Zukünftige Gestaltung Marktplatz - Berücksichtigung Pflastermosaiken
| Vorlage: | 2013/0237 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 20.11.2013 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Stadtplanungsamt |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 17.12.2013
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: mit Stellungnahme einverstanden
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 19.11.2013 eingegangen: 19.11.2013 Gremium: 56. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 17.12.2013 2013/0237 32 öffentlich Dez. 6 Zukünftige Gestaltung Marktplatz - Berücksichtigung Pflastermosaiken - Kurzfassung - Der Gemeinderat wird um Kenntnisnahme des Prüfungsergebnisses gebeten. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Kontierungsobjekt: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Zukunft Innenstadt und öffentl. Raum Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit KASIG Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Verwaltung rät davon ab, die zwischenzeitlich abgebauten, den Fensterrosen der Münster in Straßburg, Freiburg und Basel nachempfundenen, aber nicht maßstäblichen Pflastermuster in die Neugestaltung des Bodenbelags von Marktplatz und Kaiserstraße zu integrieren, und zwar aus folgenden Gründen: 1. Das Ergebnis des Wettbewerbs „Neugestaltung Kaiserstraße“ sieht eine Wiederver- wendung nicht vor. Sie sind gestalterisch und inhaltlich nicht mit den Zielen des Sie- gerentwurfs zu vereinbaren. Dieser strebt Klarheit, Übersichtlichkeit und Großzügigkeit der Gestaltung an. Die Rosetten als eher kleinteilige und stark ausdifferenzierte Ge- staltungselemente würden die Kraft des Entwurfes erheblich schwächen. 2. Sie sind integraler Bestandteil der zwischenzeitlich abgebauten postmodernen Gestal- tung der 1970er Jahre. Sie fügen sich in das seinerzeit gewählte Konzept einer ausdif- ferenzierten kleinteiligen und detailreichen erzählenden Entwurfshaltung nahtlos ein. Ohne den beispielsweise auch durch die Andeutung von Weinbrenners „Buden“ im nördlichen Teil des Marktplatzes und anderen erzählerischen Gliederungselementen in der Kaiserstraße (Radialen) gegebenen Rahmen wirken sie verloren und ihres Zu- sammenhangs beraubt. 3. Es ist aus heutiger Sicht nicht nachvollziehbar, weshalb ausgerechnet diese drei or- namentalen Formen in den neuen Marktplatz integriert werden sollen. Sie stehen für Gebäude aus einer Zeit, in der an Karlsruhe noch lange nicht zu denken war. Die Go- tik als Stilform hat auch künstlerisch bzw. kunstgeschichtlich keine typische Entspre- chung im Stadtbild Karlsruhes und sind einer klassizistischen Platzanlage nicht ange- messen. 4. Obwohl die Muster aufgrund der Größe der Steine wohl nur ausnahmsweise als "Mo- saiken" anzusprechen sind, teilen sie deren geringe Stabilität gegen die Belastung durch Überfahren. Insbesondere der verwendete Porphyr soll nicht mehr auf Flächen dieser Beanspruchungsklasse eingesetzt werden
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STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadtrat Dr. Albert Käuflein (CDU) Stadtrat Tilman Pfannkuch (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 19. November 2013 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 56. Plenarsitzung Gemeinderat 17.12.2013 2013/0237 32 öffentlich Zukünftige Gestaltung Marktplatz - Berücksichtigung Pflastermosaiken Die CDU-Fraktion beantragt: Die Stadtverwaltung prüft die Möglichkeit, die drei Mosaiken aus Pflastersteinen auf dem Karlsruher Marktplatz, die drei Kirchenrosen/Radfenster (Straßburg, Freiburg und Basel) darstellen, in das Konzept der Neugestaltung des Marktplatzes im Zuge der Kombilösung zu integrieren. Sachverhalt/Begründung: Die Kaiserstraße vom Durlacher Tor bis zum Mühlburger Tor und die Karl-Friedrich- Straße mit dem Marktplatz sollen nach Fertigstellung der Kombilösung einheitlich neu gestaltet werden. Es soll einen einheitlichen Bodenbelag sowie eine einheitliche Beleuchtung und Möblierung geben. Um zu einem guten Entwurf zu kommen, fand ein Ideen- und Realisierungswettbewerb statt. Das Ergebnis trägt die CDU-Fraktion ausdrücklich mit. Allerdings mehren sich die Stimmen für einen Erhalt der drei Pflastermosaiken in der Bevölkerung. Die Fraktionen bittet daher um Prüfung, ob diese sich in die Neugestal- tung des Marktplatzes aufnehmen lassen. Das Ergebnis dieser Prüfung soll dem Gemeinderat vorgelegt werden. unterzeichnet von: Gabriele Luczak-Schwarz Dr. Albert Käuflein Tilman Pfannkuch Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 6. Dezember 2013
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 56. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 17. Dezember 2013, 15:00 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 26. Punkt 32 der Tagesordnung: Zukünftige Gestaltung Marktplatz - Berücksichti- gung Pflastermosaiken Antrag der Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz, der Stadträte Dr. Albert Käuf- lein und Tilman Pfannkuch (CDU) sowie der CDU-Gemeinderatsfraktion vom 19. November 2013 Vorlage: 2013/0237 Beschluss: Einverstanden mit der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 32 zur Behandlung auf und verweist auf die vorliegende Stellungnahme der Verwaltung. Stadtrat Dr. Käuflein (CDU): Der letzte Antrag im öffentlichen Teil der Sitzung. Ich versuche, mich ebenfalls kurz zu fassen. Wir haben mit unserem Antrag Stimmen aus der Bevölkerung aufgegriffen, die sich stark gemacht haben für den Erhalt der Pflaster- mosaiken auf dem Karlsruher Marktplatz. Der Marktplatz - wir wissen es alle - wird im Zuge der Kombilösung neu gestaltet. Die Antwort der Verwaltung - ganz kurz gefasst - lautet, dass die gotischen Rosetten nicht zum klassizistischen Marktplatz und nicht zur beabsichtigten Neugestaltung pas- sen. Es fand ein Wettbewerb statt, eine komplette Überplanung von Mühlburger Tor bis Durlacher Tor über Marktplatz, Karl-Friedrich-Straße. Ich will an der Stelle sagen, dass wir das Ergebnis dieses Wettbewerbs - ich saß für meine Fraktion in dieser Jury - aus- drücklich mittragen. Es bleibt die etwas dilemmatische Situation, dass es ganz viele Stimmen in der Bevölkerung gibt, die sagen, diese Mosaiken sollen erhalten bleiben. - 2 - Mein Vermittlungsvorschlag, der nicht im Antrag steht, den ich hiermit öffentlich ma- che, lautet - ich bitte darum, dass der im Planungsausschuss weiter erörtert wird -, dass vielleicht eine andere Stelle gefunden wird, nicht der Marktplatz, sondern eine andere Stelle, wo diese Mosaiken wieder eingebracht werden. Mir kam in den Sinn, es sind gotische Kirchenfenster. Wir haben eine neogotische Kirche am Durlacher Tor, St. Bern- hard. Vielleicht könnte man die Mosaiken in diese Richtung verschieben. Also meine Bitte, in Modifizierung des Antrags erneut darüber nachdenken, nicht Marktplatz sondern andernorts, und dann Erörterung im Planungsausschuss. (Beifall bei der CDU) Der Vorsitzende: Herr Konrath, bleiben Sie bitte noch einen Moment da. Ich würde gern die Gelegenheit nutzen, ich hatte es erst vergessen, mich bei Ihnen und allen städ- tischen Ämtern und auch bei allen, die in der Arge Verantwortung übernommen haben, noch einmal ganz herzlich zu bedanken (Beifall des Hauses) für das wirklich schwierige Jahr. Zum einen haben Sie und Ihre Leute die Sache mit der Sperrung der Kaiserstraße wirklich hervorragend bewältigt. Da will ich ausdrücklich auch die städtischen Ämter in dieses Lob mit einbeziehen. Dann auch noch die Situati- on, wie unsere Konstruktion der Arge - aber das hat auch viel mit den Menschen zu tun - mit diesen Insolvenzen umgegangen ist. Das ist überhaupt nicht selbstverständlich und bestätigt, dass wir hier eine recht gute Konstruktion gewählt haben, die am Ende aus dem großen Mittelstand heraus diese Sache wirklich gut bewältigt und auch weiter be- wältigt. Aber das hat natürlich auch ganz viel mit Ihnen persönlich und Ihrer Mann- schaft und Frauschaft zu tun. Noch einmal ganz herzlichen Dank zum Ende dieses Jah- res. (Beifall des Hauses) Herr Stadtrat Dr. Käuflein, ich bin Ihnen sehr dankbar, dass Sie noch einmal darauf hin- weisen, dass wir hier einen entsprechenden Wettbewerb hatten und dass die Wettbe- werbsergebnisse auch akzeptiert wurden. Es wird bei der weiteren Umsetzung der Kombilösung immer wieder Situationen geben, wo wir Bürgerinnen und Bürger erle- ben, die mit dem, was da kommt, erst einmal sehr unzufrieden sind. Wenn wir dann alle reihenweise umfallen und die ursprünglich einmal mitgetragenen Lösungen nicht bereit sind, gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern zu vertreten - ich meine jetzt nicht Sie persönlich -, dann haben wir natürlich ein Problem. Insofern bin ich für den Vorschlag sehr dankbar, dass wir uns hier über andere Standor- te in der Stadt durchaus unterhalten. Ich würde Ihnen aber auch vorschlagen, dass wir in einer öffentlichen Darstellung die Ergebnisse dieses Wettbewerbs noch einmal den Bürgerinnen und Bürgern zur Diskussion anbieten, denn wir müssen sie irgendwo mit- nehmen. Nur wäre meine allgemeine Bitte, dass wir nicht auch noch die Bürgerinnen und Bürger darin bestärken, dass hier Unrecht geschieht. Es ist alles rechtmäßig abge- laufen. Diese ganzen Dinge sind auch unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger - 3 - entstanden. Mitunter hat man vielleicht noch nicht weit genug in die Zukunft gedacht und ist jetzt erschrocken. Das geht einem manchmal bei privaten Planungen auch so. Aber dann ist nicht der Gemeinderat oder die Verwaltung schuld, sondern dann ist zu sagen: Okay, rollen wir das eine oder andere noch einmal auf. Aber verstärken wir bitte nicht den Eindruck, dass hier immer an den Bürgerinnen und Bürger vorbeigearbeitet wurde. Das ist nicht der Fall, das wäre sehr schade. Stadtrat Honné (GRÜNE): Herr Oberbürgermeister, ich danke Ihnen sehr für diese Worte in Richtung CDU. Ganz allgemein: Wir sollten einfach mehr die gemachten Ent- scheidungen verteidigen. (Unruhe, Zurufe, Heiterkeit) Selbst wir, die wir nun wirklich nicht für diesen Abluftkamin zuständig sind, haben den verteidigt. (Anhaltende Unruhe; der Vorsitzende: Herr Stadtrat Honné hat das Wort, Herr Ehlgötz und alle anderen! Diese Rosetten haben nun wirklich keine Bedeutung. Ich habe auch vor ungefähr zwei bis drei Jahren nachgefragt: Was ist denn mit diesen Rosetten? Da wurde mir geant- wortet, die sind bedeutungslos. Dann habe ich das akzeptiert und dann war gut. Da muss man jetzt auch keinen eigenen Antrag stellen. Wir haben auch das Problem, die kann man von der Größe her auch nicht im Museum unterbringen. Da passen sie ein- fach nicht hinein, und auf einem anderen Platz, da wird sich wahrscheinlich jeder be- danken. Es sind einfach Steine, die zwei verschiedene Farben haben. Insofern sind diese Rosetten einfach nicht wichtig. (Beifall bei den Grünen) Stadträtin Baitinger (SPD): Ich finde zunächst Ihren Vorschlag sehr gut, das Ergebnis des Wettbewerbs noch einmal öffentlich vorzustellen und zu präsentieren, damit hier die Diskussion hinsichtlich der so genannten Rosetten auch beendet werden kann. Ich finde auch die Antwort der Stadtverwaltung sehr gut. Vor allem spricht mir Punkt 3 aus dem Herzen, nämlich die Frage, was gotische Vorbilder auf einem klassizistischen Marktplatz tun. Ich kann überhaupt nicht verstehen, wie es damals überhaupt dazu kam, dass so etwas genehmigt wurde. Ich meine aber auch, dass man der gotischen Kirchen Unrecht tut, wenn man die so genannten Mosaiken mit gotischen Kirchenfens- tern, gar mit der Rosette des Straßburger Münsters vergleicht, die doch in ihrer un- glaublichen Ausdifferenziertheit und Feinheit nicht direkt vergleichbar sind mit dem groben Gepixel auf dem Marktplatz, so will ich es einmal in moderner Computerspra- che ausdrücken. Bei Ihnen sind vielleicht Beschwerden eingelaufen, weil die Rosetten weg kommen. Bei uns sind aber relativ viele gekommen und haben gefragt: Was für Rosetten denn? Denn viele Leute haben die noch gar nie wahrgenommen. Die gehen nämlich in dem sand- steinfarbenen Marktplatz mit den grauen Bändern ziemlich unter. - 4 - Deshalb: Ob jetzt auf einen anderen Platz oder vielleicht ins Lapidarium, das die Grünen einmal beantragt haben, solche Lösungen sind in Ordnung. Aber auf dem Marktplatz der Stadt Karlsruhe in der Neugestaltung nach dem Umbau wollen wir sie nicht mehr haben. (Beifall bei der SPD) Stadträtin Fromm (FDP): Ich bekenne mich auch dazu, dass ich gesagt habe: Schade, dass die Rosetten wegkommen. Aber nicht weil sie ein Kunstwerk sind, sondern weil sie als Handwerkskunst der Pflasterer dargestellt sind. Das ist ein himmelweiter Unter- schied. Es sind Pflastersteine, die durch Pflasterer zu dem geworden sind, was sie auf- grund einer technischen Anleitung vorgegeben bekommen haben. Ich will es nicht so einfach abtun, als hätten sie nichts mit uns hier in Karlsruhe zu tun. Ich will sagen: Diese Rosetten erinnern an die Kathedralen im Oberrheingebiet. Der Oberrhein ist ein starkes Verflechtungsgebiet. Wir beziehen uns in sehr viele Sachen auf den Oberrhein. - Das dazu. Aber, jetzt kommt es: Wir haben einen Gestaltungswettbewerb gemacht, wie nach der Kombilösung Kaiserstraße und Marktplatz aussehen sollen. Da habe ich auch für diesen Wettbewerb gestimmt und habe auch gesehen, dass in diesem Ergebnis keine Pflaster- steine mehr hineinkommen. Sie würden nämlich auch den Gesamteindruck dieses Wettbewerbs "verschandeln". Was machen wir denn in Karlsruhe leider viel zu oft? Wir haben Wettbewerbsergebnisse und irgendwann gefallen die uns nicht mehr oder aber auf Druck von außen stehen wir einfach nicht mehr zu unserer Meinung. Ich wünschte mir, dass auch diese Pflasterung, die erst nach 2019 kommt, so im Wettbewerbsergeb- nis umgesetzt wird. Dann zum Alternativvorschlag: Ich habe mir die Rosetten sehr intensiv angeschaut, be- vor sie weggemacht wurden, also die Pflastersteine herausgekratzt wurden. Welche Plätze eignen sich? Es ist ein ziemlicher Durchmesser, wenn man sie woanders wieder einpflastern will. Da bleiben dann als Alternative in meiner Vorstellung eigentlich nur noch Kirchenvorplätze übrig, denn jetzt diese Steine - nur weil das Ihr Antrag ist, der aber eigentlich nicht in dieses Konzept passt - irgendwo anders hinzumachen, halte ich im Moment für wirklich nicht für weiterführend. Ich bin der Meinung, das ist kein Kunsthandwerk, was dort geschaffen wurde, sondern es eine sehr gute Pflastererarbeit und letztlich auch eine technische Anleitung gewesen. Ich bin mir nicht sicher, ob die wirklichen Kunsthandwerker, die es gibt, die sich auch nicht als Künstler verstehen, nun wirklich sagen, jetzt wollen wir das machen. Lange Rede, kurzer Sinn: Das Wettbewerbsergebnis ist überzeugend. Die Pflastersteine müssen dann vielleicht irgendwo unter den Strand. (Beifall bei der FDP) Der Vorsitzende: Es wird niemand ohne ausreichende Beteiligung des Gemeinderates und der Bürgerschaft entscheiden, sie irgendwo wieder zu verlegen. Wir schauen uns noch einmal die Ergebnisse des Marktplatzes an. Wir erwägen und überlegen, wo sich - 5 - das anderswo vielleicht anbietet. Hier ging es nur darum, dass wir versuchen, ein biss- chen die Stimmung einzufangen, die es im Moment an verschiedenen Stellen gibt. Un- abhängig davon, ob wir das kunsthistorisch oder überhaupt historisch betrachten, müs- sen wir natürlich trotzdem einfach zur Kenntnis nehmen, dass im Moment schon eine gewisse Verunsicherung herrscht angesichts der vielen Umwandlungsprozesse in der Innenstadt. Aber wir tragen zu der Verunsicherung nicht bei, wenn wir selber über- rascht tun und sagen: Das haben wir gar nicht gewusst. Da ist irgendetwas an uns vor- beigelaufen. Dann glaubt uns nämlich irgendwann niemand mehr, dass wir überhaupt irgendetwas im Blick hätten. Insofern meine Bitte: Wir stehen gemeinsam zu dem, was wir einmal beschlossen ha- ben. Wir sind auch immer bereit, das weiter zu entwickeln und zu differenzieren. Aber wir müssen den Bürgerinnen und Bürgern auch wirklich das Gefühl geben, dass wir wissen, was da gerade geschieht. Da bitte ich einfach darum, dass wir das gemeinsam auch so machen. Ich höre gerade, dass die Plaketten sogar gesichert wurden. Es gibt auch noch wertvol- lere Bestandteile dieses Pflasters. Im Notfall bewahren wir alles irgendwo auf. Das ist alles kein Thema. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 24. Januar 2014