Antrag CDU, SPD, FDP/Aufbruch: Weiterentwicklung des Zoologischen Stadtgartens: Flamingogehege und Huftierstallungen

Vorlage: 20086
Art: Beschlussvorlage
Datum: 28.04.2008
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 06.05.2008

    TOP: 13

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • INTERFRAKT-Weiterentwickl.Zoo
    Extrahierter Text

    INTERFRAKTIONELLER ANTRAG Stadtrat Wolfram Jäger (CDU) Stadtrat Hubert Buchmüller (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Gisela Fischer (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion Stadtrat Michael Obert (FDP/Aufbruch) Stadtrat Tom Høyem (FDP/Aufbruch) FDP/Aufbruch-Gemeinderatsfraktion vom 25. Februar 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 50. Plenarsitzung Gemeinderat 06.05.2008 1378 13 öffentlich Weiterentwicklung des Zoologischen Stadtgartens: Flamingogehege und Huftierstallungen 1. Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, die Erweiterung des Flamingogeheges - wie vorgesehen - im Eingangsbereich Süd des Zoologischen Stadtgartens vorzunehmen. 2. Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, die Ersatzneubauten für die Huftierstallungen - wie vorgesehen - unmittelbar neben dem Giraffenhaus zu errichten. Wiederholt hat sich der Gemeinderat mit der Zukunft und Weiterentwicklung des Zoologischen Stadtgartens beschäftigt und Entscheidungen zur Realisierung verschiedener Maßnahmen getroffen. Auch für die Flamingoanlage und die Huftierstallungen sind Verbesserungen im Gesamtkonzept zur Erweiterung des Zoologischen Stadtgartens enthalten. Jedoch scheint es hier nun erneut zu Verzögerungen zu kommen. Für das Flamingogehege war bisher eine Vergrößerung auf die gesamte Grünfläche im Eingangsbereich Süd, wo sich die Anlage schon jetzt befindet, vorgesehen. Der südliche Eingang ist zugleich der Haupteingang des Zoologischen Stadtgartens und wird von 70 bis 80 % der Besucher benutzt. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Die Flamingos stellen somit ein „Schaufenster“ zur Gesamtanlage dar und sollen gleichzeitig ein sichtbarer Hinweis auf die gelungene Verknüpfung von Zoo und Stadtgarten auf einem gemeinsamen Areal sein. Darüber hinaus sprechen auch tierhalterische Gesichtspunkte für einen Verbleib der Tiere am jetzigen Platz: Zur Vermehrung ihrer Population sind Flamingos auf Sonnenlicht, vor allem die vormittägliche Sonne angewiesen. Im Eingangsbereich ist genau dies gegeben, während an anderen Standorten mit einer übermäßigen Beschattung, beispielsweise durch den Lauterberg, zu rechnen ist. Daher sind wir der Ansicht, dass das Flamingogehege wie vorgesehen im Eingangsbereich Süd verbleiben und erweitert werden muss. Die entsprechenden Planungen müssen zeitnah zu einem Abschluss geführt und umgesetzt werden. Weitere Gutachten oder zusätzliche Abwägungsprozesse sind nicht mehr erforderlich. Die Stallgebäude im Lebensraum Savanne, die von 1960 bis 1967 erbaut wurden, weisen erhebliche Schäden auf und können nicht mehr wirtschaftlich saniert werden. Daher ist vorgesehen, neben dem Giraffenhaus Ersatzbauten zu erstellen und insbesondere die Strauße und Marabus dort unterzubringen. Ein Neubau unmittelbar neben dem Giraffenhaus hat unter anderem den Vorteil, dass die dort vorhandenen Strom- und Wasseranschlüsse genutzt werden können; auch für das Zusammenleben und die Haltung der Tiere ergeben sich positive Effekte. Die Umsetzung dieser Planung macht das Fällen zweier Eichen erforderlich, wobei ein Baum ohnehin bereits abgestorben ist. Im Gegensatz dazu ist eine artgerechte Haltung der Tiere in den vorhandenen maroden Baracken seit Längerem nicht mehr gewährleistet. Seite 3 __________________________________________________________________________________________ Die Stallungen für die Strauße und Marabus wurden bereits mehrfach umgeplant. Wir sind der Meinung, dass auch hier eine abschließende Entscheidung getroffen werden muss. Unter Abwägung aller Argumente halten wir die Errichtung der Stallungen direkt neben dem Giraffenhaus für die beste Variante. Die entsprechenden Planungen müssen daher endlich umgesetzt werden. Auch insofern halten wir weitere Gutachten oder Diskussionen für entbehrlich. unterzeichnet von: Wolfram Jäger Hubert Buchmüller Doris Baitinger Gisela Fischer Michael Obert Tom Høyem Hauptamt - Sitzungsdienste - 25. April 2008

  • TOP 13
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum interfrak- tionellen Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion SPD-Gemeinderatsfraktion FDP/Aufbruch-Gemeinderatsfraktion vom: 25.02.2008 eingegangen: 26.02.2008 Gremium: 50. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 06.05.2008 1378 13 öffentlich Dez. 2 Weiterentwicklung des Zoologischen Stadtgartens: Flamingogehege und Huftierstallungen - Kurzfassung - 1. Das Flamingogehege verbleibt auf einem flächenmäßig kleineren Standort auf der Wie- se am Hauptbahnhof. 2. Die Gesamtkonzeption zur Erneuerung der Huftierstallungen der Afrika-Savanne sieht die Ansiedlung eines der Stallgebäude östlich des Giraffenhauses vor. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Ist im Rahmen der Gesamtmaßnahme im Haushalt finanziert. Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Flamingogehege Die Entwurfsplanung für die Flamingoanlage sah eine Erweiterung des jetzigen Geheges mit abwechselnden Land- und Wasserflächen sowie einer Gehegeeinfriedung auf die Gesamt- fläche der Wiese am Haupteingang Süd vor. Die Denkmalschutzbehörde sah in dieser Pla- nung die von der Bundesgartenschau 1967 überlieferte großzügige Situation im Eingangs- bereich Süd und damit den Schutz des Gesamtdenkmals als gefährdet. Im Rahmen der denkmalschutzrechtlichen Vorgaben hat die Verwaltung zwei weitere Varianten untersucht (eine flächenmäßig kleinere und nach Westen verschobene Ausführung auf der Wiese am Hauptbahnhof und als weiteren Standort die gegenüber den Milchterrassen gelegene Stelz- vogelwiese). Die Stelzvogelwiese hat sich wegen ihrer lang gestreckten Form und vermehrter Beschat- tung aus tierhalterischen Gründen als ungeeignet erwiesen. Daher kommt als Flamingo- Standort nur die Wiese beim Haupteingang in Frage. Um jedoch den Belangen des Denk- malschutzes Rechnung zu tragen (Erhaltung eines großzügigen Gesamteindruckes des Ein- gangsbereiches), wird nun die flächenmäßig kleinere und nach Westen verschobene Aus- führung auf der Wiese weiterverfolgt. 2. Huftierstallungen Das Gesamtkonzept zur Erneuerung der Huftierstallungen der Afrika-Savanne sieht die An- siedlung eines der Stallgebäude östlich des Giraffenhauses vor, da die hier unterzubringen- den Vogelarten unmittelbaren Zugang zur Giraffenaußenanlage benötigen und eine ökono- mische und für das Tierpflege-Personal ungefährliche Bewirtschaftung des Stallgebäudes über das Giraffenhaus erfolgen muss. Auf dem vorgesehenen Standort befindet sich eine Eichengruppe. Zum Erhalt der Bäume wurden im Hinblick auf die Baumschutzverordnung mehrere Gebäude-Varianten geprüft. Im Ergebnis kann nur die nördlich stehende Eiche erhalten werden, um eine vernünftige Zuord- nung des neuen Stallgebäudes zum Giraffenhaus zu gewährleisten. Als Ersatzpflanzung sind zwei Eichen in Gebäudenähe vorgesehen.