Linie 5
| Vorlage: | 2013/0164 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 23.10.2013 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Verkehrsbetriebe Karlsruhe |
| Erwähnte Stadtteile: | Rintheim |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 19.11.2013
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Eduardo Mossuto (FW) Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) vom 7. Oktober 2013 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 55. Plenarsitzung Gemeinderat 19.11.2013 2013/0164 22 öffentlich Straßenbahn Linie 5 A.) Warum wird die Zeit während des „Bypass-Betriebes“, in der die Straßenbahn in Rintheim eingestellt ist, nicht genutzt, um die seit langem geplante Profilaufweitung des Lichtraumes und die höhen- mäßige Anpassung der Bahnsteige für 2,65 m breite Niederflurwa- gen auszuführen, und seit wann stehen diese Arbeiten konkret zur Ausführung an? B.) Seit wann wurde die Gleisverbindung im Hirtenweg zwischen den Endhaltestellen der Linie 5 und der Linie 6 geplant, und warum wurde diese Planung bislang nicht realisiert? C.) Wie umfangreich sind die Anpassungsarbeiten der unter Punkt A genannten Maßnahme in den Straßenfahrbahnen? D.) Wie hoch sind die Kosten für die Profil- Anpassungsarbeiten in der Mannheimer Straße, und wie hoch sind die Kosten für die Verbin- dungsstrecke durch den Hirtenweg, jeweils getrennt für die reinen Baukosten und den Kosten für Bauhilfsmaßnahmen, also SEV, Be- helfsbahnsteige, Verkehrssicherung etc.? E.) Wurden Zuschüsse zu den Maßnahmen unter Punkt A und B nach dem GVFG bzw. Entflechtungsgesetz beantragt? Seite 2 __________________________________________________________________________________________ F.) Wie hoch belaufen sich die echten Kosten für den derzeitigen Schienenersatzverkehr, ohne Gegenrechnung mit den entfallenden Betriebsleistungen im Ostast der Linie 5? G.) Ist eine Verknüpfung bzw. Zusammenlegung der Linien 5 und 6 o- der mit den Linien 4 und der Linie S 2 samt einer Verlängerung um 500 m zum Technologiepark überprüft worden - und wenn ja, mit welchem Ergebnis? H.) Ist eine Entflechtung der Linienbündelung in der Haid- und- Neu- Straße mit einer neuen Straßenbahnlinie über den Ostring zum Weinweg/Durlacher Allee überprüft worden - wenn ja, mit welchem Ergebnis? I.) Kann derzeit definitiv der Einsatzzeitpunkt der bei der Fa. Vossloh bestellten Niederflurwagen bestimmt werden? Seit Jahren ist der Einsatz von Niederflurstraßenbahnen auf der Linie 5 geplant, was aber am geringen Fahrzeugbestand und des für 2,65 m breite Niederflurbahnen zu schmalen Lichtraumprofil bislang scheiterte. Nun sollen die neuen Bahnen „2014“ geliefert werden. Seit Anfang April bis voraussichtlich Mitte November d. J. wird während des „By- pass“-Betriebes der Nordostast der Linie 5 durch Omnibusse im SEV ersetzt. Dieser Zeitraum von 7 Sommermonaten hätte genutzt werden können, um die vorbereiten- den Arbeiten für den Einsatz der neuen Niederflurstraßenbahnen durchführen zu können. Auch wenn während einer Interimszeit noch die alten Wagen hätten einge- setzt werden müssen, hätte durch bauliche Hilfsmaßnahmen der entstehende Spalt zwischen den schmaleren Altbauwagen und den neuen Bahnsteigkanten überbrückt werden können. Zudem wäre ein erneuerter Schienenersatzverkehr während der Gleisverschiebungen/-erneuerungen und Bahnsteigarbeiten oder Hilfsbahnsteige den Fahrgästen erspart geblieben, sowie Kosteneinsparungen eingetreten. Die Verbindungsstrecke durch den Hirtenweg samt Verlängerung mit neuer Wende- schleife direkt im Technologiepark erlaubt einen flexibleren Betrieb. Mit einer Ver- Seite 3 __________________________________________________________________________________________ knüpfung bzw. teilweisen Zusammenlegung der Linien 4/5/6 und S 2 ist u. E. eine bessere Auslastung der Strecke in der Mannheimer Straße zu erreichen. Die Ent- flechtung der momentanen Linienbündelung in der Haid- und-Neu-Straße und Verla- gerung auf den Ostring/Weinweg zur Durlacher Allee erlaubt eine Erschließung der dortigen Gewerbegebiete und Handelshäuser. unterzeichnet von: Eduardo Mossuto Jürgen Wenzel Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 8. November 2013
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Eduardo Mossuto (FW) Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) vom: 07.10.2013 eingegangen: 07.10.2013 Gremium: 55. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 19.11.2013 2013/0164 22 öffentlich Dez. 4 Straßenbahn Linie 5 A.) Warum wird die Zeit während des "Bypass-Betriebes", in der die Straßenbahn in Rintheim eingestellt wird, nicht genutzt, um die seit langem geplante Profilaufwei- tung des Lichtraumes und die höhenmäßige Anpassung der Bahnsteige für 2,65 m breite Niederflurwagen auszuführen, und seit wann stehen diese Arbeiten konkret zur Ausführung an? Auf der Linie 5 in Rintheim können bisher nur die 2,40 m breiten alten Straßenbahnwagen fahren. Damit hier künftig Niederflurfahrzeuge mit einer Breite von 2,65 m eingesetzt werden können, müssen die Gleise „auseinandergedrückt“ werden (so genannte „Gleismittenerwei- terung“). Dies hat zwangsläufig zur Folge, dass in diesem Zuge auch die Haltestellen umge- baut werden müssen – sonst würden sie in das Profil der Bahn hineinragen. Beim Umbau werden dann auch die Bahnsteige auf 34 cm erhöht – zwecks stufenfreien Einstiegs in die künftigen Bahnen. Wäre dieser Umbau schon jetzt vollzogen, könnten die alten, schmaleren Fahrzeuge zwar auf den Gleisen fahren, aber NICHT an den neuen Bahnsteigen halten: Der Spalt zwischen Bahn- steig und Fahrzeug wäre zu groß und deshalb nicht genehmigungsfähig. Eine theoretisch denkbare Lösung wäre es, an jeder Haltestelle einen zusätzlichen Bahnsteigabschnitt nur für die alten Fahrzeuge zu bauen, dies ist aber weder technisch noch wirtschaftlich darstellbar. Die Maßnahme in Rintheim ist zeitlich so eingetaktet, dass mit Fertigstellung und Wiederin- betriebnahme die Linie 5 komplett mit Niederflurfahrzeugen bedient werden kann. Da diese Fahrzeuge vsl. in der 2. Jahreshälfte 2014 ausgeliefert werden, ist das Bauende der Gleismit- tenerweiterung für Ende 2014 eingeplant. Hierauf haben die VBK von Anfang an auch in der Öffentlichkeit hingewiesen. Seite 2 B.) Seit wann wurde die Gleisverbindung im Hirtenweg zwischen Endhaltestellen der Linie 5 und der Linie 6 geplant, und warum wurde diese Planung bislang nicht realisiert? Die Verlängerung wurde 2003/2004 geplant. Auch wurde damals ein GVFG- Finanzierungsantrag eingereicht und die Planfeststellung vorbereitet. Die Planung wurde anschließend wegen der vom Land erklärten GVFG-Mittelkürzung ge- stoppt. Der eingereichte Finanzierungsantrag wurde auf Anraten des Landes nur auf den Ab- schnitt der Bestandsstrecke bis Wendeschleife Rintheim beschränkt – der Teil für die Neubau- strecke Hirtenweg wurde zurückgezogen. Die Planfeststellungsbehörde hatte daraufhin auch die Reduzierung des Planfeststellungsbereichs auf den Abschnitt der heutigen Bestandsstre- cke verlangt. C.) Wie umfangreich sind die Anpassungsarbeiten der unter Punkt A genannten Maßnahme in den Straßenfahrbahnen? Die Straßenfahrbahnen der Rintheimer Straße werden i. d. R. nur am Rand des Bahnkörpers auf einer Breite von max. 1 m angepasst. Im Bereich der neuen Haltestelle Dunantstraße und des Knotenpunktes Ostring sind höhenmäßige Anpassungen über die gesamte Fahrbahnbrei- te nötig. In der Mannheimer Straße ist der Umfang der Fahrbahnanpassung im Wesentlichen bestimmt durch die städtische Sanierungsmaßnahme Rintheim (Änderung Fahrbahnquer- schnitt, Grünstreifen neben Gleiskörper etc.), weniger durch die Gleismittenerweiterung der VBK. D.) Wie hoch sind die Kosten für die Profil-Anpassungsarbeiten in der Mannheimer Straße, und wie hoch sind die Kosten für die Verbindungsstrecke durch den Hirten- weg, jeweils getrennt für die reinen Baukosten und den Kosten für Bauhilfsmaß- nahmen, also SEV, Behelfsbahnsteige, Verkehrssicherung etc.? Zu den angefragten Detailkosten liegen die Angaben in dieser Aufschlüsselung nicht vor. Auch wurden die Kosten für die Verlängerung Hirtenweg seit dem GVFG-Antrag 2003 (s. o.) nicht mehr fortgeschrieben. Da sich die Rahmenbedingungen zwischenzeitlich wesentlich Seite 3 geändert haben, haben die alten Kosten heute ohnehin keine Aussagekraft hinsichtlich eines Kostenvergleichs mehr. E.) Wurden Zuschüsse zu den Maßnahmen unter Punkt A und B nach dem GVFG bzw. Entflechtungsgesetz beantragt? Für die jetzt anstehende Gleismittenerweiterung der Bestandsstrecke wurden GVFG-Mittel beantragt und bewilligt. Zum GVFG-Antrag der Streckenverlängerung Hirtenweg siehe Antwort zu Nr. B. F.) Wie hoch belaufen sich die echten Kosten für den derzeitigen Schienenersatzver- kehr, ohne Gegenrechnung mit den entfallenden Betriebsleistungen im Ostast der Linie 5? Die Kosten für den SEV betragen rund 60 T€ pro Monat. G.) Ist eine Verknüpfung bzw. Zusammenlegung der Linien 5 und 6 oder mit den Li- nien 4 und der Linie S 2 samt einer Verlängerung um 500 m zum Technologiepark überprüft worden - und wenn ja, mit welchem Ergebnis? Mögliche Verknüpfungen der genannten Linien wurden in den Jahren 2002 bis 2004 konzep- tionell untersucht. Wegen der Aussichtslosigkeit einer baldigen Realisierung wurden diese Überlegungen nicht mehr weiterverfolgt. H.) Ist eine Entflechtung der Linienbündelung in der Haid-und-Neu-Straße mit einer neuen Straßenbahnlinie über den Ostring zum Weinweg/Durlacher Allee überprüft worden - wenn ja, mit welchem Ergebnis? Nein, eine solche Strecke wurde nicht untersucht. Eine neue Trassenführung über den Ostring und die hoch belasteten Knotenpunkte Gerwigstraße/Weinweg/Durlacher Allee hat derzeit keine Aussicht auf Umsetzung. Es ist nicht erkennbar, woher bei einer solchen Linienführung ein wirtschaftlicher Nutzenüberschuss geschöpft werden soll: Hinsichtlich der klassischen Be- Seite 4 wertungskriterien „Erschließung neuer Potentiale“, „Reisezeitvorteile“, „Einsparung Fahrzeu- ge“ sind stattdessen deutliche Nachteile zu erwarten. I.) Kann derzeit definitiv der Einsatzzeitpunkt der bei der Fa. Vossloh bestellten Nie- derflurwagen bestimmt werden? Der aktuelle Zeitplan sieht die Auslieferung der ersten Fahrzeuge nach Karlsruhe im Septem- ber 2014 vor.