Anträge auf Einrichtung weiterer Ganztagsschulen

Vorlage: 2013/0148
Art: Beschlussvorlage
Datum: 23.10.2013
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Schul- und Sportamt
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Neureut, Oberreut, Waldstadt, Weststadt

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 19.11.2013

    TOP: 5

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig beschlossen

Zusätzliche Dateien

  • Einrichtung Ganztagsschulen
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 55. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 19.11.2013 2013/0148 5 öffentlich Dez. 3 Anträge auf Einrichtung weiterer Ganztagsschulen zum Schuljahr 2014/2015 und Erweite- rungsanträge für bestehende Ganztagsschulen zum Schuljahr 2013/2014 Beratungsfolge dieser Vorlage am TOP ö nö Ergebnis Schulbeirat 23.10.2013 2 Zustimmung Gemeinderat 19.11.2013 5 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Schulbeirat gemäß § 30 in Verbindung mit § 22 Schulgesetz Baden-Württemberg zum Schuljahr 2014/15 die Einrichtung eines Ganztags- betriebs in offener bzw. teilgebundener Angebotsform an folgenden Schulen:  Anne-Frank-Grund- und Werkrealschule Karlsruhe  Eichendorff-Grund- und Werkrealschule Karlsruhe  Hebel-Grundschule Karlsruhe  Weinbrenner-Grundschule Karlsruhe  Nordschule Neureut  Fichte-Gymnasium Karlsruhe sowie die Erweiterung des Ganztagbetriebs für folgende Schulstandorte zum Schuljahr 2013/14:  Schloss-Schule Durlach  Tulla-Grundschule Karlsruhe Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) 1.002.500 € im Endausbau (reine Personalkosten, ohne Baukosten --- 1.002.500 € 1.002.500 € Haushaltsmittel stehen in voller Höhe zur Verfügung Kontierungsobjekt: Kostenstelle: 1.400.21.10 Kontenart: 40000000 Ergänzende Erläuterungen: Baukosten können derzeit noch nicht beziffert werden. ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Sozialer Zusammenhalt und Bildung Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am 15.10.2013 (Neur.)13.11.2013 (Durl.) Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Ganztagsschulkonzept des Landes Baden-Württemberg Ziel des Landesprogramms ist die bedarfsorientierte und flächendeckende Einrichtung von Ganztagsschulen, zunächst vor allem im Primarbereich. Bis zum Jahr 2020 soll jede Grundschule zu einer Ganztagsschule werden können. Das Land unterscheidet dabei zwischen gebundenen/teilgebundenen Ganztagsschulen mit be- sonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung (früher Brennpunktschulen) ausschließ- lich für den Grund-, Haupt- und Werkrealschulbereich und den Ganztagsschulen in offener An- gebotsform, welche neben den Grund-, Haupt- und Werkrealschulen auch Realschulen und Gymnasien (ohne Oberstufe) umfassen. Ganztagsschulen in offener Angebotsform bieten einen Ganztagsbetrieb an mindestens drei Tagen mit sieben Zeitstunden sowie ein vom Schulträger beaufsichtigtes warmes Mittagessen an. Ganztagsschulen in gebundener/teilgebundener Form bieten im Gegensatz dazu einen Ganztagsbetrieb an mindestens vier Tagen mit acht Zeitstunden an. Die Teilnahme ist an beiden Angebotsformen freiwillig und bedarf zur Planungssicherheit der verbindlichen Anmeldung für ein Schuljahr. Es muss ein dauerhafter Ganztagsbetrieb für die ganze Schule, einen Zug oder mehrere Klassen(-stufen) gewährleistet sein. Weitere Vorgaben sind eine Rhythmisierung des Unterrichts am Vor- und Nachmittag, längere (Bewegungs- )Pausen und Kooperationen mit außerschulischen Partnern. Die Darstellung erfolgt in einem pädagogischen Ganztagskonzept incl. eines exemplarischen Stundenplans. 2. Konzeption der Anne-Frank-Grund- und Werkrealschule Die Anne-Frank-Schule hat ein pädagogisches Konzept erarbeitet, das den Anforderungen des Landeskonzepts auf Einrichtung einer Ganztagsgrundschule mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung entspricht (Anlage 1). Die Anne-Frank-Schule in Oberreut ist im Werkrealschulbereich schon seit 1991/92 eine teilge- bundene einzügige Ganztagsschule. Aufgrund des sozialräumlichen Gefüges des Stadtteils (ho- her Anteil an Familien mit Migrationshintergrund, hoher Anteil an Haushalten von Alleinerzie- henden sowie hohe Fallzahlen im Bereich der Hilfen zur Erziehung) ist der Antrag auf Einrich- tung einer teilgebundenen Ganztagsgrundschule angezeigt. Das pädagogische Konzept umfasst die Klassenstufen 1 - 4 und soll sukzessive ab dem Schuljahr 2014/15 beginnend mit Klassenstufe 1 umgesetzt werden. Die Bedarfsabfrage bei den Eltern ergab eine Zweizügigkeit ab Klassenstufe 1. Besonderheiten an der Anne-Frank-Schule sind die Jahrgangsmischung in den Klassenstufen 1 und 2 sowie die gezielte intensive Förderung im Bereich Lesen und Rechnen (LIMA und RIMA). Der Ganztagsschultag beginnt um 07:45 Uhr und ist durch Bewegungspausen, individuelle Lernzeiten und eine rund 2-stündige Mittagspause mit Essen, freien Spiel- und Bewegungsangeboten und Rückzugsmöglichkeiten bis 16:00 Uhr rhythmisiert. Ergänzt wird das Ganztagsangebot durch ein warmes Mittagessen, pädagogische Freizeitaktivitäten und Werkstattangebote. Außerschulische Kooperationspartner (Sportvereine, Kirchengemeinde und freie Träger im Stadtteil) ergänzen mit ihren ehrenamtlichen Angeboten die Betreuung im Rahmen des Jugendbegleiterprogramms des Landes. Die Organisation des Mittagessens erfolgt durch den Schulträger. Die Schülerinnen und Schüler werden während des Mittagessens von Lehrkräften und pädagogischen Betreuungskräften be- aufsichtigt. Optionale kostenpflichtige Betreuungsangebote sind am Nachmittag von 16:00 bis 17:00 Uhr vorgesehen und werden bedarfsorientiert von der Schule in Kooperation mit außer- schulischen Partnern organisiert. Eine Stelle für Schulsozialarbeit ist bereits eingerichtet. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Räumliche Situation an der Anne-Frank-Schule Räume stehen an der Anne-Frank-Schule für den Ganztagsgrundschulbetrieb ausreichend zur Verfügung. Eine Mitnutzung von Räumlichkeiten des Hort-Neubaus auf dem Schulgelände ist ebenso wie die gemeinsame Nutzung der Mensa vorgesehen. 3. Konzeption der Eichendorff-Grund- und Werkrealschule Die Eichendorff-Schule hat ein pädagogisches Konzept erarbeitet, das den Anforderungen des Landeskonzepts auf Einrichtung einer Ganztagsgrundschule mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung entspricht (Anlage 2). Geplant ist eine einzügige teilgebundene Ganztagsgrundschule beginnend mit der Klassenstufe 1 im Schuljahr 2014/15 und der sukzessive Aufbau bis Klassenstufe 4. Aufgrund der Sozialdaten des nördlichen Teils der Waldstadt und des Einzugsgebietes (Geroldsäcker und Reitschulschlag) mit einem überdurchschnittlichen Maß an Familien mit Migrationshintergrund und unter durch- schnittlichem Haushaltseinkommen ist der Antrag auf Einrichtung einer Ganztagsgrundschule mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung erforderlich. Die Eichendorff- Schule hat seit Jahren einen sport- und bewegungserzieherischen Schwerpunkt gesetzt. Dieser soll auch in besonderem Maße in der Ganztagsschule zur Geltung kommen. Der Ganztagsschul- tag beginnt um 07:30 Uhr und ist durch zwei Bewegungspausen am Vormittag sowie durch das 90-minütige Mittagsband (Mittagessen und Freizeitangebote) und Unterricht am Nachmittag rhythmisiert. Individuelle Lernzeiten und ein AG-Nachmittag ergänzen das Unterrichtsangebot. Für die optionale Betreuung von 16:00 bis 17:30 Uhr stehen der Schule Kooperationspartner aus Sport, Kultur, offener Jugendarbeit und Stadtteilvereinen aus dem Jugendbegleiterpro- gramm zur Verfügung. Dieses zusätzliche Angebot wird von der Schulleitung ggf. mit freien Trägern organisiert und kann entgeltpflichtig sein. Die Organisation des Mittagessens erfolgt durch den Schulträger. Die Schülerinnen und Schüler werden während des Mittagessens von Lehrkräften und pädagogischen Betreuungskräften beaufsichtigt. Eine Stelle für Schulsozialar- beit ist bereits eingerichtet. Räumliche Situation an der Eichendorff-Schule Eine Mensa und eine Ausgabeküche müssen eingerichtet werden. Durch die Nutzung von frei werdenden Klassenräumen der Werkrealschule bedingt durch rückläufige Schülerzahlen können die notwendigen Räumlichkeiten geschaffen werden. 4. Konzeption der Hebel-Grundschule Die Hebel-Grundschule hat ein pädagogisches Konzept erarbeitet, das den Anforderungen des Landeskonzepts auf Einrichtung einer Ganztagsgrundschule in offener Angebotsform entspricht (Anlage 3). Das pädagogische Konzept umfasst die Klassenstufen 1 - 4 und soll sukzessive ab dem Schuljahr 2014/15 beginnend mit Klassenstufe 1 umgesetzt werden. Die Bedarfsabfrage bei den Eltern ergab eine Einzügigkeit ab Klassenstufe 1. Das Einzugsgebiet ist die westliche Innenstadt und die Hardtwaldsiedlung. Ein beachtlicher Teil der Schülerinnen und Schüler besucht aktuell den schulnahen Schülerhort, da viele Eltern im Einzelhandel tätig und auf längere Betreuungszeiten angewiesen sind. Durch die räumliche Nähe und bisherige enge Kooperation mit dem Schüler- hort „Haus Sonnensang“ des Caritas-Verbandes ist beabsichtigt, diesen als Kooperationspartner für die gesamte Betreuungsleistung und das Mittagessenangebot für die Hebel-Ganztags- grundschule zu gewinnen. Nach intensiven Abstimmungsgesprächen ist derzeit ein Vertrag in Ausarbeitung. Ab 16:00 Uhr wird der Caritas-Verband optional ein kostenpflichtiges Betreu- ungsangebot bis 18:30 Uhr anbieten können. Der Ganztagsschultag beginnt auch hier um 07:30 Uhr und wird ebenfalls durch Bewegungspausen und ein erweitertes Mittagsangebot aus Essen, Freizeitangebot und Ruhezeit rhythmisiert. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Individuelle Lernzeiten und ein tägliches AG-Angebot ergänzen das Ganztagsschulangebot bis 16:00 Uhr. Eine Stelle für Schulsozialarbeit ist bereits eingerichtet. Räumliche Situation an der Hebel-Grundschule Für das Schuljahr 2014/15 muss das Mittagessen in der Mensa des Studentenwerks eingenom- men werden. Durch den Neubau des Caritas-Verbandes ist eine Nutzung der dort entstehenden Mensa, der Aufenthaltsräume und der Küche ab dem Schuljahr 2015/16 möglich. Weitere notwendige Räumlichkeiten werden im Rahmen der baulichen Erweiterung an der He- bel-Grundschule im Rahmen des Sporthallenneubaus entstehen. 5. Konzeption der Weinbrenner-Grundschule Die Weinbrenner-Grundschule hat ein pädagogisches Konzept erarbeitet, das den Anforderun- gen des Landeskonzepts auf Einrichtung einer Ganztagsgrundschule in offener Angebotsform entspricht (Anlage 4). Zum Schuljahr 2014/15 soll die einzügige Ganztagsgrundschule bis Klassenstufe 4 eingerichtet werden. Das Einzugsgebiet umfasst im Wesentlichen die Weststadt, die geprägt ist durch ein hohes Maß an Berufstätigkeit beider Elternteile. Somit besteht ein großer Bedarf an ganztägiger Versorgung der Kinder, der durch Hort (Elterninitiative) und Ergänzende Betreuung nicht abge- deckt werden kann. Der Ganztagsschultag beginnt auch hier um 07:30 Uhr und ist geprägt durch individuelle Lernphasen, Bewegungspausen sowie durch offene Angebote und Freizeitbe- treuung. Das Jugendbegleiterprogramm startet ebenfalls zum Schuljahr 2014/15 mit mehreren außerschulischen Partnern. Kooperationen bestehen bereits zu mehreren Sportvereinen. Die Organisation des Mittagessens erfolgt durch den Schulträger. Die Schülerinnen und Schüler werden während des Mittagessens von Lehrkräften und pädagogischen Betreuungskräften be- aufsichtigt. Optionale kostenpflichtige Betreuungsangebote sind am Nachmittag von 16:00 bis 17:00 Uhr vorgesehen und werden bedarfsorientiert von der Schule in Kooperation mit außer- schulischen Partnern organisiert. Eine Stelle für Schulsozialarbeit ist seit diesem Schuljahr einge- richtet. Räumliche Situation an der Weinbrenner-Grundschule Eine Mensa und eine Küche sind bereits vorhanden. Durch die Nutzung der Gruppenräume der Elterninitiative und die Umnutzung der Hausmeisterwohnung werden ausreichend Räumlichkei- ten für den Ganztagsbetrieb zur Verfügung stehen. 6. Konzeption der Nordschule Neureut Die Nordschule Neureut hat ein pädagogisches Konzept erarbeitet, das den Anforderungen des Landeskonzepts auf Einrichtung einer Ganztagsgrundschule in offener Angebotsform entspricht (Anlage 5). Zum Schuljahr 2014/15 soll beginnend mit Klassenstufe 1 die einzügige Ganztagsgrundschule bis Klassenstufe 4 aufgebaut werden. Die Bedarfsabfrage bei den Eltern ergab eine Einzügigkeit ab Klassenstufe 1. Das Einzugsgebiet umfasst gemischte Wohngebiete, die geprägt sind durch ein hohes Maß an Berufstätigkeit beider Elternteile. Somit besteht ein immer größer werdender Bedarf an ganztägiger Versorgung der Kinder, der durch Hort und Ergänzende Betreuung nicht mehr abgedeckt werden kann. Der Ganztagsschultag beginnt um 07:45 Uhr und ist durch Be- wegungspausen, individuelle Lernzeiten und eine rund 1-stündige Mittagspause mit Essen so- wie freien Lese-, Spiel- und Bewegungsangeboten bis 16:00 Uhr rhythmisiert. Ergänzt wird das Ganztagsangebot durch ein warmes Mittagessen und pädagogische Freizeitaktivitäten. Außer- schulische Kooperationspartner ergänzen mit ihren Angeboten die Betreuung. Die Organisation des Mittagessens erfolgt durch den Schulträger. Die Schülerinnen und Schüler werden während des Mittagessens von Lehrkräften und pädagogischen Betreuungskräften be- Ergänzende Erläuterungen Seite 5 aufsichtigt. Optionale kostenpflichtige Betreuungsangebote sind am Nachmittag von 16:00 bis 17:00 Uhr vorgesehen und werden bedarfsorientiert von der Schule in Kooperation mit außer- schulischen Partnern organisiert. Eine Stelle für Schulsozialarbeit ist bereits eingerichtet. Räumliche Situation an der Nordschule Neureut Eine Mensa und eine Ausgabeküche müssen neu eingerichtet werden. Außerdem fehlen noch Räume für den Ganztagsbetrieb. Die Umnutzung von Räumlichkeiten der Ergänzenden Betreu- ung und die Umnutzung der ehemaligen Hausmeisterwohnung werden geprüft. 7. Konzeption des Fichte-Gymnasiums Das Fichte-Gymnasium Karlsruhe hat ein pädagogisches Konzept erarbeitet, das den Anforde- rungen des Landeskonzepts auf Einrichtung eines Ganztagszuges in offener Angebotsform ent- spricht (Anlage 6). Der Unterrichtstag beginnt um 07:45 Uhr und wird durch eine mindestens 45-minütige Mit- tagspause rhythmisiert. Am Nachmittag findet Unterricht statt oder entsprechende Angebote für die Unterstufe, Freizeitbetreuung, Arbeitsgemeinschaften, Sport- und Spielangebote sowie eine Hausaufgabenbetreuung durch Oberstufenschülerinnen und -schüler. Alle Angebote wer- den mit außerschulischen Kooperationspartnern, Partnern aus dem Jugendbegleiterprogramm des Landes oder mit Lehrkräften der Schule durchgeführt bzw. beaufsichtigt. Räumliche Situation am Fichte-Gymnasium Zum Schuljahr 2014/15 erhält das Fichte-Gymnasium einen Ergänzungsbau in der Sophienstra- ße 2 mit einer Schulmensa, Küche und zwei Aufenthaltsräumen für die Nachmittagsaktivitä- ten. Dazu gehört auch der erweiterte Schulhof mit vielfältigen Spiel- und Bewegungsmöglich- keiten. Finanzielle Auswirkungen Nach Auffassung des Landes ist die Mittagsbetreuung derzeit noch Aufgabe des kommunalen Schulträgers. Das Land beteiligt sich an Gymnasien in offener Angebotsform mit einer zusätzli- chen Lehrerwochenstunde je Ganztagsklasse, was einer finanziellen Förderung von rund 3.400 Euro pro Jahr entspricht. Die Betreuungsangebote im Rahmen des Ganztagsbetriebs am Fichte-Gymnasium sollen, ver- gleichbar mit der Förderung an den anderen Ganztagsgymnasien in Karlsruhe, mit einem städti- schen Pauschalzuschuss in Höhe von 11.500 Euro pro Jahr gefördert werden. Für das angebotene Mittagessen erhebt der Caterer ein Elternentgelt. Eventuell sind auch ein- zelne Betreuungsleistungen am Nachmittag durch einen außerschulischen Partner entgeltpflich- tig. 8. Erweiterung der offenen Ganztagsschule an der Schloss-Schule Durlach Beantragt wurde zum Schuljahr 2013/14 die Einrichtung einer Ganztagsschule in offener Ange- botsform an der Schloss-Schule in Durlach. Nach der damaligen Bedarfserhebung wurde von der Einrichtung einer einzügigen Ganztagsgrundschule ausgegangen und diese auch geneh- migt. Die aktuellen Anmeldezahlen an der Schloss-Schule erfordern allerdings die Erweiterung um einen weiteren Ganztagszug, sodass eine Zweizügigkeit ab dem laufenden Schuljahr 2013/14 gegeben ist (Anlage 7). Diese Erweiterung bedingt die Schaffung von zusätzlichen 2,3 Stellen im Erzieherbereich der Ganztagsgrundschule. Ergänzende Erläuterungen Seite 6 9. Erweiterung der offenen Ganztagsschule an der Tullaschule Karlsruhe Die Tullaschule ist seit dem Schuljahr 2012/13 eine einzügige offene Ganztagsschule. Die aktu- ellen Anmeldezahlen an der Tullaschule erfordern jedoch die Erweiterung auf die Zweizügigkeit zum Schuljahr 2013/14 (Anlage 8). Auch hier bedarf es der Schaffung von zusätzlichen 2,3 Stellen im Erzieherbereich der Ganz- tagsgrundschule. 10. Finanzielle Auswirkungen Der Schulträger wird die im Rahmen des Ganztagsbetriebs an den einzelnen Grundschulen vor- gesehenen Angebote bis 16.00 Uhr sowie das Mittagsband mit einer Betreuungszeit von 22,5 Stunden pro Woche durch Erzieher/-innen gewährleisten. Im Endausbau werden 2,3 Vollzeit- stellen pro Grundschule (bei Einzügigkeit) im Einsatz sein. Für den Küchenbereich werden Ausgabekräfte mit 0,69 Stellenanteilen pro Grundschule benö- tigt. Die Sekretariatskräfte erhalten für zusätzliche Aufgaben im Ganztagsbetrieb einen Stellenzu- schlag von 0,13. Im Schuljahr 2013/14 wurden fünf neue Ganztagsgrundschulen eingerichtet. Die gleiche Anzahl soll nun auch zum Schuljahr 2014/15 geschaffen werden. Weitere Grundschulen haben bereits ihr Interesse für das Schuljahr 2015/16 bekundet. Die stetige Zunahme von Ganztagsgrundschu- len verursacht auch im Verwaltungsbereich des Schul- und Sportamtes einen Aufgabenzu- wachs. So erhöhen sich die Fallzahlen im Bereich der Mittagessensabrechnungen für fünf neue Ganztagsgrundschulen um jeweils rd. 130 pro Schuljahr. Auch die Anzahl der auszuschreiben- den Schulbustouren in der Schülerbeförderung nimmt zu. Grund hierfür ist die ansteigende Zahl der Schüler/-innen mit Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot in den Regel- schulen (Inklusionsfälle), die auch einen Anspruch auf Schülerbeförderung haben, sowie in den Gemeinschaftsschulen, die per se Inklusionsschulen sind. Dieser Aufgabenzuwachs kann nicht mehr durch das vorhandene Personal im Bereich Schulverpflegung und Schülerbeförderung aufgefangen werden. Vorbehaltlich der Überprüfung seitens des Personal- und Organisations- amtes kann es in der Abteilung Schule zu einem Personalmehrbedarf von 0,5 Vollzeitstellen kommen. Die finanziellen Auswirkungen für den Ganztagsbetrieb an den neuen Ganztagsgrundschulen, für die Erweiterung bei zwei Grundschulen sowie für den Personalmehrbedarf im Verwaltungs- bereich sind in Anlage 9 tabellarisch dargestellt. Die Kosten beziehen sich auf den Endausbau der Ganztagsschulen. Die bauliche Realisierbarkeit und finanziellen Auswirkungen aus den baulichen Maßnahmen wurden noch nicht untersucht. Ergänzende Erläuterungen Seite 7 Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Schulbeirat gemäß § 30 in Verbindung mit § 22 Schulgesetz Baden-Württemberg zum Schuljahr 2014/15 die Einrichtung eines Ganztags- betriebs in offener bzw. teilgebundener Angebotsform an folgenden Schulen:  Anne-Frank-Grund- und Werkrealschule Karlsruhe  Eichendorff-Grund- und Werkrealschule Karlsruhe  Hebel-Grundschule Karlsruhe  Weinbrenner-Grundschule Karlsruhe  Nordschule Neureut  Fichte-Gymnasium Karlsruhe sowie die Erweiterung des Ganztagbetriebs für folgende Schulstandorte zum Schuljahr 2013/14:  Schloss-Schule Durlach  Tulla-Grundschule Karlsruhe Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 8. November 2013

  • Anlage 1-Ganztagsschulen
    Extrahierter Text

  • Anlage 2-Ganztagsschulen
    Extrahierter Text

  • Anlage 3-Ganztagsschulen
    Extrahierter Text

  • Anlage 4-Ganztagsschulen
    Extrahierter Text

  • Anlage 5-Ganztagsschulen
    Extrahierter Text

  • Anlage 6-Ganztagsschulen
    Extrahierter Text

  • Anlage 7-Ganztagsschulen
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  • Anlage 8-Ganztagsschulen
    Extrahierter Text

  • Anlage 9-Ganztagsschulen
    Extrahierter Text

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