Karlsruher Inklusionspreis

Vorlage: 2013/0284
Art: Antrag
Datum: 10.12.2013
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Sozial- und Jugendbehörde
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 21.01.2014

    TOP: 22

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mit Stellungnahme einverstanden

Zusätzliche Dateien

  • GRÜNE-Inklusionspreis
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Dr. Dorothea Polle-Holl (GRÜNE) Stadtrat Dr. Christofer Leschinger (GRÜNE) Stadtrat Michael Borner (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 4. Dezember 2013 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 57. Plenarsitzung Gemeinderat 21.01.2014 2013/0284 22 öffentlich Karlsruher Inklusionspreis Die Stadt ruft einen Karlsruher Inklusionspreis ins Leben und zeichnet damit Karlsru- her Firmen, Organisationen, Einrichtungen, Schulen und Vereine aus, die den Inklu- sionsgedanken besonders vorbildlich umsetzen und allen Menschen – mit und ohne Förderbedarf – eine bessere Teilhabe ermöglichen. Inklusion ist nicht nur möglich. Sie ist auch höchst sinnvoll und nutzt Beschäftigten und Unternehmen, Vereinen, Institutionen und Einrichtungen. Wer Inklusion lebt, ge- winnt. Auch die Wirtschaft kann in vielerlei Hinsicht davon profitieren, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. Dort könnte mit dem Inklusionspreis beispielhaftes Engagement in der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen geehrt werden. Vielfältige Teams sind kreativer. Sie schaffen ein besseres Betriebs- klima und sichern den Ruf von Unternehmen als attraktive Arbeitgeber. Der gerade ins Leben gerufene Landes-Inklusionspreis ehrt landesweit Einrichtun- gen, die sich vorbildlich um Inklusion bemühen. Mit dem einzurichtenden Karlsruher Inklusionspreis soll auch auf kommunaler Ebene die Praxis von Firmen, Organisatio- nen, Einrichtungen, Schulen und Vereinen aus Karlsruhe bekannter gemacht wer- den, die allen Menschen - mit und ohne Förderbedarf - eine bessere Teilhabe ermög- lichen. In die Vergabe-Kriterien könnten auch verschiedene Qualitätsmerkmale wie Leistung der Mitwirkenden, Leitbild der Einrichtung/Firma etc., bei Schulen Lehr- und Lernkul- tur im Unterricht, Mitwirkung innerhalb der betreffenden Einrichtung sowie Zusam- menarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen/ Vereinen/Firmen einfließen. Bei der Auswahl der Preis-Ausstattung sind neben Geldpreisen der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Möglich sind z. B. Theater- oder Kino-Gutscheine, Spiel- und Sportmaterial und vieles mehr. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Mit einer guten, öffentlichkeitswirksamen Presseaktion könnte ein Inklusionspreis im wahrsten Sinn des Wortes „Schule machen“ und ideenanregend auf andere Einrich- tungen wirken. unterzeichnet von: Bettina Lisbach Dr. Dorothea Polle-Holl Dr. Christofer Leschinger Michael Borner Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 9. Januar 2014

  • TOP 22
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 04.12.2013 eingegangen: 04.12.2013 Gremium: 57. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 21.01.2014 2013/0284 22 öffentlich Dez. 3 Karlsruher Inklusionspreis - Kurzfassung - Der Gemeinderat verweist den Antrag an den Beirat für Menschen mit Behinderungen zur Beratung und zur Erstellung eines Konzeptes. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Kontierungsobjekt: Kontenart: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Sozialer Zusammenhalt und Bildung Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Einrichtung eines Karlsruher Inklusionspreises wird als sinnvolle Maßnahme zur Würdigung und Wertschätzung von Unternehmen, Vereinen und weiteren Institutionen auf dem Wege zur Inklusion eingeschätzt. Zur Abklärung der Kategorien eines solchen Preises, der Preisgestaltung sowie der Bil- dung einer Jury wird dieser Antrag an den Beirat für Menschen mit Behinderungen verwiesen. Hier soll in Zusammenarbeit mit der Koordinatorin für Behinderte eine Konzeption erar- beitet werden.

  • Protokoll TOP 22
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 57. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 21. Januar 2014, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 22. Punkt 22 der Tagesordnung: Karlsruher Inklusionspreis Antrag der Stadträtinnen Bettina Lisbach und Dr. Dorothea Polle-Holl, der Stadträte Michael Borner und Dr. Christofer Leschinger (GRÜNE) sowie der GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 4. Dezember 2014 Vorlage: 2013/0284 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung und Überweisung an den Beirat für Menschen mit Behinderungen Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 22 zur Behandlung auf und verweist auf die vorliegende Stellungnahme der Verwaltung. Stadträtin Dr. Polle-Holl (GRÜNE): Inklusion bedeutet vor allem Wertschätzung, An- erkennung der Vielfalt in Bildung, Erziehung und Gesellschaft und geht davon aus, dass Heterogenität in einer Gesellschaft normal ist und sie sogar bereichert. Wenn man es sehr weit definiert, gehört zu diesem Begriff Inklusion nicht nur das Miteinschließen von Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung, sondern auch von Men- schen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, und Menschen in der Vielfalt ihrer sexuellen Orientierung. Daher ist es auch richtig, in den Schulen den Lehrplan entspre- chend darauf auszurichten. Aber das gehört jetzt nicht hierher. (Heiterkeit) - Mir war es wichtig, das zu betonen. (Stadtrat Cramer/KAL: Dann hätte ich es auch nicht gesagt!) Uns geht es in unserem Antrag um die Inklusion von Menschen mit Behinderung in Schulen, Betrieben und anderen Einrichtungen. Dafür soll es besonders gelungenen Inklusionsbeispielen einen Karlsruher Inklusionspreis geben. Pädagogen sind zum Teil - 2 - ratlos, wie die Inklusion funktioniert, Eltern sind unsicher, ob die Klassenziele erreicht werden können, wenn ein behindertes Kind mit in der Klasse sitzt und Betriebe fürch- ten um ihre Produktivität. Deswegen ist es besonders wichtig, gute Beispiele voranzu- stellen. Es geht nämlich, wenn man verschiedene Dinge berücksichtigt. Wir wollen des- wegen, dass es mit einem Preis bedacht wird. Wir sind gespannt über den Preis, über die Ausstattung und seine Preisträger und freuen uns, dass die Verwaltung dem Antrag so positiv gegenübersteht. (Beifall bei den Grünen) Stadtrat Mossuto (GfK): Wir begrüßen die Empfehlung der Verwaltung, den Antrag an den Beirat für Menschen mit Behinderungen zu verweisen. Allerdings möchten wir, dass folgender Hinweis bei der Verweisung an den Behindertenbeirat mit aufgenom- men wird: Bei der Berücksichtigung eines Inklusionspreises müssen die Gruppe der Kör- perbehinderten und die Gruppe der Geistigbehinderten paritätisch berücksichtigt wer- den. Es empfiehlt sich weiterhin den Beirat zu bitten, die Meinung der Selbsthilfeverei- nen ohne Vereinsstatus einzuholen, da zurzeit im Beirat nicht alle Gruppen vertreten sind. Stadtrat Golombeck (FDP): Grundsätzlich muss ich sagen, finde ich es eine ganz tolle Idee, dass man diese Menschen mit einbezieht, denn die Teilhabe an dem täglichen Ab- lauf ist für diese Leute sehr wichtig, damit sie eine Beschäftigung haben. Es bedarf na- türlich auch einer besonderen Aufsicht. Die ganze Verfahrensweise ist nicht so einfach. Wenn man sich einmal die Hagsfelder Werkstätten anschaut, wie das da zugeht, dann braucht man auch Aufsicht dazu, um zu kontrollieren, was die Leute da machen. Wich- tig ist, dass es Firmen gibt, die muss man suchen, die bereit sind, solche Menschen ein- zustellen, einzuarbeiten. Ich denke mal, dass hier zwei Fliegen mit einer Klappe ge- schlagen werden, zum einen können sich die Firmen besser präsentieren und zum an- deren ist mir eigentlich wichtig, dass diese Menschen in eine Beschäftigung kommen. (Beifall bei der FDP) Der Vorsitzende: Ich habe jetzt keine weiteren Wortmeldungen. Sie haben dem Ver- fahrensvorschlag der Verwaltung zugestimmt. Zur Beurkundung: Der Schriftführer: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 31. März 2014