Kostenrahmen eines schrittweisen Umbaus des Wildparkstadions inklusive Verbesserung der Infrastruktur
| Vorlage: | 2013/0306 |
|---|---|
| Art: | Änderungs-/Ergänzungsantrag |
| Datum: | 16.12.2013 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Keine Angaben |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ERGÄNZUNGSANTRAG Stadtrat Lüppo Cramer (KAL) Stadtrat Dr. Eberhard Fischer (KAL) Stadträtin Margot Döring (KAL) KAL-Gemeinderatsfraktion vom 13. Dezember 2013 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 56. Plenarsitzung Gemeinderat 17.12.2013 2013/0306 4 öffentlich Neues Fußballstadion im Wildpark: Kostenrahmen eines schrittweisen Umbaus des Wildparkstadions inklusive Ver- besserung der Infrastruktur Die Stadt erstellt eine Kostenschätzung für einen Umbau des Wildparkstadions mit folgenden Bausteinen: 1. Schrittweiser Umbau des Wildparkstadions mit vorgefertigten Bauteilen in den Bauabschnitten a) Südostkurve (neue Heimtribüne) – Beginn in Saisonpause 1 b) Nordwestkurve (neue Gästekurve u. a.) – Beginn in Saisonpause 2 c) Gegentribüne – Beginn in Saisonpause 3. Zielvorgabe der Planung: kostengünstige Bauweise; Anschluss der neuen Tribünen an die Haupttribüne berücksichtigen; Wünsche der Fans einbeziehen (steil, dicht am Spielfeld etc.); alle Tribünen überdacht; Versorgung des Stadions inkl. Rasenheizung mit Fernwärme. 2. „Verbesserung der Sicherheit“: Verlegung des Gästeblockes nach Nordwesten, Gäste(bus)parkplätze direkt dahinter etc. 3. Bau einer einfachen Parkpalette auf dem Birkenparkplatz. 4. Verlegung von Trainingsplätzen weitestgehend ohne Errichtung neuer Plätze, da- für unter Einbindung der anderen Vereine am Adenauerring. Aktuell beläuft sich die Kostenschätzung für ein komplett neues Wildparkstadion auf 120 Millionen Euro. Diese Summe umfasst das Gebäude und Veränderungen der Infrastruktur. In diesem Betrag sind nicht enthalten: letzte Planungen im Auftrag der Stadt (Parkpalette für VIPs, Ausbau Platz 2 für Regionalliga, Neubau von Trainingsplätzen, ...) die weiteren Wünsche des KSC im Wildpark (Tiefgarage für VIPs, Regionalli- ga-Stadion für 5.000 Zuschauer, Mehrzweckhalle, Internat, ...). Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Für den Gemeinderat und die Öffentlichkeit ist unklar, welche Miete der KSC in Zu- kunft bezahlen kann und will. Die Finanzierung eines Profistadions durch eine Kom- mune für einen gewerblichen Nutzer ist nur akzeptabel, wenn dieser (einzige) Nutzer die Kosten durch die Miete refinanziert. Für jedes neue von der öffentlichen Hand gebaute Stadion gilt als Mindestvorgabe bei der Mietberechnung: Unterhalt des Sta- dions (Rasenpflege, Reinigung, Energie, ...) plus Zinsen für das Fremdkapital. Das bedeutet bei der derzeitigen Planung Mietsummen in mehrfacher Millionenhöhe. Der KSC hat bisher nicht erkennen lassen, ob er zumindest in der 1. Bundesliga zur Zah- lung einer solchen Miete bereit und in der Lage ist. Der Verein zahlt heute nicht mal die weitaus günstigere Miete in Höhe von rund 300.000 Euro pro Jahr. Um sowohl den berechtigten Erwartungen des Steuerzahlers an eine kostenbewuss- te Haushaltsführung als auch den Erwartungen der Fans des KSC Rechnung zu tra- gen, muss eine andere, deutlich kostengünstigere Planung erstellt werden: ein einfa- cher Umbau des Wildparkstadions in Bauabschnitten, verbunden mit einer Verbesse- rung der stadionspezifischen Infrastruktur (rollender und ruhender Verkehr; Sicher- heit) bei vermindertem Aufwand. Fertigteile für den Bau der Tribünen und der Park- paletten bieten sich an. Zwei zentrale Aspekte gilt es zu beachten: Erstens sollten alle Zuschauer in Zukunft ein attraktiveres Umfeld bei erhöhter Sicherheit vorfinden. Zweitens sollten die Fans, die bisher auf der Gegentribüne abgerückt vom Spielfeld ihre Mannschaft angetrie- ben haben, in das Zentrum der Planung rücken. Weitere Vorteile eines solchen Vorgehens in Bauabschnitten: Minimierung der Zuschauerverluste während der Umbauphasen; eventuell tre- ten überhaupt keine Zuschauerverluste auf. Hohe Identifikation der Fans mit dem Projekt schon während der Bauphase. Spätere Erweiterbarkeit auf einen Totalumbau (Ersatz der heutigen Haupttri- büne). Vorgabe an die Planer: Erfüllung der zentralen Funktion „Fußballstadion für maximal 35.000 Zuschauer“. Auch in einer solchen neuen Arena wird die Miete für den KSC steigen – aber stufenweise und insgesamt deutlich geringer. Seite 3 __________________________________________________________________________________________ Die kostenträchtigen „Wünsche“ des KSC (siehe oben) muss der Verein selbst mit Hilfe von Geldgebern – etwa aus der regionalen Wirtschaft – finanzieren. unterzeichnet von: Lüppo Cramer Dr. Eberhard Fischer Margot Döring Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 16. Dezember 2013
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STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Ergän- zungsantrag KAL-Gemeinderatsfraktion vom: 13.12.2013 eingegangen: 13.12.2013 Gremium: 56. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 17.12.2013 2013/0306 4 öffentlich Dez. 6 Neues Fußballstadion im Wildpark: Kostenrahmen eines schrittweisen Umbaus des Wild- parkstadions inklusive Verbesserung der Infrastruktur 1. Das Bürgermeisteramt hat in seiner Vorlage ausgeführt, dass die Entscheidung über die Wiederaufnahme des Projektes die Grundlage bildet für alternative Planungen sowohl des Stadionbaukörpers als auch der umgebenden Infrastruktur. Ebenfalls in der Vorlage enthal- ten ist der Auftrag an die Verwaltung, diese Planungsüberlegungen mit Wirtschaftlichkeitsbe- trachtungen zu hinterlegen sowie die Anforderung, die unterschiedlichen Szenarien mit dem derzeitigen Hauptnutzer zu diskutieren. 2. - 4. Eine Festlegung auf ein bestimmtes Szenario für die Gestaltung der umgebenden Infrastruk- tur erscheint derzeit wenig zielführend. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Kontierungsobjekt: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: siehe Vorlage Nr. 2013/0262 ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Sport, Freizeit und Gesundheit Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit KFG