Anfrage CDU: Situation der Gymnasien und Realschulen in Karlsruhe
| Vorlage: | 19882 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 31.03.2008 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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ANFRAGE Stadtrat Wolfram Jäger (CDU) Stadträtin Christiane Staab (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 18. Februar 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 49. Plenarsitzung Gemeinderat 08.04.2008 1356 29 öffentlich Situation der Gymnasien und Realschulen in Karlsruhe 1. Wie haben sich an Gymnasien und Realschulen die Klassengrößen in den letzten Jahren entwickelt? 2. Wie ist die räumliche Situation an diesen Schulen zu beurteilen? 3. Ist davon auszugehen, dass die Kapazitäten auch in den kommenden Jahren ausreichen werden, um alle Schülerinnen und Schüler aufnehmen zu können? 4. Wie häufig kommt es vor, dass Schüler an eine andere Schule verwiesen werden müssen, weil die Kapazitäten der eigentlichen „Wunsch-Schule“ erschöpft sind? 5. In welchen Schulen gibt es wie viele sog. Wanderklassen, d. h. Klassen, die über kein eigenes Klassenzimmer verfügen? Sind hier Veränderungen gegenüber den Vorjahren festzustellen? 6. Welche zusätzlichen Maßnahmen könnten ergriffen werden, um fehlende Kapazitäten auszugleichen? In Karlsruhe – wie auch in anderen Städten – sind die Kapazitäten vieler Realschulen und Gymnasien und vor allem der Schulgebäude voll ausgeschöpft. Sie stoßen damit an Grenzen und können bestimmte Raum- oder Unterrichtsvorgaben nicht oder nur schwer einhalten. Auch müssen beispielsweise ursprünglich angemeldete Schüler an andere Schulen verwiesen werden. Im Gegensatz dazu haben viele Hauptschulen freie Kapazitäten zu verzeichnen. Das dreigliedrige Schulsystem wird in Baden-Württemberg beibehalten werden. Dennoch sind in einer sich verändernden Schullandschaft Schulen und Politik Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ aufgefordert, neue Wege einzuschlagen und zukunftsfähige Strategien zu entwickeln, um auch weiterhin und langfristig eine erfolgreiche schulische Weiterentwicklung gewährleisten zu können. unterzeichnet von: Wolfram Jäger Christiane Staab Hauptamt - Sitzungsdienste - 28. März 2008
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STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Wolfram Jäger (CDU) Stadträtin Christiane Staab (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 18.02.2008 eingegangen: 20.02.2008 Gremium: 49. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 08.04.2008 1356 29 öffentlich Dez. 3 Situation der Gymnasien und Realschulen in Karlsruhe Zu 1. Wie haben sich an Gymnasien und Realschulen die Klassengrößen in den letzten Jahren entwickelt? Die Entwicklung der Schüler- und Klassenzahlen sowie der Klassengrößen an den Real- schulen und Gymnasien ist in der beigefügten tabellarischen Übersicht dargestellt. Aus- gewertet wurden die letzten 5 Jahre der amtlichen Schulstatistik. Bei nahezu allen Gymnasien gibt es einen deutlicher Zuwachs bei den Schülerzahlen, wo dies nicht der Fall ist, wurde das bisherige Niveau gehalten. Ein Schülerrückgang in die- sem Bereich ist nicht zu verzeichnen. Die Klassengröße der fünften Klassen liegt bei der Mehrzahl der Gymnasien knapp unter dem Klassenteiler von 33 Schülerinnen und Schü- lern. Auch die Realschulen haben relativ konstante Schülerzahlen, wobei hier die Klassengrö- ße in den fünften Klassen in der Regel deutlich niedriger ist als beispielsweise in den ach- ten Klassen. Zu 2.: Wie ist die räumliche Situation an diesen Schulen zu beurteilen? Der Raumbedarf der Schulen bemisst sich nach dem Modellraumprogramm des Kultus- ministeriums. Bei den Gymnasien sieht dieses vor, dass ab der Dreizügigkeit nicht für alle Klassen ein eigenes Klassenzimmer zur Verfügung steht. Trotz Berücksichtigung dieser Prämisse ist die Raumsituation an den Gymnasien als angespannt zu bezeichnen, da auch im Bereich von Fachräumen Raumbedarf besteht. Die Erweiterung des Lessing- Gymnasiums wird in Kürze beginnen, die Erweiterung des Fichte- und des Goethe- Gymnasiums ist in der Schulbaudringlichkeitsliste mit der Wertung „besonders dringend“ enthalten. An den Realschulen sind die Raumkapazitäten unter Berücksichtigung der aktuellen Schülerzahlen im Allgemeinen ausreichend, wobei die Bildung von Wanderklassen nicht ausgeschlossen werden kann. Zu 3.: Ist davon auszugehen, dass die Kapazitäten auch in den kommenden Jahren aus- reichen werden, um alle Schülerinnen und Schüler aufnehmen zu können? Bei gleich bleibendem Übertrittsverhalten in die weiterführenden Schulen und unter Be- rücksichtigung der genannten Erweiterungsmöglichkeiten wird es auch künftig möglich sein, allen Karlsruher Schülerinnen und Schülern einen Platz an einem Karlsruher Gym- Seite 2 nasium anzubieten. Allerdings werden die einzelnen Schulen auch künftig im Einzelfall Wanderklassen bilden. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Schulen Klassenräu- me als Fachräume nutzen, obwohl diese im Modellraumprogramm nicht vorgesehen sind (z.B. Geographieraum). An den Realschulen stellt sich die Situation hinsichtlich der Schulräume deutlich ent- spannter dar. Auch bei den Realschulen können für alle Karlsruher Schülerinnen und Schüler wohnortnahe Schulplätze angeboten werden. Zu 4.: Wie häufig kommt es vor, dass Schüler an eine andere Schule verwiesen werden müssen, weil die Kapazitäten der eigentlichen „Wunsch-Schule“ erschöpft sind? Gymnasien: Für das Schuljahr 05/06 wurden 75 Schülerinnen und Schüler „umgelenkt“, für das Schul- jahr 06/07 26 Schülerinnen und Schüler und für das Schuljahr 07/08 40 Schülerinnen und Schüler. Realschulen: An den Realschulen wurden in der fünften Klasse rund 30 Schülerinnen und Schüler um- gelenkt. Dies entspricht auch dem Verfahren der vergangenen Jahre. Zu 5.: In welchen Schulen gibt es wie viele sogenannte Wanderklassen, d. h. Klassen, die über kein eigenes Klassenzimmer verfügen? Sind hier Veränderungen gegenüber den Vorjahren festzustellen? Wanderklassen gibt es in den Klassenstufen 5 bis 11 an folgenden Schulen: Bismarck-Gymnasium (4 Klassen) Goethe-Gymnasium (3 Klassen) Helmholtz-Gymnasium (4 Klassen) Humboldt-Gymnasium (1 Klasse) In der Kursstufe 12 und 13 wird aufgrund der vielfältigen Kursangebote häufig kein festes Klassenzimmer genutzt. Die Regelungen an den einzelnen Schulen sind sehr individuell und teilweise von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Besonders am Helmholtz-Gymnasium, das eigentlich auf die Dreizügigkeit ausgelegt ist, ist im Vergleich zu den Vorjahren eine Zunahme der Wanderklassen zu verzeichnen. Die Karlsruher Realschulen führen aktuell keine Wanderklassen. Zu 6.: Welche zusätzlichen Maßnahmen könnten ergriffen werden, um fehlende Kapazitä- ten auszugleichen? Als zusätzliche Maßnahmen kommen in Betracht: Nutzung freier Raumkapazitäten benachbarter Schulen Dies wird voraussichtlich vor allem im Bereich der Hauptschulen möglich sein und kann dann erfolgen, wenn die Schulen in zumutbarer Entfernung liegen. Nach Vorliegen der Anmeldezahlen für die Hauptschulen werden erste Gespräche geführt. Seite 3 Multifunktionale Nutzung von Fachräumen Bei der Sanierung von Fachräumen wird darauf geachtet, dass diese multifunktional nutz- bar sind, um den Schulen zusätzliche Möglichkeiten zu eröffnen. Im Bereich der Klassenräume wird darüber hinaus ab dem Schuljahr 2012/13 eine Ent- spannung an den Gymnasien eintreten, weil im Jahr 2012 ein doppelter Abiturjahrgang die Schule verlässt.