Antrag FDP: Messstation für Luftverschmutzung und Feinstaubkonzentration

Vorlage: 19834
Art: Beschlussvorlage
Datum: 27.03.2008
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Durlach

Beratungen

  • Ortschaftsrat Durlach

    Datum: 02.04.2008

    TOP: 5

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • 02.04.08, TOP 5, Antrag
    Extrahierter Text

    ANTRAG FDP-Fraktion vom: 12. März 2008 eingegangen: 12.03.2008 Gremium: Termin: TOP: Verantwortlich: Ortschaftsrat Durlach 02.04.08 5 öffentlich Umwelt- und Arbeitsschutz Thema: Messstation für Luftverschmutzung und Feinstaubkonzentration Durlach ist von Fernverkehrsstraßen umschlossen: Im Westen von der Autobahn A5, im Süden und Osten von der Bundesstraße B3 und im Norden von der Bundesstraße B10 als Schnellstraße. Es ist zu vermuten, dass deshalb in Durlach erhöhte Luftschadstoffkonzentrationen herrschen. Wir stellen deshalb folgenden Antrag: Die Stadt Karlsruhe wird beauftragt, sich für die Errichtung einer kontinuierlichen Luftmessstelle in Durlach einzusetzen. Durch die Messstelle sollen, wie mit den anderen drei im westlichen Stadtgebiet von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) betriebenen Stationen, die Parameter SO2, NO2, O3 und PM10 gemessen werden. Als Standort schlagen wir die Kreuzung Durlacher Allee/ Ernst-Friedrich-Straße vor. Die gemessenen Ozonwerte sollen über den Informationsdienst des städtischen Ozon-Telefons abrufbar sein. Gez: Dr. Horst Dilger, Dipl.- Ing. Günther Malisius

  • 02.04.08, TOP 5, STELLUNGNAHME
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum ANTRAG FDP-OR-Fraktion vom: 12. März 2008 eingegangen: 12. März 2008 Gremium: Termin: TOP: Verantwortlich: Ortschaftsrat Durlach 02.04.08 5 öffentlich Umwelt- und Arbeitsschutz Thema: Messstation für Luftverschmutzung und Feinstaubkonzentration Das Luftmessnetz in Baden-Württemberg wird vom Land betrieben. In Durlach gibt es keine stationäre Luftmessstation. Die letzte flächendeckende Rasteruntersuchung fand im Jahre 1994/95 statt. Dabei war ersichtlich, dass in Durlach - wie auch in allen anderen Stadtrandlagen - die Luftqualität besser ist, als im Stadtzentrum. Die bisherigen Erkenntnisse zeigen, dass Immissionsgrenzwertüberschreitungen dann zu vermuten sind, wenn stark befahrene Straßen einen engen Straßenquerschnitt mit schluchtenartiger Randbebauung (z. B. Geschossbau) haben. Die genannten Hauptverkehrsstraßen Autobahn A5, Umgehungsstraße B10 und die im Süden liegende B 3 erfüllen diese Voraussetzung nicht. Lediglich der Straßenabschnitt Gymnasiumstraße (B 3) stand im Verdacht von erhöhten Luftschadstoffkonzentrationen und wurde daher von der Stadt seinerzeit der UMEG (heute LUBW) als mögliche Spotmessstelle genannt. Im Rahmen einer landesweiten Voruntersuchung wurde dieser Messpunkt wegen vergleichsweise geringer Verkehrsmenge jedoch nachrangig eingestuft. Dies gilt auch für zahlreiche andere vorgeschlagene Messpunkte im Stadtgebiet. Das Messprogramm des Landes konzentriert sich angesichts beschränkter Ressourcen auf die Messung an höchst belasteten Stellen. Dies hat in der Vergangenheit bereits dazu geführt, dass der über 20 Jahre in Betrieb befindliche Messpunkt KA-West bei der Entenfangbrücke entfernt wurde. Der von den Antragstellern vorgeschlagene Messstandort Kreuzung Durlacher Allee/Ernst-Friedrich-Straße ist nicht geeignet hohe Verkehrsbelastungen zu erfassen, da zum einen, die Verkehrsmenge an dieser Stelle vergleichsweise gering und zum anderen, der Straßenquerschnitt außerordentlich breit ist. Eine entsprechende Forderung der Stadt hätte daher keine Aussicht auf Erfolg.