragten im Sommer etwa zweimal wöchentlich Tennis. Im Winter verläuft das Training weniger dicht getaktet: 63 % der Tennisspielerinnen und -spieler trainiert nur einmal pro Woche, 13 % seltener. Im Schnitt spielen die Befragten im Winter 1,4 mal wöchentlich Tennis. Das Wandern ist eine Sportart, die von zwei Dritteln der aktiven Wanderer einmal wöchentlich oder häufi ger betrieben wird. Im Winter fällt dieser Anteil auf 51,3 % zurück. Erstaun- lich ist der relativ hohe Anteil derer, die im Sommer wie im Winter drei- bis sechsmal wöchentlich wandern gehen (Sommer: 20,5 %; Winter 17,9 %). Dem Tanzsport gehen die Befragten pro Woche im Winter (2,2 mal) geringfügig häufi ger nach als im Sommer (2,1 mal). Etwa ein Viertel (25,7 %) der aktiven Tänzerinnen und -Tänzer begibt sich im Sommer drei- bis sechsmal wöchentlich auf die Tanzfl äche – im Winter sind es 28,6 %. Umgekehrt gehen 2,9 % der Befragten, die Tanzsport als ihre am häufi gsten ausgeübte Sport- und Bewegungsaktivität genannt haben, im Sommer seltener als einmal wöchentlich tanzen – im Winter sind es 5,7 %. Volleyball wird hingegen im Sommer (2,1 mal) häufi ger gespielt als im Winter (1,6 mal) – im Schnitt geschieht dies etwa wöchentlich. Unter den Wochenrhythmus fallen im Sommer wie im Winter nur etwa 3,5 % der aktiven Volleyballerinnen bzw. Volleyballer zurück. Kinder und Jugendliche gehen den für sie wichtigsten zehn Sportaktivitäten noch etwas häufi ger nach als Erwachsene: 60,6 % aller sportlich aktiven Karlsruher Kinder und Jugend lichen üben ihre bevorzugte Sportart mindestens dreimal wöchentlich aus – davon 11,9 % täglich. Wie bei den Erwachsenen nimmt im Winter die Häufi gkeit der Sportausübung leicht ab. Die Ergebnisse sind in ABBILDUNG 3.26 dargestellt. In den einzelnen Sportarten zeigen sich, entsprechend ihrem jeweiligen Charakter, unterschiedliche Regelmäßigkeiten bei der Ausübung. Einen Überblick über die zehn wichtigsten Sportaktivitäten gibt ABBILDUNG 3.27. Eine umfassende Übersicht, auch über weitere Sportarten, enthalten die ANHANGTABELLEN 3.42 und 3.43. Auch bei den Kindern und Jugendlichen steht das Radfahren an vorderster Stelle und bildet die sowohl täglich als auch mehrmals wöchentlich am häufi gsten ausgeübte Sportart: 89,5 % der jugendlichen Befragten fahren im Sommer und 75,5 % im Winter entweder täglich oder drei- bis sechsmal pro Woche Fahrrad. Fußball spielen Kinder und Jugendliche sehr regelmäßig – im Sommer trainieren 6,4 % der fußballaktiven Kinder und Jugendlichen täglich und 70,2 % drei- bis sechsmal pro */#!   .'(&&    .'(&&    .'(&&    )#*%(   "%   $         )!)  (*$!*%*-&(* **(#)(+ $*1(**%*-!"#+%1((+$(!%(+%+%#!  !&*1)*+!)"*!,!*/*+) */#!   .'(&&   .'(&&    .'(&&    )#*%(  !  AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 43 www.karlsruhe.de Woche. Wöchentlich rollt der Ball im Sommer im Schnitt 3,7 mal, im Winter sind es durchschnittlich 2,6 Trainingseinheiten pro Woche. Wie bei den erwachsenen Fußballern auch, nimmt damit im Winter der Anteil der regelmäßig Spielenden deutlich ab. Im Tanzsport sind im Vergleich zu den Erwachsenen kaum jahreszeitlich bedingte Unterschiede festzustellen. Kinder und Jugendliche tanzen sowohl im Sommer als auch im Winter im Durchschnitt zweimal wöchentlich und damit ähnlich häufi g wie die Erwachsenen. Auch das Handballspiel wird im Sommer wie im Winter sehr regelmäßig im Schnitt 2,5 mal wöchentlich ausgeübt – allerdings nicht täglich, aber auch nicht seltener als einmal pro Woche. Kinder und Jugendliche gehen im Sommer, wie Erwachsene auch, besonders häufi g täglich (25,7 %) sowie mehrmals wöchentlich spazieren. Im Schnitt gehen sie dieser Bewe- gungsaktivität im Sommer 4,4 mal und im Winter 3,6 mal wöchentlich nach. Von den Kindern und Jugendlichen gehen 42,4 % im Sommer drei- bis sechsmal pro Woche Schwimmen. Weitere 30,3 % tun dies zweimal pro Woche. Im Winter gehen Kinder und Jugendliche wie Erwachsene seltener regelmäßig ins Schwimmbad. Dennoch sind zusammen 93,7 % der jugendlichen Befragten mindestens einmal wöchentlich im Bad. Kampfsport sowie Fitnesstraining / Kraftsport / Gymnastik werden im Winter hingegen durchschnittlich etwas häufi ger pro Woche ausgeübt als im Sommer. Umgekehrt handelt es sich beim Tennis und Turnsport unter Jugendlichen wiederum eher um Sommersportarten, die im Winter seltener ausgeübt werden. Auf eine ausführliche Betrachtung des Sportverhaltens der einzelnen Befragtengruppen in jeder der zehn wichtigsten Sportarten wird an dieser Stelle verzichtet. In den ANHANG- TABELLEN 3.44 (Sommer) und 3.45 (Winter) ist eine Ge samt- schau der Sporthäufi gkeiten über alle prioritär genannten Sportarten hinweg dargestellt. In den Tabellen werden einige Grundzüge des generellen Sportverhaltens nach Geschlecht, Alter, Haushaltstyp usw. sichtbar. Es wird deutlich, dass Frauen regelmäßiger und häufi ger sportlich aktiv sind als Männer – dies gilt sowohl für den Sommer wie auch den Winter. Als sportlich zurückhaltend zeichnen sich vor allem Männer im Alter zwischen 30 und 45 Jahren ab. Generell sehr aktiv sind Frauen im Alter zwischen 45 und 65 Jahren. Von ihnen treiben 16 % im Sommer sogar täglich Sport und knapp 50 % sind drei- bis sechsmal wöchentlich sportlich aktiv. Unter den Frauen fällt auf, dass die Aktivität mit zunehmendem Alter nicht abnimmt – so treiben 10 % der über 75-Jährigen selbst in diesem hohen Alter im Sommer noch täglich Sport. Als besonders regelmäßig Sporttreibende erweisen sich im Sommer wie im Winter auch die Hausfrauen und -männer, die Alleinerziehenden sowie die Arbeitslosen. Seltener aktiv sind naheliegenderweise ganztags Berufstätige. Unabhängig von den Jahreszeiten bestimmen auch Einkommen und Bildung die Regelmäßigkeit der Sportausübung: Mit zunehmendem Einkommen und höherer Bildung nimmt die Häufi gkeit der Trainingseinheiten ab, was sicherlich mit berufl icher Zeitbelastung zusammenhängt. Gleichlautende Auswertungen unter den Kindern und Jugendlichen zeigen vor allem, dass, im Unterschied zu den Erwachsenen, die männlichen Jugendlichen sowohl im Sommer als auch im Winter häufi ger als die Mädchen regelmäßig sportlich aktiv sind. Die Häufi gkeit der Sportausübung nimmt außerdem bis zum Alter von 18 Jahren zu. In der Erwachsenenbefragung zeigt sich allerdings in der Altersgruppe 18 bis unter 30 Jahren, dass dieser Aktivitätsvorsprung der Männer sich nicht fortsetzt, sondern die Frauen in der Regelmäßigkeit der Sportausübung nach vorne rücken. Unter den Kindern und Jugendlichen ist außerdem festzustellen, dass Deutsche ohne Migrationshintergrund durchweg häufi ger täglich oder mindestens dreimal wöchentlich sportlich aktiv sind als Nichtdeutsche. Die ANHANGTABELLEN 3.46 und 3.47 zeigen die Ergebnisse im Einzelnen. 44 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER                                                               0-*.,+-/ "**&. &/*"..-#/.,+-/ 4)*./&' ),#.,+-/  %2&)).,+-/ !"* ,5&"-"*$"%"* *!(( *5.,+-/ 06(( !.,+-/ /7$(& %  3+ %"3+ %"3+ %"."(/"*"- .&.  "#-$/")&/*/2+-/ /!/-(.-0%")/#9-/!/"*/2& '(0*$9-$"-0)#-$"&*!"-0*!0$"*!(& %"  #&   %            %       &"+#/9./0!&"."'/&1&/7/0.  !                                                            "! AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 45 www.karlsruhe.de 3.6 DAUER DER SPORTAUS- ÜBUNG – LÄNGE EINER TRAININGSEINHEIT Nachfolgendes Kapitel gibt Aufschluss über die Dauer der Sportausübung bzw. über die Länge der Trainingseinheiten. Die Ergebnisse beziehen sich, wie bereits in dem voran- gegangenen Kapitel auch, lediglich auf die Frage nach der am häufi gsten ausgeübten Sportart. WIE LANGE DAUERT JEWEILS EINE TRAININGS-/ ÜBUNGSEINHEIT – IM SOMMER UND IM WINTER? Die Gewohnheiten der Sportausübung variieren innerhalb einer großen Bandbreite. Dies gilt auch für die zeitliche Dauer einer Übungseinheit. Für den Vergleich wurden deshalb Mittelwerte gebildet. Eine Trainings- oder Übungseinheit – betrachtet über alle primär genannten Sportarten hinweg – dauert im Sommer durchschnittlich 80 Minuten – im Winter sind es 66 Minuten. Mit knapp vier bzw. drei Stunden nimmt das Wandern sowohl im Sommer als auch im Winter die meiste Zeit in Anspruch. Beim Volleyball dauert eine durchschnittliche Übungseinheit 120 Minuten. Beim Fußball wird etwa 100 Minuten lang gespielt. Ähnlich liegt der Zeiteinsatz beim Tennis und beim Tanzsport. Bei diesen drei Sportarten fallen die Übungseinheiten im Sommer wie im Winter nahezu gleich lang aus. Anders ist dies beim Spazieren gehen (Sommer: 78 Minuten; Winter: 54 Minuten). Etwas länger als eine Stunde gehen die Karlsruherinnen und Karlsruher im Durchschnitt schwimmen oder baden – Sommer und Winter unterscheiden sich nur wenig. Für Fitnesstraining / Kraftsport / Gymnastik wird in beiden Jahreshälften nahezu gleich viel Zeit aufgewendet (71 bzw. 72 Minuten). Wie beim Spazierengehen und Wandern zeigt sich auch beim Radsport ein deutlicher Sommer-Winter-Unterschied. In der warmen Jahreszeit radeln die Befragten durchschnittlich 69 Minuten bei einer Tour, im Winter dagegen nur 44 Minuten. Im Laufsport bleibt der jahreszeitliche Unterschied dagegen gering: Eine „Laufrunde“ (Trainingseinheit) dauert im Sommer im Durchschnitt 60 Minuten, im Winter ist sie mit 54 Minuten kaum kürzer. Die Angaben zur Dauer einer Übungseinheit für die zehn wichtigsten Sportarten sind ABBILDUNG 3.28 zu entnehmen. Die durchschnittliche Dauer für alle weiteren Sportarten ist in ANHANGTABELLE 3.48 dargestellt. Kinder und Jugendliche haben in ihren bevorzugten Sport arten im Durchschnitt längere Übungseinheiten als Erwachsene. Über alle Sportarten hinweg betrachtet, dauert eine durchschnittliche Trainingseinheit im Sommer 84 Minuten und im Winter 75 Minuten. Der größte zeitliche Einsatz geschieht im Turnsport. Hier verbringen Kinder und Jugendliche im Sommer etwa 115 Minuten pro Einheit – im Winter sind es sogar zehn Minuten mehr. Beim Fußball dauert eine durchschnittliche Übungseinheit wie bei den Erwachsenen etwa 100 Minuten – in der kalten Jahreszeit sind es rund 90 Minuten. Ebenfalls rund 100 Minuten verwenden Kinder und Jugendliche im Sommer durchschnittlich auf Schwimmen und Baden (Winter: 74 Minuten). Ein Handballtraining dauert – unabhängig von der Jahreszeit – 95 Minuten. Ähnlich unbeeinfl usst von Wetter und Temperatur ist der zeitliche Einsatz beim Kampfsport (Sommer: 86 Minuten; Winter 87 Minuten). Für Fitnesstraining/Kraftsport/Gymnastik wenden Kinder und Jugendliche im Winter (79 Minuten) sogar mehr Zeit auf als im Sommer (76 Minuten). Im Tanzsport und Tennis dauert eine Trainingseinheit im Sommer etwas mehr als 70 Minuten, im Winter geringfügig weniger. Wie bei den Erwachsenen zeichnen sich beim Spazieren gehen (Sommer 67 Minuten; Winter 46 Minuten) und beim Radsport (Sommer: 46 Minuten; Winter 37 Minuten) deutliche jahreszeitliche Unterschiede in der Dauer einer Übungseinheit ab. ABBILDUNG 3.29 und ANHANGTABELLE 3.49 zeigen die Ergebnisse. Auch die jeweilige Dauer der Sportausübung kann nach Befragtengruppen aus Platzgründen nur im generellen Überblick über alle primären Sportarten dargestellt werden. Es zeigt sich, dass Männer deutlich längere Trainingszeiten gewohnt sind als Frauen. Mit steigendem Lebensalter verlieren Übungszeiten von mehr als einer Stunde an Bedeutung. Die sichtbaren altersgesteuerten Verhaltensweisen prägen überwiegend auch die Ergebnisse in den übrigen Befragtengruppen. Allerdings ist zu erkennen, dass Spitzenverdiener sich ein größeres Zeitbudget für die Sportausübung gönnen, als Befragte mit geringerem Einkommen. In den Ergebnissen für Mädchen und Jungen unter 18 Jahren wird ebenfalls der höhere Zeiteinsatz der männlichen Befragten sichtbar. Unterschiede zwischen Sommer und Winter sind nicht erkennbar. Alle Angaben können den ANHANGTABELLEN 3.50 und 3.51 (Erwachsene) sowie 3.52 und 3.53 (Kinder und Jugendliche) entnommen werden. 46 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER * !-* +((!2(( 07(( !**%. *3.,+-/ %*.#!.)/ ,3%!-!* %/*!.. -"/.,+-/  .,+-/ $1%)) .,+-/ 0".,+-/                       * !-* +((!2(( 07((!**%.*3.,+-/ %*.#!.)/ ,3%!-!* #!$!* %/*!.. -"/.,+-/ 2)*./%'  .,+-/ $1%)) .,+-/  !* 0".,+-/ %*0/!* +))!-%*/!- %!(*#! 0!-/&!1!%(.!%*!-%*%*#.40*#.!%*$!%/%*%*0/!*    /  /  - /  .%.  !"-#/!)%/*/1+-/ / /-(.-0$!)/"8-/ /!*/1%'(0*#8-#!-0)"-#! ,)"%*"%(&++ &(*$#*!'+ AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 47 www.karlsruhe.de .+(,*)+- .5&& "/#'' ,*)+- (&& '*  ,*)+- #(,!,'- #-(,, + -,*)+- (1 ,*)+- ((#, *1#+( !"( ,*)+-                                .+(,*)+-.5&&"/#'' ,*)+- ( (&&'*  ,*)+- #(,!,'-#-(,, + -,*)+- 0'(,-#% (1 ,*)+- ((#,*1#+( !"( ,*)+- #(.-( )''+#(-+ #&(!.+-$/#&,#(+#(#(!,2.(!,#("#-#(#(.-(         +      +   )    +        ,#,    +!-'#-(-/)+- --+&,+."'- 6+--(-/#%&.(!6+!+.' +!#(+.(.!(&#" (%!&!$"'' "$& &#' 48 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 49 www.karlsruhe.de 4 SPORT- UND BEWEGUNGSRÄUME IN KARLSRUHE 4.1 ORTE DER AUSÜBUNG VON SPORT- UND BEWE- GUNGSAKTIVITÄTEN Das nachfolgende Kapitel gibt Aufschluss darüber, wo die von den Befragten erstgenannten Sportarten bzw. Bewe- gungsaktivitäten ausgeübt werden. Die Ergebnisse zeigen, für welche Sportarten ein weiterer Weg in Kauf genommen wird und umgekehrt, welche Sportarten überwiegend im eigenen Stadtteil betrieben werden (können). WO BETREIBEN SIE DIE GENANNTEN SPORTARTEN/BEWEGUNGSAKTIVITÄTEN? Die überwiegende Mehrheit der Karlsruherinnen und Karls- ruher übt ihre erstbetriebene Sport- bzw. Bewegungs akti- vität im eigenen Stadtteil (62,1 %) aus. Etwa ein Viertel aller Befragten (26,5 %) geht hierfür in einen anderen Stadtteil, 11,4 % der Befragten betreiben ihre primäre Sportart außerhalb Karlsruhes. Kinder und Jugendliche sind weniger mobil, daher hat der eigene Stadtteil als Ort der Sportausübung für sie eine besondere Bedeutung. ABBILDUNG 4.01 zeigt die Ergebnisse im Vergleich. In ABBILDUNG 4.02 sind die Anteile der Befragten dargestellt, die ihren Sport überwiegend im eigenen Stadtteil ausüben. Bei der Betrachtung der räumlichen Verhaltensmuster ist es sinnvoll, sich an dieser Stelle auch die Karlsruher TOP 3 - Sportarten (Radfahren, Laufsport, Spazieren gehen) zu vergegenwärtigen (vgl. Kapitel 3). Es ist naheliegend, dass die meisten Außenstadtteile ihren Bewohnerinnen und Bewohnern in großem Umfang die Voraussetzungen zur Ausübung dieser Sportarten bieten. Die höchsten Anteile erreicht die Sportausübung im eigenen Stadtteil in Stupferich (85 %), Rüppurr (78,9 %), Palmbach (77,8 %), Hohenwettersbach (77,3 %) und Oberreut (76,6 %). Wesentlich eingeschränkter gilt dies für die dicht bebauten Stadtteile des Karlsruher Kernbereichs. Dort fehlen darüber hinaus – aus Platzgründen – ungedeckte Sportanlagen. Insoweit ist es nicht verwunderlich, dass für Befragte dort andere Stadtteile größere Bedeutung für die Sportausübung besitzen. Lediglich die Innenstadt- Ost mit ihrem leichten Zugang zum Schlossgarten und verschiedenen Sportanlagen bietet offenbar hinreichend eigene Sportmöglichkeiten an. Die niedrigen Anteile in Knielingen (56,4 %), Daxlanden (47,1 %), Rintheim (57,5 %) und Wolfartsweier (41,4 %) sind nicht auf den ersten Blick erklärbar. Zu untersuchen wäre u.a., ob z.B. der jeweils eigene Außenraum als schlecht zugänglich wahrgenommen wird oder das Angebot an Sportanlagen unterdurchschnittlich ist. In ANHANGTABELLE 4.01 sind alle Ergebnisse für die Stadtteile dargestellt. Bei Kindern und Jugendlichen fallen die Schwankungen zwischen den Stadtteilen im örtlichen Bezug bei der Sportausübung wesentlich geringer aus. ANHANGTABELLE 4.02 zeigt einen Überblick über die Stadtteile. Für die zehn wichtigsten Erst-Sportarten sind die Orte der Ausübung in ABBILDUNG 4.03 anteilig dargestellt. Dabei zeigt sich, dass Radsport, Laufsport, Spazieren gehen, Fitness/ Kraftsport/Gymnastik und Tennis überwiegend im eigenen Stadtteil betrieben werden. Bei Schwimmsport/Baden, Fußball, Tanzsport und Volleyball spielen andere Karlsruher Stadtteile eine bedeutende Rolle. Lediglich Wandern geschieht überwiegend außerhalb von Karlsruhe. In ANHANGTABELLE 4.03 ist der Raumbezug aller erstgenannten Sportarten dargestellt. Die Ergebnisse zur räumlichen Orientierung der zehn Hauptsportarten der Kinder und Jugendlichen sind ABBILDUNG 4.04 und ANHANGTABELLE 4.04 zu entnehmen. Im Einzelnen sind aus den Antworten der Befragten folgende Verhaltensweisen ablesbar: Radsport wird von 59 % der Befragten überwiegend im eigenen Stadtteil betrieben. Da es sich bei dieser Sport- art jedoch um eine Aktivität handelt, die in der Regel stadtteilübergreifend betrieben wird und sich weniger auf einen bestimmten Ort bezieht, gehen 24,5 % der Befragten dem Radsport auch in einem anderen Stadtteil nach. Ein beachtlich hoher Anteil der Karlsruherinnen und Karlsruher 50 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER (16,6 %) fährt zum Rad fahren regelmäßig in die weitere Umgebung. Von den Kindern und Jugendlichen fahren mehr als vier Fünftel (87,1 %) im eigenen Stadtteil Fahrrad, was dem natürlichen Aktionsraum von Kindern und Jugendlichen entspricht. Beim Laufen ist der Bezug zum eigenen Stadtteil noch größer als beim Radfahren, obwohl es sich ebenfalls um eine raumwirksame Sportart handelt. Da der Aktionsradius in der Regel kleiner als beim Radfahren ist, bleiben beim Laufen auch anteilig mehr Befragte (82,5 %) innerhalb der eigenen Stadtteilgrenzen. Nur 13,7 % der Läuferinnen und Läufer üben diese Sportart überwiegend in einem anderen Stadtteil aus und gerade 3,8 % von ihnen trainieren außerhalb Karlsruhes. Nahezu gleichlautend verhalten sich die Befragten, die Spazieren gehen. Diese wird von Kindern und Jugendlichen noch häufi ger im eigenen Stadtteil ausgeübt als von Erwachsenen. Auch dem Fitnesstraining/Kraftsport/Gymnastik gehen die meisten Befragten überwiegend im eigenen Stadtteil (60,1 %) nach. Etwa ein Drittel der Befragten begibt sich in einen anderen Stadtteil (36 %). Außerhalb Karlsruhes sind nur 4 % der Befragten aktiv. Für 71 % der Kinder und Jugendlichen hat der eigene Stadtteil Vorrang. Zum Schwimmen und Baden orientieren sich die Befragten zwar in hohem Maße im eigenen Stadtteil (44,6 %), besuchen jedoch – entsprechend der Standorte der Bäder – genauso oft einen anderen Stadtteil (45,3 %). Immerhin jede bzw. jeder Zehnte bevorzugt Badegelegenheiten außerhalb Karlsruhes (10,1 %). Die Antworten der Kinder und Jugendlichen unterscheiden sich kaum. Fußball spielen 46,5 % der Erwachsenen überwiegend in einem anderen Stadtteil und nur 40,4 % in räumlicher Nähe ihres Zuhauses. Immerhin 13,2 % der volljährigen Befragten sucht zum Fußballspielen eine Sportstätte außerhalb Karlsruhes auf. Ganz anders fallen die Ergebnisse bei den Kindern und Jugendlichen aus: 72,7 % der unter 18-Jährigen kicken im eigenen Stadtteil, gerade 23,8 % nehmen hierfür den Weg in einen anderen Stadtteil auf sich und lediglich 3,5 % spielen jenseits der Stadtgrenze Fußball. Tennis wird überwiegend im eigenen Stadtteil (57,9 %) gespielt. Rund ein Drittel der erwachsenen Befragten sucht hierfür Sportanlagen in einem anderen Stadtteil (31,6 %) auf und jede bzw. jeder Zehnte (10,5  %) verlässt Karlsruhe zum Tennisspielen. Bei Kindern und Jugendlichen ist der Anteil der im eigenen Stadtteil Spielenden mit 50 % etwas geringer. Kinder und Jugendliche nehmen demnach häufi ger als Erwachsene einen längeren Weg für das (kinderbezogene) Tennistraining in Kauf. 0', $ $# $# ))) "  0', $ $ $#$'$ ))) "   0', $*-'"+%$ '"('*   ( (     ')# )$),%') ))'"('*#)0'))$), !"*$0''*#'     $ %)' $  $$$)$&%')')$,*$(!) + ).)$ !" ! 0', $ $# $# ))) "  0', $ $ $# $'$))) "  0', $*-'" +%$'"('*    !#  #  AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 51 www.karlsruhe.de ABB 4.02 ORTSBEZUG DER SPORTAUSÜBUNG - ANTEIL DER BEFRAGTEN, DIE SPORT- UND BEWEGUNGS- AKTIVITÄTEN ÜBERWIEGEND IM EIGENEN STADTTEIL AUSÜBEN Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Bürgerumfrage 2013 unter 60% Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach* 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden Anteil Sport/Bewegung überwiegend im eigenen Stadtteil 60% bis unter 70% 70% und mehr 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 Karlsruher Durchschnitt: 62,1% Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze * keine Angabe möglich, Datenbasis zu gering 52 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Wandern ist naheliegenderweise eine Sportart, der überwiegend außerhalb Karlsruhes (80,4 %) nachgegangen wird. Dennoch bietet sich auch in vielen Stadtteilen die Möglichkeit für kleinere Wanderungen entlang der Alb oder an Wiesen und Feldern. Immerhin knapp jede bzw. jeder fünfte aktive Wandernde (19,5 %) fi ndet in Karlsruhe hierzu Gelegenheit – darunter viele sogar im eigenen Stadtteil (13 %). Tanzen ist eine Sportart, die überwiegend in einem anderen Stadtteil (56,8 %) stattfi ndet und seltener in unmittelbarer Nähe des Zuhauses (29,7 %). Dies gilt inicht für Kinder und Jugendliche. Volleyball wird ebenfalls häufi ger in einem anderen Stadtteil (56,7 %) gespielt als im eigenen (36,7 %). Angebote außerhalb Karlsruhes spielen allerdings eine geringe Rolle (6,7 %) Zu den primär ausgeübten Sportaktivitäten der Kinder und Jugendlichen zählen des weiteren Handball, Kampfsport sowie Turnsport. Alle drei Sportarten werden überwiegend im eigenen Stadtteil ausgeübt. In einer zusammenfassenden Betrachtung der räumlichen Orientierung über alle genannten primären Sportarten hinweg werden einige grundlegende Verhaltensweisen der einzelnen Befragtengruppen deutlich. Frauen (68,4 %) betätigen sich häufi ger im eigenen Stadtteil als Männer (56,2 %). Als besonders mobil in der Sportausübung                                                             +(("3(( *4.,+-/ *!"-* "**&. 05((  %2&)).,+-/!"* &/*"..-#/.,+-/3)*./&' ,4&"-"*$"%"* 0#.,+-/ !.,+-/ 8"-2&"$"*!&*)"&*")/!//"&(8"-2&"$"*!&*"&*")*!"-"*/!//"&(8"-2&"$"*!05"-%(1+*-(.-0%" .&.   "#-$/")&/*/2+-/ /!/-(.-0%")/#8-/!/"*/2& '(0*$8-$"-0)#-$"              +"/-"&"*&"!&"$"***/"*,+-/-/"*"2"$0*$.'/&1&/6/"* AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 53 www.karlsruhe.de                                                    0-*.,+-/ "**&. &/*"..-#/.,+-/3)*./&' ),#.,+-/  %2&)).,+-/!"* ,4&"-"*$"%"* *!(( *4.,+-/ 05(( !.,+-/ 8"-2&"$"*!&*)"&*")/!//"&(8"-2&"$"*!&*"&*")*!"-"*/!//"&(8"-2&"$"*!05"-%(1+*-(.-0%" .&.  "#-$/")&/*/2+-/ /!/-(.-0%")/#8-/!/"*/2& '(0*$8-$"-0)#-$"&*!"-0*!0$"*!(& %"              +"/-"&./0!&"$"***/"*,+-/-/"*"2"$0*$.'/&1&/6/"* erweisen sich die 30- bis unter 45-jährigen Männer sowie (meist studentische) Wohngemeinschaften. Grundsätzlich legen Singlehaushalte weniger Wert auf räumliche Nähe der Sportausübung als Zwei- oder Mehrpersonenhaushalte. Umso wichtiger ist die räumliche Nähe der Sportausübung für Familien mit Kindern und Hausfrauen bzw. Hausmännern. Nichtdeutschen (69 %) ist der eigene Stadtteil als Ort der Sportausübung außerdem wichtiger als Deutschen (61,1 %). Je höher der Bildungsabschluss und das Einkommen, desto höher ist auch die Mobilität im Sport bzw. die Bereitschaft, außerhalb des eigenen Stadtteils sportlich aktiv zu sein. In den ABBILDUNGEN 4.05 bis 4.07 sind die Ergebnisse für einige ausgewählte Personengruppen dargestellt. Nähere Details sind ANHANGTABELLE 4.05 zu entnehmen. In den Ergebnissen der Kinder und Jugendlichen in ANHANGTABELLE 4.06 zeigt sich, dass der Aktionsradius von der Minderjährigen mit dem Alter zunimmt: Ab 15 Jahren orientieren sich Jugendliche häufi ger auch außerhalb des Stadtteils. 54 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER                    -+ *--+&'' ("'!&#'+" ,' -+%0'#+" -,+" 0''* #+-',* "* /#%#" &0''%#"  *!,#'+!+&, 2*/#!'#&#!'',,,#% +#+    *!,&#,',/(*, ,,*%+*-"&, 2*,,',/#$%-'!2*!*-& *!                (,*#'##!''',')(*,*,'/!-'!+$,#.#,0,'                   ,!&/!&1) !&&,!&/!&1) /!&)1//  '01.!&,!&/!&1).#'$# #)/!&1) /!&)1// '00)#.##'$# ,)(/1-0,+"#./!&1) (#'+ /!&)1// #$.%0#'+/%#/*0 6 #.3'#%#+"'*#'%#+#+0"00#') /'/ #$.%0#*'0+03,.0 0"0.)/.1&#*0$6.0"0#+03'!()1+%6.%#.1*$.%#           , #0.#' #+'#"'#%#+++0#+-,.0.0#+#3#%1+%/(0'2'040#+ 4.2 GENUTZTE SPORTSTÄTTEN Zur Ausübung der Sport- und Bewegungsaktivität bieten sich je nach Sportart und in Abhängigkeit von der Jahreszeit unterschiedliche konkrete Orte an. Neben klassischen Sportanlagen wie Turn- und Sporthallen, Gymnastikräumen, Sportplätzen, Sondersportanlagen etc. können auch Grünanlagen, Wälder, Wege, Straßen oder offene Gewässer als Ort zur Ausübung der Aktivitäten dienen. WO ÜBEN SIE DIESE SPORTARTEN/ BEWEGUNGSAKTIVITÄTEN AUS? Betrachtet man die erstgenannten Sportarten 1 zusammen- gefasst im Überblick, so werden diese im Sommer vor allem im Park, im Wald oder auf Wegen (62,9 %) betrieben. Als Bewegungsraum für sportliche Aktivitäten dient darüber hinaus häufi g auch die Straße (40,9 %). Mit deutlichem Abstand folgt das Fitness-Studio, das von 13,7 % der Befrag- ten im Rahmen der Sportausübung genutzt wird. Im Sommer 1 Die nachfolgende Darstellung der Ergebnisse bezieht sich auf die Frage nach der am häufi gsten ausgeübten Sportart: „Welche Sportarten bzw. Bewegungsaktivitäten üben Sie am häufi gsten aus?“              *'%%& *$#'  (*$)' *'%%&  (*$)' *'%%& *$)' *'%%& ') $((#) /', $ # $$))) " ( (   ')# )$),%') ))'"('*#)/'))$), !"*$/''*#'          %)' $  $$$)$&%')')$,*$(!) + )-)$ AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 55 www.karlsruhe.de gehen die Befragten ihren Sport- und Bewegungsaktivitäten häufi g auch zuhause (11,4 %) nach. In Turn- und Sporthallen trainieren 9,9 % der Befragten, weitere 9,7 % gehen ihren Sportaktivitäten auf Sportplätzen nach. Offene Gewässer oder Flüsse (8,1 %) und Sondersportanlagen (7,2 %) nutzen weniger als ein Zehntel der Befragten als Ort zur Ausübung von Sport und Bewegung. Freizeitspielfelder wie Bolz-, Skate- oder Spielplatz (6,2 %) liegen etwa gleich auf wie Freibäder (5,4 %) oder Gymnastikräume (5,3 %). Hallenbäder sind für 4,2 % der Befragten Orte ihrer primären Sportausübung. ABBILDUNG 4.08 zeigt die Orte der Sportausübung im Sommer und Winter. Im Winter gewinnen überdachte Sportstätten wie Fitness- Studios, Turn- und Sporthallen, Hallenbäder, Gymnastikräume aber auch das Zuhause als Ort zur Ausübung der Sport- und Bewegungsaktivität an Bedeutung hinzu, während umgekehrt Örtlichkeiten oder Sportstätten im Freien an Bedeutung verlieren. Dennoch bleiben auch im Winter Parkanlagen, Wälder und Wege sowie Straßen die am häufi gsten genutzte Sportstätten. Auch bei den Kindern und Jugendlichen gewinnen überdachte Sportstätten im Winter an Bedeutung. Im Vergleich zu den Erwachsenen fällt auf, dass Kinder und Jugendliche häufi ger klassische Sportstätten aufsuchen als Erwachsene. So werden zwar auch von den Kindern und Jugendlichen im Sommer „Park, Wald, Wege“ (32,9 %) am häufi gsten im Rahmen der Ausübung von Sport- und Bewegungsaktivitäten genutzt, dennoch erhalten Sportplätze (31 %), Turn- und Sporthallen (28,4 %) sowie Freizeitspielfelder bei den Kindern und &  "$&$'%D'!("!%#"$&!&(&B&! %" $ +55/7,+. @67+;<34:+=6 :/3,+. :/3A/3<;93/50/5.A85A%4+</%93/595+<A %87./:;98:<+75+1/A&/773;$/3<95+<A "00/7/;/?F;;/:5=;; %98:<95+<A &=:7=7.%98:<2+55/ *=2+=;/ 3<7/;;%<=.38 %<:+E/ #+:4)+5.)/1/                                           +55/7,+. @67+;<34:+=6 :/3,+. :/3A/3<;93/50/5.A85A%4+</%93/595+<A %87./:;98:<+75+1/A&/773;$/3<95+<A "00/7/;/?F;;/:5=;; %98:<95+<A &=:7=7.%98:<2+55/ *=2+=;/ 3<7/;;%<=.38 %<:+E/ #+:4)+5.)/1/ !"  #"  /2:0+-27/77=71/7?+:/76H153-2.+2/:%=66/71:HE/:+5;  +;3;    /0:+1</63<7<?8:< %<+.<+:5;:=2/6<0I:%<+.</7<?3-45=71I:1/:=60:+1/    &    $      )8I,/7%3/.3/;/%98:<+:</7/?/1=71;+4<3>3<F</7+=; 56 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Jugend lichen insgesamt deutlich höhere Gewichte. Im Winter werden Turn- und Sporthallen sogar häufi ger im Rahmen der Sportausübung genutzt als Parkanlagen, Wälder oder Wege. ABBILDUNG 4.09 sowie ANHANGTABELLE 4.07 und 4.08 zeigen die Orte der Ausübung von sportlichen Aktivitäten im Sommer und Winter für die Teilgruppe Kinder und Jugendliche. Klassische Sportstätten wie Turn- und Sporthallen, Sportplätze, Sondersportanlagen und Freizeitspielfelder werden häufi ger von Männern und von jüngeren Befragten zu Zwecken der Sportausübung aufgesucht als von Frauen und älteren Menschen. Dies hängt wesentlich auch mit der dort betrie- benen Sportaktivität zusammen. So werden Turn- und Sporthallen überwiegend im Rahmen des Volleyballtrainings genutzt, Sportplätze und Freizeitspielfelder für das Fußball- training und Sondersportanlagen zum Tennis spielen. Dies sind alles Sportarten, die in hohem Maße von jüngeren Männern praktiziert werden. Parkanlagen, Wälder und Wege werden von allen Befragten- gruppen in ähnlich hohem Maße zur Sportausübung – über- wiegend im Rahmen des Rad- und Laufsports sowie zu zum Spazierengehen und Wandern – frequentiert. Die Straße als Bewegungsraum nutzen Männer und Frauen ähnlich stark. Tendenziell bewegen sich jüngere Befragte häufi ger im Rahmen ihrer Sport ausübung auf Straßen als ältere. Die Straße als Bewegungsraum wird überwiegend zum Radfahren aber auch zum Spazieren gehen genutzt. Das Fitnessstudio wird von jüngeren Befragten und Befragten mit höherem Einkommen stärker frequentiert als von den anderen Befragtengruppen. Naheliegenderweise geht man dort überwiegend dem Fitnesstraining, Kraftsport und Gymnastikangeboten nach. -61)55!67(-2 :01%56-.4%70 %//)1&%( 4)-&%( **)1)5)9=55)4/755 !21()453246%1/%+);")11-5 )-63/%6; $7,%75) 4)-;)-653-)/*)/(;2/;!.%6)!3-)/3/%6; "74171(!3246,%//) !64%<) !32463/%6; %4.#%/(#)+)                                            -61)55!67(-2 :01%56-.4%70 %//)1&%( 4)-&%( **)1)5)9=55)4/755 !21()453246%1/%+);")11-5 )-63/%6; $7,%75) 4)-;)-653-)/*)/(;2/;!.%6)!3-)/3/%6; "74171(!3246,%//) !64%<) !32463/%6; %4.#%/(#)+) #!!$  "%$ ),4*%',1)1171+)19%4)10?+/-',(%,)4!700)1+4?<)4%/5  %5-5  )*4%+6)0-6169246 !6%(6%4/547,)06*@4!6%(6)169-'./71+@4+)470*4%+)-1()471(7+)1(/-',)    (   &         #2@&567(-)5)!3246%46)1)9)+71+5%.6-8-6=6)1%75 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 57 www.karlsruhe.de Freibäder und Hallenbäder werden von Frauen etwas häufi ger besucht als von Männern und zwar naheliegenderweise hauptsächlich zum baden und schwimmen. In Freibädern, die überwiegend von jüngeren Befragten besucht werden, wird gelegentlich auch Volleyball und Fußball gespielt. Gymnastikräume werden sehr viel häufi ger von Frauen – überwiegend im Alter von 45 Jahren und älter – im Rahmen ihrer Sportausübung aufgesucht als von Männern. Die dort primär betriebenen Sportaktivitäten sind Tanzsport, Fitnesstraining, Kraftsport und Gymnastik. Ein Überblick über die Nutzergruppen der verschiedenen Sportstätten zeigen ANHANGTABELLEN 4.09 und 4.10. ABBILDUNG 4.10 veranschaulicht grafi sch die wesentlichen Orte der Sportausübung im Bezug auf die dort primär betriebenen Aktivitäten. Aus der Stadtteilübersicht der ANHANGTABELLEN 4.11 und 4.12 geht hervor, dass in Stadtteilen, in denen bestimmte Sportinfrastruktureinrichtungen vorhanden sind, diese in der Regel auch häufi ger aufgesucht werden. Zu nennen ist hier beispielsweise das Wolfartsweierer Freibad oder das Fächerbad im Nordosten der Stadt.              $3- "$.' "(*( 53$;( ,50(44 56',1 #6 +$64( 63060' 2135+$..( 2135 2.$5: ))(0(4 (8<44(3 .644 10'(342135 $0.$*(: (00,4 (,52.$5: 3(,:(,5 42,(.)(.' :1.: -$5( 2,(.2.$5: 3(,%$' 9/0$45,- 3$6/ $..(0 %$' $'42135 $6)42135 2$:,(3(0*(+(0 ,50(4453$,0,0* 3$)5421359/0$45,- &+8,//42135$'(0 6;%$.. (00,4 "$0'(30 $0:42135 !1..(9%$..  %,4  05(,.('(37(34&+,('(0(035(%(,'(364?%60*'(3 12 34542135$35(0 (+3)$&+0(0060*(08$3(0/>*.,&+  %,4   %,4  $4,4  ()3$*5(/,5058135 5$'5$3.436+(/5)?35$'5(058,&-.60*?3*(36/)3$*( 12 '(3(345 *(0$005(02135$35(0 35('(32135 $64?%60*,/ 1//(3 58 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 59 www.karlsruhe.de WER ORGANISIERT DIE VON IHNEN AM HÄUFIGSTEN AUSGEÜBTE SPORTART BZW. BEWEGUNGSAKTIVITÄT? Der größte Anteil der sportlich Aktiven organisiert die von ihnen am häufi gsten ausgeübte Sport- und Bewe gungs- aktivität selbst, entweder auf frei zugänglichen Anlagen wie öffentliche Straßen und Wege, Bolzplätze, Parkanlagen etc. (69,6 %) oder auf Anlagen gegen Entgelt, wie beispielsweise in Schwimmbädern (15,8 %). Nicht selbst organisierte Angebote von Sportvereinen nutzen 18 % der sportlich Aktiven, 13,4 % nehmen das Angebot eines kommerziellen Anbieters (z.B. Fitness-Studio) wahr. Auf weitere Anbieter wie Hochschule, Schule, Krankenkassen, Volkshochschule und sonstige Organisationen entfallen jeweils unter vier Prozent der am häufi gsten ausgeübten Sportaktivitäten (vgl. ABBILDUNG 5.01). 5 ANBIETER VON SPORT- UND BEWEGUNGSAKTIVITÄTEN              .+*1(.#(1#(3+% 0!-*%-*!11% .#(1#(3+%#(3+%1-'%".2%),!-62!'1"%20)%" .-12)'%0'!-)1!2).-6%20)%"*)0#(+)#(%)-0)#(23-' .,,%06)%++%-")%2%06)2-%1123$). %+"12.0'!-)1)%02!3&-+!'%-'%'%--2'%+26%--)1(!++%!$"%13#( /.024%0%)- %+"12.0'!-)1)%02!3&&0%)63'8-'+)#(%--+!'%-6/0)4!2%0 !+$+!3& %(0&!#(-%--3-'%-5!0%-,:'+)#($!(%03,,%-'0:7%0!+1  !1)1  %&0!'2%,)2-25.02 2!$2!0+103(%,2&;02!$2%-25)#*+3-';0'%03,&0!'%             %0.0'!-)1)%02$)%1%*2)4)282%- 60 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Auffällig ist, dass Männer ihrer häufi gsten Sportaktivität eher bei Sportvereinen nachgehen (21,2 %) als Frauen (14,5 %). In besonderem Maße gilt dies für Männer zwischen 18 und 30 Jahre (26,5 %, vgl. ANHANGTABELLE 5.01). Ausländische Befragte treiben eher selten Sport im Sportverein (10,3 %). Eine Differenzierung der Anbieter nach Sportarten zeigt, dass vor allem die häufi gsten Bewegungsaktivitäten Radfahren, Laufsport/Joggen und Spazieren gehen sowie das Wandern ganz überwiegend selbst organisiert auf frei zugänglichen Anlagen ausgeübt werden (vgl. ANHANGTABELLE 5.02). Überwiegend in Vereinen werden dagegen Ballsportarten, Kampfsport und Tanzen betrieben. Kinder und Jugendliche gehen ihrer Hauptsportart vor allem bei Sportvereinen nach (52,9 %), gefolgt von selbst organisierten Aktivitäten auf frei zugänglichen Anlagen (44,7 %). Dies zeigt ABBILDUNG 5.02. Ebenfalls relevante Größenordnungen entfallen auf kommerzielle Anbieter (6,3 %), Schulen oder Hochschulen (6,0 %) sowie entgelt- pfl ichtige Anlagen wie beispielsweise Schwimmbäder (5,0 %). Bei Schulen ist der reguläre Sportunterricht nicht enthalten, gemeint sind vielmehr Aktivitäten im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften oder Angebote im Ganztagsbetrieb. Die Ergebnisse für Kinder und Jugendliche sind in den ANHANGTABELLEN 5.03 und 5.04 enthalten. $  $"% #! "$$%$=$       6'30+30'77+ %4107.4).7).91+ #4378/-+ 6-'3/7'8/43<+86/+(0/6).1/).+/36/).893- #+1(7846-'3/7/+68'9,31'-+3-+-+338-+18<$+33/7.'11+'*(+79). 4).7).91+#).91+73-+(48+/2'3<8'-7(+86/+( 422+6</+11+3(/+8+6</83+77#89*/4 #+1(7846-'3/7/+68'9,,6+/<9-@3-1/).+331'-+3<56/:'8+6&'1*1'9, #5468:+6+/3              6'30+30'77+ %4107.4).7).91+ #4378/-+ 6-'3/7'8/43<+86/+(0/6).1/).+/36/).893- #+1(7846-'3/7/+68'9,31'-+3-+-+338-+18<$+33/7.'11+'*(+79). 4).7).91+#).91+73-+(48+/2'3<8'-7(+86/+( 422+6</+11+3(/+8+6</83+77#89*/4 #+1(7846-'3/7/+68'9,,6+/<9-@3-1/).+331'-+3<56/:'8+6&'1*1'9, #5468:+6+/3 +.6,').3+3393-+3;'6+32B-1/).*'.+6#922+3-6B?+6'17  '7/7+,6'-8+2/838;468 #8'*8'61769.+28,C6#8'*8+38;/)0193-C6-+692,6'-+/3*+693*9-+3*1/).+                    &+646-'3/7/+68*/+7+08/:/8@8+3 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 61 www.karlsruhe.de BESUCHEN SIE EIN SPORT-, FITNESS- ODER BODYBUILDINGSTUDIO? ABBILDUNG 5.03 zeigt, dass der Anteil an den Erwachsenen, die ein Sport-, Fitness- oder Bodybuildingstudio besuchen, sich gegenüber der letzten Befragung im Jahr 2000 von 10,2 % auf 27,0 % mehr fast verdreifacht hat. Befragte mit höheren Pro-Kopf-Einkommen gehen eher in ein Fitnessstudio. Überdurchschnittlich vertreten sind außerdem jüngere Singles und ausländische Befragte, während Haushalte mit Kindern seltener zum Kundenkreis der Studios gehören. Frauen (27,8 %) und Männer (26,5 %) besuchen in nahezu gleichem Maße ein Fitnessstudio (vgl. ANHANGTABELLE 5.05). Bei Kindern und Jugendlichen spielen Fitnessstudios eine geringere Rolle: Nur 10,6 % der Kinder und Jugendlichen besuchen ein Studio. Allerdings gibt es hier eine deutliche Altersdifferenzierung, wie ABBILDUNG 5.04 zeigt: Während bei Jungen und Mädchen unter 15 Jahren das Thema Fitnessstudio nahezu vernachlässigbar ist, liegt der Anteil bei den 15- bis unter 18-Jährigen mit 21,5 % bei den männlichen Jugendlichen und 16,8 % bei den weiblichen wesentlich höher. Der Anteil der Studio-Besucherinnen und -Besucher ist unter Jugendlichen mit Migrationshintergrund oder ausländischem Pass höher als bei deutschen Jugendlichen ohne Migrationshintergrund. ANHANGTABELLE 5.06 zeigt die Ergebnisse im Einzelnen.   !$&!#"% !"&$$'"                 /,**+" /) (!$, /-'3) %-$ %)#'!/-$'.!  /).!,  $,!) (%'%!)(%. %) !,) /).!, $,!) 2/(!,#'!%$ !",#.!%)-#!-(. !",#.!%)-#!-(. -%-    !",#.!(%.).0*,. . .,'-,/$!(."5,. .!).0%&'/)#5,#!,/(",#!                   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Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Jahr 2000 auch Jugendliche im Alter von 15 bis unter 18 Jahren mit ihrer überdurchschnittlich hohen Vereinsmitgliedschaft befragt wurden, Personen über 75 Jahre dagegen nicht. Wenn man auch in der aktuellen Befragung die 15- bis unter 75-Jährigen betrachtet, liegt der Anteil der Sportvereinsmitglieder in der Karlsruher Bevölkerung aktuell sogar bei 36,6 %. Der Organisationsgrad von ausländischen Befragten ist unterdurchschnittlich (18,7 %). Befragte mit einem ge- wichteten Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.000 Euro pro Kopf sind etwas seltener Mitglied in einem Sportverein (28,1 %), während alle weiteren Einkommensklassen etwa durchschnittlich vertreten sind. ANHANGTABELLE 6.01 zeigt die Ergebnisse im Detail. Auffällig ist, dass Männer (38,6 %) in deutlich höherem Maße in Sportvereinen organisiert sind als Frauen (27,9 %). Dieser Abstand ist in allen Altersgruppen festzustellen. Lediglich in der Gruppe der 75- bis unter 90-Jährigen fällt er etwas geringer aus – wie aus ANHANGTABELLE 6.01 und ABBILDUNG 6.02 hervorgeht. Auch Seniorinnen und Senioren verfügen relativ häufi g über eine Mitgliedschaft. Unter Kindern und Jugendlichen sind nach eigenen An ga- ben fast drei Viertel (73,4 %, dies entspricht hochgerechnet etwa 13.000 Personen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren) Mitglied in einem Sport verein, Jungen häufi ger (79,3 %) als 6 VEREINSSPORT Mädchen (67,7 %). Die ABBILDUNG zeigt darüber hinaus, dass der Anteil der Vereinsmitglieder mit fortschreitendem Alter der Jugendlichen rückläufi g ist: Während in der Altersgruppe zwischen 10 und 15 Jahren noch 78,3 % der Befragten Mitgliedschaften angeben, liegt ihr Anteil unter den 15- bis unter 18-Jährigen bei 67,7 %. In dieser Altersgruppe gewinnt zunehmend der Besuch eines Bodybuilding- oder Fitness-Studios an Bedeutung, wie in Kapitel 5 zu lesen ist (vgl. ABBILDUNG 5.04). Ausländische Kinder und Jugendliche sind unterdurchschnittlich in Sportvereinen organisiert (55,4 %), wie ABBILDUNG 6.03 zeigt. Alle Ergebnisse zur Sportvereinsmitgliedschaft von Kindern und Jugendlichen sind in ANHANGTABELLE 6.02 dargestellt. Eine Vereinsmitgliedschaft sagt noch nichts über die persönlichen sportlichen Aktivitäten im Verein aus. Diese wurden in einer weiteren Frage ermittelt WIE OFT TREIBEN SIE AKTIV IM VEREIN SPORT? Die überwiegende Mehrzahl der in Sportvereinen organisierten Erwachsenen treibt auch regelmäßig einmal pro Woche (39,5 %) oder sogar zweimal und häufi ger (32,9 %) im Verein Sport (vgl. ABBILDUNG 6.04). Insgesamt betätigen sich damit 72,4 % der Mitglieder regelmäßig mindestens einmal pro Woche sportlich in Vereinen. Unregelmäßig, seltener als einmal pro Woche, sind 14,3 % der Mitglieder sportlich im Verein aktiv. Zurzeit nicht aktiv sind lediglich 13,3 %. Wie oben dargestellt haben Männer eher eine Mitgliedschaft in einem Sportverein inne als Frauen, allerdings ist unter den Männern auch der Anteil an passiven Mitgliedern mit 14,5 % höher als bei Frauen (10,9 %). Regelmäßig mindestens einmal wöchentlich treiben 75,5 % der weiblichen Mitglieder im Verein Sport und 70,6 % der männlichen Mitglieder. Der im Vergleich zu den Frauen höhere Anteil passiver Mitglieder bei den Männern zieht sich durch alle Altersgruppen (vgl. ANHANGTABELLE 6.03). Andererseits ist der Anteil, der häufi ger Aktiven (mindestens zweimal pro Woche) unter Männern mit 33,9 % etwas höher als unter Frauen (31,3 %). 64 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER               .(- +  5)*! .,&2($,# 0 $&$# '2((&$# 1.' +"& $#  !+"- $(," ,'-   !+"- $(," ,'-  !+"- $'&- +/)( $,.(- +#+ ( ,$,     !+"- '$-(-0)+- --+&,+.# '-!4+-- (-0$%&.("4+" +.'!+"               $($ $-"&$ $( $( '*)+-/ + $(                             "*,&+)!) "*,&+) !) "*,&+) !) "*,&+) !) "*,&+) !)  "*,&+)!) 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ANHANGTABELLE 6.04). ) $%21"  ) $%21"  ,&) $%21"  0,)"+&"!+ %,!*+"*-))!'&2''%$# %,!*+"*-))!'.!$%$# $"*,$('+#$',!*"*-' 0,)"+&"!+   ) $%21"  %"&/()' '!   ) $%21"  %"&/()' '!    /  1             "'++)"*+,#+"-"%)"&(')+ ,&) $%21"  .&" )$*/()' '!   *"* ) +%"+&+.')+ ++)$*),!%+4)++&+."#$,& 4) ),%) "&),&, &$"!                  *("-$ ( *)(# )  ') %$( $)''*$ *)(%$  ') %$( $)''*$ , "  #-$$"   $'*$ *$"  $((#)                  ()* )"  $ $#&%')+' $ ( ( ')# )$),%') ))'"('*#)/'))$), !"*$/''*#' $'*$*$"  &!"/. "#,%&$ $   &!"/. "#,%&$ $   -)&(#(                  ''  &#'"(!&"(#(+$&( ((&!'&)"(1&((#(+ !)#1&&)"& $((&# (*"&#%$&( )#&!"/.+#& !',%&$$    66 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 6.2 BEWERTUNG SPEZIFI- SCHER EIGENSCHAFTEN DER SPORTVEREINE Im Folgenden geht es um das Bild, das sich die Karlsruher Bevölkerung von den Karlsruher Sportvereinen und ihren Angeboten macht. Um dies zu beleuchten, wurden die Befragten gebeten, verschiedene Aussagen als ihrer Ansicht nach zutreffend oder eher nicht zutreffend zu bewerten. Dabei zeigte sich, dass erhebliche Teile der Bevölkerung keine Angaben machen können (Antwort: „weiß nicht“), weil ihnen nähere Kenntnis des Sachverhalts fehlt. BITTE GEBEN SIE ZU JEDER DER FOLGENDEN AUSSAGEN ZU DEN KARLSRUHER SPORTVEREINEN AN, INWIEWEIT SIE IHRER ANSICHT NACH ZUTRIFFT BZW. NICHT ZUTRIFFT. Die höchste Zustimmung erhält die Aussage „Im Verein werden Kinder und Jugendliche gefördert“: Zusammen 49,5 % der Befragten halten diese Aussage für zutreffend (36,8 %) oder sogar für völlig zutreffend (12,7 %). 11,2 % bewerten diese Aussage als teilweise zutreffend, nur 1,2 % als nicht zutreffend und 0,2 % als gar nicht zutreffend (vgl. ABBILDUNG 6.06). Insgesamt 37,8 % der Befragten können sich nicht äußern („weiß nicht“). Eine aus den Bewertungen aller Befragten zusammengefasste durchschnittliche Zustim- mungsziffer ergibt einen Wert von 47 auf einer Skala zwischen 0 (=trifft gar nicht zu) und 100 (=trifft völlig zu                                                                       10!(!*01* $31$/"9. !.1*# !.,+.02!.!%*! %!51*#/(!%0!.%**!*1* 51*#/(!%0!. %)!.!%*/%* #10-1(%"%4%!.0 %!,+.02!.!%*!%*"+.)%!.!*#10;!. %$.!*#!+0! ,+.00.!%!*%)!.!%*%/0,.!%/3!.0 ),+.02!.!%*#%0!/!%* 2%!(/!%0%#!/*#!+0 !/0!51*#/4!%0!*/%* !%*$0!%( )!.!%*//,+.0 !.!%*! %!*!* !.*0!#.0%+*((!. !29('!.1*#/#.1,,!* )!.!%*3!. !*%* !.1* 1#!* (%$!#!"9. !.0 0.%""029((%#410.%""0410!%(/0!%(/0.%""0*%$0410.%""0#.*%$0413!%8*%$0             %00!#!!*%!41&! !. !."+(#!* !*1//#!*41 !*.(/.1$!.,+.02!.!%*!**%*3%!3!%0/%!$.!.*/%$0*$410.%""043*%$0410.%""0 /%/  !".#0!)%0*03+.0 0 0.(/.1$!)0";.0 0!*03%'(1*#;.#!.1)".#! AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 67 www.karlsruhe.de und alle Befragten antworten). Diese positive Beurteilung der Rolle von Sportvereinen bei der Förderung von Kindern und Jugendlichen wird von Männern und Frauen aller Alters gruppen geteilt. Besonders Familien mit Kindern (59) und Alleinerziehende (65) würdigen die positive Rolle der Sportvereine für Kinder, wie aus ANHANGTABELLE 6.05 hervorgeht. Ebenfalls recht hoch ist die Zustimmung zu der Aus sage „Sportvereine dienen der Integration aller Bevölkerungs- gruppen“, die 12,3 % der Befragten für völlig zutreffend halten und weitere 34,6 % für zutreffend. Fast genau so viele (34,4 %) antworten dagegen mit „weiß nicht“. Insgesamt ergibt sich für die positive integrationsfördernde Funktion der Vereine eine Zustimmungsziffer von 46. Eine höhere Zustimmung kommt aus den Altersgruppen 45 bis unter 65 Jahre (53/50) sowie von Familien (52) und Alleinerziehenden mit Kindern (57). Unter Vereinsmitgliedern beträgt die durchschnittliche Bewertungsziffer sogar 61, unter Nichtmitgliedern 42. Dies zeigt ANHANGTABELLE 6.06. Die Aussage „Feste Übungszeiten sind ein Nachteil am Vereinssport“ halten 45,3 % der Befragten für zutreffend (31,9 %) oder völlig zutreffend (13,4 %). Allerdings bewerten auch insgesamt 7,9 % der Befragten die Aussage „Feste Übungszeiten sind ein Nachteil des Vereinssports“ als nicht (6,2 %) oder gar nicht (1,7 %) zutreffend, so dass die Bewertungsziffer insgesamt bei 46 liegt. Etwas mehr als ein Viertel der Befragten gibt kein Urteil ab („weiß nicht“: 28 %). Frauen (48) empfi nden feste Trainingszeiten offensichtlich eher als nachteilig als Männer (45). Zusammenhänge mit der Kindererziehung deuten sich in der Altersspanne der Frauen zwischen 30 und 65 Jahren an und werden auch bei den Alleinerziehenden (61) bzw. den Familien (55) sichtbar. In ANHANGTABELLE 6.07 sind alle Einzelergebnisse enthalten. „Im Sportverein gibt es ein vielseitiges Angebot“ – diese Aussage wird von 44,4 % der Befragten als zutreffend eingeschätzt: 9,1 % bezeichnen sie als völlig zutreffend, 35,3 % als zutreffend. Mit „weiß nicht“ votieren 36,1 % der Karlsruherinnen und Karlsruher. Die Zustimmungsziffer liegt insgesamt bei 44. Auch hier ist die Zustimmung der Haushalte mit Kindern überdurchschnittlich. Auch Vereinsmitglieder (64) stimmen stärker zu als Nichtmitglieder (39), was aus ANHANGTABELLE 6.08 hervorgeht. Dass „Sport treiben im Verein preiswert sei“, fi nden 7,9 % der Befragten völlig zutreffend, 24,3 % zutreffend; teils, teils meinen 24 %. Da 7 % die Vereine nicht und 1,5 % gar nicht preiswert fi nden und mehr als ein Drittel der Karlsruherinnen und Karlsruher (35,3 %) die Frage nicht beantworten konnte, liegt die Zustimmungsziffer bei dieser Aussage insgesamt bei 37. Wiederum zeigt sich, dass Haushalte mit Kindern (Bewertungsziffer: 45) die Aussage stärker unterstützen. Auch Befragte mit höherem Pro-Kopf-Einkommen sehen Sport im Verein eher als preiswert an (vgl. ANHANGTABELLE 6.09). Mitglieder (55) fi nden Vereinssport eher preiswert als Nichtmitglieder (31). Nur zurückhaltende Akzeptanz mit einer Zustimmungsziffer von insgesamt 35 fi ndet die Aussage, die Sportvereine informierten gut über ihre Angebote: Dabei bewerten 30,3 % der Befragten die Aussage als zutreffend (25,4 %) oder völlig zutreffend (4,9 %). Teils, teils sagen 24,9 %. Lediglich 8,6 % fi nden diese Aussage nicht zutreffend und 2,0 % gar nicht zutreffend. Gar nicht zu diesem Thema äußern konnten sich 34,2 % der Befragten („weiß nicht“). Besonders Jüngere, aber auch Befragte mit höherer Bildung und Nichtmitglieder sind weniger zufrieden mit dem Informationsverhalten der Vereine. Das zeigt ANHANGTABELLE 6.10. Mehr als die Hälfte der Befragten können zur Aussage „Übungsleiterinnen und Übungsleiter im Verein sind gut qualifi ziert“ nicht Stellung nehmen („weiß nicht“: 51,6 %). Für 5,5 % trifft die Aussage völlig zu, 21,7 % stimmen zu und 19,5 % votieren mit teils, teils. Insgesamt ergibt sich daraus eine durchschnittliche Zustimmungsziffer von 31. Eine Differenzierung nach Sportvereinsmitgliedern und Be- frag ten ohne Mitgliedschaft zeigt zum einen, dass die Mehr zahl der Nichtmitglieder diese Aussage gar nicht be- werten kann und daher kein Votum abgegeben hat. Nicht- mitglieder, die hierzu Position bezogen haben, beurteilen die Qualifi kation der Übungsleiterinnen und Übungsleiter kritischer (Bewertungsziffer 23) als Mitglieder (54), wie der ANHANGTABELLE 6.11 zu entnehmen ist. Positivere Antworten kommen wiederum von Haushalten mit Kindern (40). Den Satz „Die Talent- und Nachwuchsförderung seitens der Sportvereine ist gut“, beurteilen 4,2 % der Karlsruherinnen und Karlsruher als völlig zutreffend, 20,7 % als zutreffend. Dagegen können 56,2 % der Befragten hierzu nicht Stellung nehmen („weiß nicht“). Die durchschnittliche Bewertungsziffer beträgt 27. Besonders Seniorinnen und Senioren halten Vereine in diesem Punkt für kompetent, ebenso die Vereins- mitglieder (40). ANHANGTABELLE 6.12 zeigt die Ergebnisse im Einzelnen. 68 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 6.3 BEVORZUGTE SCHWER - PUNKTE DER SPORT VEREINSARBEIT In einer weiteren Frage konnten die Karlsruherinnen und Karlsruher mögliche Schwerpunkte von Vereinsarbeit in Sportvereinen bewerten. Zur Beantwortung bedurfte es auch hier einer gewissen Nähe zum Thema, so dass viele eher vereinsferne Befragte jeweils mit „weiß nicht“ antworteten. Die „weiß nicht“-Anteile erreichen über alle Teilfragen hinweg meist etwa ein Drittel der Befragten. FÜR WIE WICHTIG HALTEN SIE FOLGENDE DENKBARE SCHWERPUNKTE DER SPORTVEREINSARBEIT IN KARLSRUHE? ABBILDUNG 6.07 zeigt die Bewertung der abgefragten denkbaren Schwerpunkte der Vereinsarbeit. Sehr wichtig ist den Befragten der Ausbau der Kinder- und Jugendarbeit, den 27,9 % für sehr wichtig und 36,5 % für wichtig halten. Eine auf Basis der Bewertungen aller Befragten zusammengefasste Bewertungsziffer ergibt für die Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit einen Wert von 59 auf einer Skala von 0 (=völlig unwichtig) bis 100 (=sehr wichtig und alle Befragten antworten). Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren lassen diesem Schwerpunkt besonders hohe Bedeutung (73) zukommen (vgl. ANHANGTABELLE 6.13). Ebenfalls ein hohes Gewicht messen die Befragten dem Ausbau von Angeboten im Gesundheitssport zu. Dieses Thema halten 22,8 % für sehr wichtig und 38,8 % für wichtig. Die Gesamtbewertungsziffer liegt bei 57. Frauen ist dieser Schwerpunkt mit einer Ziffer von 63 noch wichtiger als Männern (53). Dies gilt für alle Altersgruppen unter 65 Jahren. Auch für Vereinsmitglieder hat der Gesundheitssport erhöhte Bedeutung (64 - vgl. ANHANGTABELLE 6.14). Eine verstärkte Zusammenarbeit der Sportvereine mit anderen Organisationen wie Schulen oder Krankenkassen hat für mehr als die Hälfte der Befragten ebenfalls eine hohe Priorität. Das unterstreichen die Anteile für „sehr wichtig“ (20,7 %) und „wichtig“ (37,1 %). Die Bewertungsziffer erreicht insgesamt 55. Auch diesen Aspekt gewichten Frauen (59) höher als Männer (52) wie ANHANGTABELLE 6.15 zeigt. Bedeutsam ist dieser Punkt bei den unter 65-Jährigen, weniger bei den Senioren. Auch Familien (63) und Alleinerziehende (72) halten die Kooperation für ein besonders wichtiges Thema. Nahezu ebenso wichtig ist den Befragten der Ausbau von Kursangeboten auch für Nichtmitglieder („sehr wichtig“ 19,1 %; „wichtig“ 36,8 %). Mit mittlerer Wichtigkeit versehen die Karlsruherinnen und Karlsruher den Ausbau von Angeboten für Senioren („sehr wichtig“ 15,6 %; „wichtig“ 36,1 %), eine verbesserte Qualifi zierung ehrenamtlicher Übungsleiter („sehr wichtig“ 15,6 %; „wichtig“ 35,2 %), eine stärkere Orientierung der Vereinsangebote am Freizeitsport („sehr wichtig“ 12,9 %; „wichtig“ 34,9 %), den Ausbau der Talent- und Nachwuchsförderung („sehr wichtig“ 15,1 %; „wichtig“ 31,2 %), die stärkere Zusammenarbeit der Sportvereine („sehr wichtig“ 12,3 %; „wichtig“ 33 %), die Integration von neuen Sportarten in das Vereinsangebot („sehr wichtig“ 10,8 %; „wichtig“ 31 %) und den Ausbau von Angeboten für Frauen („sehr wichtig“ 12,6 %; „wichtig“ 28,1 %). Dieser Punkt erfährt von Frauen einen deutlich erhöhten Zuspruch (Bewertungsziffer insg. 43; Frauen 54). Die Beschäftigung von hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern halten 11,2 % für sehr wichtig und 26 % für wichtig. Am unteren Ende der Wichtigkeitsskala stehen die Schwerpunkte „Ausbau von Angeboten am Vormittag oder am frühen Nachmittag“ („sehr wichtig“ 7,6 %; „wichtig“ 20,2 %), „Zusammenschlüsse von Sportvereinen“ („sehr wichtig“ 5,6 %; „wichtig“ 13,1 %) und die „stärkere Orientierung am Wettkampf- und Spitzensport“ („sehr wichtig“ 3,5 %; „wichtig“ 10,3 %). Der Ausbau von Angeboten am Vormittag oder am frühen Nachmittag ist Hausfrauen und -männern (54) deutlich wichtiger als dem Durchschnitt aller Befragten (36) und Frauen (39) wichtiger als Männern (32). Befürworter einer stärkeren Orientierung am Wettkampf- und Spitzensport fi nden sich noch am ehesten unter Sportvereinsmitgliedern (Bewertungsziffer 38; insges. 29). Dennoch überwiegt auch unter ihnen eine insgesamt nachrangige Einschätzung. Alle Detailergebnisse zu den bewerteten Schwerpunkten der Sportvereinsarbeit sind in den ANHANGTABELLEN 6.13 bis 6.27 enthalten. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 69 www.karlsruhe.de                                                                                                                                  4=2,'2'2+'/4+'25/)#.!'44,#.1(5/&1+48'/31024 "53#..'/3%*-@33'60/10246'2'+/'/ 53$#5&'2/)'$04'#. 02.+44#)(2@*'/#%*.+44#) '3%*=(4+)5/)60/*#514#.4-+%*'/+4#2$'+4'2/ 53$#560//)'$04'/(@22#5'/ /4')2#4+0/60//'5'/1024#24'/+/&#3 '2'+/3#/)'$04 53$#5&'2"53#..'/#2$'+4&'210246'2'+/' 53$#5&'2#-'/45/&#%*75%*3(?2&'25/) 4=2,'2'2+'/4+'25/)&'2 '2'+/3#/)'$04'#.2'+8'+431024 '2$'33'25/)&'25#-+(+,#4+0/'*2'/#.4-+%*'29$5/)3-'+4'2 53$#560//)'$04'/(@2'/+02'/ 53$#560/523#/)'$04'/#5%*(@2+%*4.+4)-+'&'2 53$#5&'2"53#..'/#2$'+4.+42)#/+3#4+0/'/7+'8%*5-'/ 2#/,'/,#33'/'4% 53$#560//)'$04'/+.'35/&*'+4331024 53$#5&'2+/&'25/&5)'/&#2$'+4 3'*27+%*4+)7+%*4+)4'+-34'+-37'/+)'27+%*4+)6?--+)5/7+%*4+)7'+</+%*4                @27+'7+%*4+)*#-4'/+'(0-)'/&'&'/,$#2'%*7'215/,4'&'210246'2'+/3#2$'+4+/#2-325*' #3+3  '(2#)4'.+4/47024 4#&4#2-325*'.4(@24#&4'/47+%,-5/)@2)'25.(2#)'  70 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 71 www.karlsruhe.de Das folgende Kapitel untersucht das Badeverhalten der Karlsruherinnen und Karlsruher mit Schwerpunkt auf den städtischen Hallen- und Freibädern. Die zu diesem Thema gestellten Fragen wurden in Abstimmung mit den städtischen Bäderbetrieben entwickelt. 7.1 HÄUFIG BESUCHTE BÄDER Nachfolgend wird zunächst die Frage der Häufi gkeit von Besuchen einzelner Karlsruher Hallen- und Freibäder nachgegangen sowie dem Besuch von Freizeit- und Welnessbädern außerhalb Karlsruhes. WIE HÄUFIG SUCHEN SIE IM ALLGEMEINEN FOLGENDE HALLENBÄDER AUF? Insgesamt geben 15,7 % der befragten Erwachsenen an, nie eines der angegebenen Hallenbäder in Karlsruhe oder ein Bad außerhalb Karlsruhes zu besuchen. Das bedeutet, dass dieser Personenkreis grundsätzlich nicht in einem Hallenbad schwimmen geht. Unter Seniorinnen und Senioren ist der Anteil derjenigen, die nie ein Hallenbad besuchen, mit 27,1 % überdurchschnittlich hoch, unter Haushalten mit Kindern mit nur 5,8 % dagegen sehr niedrig. Die folgenden Ausführungen beziehen sich ausschließlich auf Befragte, die überhaupt Hallenbäder besuchen. ABBILDUNG 7.01 zeigt, dass die erwachsenen Befragten das Fächerbad am häufi gsten von allen Karlsruher Hallenbädern aufsuchen: Insgesamt ein Fünftel (21,4 %) geht nach eigenen Angaben wenigstens alle zwei bis drei Monate im Fächerbad schwimmen, darunter gehen 5,8 % ein- bis dreimal pro Monat und 4,6 % sogar einmal oder mehrmals pro Woche. Das Fächerbad ist bei Männern und Frauen aller Altersgruppen beliebt, wie ANHANGTABELLE 7.01 zeigt. Regelmäßige Badegäste sind besonders Befragte aus der Waldstadt, aus Rintheim und Hagsfeld, aber auch aus der Innenstadt-Ost und der Oststadt. Auch Hallenbäder außerhalb von Karlsruhe werden regelmäßig von den befragten Karlsruherinnen und Karlsruhern auf- gesucht: 3,5 % gehen mindestens einmal wöchentlich in einem Hallenbad außerhalb Karlsruhes schwimmen, 6,3 % ein- bis dreimal pro Monat und 11,5 % alle zwei bis drei Monate. Insgesamt besuchen damit 21,4 % regelmäßig mindestens alle zwei bis drei Monate ein Hallenbad außerhalb Karlsruhes. Vor allem ältere Menschen sind regelmäßige Gäste in Hallenbädern außerhalb Karlsruhes (vgl. ANHANGTABELLE 7.02). Von allen Befragten besuchen 7 % ausschließlich Hallenbäder außerhalb Karlsruhes, aber keines im Stadtgebiet. Das Europabad erfreut sich ebenfalls recht großer Beliebtheit: 1,8 % der Befragten besuchen das Europabad mindestens einmal wöchentlich, 5,2 % ein- bis dreimal pro Monat. Überdurchschnittlich hoch aber ist beim Europabad vor allem die Zahl der gelegentlichen Besucher, die alle zwei bis drei Monate (13,5 %) oder seltener (30,7 %) kommen. Somit gehen 51,2 % der Befragten mit unterschiedlicher Häufi gkeit ins Europabad, der höchste Wert aller Karlsruher Bäder. Unter den Haushalten mit Kindern besucht sogar 67 % mindestens unregelmäßig das Europabad (vgl. ANHANGTABELLE 7.03). Auch wenn der Einzugsbereich des Europabades gesamtstädtisch ist und über die Stadtgrenzen hinausreicht, wird es verstärkt aus den Stadtteilen Oberreut, Grünwinkel, Südwest- und Weststadt sowie Beiertheim-Bulach frequentiert. Die Therme Vierordtbad wird von 1,6 % der Befragten mindestens einmal wöchentlich und von 3,5 % ein- bis dreimal pro Monat aufgesucht. Alle zwei bis drei Monate kommen 8,7 %, seltener 19,4 %. Auch im Vierordtbad sind unter den Badegästen die Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Süd- und Südweststadt überdurchschnittlich vertreten. Beim Weiherhofbad ist der Anteil der mindestens wöchentlichen Badegäste mit 2,3 % etwas höher als beim Vierordtbad. Ein- bis dreimal pro Monat kommen 2,9 %, alle zwei bis drei Monate 3,3 % und seltener 12,9 %. In der Besucherstruktur ist als Haupteinzugsbereich eindeutig Durlach mit den Höhenstadtteilen auszumachen. Adolf-Ehrmann-Bad, Oberwaldbad und Hallenbad Grötzingen ziehen auf gesamtstädtische Ebene nur einen vergleichsweise geringen Anteil von Befragten an (vgl. ABBILDUNG 7.01), obwohl sie in ihrem engeren Einzugsbereich durchaus guten Zuspruch fi nden. 7 BADEN UND SCHWIMMEN 72 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER ABBILDUNG 7.02 zeigt, dass Kinder und Jugendliche häufi ger schwimmen gehen als Erwachsene und zudem bei der Auswahl der Hallenbäder andere Präferenzen haben: Am häufi gsten gehen Kinder und Jugendliche im Europabad schwimmen, das von 4,2 % der Befragten nach eigenen Angaben mindestens einmal pro Woche aufgesucht wird, 10 % der Kinder und Jugendlichen gehen ein- bis dreimal im Monat dorthin. Alle zwei bis drei Monate besuchen knapp ein Drittel der 10- bis unter 18-Jährigen das Europabad, seltener 45,1 %. Nur 9,1 % der Kinder und Jugendlichen gibt an, nie ins Europabad zu gehen. Auch Hallenbäder außerhalb Karlsruhes werden regelmäßig von Kindern und Jugendlichen aus Karlsruhe aufgesucht: 3 % der Karlsruher Kinder und Jugendlichen gehen mindestens einmal wöchentlich in einem Hallenbad jenseits der Stadtgrenzen schwimmen, 9,5 % ein- bis dreimal im Monat. Knapp ein Drittel der jugendlichen Befragten (31,7 %) gibt an, nie ein Bad außerhalb Karlsruhes aufzusuchen.                                     $..(0%$'3<58,0*(0 %(37$.'%$' =' '1.)+3/$00$'(63(65 #(,+(3+1)%$'63.$&+ !+(3/(",(313'5%$' ='7(4545$'5 6312$%$' ='7(4545$'5 (,0$..(0%$'$69(3+$.%$3.436+(4 :&+(3%$'#$.'45$'5$*4)(.' (,0/$.1'(3/(+3/$.4231#1&+((,0%,4'3(,/$.23110$5$..(87(,%,4'3(,10$5(4(.5(0(3              #,(+:6),*46&+(0 ,(,/..*(/(,0(0)1.*(0'($..(0%:'(3$6) $4,4  ()3$*5(/,5057135 5$'5$3.436+(/5)=3 5$'5(057,&-.60*=3*(36/)3$*( Regelmäßig mindestens einmal wöchentlich schwimmende Kinder und Jugendliche bevorzugen das Fächerbad: 4,6 % der Kinder und Jugendlichen gehen dort mindestens einmal pro Woche schwimmen. Ein- bis dreimal im Monat besuchen 7,5 % das Fächerbad. Beim Weiherhofbad und mehr noch bei den weiteren abgefragten Bädern wird der vorwiegend lokale Einzugsbereich auch bei den Kindern und Jugendlichen deutlich: Von allen in der Gesamtstadt befragten Kindern und Jugendlichen gehen 71,2 % nie ins Weiherhofbad. Beim Hallenbad Grötzingen, dem Oberwaldbad und dem Vierordtbad liegt dieser Anteil mit 84 % bis 86 % noch deut- lich höher. Nur 2,5 % aller jugendlichen Befragten haben angegeben, nie ein Hallenbad aufzusuchen. Mehrheitlich handelt es sich dabei um Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren. Da Freibäder und Baggerseen in erster Linie im Sommer genutzt werden, wurde ihre Besuchshäufi gkeit in der Freibadsaison abgefragt. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 73 www.karlsruhe.de                                      !+(3/(",(313'5%$' ='7(4545$'5 %(37$.'%$' =' $..(0%$'3<58,0*(0 '1.)+3/$00$'(63(65 #(,+(3+1)%$'63.$&+ :&+(3%$'#$.'45$'5$*4)(.' (,0$..(0%$'$69(3+$.%$3.436+(4 6312$%$' ='7(4545$'5 (,0/$.1'(3/(+3/$.4231#1&+((,0%,4'3(,/$.23110$5$..(87(,%,4'3(,10$5(4(.5(0(3                  #,(+:6),**(+456,/..*(/(,0(0,0)1.*(0'($..(0%:'(3 $4,4()3$*5(/,5057135 5$'5$3.436+(/5)=3 5$'5(057,&-.60*  =3*(36/)3$*(,0'(360'6*(0'.,&+(  74 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER                                         + $)&!+-,/ $ + + $.1 +#&+&,+.# , .+' +" + $5**.++ )(( ( # $(,-+(** (/4+- "" +, $(+&,+.# ) + $''&( $('&) +' #+'&,*+))# $($,+ $'&*+))(-&& 0/ $$,+ $)(- , &- ( +                  $ #2.!$",.# ($ $( ++ $,$,)($'&&" ' $( (!)&" (  " & " (# $- (.! ,$,  !+"- '$-(-/)+- --+&,+.# '-!5+-- (-/$%&.("5+" +.'!+"  WIE HÄUFIG SUCHEN SIE IN DER FREIBADSAISON IM ALLGEMEINEN FOLGENDE BADEGELEGENHEITEN AUF? Im Sommer spielt der Besuch von Baggerseen in Karlsruhe oder im Umland bei den Erwachsenen eine herausragende Rolle, wie ABBILDUNG 7.03 zeigt. 13,1 % der Befragten gehen mindestens einmal wöchentlich an einen Baggersee, 18,9 % ein- bis dreimal im Monat. Weitere 10,1 % suchen alle zwei bis drei Monate einen Baggersee auf, 19 % seltener und 38,9 % nie. Baggerseen sind vor allem bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 30 Jahren äußerst beliebt, wie der ANHANGTABELLE 7.17 zu entnehmen ist. In dieser Altersgruppe gehen 50 % mindestens einmal pro Monat an den Baggersee, während es im Durchschnitt aller Altersgruppen 32 % sind. Unter den Freibädern erhält das Rheinstrandbad Rappenwört den stärksten Zuspruch: 6,5 % der befragten Erwachsenen besuchen Rappenwört einmal pro Woche oder häufi ger, weitere 11,6 % ein- bis dreimal im Monat. Etwa ein Zehntel (10,2 %) geht im Sommer alle zwei bis drei Monate nach AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 75 www.karlsruhe.de Rappenwört, 22,7 % seltener. Knapp die Hälfte der Befragten (49 %) gibt an, nie das Rheinstrandbad Rappenwört zu nutzen. Besonders beliebt ist das Bad bei Haushalten mit Kindern unter 18 Jahren, wie ANHANGTABELLE 7.18 zeigt. Während Baggerseen von erwachsenen Frauen und Männern etwa gleich häufi g aufgesucht werden, gehen Frauen deutlich häufi ger nach Rappenwört (wie auch in alle anderen Freibäder) als Männer. Ein wesentlicher Grund hierfür dürfte sein, dass Mütter häufi ger mit ihren Kindern ins Freibad gehen als Väter. Auch das Sonnenbad wird von vielen Befragten regelmäßig aufgesucht: 5,6 % gehen mindestens einmal wöchentlich hier schwimmen, 7,3 % ein- bis dreimal im Monat. Ähnlich häufi g wird das Freibad Rüppurr genutzt: 4,9 % gehen hier mindestens einmal pro Woche baden, 7,9 % ein- bis dreimal pro Monat. Rüppurr erhält ähnlich wie Rappenwört einen überdurchschnittlichen Zuspruch von Haushalten mit Kindern unter 18 Jahren (vgl. ANHANGTABELLE 7.20). Bezüglich der Besuchshäufi gkeit folgen das Turmbergbad (4 % mindestens einmal pro Woche; 5,9 % ein- bis dreimal monatlich), Freibäder außerhalb Karlsruhes (2,7 %; 6,3 %) und das Freibad Wolfartsweier (1,8 %; 2,3 %). Das „Wölfl e“ wird allerdings auch von 87,1 % der befragten Erwachsenen nie aufgesucht. Alle Detailergebnisse zur Besuchshäufi gkeit der Erwachsenen in Freibädern sind den ANHANGTABELLEN 7.17 bis 7.23 zu entnehmen. Stärker noch als bei den Hallenbädern zeigt sich bei den Freibädern, dass Kinder und Jugendliche diese häufi ger besuchen und, wie ABBILDUNG 7.04 entnommen werden kann, andere Bäder bevorzugt frequentieren als Erwachsene: Bei Kindern und Jugendlichen hat eindeutig das Rheinstrandbad Rappenwört die Nase vorn, wo im Sommer nach eigenen Angaben ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen (20,2 %) mindestens einmal pro Woche baden geht. Ein Viertel (25,3 %) geht ein- bis dreimal pro Monat nach Rappenwört, 13,9 % alle zwei bis drei Monate und 20,3 % seltener. Nur ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen (20,3 %) gibt an, nie das Rheinstrandbad zu besuchen. An zweiter Stelle stehen im Sommer die Baggerseen in Karlsruhe und Umgebung: Hier gehen 15,3 % der Kinder und Jugendlichen einmal pro Woche oder häufi ger baden, 18,4 % ein- bis dreimal pro Monat. Baggerseen sind vor allem bei älteren Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren beliebt (vgl. ANHANGTABELLE 7.25). Bei Kindern und Jugendlichen äußerst beliebt ist auch das Freibad Rüppurr, das 15 % mindestens einmal pro Woche aufsuchen und 12,5 % ein- bis dreimal pro Monat. Im Gegensatz zu den Baggerseen gehen in Rüppurr vor allem Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren deutlich häufi ger baden als ältere Jugendliche (vgl. ANHANGTABELLE 7.26). Ein Freibad außerhalb Karlsruhes besuchen 7,8 % der Karlsruher Kinder und Jugendlichen mindestens einmal pro Woche und 12,9 % ein- bis dreimal pro Monat. Im Turmbergbad gehen 8,8 % mindestens wöchentlich, weitere 8,8 % ein- bis dreimal monatlich baden, im Sonnenbad 6,9 % wöchentlich und 8,2 % ein- bis dreimal monatlich. Das Freibad Wolfartsweier ist gesamtstädtisch weniger ein Anziehungspunkt von Kindern und Jugendlichen (3,1 % wöchentlich, 2,2 % ein- bis dreimal pro Monat). Die Besuchshäufi gkeit von Kindern und Jugendlichen in einzelnen Freibädern ist in den ANHANGTABELLEN 7.24 bis 7.30 dargestellt. In einer weiteren Frage wurde die Besuchsintensität der Freizeitbäder und Thermen in der Umgebung Karlsruhes abgefragt. WELCHE DER FOLGENDEN BÄDER AUSSERHALB KARLSRUHES HABEN SIE IM LETZTEN JAHR BESUCHT? Mehr als zwei Drittel (70 %) der befragten Erwachsenen haben im letzten Jahr keines der abgefragten Freizeit- und Wellnessbäder besucht (vgl. ABBILDUNG 7.05). 17,4 % der Befragten waren in den letzten 12 Monaten nach eigenen Angaben in der Caracalla Therme in Baden-Baden. In der Rotherma in Rotenfels waren 8,2 % der Erwachsenen, im La Ola in Landau 7,9 % und im Miramare in Weinheim 4,8 %. Ebenfalls abgefragt wurde das Aquadrom in Hockenheim (3,2 %) und die Badewelt Sinsheim (2,3 %). ANHANGTABELLE 7.31 zeigt, dass die Caracalla Therme häufi ger von Befragten mit höherem Pro-Kopf-Einkommen aufgesucht wurde. Demgegenüber waren Befragte mit niedrigerem Pro-Kopf-Einkommen überdurchschnittlich im La Ola und im Aquadrom vertreten. La Ola und Aquadrom sowie auch das Miramare in Weinheim wurden zudem eher von Haushalten mit Kindern als von Haushalten ohne Kinder frequentiert. 76 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Auch unter den befragten Kindern und Jugendlichen haben mehr als zwei Drittel (71,5 %) im vergangenen Jahr keines der abgefragten Freizeit- und Wellnessbäder außerhalb Karlsruhes besucht (vgl. ABBILDUNG 7.05). Anders als bei den Erwachsenen steht allerdings bei Kindern und Jugendlichen an erster Stelle das La Ola (19,8 %), gefolgt vom Aquadrom und Miramare mit jeweils 8,2 %, während die Caracalla Therme mit 3,9 % erst an vierter Stelle folgt. Auch die Rotherma (3,3 %) spielt bei Kindern und Jugendlichen im Gegensatz zu den Erwachsenen eine untergeordnete Rolle; die Badewelt Sinsheim wird kaum besucht (1,7 %).                                                 ,!% *'",.-0!%!, *))!) /,(!,# ,!% /2!,$','-,/$!- ,!% 6++/,, ##!,-!!%),'-,/$!* !,%( (') $!%)-.,)  ++!)05,. !%)('* !,(!$,('-+,**$!!%)%- ,!%('+,**).''!10!%%- ,!%*).!-!'.!)!,                    %!$3/"%#!-/$-./%) !,,!% -%-*)%(''#!(!%)!)"*'#!) ! !#!'!#!)$!%.!) -%-  !",#.!(%.).0*,. . .,'-,/$!(."6,. .!).0%&'/)#6,#!,/(",#!%) !,/) /#!) '%$! AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 77 www.karlsruhe.de                           !$%4%+2)-1(%), /3!$0.,.#*%-(%), )0!,!0% %)-(%), !+!!-$!3 .2(%0,!.2%-&%+1 !0!#!++!!$%-!$%- %)-%1$%0'%-!--2%- ), !%*#(# &("#)+("+$#("'&!%#      -         %+#(%$%0&.+'%-$%-7$%0!36%0(!+"!0+103(%1(!"%-)%(!123),+%252%-!(0"%13#(2  %(0&!#(-%--3-'%-4!0%-,9'+)#($!(%03,,%-'096%0!+1  !1)1   %&0!'2%,)2-24.02 2!$2!0+103(%,2&:02!$2%-24)#*+3-':0'%03,&0!'%  78 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER #'+,' ().'#!)  &")%*#' #*/,/.#+,''   &")%*/.# #*/,-#)+,''   &")%*-#)+,''             *#*    )!+&#+'+.()+ ++)%*),"&+ 2)++'+.#$%,'!2)!),& )!  ''#*-('"''&"0, #!*+'*,"+%%'#')%*),", *,"'3.#%'!%#'#'#'&+!#')!%()+ #'+,' ().'#!)   &")%*#' #*/,/.#+,''   &")%*/.# #*/,-#)+,''   &")%*-#)+,''    !  7.2 AUFENTHALTSDAUER IM HALLENBAD Neben der Besuchshäufi gkeit wurden die Bürgerinnen und Bürger auch gefragt, wie lange sie bei einem Besuch in dem von ihnen präferierten Hallenbad unter der Woche bzw. am Wochenende üblicherweise bleiben. WENN SIE DAS VON IHNEN AM HÄUFIGSTEN BESUCHTE HALLENBAD IN KARLSRUHE AUFSUCHEN – WIE LANGE BLEIBEN SIE AN EINEM BADETAG IN DER REGEL DORT? ABBILDUNG 7.06 zeigt, dass fast die Hälfte (47,4 %) der Erwachsenen unter der Woche zwischen einer und zwei Stunden bei einem Besuch in „ihrem“ Hallenbad bleibt. Knapp ein Drittel (31,1 %) hält sich zwischen zwei und vier Stunden im Schwimmbad auf. Bis zu einer Stunde bleiben 17,8 % der Befragten, mehr als vier Stunden nur 3,7 %. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von Erwachsenen bei einem Badbesuch liegt unter der Woche bei 2,3 Stunden. Am Wochenende verschiebt sich das Spektrum naheliegender Weise in Richtung längerer Aufenthaltsdauer, sodass hier 13,5 % der Erwachsenen ihren Badbesuch auf über vier Stunden ausdehnen, nur 7,2 % bleiben eine Stunde oder kürzer. Die durchschnittliche Besuchsdauer der Erwachsenen beträgt am Wochenende 3,2 Stunden. Länger halten sich Kinder und Jugendliche im Hallenbad auf, wie ABBILDUNG 7.07 zeigt: Fast die Hälfte der Kinder und Jugendlichen (46,1 %), die unter der Woche ein Hallenbad besuchen, halten sich zwischen zwei und vier Stunden dort auf, ein starkes Drittel (37,2 %) zwischen einer und zwei Stunden. 11,7 % bleiben eine Stunde oder weniger, 5 % über vier Stunden. Die durchschnittliche Verweildauer der Kinder und Jugendlichen liegt unter der Woche bei 2,7 Stunden. Das Wochenende nutzen auch Kinder und Jugendliche für längere Besuche im Schwimmbad und bleiben durchschnittlich vier Stunden im Hallenbad. Detaillierte Ergebnisse zur Aufenthaltsdauer von Erwachsenen sowie von Kindern und Jugendlichen im Schwimmbad sind den ANHANGTABELLEN 7.33 bis 7.36 zu entnehmen. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 79 www.karlsruhe.de #'+,' ().'#!)  &")%*#' #*/,/.#+,''   &")%*/.# #*/,-#)+,''  &")%*-#)+,''              *#*  )!+&#+'+.()+ ++)%*),"&+ 2)++'+.#$%,'!2)!),& )!#'),',!'%#"  '',*-('#)&"0, #!*+'*,"+%%'#')%*),", *,"*+3.#%'!%#*+,'#'&+!#')!%()+ #'+,' ().'#!)   &")%*#' #*/,/.#+,''    &")%*/.# #*/,-#)+,''   &")%*-#)+,''    #"!!  7.3 VERKEHRSMITTELWAHL ZUM HALLENBADBE SUCH UND WEGEZEIT Im folgenden Abschnitt wird der Weg zum Hallenbad näher betrachtet. MIT WELCHEM VERKEHRSMITTEL ERREICHEN SIE IN DER REGEL DAS HALLENBAD IHRER WAHL IN KARLSRUHE? ABBILDUNG 7.08 zeigt, dass 40,1 % der erwachsenen Befragten mit dem Auto oder Motorrad bzw. Mofa in das von ihnen am häufi gsten aufgesuchte Hallenbad in Karlsruhe fahren. Ein Drittel (33,8 %) fährt mit dem Fahrrad, 16,9 % nutzen Bus oder Straßenbahn und 9,2 % gehen zu Fuß. Während vor allem die mittleren Altersgruppen zwischen 30 und 65 Jahren eher motorisiert zum Schwimmbad fahren, ist bei den unter 30-Jährigen das Fahrrad das Hauptverkehrsmittel (vgl. ANHANGTABELLE 7.37). Kinder und Jugendliche kommen hauptsächlich mit dem Fahrrad (36,7 %) oder mit Bus und Bahn (35,2 %) ins Hallenbad (vgl. ABBILDUNG 7.08). 23,3 % fahren mit Auto, Motorrad oder Moped und 4,8 % legen den Weg zu Fuß zurück. Während die Jüngeren zwischen 10 bis unter 15 Jahren häufi ger im Auto mitfahren (32,6 %), nutzen die 15- bis 18-Jährigen überdurchschnittlich häufi g den ÖPNV (42,9 %) oder das Fahrrad (39,8 %), wie der ANHANGTABELLE 7.38 zu entnehmen ist. Neben dem Verkehrsmittel ist auch die Zeit von Interesse, die für den Weg ins Hallenbad benötig wird. WENN SIE DAS VON IHNEN AM HÄUFIGSTEN GENUTZTE HALLENBAD IN KARLSRUHE AUFSUCHEN, WIE LANGE BENÖTIGEN SIE IN DER REGEL FÜR DEN WEG DORTHIN? ABBILDUNG 7.09 zeigt, dass die überwältigende Mehrheit der Badegäste für den Weg in das von ihnen präferierte Karlsruher Hallenbad maximal eine halbe Stunde braucht: 86,4 % der Erwachsenen sind weniger als eine halbe Stunde unterwegs, darunter 45,2 % sogar nur maximal 15 Minuten, 41,2 % zwischen 15 und 30 Minuten. Ein Zehntel (9,9 %) benötigt 30 bis 45 Minuten und nur 3,7 % geben an, länger als 45 Minuten für den Weg ins Hallenbad zu brauchen. Die Wegezeiten der Kinder und Jugendlichen sind nur geringfügig 80 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 5    .&!.1.//!$  !(//!$   4228        *               !0)0    %&/!'1%,)1-13./1 1!$1!/+0/2(%,1&9/1!$1%-13)#*+2-'9/'%/2,&/!'%  )13%+#(%,%/*%(/0,)11%+%//%)#(%-)%%//%)#(012)-$%/%'%+$!0!++%-"!$(/%/%)-%/ !(+)-!/+0/2(% 5    .&!.1.//!$   !(//!$  4228  #% &(%(! %$#" &)"' % / ($" *&+ $(-, (     $+ $(-, (    $+ $(-, (  &1(" *&+ $(-, (                  +$+     !*", '$,(,/)*, ,,*&+*-# ',!4*,, (,/$%&-("4*" *-'!*"    (($ +.)(#( ('#1-!$"+, (" (-,0, && ($(*&+*-# -!+-# (/$ &("  (3,$" ($ $( * " &!4* ( ")*,#$( / ($" *&+ $(-, (     $+ $(-, (   $+ $(-, (   &1(" *&+ $(-, (   !#$&#&#"!  $' %# länger: 40,3 % legen den Weg ins Schwimmbad in maximal einer Viertelstunde zurück, 42,6 % in 15 bis 30 Minuten. 14,8 % benötigen für den Weg 30 bis 45 Minuten, nur 2,3 % noch länger. Eine nach gewähltem Verkehrsmittel differenzierte Betrach- tung der Wegezeiten zeigt, dass Befragte, die mit Bus oder Straßenbahn zum Schwimmen fahren, durchschnittlich die meiste Zeit für den Weg benötigen, Fußgängerinnen und Fußgänger die wenigste 1 : Während 82,8 % der zu Fuß Gehenden weniger als 15 Minuten in „ihr“ Bad benötigen, 1 Die Entfernung bleibt bei dieser Betrachtung unberücksichtigt. legen nur 13,8 % der ÖPNV-Nutzerinnen und Nutzer den Weg ins Schwimmbad in diesem Zeitraum zurück. Bei mehr als einem Drittel (37,3 %) der ÖPNV-Kundinnen und -Kunden summiert sich die Wegezeit von Tür zu Tür auf mehr als eine halbe Stunde, während dies nur für 8,7 % aller übrigen Verkehrsmittel gilt. Mehr als die Hälfte (57,7 %) der befragten Radfahrenden legt den Weg zum Schwimmbad in maximal einer Viertelstunde zurück. Autofahrerinnen und Autofahrer sind durchschnittlich etwas länger unterwegs als Radfahrende. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 81 www.karlsruhe.de 7.4 MOTIVE FÜR SCHWIMM - BADBESUCHE Es gibt unterschiedliche Gründe, aus denen Bäder aufgesucht werden. AUS WELCHEN GRÜNDEN GEHEN SIE INS BAD? Unter den Motiven für einen Schwimmbadbesuch rangieren unter den Erwachsenen Wellness-Aspekte ganz weit oben. Jeweils drei Fünftel der befragten Schwimmbadbesucher gehen nach eigenen Angaben entweder zum Ausruhen und Entspannen (59,6 %) und/oder zum einfach Sichwohlfühlen ins Schwimmbad (58,2 %). Aber auch die gesundheitliche Perspektive eines Schwimmbadbesuchs (Fit bleiben) motiviert viele Befragte (48,2 %). Ebenfalls um der Bewegung willen (ungestört schwimmen) gehen 32,7 % der Befragten in ein Schwimmbad und ein weiteres Drittel (32,5 %) verbindet mit dem Schwimmbadbesuch Spielen und Spaß haben. Daneben ist für rund ein Viertel der Befragten (26,2 %) das Schwimmbad ein willkommener Ort für soziale Kontakte (Freunde treffen). Der Anteil derjenigen, die zum Trainieren oder Sport treiben ins Schwimmbad gehen, ist mit 16,8 % am geringsten (vgl. ABBILDUNG 7.10). Mehrfachnennungen waren möglich, so dass die Anteile zusammen mehr als 100 % ergeben. Vergleicht man die Motivlagen des Schwimmbadbesuchs unter den erwachsenen Karlsruherinnen und Karlsruhern differenziert nach dem Alter, so fällt auf, dass bei der älteren Generation ab 65 Jahren Wellnessaspekte eher in den Hintergrund treten, während der Beweggrund des Gesund- und Fitbleibens stärker hervortritt. So gehen nur 41 % der befragten Seniorenhaushalte (65 bis unter 90 Jahre) ins Schwimmbad, um sich dort zu entspannen und auszuruhen (Durchschnitt aller Altersgruppen: 59,6 %). Gleichzeitig nennen 66,1 % der Seniorinnen und Senioren das Argument des Gesund- und Fitbleibens (gesamt: 48,2 %). Besonders dominierend ist das Wellnessmotiv hingegen bei den jungen, kinderlosen Paaren zwischen 18 und 45 Jahren mit 71,5 % – wie aus ANHANGTABELLE 7.41 hervorgeht. In ABBILDUNG 7.11 sind beispielhaft die beiden Motive Ausruhen/Entspannen und Gesund- und Fitbleiben über alle Altersgruppen der Frauen hinweg gegenübergestellt. Auch der Spaßfaktor eines Schwimmbadbesuchs wird unterschiedlich bewertet: Während Spielen und Spaß haben tendenziell bei den jüngeren Befragten sowie bei den Haushalten mit Kindern ein häufi g genanntes Motiv für den Schwimmbadbesuch darstellt, tritt dieses Motiv bei den kinderlosen und/oder älteren Haushalten eher in den Hintergrund. So geben 55,9 % der unter 30-jährigen Männer an, wegen Spiel und Spaß ins Schwimmbad zu gehen. Bei den 75-Jährigen und Älteren lag dieser Wert nur noch bei 5,6 %. Aber auch bei den kinderlosen Paaren mittleren Alters (45 bis 65 Jahre) spielen Spiel und Spaß als Motiv für den Schwimmbadbesuch eine untergeordnete Rolle (8,8 %). Anders bei Haushalten mit Kindern unter 18 Jahren. Dort ist der Spaßfaktor das dominierende Motiv. 57 % gehen zum Spiel und Spaß haben ins Schwimmbad. Dies geht aus ANHANGTABELLE 7.41 hervor. Korrespondierend dazu stehen die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbefragung. Wie aus ABBILDUNG 7.10 sehr deutlich wird, ist das Spiel-und-Spaß-Motiv mit großem Abstand der von jugendlichen Befragten am häufi gsten genannte Beweggrund, ins Schwimmbad zu gehen (88,4 %). Damit in engem Zusammenhang steht die Aussage von 73,4 % der Kinder und Jugendlichen, das Schwimmbad sei ein guter Ort, um sich dort mit Freunden und Bekannten zu treffen. Neben Spaß und sozialen Kontakten schätzen die Jugendlichen aber auch den Wellness-Aspekt eines Schwimmbadbesuchs (sichwohlfühlen: 45,7 %; Ausruhen und Entspannen: 39,7 %). Wie nicht anders zu erwarten, wird der Schwimmbadbesuch von Kindern und Jugendlichen weniger aus einem gesundheitlichen Blickwinkel betrachtet (28,4 %). Weniger Kinder und Jugendliche zieht es zum Sport treiben (20,7 %) oder einfach nur zum ungestörten Schwimmen (13,2 %) ins Schwimmbad. ABBILDUNG 7.10 enthält die Antworten der jugendlichen Befragten im Vergleich zu den Erwachsenen. Innerhalb der Gruppe der Jugendlichen unterscheidet sich die Motivationslage für Schwimmbadbesuche zwischen den Alters- und Geschlechtsgruppen nur geringfügig. Bemerkenswert ist lediglich die Tatsache, dass die älteren, weiblichen Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren (bereits) Ausruhen und Entspannen (50,6 %) im Schwimmbad schätzen, während jüngere, männliche Befragte zwischen 10 und 15 Jahren dies weit weniger bevorzugen (24,6 %). Auffällig ist, dass der Anteil derer, die wegen des bloßen Schwimmens (Bahnen ziehen) ins Bad gehen unter den ausländischen Jugendlichen fast doppelt so hoch ist (24,6 %) wie im Durchschnitt aller Karlsruher Jugendlichen (13,2 %). Alle Detailergebnisse der Kinder- und Jugendbefragung sind in ANHANGTABELLE 7.42 enthalten. 82 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Anders als bei den Erwachsenen folgt in der Prioritätenliste der Kinder und Jugendlichen nach der Sauberkeit nicht das Thema Erreichbarkeit sondern „Becken mit Attraktionen“ und „Rutschen“ (vgl. ABBILDUNG 7.13). Über 85 % der befragten Kinder und Jugendlichen legen großen (39,4 %) bzw. sehr großen (45,8 %) Wert auf die Ausstattung von Schwimmbädern mit besonderen Attraktionen, wie Strömungskanal oder Strudel. Auch beim Thema Wasserrutsche(n) ist die Zustimmung sehr hoch: 84,4 % der befragten Minderjährigen fi nden derartige Spielgeräte in Schwimmbädern sehr wichtig (53,9 %) oder zumindest wichtig (30,6 %). Dabei fällt auf, dass die Schwimmbadausstattung mit Spiel- und Spaßfeatures den unter 15-jährigen Jungen deutlich wichtiger ist als 15- bis unter 18-jährigen Mädchen (vgl. ANHANGTABELLE 7.54 und 7.55). Aber auch bei den Jugendlichen ist die Erreichbarkeit ein nicht unwichtiges Bewertungskriterium. Nachvollziehbarer Weise wird dabei die gute ÖPNV-Anbindung und die Nähe zur Wohnung als wichtiger eingestuft als eine gute Parkplatzsituation. (Anteile wichtig oder sehr wichtig:                             .'0.-+$($ + (*)+-0.-+ $ ( .'+ .(  %((- 0.-+ !! ( 0.'*$ &.(*1# ( .'.(" ,-2+-#( (0.,#/$'' ( .'!$-.(" ,.(0.& $ ( .''$# $(!#/)#&0.!4#& ( .'.,0.+.# (0. (-,*(( ( !$"   !# #     %     .,/ &# (+4( (" # ($ " #,-.$(, ,$,    !+"- '$-(-/)+- --+&,+.# '-!4+-- (-/$%&.("4+" +.'!+"                    "*,&+) !) "*,&+) !) "*,&+) !) "*,&+) !) "*,&+)  !) ,%"+,& *,&.,$"&,%,*.,),!&.,&+*(&&&           ,*-$!&)2&& !&""&*  !)!&&&,& &-)&%0 $"!!),%%& )0/)$* *"* ) +%"+&+-')+ ++)$*),!%+2)++&+-"#$,&  2) ),%)   Der Vergleich zwischen Kindern und Jugendlichen einerseits und den erwachsenen Badegästen andererseits zeigt deutlich, dass bei den Jugendlichen mit großem Abstand Spaß und soziale Kontakte im Mittelpunkt des Interesses stehen, während bei Erwachsenen in erster Linie Wellness- und Gesundheitsaspekte wichtig sind. In beiden Befragtengruppen hat Schwimmen als sportliches Training eine nachrangige Bedeutung. Insgesamt wird deutlich, dass die Ausstattung der Bäder weit gespannten Ansprüchen genügen muss, um den verschiedenen Motivlagen der Badegäste gerecht zu werden. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 83 www.karlsruhe.de 7.5 RELEVANTE ANGE BOTE UND AUSSTATTUNGS- MERKMALE EINES SCHWIMMBADS Nachfolgend wird die Bedeutung einzelner Angebote und Ausstattungsmerkmale eines Schwimmbads aus Sicht der Karlsruherinnen und Karlsruher dargestellt. WIE WICHTIG SIND IHNEN FOLGENDE ANGEBOTE BZW. AUSSTATTUNGSMERKMALE EINES SCHWIMMBADS? Das mit Abstand meist genannte Qualitätskriterium eines guten Schwimmbads war das Merkmal Sauberkeit. 84,4 % aller erwachsenen Befragten erachten ein sauberes Schwimmbad für sehr wichtig. Weiteren 14,6 % ist dieses Merkmal zumindest wichtig. Weniger als ein Prozent der Befragten erachten Sauberkeit und Hygiene bei der Beurteilung von Schwimmbädern für weniger bzw. überhaupt nicht wichtig (vgl. ABBILDUNG 7.12). Korrespondierend mit den Motiven des Schwimmbadbesuchs (rund 60 % aller Befragten gehen zur Erholung und Entspannung in ein Schwimmbad; vgl. Kapitel 7.4) ist zudem eine ruhige und entspannte Atmosphäre im Schwimmbad von zentraler Bedeutung (37,7 % sehr wichtig, 45,3 % wichtig). Nur 13,7 % der Befragten halten Ruhe und Entspannung im Schwimmbad für weniger wichtig, und 3,3 % für überhaupt nicht wichtig. Es sind vor allem die älteren Befragten, die verstärkt Wert auf Ruhe und Entspannung im Schwimmbad legen. Als Motiv für den Schwimmbadbesuch mag bei Älteren zwar der Aspekt des Gesund- und Fitbleibens gegenüber der Ruhe und Entspannung dominieren (vgl. Kap. 7.4), gleichwohl wird eine ruhige und entspannte Atmosphäre im Bad ge- wünscht. Nach den allgemeinen Qualitätskriterien Sauberkeit sowie Ruhe und Entspannung, kommt den abgefragten Aspekten der Erreichbarkeit eines Schwimmbades (ÖPNV-Anbindung, Parkmöglichkeiten, Nähe zur Wohnung) eine hohe Bedeutung zu. Eine gute ÖPNV-Anbindung empfi nden fast 70 % als wichtig (40,9 %) bis sehr wichtig (28,6 %). Andererseits ist auch der Anteil derer, die der ÖPNV-Anbindung eines Schwimmbads keine bzw. nur eine geringe Bedeutung zumessen mit fast einem Drittel der Befragten relativ hoch (weniger wichtig 22,2 %; überhaupt nicht wichtig: 8,4 %). Differenziert nach soziodemographischen Gruppen ist festzustellen, dass älteren Frauen sowie Studierenden bzw. Auszubildenden die ÖPNV-Anbindung eines Schwimm- bades besonders am Herzen liegt, Gruppen also, die überdurchschnittlich häufi g den Weg zum Schwimmbad mit Bus und Bahn zurücklegen (vgl. Kap. 7.3). So messen beispielsweise 84,9 % der über 75-jährigen Frauen einer guten ÖPNV-Anbindung eine hohe oder sehr hohe Bedeutung bei. Bei den Schülerinnen und Schülern, Studierenden und Auszubildenden liegt dieser Wert mit 83,3 % ebenfalls überdurchschnittlich hoch, während bei Familien mit Kindern unter 18 Jahren mit 64,8 % ein leicht unterdurchschnittlicher Wert erreicht wird (vgl. ANHANGTABELLE 7.45). Von vergleichbarer Bedeutung wie eine gute ÖPNV-Anbindung ist für potentielle Badegäste das Thema Parkmöglichkeiten. Zwei Dritteln der Befragten sind gute Parkmöglichkeiten wichtig oder sogar sehr wichtig (sehr wichtig: 25,2 %; wichtig 41,4 %). Auf der anderen Seite empfi ndet ein Drittel (33,4 %) der Befragten das Parkplatzangebot als weniger oder überhaupt nicht wichtig. Ein Blick auf ANHANGTABELLE 7.46 zeigt, dass es vor allem die jungen Haushalte sind, die vergleichsweise wenig Wert auf gute Parkmöglichkeiten legen. Dies ist insofern nachvollziehbar, als dass diese Altersgruppe relativ selten mit PKW, Motorrad oder Moped zum Schwimmbad fährt (vgl. Kap 7.3). Als drittes Erreichbarkeitskriterium wurde die Nähe des Schwimmbades zur eigenen Wohnung abgefragt. Sehr wichtig (21,1 %) oder wichtig (41,6 %) ist dies ebenfalls fast zwei Dritteln aller Befragten (62,7 %). Der Anteil derer, die der Entfernung des Schwimmbades zu ihrer eigenen Wohnung keinen besonders großen Stellwert beimessen liegt bei 37,3 % (weniger wichtig: 31,7 %; überhaupt nicht wichtig: 5,6 %). Auch hierbei fällt auf, dass vor allem den Seniorenhaushalten die Nähe von der eigenen Wohnung zum Schwimmbad wichtig ist. So fi nden beispielsweise fast 80 % (79,1 %) der alleinlebenden Seniorinnen und Senioren über 65 Jahre eine geringe Entfernung des Schwimmbades wichtig oder sehr wichtig (vgl. ANHANGTABELLE 7.47). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass besonders ältere Befragte Erreichbarkeitskriterien des jeweiligen Schwimmbades (ÖPNV- Anbindung, Parkmöglichkeiten und Nähe zur Wohnung) hoch bewerten. Beachtenswert ist, dass den erwachsenen Karlsruherinnen und Karlsruhern die Schwimmbadausstattung mit „Becken mit Attraktionen“, „Saunabereich“, „Gastronomie“ und „Rutschen/Großrutschen“ weniger wichtig ist als allgemeine Qualitätskriterien („Sauberkeit“, „Ruhe und Entspannung“) sowie Erreichbarkeitsaspekte („ÖPNV-Anbindung“, „Parkmöglichkeiten“, „Nähe zur Wohnung“). Am wichtigsten unter allen Ausstattungsmerkmalen ist den Befragten, dass es Becken mit besonderen Attraktionen im Schwimmbad gibt. Rund 56 % schätzen diesen Punkt als sehr wichtig 84 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER                                                                         >;<+71/,8=/ %>=<-2/7;8D;>=<-2/7 +<=;87863/ &+>7+,/;/3-2 /-4/763=,/<87./;/7==;+4=387/7 "E2/A>;*827>71 >=/$+;46G153-24/3=/7 >=/7,37.>71+7./7B$") %>2/>7.7=<9+77>71 &+>,/;4/3= </2;@3-2=31@3-2=31@/731/;@3-2=31H,/;2+>9=73-2=@3-2=31  &##%  #$$""###$"!!&" *3/@3-2=31<37.27/70851/7./71/,8=/,A@><<=+==>71<6/;46+5//37/<&-2@366,+.< +<3<  /0;+1=/63=7=@8;= &=+.=+;5<;>2/6=0H;&=+.=/7=@3-45>71H;1/;>60;+1/ (18 %) oder zumindest wichtig (37,9 %) ein. Auch bei diesem Thema ist wieder eine altermäßige Differenzierung in der Einschätzung festzustellen. So bewerten 56,4 % der Seniorenhaushalte Attraktionen im Becken als weniger bzw. überhaupt nicht wichtig (Karlsruher Durchschnitt: 44,1 %, vgl. ANHANGTABELLE 7.48). Einen Saunabereich erachtet knapp die Hälfte aller Be- fragten als sehr wichtig (22,4 %) oder wichtig (23,7 %). Wie ANHANGTABELLE 7.28 zeigt, sind es hierbei eher die ganztags erwerbstätigen Befragten (50,8 %) und die älteren Alleinlebenden zwischen 45 und 65 Jahren (55,9 %), die einen Saunabereich zu schätzen wissen (Bewertung wichtig oder sehr wichtig), während Seniorenhaushalte (38 %) oder Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren (41,1 %) vergleichs- weise weniger Wert darauf legen. Sowohl das Thema Gastronomie im Schwimmbad als auch das Angebot an Rutschen/Großrutschen stößt auf nur untergeordnetes Interesse bei den Befragten. Jeweils rund 70 % erachten die Themenbereiche als weniger wichtig oder überhaupt nicht wichtig in Bezug auf die Bewertung eines Schwimmbades. Interessant ist, dass Männern das Thema Gastronomie wichtiger ist als Frauen und ausländischen Befragten wichtiger als deutschen (vgl. ANHANGTABELLE 7.50). Beim Merkmal Rutschen/Großrutschen ist ein deutlicher Altersstruktureffekt auszumachen: Je jünger die Befragten, desto mehr Bedeutung kommt dem Thema Rutsche zu (vgl. ANHANGTABELLE 7.51). Aber auch hier gilt: Frauen sind Rutschen weniger wichtig als Männern, Deutschen weniger wichtig als Ausländerinnen und Ausländern. Am wichtigsten sind Rutschen für Familien mit Kindern. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 85 www.karlsruhe.de ÖPNV-Anbindung: 77 %, Nähe zur Wohnung 57,8 %, Parkplatzversorgung: 50,2 %). Wie auch bei den Motiven des Schwimmbadbesuchs fest- gestellt wurde, ist der Aspekt der Ruhe und Entspannung beim Schwimmbadbesuch bei Kindern und Jugendlichen eher nachrangig (vgl. ABBILDUNG 7.13). Nicht einmal die Hälfte (47,6 %) der minderjährigen Befragten misst diesem Aspekt einen hohen (29,4 %) oder gar sehr hohen (18,2 %) Stellenwert bei. Allerdings unterscheiden sich bei diesem Thema die Einschätzungen innerhalb der Gruppe der Kursangebote im Schwimmbad sind von allen abgefragten Angebotsmerkmalen am wenigsten entscheidend für die Bewertung eines Bades. Lediglich 19 % erachten ein Kursangebot als wichtig oder gar sehr wichtig. Dabei sind es vor allem Frauen ab 30 Jahren, die ein Kursprogramm im Schwimmbad wertschätzen (vgl. ANHANGTABELLE 7.52). Auch bei Kindern und Jugendlichen herrscht große Übereinstimmung darüber, dass Sauberkeit das wichtigste Kriterium für ein gutes Schwimmbad ist. 81 % bewerten diesen Faktor als sehr wichtig, weitere 17,7 % als wichtig (vgl. ABBILDUNG 7.13).                                                                    2/0 ,&$!-1$  2, !$/$("' 2'$2,#,10. ,,2,&  01/-,-+($ 21$ /)+;&*("')$(1$, 9'$42/-',2,& 21$,!(,#2,& ,#$,5 210"'$,/-8/210"'$, $")$,+(1!$0-,#$/$,11/ )1(-,$,  2!$/)$(1 0$'/3("'1(&3("'1(&3$,(&$/3("'1(&<!$/' 2.1,("'13("'1(&               ($3("'1(&0(,#(/%-*&$,#$,&$!-1$!432001 112,&0+$/)+ *$$(,$0"'3(++! #0  0(0$%/ &1$+(1,13-/1 1 #1 /*0/2'$+1%</1 #1$,13(")*2,&</&$/2+%/ &$(,#$/2,#2&$,#*("'$  86 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Jugendlichen relativ augenfällig: Während Jungen unter 15 Jahren Ruhe und Entspannung im Schwimmbad nur zu rund einem Drittel (34,4 %) für wichtig oder sehr wichtig halten, erachten fast zwei Drittel (61,3 %) der älteren Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren dies als gewichtiges Kriterium (vgl. ANHANGTABELLE 7.58). Ähnlich wie das Thema Ruhe und Entspannung wird das Gastronomieangebot bewertet – nur ist der Anteil der Nennung „sehr wichtig“ beim Thema Gastronomie geringer. Nur gut 10 % (11,7 %) halten ein gutes Speisen- und Getränkeangebot im Schwimmbad für sehr wichtig, weitere 37,6 % für wichtig. Von nachrangiger Bedeutung für die Ausstattung eines Schwimmbades sind in den Augen der Jugendlichen die Merkmale Saunabereich und Kursangebot. Hier liegen die Anteile derer, die großen oder sehr großen Wert auf Sauna und Kurse legen, bei jeweils nur wenig über 10 % (13,8 % bzw. 11,2 %). Die unterschiedlichen Präferenzen von Erwachsenen einerseits und von Kindern und Jugendlichen andererseits sind in ABBILDUNG 7.14 einander gegenübergestellt.                                      301!-'%".2% !3-!"%0%)#( 3(%3-$-21/!--3-' !120.-.,)% 32%!0*,<'+)#(*%)2%- :(%530 .(-3-' 32%-")-$3-'!-$%-6 321#(%-0.90321#(%- %#*%-,)2"%1.-$%0%-220!*2).-%- !3"%0*%)2 )-$%033'%-$+)#(%04!#(1%-%                                )%4)#(2)'1)-$)0(-%-&.+'%-$%-'%".2%"543112!223-'1,%0*,!+%%)-%1#(4),,"!$1 !1)1   %&0!'2%,)2-24.02 2!$2!0+103(%,2&=02!$2%-24)#*+3-'=0'%03,&0!'%  AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 87 www.karlsruhe.de 7.6 MODERNISIERUNG UND EINTRITTSPREISE Die Stadt Karlsruhe investiert Jahr für Jahr hohe Beträge in die Instandhaltung und Modernisierung der verschiedenen Bäder. Dadurch entsteht eine deutlich verbesserte Badequalität. Dessen ungeachtet wird – mit Ausnahme von Vierordt-, Fächer- und Europabad – ein einheitlicher Eintrittspreis von 3,80 € (Tageskarte) erhoben. Im Folgenden wurden die Karlsruherinnen und Karlsruher gefragt, ob ein modernisiertes Bad auch einen höheren Eintrittspreis kosten dürfe. BÄDER UNTERLIEGEN EINER HOHEN ABNUTZUNG UND MÜSSEN REGELMÄSSIG MODERNISIERT WERDEN. AUFGRUND DER KNAPPEN STÄDTISCHEN FINANZMITTEL GELINGT DIES NICHT IN ALLEN BÄDERN GLEICHZEITIG. WÜRDEN SIE IN EINEM RUNDUM MODERNISIERTEN BAD EINEN HÖHEREN EINTRITTSPREIS FÜR ANGEMESSEN HALTEN ODER SOLL AUCH DANN – WIE BISHER – DER KARLSRUHER EINHEITSPREIS ERHOBEN WERDEN? Eine knappe Mehrheit aller Befragten (53,5 %) ist der Auffassung, dass auch nach der Modernisierung eines Bades weiterhin der Einheitspreis erhoben werden sollte, 46,5 % meinen, ein modernisiertes Bad dürfe auch mehr kosten. Dieses Ergebnis ist in ABBILDUNG 7.15 dargestellt. Diese Antworten kommen maßgeblich dadurch zustande, dass nach Geschlecht, Familiensituation und Einkommen unterschiedlich votiert wurde. Zunächst wird in ANHANGTABELLE 7.63 deutlich, dass 49,5 % der Männer eher geneigt sind, für ein modernisiertes Bad mehr zu bezahlen, Frauen dagegen eher nicht (43,2 %). Unter Männern zwischen 30 und 75 Jahren erreichen die Zahlungsbereiten sogar die Mehrheit, während sich Frauen jeglichen Alters für die Fortdauer des Einheitspreises aussprechen. Deutliche Mehrheiten für weiterhin einheitliche Eintrittspreise werden in allen Befragtengruppen mit Kindern sichtbar. Vom Bildungsabschluss und dem Erwerbsstatus ist das Antwortverhalten weitgehend unabhängig – mit einer Ausnahme: Zwei Drittel der Arbeitslosen (67,2 %) sprechen sich für den Einheitspreis aus. Differenziert nach Einkommensgruppen votiert die Mehrheit der Befragten mit einem Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 2.000 Euro für den Einheitspreis, darüber zeigt sich aber eine deutliche Mehrheit für höhere Eintrittspreise im modernisierten Bad offen (3.000 Euro und mehr: 60,8 %). Alle Einzelergebnisse sind in ANHANGTABELLE 7.63 zusammengestellt. Neben dem Gesamtvotum aller Karlsruherinnen und Karlsruher und der einzelnen demografi schen Gruppen ist auch die Auffassung derjenigen Befragten von Interesse, die zu den häufi gen Badegästen zählen. Diejenigen Befragten, die als häufi gste Sportart Schwimmen/Baden angegeben haben, äußern sich deutlich pro Einheitspreis (61,1 %). Kaum Einfl uss auf das Antwortverhalten hat dagegen die Länge des Aufenthalts im Bad. Aus weiteren Kreuzauswertungen ist erkennbar, dass Befragte, deren Motiv für den Badbesuch das Training bzw. das sportliche Schwimmen ist, eine etwas erhöhte Bereitschaft (50 %) zeigen, in einem modernisierten Bad einen höheren Eintrittspreis zu bezahlen. Befragte mit anderen Bademotiven neigen deutlich dem Einheitspreis zu, am stärksten diejenigen, die aus Wellness-Argumenten (Sichwohlfühlen, Entspannen, Ausruhen, Freunde treffen) das Bad aufsuchen.              &&   %'!'"')#%' ''% &%(!',%''"') (",%%(!% ,%"""!%("(!!#%"&%'"""*%" "'%''&$%&,%"!&&" '"#%&# (""-)&%- %% &%(%"'&$%&%#")%" "'&$%&(" #%"&%("   !#%"&%'& %!%#&'"   88 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 89 www.karlsruhe.de 8.1 BEWERTUNG KARLSRUHES ALS SPORT- UND BEWEGUNGSFREUNDLICHE STADT Die nachfolgende Frage zielte auf die Bewertung der Sport- und Bewegungsfreundlichkeit der Stadt Karlsruhe. „KARLSRUHE IST ALLES IN ALLEM EINE SPORT- UND BEWEGUNGSFREUNDLICHE STADT“. TRIFFT DIESE AUSSAGE IHRER MEINUNG NACH ZU? Diese Frage wurde zweistufi g gestellt – für den Stadtteil und für die Gesamtstadt, da es den Bürgerinnen und Bürgern teilweise schwer fällt, hierzu nur pauschal für Karlsruhe insgesamt zu antworten. Dennoch antworteten vergleichsweise viele Befragte mit „weiß nicht“. Der „weiß nich t“-Anteil für die Gesamtstadt beläuft sich auf 13 %, für den eigenen Stadtteil können 9,8 % der Befragten keine Auskunft geben. Bei den Personen ohne Antwort handelt es sich überwiegend um ältere Bürgerinnen und Bürger. In den nachfolgend dargestellten Antwortanteilen sind die „weiß nicht“-Antworten nicht berücksichtigt. „Karlsruhe ist alles in allem eine sport- und bewegungs- freundliche Stadt“. Dieser Aussage stimmen, bezogen auf den eigenen Stadtteil, 65,4 % der Befragten grundsätzlich zu – davon 20,6 % voll und ganz und 44,8 % eher. Etwa ein Viertel der Befragten (24,5 %) hält diese Aussage nur teils, teils für richtig. Für 8,6 % der Antwortenden trifft diese Aussage eher nicht zu und 1,5 % halten sie für überhaupt nicht zutreffend. ABBILDUNG 8.01 zeigt die Ergebnisse. Frauen („voll und ganz“ + „eher“: 69,4 %) sehen die Sport- und Bewegungsfreundlichkeit in ihrem Stadtteil eher gegeben als Männer (61,9 %). Auch zeigt sich eine wesentlich höhere Zustimmung unter Älteren als unter Jüngeren. In den übrigen Befragtengruppen zeigen sich über diese beiden Einfl ussfaktoren hinaus nur verhältnismäßig geringe Einschätzungsunterschiede, die überwiegend in Verschiebungen zwischen dem Anteil „trifft voll und ganz zu“ und „trifft eher zu“ bestehen. ANHANGTABELLE 8.01 zeigt die Ergebnisse für die einzelnen Befragtengruppen. +)"+-'$$,& &//,   +)"+!)/,  +"$*+"$*   +)"+!) &"!+/,   +)"+ 0)!,(+ &"!+/,                             *"* ) +%"+&+.')+ ++)$*),!%+0)++&+."#$,& 0) ),%)   )$*),!"*+$$*"&$$%"&*(')+,&. ,& *),&$"! ++)"+"*,** !))"&,& &!/, 8. MEINUNGEN UND EINSCHÄTZUNGEN ZU DEN SPORT- UND BEWEGUNGSMÖGLICH- KEITEN IN KARLSRUHE 90 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER ABB 8.02 "KARLSRUHE IST ALLES IN ALLEM EINE SPORT- UND BEWEGUNGSFREUNDLICHE STADT" - ANTEIL DER BEFRAGTEN, DIE DIESER AUSSAGE BOZOGEN AUF DEN EIGENEN STADTTEIL ZUSTIMMEN Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Bürgerumfrage 2013 unter 55% Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden Zustimmung zur Sport- und Bewegungs- freundlichkeit des eigenen Stadtteils 55% bis unter 65% 65% bis unter 75% 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 Karlsruher Durchschnitt: 65,3 % Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze 75% und mehr AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 91 www.karlsruhe.de Interessant sind die Einschätzungen zur Sportfreundlichkeit der Karlsruher Stadtteile vor allem in der räumlichen Aus- wertung: ABBILDUNG 8.02 zeigt, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der zentralen Stadtteile ihre Wohngegend nicht für besonders sport- und bewegungsfreundlich halten. Überwiegend positiv fällt dagegen die Einschätzung in den äußeren Stadtteilen aus. Die höchste Zustimmung ist in Stupferich (90,9 %), in der Waldstadt (84,5 %) und in Rüppurr (83,2 %) festzustellen. Die Ergebnisse für die Stadtteile sind im einzelnen in ANHANGTABELLE 8.02 zu entnehmen. Sie decken sich zum Teil mit der Frage nach dem Ortsbezug der Sportausübung in Kapitel 4. Dort trat bereits zutage, dass Befragte aus den zentralen Stadtteilen ihren sportlichen Aktivitäten vergleichsweise selten im eigenen Stadtteil nachgehen. Entsprechend fällt im Kernbereich der Stadt auch die Zustimmung zur „Sport- und Bewegungsfreundlichkeit des Stadtteils“ zurückhaltend aus. Bezogen auf die Stadt Karlsruhe als Ganzes – dargestellt in ABBILDUNG 8.03 – fällt die Zustimmung insgesamt zwar etwas höher aus, dennoch sind die Unterschiede nicht sehr groß: 20,2 % der Karlsruherinnen und Karlsruher halten die Stadt Karlsruhe „voll und ganz“ für sport- und bewegungsfreundlich. Dieser Wert unterscheidet sich kaum von der Einschätzung bezogen auf den Stadtteil. Höher als beim Stadtteil ist jedoch der Anteil derer, welche die Aussage, Karlsruhe sei eine sport- und bewegungsfreundliche Stadt, für „eher zutreffend“ hält (53,7 %). Mit „teils, teils zutreffend“ urteilen 21,9 % der Befragten. Für „eher nicht zutreffend“ halten sie 3,5 %. Überhaupt nicht einverstanden zeigen sich 0,7 % der Befragten. Ähnlich wie bei der stadtteilbezogenen Einschätzung be- jahen weibliche und ältere Befragte die Sport- und Bewe- gungs freundlichkeit der Gesamtstadt stärker. In den übrigen Befragtengruppen werden keine nennenswerten Bewertungsunterschiede im Vergleich zum Stadtteilblickwinkel sichtbar, wie ANHANGTABELLE 8.03 entnommen werden kann. Aus der Betrachtung der Stadtteile – dargestellt in ANHANG TABELLE 8.04 – ergibt sich eine nur geringe Schwan kungsbreite in den Einschätzungen zur Sport- und Bewegungsfreundlichkeit der Gesamtstadt. Am höchsten fällt die Zustimmung im Stadtteil Hohenwettersbach („voll und ganz“ + „eher“: 83,3 %) aus. Am geringsten ist sie in Daxlanden (64,6 %). Auch Stadtteile, die den eigenen Stadtteil für eher wenig sportfreundlich halten (das waren vor allem die inneren Stadtteile) äußern nun eine deutlich höhere Zustimmung, wenn es um die Gesamtstadt geht. Umgekehrt bewerten auch Stadtteile, die den eigenen Stadtteil für recht bewegungsfreundlich halten, die Situation in der Gesamtstadt schlechter. Dies trifft vor allem auf Stupferich, die Nordstadt und Weiherfeld-Dammerstock zu. Kinder und Jugendliche bewerten die Situation des eigenen Stadtteils und der Gesamtstadt kaum anders als die Erwachsenen – der „weiß-nicht“-Anteil liegt jedoch sowohl für den Stadtteil (3,4 %) als auch für die Gesamtstadt (10,1 %) unter den Anteilen der Erwachsenen. Es zeigt sich, dass die Sport- und Bewegungsfreundlichkeit des eigenen Stadtteils und der Gesamtstadt umso positiver bewertet werden, je jünger die Kinder sind. Von deutschen Jugendlichen („voll und ganz“ + „eher“: 62,9 %) wird die Situation im eigenen Stadtteil günstiger eingeschätzt als von Nichtdeutschen (51,7 %). Die Ergebnisse für Kinder und Jugendliche sind den ANHANGTABELLEN 8.05 und 8.06 dargestellt. 64-**6),)4:7   6)-/56)-/5  64-**682// 71(+%1::7   64-**6),)4 1-',6:7  64-**6 B&)4,%736 1-',6:7    ! #! "#%#!   #!""  &# ! # %5-5 )*4%+6)0-6169246 6%(6%4/547,)06*B4 6%(6)169-'./71+B4+)470*4%+) %4/547,)-56%//)5-1%//)0)-1)5324671(&)9)+71+5*4)71(/-',) 6%(6!4-**6(-)5)755%+),4)4)-171+1%',:7 92 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 8.2 BEURTEILUNG VERSCHIE - DENER SPORT- UND BEWEGUNGSBEREICHE Diese Frage zielte auf die Rahmenbedingungen für Bewegung und Sport in Karlsruhe. Die Befragten wurden gebeten, die einzelnen Bedingungen anhand einer fünfstufi gen Skala von „sehr gut“ bis „schlecht“ für die Gesamtstadt zu bewerten. WIE BEURTEILEN SIE DIE FOLGENDEN BEDINGUNGEN FÜR BEWEGUNG UND SPORT IN KARLSRUHE? Ein Großteil der Befragten – vor allem Ältere ab 65 Jahren – beantworteten die einzelnen abgefragten Themen mit „weiß nicht“. Am größten fällt dieser „weiß nicht“ Anteil mit 62,6 % bei der Beurteilung des Sportangebots anderer Anbieter (z.B. Krankenkasse) aus, am kleinsten mit 11,4 % bei der Beurteilung der Fahrradwege. Diese Antwortanteile werden in der folgenden Auswertung mit dargestellt. Die Rangfolge der einzelnen Themen in ABBILDUNG 8.04 orientiert sich am zusammengefassten Anteil von „sehr gut“ und „gut“. Die Fahrradwege werden von allen abgefragten Punkten am besten bewertet. Zusammen 58,8 % der Befragten beurteilen dies „sehr gut“ (16,6 %) oder „gut“ (42,2 %). An zweiter Stelle folgt die Versorgung mit Freibädern, die von 55,3 % der Befragten positiv benotet wird („sehr gut“ 12,5 %; „gut“ 42,8 %). Zufrieden sind die Karlsruherinnen und Karlsruher auch mit dem Sportangebot von kommer ziellen Anbietern: Insgesamt 52 % beurteilen dies „sehr gut“ (12,9 %) oder „gut“ (39,1 %). Auch die Versorgung mit Hallenbädern wird noch von über der Hälfte der Befragten (50,7 %) positiv bewertet. Eine ähnlich positive Einschätzung besteht hinsichtlich des Sportangebots von Sportvereinen (49,8 %) sowie den Laufsportwegen (48,7 %). Etwas schlechter fällt die Beurteilung der Anzahl der vorhandenen Sportplätze (39,4 %) aus sowie die Möglichkeiten für Kinder, sich in ihrem Wohnumfeld bewegen zu können (38,9 %). Auch die Information über das Spiel-, Sport- und Bewe- gungsangebot (35,2 %) sowie die Öffnungszeiten der Sportstätten (33,9 %) bewertet nur noch etwa ein Drittel der Befragten eindeutig positiv. Ähnlich hohe Positiv-Anteile entfallen auf die Bewertung der Anzahl vorhandener Sporthallen (32,6 %) sowie die Freizeitspielfelder (30,8 %). Der bauliche Zustand der vorhandenen Sportplätze (22,8 %) und Sporthallen (20,6 %) erfährt deutlich seltener eine positive Einschätzung. Noch zurückhaltender fällt die Beurteilung des Sportangebots anderer Anbieter wie beispielsweise der Krankenkassen (18,1 %) aus. Fast zwei Drittel der Befragten (62,6 %) können hierzu allerdings nicht Stellung nehmen. Die Einzelergebnisse nach Befragtengruppen sind in den ANHANGTABELLEN 8.07 bis 8.21 dargestellt. Die Tabellen sind um eine durchschnittliche Bewertungsziffer ergänzt, die einen besseren Vergleich zwischen den einzelnen Gruppen ermöglicht. Die nachfolgende Abhandlung der einzelnen Bedingungen für Bewegung und Sport zeigt demographische Besonderheiten auf und verdeutlicht die Ergebnisse teil- weise durch Abbildungen. Betrachtet werden jeweils die zusammengefassten Antwortanteile von „sehr gut“ und „gut“. Die hohe Zufriedenheit mit den Fahrradwegen zieht sich nicht durch alle Befragtengruppen hindurch. Zwar ergeben sich zwischen Frauen („sehr gut“+ „gut“ 59,4 %) und Männern (58,8 %) kaum Unterschiede in der Zufriedenheit, umso deutlicher sind die Unterschiede jedoch hinsichtlich des Alters – Befragte unter 65 Jahre sind insgesamt zufriedener als die Senioren. Auch sind Nichtdeutsche (66,7 %) zufriedener als Deutsche (58,6 % bzw. 55,2 %). Besonders positiv beurteilen Familien mit Kindern (65,7 %) die Fahrradwege. Etwas kritischer sehen dies die alleinlebenden Senioren (38,4 %). Hinsichtlich der Bildung wächst die Zufriedenheit mit der Höhe des Abschlusses – indirekt wird dieser jedoch auch durch das Lebensalter der Befragten beeinfl usst. Die Ergebnisse sind in ABBILDUNG 8.05 und ANHANGTABELLE 8.07 zusammen gestellt. Auch die Versorgung mit Freibädern bewerten nicht alle Befragten gleichermaßen positiv. Kaum Differenzen in der Zufriedenheit gibt es jedoch zwischen Männern („sehr gut“+ „gut“ 55,4 %) und Frauen (55,9 %). ABBILDUNG 8.06 sowie ANHANGTABELLE 8.08 zeigen, dass Befragte zwischen 45 und 65 Jahre („sehr gut“+ „gut“-Anteile > 60 %) die Versorgung mit Freibädern positiver einschätzen als Befragte unter 30 oder über 75 Jahren (< 50 %). Einschätzungsunterschiede zeigen sich auch zwischen Deutschen (57,6 %) und Nicht- deutschen (46,8 %). Mehr als zwei Drittel der Familien mit Kindern (69 %) und der Alleinerziehenden (67,9 %) beurteilt die Karlsruher Freibäder mit „sehr gut“ oder „gut“. Eher unzufrieden sind neben den älteren Befragten vor allem Wohn gemeinschaften (41,1 %). Einfl uss auf die Bewertung der Versorgung mit Freibädern hat auch das Einkommen: Je mehr Geld (bis zu 3.000 Euro pro Kopf) den Befragten zur Verfügung steht, desto positiver bewerten sie die Situation der Freibäder. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 93 www.karlsruhe.de                                                                                                                         %5 3246%1+)&26821%1()4)11&-)6)41 :4%1.)1.%55) )1&%7/-',)1$756%1(()4824,%1()1)1 3246,%//)1 )1&%7/-',)1$756%1(()4824,%1()1)1 32463/?6:) -)4)-:)-653-)/*)/()4 -)1:%,/()4824,%1()1)1 3246,%//)1 -);**171+5:)-6)1()4 324656?66)1 -)1*240%6-21)1B&)4(%5 3-)/ 324671()9)+71+5%1+)&26 -)A+/-',.)-6)1*B4-1()4 5-',-1-,4)0#2,170*)/(:7&)9)+)1 -)1:%,/()4824,%1()1)1 32463/?6:) -)%7*532469)+) %5 3246%1+)&26821 32468)4)-1)1 -)")4524+71+0-6%//)1&?()41 %5 3246%1+)&26821.200)4:-)//)11&-)6)41 -)")4524+71+0-64)-&?()41 -)%,44%(9)+) 5),4+76+760-66)/0?>-+%754)-',)1(5',/)',69)->1-',6 %5-5  )*4%+6)0-6169246 6%(6%4/547,)06*B4 6%(6)169-'./71+B4+)470*4%+)   # "# #) %##! 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Bis zu einem Alter von 65 Jahren urteilen jeweils 60 % der Frauen (oder mehr) mit „gut“ oder „sehr gut“. Unter den Männern erreichen diese Anteile maximal 56 %. Paare unter 45 Jahre (63,2 %) sowie Alleinerziehende (62,2 %) bewerten das kommerzielle Angebot insgesamt am besten. Nach Einkommensgruppen nimmt bis 3.000 Euro pro Person auch die Zufriedenheit mit dem Sportangebot kommerzieller Anbieter zu. Die Ergebnisse sind ANHANGTABELLE 8.09 zu entnehmen. Hinsichtlich der Versorgung mit Hallenbädern fällt das Urteil der Befragtengruppen einhelliger aus. Männer („sehr gut“+ „gut“ 51,3 %) und Frauen (50,3 %) bewerten die Versorgung mit Hallenbädern ähnlich gut. Nach Altersgruppen äußern sich die 45- bis unter 65-Jährigen sehr positiv (Männer 57,5 %; Frauen 55,6 %), wie ABBILDUNG 8.07 und ANHANGTABELLE 8.10 zu entnehmen ist. Auch Familien (60 %) und Alleinerziehende (58,5 %) mit Kindern kommen zu einer überaus guten Einschätzung. Mit wachsendem Pro- Kopf-Einkommen (bis 3.000 Euro) werden die Karlsruher Hallenbäder immer positiver gesehen. Das Sportangebot von Sportvereinen kann von insgesamt 38,3 % der Befragten nicht beurteilt werden („weiß nicht“). Zwar sind Unterschiede zwischen Männern („sehr gut“+ „gut“ 51,1 %) und Frauen (49 %) kaum gegeben, umso bemerkenswerter sind jedoch die Unterschiede im Bezug auf das Lebensalter. Die besten Bewertungen kommen von den 45- bis unter 65-Jährigen beiderlei Geschlechts (Frauen 59,5 %; Männer 56,1 %). Die Senioren urteilen deutlich schlechter, die Jüngeren etwas verhaltener. Da die Unterschiede zwischen kinderlosen Haushalten (46,3 %) und Haushalten, in denen Kinder unter 18 Jahre wohnen (62,1 %) erheblich ausfallen, ist davon auszugehen, dass die Vereine von vielen Befragten vor allem nach ihrer Jugendarbeit beurteilt werden. Hierzu passt auch die überdurchschnittliche Zufriedenheit der Alleinerziehenden (66 %). ANHANGTABELLE 8.11 zeigt die Ergebnisse. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 95 www.karlsruhe.de Die Laufsportwege erhalten in den Altersgruppen bis unter 65 Jahre bei Männern und Frauen eine überdurchschnittlich gute Bewertung. Spitzenwerte zeigen sich unter den 18- bis unter 30-jährigen Männern („sehr gut“+ „gut“ 57,9 %) sowie unter den 30- bis unter 45-jährigen Frauen (56,8 %). Befragte im höheren Lebensalter urteilen dagegen erheblich schlechter. Bei den Haushaltstypen zeigen sich nur kleinere Abweichungen vom Durchschnitt. Dominant sind auch hier die Effekte des Lebensalters. Familien mit Kindern bewerten die Laufwege überdurchschnittlich gut (54 %). ANHANGTABELLE 8.12 zeigt die Ergebnisse im Detail. Ein Urteil über die Anzahl der vorhandenen Sportplätze trauen sich 42,2 % der Befragten nicht zu („weiß nicht“). Unter den Befragten mit Antwort bezeichnen Männer (42,5 %) die Anzahl der Sportplätze häufi ger als „sehr gut“ oder „gut“ als Frauen (36,5 %). Nach Altersgruppen wird das Thema im Alter von 45 Jahren bis 65 Jahre überdurchschnittlich gut eingeschätzt. Als besonders zufrieden erweisen sich Alleinerziehende (52,8 %) und Familien mit Kindern (47,4 %). In ABBILDUNG 8.08 und ANHANGTABELLE 8.13 sind die Ergebnisse dargestellt. $$"&)."!&%"+"&)& %"$"&%"+"&)& ),& "*,&+) !) /&&) "*,&+) !) -"$"! %/&&$"! ) +"&* *%+                  $$"&)."!&%"+"&)& %"$"&%"+"&)& ),& "*,&+) !) /&&) "*,&+) !) -"$"! %/&&$"! ) +"&* *%+ &+"$*!) ,+,& ,+.,*%%& **+ *"*  ) +%"+&+-')+ ++)$*),!%+1)++&+-"#$,& 1) ),%)                          ",)+"$&""'$ &&"& ,& &1)- ,& ,&(')+ "&)$*),! Große Unterschiede zeigen sich in der Bewertung der Möglichkeiten für Kinder, sich in ihrem Wohnumfeld zu bewegen. Frauen („sehr gut“+ „gut“ 42,1 %) bewerten die Situation für Kinder im Wohnumfeld besser als Männer (36,4 %). In den Altersgruppen 30 bis 65 Jahren werden die Bewegungsmöglichkeiten für Kinder überdurchschnittlich gut bewertet. Senioren schätzen die Situation wieder schlechter ein. Nichtdeutsche (43,9 %) sind mit den Möglichkeiten für Kinder zufriedener als Deutsche (38,7 %). Ein deutliches Votum kommt von Haushalten mit Kindern: Von den Familien mit Kindern sind 57,3 % der Ansicht, die Bewegungsmöglichkeiten für Kinder seien im Wohnumfeld „gut“ oder „sehr gut“. Unter den Alleinerziehenden beläuft sich dieser Anteil auf sogar auf 66 %. Hinsichtlich Bildung und Einkommen ergeben sich keine nennenswerten Abweichungen. Auch bei diesem Thema ist der „weiß nicht“- Anteil mit insgesamt 35,8 % beachtlich. ANHANGTABELLE 8.14 zeigt die Ergebnisse.                  %%#'*/#"'&#, #'*'-',*"*' &#%#'&#,#'*' -',*"*' *-' #+-',* "* 0''* #+-',* "* .#%#" &0''%#"  *!,#'+!+&, ',#%+"*!-,-'!-,/-+&&'! ++, +#+   *!,&#,',.(*, ,,*%+*-"&, 2*,,',.#$%-'!2*!*-& *!                 #-*,#%'## (%!''#'!-'!' 2*.!-'!-')(*,#' *%+*-" 96 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Die Informationen über das Spiel-, Sport- und Bewegungsangebot erfahren in der Karlsruher Bürgerschaft vor allem nach Altersgruppen eine unterschiedliche Bewertung. Frauen („sehr gut“+ „gut“ 38,2 %) schätzen die Informationen besser ein als Männer (32,7 %). Die größten Beurteilungsunterschiede zeigen sich jedoch nach Altersklassen: Gerade ein Fünftel der unter 30-jährigen Männer (20,6 %) hält das Informationsangebot für „gut“ oder „sehr gut“. Unter den gleichaltrigen Frauen sind es nur 15,6 %. Mehrheitlich positiv votieren erst die 65- bis unter 75-jährigen Männer (53,6 %) und die Frauen zwischen 45 und 75 Jahren (50,5 % bzw. 52,9 %). In den übrigen Befragtengruppen bilden sich diese Altersunterschiede in den Einschätzungen indirekt noch einmal ab. In ABBILDUNG 8.09 sind ausgewählte, in ANHANGTABELLE 8.15 alle Detailergebnisse dargestellt. Über die Öffnungszeiten der Sportstätten zeigt sich nur rund die Hälfte der Befragten informiert („weiß nicht“ 49,5 %). Die Einschätzungen der einzelnen Befragtengruppen weichen nicht übermäßig voneinander ab. Männer („sehr gut“+ „gut“ 35,1 %) sehen die Öffnungszeiten positiver als Frauen (32,9 %). Von Männern zwischen 18 und 65 Jahren                     *-' #+-',* "* *-' #+-',* "* 0''* #+-',* "* 0''*#+-',* "* *-'#+-',* "* .#%#" &0''%#"  *!,#'+!+&, ',#%+"*!-,-'!-,/-+&&'! ++, +#+   *!,&#,',.(*, ,,*%+*-"&, 2*,,',.#$%-'!2*!*-& *!                         #-*,#%'## (%!''#'!-'!' 2*.!-'!-' )(*,#'*%+*-" kommen leicht überdurchschnittliche Bewertungen (z.B. 45 bis unter 65 Jahre 38,7 %). Unter den Frauen äußern sich nur die 30- bis unter 45-Jährigen etwas positiver als der Durchschnitt. Von den Befragten über 65 Jahren sprechen sich nur geringe Anteile für „sehr gut“ und „gut“ aus – dort sind aber auch die höchsten „weiß nicht“-Anteile zu fi nden. Ein positives Echo fi nden die Öffnungszeiten in Haushalten mit Kindern: Familien mit Kindern (42,2 %) bzw. Alleinerziehenden (41,5 %) urteilen positiver als Haushalte ohne Kinder (31,5 %). Die Ergebnisse sind in ANHANGTABELLE 8.16 dargestellt. Auch zur Anzahl der vorhandenen Sporthallen äußern sich 47,1 % der Befragten nur mit „weiß nicht“. Wie ABBILDUNG 8.10 zeigt, sind Frauen („sehr gut“+ „gut“ 32 %) und Männer (33,4 %) fast gleicher Auffassung. Wie schon bei den Öffnungszeiten hat das Lebensalter der Befragten den deutlichsten Einfl uss. Bis zu einem Alter von 75 Jahren wird die Situation immer besser eingeschätzt – von unterdurchschnittlichen 25 % unter den 18- bis unter 30-jährigen Frauen bis zum deutlich positiven Votum der                       -+"%,&#,#'*' -+"%,("'#'* *-' #+-',*"* *-' #+-',* "* *-' #+-',* "* *-' #+-',* "* *-'#+-',* "* .#%#" &0''%#"  *!,#'+!+&, ',#%+"*!-,-'!-,/-+&&'! ++, +#+   *!,&#,',.(*, ,,*%+*-"&, 2*,,',.#$%-'!2*!*-& *!                       #-*,#%'## (%!''#'!-'!' 2*.!-'!-')(*, #'*%+*-" AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 97 www.karlsruhe.de 65- bis unter 75-Jährigen (Männer 41,1 %; Frauen 43,5 %). In ABBILDUNG 8.10 sind beispielhaft die Frauen in allen Altersgruppen dargestellt. Schüler, Studierende und Befragte in Ausbildung (25,7 %) äußern sich (entsprechend) zurückhaltend. Haushalte mit Kindern (38,6 %) sind mit dem Angebot an Sporthallen zufriedener als Haushalte ohne Kinder (30,8). In ANHANGTABELLE 8.17 sind weitere Ergebnisse aufgeführt. Die Freizeitspielfelder werden dagegen von jüngeren Befragten deutlich besser bewertet als von älteren. So sind in der Altersgruppe 18 bis unter 30 Jahre unter den Männern 38 % und unter den Frauen 32,9 % der Meinung, Freizeitspielfelder seien in Karlsruhe „gut oder „sehr gut“. Mit steigendem Lebensalter sinkt diese positive Einschätzung. Dies wird in ABBILDUNG 8.11 anhand der Männer exemplarisch dargestellt. Kinder im Haushalt beeinfl ussen die Einschätzung: In diesen Haushalten (39,7 %) fällt das Urteil wesentlich günstiger aus als in kinderlosen Haushalten (28,4 %). Als besonders zufrieden erweisen sich Alleinerziehende (41,5 %). Keine Unterschiede ergeben sich zwischen Frauen (31,1 %) und Männern (31 %). ANHANGTABELLE 8.18 zeigt diese und weitere Ergebnisse. -+"%,&#,#'*' -+"%,("'#'* 0''* #+-',*"* 0''* #+-',* "* 0''* #+-',* "* 0''* #+-',* "* 0''*#+-',* "* .#%#" &0''%#"  *!,#'+!+&,                   -+"%,&#,#'*' -+"%,("'#'* 0''* #+-',*"* 0''* #+-',* "* 0''* #+-',* "* 0''* #+-',* "* 0''*#+-',* "* .#%#" &0''%#"  *!,#'+!+&, ',#%+"*!-,-'!-,/-+&&'! ++, +#+   *!,&#,',.(*, ,,*%+*-"&, 2*,,',.#$%-'!2*!*-& *!                    #-*,#%'## (%!''#'!-'!' 2*.!-'!-')(*,#' *%+*-" Zum baulichen Zustand der vorhandenen Sportplätze äußert sich rund die Hälfte der Befragten („weiß nicht“ 50,9 %). Dieses Thema bewerten Männer („sehr gut“+ „gut“ 25,7 %) positiver als Frauen (19,8 %). Unter den Frauen liegt der „weiß nicht“-Anteil in allen Altersgruppen deutlich über 50 %. Positive Einschätzungen kommen von Männern zwischen 18 und 30 Jahren (29,7 %) und Haushalten mit Kindern (29,4 %). ANHANGTABELLE 8.19 enthält die Ergebnisse im Einzelnen. Die Beurteilung des baulichen Zustands der vorhandenen Sporthallen zeigt ähnliche Antwortmuster. Auch hier antworten 51,5 % der Karlsruherinnen und Karlsruher mit „weiß nicht“. Lediglich Familien mit Kindern und Alleinerziehende zeigen sich ein wenig besser informiert. Aus den Haushalten mit Kindern kommen deshalb (nicht unerwartet) vergleichsweise positive Antworten („sehr gut“+ „gut“ 24,2 %). Männer (22,9 %) sind mit den Sporthallen etwas zufriedener als Frauen (18,5 %). Mit 24,8 % „sehr gut“ und „gut“ -Anteilen heben sich die 18- bis unter 30-jährigen Männer aus allen Altersgruppen noch etwas hervor. Gravierend sind die Bewertungsunterschiede zwischen Deutschen (19,1 %) und Nicht-Deutschen (31,2 %). Letztere erweisen sich sogar als Gruppe mit der besten Einschätzung der Sporthallen insgesamt. ANHANGTABELLE 8.20 zeigt die Ergebnisse. Das Sportangebot von anderen Anbietern (z.B. Krankenkasse) können fast zwei Drittel der Befragten nicht einschätzen („weiß nicht“ 62,6 %). Frauen („sehr gut“+ „gut“ 22,5 %) sehen dieses Angebot positiver als Männer (14,4 %). Insgesamt fühlt sich noch am ehesten die Altersklasse der 45- bis unter 65-Jährigen angesprochen, insbesondere Frauen – ablesbar an deutlich niedrigeren „weiß nicht“-Anteilen. Vor allem die Frauen dieser Altersklasse (32,8 %) äußern sich positiv. Jüngere und ältere Befragte zeigen sich entweder nicht informiert oder wenig angetan vom Sportangebot anderer Anbieter. Außerdem ist aus den Ergebnissen ablesbar, dass die Zufriedenheit mit dem Sportangebot Anderer unter Befragten mit niedrigem Einkommen und einfachem Bildungsabschluss stärker ausgeprägt ist. Die Ergebnisse sind in ANHANGTABELLE 8.21 dargestellt. 98 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Die Bedingungen für Bewegung und Sport in Karlsruhe werden von Kindern und Jugendlichen anders bewertet als von den Erwachsenen. Die jungen Befragten zeigen sich zunächst sehr viel besser informiert, was sich in fast durchweg niedrigen „weiß nicht“-Anteilen ausdrückt. Diese variieren zwischen 4,4 % für die Versorgung mit Freibädern und 66,3 % für das Sportangebot von anderen Anbietern.                                                                                                                                            #31024#/)'$0460/#/&'2'//$+'4'2/ 82#/,'/,#33' '/$#5-+%*'/"534#/&&'2602*#/&'/'/1024*#--'/ '/$#5-+%*'/"534#/&&'2602*#/&'/'/10241-=48' #31024#/)'$0460/,0..'28+'--'//$+'4'2/ +'/(02.#4+0/'/@$'2&#31+'- 10245/&'7')5/)3#/)'$04 +'9((/5/)38'+4'/&'2102434=44'/ +'2'+8'+431+'-('-&'2 80-81-=48'/-+/',#4+/)(-=%*'/A +'#5(310247')' +'/8#*-&'2602*#/&'/'/1024*#--'/ +' '2302)5/).+4#--'/$=&'2/ +'/8#*-&'2602*#/&'/'/10241-=48' +'?)-+%*,'+4'/(@2+/&'23+%*+/ +*2'.!0*/5.('-&85$'7')'/A +'#*22#&7')' +' '2302)5/).+42'+$=&'2/ #31024#/)'$0460/10246'2'+/'/ 3'*2)54)54.+44'-.=<+)#532'+%*'/&3%*-'%*47'+</+%*4 #3+3 '(2#)4'.+4/47024 4#&4#2-325*'.4(@24#&4'/47+%,-5/)@2)'25.(2#)'+/&'25/&5)'/&-+%*'                   !+'$'524'+-345&+'(0-)'/&'/'&+/)5/)'/(@2'7')5/)5/&1024+/#2-325*' Für die einzelnen abgefragten Punkte ergibt sich eine andere Rangfolge, die in ABBILDUNG 8.12 dargstellt ist. Insgesamt bewerten die Kinder und Jugendlichen die einzelnen Gegebenheiten häufi g positiver als die Erwachsenen. In ABBILDUNG 8.13 sind die Ergebnisse von Erwachsenen und Jugendlichen einander gegenübergestellt. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 99 www.karlsruhe.de Das Sportangebot von Sportvereinen wird von allen abgefragten Bedingungen am besten beurteilt. Insgesamt 71,9 % der Kinder und Jugendlichen halten dieses für „sehr gut“ (23,8 %) oder „gut“ (48,1 %). Im Vergleich zu den Erwachsenen erfährt das Sportangebot von Sportvereinen aus Sicht der Kinder und Jugendlichen damit eine deutlich positivere Bewertung. Danach folgt mit 65,5 % „sehr gut“ und „gut“ die Versorgung mit Freibädern – 21,6 % der unter 18-Jährigen betrachten diese als „sehr gut“, weitere 43,9 % als „gut“.                                                   %5!3246%1+)&26821%1()4)11&-)6)41 :4%1.)1.%55) )1&%7/-',)1$756%1(()4824,%1()1)1!3246,%//)1 )1&%7/-',)1$756%1(()4824,%1()1)1!32463/>6:) -)4)-:)-653-)/*)/()4 -)1:%,/()4824,%1()1)1!3246,%//)1 -);**171+5:)-6)1()4!324656>66)1 -)1*240%6-21)1A&)4(%5!3-)/!324671()9)+71+5%1+)&26 -) @+/-',.)-6)1*A4-1()45-',-1-,4)0#2,170*)/(:7&)9)+)1B -)1:%,/()4824,%1()1)1!32463/>6:) -)%7*532469)+) %5!3246%1+)&26821!32468)4)-1)1 -)")4524+71+0-6%//)1&>()41 %5!3246%1+)&26821.200)4:-)//)11&-)6)41 -)")4524+71+0-64)-&>()41 -)%,44%(9)+) 49%',5)1)-1()471(7+)1(/-',)                           #-)&)746)-/)1!-) &)746)-/567(-)*2/+)1()1)(-1+71+)1*A4)9)+71+71(!3246-1%4/547,) %5-5    )*4%+6)0-6169246 !6%(6%4/547,)06*A4!6%(6)169-'./71+  A4+)470*4%+) 16)-/)5),4+7671(+76:75%00)1+)*%556 Hohen Zuspruch erhalten auch die Fahrradwege, die von 64,1 % der Kinder und Jugendlichen für „gut“ oder „sehr gut“ gehalten werden. Viel besser als die Erwachsenen, schätzen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit ein, im eigenen Wohnumfeld aktiv sein zu können (61,1 %) – besonders viele bewerten die Situation sogar als „sehr gut“ (21,6 %). 100 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Mehrheitlich zufrieden sind die Kinder und Jugendlichen auch mit der Anzahl der vorhandenen Sportplätze („sehr gut“+ „gut“ 59,8 %) und -hallen (54,6 %), der Versorgung mit Hallenbädern (57,9 %), den Laufsportwegen (53,4 %), den Freizeitspielfeldern (51,2 %) und den Öffnungszeiten der Sportstätten (50,5 %). Die Informationen über das Spiel-, Sport- und Bewegungsangebot (48,6 %) und das Sportangebot von kommerziellen Anbietern (46,6 %) bewerten noch knapp die Hälfte der Kinder und Jugendlichen eindeutig positiv. Etwas seltener erfährt der bauliche Zustand der vorhandenen Sportplätze (45 %) und -hallen (42,1 %) eine positive Einschätzung. Die ungünstigste Einschätzung erhält das Sportangebot von anderen Anbietern. Lediglich 15,4 % der Kinder und Jugendlichen halten dies für „sehr gut“ (2,6 %) oder „gut“ (12,8 %). Hier zeigen sich auch zwei Drittel der Jugendlichen nicht informiert („weiß nicht“ 66,3 %). Dies korrespondiert unmittelbar mit den Äußerungen der jungen Erwachsenen bis 30 Jahren. Die Ergebnisse der Kinder und Jugendlichen nach einzelnen Befragtengruppen sind den ANHANGTABELLEN 8.22 bis 8.36 zu entnehmen. 8.3 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM ANGEBOT ZUR AUSÜBUNG VON SPORT- UND BEWEGUNGS- AKTIVITÄTEN Das nachfolgende Kapitel zeigt, wie zufrieden die Karlsruherinnen und Karlsruher mit dem Angebot zur Ausübung von Sport- und Bewegungsaktivitäten in Karlsruhe und in ihrem Stadtteil sind. Gleichlautende Fragestellung wurde bereits in der Bürgerumfrage 2000 formuliert. Der Vergleich der Ergebnisse aus beiden Jahren liefert damit Hinweise auf Veränderungen der Einschätzungen im Sport- und Bewegungsbereich. Die Befragten konnten ihre Zufriedenheit über eine vierstufi ge Skala von „sehr zufrieden“ bis „sehr unzufrieden“ vornehmen. Rund jede bzw. jeder Zehnte – überwiegend Befragte über 65 Jahre – beantwortete die Frage sowohl für die Stadt als auch für den Stadtteil mit „weiß nicht“. Diese Gruppe bleibt in der folgenden Ausführung unberücksichtigt. ) (.+(!%    (.+(!%    (+%.+(!%   ) (+%.+(!%   )!)    (*$!*%*-&(* **(#)(+ $*2(**%*-!"#+%2((+$(           (     &   )$" $%#!$"  !.+(!%)!%!$!*%1#! "!*%! !(!%(#)(+ &*%-(%+$ (%2(%!))%% -+%+%)'&(*#! %"*!,!*/*% % .+ % ) (.+(!%   (.+(!%   ( +%.+(!%   ) (+%.+(!%  )$" $%#!$"  AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 101 www.karlsruhe.de WIE ZUFRIEDEN SIND SIE MIT DEN MÖGLICHKEITEN, DIE HIER IN KARLSRUHE GEBOTEN WERDEN, UM IHREN BEDÜRFNISSEN NACH BEWEGUNG UND SPORTLICHEN AKTIVITÄTEN NACHZUGEHEN? Genau ein Drittel (33,3 %) aller befragten Karlsruherinnen und Karlsruher ist mit dem Angebot zur Ausübung von Sport- und Bewegungsaktivitäten in Karlsruhe sehr zufrieden. „Eher zufrieden“ sind 57,7 %. „Eher unzufrieden“ zeigen sich 7,3 % und 1,7 % gaben sich „sehr unzufrieden“. ABBILDUNG 8.14 zeigt die Ergebnisse aus beiden Jahren. Aus dem Vergleich geht hervor, dass der Anteil der „sehr Zufriedenen“ in den letzten Jahren von 19,1 % auf 33,3 % zugenommen hat. Alles in allem schätzen die Karlsruherinnen und Karlsruher die Möglichkeiten, die in Karlsruhe geboten werden, um den Bedürfnissen nach Bewegung und Sport nachgehen zu können, um einiges besser ein als im Jahr 2000.                  1''* #+-',*"* 1''* #+-',* "* 1''* #+-',* "* 1''* #+-',* "* 1''*#+-',* "* /#%#" &1''%#"  *!,#'+!+&, ',#%+"*0- *#' +#+   *!,&#,',/(*, ,,*%+*-"&, 4*,,',/#$%-'!  4*!*-& *!                        #0- *#'+#'#&#,'3!%#"$#,'#"#*#'*%+*-"!(,' /*'-&"*'4* '#++''"/!-'!-'+)(*,%#"'$,#.#,1,' '"0-!"' Unter Frauen (35,9 %) fällt das Urteil 2013 etwas günstiger aus als unter Männern (30,9 %). Insgesamt nimmt die Zufriedenheit unabhängig vom Geschlecht mit wachsendem Alter zu. Dies veranschaulicht ABBILDUNG 8.15 exemplarisch für die Männer. ABBILDUNG 8.16 zeigt die Ergebnisse für einige weitere ausgewählte Befragtengruppen – so z.B. für Befragte mit unterschiedlichem Einkommen. Je höher das Einkommen des Befragten ist, desto höher fällt die Zufriedenheit mit den Sportmöglichkeiten aus. Deutsche (sehr zufrieden 35,1 %) sind mit dem Angebot insgesamt deutlicher einverstanden als Nichtdeutsche (sehr zufrieden 25,1 %). Einschätzungsunterschiede bestehen auch zwischen kinderlosen Haushalten (34,1 %), die das Angebot insgesamt positiver bewerten und Haushalten mit Kindern (30,7 %). ANHANGTABELLE 8.37 zeigt die Anteile für alle weiteren Befragtengruppen. Kinder und Jugendliche beantworten die Frage nach den Möglichkeiten von Sport und Bewegung in Karlsruhe seltener mit „weiß-nicht“ (6 %). Dieser Anteil bleibt im Folgenden unberücksichtigt. Insgesamt beurteilen Kinder und Jugendliche die Sportmöglichkeiten in Karlsruhe etwas schlechter als die Erwachsenen, sind aber immer noch zu 83,4 % zufrieden. Etwa ein Viertel (27,8 %) der Befragten unter 18-Jährigen ist mit dem Angebot, das in Karlsruhe geboten wird, „sehr zufrieden“. Weitere 55,5 % sind „eher zufrieden“. „Eher unzufrieden“ sind 13,2 % der Kinder und Jugendlichen. 3,5 % „sehr unzufrieden“. ABBILDUNG 8.17 zeigt die Ergebnisse. Die Detailergebnisse für Kinder und Jugendliche können ANHANGTABELLE 8.38 entnommen werden. Neben der pauschalen Fragestellung zu den Verhältnissen in der Gesamtstadt, gibt die Frage nach der Zufriedenheit mit den Angeboten des eigenen Stadtteils konkret Aufschluss über ortsbezogene Stärken und Schwächen im Sport- und Bewegungsbereich. 102 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER UND WIE IST ES HIER IN IHREM STADTTEIL? WIE ZUFRIEDEN SIND SIE MIT DEN MÖGLICHKEITEN, DIE HIER IN KARLSRUHE GEBOTEN WERDEN, UM IHREN BEDÜRFNISSEN NACH BEWEGUNG UND SPORTLICHEN AKTIVITÄTEN NACHZUGEHEN? Das Angebot im Stadtteil bewerten die Befragten etwas ungünstiger als das Angebot in Karlsruhe insgesamt. Dennoch sind die Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Angebot zur Ausübung von Sport- und Bewegungsaktivitäten in ihrem Stadtteil in den letzten Jahren eher zufriedener geworden. Mit dem Sportangebot im eigenen Stadtteil sind 28,6 % der Befragten „sehr zufrieden“, weitere 51,1 % äußern sich „eher zufrieden“. Eher unzufrieden sind 14,9 % aller Befragten und 5,4 % sind sogar „sehr unzufrieden“. ABBILDUNG 8.18 zeigt die Anteile und stellt sie den Ergebnissen aus dem Jahr 2000 gegenüber. Der direkte Vergleich zeigt eine starke Zunahme der „sehr Zufriedenen“ von 17 % auf 28,6 % andererseits einen leichten Anstieg der „sehr Unzufriedenen“ von 2,3 % auf 5,4 %. Die Situation im Stadtteil wird von Männern und Frauen kontroverser bewertet als die Angebote der Gesamtstadt. Frauen (sehr zufrieden 33,4 %) urteilen bezogen auf ihren Stadtteil deutlich positiver als Männer (24,2 %). Auch nimmt die Zufriedenheit – analog zu den Verhältnissen der Gesamtstadt – bei Männern und Frauen – mit dem Alter kontinuierlich zu. Auch mit wachsendem Pro-Kopf-Einkommen wird das Stadtteilangebot besser beurteilt. ABBILDUNG 8.19 zeigt die Ergebnisse für einige ausgewählte Befragtengruppen. In ANHANGTABELLE 8.39 sind die Ergebnisse im Detail dargestellt. Kinder und Jugendliche sind mit dem Angebot im Stadtteil unzufriedener als mit dem Angebot in Karlsruhe. Sie beurteilen die Verhältnisse insgesamt auch ungünstiger als die Erwachsenen. Dennoch zeigen sich zwei Drittel (67,6 %) mit dem Sportangebot im Stadtteil weitestgehend einverstanden – 20,8 % äußern sich sogar „sehr zufrieden“, 46,8 % eher zufrieden. Mängel oder Defi zite sieht rund jeder dritte jugendliche Befragte und zeigt sich „eher unzufrieden“ (21,7 %) oder „sehr unzufrieden“ (10,7 %). ABBILDUNG 8.20 veranschaulicht die Ergebnisse. Aus ANHANGTABELLE 8.40 sind die Ergebnisse für die einzelnen Befragtengruppen zu entnehmen. Dabei zeigt sich, dass Unzufriedenheiten eher von Jugendlichen ab 15 Jahren geäußert werden. Auch Migranten sind deutlich unzufriedener als Jugendliche ohne Migrationshintergrund.                       /,**+"/) (!$, %-/).!, /,**+" %-/).!, /,**+" /).!, /,**+" /-$'.!*$)!%) !,/).!,  $,!) /-$'.!(%.%) !,/).!,  $,!) /-'3) %-$ !/.-$*$)! %#,.%*)-$%).!,#,/) !",#.!%)-#!-(. ).!%'-!$,2/",%! !) -%-  !",#.!(%.).1*,. . .,'-,/$!(."6,. .!).1%&'/)#  6,#!,/(",#!                        %!2/",%! !)-%) %!(%. !)5#'%$&!%.!) %!$%!,%),'-,/$!#!*.!) 1!, !)/($,!)! 6,")%--!))$!1!#/)#/) -+*,.'%$!)&.%0%.3.!) )$2/#!$!) (' *$,*' $   (',*' $    ',*' $   ' *$,*' $       )      '   "$%&$& $#"!  ,*' $ ()*# )$-" ! )$  ' $'"('* %)$+'$*# $$/$($$+*$*$&%') $,*$ ( ( ')# )$)+%') ))'"('*#)/'))$)+ !"*$/''*#' $'*$*$"  AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 103 www.karlsruhe.de ) (+%.+(!%   ) (.+(!%    (.+(!%   (+%.+(!%   )!)  (*$!*%*-&(* **(#)(+ $*2(**%*-!"#+%2((+$(            (     &         )$" $%#!$"  !.+(!%)!%! !($!*%1#! "!*%+$ (%2(%!))%% -+%+%)'&(*#! %"*!,!*/*%% .+ % ) ( +%.+(!%   ) (.+(!%   ( .+(!%   ( +%.+(!%   )$" $%#!$"                     /,**+"/) (!$, %-/).!, /,**+" /-'3) %-$ 3))!, %-/).!,$,! 3))!, %-/).!, $,! 1!%'%$ (3))'%$ !",#.!%)-#!-(. ).!%'-!$,2/",%! !) -%- !",#.!(%.).1*,. . .,'-,/$!(."6,. .!).1%&'/)#6,#!,/(",#!                           %!2/",%! !)-%) %!$%!,(%. !)5#'%$&!%.!)/($,!)! 6,")%--!) )$!1!#/)#/) -+*,.'%$!)&.%0%.3.!))$2/#!$!) '&+)&#   & +)&#   & )#+)&#   '& )#+)&#           +       )     $& !'(& ("!& %$#! ''  &("(#(*$&( ((&!'&)"(.&((#(* !)#  .&&)"&#&)#)#! +)&#'()"(#,! (#+)&*)#)#%$&(# #"(((! 104 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Es ist weiter von großem Interesse, wie die einzelnen Stadtteile im Hinblick auf das Angebot zur Ausübung von Sport- und Bewegungsaktivitäten eingeschätzt werden. Die Ergebnisse in der räumlichen Auswertung stellt ABBILDUNG 8.21 dar. Die Ergebnisse decken sich in hohem Maße mit der in ABBILDUNG 8.02 dargestellten Zustimmung zur Sport- und Bewegungsfreundlichkeit des eigenen Stadtteils. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da die Fragen auf denselben Sachverhalt abzielen. Aus der Darstellung geht klar hervor, dass einmal die Bürgerinnen und Bürger in den zentralen Stadtteilen Südstadt („sehr zufrieden“+“zufrieden“ 65,8 %), Innenstadt- Ost (69,1 %), Innenstadt-West (73,9 %) und Oststadt (71,4 %) mit den Möglichkeiten zur Sportausübung vor Ort vergleichsweise wenig zufrieden sind. Eine vergleichsweise geringe Zufriedenheit zeigt sich aber auch in Mühlburg (70,8 %), Wolfartsweier (71 %) und Knielingen (73,8 %). Überdurchschnittlich zufrieden mit den Möglichkeiten zur Sportausübung im Stadtteil sind dagegen Stupferich (90,9 %), Rüppurr (89,1 %), Weiherfeld-Dammerstock (88,4 %), Waldstadt (88,1 %) und Hohenwettersbach (86,4 %). Die Detailergebnisse sind ANHANGTABELLE 8.41 zu entnehmen. Für die Kinder und Jugendlichen sind keine Stadtteilaussagen möglich, da die Datenbasis hierfür nicht ausreicht. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 105 www.karlsruhe.de ABB 8.21 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM SPORTANGEBOT IN DEN STADTTEILEN Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung - Bürgerumfrage 2013 unter 75% Stadtteile 19 Durlach 20 Grötzingen 21 Stupferich 22 Hohenwettersbach 23 Wolfartsweier 24 Grünwettersbach 25 Palmbach 26 Neureut 27 Nordstadt 01 Innenstadt-Ost 02 Innenstadt-West 03 Südstadt 04 Südweststadt 05 Weststadt 06 Nordweststadt 07 Oststadt 08 Mühlburg 09 Daxlanden Zufriedenheit mit dem Sportangebot im Stadtteil "sehr zufrieden" und "zufrieden" zusammengefasst 75% bis unter 85% 85% und mehr 10 Knielingen 11 Grünwinkel 12 Oberreut 13 Beiertheim-Bulach 14 Weiherfeld-Dammerstock 15 Rüppurr 16 Waldstadt 17 Rintheim 18 Hagsfeld _____ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 Karlsruher Durchschnitt: 79,7% Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze 106 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 8.4 PRÄFERENZEN UND PRIORITÄTEN IM INFRA- STRUKTURBEREICH Diese Kapitel zeigt auf, welche Orte der Sportausübung und Bewegungsräume den Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig sind, oder anders formuliert, welche Infrastrukturbereiche aus Sicht der Befragten vorrangig verbessert werden sollten. Hierfür wurden die Karlsruherinnen und Karlsruher gebeten, 100 Punkte auf sechs verschiedene vorgegebene Maßnahmen zu verteilen. Je höher die durchschnittliche Punktzahl, desto dringlicher die Maßnahme aus Sicht der Befragten. NEHMEN WIR AN, DIE STADT MÖCHTE EINEN BESTIMMTEN BETRAG FÜR VERBESSERUNGEN IM BEREICH VON SPORT- UND BEWEGUNGSRÄUMEN AUSGEBEN. SIE HABEN NUN 100 PUNKTE, DIE FÜR DIESEN GELDBETRAG STEHEN. WIE SOLLTE DIESER GELDBETRAG (= 100 PUNKTE) IHRER MEINUNG NACH AUF DIE UNTEN STEHENDEN MÖGLICHKEITEN AUFGETEILT WERDEN? Höchste Priorität hat aus Sicht der Karlsruherinnen und Karlsruher die Verbesserung der Wege für Bewegung und Sport. Hierauf entfallen im Schnitt 21 der 100 Punkte und damit etwa ein Fünftel der möglichen Punktzahl. Durchschnittlich 19 Punkte investieren die Befragten in die Sanierung und Modernisierung der Karlsruher Bäder. Ähnlich hohes Gewicht messen die Befragten der bewegungsfreundlichen Umgestaltung der bestehenden Schulhöfe (18 Punkte) bei. Jeweils 17 Punkte entfallen auf den Bau offen zugänglicher, wohnortnaher Sportgelegenheiten sowie die Sanierung und Modernisierung der bestehenden Sportanlagen. Deutlich weniger relevant ist für die Befragten den Ergebnissen zufolge der Bau neuer wettkampfgerechter Sportanlagen (7 Punkte), was zur gewonnenen Erkenntnis passt, dass nur eine kleine Teilgruppe – nämlich die rund 6 % Wettkampf- und Hochleistungssportler – von diesen Einrichtungen profi tiert. Die Ergebnisse sind ABBILDUNG 8.22 zu entnehmen. ANHANGTABELLE 8.42 gibt Aufschluss über die Präferenzen einzelner Befragtengruppen. So zeigt sich, dass die Verbesserung der Wege für alle Altersgruppen wichtig ist – ein besonderes Gewicht auf die Verbesserung der Wege legen jedoch (weibliche) Befragte unter 30 Jahren. Hohe Bedeutung wird der Verbesserung der Wege auch von Wohngemeinschaften (25 Punkte) und Singlehaushalten unter 45 Jahren (24 Punkte) beigemessen. Auch für ganztags Berufstätige (22 Punkte), die zur Ausübung ihrer Sportaktivitäten eine fl ächendeckende und zu jeder Zeit verfügbare Infrastruktur benötigen, liegt in der Verbesserung der Wege hohe Priorität. Nichtdeutsche (24 Punkte) investieren ebenfalls eher in die Verbesserung der Wege als Deutsche mit oder ohne Migrationshintergrund (jeweils 21 Punkte). Auch spielt das Thema für Haushalte ohne Kinder (23 Punkte) eine größere Rolle als für Haushalte mit Kindern (17 Punkte). Die Sanierung und Modernisierung der Karlsruher Bäder ist Frauen (21 Punkte) etwas wichtiger als Männern (18 Punkte). Wert auf sanierte und modernisierte Bäder legen darüber hinaus vor allem die 65- bis unter 75-jährigen Frauen (24 Punkte). Unter den Männern wollen nur die Hochbetagten (75 bis unter 90 Jahren; 21 Punkte) überdurchschnittlich in die Sanierung und Modernisierung der Karlsruher Bäder investieren. Alleinlebende Senioren (22 Punkte) legen etwas mehr Gewicht auf die Bäder als die übrigen Senioren- Haushalte (19 Punkte). Haushalte ohne Kinder (20 Punkte) präferieren die Badsanierung stärker als Haushalte mit Kindern (18 Punkte). Insgesamt legen auch Personen mit geringem Einkommen etwas mehr Gewicht auf eine sanierte und modernisierte Bäderlandschaft. Arbeitslose (15 Punkte) legen vergleichsweise selten Wert auf eine verbesserte Karlsruher Bäderlandschaft. In die bewegungsfreundliche Umgestaltung der bestehenden Schulhöfe investieren Frauen (21 Punkte) deutlich mehr als Männer (15 Punkte). Auch hat die Maßnahme für Befragte zwischen 30 und 65 Jahren höhere Bedeutung als für die anderen Altersgruppen. Mit Abstand am meisten investieren Alleinerziehende (29 Punkte) in die bewegungsfreundliche Umgestaltung der Schulhöfe. Auch Familien mit Kindern (25 Punkte) verwenden naheliegenderweise einen Großteil ihrer Summe für die Umgestaltung der Schulhöfe. Hierfür verwenden sie sogar deutlich mehr als für alle anderen Maßnahmenbereiche. Haushalte ohne Kinder (16 Punkte) verwenden hierfür deutlich weniger. Hinsichtlich Bildung und Einkommen sind keine eindeutigen Tendenzen erkennbar. Für den Bau offen zugänglicher wohnortnaher Sportgelegenheiten geben Männer (18 Punkte) – insbesondere unter 30-jährige – etwas mehr aus als Frauen (17 Punkte). Jüngeren Befragten bis 45 Jahren sind diese Einrichtungen wichtiger als älteren. Besonders wichtig sind wohnortnahe, frei zugängliche Sportgelegenheiten für Arbeitslose (21 Punkte), Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende sowie für Hausfrauen/-männer und Wohngemeinschaften (jeweils 20 Punkte). Wenig relevant sind wohnortnahe Sportgelegenheiten für ältere Befragte bzw. Senioren und Rentner. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 107 www.karlsruhe.de       "-".."-0*$!"-"$"#7-"2"$0*$0*!,+-/3+-!& ('&*$/-" '"!*(&*"-2"$" *&"-0*$0*!+!"-*&.&"-0*$!"--(.-0%"-4!"- "2"$0*$.#-"0*!(& %")$"./(/0*$!"-"./"%"*!"* %0(%6#" 0+##"*30$4*$(& %"-2+%*+-/*%"-,+-/$"("$"*%"&/"*3+(3,(/3,&"(#(4 %"&)-' *&"-0*$0*!+!"-*&.&"-0*$!"-"./"%"*!"*,+-/*($"* 0*"0"-2"//'),#$"-" %/"-,+-/*($"*            .&.  "#-$/")&/*/2+-/ /!/-(.-0%")/#7-/!/"*/2& '(0*$7-$"-0)#-$"  "%)"*2&-*!&"/!/)6 %/""&*"*"./&))/"*"/-$#7-"-".."-0*$"*&)"-"& %1+*,+-/0*!"2"$0*$.-40)"*0.$""*&"%"**0*  0*'/"!&"#7-!&"."*"(!"/-$./"%"*&".+((/"!&"."-"(!"/-$ 0*'/"%-"-"&*0*$* %0#!&"0*/"*./"%"*!"*6$(& %'"&/"* 0#$"/"&(/2"-!"* In die Sanierung und Modernisierung bestehender Sportanlagen investieren Männer (18 Punkte) mehr als Frauen (15 Punkte) und ältere Befragte ab 65 Jahren mehr als jüngere. Das Alter der Befragten spiegelt sich indirekt auch in den Ergebnissen des Bildungsabschlusses wider sowie in den hohen Durchschnittswerten der Senioren- und Rentnerhaushalte. Familien mit Kindern (15 Punkte) geben für die Sanierung und Modernisierung bestehender Anlagen weniger aus als Haushalte ohne Kinder (17 Punkte). Deutschen (17 Punkte) ist mehr daran gelegen, bestehende Anlagen instand zu halten als Nichtdeutschen (15 Punkte). Auch der Bau neuer wettkampfgerechter Sportanlagen hat für Männer (9 Punkte) höhere Priorität als für Frauen (5 Punkte). Außerdem legen Männer unter 30 Jahren (10 Punkte) sowie Befragte über 75 Jahren mehr Gewicht auf den Ausbau wettkampfgerechter Sportanlagen. Haushalte ohne Kinder (8 Punkte) messen dem Thema etwas mehr Bedeutung bei als Haushalte mit Kindern (6 Punkte). 108 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 8.5 PRÄFERENZEN UND PRIORITÄTEN IM ANGEBOTSBEREICH Analog der in Kapitel 8.4 aufgezeigten Präferenzen und Prioritäten im Infrastrukturbereich, werden nachfolgend die Präferenzen und Prioritäten im Angebotsbereich analysiert. Hierfür wurden die Befragten erneut gebeten, 100 Punkte auf sechs verschiedene vorgegebene Maßnahmen zu verteilen. NEHMEN WIR AN, DIE STADT MÖCHTE EINEN BESTIMMTEN GELDBETRAG IM SPORT- UND FREIZEITBEREICH AUSGEBEN. SIE HABEN NUN 100 PUNKTE, DIE FÜR DIESEN GELDBETRAG STEHEN. WIE SOLLTE DIESER GELDBETRAG (= 100 PUNKTE) IHRER MEINUNG NACH AUF DIE UNTEN STEHENDEN MÖGLICHKEITEN AUFGETEILT WERDEN? Aus Sicht der Befragten hat die Bewegungsförderung im Kindergarten und in der Schule mit erheblichem Abstand höchste Priorität. Mit durchschnittlich 35 Punkten, wenden die Befragten hierfür mehr als ein Drittel ihres Gesamtbetrags auf. Ebenfalls relativ hohe Priorität hat aus Sicht der Karlsruherinnen und Karlsruher die Unterstützung des Freizeitsports im Verein – hierauf entfallen im Schnitt 22 der 100 Punkte und damit etwa ein Fünftel der möglichen Punktzahl. Durchschnittlich 14 Punkte und damit deutlich weniger investieren die Befragten in die Unterstützung von Sportangeboten außerhalb der Sportvereine. 12 Punkte wenden die Befragten durchschnittlich für die Förderung von großen sportlichen Veranstaltungen auf. Weniger Bedeutung hat für die Karlsruherinnen und Karlsruher die Unterstützung des Wettkampfsports im Verein (9 Punkte) sowie die Unterstützung des Hochleistungssports z.B. über Leistungszentren (8 Punkte). ABBILDUNG 8.23 veranschaulicht die Ergebnisse. ANHANGTABELLE 8.43 zeigt die Anteile für die einzelnen Befragtengruppen. Ausgaben im Bereich Bewegungsförderung im Kindergarten und in der Schule tätigen Frauen (40 Punkte) stärker als Männer (31 Punkte). Neben Familien mit Kindern und Alleinerziehenden (jeweils 43 Punkte), legen auch Hausfrauen/-männer (42 Punkte) überdurchschnittlich hohen Wert auf die Bewegungsförderung in Kindergarten und Schule. Hoch ist der durchschnittliche Investitionsbetrag erstaunlicherweise auch unter weiblichen Befragten über 65 Jahren (42 bzw. 45 Punkte). Vor allem jungen Männern ist die Bewegungsförderung der Kinder hingegen unterdurchschnittlich wichtig – am ehesten verwenden noch die 30- bis unter 65-Jährigen Aufmerksamkeit auf dieses Thema. Deutlich geringere Bedeutung hat die Bewegungsförderung der Kinder für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende (26 Punkte) sowie für Wohngemeinschaften (28 Punkte) und Single-Haushalte unter 45 Jahre (29 Punkte) – in allen diesen Gruppen sind zahlreiche Männer unter 30 Jahren vertreten. Auch Paare unter 45 Jahre (30 Punkte) sowie Befragte mit weniger als 1.000 Euro Pro-Kopf-Einkommen (32 Punkte) messen der Bewegungsförderung vergleichsweise geringes Gewicht bei. Die Unterstützung des Freizeitsports im Verein ist Männern (23 Punkte) wichtiger als Frauen (20 Punkte) und gewinnt unter den Männern mit fortschreitendem Alter an Bedeutung. Unter den Frauen unterstützen vor allem die 45- bis unter 75-Jährigen den Freizeitsport im Verein. Deutsche (22 Punkte) legen mehr Wert auf die Unterstützung des Freizeitsports als Nichtdeutsche (17 Punkte). Je höher das Einkommen der Befragten, desto eher höher fällt die Unterstützung des Freizeitsports im Verein aus (>3000 Euro: 24 Punkte). Die Unterstützung der Sportangebote außerhalb der Sportvereine erfährt aus der Altergruppe unter 30 Jahren bei Frauen und Männern erhöhte Unterstützung (16 bzw. 15 Punkte). Tendenziell nimmt die Bedeutung mit dem Alter ab. Nichtdeutsche (15 Punkte) unterstützen externe Angebote eher als Deutsche (13 Punkte). Noch höher ist die Mittelaufwendung unter Single-Haushalten unter 45 Jahren (17 Punkte) sowie unter Paaren des gleichen Alters (16 Punkte). Deutlich weniger Gewicht legen Familien mit Kindern auf diesen Punkt, so wenig wie Senioren-Haushalte (jeweils 11 Punkte). Der scheinbare Einfl uss der Bildung erklärt sich vor allem über das Lebensalter der Befragten. Je höher das Einkommen der Befragten ist, desto weniger befürworten sie die Unterstützung solcher Sportangebote. Die Förderung großer sportlicher Veranstaltungen ist Männern (12 Punkte) und Frauen (11 Punkte) annähernd gleich wichtig. Befragte unter 30 und über 75 Jahre befürworten sportliche Großveranstaltungen stärker als die übrigen Altersgruppen. Vor allem Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende (15 Punkte) sowie Wohngemeinschaften (16 Punkte) legen vergleichsweise großen Wert auf sportliche Großevents. Nichtdeutschen (14 Punkte) ist die Förderung sportlicher Großveranstaltungen wichtiger als Deutschen (11 Punkte). Gleiches gilt für kinderlose Haushalte (12 Punkte). Dagegen können Familien mit Kindern (9 Punkte) solchen Sportevents nur wenig abgewinnen. Bildung und Einkommen haben hinsichtlich der Förderung großer Sportveranstaltungen wenig Relevanz. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 109 www.karlsruhe.de             "2"$0*$.#5-!"-0*$&)&*!"-$-/"*0*!&*!"- %0("3*3/$.. %0(" */"-./7/30*$!".-"&3"&/.,+-/.&)"-"&* */"-./7/30*$1+*,+-/*$"+/"*04"-%(!"-,+-/1"-"&*"3+('.%+ %. %0(" 5-!"-0*$1+*$-+4"*.,+-/(& %"*"-*./(/0*$"*3+('.(0#7"--"$&+*(""&./"-. %#/ */"-./7/30*$!"."//'),#.,+-/.&)"-"&* */"-./7/30*$!".+ %("&./0*$..,+-/.3"&./0*$.3"*/-0) ! !     .&.   "#-$/")&/*/2+-/ /!/-(.-0%")/#7-/!/"*/2& '(0*$  7-$"-0)#-$"  "%)"*2&-*!&"/!/)5 %/""&*"*"./&))/"*"(!"/-$&),+-/ 0*!-"&3"&/"-"& %0.$""*&"%"**0*0*'/"!&"#7-!&"."*"(!"/-$ ./"%"*&".+((/"!&"."-"(!"/-$ 0*'/"%-"-"&*0*$* %0#!&"0*/"*./"%"*!"*5$(& %'"&/"*0#$"/"&(/2"-!"* Die Unterstützung des Wettkampfsports im Verein sowie des Hochleistungssports ist vor allem jungen Männern unter 30 Jahren überdurchschnittlich wichtig. Gleichlautend äußern sich die Befragtengruppen, in denen junge Männer vertreten sind – wie Wohngemeinschaften, Studierende und Auszubildende sowie Singles und Paare unter 45 Jahren. Im Übrigen bleiben die Abweichungen unter den einzelnen Befragtengruppen gering. 110 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 8.6 FEHLENDE SPORT- UND BEWEGUNGSANGEBOTE IN KARLSRUHE Trotz der großen Zufriedenheit mit dem Sport- und Bewegungsangebot in Karlsruhe (vgl. Kapitel 8.1 und 8.3) sehen einige Karlsruherinnen und Karlsruher in verschiedenen Bereichen Defi zite oder nennen bestimmte Angebote oder Infrastruktureinrichtungen, die sie in Karlsruhe vermissen. GIBT ES SPORTANGEBOTE ODER BEWEGUNGSRÄUME, DIE SIE IN KARLSRUHE VERMISSEN? JA UND ZWAR ... Mehr als drei von vier Befragten (76,8 %) sind mit dem Sportangebot und den Bewegungsräumen in Karlsruhe zufrieden und vermissen nichts. Dies zeigt ABBILDUNG 8.24. Umgekehrt nennt knapp jede bzw. jeder vierte Befragte (23,2 %) Bereiche, in denen Defi zite empfunden werden oder Angebote fehlen. Jüngere Leute machen häufi ger Angaben zu fehlenden Angeboten als ältere, wie aus ANHANGTABELLE 8.44 hervor geht. Dies spiegelt sich auch indirekt im Bildungsabschluss wieder. Je höher dieser ist, desto häufi ger werden Defi zite genannt. Wohngemeinschaften (34,4 %), Paare und Mehrpersonenhaushalte unter 45 Jahre (32,8 %) sowie Alleinerziehende mit Kindern (32,7 %) vermissen überdurchschnittlich häufi g bestimmte Sportangebote oder Bewegungsräume. Haushalte ohne Kinder (21,8 %) nennen seltener Mängel oder Defi zite als Haushalte mit Kindern (27,8 %). Bereits in Kapitel 8.3 zeigte sich, dass Kinder und Jugendliche mit dem Sport- und Bewegungsangebot in Karlsruhe etwas weniger zufrieden sind als die Erwachsenen. Dies spiegelt sich auch in den folgenden Ergebnissen wieder: Kinder und Jugendliche vermissen sehr viel häufi ger als Erwachsene bestimmte Angebote im Sport- und Bewegungsbereich. Nur etwa die Hälfte (56,6 %) der befragten Kinder und Jugendlichen ist mit der Situation wie sie ist, vollständig zufrieden. 43,4 % der unter 18-Jährigen fällt hingegen etwas ein, das sie vermissen oder das aus ihrer Sicht verbessert werden könnte. ABBILDUNG 8.24 veranschaulicht die Ergebnisse. Weitere Details enthält ANHANGTABELLE 8.45. &!&! -)%!**&! +*   "! -)%!**+.*   *!*    )+%!+&+.')+ ++)$*), %+1)++&+.!#$,&1)),%)            #&$" !+*(')+&'+').,&*)/,%!!!&)$*), -)%!**&!,-)%!**+ &!&! -)%!**&! +*   "! -)%!**+.*    "#%"%"!  AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 111 www.karlsruhe.de Alle Befragten, die bestimmte Sport und Bewegungsräume in Karlsruhe vermissen, waren aufgefordert die empfundenen Mängel und Defi zite zu nennen. Die frei formulierten Äußerungen sind entsprechend ihrer vielfältigen Bandbreite in bis zu 32 verschiedene Kategorien zusammengefasst worden. Die Nennungen der Kinder und Jugendlichen überschneiden sich teilweise mit denen der Erwachsenen, sind jedoch nicht identisch. Die verschiedenen Sport- und Bewegungsangebote, die aus Sicht der Befragten fehlen oder die verbessert werden sollten, sind in ABBILDUNG 8.25 vergleichend aufgezeigt. Nachfolgend werden zunächst die Anteile für die Erwachsenen beschrieben und dann wird vergleichend auf die Anteile der Kinder und Jugendlichen eingegangen. Die aufgezeigten Anteile beziehen sich auf die Gesamtzahl der Befragten mit Verbesserungsbedarf (= 23,2 % der Erwachsenen bzw. 43,4 % der Kinder und Jugendlichen). Die ANHANGTABELLEN 8.46 und 8.47 zeigen die Anteile differenziert nach Männern und Frauen bzw. Mädchen und Jungen. Die meisten Nennungen der Erwachsenen entfallen auf den Bereich „Hallen- und Freibäder“ (16,1 %) – hier wird seltener die Versorgungslage generell kritisiert, als viel mehr die hohen Eintrittspreise, die Ausstattung sowie die fehlenden Kursangebote im Schwimmsportbereich. Frauen (20,9 %) üben diesbezüglich häufi ger Kritik als Männer (11,7 %). Rund ein Zehntel der Befragten (9,9 %) beklagt das Fehlen zielgruppenspezifi scher Angebote wie beispielsweise Angebote für Kinder, Senioren oder Behinderte. Auch hier sind es häufi ger Frauen (14,6 %) als Männer (5,5 %), die Mängel empfi nden. Radwege und Mountainbike-Strecken vermissen 8 % der befragten Teilgruppe. Ein ähnlich hoher Anteil der Befragten nennt den Bereich „Wandern, Nordic-Walking, Jogging, Trimm-Dich-Pfade“ (7,5 %). Eine Eislaufhalle oder Angebote im Bereich Eishockey vermissen 6,5 % der Teilgruppe – vor allem Männer (9,1 %). Fitnessangebote, Gymnastik und Yoga folgt mit 5,7 % Stimmenanteil. Allgemein günstigere oder kostenlose Angebote wünschen sich 5,3 % der Teilgruppe. Fehlende spezielle Angebote im Stadtteil oder in der Nähe kritisieren 5,2 % von ihnen. Eben so viele wünschen sich bessere oder vielfältigere Tanzangebote (5,2 %). Unter Frauen (8,9 %) ist der Wunsch nach besseren Tanzangeboten deutlich ausgeprägter als unter Männern (1,8 %). Vermisst werden darüber hinaus Angebote und Infrastrukturen im Bereich „Tennis, Squash, Golf" (3,8 %), „Beachvolleyballfelder/-plätze/-hallen“ (3,3 %) sowie "Sporthallen, Sportanlagen, Freizeitspielfelder" (3 %) – hierbei geht es vor allem um die Qualität und Quantität der Anlagen aber auch um die Zugänglichkeit. Mit ähnlich hohen Anteilen folgen „Fußball- und Bolzplätze“ (3 %), „Trendsportarten“ (2,9 %) sowie Spielfelder, Angebote und Hallen im Bereich Badminton, Volleyball, Handball und Baseball (2,9 %). Angebote im Bereich Wassersport vermissen 2,7 % der Befragten mit Verbesserungswünschen. 2,6 % der befragten Teilgruppe sieht Defi zite im Bereich „Parks und Grünanlagen“. Anteile von unter 2,5 % entfallen auf weitere Bereiche, die ANHANGTABELLE 8.46 entnommen werden können. Kinder und Jugendliche benennen deutlich häufi ger als Erwachsene Defi zite bei Sporthallen/Sportanlagen/ Freizeitspielfeldern (10,9 %) – diese zielen vor allem auf eine bessere und vor allem frei zugängliche Versorgung ab und werden überwiegend von Jungen geäußert (15,3 %). Auch die qualitative und quantitative Verbesserung der Fußball- und Bolzplätze (10,2 %) ist Kindern und Jugendlichen wichtig – sie wird von ihnen etwa dreimal häufi ger vorgebracht als von Erwachsenen, und zwar vor allem von Jungen (18,8 %). Verbesserungen im Vereinssport regen 8,5 % der Kinder und Jugendlichen mit Wünschen an – sei es hinsichtlich der Angebote oder hinsichtlich der Ausstattung. Benannt wurden von Kindern und Jugendlichen auch immer wieder die Bereiche Basketball (4,4 %), mehr „leistungsorientierte Sportförderung, bessere Ausstattung, gute Trainer“ sowie „Verbesserung des Schulsportangebots und Öffnung der Schulhöfe und Schulsporthallen auch außerhalb des Unterrichts“ (jeweils 2,4 %). All diese Aspekte spielten bei den Erwachsenen überhaupt keine Rolle. Umgekehrt gibt es Aspekte, die Kindern und Jugendlichen weniger wichtig sind als Erwachsenen – hierzu zählt beispielsweise die Thematik Hallen- und Freibäder. Mit 10,9 % Stimmenanteil sind Hallen- und Freibäder Kindern und Jugendlichen weniger wichtig als Erwachsenen, stellen jedoch insgesamt ein wichtiges Anliegen dar. Kritisiert wird hier, wie bei den Erwachsenen auch, vor allem die Ausstattung und die Höhe der Eintrittspreise. Ein weiterer Aspekt der Kindern weniger wichtig ist als Erwachsenen sind Strecken zum Laufen, Walken und Joggen (2,4 %). 112 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER                                                                                                   $76;<20.60*+.6 $76;<20.$87:<*:<.6J $<*-276 5.:2,*677<+*44 &.:+.;;.:=60-.;$,1=4;87:<*60.+7<;B//6=60-.:$,1=41H/. .1:4.2;<=60;7:2.6<2.:<.$87:</H:-.:=60+.;;.:.=;;<*<<=600=<.%:*26.: %=:6.6.2,1<*<14.<23<14.<23 *;3.<+*44 #.2<.:17/#.2<*64*0.#.2<5H042,13.2< 2<6.;;$82.484F<A.52<$87:<0.:F<.6 .1:=6-+.;;.:.$3*<.*64*0.6=6-"*:37=:; *58/;87:<.,1<.6 &.:.26;;87:<+:.2<.:.;60.+7<=6-7-.:+.;;.:.=;;<*<<=60 7?42607=4.2442*:-$6773.: :.2.60.+7<.716.&.:.26;+26-=60%.662;74/ .;=6-1.2<;;87:<6<;8*66=60 $87:<0.:F<.25:.2.6%2;,1<.662;*-526<76 262074/2<6.;;8*:3 4.<<.:64.<<.:1*44.64.<<.:?F6-.5.1:/:.2A=0F6042,1.60.+7<. .;;.:. H042,13.2<.6A=56426.:6 "*:3;=6-:I6*64*0.6 '*;;.:;87:< *-526<76&744.@+*44*6-+*44*;.+*44$82.4/.4-.:60.+7<.=6-*44.6 %:.6-;87:<*:<.6 .1:=6-7-.:+.;;.:.=E+*44=6-74A84F<A. .1:=6-7-.:+.;;.:.$87:<1*44.6$87:<*64*0.6:.2A.2<;82.4/.4-.:7//.6J .*,1>744.@+*44/.4-.:84F<A.1*44.6 %.662;$9=*;174/ .;;.:.>2.4/F4<20.:.%*6A*60.+7<. .14.6-.;8.A2.44.60.+7<.25$<*-<<.2460.+7<.A=?.2<.6</.:6< 440.5.260I6;<20.:.37;<.647;.60.+7<. 2<6.;;*60.+7<.9=*@56*;<23(70* 2;4*=/1*44.2;17,3.@ '*6-.:6!7:-2,'*43260700260%:2552,1"/*-. #*-?.0. 7=6<*26+23.$<:.,3.6 60.+7<./I:>.:;,12.-.6.)2.40:=88.626-.:$.627:.6.126-.:<. *44.6=6-:.2+F-.:0I6;<20.26<:2<<;8:.2;.=6-7-.:+.;;.:.J :?*,1;.6.26-.:=6-=0.6-42,1.             2+<.;$87:<*60.+7<.7-.:.?.0=60;:F=5.-2.$2.26*:4;:=1.>.:52;;.6  .1:/*,16.66=60.6?*:.65H042,1-*1.:$=55.60:HE.:*4;  *;2;   ./:*0<.52<6<?7:< $<*-<*:4;:=1.5</I:$<*-<.6<?2,34=60I:0.:=5/:*0. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 113 ANHANG HINWEIS: Die Anhangtabelllen 2.01 bis 8.47 befi nden sich auf der beigelegten CD 1 Bürgerumfrage 2013 Ihre Meinung ist uns wichtig. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, um an der diesjährigen Karlsruher Bürgerumfrage teilzunehmen. Die seit 1992 regelmäßig durchgeführte Bürgerumfrage stellt eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung der Stadt Karlsruhe dar. Sie helfen uns sehr, wenn Sie die Fragen auf den folgenden Seiten beantworten. Das Ausfüllen dauert etwa 30 Minuten. Ihre Angaben werden anonym ausgewertet. Um Auswertungen für die 70 Karlsruher Stadtviertel machen zu können, bitten wir Sie, die Nummer Ihres Stadtviertels aus dem Anschreiben in den Fragebogen zu übernehmen. Die Teilnahme an der Umfrage ist freiwillig. Als Dankeschön verlosen wir unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Eintrittskarten für das Europabad sowie Karlsruher Geschenkgutscheine. Wenn Sie an der Verlosung teilnehmen möchten, geben Sie bitte auf dem beigefügten Blatt Ihre Adresse an. Diese wird von Ihrem Fragebogen sofort getrennt und ausschließlich zur Information über einen möglichen Gewinn bei der Verlosung genutzt. Anschließend wird Ihre Adresse gelöscht. Ich lebe im Stadtviertel ... _ _ _ _ Bitte tragen Sie hier die vierstellige Nummer Ihres Stadtviertels aus dem Anschreiben ein. Freizeit und Bewegung 1 Es gibt viele Möglichkeiten, die Freizeit außer Haus zu gestalten. Bitte geben Sie bei den folgenden Aktivitäten an, ob sie das häufig, ab und zu, selten oder nie ausüben. Häufig (mindestens einmal pro Woche) T Ab und zu T Selten T Nie T Freunde / Verwandte besuchen F F F F Ausgehen (Restaurant, Kneipe, Disco, Kino etc.) F F F F Besuch kultureller / gesellschaftlicher Veranstaltungen (Theater, Konzert, Vorträge o.ä.) F F F F Stadtbummel / Shopping / Flanieren in der Innenstadt F F F F Längerer Aufenthalt oder spazieren gehen in Parks, Grünanlagen oder Wäldern F F F F Fahrrad fahren (Ausflüge, Radtouren) F F F F Spielen und Unternehmungen mit meinen Kindern (unter 18 Jahren) F F F F Sport treiben F F F F Schwimmen / Baden (Freibad, Hallenbad, Baggersee) F F F F Aufenthalt im Jugendzentrum / Jugendclub F F F F Besuch von Sportveranstaltungen F F F F Besuch einer Altenbegegnungsstätte F F F F Fahrt in die weitere Umgebung zum Spazierengehen / Wandern (Schwarzwald etc.) F F F F Fort- und Weiterbildung wie z.B. VHS-Kurse o.ä. F F F F Besuch von Freizeitparks, Tierparks o.ä. F F F F Ehrenamtliche Tätigkeit in einem Verein / Initiative / Gruppe F F F F Arbeit / Aufenthalt im Garten / Kleingarten / Obstbaumwiese F F F F 114 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 2 2 Sind Sie sportlich aktiv? Darunter verstehen wir alle Arten von bewegungsaktiver Erholung wie z.B. Spazierengehen, gemütliches Schwimmen oder Rad fahren sowie alle Arten von Wettkampf- und Freizeitsport. Ja F weiter mit Frage 4 Nein F 3 Welche der nachfolgenden Gründe sind dafür ausschlaggebend, dass Sie nicht sportlich aktiv sind? Es sind mehrere Antworten möglich. Ich habe kein Interesse an der Ausübung von Sportaktivitäten. F Mein Gesundheitszustand lässt Sportaktivitäten nicht zu. F Ich weiß nicht, wo ich ein geeignetes Sportangebot für mich finden könnte. F Der Weg zur nächsten Sportmöglichkeit (z.B. Sportplatz, Verein, Fitness-Studio) ist mir zu weit. F Es fehlen frei zugängliche Sportanlagen F Der finanzielle Aufwand für die Ausübung von Sportaktivitäten ist mir zu hoch. F Ich kenne niemanden, der mitmacht; alleine möchte ich nicht mit einer sportlichen Aktivität beginnen. F Ich habe keine Zeit. F Ich fühle mich zu alt. F weiter mit Frage 17 4 Wie würden Sie Ihre sportliche Aktivität einordnen? überwiegend bewegungsaktive Erholung (z.B. Spazierengehen, Baden, gemütliches Rad fahren, ...) F überwiegend Sport treiben (z.B. Ballsport, Leichtathletik, sportliches Schwimmen, Rennrad fahren, ...) F 5 Nun möchten wir ganz allgemein wissen, warum Sie persönlich Sport treiben bzw. Bewegungsaktivitäten ausüben? Bitte geben Sie jeweils an, wie wichtig bzw. wie unwichtig die einzelnen Motive für Sie persönlich sind. Sehr wichtig T Wichtig T Teils, teils T Unwichtig T Völlig unwichtig T Gesundheit F F F F F gemeinsames Erleben, Geselligkeit F F F F F Spaß / Freude an Sport und Spiel F F F F F Fitness, Kondition, Beweglichkeit F F F F F Streben nach Leistung / persönlicher Verbesserung F F F F F Abwechslung, Zeitvertreib, Unterhaltung F F F F F Ausgleich, Entspannung, Erholung F F F F F Wettkampf, Erfolg F F F F F etwas für Figur und Aussehen tun F F F F F den eigenen Körper erleben F F F F F die Natur erleben F F F F F Ästhetik der Bewegung F F F F F AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 115 3 6 Sind Sie Mitglied in einem Sportverein? Ja F Nein F weiter mit Frage 8 7 Wie oft treiben Sie aktiv im Verein Sport? zur Zeit nicht F unregelmäßig, weniger als 1x pro Woche F regelmäßig, mindestens 1x pro Woche F regelmäßig, mindestens 2x pro Woche F 8 Besuchen Sie ein Sport- / Fitness- / Bodybuildingstudio? Ja F Nein F 116 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 4 9 Welche Sportarten bzw. Bewegungsaktivitäten üben Sie im Allgemeinen aus? Hierzu zählen auch Aktivitäten wie Spazierengehen, gemütliches Schwimmen oder Rad fahren. Häufigste betriebene Aktivität: Zweithäufigste betriebene Aktivität: Dritthäufigste betriebene Aktivität: Bitte nennen Sie Ihre drei häufigsten Sport- oder Bewegungsaktivitäten und beantworten Sie jeweils die Fragen 10 bis 14 für jede Aktivität. --------------------- --------------------- --------------------- 10 Wie oft üben Sie diese Aktivität aus? Sommer Winter Sommer Winter Sommer Winter in der Woche: _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal oder im Monat: _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal oder im Halbjahr: _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal 11 Wie lange dauert jeweils eine Trainings- / Übungseinheit? Sommer Winter Sommer Winter Sommer Winter Dauer in Minuten: ca. ... ca. ... ca. ... ca. ... ca. ... ca. ... 12 Wo üben Sie diese Sportarten / Bewegungsaktivitäten aus? Mehrere Antworten sind möglich Sommer Winter Sommer Winter Sommer Winter Turn- und Sporthalle F F F F F F Gymnastikraum F F F F F F Fitness-Studio F F F F F F Sportplatz F F F F F F Sondersportanlage (z.B. Tennis-, Reitplatz) F F F F F F Hallenbad F F F F F F Freibad F F F F F F Freizeitspielfeld (z.B. Bolz-, Skate-, Spielplatz) F F F F F F Offenes Gewässer, Fluss F F F F F F Park, Wald, Wege F F F F F F Straße F F F F F F Zuhause F F F F F F 13 Wer organisiert diese Aktivitäten? Sportverein F F F selbst organisiert auf frei zugänglichen Anlagen (z.B. privater Waldlauf) F F F selbst organisiert auf Anlagen gegen Entgelt (z.B. Tennishalle, Badbesuch) F F F Kommerzielle Anbieter (z.B. Fitness-Studio) F F F Volkshochschule F F F Krankenkasse F F F Hochschule, Schule (AGs, Angebote im Ganztagsbetrieb) F F F Sonstige Organisation (z.B. Betrieb, kirchliche Einrichtung) F F F 14 Wo betreiben Sie die genannten Sportarten / Bewegungsaktivitäten? überwiegend in meinem Stadtteil F F F überwiegend in einem anderen Stadtteil F F F überwiegend außerhalb von Karlsruhe F F F AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 117 5 15 Welcher der folgenden Sportlergruppen würden Sie sich nach Ihrem jetzigen Stand in der von Ihnen am häufigsten ausgeübten Sportart / Bewegungsaktivität (Frage 9) zurechnen? Bitte machen Sie nur ein Kreuz für die häufigste Aktivität. Freizeitsportlerinnen und -sportler (unregelmäßig, weniger als 1x pro Woche) F Freizeitsportlerinnen und -sportler (regelmäßig, mind. 1x pro Woche) F Wettkampfsportlerinnen und -sportler bis Bezirksebene F Wettkampfsportlerinnen und -sportler bis Landes- / Verbandsebene F Hochleistungssportlerinnen und -sportler F 16 Waren Sie in den letzten vier Wochen sportlich aktiv? Ja F Nein F 17 Wie zufrieden sind Sie mit den Möglichkeiten, die hier in Karlsruhe geboten werden, um Ihren Bedürfnissen nach Bewegung und sportlichen Aktivitäten nachzugehen? Sehr zufrieden F Eher zufrieden F Eher unzufrieden F Sehr unzufrieden F Weiß nicht F 18 Und wie ist es hier in Ihrem Stadtteil: Wie zufrieden sind Sie hier mit den Möglichkeiten, um Ihren Bedürfnissen nach Bewegung und sportlichen Aktivitäten nachzugehen? Sehr zufrieden F Eher zufrieden F Eher unzufrieden F Sehr unzufrieden F Weiß nicht F 19 Wie beurteilen Sie die folgenden Bedingungen für Bewegung und Sport in Karlsruhe? Sehr gut T Gut T Mittel- mäßig T Aus- reichend T Schlecht T Weiß nicht T die Informationen über das Spiel-, Sport- und Bewegungsangebot F F F F F F die Anzahl der vorhandenen Sporthallen F F F F F F die Anzahl der vorhandenen Sportplätze F F F F F F den baulichen Zustand der vorhandenen Sporthallen F F F F F F den baulichen Zustand der vorhandenen Sportplätze F F F F F F das Sportangebot von Sportvereinen F F F F F F das Sportangebot von kommerziellen Anbietern (z.B. Fitness-Studios, Tanzschulen) F F F F F F das Sportangebot von anderen Anbietern (z.B. Krankenkasse) F F F F F F die Freizeitspielfelder (z.B. Bolzplätze, Inline- /Skatingflächen, Spielfelder in Parks) F F F F F F die Laufsportwege F F F F F F die Möglichkeiten für Kinder, sich in ihrem Wohnumfeld zu bewegen oder Sport zu treiben F F F F F F die Fahrradwege F F F F F F die Öffnungszeiten der Sportstätten F F F F F F die Versorgung mit Hallenbädern F F F F F F die Versorgung mit Freibädern F F F F F F 118 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 6 20 Bitte geben Sie zu jeder der folgenden Aussagen zu den Karlsruher Sportvereinen an, inwieweit sie Ihrer Ansicht nach zutrifft bzw. nicht zutrifft. Trifft völlig zu T Trifft zu T Teils, teils T Trifft nicht zu T Trifft gar nicht zu T Weiß nicht T Sport treiben im Verein ist preiswert. F F F F F F Die Übungsleiterinnen und Übungsleiter im Verein sind gut qualifiziert. F F F F F F Im Sportverein gibt es ein vielseitiges Angebot. F F F F F F Der Nachteil am Vereinssport besteht darin, dass man auf bestimmte Übungszeiten festgelegt ist. F F F F F F Im Verein werden Kinder und Jugendliche gefördert. F F F F F F Der Verein dient der Integration aller Bevölkerungsgruppen. F F F F F F Die Sportvereine informieren gut über ihre Angebote. F F F F F F Die Talent- und Nachwuchsförderung seitens der Sportvereine ist gut. F F F F F F 21 Für wie wichtig halten Sie folgende denkbare Schwerpunkte der Sportvereinsarbeit in Karlsruhe? Sehr wichtig T Wichtig T Teils, teils T Weniger wichtig T Völlig unwichtig T Weiß nicht T stärkere Orientierung der Vereinsangebote am Freizeitsport F F F F F F Ausbau der Zusammenarbeit der Sportvereine F F F F F F Ausbau von Angeboten im Gesundheitssport F F F F F F Verbesserung der Qualifikation ehrenamtlicher Übungsleiter F F F F F F Integration von neuen Sportarten in das Vereinsangebot F F F F F F Ausbau von Angeboten für Senioren F F F F F F Ausbau von Angeboten für Frauen F F F F F F Ausbau von Kursangeboten, auch für Nichtmitglieder F F F F F F Ausbau der Kinder- und Jugendarbeit F F F F F F stärkere Orientierung am Wettkampf- und Spitzensport F F F F F F Zusammenschlüsse von Sportvereinen F F F F F F Beschäftigung von hauptamtlichen Mitarbeitern F F F F F F Ausbau der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen (z.B. Schulen, Krankenkassen etc.) F F F F F F Ausbau der Angebote am Vormittag / frühen Nachmittag F F F F F F Ausbau der Talent- und Nachwuchsförderung F F F F F F AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 119 7 22 "Karlsruhe ist alles in allem eine sport- und bewegungsfreundliche Stadt.“ Trifft diese Aussage Ihrer Meinung nach zu? Trifft voll und ganz zu T Trifft eher zu T Teils, teils T Trifft eher nicht zu T Trifft überhaupt nicht zu T Weiß nicht T bezogen auf den Stadtteil, in dem Sie wohnen F F F F F F bezogen auf die Stadt Karlsruhe insgesamt F F F F F F 23 Gibt es Sportangebote oder Bewegungsräume, die Sie in Karlsruhe vermissen? F Nein, ich vermisse nichts F Ja, und zwar ............................................................. ...................................................................... ...................................................................... 24 Nehmen wir an, die Stadt möchte einen bestimmten Betrag für Verbesserungen im Bereich von Sport- und Bewegungsräumen ausgeben. Sie haben nun 100 Punkte, die für diesen Geldbetrag stehen. Wie sollte dieser Geldbetrag (= 100 Punkte) Ihrer Meinung nach auf die unten stehenden Möglichkeiten aufgeteilt werden? Wenn eine der unten stehenden Verbesserungen aus Ihrer Sicht nicht notwendig ist, vergeben Sie bitte 0 Punkte. Je dringlicher aber eine Verbesserung aus Ihrer Sicht ist, desto mehr Punkte sollten Sie vergeben - aber bitte nicht mehr als 100 Punkte insgesamt. Punkte Bau offen zugänglicher, wohnortnaher Sportgelegenheiten (z.B. Bolzplatz, Spielfläche im Park) __________ Bewegungsfreundliche Umgestaltung der bestehenden Schulhöfe __________ Bau neuer wettkampfgerechter Sportanlagen __________ Sanierung und Modernisierung der Karlsruher Bäder __________ Verbesserung der Wege für Bewegung und Sport (z.B. Nordic-Walking-Strecke, Rad / Inlinerwege) __________ Sanierung und Modernisierung der bestehenden Sportanlagen __________ = 100 Punkte 25 Nehmen wir an, die Stadt möchte einen bestimmten Geldbetrag im Sport- und Freizeitbereich ausgeben. Sie haben nun 100 Punkte, die für diesen Geldbetrag stehen. Wie sollte dieser Geldbetrag (= 100 Punkte) Ihrer Meinung nach auf die unten stehenden Möglichkeiten aufgeteilt werden? Wenn eine der unten stehenden Förderungen aus Ihrer Sicht nicht notwendig ist, vergeben Sie bitte 0 Punkte. Je dringlicher aber eine Verbesserung aus Ihrer Sicht ist, desto mehr Punkte sollten Sie vergeben - aber bitte nicht mehr als 100 Punkte insgesamt. Punkte Förderung von großen sportlichen Veranstaltungen (z.B. Volkslauf, überregionale Meisterschaft) __________ Unterstützung des Freizeitsports im Verein __________ Bewegungsförderung im Kindergarten und in der Schule (z.B. Ganztagsschule) __________ Unterstützung des Wettkampfsports im Verein __________ Unterstützung von Sportangeboten außerhalb der Sportvereine (z.B. Volkshochschule) __________ Unterstützung des Hochleistungssports (z.B. Leistungszentrum) __________ = 100 Punkte 120 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 8 Baden und Schwimmen 26 Jetzt würden wir gerne Ihre Badegewohnheiten etwas genauer kennen lernen. Wie häufig suchen Sie im Allgemeinen folgende Hallenbäder auf? Nie T Mehrmals pro Woche T Einmal pro Woche T Ein- bis dreimal pro Monat T Alle zwei bis drei Monate T Seltener T Adolf-Ehrmann-Bad (Neureut) F F F F F F Europabad (Südweststadt) F F F F F F Fächerbad (Waldstadt/Hagsfeld) F F F F F F Hallenbad Grötzingen F F F F F F Oberwaldbad (KA-Süd) F F F F F F Therme Vierordtbad (Südweststadt) F F F F F F Weiherhofbad (Durlach) F F F F F F ein Hallenbad außerhalb Karlsruhes F F F F F F 27 Wenn Sie das von Ihnen am häufigsten genutzte Hallenbad in Karlsruhe aufsuchen, wie lange benötigen Sie in der Regel für den Weg dorthin? F weniger als 15 Minuten F 15 bis 29 Minuten F 30 bis 45 Minuten F länger als 45 Minuten 28 Mit welchem Verkehrsmittel erreichen Sie in der Regel das Hallenbad Ihrer Wahl in Karlsruhe? Bitte geben Sie nur das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel an. F Straßenbahn / Bus F PKW / Mofa / Motorrad F Fahrrad F zu Fuß 29 Wenn Sie das von Ihnen am häufigsten besuchte Hallenbad in Karlsruhe aufsuchen – wie lange bleiben Sie an einem Badetag in der Regel dort? unter der Woche: ..... Stunden am Wochenende: ..... Stunden 30 Wie häufig suchen Sie in der Freibadsaison im Allgemeinen folgende Badegelegenheiten auf? Nie T Mehrmals pro Woche T Einmal pro Woche T Ein- bis dreimal pro Monat T Alle zwei bis drei Monate T Seltener T Freibad Rüppurr FF F F F F Rheinstrandbad Rappenwört, Freibad F F F F F F Sonnenbad, Freibad (Rheinhafen) FF F F F F Turmbergbad, Freibad (Durlach) F F F F F F Freibad Wolfartsweier (Wölfle) FF F F F F einen Baggersee in Karlsruhe oder im Umland F F F F F Ƒ ein Freibad außerhalb Karlsruhes FF F F F F 31 Welche der folgenden Bäder außerhalb Karlsruhes haben Sie im letzten Jahr besucht? Rotherma, Rotenfels F Caracalla, Baden-Baden F La Ola, Landau F Badewelt, Sinsheim F Aquadrom, Hockenheim F Miramare, Weinheim F keines der genannten F AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 121 9 32 Aus welchen Gründen gehen Sie ins Bad? Bitte kreuzen Sie alles Zutreffende an. um fit und gesund zu bleiben F um mich einfach wohl zu fühlen F um ungestört (Bahnen) zu schwimmen F um zu trainieren, Sport zu treiben F um auszuruhen, zu entspannen F zum Spiel und Spaß haben F um Freunde / Bekannte zu treffen F 33 Wie wichtig sind Ihnen folgende Angebote bzw. Ausstattungsmerkmale eines Schwimmbads? Sehr wichtig T Wichtig T Weniger wichtig T Überhaupt nicht wichtig T Weiß nicht T Nähe zur Wohnung F F F F F Gute Anbindung an den ÖPNV F F F F F Gute Parkmöglichkeiten F F F F F Sauberkeit F F F F F Gastronomie F F F F F Saunabereich F F F F F Rutschen / Großrutschen F F F F F Becken mit besonderen Attraktionen (z.B. Strömungskanal, Strudel, Massagedüsen) F F F F F Ruhe und Entspannung F F F F F Kursangebote F F F F F 34 Bäder unterliegen einer hohen Abnutzung und müssen regelmäßig modernisiert werden. Aufgrund der knappen städtischen Finanzmittel gelingt dies nicht in allen Bädern gleichzeitig. Würden Sie in einem rundum modernisierten Bad einen höheren Eintrittspreis für angemessen halten oder soll auch dann – wie bisher – der Karlsruher Einheitspreis 1) erhoben werden? 1) Tageskarte Erwachsene derzeit 3,80 € mit Ausnahme von Vierordt-, Fächer- und Europabad modernisiertes Bad darf mehr kosten F Einheitspreis soll auch nach Modernisierung gelten F 122 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Angaben zur Person und zum Haushalt Um Einschätzungen der Bürgerinnen und Bürger auch nach Teilgruppen der Bevölkerung auswerten zu können, benötigen wir noch einige statistische Angaben von Ihnen. S5 Wo wurden Ihre Eltern geboren? Beide Eltern in Deutschland geboren F S1 Wie alt sind die Personen in Ihrem Haushalt? Tragen Sie bitte die Geburtsjahre aller Personen ein, die zu Ihrem Haushalt gehören. Falls Sie in einer Wohngemeinschaft leben, machen Sie bitte nur Angaben zu Ihrer Person und zu mit Ihnen lebenden Familienangehörigen. Mutter und/oder Vater im Ausland geboren F Geburtsjahr männlich weiblich S6 Welchen höchsten Schul- bzw. Hochschulabschluss haben Sie? Sie selbst _ _ _ _ F F Noch Schüler/in F Ohne Abschluss / Sonderschulabschluss F Volksschule / Hauptschulabschluss F Bitte tragen Sie nun die Geburtsjahre aller weiteren Haushaltsmitglieder ein: Wenn keine weiteren Haushaltsmitglieder in Ihrem Haushalt leben, bitte weiter mit Frage S3. Realschulabschluss / Mittlere Reife F 2. Person _ _ _ _ Fachhochschulreife/Abitur/ Hochschulreife F 3. Person _ _ _ _ Hochschul- / Fachhochschulabschluss F 4. Person _ _ _ _ S7 In welchem Tätigkeitsverhältnis stehen Sie? 5. Person _ _ _ _ Ganztags berufstätig F 6. Person _ _ _ _ 7. Person _ _ _ _ Teilzeitbeschäftigt, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt F 8. Person _ _ _ _ Sowie weitere Personen _ _ (Anzahl eintragen) Schüler/-in, Lehre / Berufsausbildung, Praktikant/-in, Wehr- oder Freiweilligendienst F S2 Mit welchen Personen leben Sie dabei zusam- men? Bitte kreuzen Sie alles Zutreffende an. Student/-in F Ehe-/Lebenspartner F Arbeitslos F Eltern / Verwandte F Rentner/-in, Pensionär/-in F Kinder F Hausfrau / Hausmann F Wohngemeinschaft F Sonstige F S3 Welche Staatsangehörigkeit haben Sie? S8 Viele Karlsruher Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in einem Verein, einer Initiative, einem Verband oder einer gemeinnützigen Organisation ehrenamtlich. Sind Sie derzeit ehrenamtlich tätig? die deutsche F Ja F die deutsche und eine andere F Nein F eine andere F Keine Angabe F S4 Wurden Sie in Deutschland geboren? Ja F Nein F AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 123 S9 Wenn Sie alles zusammenrechnen, was Ihr Haushalt an Einkommen hat, wie hoch ist das Nettoeinkommen (nach Abzug von Steuern und Sozialversicherung), über das der Haushalt insgesamt monatlich verfügt? Wenn Sie in einer Wohngemeinschaft leben, geben Sie bitte nur Ihr eigenes Einkommen an. Unter 750 € F 750 € bis unter 1.500 € F 1.500 € bis unter 2.250 € F 2.250 € bis unter 3.000 € F 3.000 € bis unter 4.000 € F 4.000 € bis unter 5.000 € F 5.000 € und mehr F Sie sind nun am Ende unseres Fragebogens angekommen – vielen Dank für Ihre Unterstützung. 124 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 1 Bürgerumfrage 2013 Die Stadt Karlsruhe führt regelmäßig Bürgerumfragen zu verschiedenen Themen durch. In diesem Jahr geht es um das Thema „Sport“. Da häufig auch Kinder und Jugendliche Sport treiben, ist uns auch Deine Meinung wichtig. Es ist wichtig, dass Du die Fragen des Fragebogens beantwortest – auch wenn Du selbst keinen Sport treibst. Deine Eltern können Dir beim Ausfüllen des Fragebogens helfen. Es dauert etwa 30 Minuten. Deine Antworten bleiben anonym, das bedeutet, dass man nicht weiß, wer die Antworten gegeben hat. Um das Sportangebot in Karlsruhe und in Deinem Stadtviertel weiter zu verbessern, möchten wir aber wissen, in welchem Stadtviertel Du wohnst. Daher bitten wir Dich, die Nummer Deines Stadtviertels aus dem Anschreiben Deiner Eltern in den Fragebogen zu übernehmen. Alle, die den Fragebogen ausgefüllt haben, können an einer Verlosung teilnehmen und Eintrittskarten für das Europabad gewinnen. Wenn Du an der Verlosung teilnehmen möchtest, musst Du auf dem beigefügten Blatt Deine Adresse angeben. Diese wird sofort von dem Fragebogen getrennt und ausschließlich zur Verlosung genutzt. Somit bleiben Deine Antworten anonym. Die Adresse wird nach der Verlosung gelöscht. Ich lebe im Stadtviertel ... _ _ _ _ Bitte trage hier die vierstellige Nummer Deines Stadtviertels aus dem Anschreiben Deiner Eltern ein. Bewegung und Sport 1 Bist Du sportlich aktiv? Darunter verstehen wir alle Arten von Bewegung wie z.B. Spazierengehen, gemütliches Schwimmen oder Rad fahren aber auch Wettkampf- und Freizeitsport. Der Pflichtsportunterricht an Schulen gilt nicht als sportliche Aktivität – daher mach hierzu bitte keine Angaben. Sportaktivitäten im Rahmen von freiwilligen Arbeitsgemeinschaften oder des Ganztagsschulbetriebes werden hingegen als sportliche Aktivität betrachtet. Ja F weiter mit Frage 3 Nein F 2 Aus welchen Gründen bist Du nicht sportlich aktiv? Es sind mehrere Antworten möglich. Ich habe kein Interesse F Mein Gesundheitszustand lässt Sportaktivitäten nicht zu. F Ich weiß nicht, wo ich ein geeignetes Sportangebot für mich finden könnte. F Der Weg zur nächsten Sportmöglichkeit (z.B. Sportplatz, Verein, Fitness-Studio) ist mir zu weit. F Es fehlen frei zugängliche Sportanlagen F Die Ausübung von Sportaktivitäten ist mir oder meinen Eltern zu teuer. F Ich kenne niemanden, der mitmacht; alleine möchte ich nicht mit einer sportlichen Aktivität beginnen. F Ich habe keine Zeit. F Weiter mit Frage 16 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 125 2 3 Wie würdest Du Deine sportliche Aktivität einordnen? überwiegend bewegungsaktive Erholung (z.B. Spazierengehen, Baden, gemütliches Rad fahren, ...) F überwiegend Sport treiben (z.B. Ballsport, Leichtathletik, sportliches Schwimmen, Rennrad fahren, ...) F 4 Nun möchten wir ganz allgemein wissen, warum Du persönlich Sport treibst? Bitte gib jeweils an, wie wichtig bzw. wie unwichtig die einzelnen Gründe für Dich sind. Sehr wichtig T Wichtig T Weniger wichtig T Unwichtig T Völlig unwichtig T Gesundheit F F F F F gemeinsames Erleben, Geselligkeit F F F F F Spaß / Freude an Sport und Spiel F F F F F Fitness, Kondition, Beweglichkeit F F F F F Streben nach Leistung / persönlicher Verbesserung F F F F F Abwechslung, Zeitvertreib, Unterhaltung F F F F F Ausgleich, Entspannung, Erholung F F F F F Wettkampf, Erfolg F F F F F etwas für Figur und Aussehen tun F F F F F den eigenen Körper erleben F F F F F die Natur erleben F F F F F Ästhetik der Bewegung F F F F F 5 Bist Du Mitglied in einem Sportverein? Ja F Nein F weiter mit Frage 7 6 Wie oft treibst Du aktiv im Verein Sport? zur Zeit nicht F unregelmäßig, weniger als 1x pro Woche F regelmäßig, mindestens 1x pro Woche F regelmäßig, mindestens 2x pro Woche F 7 Besuchst Du ein Sport- / Fitness- / Bodybuildingstudio? Ja F Nein F 126 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 3 8 Welche Sportarten bzw. Bewegungsaktivitäten übst Du im Allgemeinen aus? Hierzu zählen auch Aktivitäten wie Spazierengehen, gemütliches Schwimmen oder Rad fahren. Häufigste betriebene Aktivität: Zweithäufigste betriebene Aktivität: Dritthäufigste betriebene Aktivität: Bitte nenne Deine drei häufigsten Sport- oder Bewegungsaktivitäten und beantworte jeweils die Fragen 9 bis 13 für jede Aktivität. --------------------- --------------------- --------------------- 9 Wie oft übst Du diese Aktivität aus? Sommer Winter Sommer Winter Sommer Winter in der Woche: _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal oder im Monat: _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal oder im Halbjahr: _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal _ _ mal 10 Wie lange dauert jeweils eine Trainings- / Übungseinheit? Sommer Winter Sommer Winter Sommer Winter Dauer in Minuten: ca. ... ca. ... ca. ... ca. ... ca. ... ca. ... 11 Wo übst Du diese Sportarten / Bewegungsaktivitäten aus? Mehrere Antworten sind möglich Sommer Winter Sommer Winter Sommer Winter Turn- und Sporthalle F F F F F F Gymnastikraum F F F F F F Fitness-Studio F F F F F F Sportplatz F F F F F F Sondersportanlage (z.B. Tennis-, Reitplatz) F F F F F F Hallenbad F F F F F F Freibad F F F F F F Freizeitspielfeld (z.B. Bolz-, Skate-, Spielplatz) F F F F F F Offenes Gewässer, Fluss F F F F F F Park, Wald, Wege F F F F F F Straße F F F F F F Zuhause F F F F F F 12 Wer organisiert diese Aktivitäten? Sportverein F F F Selbst organisiert auf frei zugänglichen Anlagen (z.B. privater Waldlauf) F F F Selbst organisiert auf Anlagen gegen Entgelt (z.B. Tennishalle, Badbesuch) F F F Kommerzielle Anbieter (z.B. Fitness-Studio) F F F Volkshochschule F F F Krankenkasse F F F Schule (AGs, Angebote im Ganztagsbetrieb) F F F Sonstige Organisation (z.B. kirchliche Einrichtung) F F F 13 Wo betreibst Du die genannten Sportarten/Bewegungsaktivitäten? überwiegend in meinem Stadtteil F F F überwiegend in einem anderen Stadtteil F F F überwiegend außerhalb von Karlsruhe F F F AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 127 4 14 Welcher Sportlergruppe würdest Du Dich in der von Dir am häufigsten ausgeübten Sportart (Frage 8) zurechnen? Bitte mach nur ein Kreuz für die häufigste Aktivität. Freizeitsportlerinnen und -sportler (unregelmäßig, weniger als 1x pro Woche) F Freizeitsportlerinnen und -sportler (regelmäßig, mind. 1x pro Woche) F Wettkampfsportlerinnen und -sportler bis Bezirksebene F Wettkampfsportlerinnen und -sportler bis Landes- / Verbandsebene F Hochleistungssportlerinnen und -sportler F 15 Warst Du in den letzten vier Wochen sportlich aktiv? Ja F Nein F 16 Wie zufrieden bist Du mit den Möglichkeiten, die hier in Karlsruhe geboten werden, um Deinen Wünschen nach Bewegung und Sport nachzugehen? Sehr zufrieden F Zufrieden F Weniger zufrieden F Nicht zufrieden F Weiß nicht F 17 Und wie ist es hier in Deinem Stadtteil: Wie zufrieden bist Du mit den Möglichkeiten zur Bewegung und Sport in Deinem Stadtteil? Sehr zufrieden F Zufrieden F Weniger zufrieden F Nicht zufrieden F Weiß nicht F 18 Wie beurteilst Du die folgenden Bedingungen für Bewegung und Sport in Karlsruhe? Sehr gut T Gut T Mittel- mäßig T Aus- reichend T Schlecht T Weiß nicht T die Informationen über das Spiel-, Sport- und Bewegungsangebot F F F F F F die Anzahl der vorhandenen Sporthallen F F F F F F die Anzahl der vorhandenen Sportplätze F F F F F F den baulichen Zustand der vorhandenen Sporthallen F F F F F F den baulichen Zustand der vorhandenen Sportplätze F F F F F F das Sportangebot von Sportvereinen F F F F F F das Sportangebot von kommerziellen Anbietern (z.B. Fitness-Studios, Tanzschulen) F F F F F F das Sportangebot von anderen Anbietern (z.B. Krankenkasse) F F F F F F die Freizeitspielfelder (z.B. Bolzplätze, Inline- /Skatingflächen, Spielfelder in Parks) F F F F F F die Laufsportwege F F F F F F die Möglichkeiten für Kinder, sich in Deinem Wohnumfeld zu bewegen oder Sport zu treiben F F F F F F die Fahrradwege F F F F F F die Öffnungszeiten der Sportstätten F F F F F F die Versorgung mit Hallenbädern F F F F F F die Versorgung mit Freibädern F F F F F F 128 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 19 "Karlsruhe ist alles in allem eine sport- und bewegungsfreundliche Stadt.“ Trifft diese Aussage Deiner Meinung nach zu? Trifft voll und ganz zu T Trifft eher zu T Teils, teils T Trifft eher nicht zu T Trifft überhaupt nicht zu T Weiß nicht T bezogen auf den Stadtteil, in dem Du wohnst F F F F F F bezogen auf die Stadt Karlsruhe insgesamt F F F F F F 20 Gibt es etwas, das Du im Bereich Sport und Bewegung in Karlsruhe vermisst? F Nein, ich vermisse nichts F Ja, und zwar ............................................................. ...................................................................... ...................................................................... Baden und Schwimmen 21 Jetzt würden wir gerne Deine Badegewohnheiten etwas genauer kennen lernen. Wie häufig gehst Du im Allgemeinen in folgende Hallenbäder? Das Schwimmen im Rahmen des regulären Schulsportunterrichtes soll nicht berücksichtigt werden – bitte mach daher hierzu keine Angaben! Nie T Mehrmals pro Woche T Einmal pro Woche T Ein- bis dreimal pro Monat T Alle zwei bis drei Monate T Seltener T Adolf-Ehrmann-Bad (Neureut) F F F F F F Europabad (Südweststadt) F F F F F F Fächerbad (Waldstadt / Hagsfeld) F F F F F F Hallenbad Grötzingen F F F F F F Oberwaldbad (KA-Süd) F F F F F F Therme Vierordtbad (Südweststadt) F F F F F F Weiherhofbad (Durlach) F F F F F F ein Hallenbad außerhalb Karlsruhes F F F F F F 22 Wenn Du Dein am häufigsten genutztes Hallenbad in Karlsruhe aufsuchst, wie lange benötigst Du in der Regel für den Weg dorthin? F weniger als 15 Minuten F 15 bis 29 Minuten F 30 bis 45 Minuten F länger als 45 Minuten 23 Mit welchem Verkehrsmittel kommst Du in der Regel zu dem Hallenbad Deiner Wahl in Karlsruhe? Bitte gib nur das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel an. F Straßenbahn / Bus F PKW / Mofa / Motorrad F Fahrrad F zu Fuß 24 Wenn Du das von Dir am häufigsten besuchte Hallenbad in Karlsruhe aufsuchst – wie lange bleibst Du an einem Badetag in der Regel dort? unter der Woche: ..... Stunden am Wochenende: ..... Stunden AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 129 6 25 Wie häufig besuchst Du in der Freibadsaison im Allgemeinen folgende Badegelegenheiten? Nie T Mehrmals pro Woche T Einmal pro Woche T Ein- bis dreimal pro Monat T Alle zwei bis drei Monate T Seltener T Freibad Rüppurr FF F F F F Rheinstrandbad Rappenwört, Freibad F F F F F F Sonnenbad, Freibad (Rheinhafen) FF F F F F Turmbergbad, Freibad (Durlach) F F F F F F Freibad Wolfartsweier (Wölfle) FF F F F F einen Baggersee in Karlsruhe oder im Umland F F F F F F ein Freibad außerhalb Karlsruhes FF F F F F 26 Welche der folgenden Bäder außerhalb Karlsruhes hast Du im letzten Jahr besucht? Rotherma, Rotenfels F Caracalla, Baden-Baden F La Ola, Landau F Badewelt, Sinsheim F Aquadrom, Hockenheim F Miramare, Weinheim F keines der genannten F 27 Aus welchen Gründen gehst Du ins Bad? Bitte kreuze alles Zutreffende an. um fit und gesund zu bleiben F um mich einfach wohl zu fühlen F um ungestört (Bahnen) zu schwimmen F um zu trainieren, Sport zu treiben F um auszuruhen, zu entspannen F zum Spiel und Spaß haben F um Freunde / Bekannte zu treffen F 28 Wie wichtig sind Dir folgende Angebote bzw. Ausstattungsmerkmale eines Schwimmbads? Sehr wichtig T Wichtig T Weniger wichtig T Überhaupt nicht wichtig T Weiß nicht T Nähe zur Wohnung F F F F F Gute Anbindung an Bus und Bahn F F F F F Gute Parkmöglichkeiten F F F F F Sauberkeit F F F F F Gastronomie F F F F F Saunabereich F F F F F Rutschen / Großrutschen F F F F F Becken mit besonderen Attraktionen (z.B. Strömungskanal, Strudel, Massagedüsen) F F F F F Ruhe und Entspannung F F F F F Kursangebote F F F F F 130 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Angaben zur Person S1 Du bist ... S2 Wie alt bist Du? Bitte gib Dein Geburtsjahr an. Männlich F Weiblich F Geburtsjahr ________ S3 Welche Staatsangehörigkeit hast Du? S4 Wurdest Du in Deutschland geboren? die deutsche F Ja F die deutsche und eine andere F Nein F eine andere F S5 Wo wurden Deine Eltern geboren? Beide Eltern in Deutschland geboren F Mutter und/oder Vater im Ausland geboren F Du bist nun am Ende unseres Fragebogens angekommen – vielen Dank für Deine Unterstützung! AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 131 132 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Karlsruher Beiträge zur Stadtentwicklung: Heft 5 - 1997 Regional-Monitoring ‚97 Ergebnisse der Imagebefragung zu Karlsruhe in den Gemeinden der Region Bearbeitung: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig Heft 5a - 1997 Karlsruhe im Urteil seiner Bürgerinnen und Bürger Ergebnisbericht der Umfrage zur Stadtentwicklung 1996 Projektleitung: Otto Mansdörfer Heft 6 - 1998 Motive der Stadt-Umland-Wanderung in der Region Karls ru he 1997 Ergebnisse einer Befragung zu den Wanderungsmotiven der Fortgezogenen von Karlsruhe in die Region Bearbeitung: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig Heft 7 - 1999 Das Sicherheitsempfi nden der Bevölkerung in Karlsruhe Karlsruhe und seine Stadtteile im Überblick Bearbeitung: Otto Mansdörfer Franz Raab (Polizeipräsidium Karlsruhe) Heft 8 - 2000 Karlsruhe im Urteil seiner Bürgerinnen und Bürger 1999 Repräsentative Bürgerumfrage zur Stadtentwicklung 1999 – Teil 1 Projektleitung: Otto Mansdörfer Heft 9 - 2000 Karlsruhe im Urteil seiner Bürgerinnen und Bürger 1999 Repräsentative Bürgerumfrage zur Stadtentwicklung 1999 – Teil 2 Projektleitung: Otto Mansdörfer Heft 10 - 2001 Regionalmonitoring 2000 Ergebnisse der Imagebefragung über die Stadt Karlsruhe in den Ge mein den der Region Bearbeitung: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig Heft 11 - 2002 Die Wahlbeteiligung bei der Gemeinderatswahl 1999 in Karlsruhe Ergebnisse einer Umfrage zum Wahlverhalten Bearbeitung: Otto Mansdörfer Heft 12 - 2003 Nachfrage nach Freizeit- und Sportangeboten in Karlsruhe Ergebnisse einer Umfrage zum Sport- und Freizeitverhalten Bearbeitung: Otto Mansdörfer AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 133 Heft 13 - 2003 Bürgerumfrage 2001 Ergebnisbericht Bearbeitung: Otto Mansdörfer Heft 14 - 2003 Integrierte Bevölkerungsvorausrechnung für die Stadt Karlsruhe 2003 – 2015 Bearbeitung: Dr. Hans-Heinrich Hartung Heft 15 - 2003 Regionalmonitoring 2003 Ergebnisse der Imagebefragung über die Stadt Karlsruhe in den Ge mein den der Region Bearbeitung: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig Heft 16 - 2004 Cityprofi le 2003 Ergebnisse einer Passantenbefragung in der Karlsruher Innenstadt Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Markus Winkelmann Heft 17 - 2004 Bürgerumfrage 2002 Ergebnisbericht Bearbeitung: Otto Mansdörfer Heft 18 - 2005 Bürgerumfrage 2003 Ergebnisbericht Bearbeitung: Otto Mansdörfer Heft 19 - 2005 Demografi scher Wandel in Karlsruhe 1 Die Lebenssituation der älteren Menschen 2005 Bearbeitung: Otto Mansdörfer Heft 20 - 2006 Wohnen im Zentrum 2006 Rückkehr in die zentralen Stadtteile Bearbeitung: Otto Mansdörfer Tanja Kronenwett Heft 21 - 2006 Demografi scher Wandel in Karlsruhe 2 - Erste Ergebnisse der kleinräumigen Bevölkerungsprognose 2005 – 2030 Bearbeitung: Dr. Hans-Heinrich Hartung Heft 22 - 2007 Demografi scher Wandel in Karlsruhe 3 - Kleinräumige Bevölkerungsvorausrechnung der Stadt Kalsruhe 2005 bis 2030 Bearbeitung: Dr. Hans-Heinrich Hartung Daniel Götz 134 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Mai 2007 Zukunftsfähige Innenstadt Entwicklung der Karlsruher City Projektleitung: Otto Mansdörfer Sigrun Hüger (StPlA) In Zusammenarbeit mit: Wirtschaftsförderung und Stadtplanungsamt Heft 23 - 2007 Einkaufen und Nahversorgung in Karlsruhe 2007 Aktuelle Trends und Gestaltungsmöglichkeiten In Zusammenarbeit mit: Wirtschaftsförderung Bearbeitung: Christian Fulda Andreas Mangold (Wifö) Heft 24 - 2008 Demografi scher Wandel in Karlsruhe 4 Lebensverhältnisse der Jugendlichen in Karlsruhe 2008 Ergebnisse der Jugendumfrage Bearbeitung: Dr. Hans-Heinrich Hartung In Zusammenarbeit mit: Sozial- und Jugendbehörde Stadtjugendausschuss e.V. Gartenbauamt Polizeipräsidium Karlsruhe Heft 25 - 2008 Wohnen und Bauen in der Stadt 7. Sachstandsbericht 2008 In Zusammenarbeit mit: Gutacherausschuss Liegenschaftsamt Sozial- und Jugendbehörde Stadtplanungsamt Volkswohnung GmbH Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Daniel Götz Heft 26 - 2009 Demografi scher Wandel in Karlsruhe 5 Zu- und Fortzüge über die Stadtgrenzen 1999 – 2008 Projektleitung Otto Mansdörfer Bearbeitung: Daniel Götz Heft 27 - 2010 Das Sicherheitsempfi nden der Bevölkerung in Karlsruhe 2009 2. Sachstandsbericht zur öffentlichen Sicherheit und Ordnung Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Nadia Kasper-Snouci Heft 28 - 2010 Die Nutzung kultureller Einrichtungen in Karlsruhe 2009 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Nadia Kasper-Snouci Christian Fulda Daniel Götz AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 135 Heft 29 - 2010 Image von Karlsruhe aus Sicht der Region 2009 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda Andrea Hammer Heft 30 - 2011 Unternehmens- und Betriebsumfrage 2010 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer Heft 31 - 2011 Demografi scher Wandel in Karlsruhe 6 Zurück in die Stadt – Motive der Zu- und Fortziehenden 2010 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Maria Mertens Nadia Kasper-Snouci Heft 32 - 2011 Wirtschaft und Arbeit 1 Analyse wichtiger Zukunftsbranchen 2011 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer Heft 33 - 2011 Lebensqualität in Karlsruhe aus Bürgersicht 2011 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda Nadia Kasper-Snouci Andrea Hammer Heft 34 - 2012 Wirtschaft und Arbeit 2 Forschung und Entwicklung in der Region Mittlerer Oberrhein 2012 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer Heft 35 - 2012 Bevölkerungsvorausrechnung Karlsruhe 2030 Neue Prognose 2012 – Grundlegende Ergebnisse Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Daniel Götz Heft 36 - 2012 Bürgerumfrage 2012 Kommunalpolitik, Bürgerengagement, Bürgerbeteiligung Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer Christian Fulda Benedikt Dierßen 136 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Heft 37 - 2012 Konzept zur systematischen Bürgerbeteiligung in Karlsruhe Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer Heft 38 - 2013 Regionsumfrage 2012 Karlsruhe aus Sicht der Region Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer Heft 39 - 2013 Bürgerumfrage 2013 Sport, Bewegung, Bäder Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda Daniel Götz Nadia Kasper-Snouci Berichte zur Stadtteilentwicklung: 1 - 2002 Stadtteilentwicklung Südstadt Vorbereitung des Stadtteilentwicklungsverfahrens – Bestandsaufnahme und Zielvorstellungen Projektleitung: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig Bearbeitung: Anja Gefken 2 - 2003 Stadtteilentwicklung Südstadt Beteiligungsprozess Südstadt - Erster Zwischenbericht Projektleitung: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig Bearbeitung: Christian Fulda 3 - 2004 Stadtteilentwicklung Südstadt Beteiligungsprozess Südstadt – Zweiter Zwischenbericht Januar – Dezember 2003 Projektleitung: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig Bearbeitung: Christian Fulda In Zusammenarbeit mit: Büro GRiPS Ute Kinn 4 - 2004 Stadtteilentwicklung Südstadt Beteiligungsprozess Südstadt – Abschlussbericht 2002– 2004 Projektleitung: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig Bearbeitung: Christian Fulda In Zusammenarbeit mit: Büro GRiPS Ute Kinn AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 137 1 - 2005 Stadtteilentwicklung Innenstadt-West Zwischenbericht 2004 / 2005 Projektleitung: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig Bearbeitung: Christian Fulda In Zusammenarbeit mit: Arbeitsgemeinschaft Ortsnetz / PLANzeit Edith Koschwitz / Axel Fricke 2 - 2006 Stadtteilentwicklung Innenstadt-West Abschlussbericht 2006 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda In Zusammenarbeit mit: Arbeitsgemeinschaft Ortsnetz / PLANzeit Edith Koschwitz / Axel Fricke 1-2008 Bürgerbeteiligung im Sanierungsgebiet City-West Abschlussbericht 2008 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Arbeitsgemeinschaft PLANzeit / transurbau Thomas Sippel Michael Kunert Redaktion: Christian Fulda 1-2009 Stadtteilentwicklung Sanierungsgebiet „Die Soziale Stadt“ Mühlburg Zwischenbericht 2007 bis 2009 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda 6-2010 Ressortforschungsprojekt des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung BBSR (Bonn) „Zurück in die Stadt? Gibt es eine neue Attraktivität der Städte“ Zwischenbericht zum 31. Mai 2010 der Stadt Karlsruhe Projektleitung: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig 04-2009 Sanierungsgebiet „Die Soziale Stadt“ Mühlburg Zwischenbericht 2007 bis 2009 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda 11-2010 Sanierungsgebiet „Die Soziale Stadt“ Mühlburg Dokumentation der Bürgerbeteiligung Oktober 2007 bis Dezember 2010 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda 138 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER 03-2011 Stadtteilentwicklung Bürgerbeteiligung Rintheim April 2009 bis März 2011 Sanierungsgebiet „Die Soziale Stadt“ Rintheim Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Nadia Kasper-Snouci Berichte zu Wahlen: 12-1994 Ergebnisse der Europawahl am 12. Juni 1994 Projektleitung: Otto Mansdörfer 12-1999 Ergebnisse der Europawahl am 13. Juni 1999 Projektleitung: Otto Mansdörfer 07-2004 Ergebnisse der Europawahl am 13. Juni 2004 Projektleitung: Otto Mansdörfer 08-2009 Europawahl am 7. Juni 2009 in Karlsruhe Ergebnisbericht Projektleitung: Pedro Keller Sylvia Spranck 10-1994 Ergebnisse der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 Projektleitung: Otto Mansdörfer 10-1998 Ergebnisse der Bundestagswahl am 27. September 1998 Projektleitung: Otto Mansdörfer 09-2002 Ergebnisse der Bundestagswahl am 22. September 2002 Projektleitung: Otto Mansdörfer 09-2005 Ergebnisse der Bundestagswahl am 18. September 2005 Projektleitung: Otto Mansdörfer 10-2009 Bundestagswahl in Karlsruhe am 27. September 2009 Ergebnisbericht Projektleitung: Pedro Keller Sylvia Spranck 03-1996 Die Landtagswahl am 24. März 1996 in Karlsruhe Projektleitung: Otto Mansdörfer AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 139 03-2001 Die Landtagswahl am 25. März 2001 in Karlsruhe Projektleitung: Otto Mansdörfer 04-2006 Die Landtagswahl am 26. März 2006 in Karlsruhe Projektleitung: Otto Mansdörfer 05-2011 Die Landtagswahl am 27. März 2011 in Karlsruhe Projektleitung: Pedro Keller Sylvia Spranck 01-1995 Ergebnisse der Wahl des Gemeinderates und der Ortschaftsräte am 12. Juni 1994 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Gerhard Stindl 02-2000 Ergebnisse der Wahl des Gemeinderates und der Ortschaftsräte am 24. Oktober 1999 Projektleitung: Otto Mansdörfer 07-2004 Ergebnisse der Wahl des Gemeinderates und der Ortschaftsräte am 13. Juni 2004 Projektleitung: Otto Mansdörfer 09-2009 Ergebnisse der Wahl des Gemeinderates und der Ortschaftsräte am 7. Juni 2009 Projektleitung: Otto Mansdörfer 11-1994 Ergebnisse der Oberbürgermeisterwahl am 17. April 1994 Projektleitung: Otto Mansdörfer 07-1998 Ergebnisse der Oberbürgermeisterwahl am 19. Juli 1998 Projektleitung: Otto Mansdörfer 07-2006 Oberbürgermeisterwahl am 2. Juli 2006 in Karlsruhe Projektleitung: Otto Mansdörfer 02-2013 Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe am 2. Dezember 2012 Projektleitung: Pedro Keller/Sylvia Spranck 12-2011 Volksabstimmung über das S 21-Kündigungsgesetz am 27. November 2011 Projektleitung: Pedro Keller Bearbeitung: Sylvia Spranck 140 | BÜRGERUMFRAGE 2013 - SPORT, BEWEGUNG, BÄDER

  • Protokoll TOP 3
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 57. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 21. Januar 2014, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 4. Punkt 3 der Tagesordnung: Bürgerumfrage 2013: Sport, Bewegung, Bäder Vorlage: 2013/0323 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse der Bürgerumfrage 2013 zu den aktuellen Prä- ferenzen und Bedarfseinschätzungen der Bevölkerung zu Sport, Bewegung und Bäder zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die Erkenntnisse in die Kooperative Sport- entwicklungsplanung und in die Fortschreibung des Bäderkonzepts einzuarbeiten. Abstimmungsergebnis: Einstimmige Zustimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 3 zur Behandlung auf: In das Thema führt Herr Bürgermeister Jäger ein. Bürgermeister Jäger: In der Bürgerumfrage 2013 wurde das Thema „Sport, Bewe- gung, Bäder“ nach 10 Jahren erneut aufgegriffen. Die Bürgerschaft wurde gebeten, aus ihrer Sicht die eigenen sportlichen Aktivitäten und Präferenzen zu nennen, aber auch die subjektiven Einschätzungen zu den Angeboten und Bedingungen für Bewegung und Sport in Karlsruhe abzugeben. In den Monaten Mai und Juni 2013 nahmen von 15 000 per Zufallsstichprobe angeschriebenen Bürgerinnen und Bürgern ab 18 Jahren insgesamt 3 340 Erwachsene per Online-Fragebogen oder schriftlich an der Befragung teil. Ich kann Ihnen versichern, das sind reale, ungeschönte Zahlen. (Heiterkeit, Zurufe, u. a. Stadtrat Ehlgötz/CDU: ADAC!) Zusätzlich wurden auch per Zufallsstichprobe 2 500 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 - 17 Jahren ermittelt, deren Eltern gebeten wurden, dem Kind die Teilnahme an der Online-Befragung zu bewilligen bzw. es ggf. dabei zu unterstützen. Insgesamt nahmen insoweit 728 Kinder und Jugendliche teil. - 2 - Die Ihnen nun vorliegende detaillierte Ergebnisauswertung wird in die vom Kollegen Bürgermeister Lenz beauftragte externe Untersuchung zur Kooperativen Sportentwick- lungsplanung sowie auch in die Umsetzung des Bäderkonzeptes einfließen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Karlsruherinnen und Karlsruher in ihrer Freizeit sehr sportorientiert sind, ob in Vereinen, bei kommerziellen Anbietern oder in freier Aus- übung. Außerdem ist die Zufriedenheit mit den hier in Karlsruhe angebotenen Sport- möglichkeiten sehr hoch. Die Details können Sie aus dem Bericht entnehmen. Ich möch- te nur einen wichtigen Aspekt herausgreifen. Die Mitgliedschaft in einem Sportverein der Erwachsenen ist gegenüber 2003, also innerhalb der letzten 10 Jahre, von 27.7 % auf 33,4 % deutlich angestiegen. Besonders erfreulich ist darüber hinaus die hohe Mit- gliedschaftsquote von 73,4 % der Kinder und Jugendlichen in einem Sportverein. Diese nutzen die Sportangebote der Vereine mindestens einmal pro Woche, viele auch zwei- mal und öfter. Dies sind ermutigende Ergebnisse, die die Bedeutung der Sportvereine unserer Stadt einmal mehr unterstreichen. Insgesamt wird der Fächerstadt von 66 % der Befragten alles in allem das Zeugnis einer sport- und bewegungsfreundlichen Stadt ausgestellt. (Beifall) Stadtrat Hofmann (CDU): Das ist eine sehr umfangreiche und - wie ich finde - auch eine sehr gute Umfrage. Es sind viele interessante Sachen, die wir da sehen. Für mich das Erfreulichste, was man da drin sehen kann, ist wirklich, dass 50 % der Karlsruher Bürger die Freizeit häufig mit Sport verbringen. Umso besser ist es, wenn man sieht, dass es 2000 nur 33 % waren, also eine deutliche Steigerung. Nicht nur des Gesund- heitsaspektes wegen ist das eine sehr erfreuliche Tendenz. 85 % davon bezeichnen sich als sportlich oder aktiv, dies natürlich überwiegend im Freizeitsport. Dabei sind Schlagworte wie Gesundheit - ich hatte es eben schon er- wähnt -, Ausgleich, Entspannung, Erholung oder Fitness dabei im Vordergrund. Beson- ders erwähnenswert finde ich vor allem, dass ein Drittel der Erwachsenen und sogar drei Viertel der Jugendlichen diesen Sport in der Regel in Vereinen ausführen. Dies zeigt auch noch einmal die Wichtigkeit der Vereine in Karlsruhe. Hier können wir wiederum stolz sein auf unser Karlsruher Modell der besitzenden Vereine und unsere Karlsruher Sportförderung, denn gerade da gelingt es uns immer wieder, an entscheidender Stelle auch Akzente zu setzen und eben die Vereine entsprechend zu unterstützen, dass sie so ein Angebot eben auch leisten können. Bei der Bäderumfrage zeigt sich meiner Ansicht nach ebenfalls, dass wir auf einem sehr guten Weg sind, denn im Prinzip wird vor allem die Positionierung der Schwerpunktbä- der auch vorrangig so gesehen, dass eben diese Bäder am beliebtesten sind. Wenn ich sehe, dass das Fächerbad das beliebteste Bad für regelmäßiges Schwimmen ist mit rd. einem Fünftel der Karlsruher, die es regelmäßig besuchen, haben wir also auch hier die Entscheidung des Ausbaus und des Umbaus in die richtige Richtung gelenkt. Das Europabad als das beliebteste Bad finden sogar die Hälfte der Bürger und sogar 67 % der Kinder als gelungen und als gutes Bad. Dem folgt - glaube ich die Therme, das - 3 - Vierordtbad, und auf Platz 1 bei den Freibädern das Rheinstrandbad Rappenwört. Ge- nau das sind unsere Schwerpunktbäder. Auch hier sehen wir einen guten Weg. Da ma- chen wir auch eine gute Arbeit. Ich möchte aber auch nicht die Stadtteilbäder vergessen, denn auch sie haben eine ganz wichtige Aufgabe in dieser Stellung. Gerade neulich habe ich wieder eine Studie gelesen, dass wir immer mehr Nichtschwimmer haben, und ich denke, dass da auch dem Schulschwimmen in Zukunft eine immer größere Bedeutung zukommt und wir dies abdecken müssen. In unserem Bädersymposium vor längerer Zeit haben wir festge- stellt, dass wir auf keine überdachte Wasserfläche verzichten dürfen, um eben dieses Schulschwimmen abzudecken, denn es nützt ja nichts, wenn ich in der dritten und vier- ten Stunde ein Schulschwimmen anbiete und dann die Leute gar nicht hinkommen können. Auch hier haben wir ordentlich vorgearbeitet. Deswegen kommt auch, Herr Jäger, Sie haben es erwähnt, diese gute Umfrage. 90 % der Karlsruher sind eben mit dem Angebot, das im Bereich Sport und Bewegung hier geboten wird, zufrieden. Wir haben ein gutes Niveau, das ist richtig, aber dabei gilt es natürlich auch, dieses gute Niveau zu halten. Bei den Bädern sind wir gerade dabei, sie entsprechend auf Vordermann zu bringen. Das Bäderkonzept steht. Wir sind im Fä- cherbad dabei - und auch in den anderen Bädern -, entsprechend die Weichen zu stel- len. In den anderen Dingen sind wir mit dem Sportentwicklungsplan auch in der richtigen Richtung. Da werden wir demnächst die Zahlen vorgelegt bekommen. Da werden wir dann sicherlich handeln müssen. Ganz wichtig ist mir aber auch, dass wir nicht nachlas- sen, die Vereine zu unterstützen, denn nur sie können immer wieder diese Vielfalt und vor allem dieses Angebot, das wir in Karlsruhe haben, gewährleisten. Hier müssen wir aufpassen, denn es gilt wie überall, in vielen anderen Bereichen, nicht nur im Sport, auch in der Musik, auch in der Kultur, dass es immer schwerer ist, Ehrenamtliche zu finden, die sich begeistern. Da müssen wir sicher in den nächsten Jahren noch nachar- beiten und versuchen, entsprechend Schwerpunkte zu setzen, damit wir die Vereine nicht auf halber Strecke verlieren, und auch zu versuchen, dieses Angebot zu halten. Vielen Dank noch mal für die Umfrage. Sie war sehr erkenntnisreich für uns alle. (Beifall bei der CDU) Stadträtin Dr. Leidig (GRÜNE): Sehr viele interessante Daten, eine sehr umfangreiche Untersuchung, die auch sehr umfangreich dargestellt wurde. Man hat sogar in der CD noch Etliches gefunden, was dann über den schriftlichen Bericht hinaus ging, was inte- ressant war. Ich habe über manches auch wirklich gestaunt, anderes liegt auch mehr oder weniger auf der Hand. Was mich jetzt doch erstaunt, ist, dass man die Dinge sehr anders lesen kann. Bei der Fülle von Daten, die sich da bietet, zieht halt jeder für sich teilweise das raus, was er als Erkenntnis gewinnt. Deswegen finde ich es auch wichtig, dahingehend eine Einigung zu finden, was denn jetzt tatsächlich abgeleitet werden kann, denn letzten Endes sollen wir diesen Bericht nicht nur zur Kenntnis nehmen, son- dern er soll in seinen Erkenntnissen in die Sportentwicklungsplanung einfließen. Je nach dem, was ich darin erkenne, heißt das auch, unterschiedliche Konsequenzen zu ziehen. - 4 - Die Karlsruher bewegen sich gerne. Es ist doch eine sehr erfreuliche Erkenntnis - in die- sem Ausmaß, in dem sie es tun -, dass dies die Außer-Haus-Freizeitaktivität hauptsäch- lich ist. Die meisten werden doch noch ein bisschen mehr fernsehen oder vorm Compu- ter sitzen, aber außer Haus steht Sport an erster Stelle. Das ist wirklich sehr erfreulich. Es bilden sich einige Trends heraus, aber eines ist auch sehr ersichtlich, nämlich dass je nach dem, wen man befragt, durchaus unterschiedliche Präferenzen herauskommen. Wie, wo und wann sich unsere Bürgerinnen bewegen und sportlich aktiv sind, ist doch je nach Alter, Geschlecht, ausländisch oder deutsch, Arbeitszeit, Einkommen, Bildung, Lebens- und Wohnform teilweise sehr unterschiedlich. Das ist, glaube ich, so der erste Trend, den ich rausziehe, dass unser Sportangebot nämlich sehr vielseitig sein muss, um auch niemanden zu vergessen und vor allen Dingen nicht ganze Bevölkerungsgruppen zu benachteiligen. Ein zweiter Trend, der sich mir sehr stark darstellt, ist der Trend zu Grundsportarten. Die meisten fahren Rad, sehr viele laufen, und spazieren gehen ist auch noch etwas, was ganz vorne steht. Außerdem ist bei Kindern und Jugendlichen Fußballspielen auch noch vorne, aber da ganz eindeutig bei den Jungs, die Mädchen tanzen lieber. Ein weiterer Trend: Sport im Grünen. Sport, so wie er von den Befragten ausgeübt wird, findet nicht vorrangig in Sporthallen und nicht vorrangig auf Sportplätzen statt, sondern im Grünen, in Parks auf Grünanlagen, auf Wegen, auf Plätzen, auf denen sich Kinder bewegen können. Da findet Sport statt. Diese informellen Sporträume gilt es noch etwas stärker auszubauen und zu nutzen. Kinder dagegen üben Sport tatsächlich oft auf dem Sport- platz und in der Turn- und Sporthalle aus. Der Trend zum selbstorganisierten Sport. Es geht nicht darum, was wir uns wünschen, nämlich dass die Leute in Sportvereine gehen, sondern zu beobachten, wie sind die Trends. Der Trend ist, auch wenn wir das teilweise bedauern, leider eben doch eher da- hingehend, dass selbstorganisiert Sport betrieben wird. Erwachsene sind zu 30 % Mit- glied im Sportverein, davon sind nur 75 % dort tatsächlich auch sportlich aktiv, d. h., wir müssen auch unseren Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, außerhalb von Sport- vereinen ihren Aktivitäten nachzugehen. Bei Kindern ist es erfreulicherweise umgekehrt. Sehr viele treiben Sport im Verein. Das ist natürlich besonders erfreulich, weil Sportver- eine über die körperliche Aktivität auch ganz wichtig sind für das Sozialverhalten, für das Miteinander, für das Austauschen, aber auch Rollen zu finden, Kontakte zu ganz unterschiedlichen Leuten zu haben, mit denen man sonst vielleicht nicht so zusammen- kommt. Interessant auch der Trend zum Gesundheitsbewusstsein. Ganz eindeutig ist den Leuten zwar auch wichtig, dass für die Figur etwas passiert oder dass man sich austauscht, aber Gesundheit, Ausgleich, Entspannung stehen für Erwachsene im Vordergrund, für Kinder aber auch sehr stark Spaß, Freude und Abwechslung. Der Trend Sport vor Ort. Das ist auch sehr deutlich herausgekommen, es wird vor allen Dingen im eigenen Stadtteil Sport betrieben. Das wollen die Leute auch. Schließlich noch der Trend zum Zielgruppenbad. Der Kollege Hofmann hat es schon erwähnt. Unsere Bäder werden gut nachgesucht, aber es zeigt sich eben auch, Erwach- - 5 - sene verteilen sich. Kinder gehen vor allen Dingen gern in das Europabad. Das tun sie auch, weil sie dort wahrscheinlich am meisten das finden, was sie in den Bädern su- chen, nämlich Spaß und Abwechslung, während Erwachsene eben vor allen Dingen entweder Sport treiben wollen oder sich entspannen möchten. Ein bisschen schade finde ich hier, dass nicht gefragt wurde, inwiefern die Bäder in der Region benutzt werden, z. B. das Bad in Eggenstein oder das Albgaubad. Es wäre auch für die regionale Entwicklung einmal interessant gewesen, diese Sportanlagen mit ein- zubeziehen, wo man mit öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb dieser 30 Minuten gut hinkommt, was für die meisten eben akzeptabel sind. Welche Erkenntnisse und Schlussfolgerungen ziehen wir daraus? Ganz sicherlich auch, dass dafür mehr Geld ausgegeben werden sollte, was die befragten Bürgerinnen selbst auch gesagt haben, nämlich für Wegenetze. Wir sind da zwar schon gut, es gibt letzten Endes auch viele Radwege, aber es scheint noch nicht auszureichen. Auch die Pflege dieser Radwege könnte manchmal noch etwas besser sein. Im Sommer sind etliche We- ge so zugewachsen, dass es schwer ist auszuweichen, ohne dass man gleich von Brennnesseln malträtiert wird. Schlaglöcher könnten auch leichter behoben werden, wenn da ab und zu ein bisschen mehr Kies reingefüllt werden würde. Inlinerstrecken, ausgewiesene Laufstrecken, vielleicht auch wieder mehr Trimm-Dich-Pfade, Mehrgene- rationenspielplätze, aber auch einfach mal in Grünanlagen Baumstämme, auf denen balanciert werden kann oder Schaukeln für Erwachsene. Ein Tipp meines Ohrenarztes: Halten Sie Ihr Gleichgewichtsorgan fit, indem Sie sich ab und zu auf eine Schaukel set- zen. Ein anderer Punkt, der in die Richtung geht, wäre auch noch, dass wir uns dahin wen- den müssen, Sportanlagen auch für Nichtmitglieder zu öffnen, Freizeitparks daraus zu machen, wie es letzten Endes z. B. auch bei der Sportanlage „Untere Hub“ zumindest zur Diskussion steht. Natürlich ist auch die Rolle des organisierten Sports wirklich wich- tig. Das möchten wir überhaupt nicht verkennen. Da sind vor allen Dingen verstärkte Sportangebote, Bewegungsförderung für Kindergarten und Schule wichtig. Die Rolle der Vereine für Heranwachsende habe ich schon genannt. Dass diese durch unsere Sportförderung so sehr unterstützt werden, dazu stehen wir voll und ganz, und auch die Bestätigung des Bäderkonzeptes sehen wir in dieser Umfrage. Wir sollten uns aber fragen, ob wir manche Gruppen ausreichend unterstützen, z. B. Mädchen, die gerne tanzen - das ist nun mal auch ein Sport - oder eben doch Jungs, die gerne Fußball spie- len. Vor allem sollten wir auch den Wunsch und die Ausübung von nichtorganisiertem Sport im Freien tatsächlich mehr unterstützen. Wir Grünen werden uns der Wünsche der Karlsruher annehmen und Sport im Freien, im Grünen und vor Ort stärken. (Beifall bei den Grünen) Stadträtin Müllerschön (SPD): Als ich die Bürgerumfrage gelesen habe, dachte ich, das ist gelebte Bürgerbeteiligung, denn aus den Ergebnissen der Umfrage können not- wendige Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, die dann sowohl in die Sportent- wicklungsplanung als auch in das Bäderkonzept aufgenommen werden sollten. Außer- dem hilft der Personenkreis, der sich an der Umfrage beteiligt hat, uns als Rätinnen und - 6 - Räte im Hinblick auf das Sport- und Freizeitangebot in unserer Stadt bürgernahe Ent- scheidungen zu treffen. Wer sich mit der Bürgerumfrage näher befasst, muss feststellen, unsere Stadt ist insge- samt gesehen im Bereich Sport, Bewegung und Bäder gut aufgestellt. Karlsruhe ist durchweg eine attraktive Sportstadt mit recht sportbegeisterten Menschen. So sehen es insbesondere die Personen, die an der Bürgerumfrage teilgenommen haben. Die Rah- menbedingungen in Karlsruhe sind geschaffen, damit die Menschen sich aktiv bewegen und Sport treiben können. Das ist grundsätzlich gut zu bewerten, positiv zu bewerten. Gleichsam folgt daraus aber auch ein zunehmender Anspruch an die Sport- und Bewe- gungsangebote der Stadt. Das Alter der Befragten liegt zwischen 10 und 90 Jahren. Diese Schiene ist weit gegriffen und gut ausgewählt, weil die Bedarfe und Vorzüge aller Altersgruppen erfasst werden. Die Ergebnisse der Umfrage sind auch entsprechend dif- ferenziert. Das sind wichtige Parameter, um die Rahmenbedingungen für die Zukunft entsprechend zu verbessern, wo es denn erforderlich ist. Ganz erfreulich ist natürlich die Tatsache - das wurde auch schon von Herrn Hofmann erwähnt und auch von Bürgermeister Jäger -, dass die Bedeutung des Sports und der Freizeitbeschäftigung seit 2000 erheblich angestiegen ist. Sport und Bewegung spielt für die Befragten im eigenen Stadtteil eine große Rolle. Hier kommen allerdings die zentral gelegenen Stadtteile nicht so gut weg. Im Hinblick auf Kinder und Jugendliche, aber auch im Hinblick auf die ältere Generation, die nun nicht mehr so mobil ist, be- steht da möglicherweise ein bisschen Handlungsbedarf. Offensichtlich - das freut mich ganz besonders - boomt das Radfahren nach wie vor und ist insgesamt die am häufigs- ten ausgeübte Sportart, was ganz klar zeigt, dass unsere Stadt mit ihrem Fahrradkon- zept absolut den richtigen Weg beschritten hat. Als ein besonderes positives Beispiel möchte ich einfach an das vor vielen Jahren vom Gemeinderat beschlossene 20-Punkte- Programm für Radfahrer erinnern, das nun sukzessive umgesetzt wird. Ein sehr großer Personenkreis nutzt ja inzwischen auch sogar das Fahrrad als tägliches Fortbewegungs- mittel. Diese Menschen haben schlichtweg erkannt, das ist gesund, schont die Umwelt und das Portemonnaie. Auch dass die Sportaktivitäten von Erwachsenen überwiegend in Parks, auf öffentlichen Flächen, Wegen und Straßen ausgeübt werden, macht doch klar, wie wichtig es ist, die öffentlichen Räume für den beliebten Freizeitsport auch wirklich freizuhalten. Aber das passiert auch weitestgehend in Karlsruhe. Ganz wichtig - das hat auch schon bereits Herr Hofmann gesagt - sind schlichtweg die Sportververeine. Deren Bedeutung darf nicht vergessen werden. Immerhin sind drei Viertel der Kinder und fast ein Drittel der Erwachsenen Mitglied in einem Sportverein, was ganz eindeutig eine Aussage macht für die Notwendigkeit einer Sportentwicklungsplanung. Eine gute Kooperation mit den Sportvereinen ist die Basis für ein gesundes Fundament des Sports, um die Herausforde- rung der Zukunft zu meistern. Ganz besonders erfreulich ist es für meine Fraktion und für mich, dass auch die Bedarfe im Hinblick auf die Bäderlandschaft in die Umfrage ein- geflossen sind. Obgleich auch hier die Bedürfnisse und Wünsche der Befragten sehr unterschiedlich sind, hat sich doch herauskristallisiert, dass das Fächerbad und das Eu- ropabad bei den Hallenbädern die Favoriten sind - und bei den Freibädern weiterhin das Rheinstrandbad. Das ist einfach nicht zu toppen. - 7 - Insgesamt kann aber auch hier gesagt werden, dass die Verwaltung mit dem Bänder- konzept und seiner kontinuierlichen Fortschreibung auf dem richtigen Weg ist. Zwar sind die Bäder nicht immer vor der Haustür, was sich der eine oder andere Bürger wün- schen mag, aber insgesamt kann man vom Schwimmen bis über Spaß und Erlebnis im Wasser, Sauna und Wellness in Karlsruhe alles haben, und das rund ums Jahr. Das ist hervorragend. Ich darf abschließend für meine Fraktion sagen, die Umfrage zeigt die große Bedeutung des Sports für die Gesundheit, die Lebensqualität und das soziale Zusammenleben in unserer Stadt. Es ist eine Bedarfsanalyse, und Karlsruhe kann zuversichtlich in die Sport- und Bewegungszukunft schauen, wenn die Atmosphäre der Bewegungsfreude inzwi- schen entsprechend weiterentwickelt wird. (Beifall bei der SPD) Stadtrat Jooß (FDP): Grundsätzlich ist das Ergebnis dieser Umfrage für Karlsruhe doch sehr positiv. 91 % sind sehr zufrieden. Dass Rad fahren die Hitliste der beliebtesten Sportarten anführt, ist nicht verwunderlich, zumal unsere Topografie als auch die aus- gebauten Radwege dem Radfahren sehr entgegenkommt, noch vor Laufen und Schwimmen. Rad fahren ist gut für die Gesundheit, gut gegen Übergewicht, gut für die Umwelt und gut für den Geldbeutel, wie es Kollegin Ute Müllerschön gesagt hat. Außer dem Rad fahren ist auch noch Laufen sehr beliebt. Das kann man übrigens zu jeder Tag- und Nachtzeit, wobei für Schwimmen erhebliche Mittel aufgewendet werden müssen. Was auffällt: Drei Viertel der Jugendlichen, aber nur 33 % der Erwachsenen, sind in einem Sportverein. Da ist Ursachenforschung nötig. Dagegen hat sich die Zahl der Fit- ness- und Bodybuildingbesucher fast verdreifacht. Hieraus gilt es unter Umständen Schlüsse zu ziehen und Fragen zu stellen. Dazu haben wir die Möglichkeit bei der Sportentwicklungsplanung, bei der die Ergebnisse dieser Umfrage mit Sicherheit einflie- ßen werden. Von daher war das investierte Geld für diese Umfrage gut angelegt. An dieser Stelle Dank an das Schul- und Sportamt und an das Amt für Stadtentwicklung für die Begleitung dieser Umfrage. (Beifall bei der FDP) Stadtrat Kalmbach (GfK): Diese Umfrage wurde genug gewürdigt. Ich tue das auch. Ich möchte auf einen Punkt gerne eingehen, und zwar auf diesen Punkt, dass Kinder sich wünschen, speziell in der Nähe ihres Wohnorts, d. h. stadtteilnah, sich sportlich betätigen zu können. Das zeigt auch ein Stück weit die Grenze von Sportparks auf, die wir entwickelt haben, denn das bedeutet immer eine größere Entfernung vom Wohnort aus zu haben. Aus diesem Grund möchte ich betonen, wenn wir an das Konzept der Sportentwicklungsplanung denken, dass wir stadtteilnah für Kinder Gelegenheiten schaffen, sich zu betätigen. Das ist enorm wichtig. Sport vor Ort, das war das Stichwort vorhin von den Grünen, würde ich ganz unterschreiben. Ich möchte bitten, dass Sie das bedenken. Ich kann mich aus meiner Jugendzeit erinnern - ich bin im Dorf groß gewor- den -, da geht man hinters Haus auf den Dorfplatz und kickt. Deswegen Kick- und - 8 - Bolzplätze ortsnah, wohnungsnah in unserer Stadt. Besonders der Innenstadtbereich wurde erwähnt, dass hier weniger Möglichkeiten sind als woanders. Stadtrat Wenzel (FW): Auf drei Punkte möchte ich eingehen. Im Vorfeld möchte ich sagen, dass die vorliegende Bürgerumfrage unsere persönliche Wahrnehmung doch sehr gut trifft und damit wohl auch so die allgemeine Stimmung wiedergibt. In meinen drei Punkten möchte ich auf die Wichtigkeit der Vereine hinweisen. Es ist wichtig, die Vereine auch zu unterstützen. Früher oder später werden wir uns da im finanziellen Bereich Gedanken darüber machen müssen, wenn der eine oder andere Verein in Schieflage gerät. Dann müssen wir auch für diese Vereine ein zuverlässiger Partner sein. Der zweite Punkt hat auch etwas mit Kosten zu tun. Wir lesen in der Vorlage, dass ge- rade Eintrittspreise auch ein sehr großer Faktor sind. Wir müssen in der Zukunft darauf achten, wenn wir Bäder oder sonstige Anlagen schaffen, dass sie auch bezahlbar blei- ben für die große Allgemeinheit und nicht zum Luxusartikel werden dürfen. Zum Schluss möchte ich das Thema Freizeit-, Spiel- oder Bolzplätze aufgreifen. Da gibt es eine Anfrage der Freien Wähler unter TOP 28. Hier ist die Wahrnehmung allgemein so, wie wir es auch wahrgenommen haben. Es gibt das eine oder andere Defizit. Da sehen wir auch in der Zukunft Handlungsbedarf, an Sportwillige zu denken und stadt- teilnahe Bolzplätze im Auge zu behalten, sobald finanziell die Möglichkeit besteht. Der Vorsitzende: Ich möchte nur ergänzen, dass sich unsere Sportförderung auch im Vergleich mit anderen Städten durchaus sehen lassen kann und damit einen wesentli- chen Beitrag leistet, Herr Stadtrat Wenzel, dass die Vereine zumindest nicht wegen der mangelnden Unterstützung und der Verlässlichkeit der Stadt in Schieflage geraten, son- dern allenfalls wegen anderer Dinge, und wir sozusagen auch ohne Schieflage verlässli- che Partner der Vereine sind. Ich darf auch von Seiten der Verwaltung sowohl für De- zernat 2, Amt für Stadtentwicklung, als auch für Dezernat 3, Sport- und Schulamt, ganz herzlich bedanken für das Lob an die Verwaltung, möchte mich aber vor allem bei allen Ehrenamtlichen und bei denen bedanken, die in den Vereinen für diese hervorragende Grundstruktur sorgen, die jetzt von den Bürgerinnen und Bürgern so gut bewertet urde. Dann kommen wir zur Abstimmung. Ich darf Sie um das Kartenzeichen bitten. - Ich se- he nur gelbe Karten. Das ist für den Sport und für alle, die darüber diskutieren, ein gu- tes Zeichen. Zur Beurkundung: Der Schriftführer: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 13. März 2014