Leit- und Informationssystem für den Karlsruher Hauptfriedhof

Vorlage: 2013/0282
Art: Antrag
Datum: 10.12.2013
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Friedhofs- und Bestattungsamt
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 21.01.2014

    TOP: 21

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mit Stellungnahme einverstanden

Zusätzliche Dateien

  • GRÜNE-Infosystem Hauptfriedhof
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Dr. Dorothea Polle-Holl (GRÜNE) Stadtrat Michael Borner (GRÜNE) Stadtrat Johannes Honné (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 4. Dezember 2013 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 57. Plenarsitzung Gemeinderat 21.01.2014 2013/0282 21 öffentlich Leit- und Informationssystem für den Karlsruher Hauptfriedhof 1. Die Stadtverwaltung errichtet ein modernes Leitsystem und ein elektronisches Informationssystem für den Karlsruher Hauptfriedhof. 2. Nach einer Evaluationsphase wird für die Stadtteilfriedhöfe geprüft, wie auch dort die Informationen verbessert werden können. Der Karlsruher Hauptfriedhof ist der älteste deutsche Parkfriedhof. Die 34 Hektar große Fläche mit rund 32.000 Grabstätten ist auch eine Kulturstätte. Wegweiser an markanten Stellen können den Weg zu den Gräbern der eigenen Angehörigen wei- sen, aber auch noch stärker als bisher auf architektonisch interessante Grabmäler oder Gräber bekannter Persönlichkeiten aufmerksam machen. Unter Würdigung der gebotenen Zurückhaltung könnte der Friedhof durch ein modernes Leit- und Informa- tionssystem aufgewertet werden. Bei der Größe des Karlsruher Hauptfriedhofes ist es unabdingbar, den Besucherin- nen und Besuchern Orientierungshilfen zu geben. Informationstafeln an den Eingän- gen des Friedhofs stehen zur räumlichen Orientierung zur Verfügung. An diesen soll- te den interessierten Besucherinnen und Besuchern ein Überblick über die histori- sche Entwicklung des Friedhofes und die Friedhofsordnung gegeben werden. Ein Vorbild könnte das Informations- und Orientierungssystem des Bruchsaler Friedhofes sein. Mit einem zusätzlichen elektronischen Informationssystem sollte neben allgemeinen ausführlichen Informationen eine Auskunftsmöglichkeit zu einer bestimmten Grab- stätte angeboten werden. Hier könnten Art und Standort der gesuchten Grabstätte visuell abgerufen werden. Mit diesen Angaben und dem neu gestalteten Leitsystem Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ lässt sich dann die Grabstätte leicht auffinden. Der Baseler Friedhof „Am Hörnli“ ar- beitet schon seit Jahren erfolgreich mit einem solchen System. In die Suchmaske müssen nur Vor- und Nachname eingegeben werden. Neben den Besucherinnen und Besuchern könnten auch Mitarbeiter/-innen von Steinmetzbetrieben oder Friedhofsgärtnereien von einem solchen System profitieren. Das neu einzurichtende Leitsystem sowie das elektronische Informationssystem soll- ten barrierefrei ausgestaltet sein. Nach ersten Erfahrungen mit dem neuen System auf dem Hauptfriedhof wäre zu überlegen, ob ähnliche Angebote auf den Stadtteilfriedhöfen mit ihren sehr unter- schiedlichen Gegebenheiten ebenfalls sinnvoll sind. unterzeichnet von: Bettina Lisbach Dr. Dorothea Polle-Holl Michael Borner Johannes Honné Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 9. Januar 2014

  • TOP 21
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 04.12.2013 eingegangen: 04.12.2013 Gremium: 57. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 21.01.2014 2013/0282 21 öffentlich Dez. 5 Leit- und Informationssystem für den Karlsruher Hauptfriedhof - Kurzfassung - 1. Die derzeit laufenden Vorplanungen für ein neues Leitsystem auf dem Karlsruher Haupt- friedhof werden weitergeführt. Das Projekt wird im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen vorgestellt. Die Einführung eines elektronischen Informationssystems für alle Karlsruher Friedhöfe ist für das laufende Jahr vorgesehen. 2. Die derzeit vorhandenen Informationssysteme auf den Stadtteilfriedhöfen werden beibehal- ten. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen sind diese insbesondere im Hinblick auf die Grö- ße dieser Friedhöfe in der Regel auch ausreichend. Notwendige Aktualisierungen bzw. Er- gänzungen der Hinweisschilder bzw. der Informationsstationen werden durch die Ver- waltung vorgenommen. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) 15.000 € 15.000 € 3.000 € Haushaltsmittel stehen zur Verfügung Kontierungsobjekt: PSP-Element: 7.690001.700.818 Kontenart: 7831 0000 Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Überlegungen zu einem modernen Leitsystem auf dem Karlsruher Hauptfriedhof liegen seitens der Verwaltung schon längere Zeit vor. Neben der Ausweisung der einzelnen Grabfelder muss ein solches System die Führung nicht ortskundiger Besucher zu allen wichtigen Einrichtungen des Friedhofs umfassen. Hierzu zählen insbesondere die Wegweiser zu den Friedhofskapellen, zu den Ausgängen und zu vorhandenen sanitären Anlagen. Weiterhin wären Informationen über architektonisch wertvolle Gebäude, die historische Entwicklung des Friedhofs sowie Hin- weise zu Gräbern bedeutender Persönlichkeiten wichtig. Neben statischen Informationen sind auch täglich wechselnde Informationen, wie z. B. wann und wo welche Trauerfeiern bzw. Bei- setzungen stattfinden, in ein neues System zu integrieren. Beispiele über die Umsetzung von Friedhofsinformationssystemen in anderen Städten liegen der Verwaltung vor. Ein neues Leitsystem muss große Rücksicht auf die historische Gestaltung und das besondere Ambiente des Friedhofes nehmen. Eine Überfrachtung des Friedhofes mit allen möglichen In- formationen ist deshalb unbedingt zu vermeiden. Mit der gebotenen Zurückhaltung ist der Ge- staltung der historischen Anlage Rechnung zu tragen und auch auf die Gefühle und Empfin- dungen der Trauernden besondere Rücksicht zu nehmen. Neben diesen inhaltlichen Anforderungen verdienen die durch die Umsetzung eines solchen Projektes entstehenden Kosten besondere Beachtung. Die Stadt Bruchsal hat beispielsweise in ein neues Leitsystem auf ihrem wesentlich kleineren Hauptfriedhof einen Betrag in Höhe von ca. 70.000 € investiert. Die Realisierung einer Gräbersuche per Internet verfolgte die Verwaltung bereits in der Vergan- genheit. In Zusammenarbeit mit dem Medienbüro der Stadt stehen noch im laufenden Jahr alle technischen Voraussetzungen zur Verfügung, um Verstorbene, die in den letzten 10 Jahren auf Karlsruher Friedhöfen bestattet wurden, elektronisch über das Internet zu suchen. Bestattete vor diesem Zeitraum können dann gefunden werden, sofern deren Gräber noch vorhanden sind. Die hierfür notwendigen Haushaltsmittel in Höhe von 15.000 € stehen 2014 zur Verfügung. Bei der Umsetzung dieses aktuellen und attraktiven Angebots für die Bürgerinnen und Bürger werden Erfahrungen unseres Software-Anbieters verwendet, die dieser u. a. durch seine Zu- sammenarbeit mit dem Wiener Zentralfriedhof gesammelt hat. Über das Projekt wird die Verwaltung im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen zeitnah infor- mieren. 2. Die vorhandenen Informationsleitsysteme auf den Stadtteilfriedhöfen werden durch die Verwal- tung bei Bedarf permanent ergänzt und vervollständigt. Bis die Erfahrungen eines neuen Wege- leitsystems auf dem Karlsruher Hauptfriedhof vorliegen, erscheinen die derzeitigen Wegebe- schreibungen, Feldbezeichnungen und Hinweisschilder auf den wesentlich kleineren Stadtteil- friedhöfen ausreichend. Ein Vorschlag über die flächendeckende Erneuerung aller Wegeleitsys- teme auf den Friedhöfen wird in der Verwaltung nach Einführung und Auswertung eines mo- dernen Leit- und Informationssystems auf dem Hauptfriedhof erarbeitet und dem Ausschuss für öffentliche Einrichtungen zur Beratung vorgelegt.

  • Protokoll TOP 21
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 57. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 21. Januar 2014, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 21. Punkt 21 der Tagesordnung: Leit- und Informationssystem für den Karlsruher Hauptfriedhof Antrag der Stadträtinnen Bettina Lisbach und Dr. Dorothea Polle-Holl, der Stadträte Michael Borner und Johannes Honné (GRÜNE) sowie der GRÜNE- Gemeinderatsfraktion vom 4. Dezember 2013 Vorlage: 2013/0282 Beschluss: Zustimmende Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 21 zur Behandlung auf und verweist auf die vorliegende Stellungnahme der Verwaltung. Stadtrat Borner (GRÜNE): Wir sind mit der Antwort der Stadtverwaltung sehr zufrie- den. Friedhöfe sind nicht nur Ruhestätte für Verstorbene und Ort der Trauerbewälti- gung für Hinterbliebene. Wir wollen der Bevölkerung den Friedhof auch stärker als Er- holungs- und Lebensraum näherbringen. Wir wollen deutlich machen, dass der Karlsru- her Hauptfriedhof auch ein wichtiger gesellschaftlicher Ort ist, denn der Tod gehört zum Leben. Er ist aber auch ein kultureller und historischer Ort, der viel über die Ge- schichte unserer Stadt zu erzählen hat. Jetzt zur Antwort der Stadtverwaltung: Bei der Suche über das Internet gehen wir da- von aus, dass datenschutzrechtliche Bedenken zuvor ausgeräumt werden. Bei der elekt- ronischen Suche setzen wir Grüne aber nicht nur auf das Internet. Wie schon in der Be- gründung beschrieben, arbeitet der Basler Zentralfriedhof schon seit Jahren erfolgreich mit einem elektronischen Friedhofterminal. In dieser Angelegenheit würde ich die Ver- waltung bitten, sich dieses Systems anzunehmen bzw. die Umsetzungsmöglichkeiten zu prüfen. Ich möchte zum Schluss kommen und freue mich auf die zeitnahen Informations- und Umsetzungsvorschläge im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen. - 2 - (Beifall bei den Grünen) Stadtrat Jooß (FDP): Die Antwort der Verwaltung sieht so aus, dass man im Grunde ein Smartphone braucht oder zu Hause im Computer nachschaut, wo die Leute in wel- chem Grabfeld liegen. Ich habe vorhin mit unserem „Friedhofspapst“ gesprochen, ob man nicht eine Tafel macht, wo man den Betroffenen anklicken kann und dann wird angezeigt, in welchem Feld auf dem Friedhof er liegt. Es kommen viele alte Leute, die Verstorbene dort suchen. Ich hoffe, sie können in der Friedhofsverwaltung Auskunft bekommen. Dann wäre dem Genüge getan. Er hat mir gesagt, er hat Angst vor Vanda- lismus, dass so ein System demoliert wird. Wenn man das im Innenbereich des Friedho- fes errichtet, wo abends sowie die Tore abgeschlossen sind, würde da keine Gefahr be- stehen. Ich habe größte Bedenken, das nur elektronisch zu machen. Wenn man das tagsüber im Friedhofsamt persönlich erfahren kann, wäre ich zufrieden. (Beifall bei der FDP) Der Vorsitzende: Vielen Dank. Die Anregung nehmen wir auf. Sie reden wahrschein- lich von Papst Matthäus dem Ersten. Da hilft beten immer. Wir werden mal gucken, wie wir das geregelt kriegen. (Heiterkeit) Zur Beurkundung: Der Schriftführer: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 31. März 2014