Prüfung und Kostenrahmen einer erweiterten Sanierung des Wildparkstadions sowie eines schrittweisen Umbaus

Vorlage: 2013/0031
Art: Antrag
Datum: 04.09.2013
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Karlsruher Fächer GmbH
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 24.09.2013

    TOP: 15

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mit Stellungnahme einverstanden

Zusätzliche Dateien

  • KAL-Sanierung Wildparkstadion
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadtrat Lüppo Cramer (KAL) Stadtrat Dr. Eberhard Fischer (KAL) KAL-Gemeinderatsfraktion vom 22.08.2013 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 53. Plenarsitzung Gemeinderat 24.09.2013 2013/0031 15 öffentlich Prüfung und Kostenrahmen einer erweiterten Sanierung des Wildparkstadions sowie eines schrittweisen Umbaus 1. Der Gemeinderat fordert den KSC auf, der Stadt Karlsruhe einen Einblick in die derzeitige Finanzsituation zu bieten und ein tragfähiges Wirtschaftskonzept vorzule- gen. 2. Der Gemeinderat fordert den KSC auf, eindeutig klarzulegen, unter welchen Be- dingungen der Verein bereit ist, ein umgebautes Wildparkstadion zu akzeptieren. 3. Die Stadt klärt mit dem KIT, ob mittelfristig noch belastbares Interesse am Areal des Wildparkstadions besteht. 4. Die Stadtverwaltung legt dem Gemeinderat einen aktuellen „Investitionsplan“ für die anstehenden (großen) Investitionen und deren Finanzierbarkeit vor. 5. Die Stadt plant einen Umbau des Wildparkstadions erst dann, wenn die Punkte 1 bis 4 positiv geklärt sind. 6. Die Stadt prüft parallel die Machbarkeit und berechnet den Kostenrahmen für eine erweiterte Sanierung des Wildparkstadions mit a) „Verbesserung der Sicherheit“ (Verlegung des Gästeblockes nach Norden, Gästeparkplätze im Norden etc.) b) Bau einer Parkpalette auf dem Birkenparkplatz c) Verlegung von Trainings- und Wettkampfplätzen. 7. Die Stadt klärt die Rahmenbedingungen für einen schrittweisen Umbau des Wild- parkstadions. Der jüngste, verklausulierte Brief des Präsidiums an die KSC-Mitglieder hat nicht zur Klärung beigetragen, ob und unter welchen klar benannten Umständen der Verein ein umgebautes Wildparkstadion (nach dem Modell aus der öffentlicher Präsentation im Juli 2013) akzeptieren würde. Für den Gemeinderat ist zudem völlig unklar, wie der Verein in Zukunft seine Miete bezahlen will; und zwar egal, ob in einem sanierten Sachverhalt / Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Stadion – hier muss die Stadt ja jedes Jahr einer teilweisen „Stundung“ zustimmen – oder in einem Neu- bzw. Umbau, wo die Miete sicher um ein Vielfaches höher läge. Dies alles sind aber entscheidende Voraussetzungen für eine Entscheidung über eine städtische Investition in eine höherwertige Sanierung oder einen Neubau (an welchem Standort auch immer). Grundsätzlich ist Profifußball laut Bescheinigung der DFL im heutigen Stadion noch auf Jahre hinaus möglich; selbst in der ersten Liga, wenn die Stadt als Eigentümer einige bauliche Sicherheitsmaßnahmen ergreift. Für ein im Sinne einer professionellen Vermarktung ideales Fußballstadion wäre der Verein als einziger Nutzer ohnehin selbst zuständig. Zwei weitere Aspekte gilt es zu beachten: Erstens sollten die Zuschauer in Zukunft ein attraktives Umfeld bei erhöhter Sicherheit vorfinden. Zweitens darf der Gemein- derat nicht vor einer „Alles-oder-nichts“-Entscheidung stehen. Deshalb sollte die Stadtverwaltung das Modell einer erweiterten Sanierung untersuchen: Verlagerung des Gästeblocks und der Gästeparkplätze nach Norden, so wie von Speer & Partner vorgestellt; neue / andere Trainings- und Wettkampfplätze für die entfallenden durch ortsnahen Neubau bzw. Kooperation mit anderen Vereinen entlang des Adenauer- rings; Bau einer Parkpalette auf dem Birkenparkplatz. Zudem sollten Stadt und Verein das Modell eines schrittweisen Umbaus des Wild- parkstadions in drei Bauabschnitten prüfen: Seite für Seite, immer in langen Saison- pausen, mit hoher Eigenleistung und mit Eigenkapital des Vereins. Ziele eines sol- chen Vorgehens: Minimierung der Zuschauerverluste während Umbauphasen und vor allem Erwerb von Eigentum des Vereins am neuen Stadion. Die Stadt sollte dafür ein Baukasten-Konzept für das Wildpark-Stadion erarbeiten. Zudem sollten sich Stadt und Verein einigen, wie der Verein eine solche Investition in einen Umbau mit- finanzieren kann. Sinn macht ein Um- oder Neubau am Standort Wildpark aber nur, wenn sich die Er- weiterungsideen des KIT definitiv für die nächsten zehn Jahre erledigt haben. Und schließlich: Damit der Gemeinderat verantwortungsbewusst für oder gegen eine er Seite 3 __________________________________________________________________________________________ weiterte Sanierung oder einen Umbau/Neubau votieren kann, braucht er einen voll- ständigen Investitionsplan der Stadt. In den Plan müssen auch absehbare, aber noch nicht kostenkontrollierte städtische Projekte eingestellt werden. unterzeichnet von: Lüppo Cramer Dr. Eberhard Fischer Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 13. September 2013

  • TOP 15
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag KAL-Gemeinderatsfraktion vom: 21.08.2013 eingegangen: 21.08.2013 Gremium: 53. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 24.09.2013 2013/0031 15 öffentlich Dez. 6 Prüfung und Kostenrahmen einer erweiterten Sanierung des Wildparkstadions sowie eines schrittweisen Umbaus - Kurzfassung - Die Gespräche mit dem Verein werden fortgesetzt. Dem Gemeinderat wird in einer der nächsten Sitzungen eine Beschlussempfehlung zum "Fußballstadion Karlsruhe" vorgelegt. Finanzielle Auswirkungen des Antrages nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Kontierungsobjekt: Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK Karlsruhe 2020 - relevant nein ja Handlungsfeld: Sport, Freizeit und Gesundheit Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Karlsruher Fächer GmbH Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Der Gemeinderat fordert den KSC auf, der Stadt Karlsruhe einen Einblick in die der- zeitige Finanzsituation zu bieten und ein tragfähiges Wirtschaftskonzept vorzulegen. Die Stadt Karlsruhe hat einen Einblick in die derzeitige Finanzsituation des KSC. Für die Debatte um das weitere Vorgehen zum Wildparkstadion ist aber nicht nur die derzeitige Fi- nanzsituation von Belang, sondern vor allem eine möglichst realitätsnah prognostizierte Be- wertung der Möglichkeiten in den verschiedenen Szenarien. Ein tragfähiges Wirtschaftskon- zept des Vereines ist nicht zu trennen von den Einnahmemöglichkeiten im Stadion. Zwi- schen Stadt und Verein werden in den laufenden Gesprächen die dafür notwendigen Rah- menbedingungen erörtert und mit Zahlen hinterlegt. 2. Der Gemeinderat fordert den KSC auf, eindeutig klarzulegen, unter welchen Bedin- gungen der Verein bereit ist, ein umgebautes Wildparkstadion zu akzeptieren. Der KSC hat bereits einige dieser Rahmenbedingungen skizziert. Zuletzt auch in einem Schreiben an seine Mitglieder. Sowohl in den Gesprächen als auch im Schriftwechsel hat die Verwaltung den Verein aufgefordert, die Rahmenbedingungen eindeutig und abschlie- ßend zu benennen, die notwendig sind, um dem Verein eine stabile Basis am Standort Wildpark zu ermöglichen. 3. Die Stadt klärt mit dem KIT, ob mittelfristig noch belastbares Interesse am Areal des Wildparkstadions besteht. In den kürzlich erfolgten Gesprächen des Oberbürgermeisters mit dem amtierenden Präsi- denten des KIT Herrn Prof. Dr. Umbach hat dieser Erweiterungspläne in Richtung des Wild- parkstadions als derzeit nicht im Fokus stehend erklärt. Zum einen besteht beim KIT erhebli- cher Sanierungsbedarf sowohl im Campus Nord als auch im Campus Süd, der das KIT auf Jahre hinaus finanziell bindet, und zum anderen liegen die Entwicklungsmöglichkeiten des KIT in Richtung Kasernengelände an der Rintheimer Querallee. Hier sind im FNP schon zukünftige Campusflächen ausgewiesen. Unabhängig hiervon wird die Verwaltungsspitze das Thema auch beim neuen KIT-Präsidenten ansprechen. 4. Die Stadtverwaltung legt dem Gemeinderat einen aktuellen „Investitionsplan“ für die anstehenden (großen) Investitionen und deren Finanzierbarkeit vor. Die Ämter und Gesellschaften der Stadt erarbeiten derzeit eine solche Liste. Diese wird baldmöglichst den gemeinderätlichen Gremien vorgelegt werden. 5. Die Stadt plant einen Umbau des Wildparkstadions erst dann, wenn die Punkte 1 bis 4 positiv geklärt sind. Die Planung eines Neu- oder Umbaus des Wildparkstadions muss in verschiedenen Stufen erfolgen. Der endgültige Planungsschritt vor einer Realisierung wird sicherlich erst dann er- folgen, wenn alle dafür notwendigen Parameter bekannt sind und mit dem Verein eine Eini- gung über die Modalitäten erfolgt ist. Um jedoch mit dem Verein die Möglichkeiten zu disku- tieren, eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung anzustellen und die Rahmenbedingungen im Hin- blick auf Verkehr und Sicherheit zu klären, sind weitere Planungsschritte in Richtung einer Machbarkeitsstudie oder einer Vorplanung unerlässlich. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 6. Die Stadt prüft parallel die Machbarkeit und berechnet den Kostenrahmen für eine erweiterte Sanierung des Wildparkstadions mit a) „Verbesserung der Sicherheit“ (Verlegung des Gästeblockes nach Norden, Gäste- parkplätze im Norden etc.) b) Bau einer Parkpalette auf dem Birkenparkplatz. Die Verbesserung der Sicherheits- und Verkehrssituation am Standort Wildpark ist ein oberstes Ziel des weiteren Vorgehens. Das Bürgermeisteramt hat deshalb beim Land ange- fragt, ob die von dort zugesagten Landesmittel in Höhe von 11 Millionen Euro auch im Vor- griff auf weitergehende Maßnahmen für die Infrastruktur bereitgestellt werden können. Selbstverständlich müssen aber auch diese Maßnahmen Teil eines abgestimmten und in sich stimmigen Gesamtkonzeptes sein. c) Verlegung von Trainings- und Wettkampfplätzen. Zur Kompensation von eventuell wegfallenden Trainings- und Wettkampfplätzen für eine notwendige Infrastruktur wird im unmittelbaren Umfeld nach geeigneten Sportplätzen ge- sucht. Hierzu sind intensive Gespräche mit allen in der unmittelbaren Umgebung liegenden Vereinen und dem Land Baden-Württemberg zu führen. 7. Die Stadt klärt die Rahmenbedingungen für einen schrittweisen Umbau des Wild- parkstadions. Aus Sicht des Bürgermeisteramts ist ein schrittweiser „Umbau“ des Wildparkstadions dann sinnvoll, wenn am Ende des Prozesses ein neues zeitgemäßes Stadion an der Stelle des bisherigen steht. Während der Bauphase ist grundsätzlich auch eine Verlagerung des Spiel- betriebes in ein bundesligataugliches Stadion eines Nachbarvereines denkbar. Bisher ist angedacht, das Stadion abschnittsweise neu zu bauen, so dass an jedem Spieltag zumin- dest ein Teil der Besucherkapazitäten zur Verfügung steht und ein geordneter Spielbetrieb (sicher mit eingeschränktem Komfort) möglich ist. Diese Art des „Stadionumbaus“ ist durch- aus erprobt und in vielen Fällen so praktiziert. Es ermöglicht eine Identifikation der Fans mit dem Umbauprozess, wenn das Entstehen eines neuen Stadions so hautnah erlebt werden kann.