Anfrage GRÜNE: Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK): Erhöhtes Krebsrisiko in Nähe der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK)

Vorlage: 19736
Art: Beschlussvorlage
Datum: 04.03.2008
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 11.03.2008

    TOP: 16.2

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • GRÜNE-WAK
    Extrahierter Text

    ANFRAGE Stadtrat Klaus Stapf (GRÜNE) vom 22. Januar 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 48. Plenarsitzung des Gemeinderates 11.03.2008 1310 17 b öffentlich Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK): Erhöhtes Krebsrisiko in Nähe der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK) 1. Sind der Stadt Karlsruhe Daten über ein erhöhtes Krebsrisiko oder erhöhte Krebsfallzahlen vor allem bei Kleinkindern in der Nähe der WAK bekannt? Falls ja, welche? 2. Falls keine eigenen Daten für die WAK vorliegen, lassen sich die Feststellungen aus den Untersuchungen des Bundesamtes für Strahlungsschutz auf die WAK und deren Umgebung übertragen? Nicht nur in AKWs, sondern z.B. auch im FZ Karlsruhe und der WAK werden radioaktive Materialien in größeren Mengen mit Hilfe der Verfahren und Technologie der Kernspaltung aufbereitet, verarbeitet und gelagert. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat im Umkreis der 16 deutschen Kernkraftwerke überdurchschnittliche Erkrankungen von Kleinkindern an Krebs (Leukämie) festgestellt. Vor allem in den nördlichen Stadtteilen Karlsruhes fragen Bürgerinnen und Bürger besorgt, ob für die WAK ähnliche Zusammenhänge gelten. unterzeichnet von: Klaus Stapf Hauptamt - Sitzungsdienste - 29. Februar 2008 Sachverhalt / Begründung:

  • TOP 17b
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Klaus Stapf (GRÜNE) vom: 22.01.2008 eingegangen: 22.01.2008 Gremium: 48. Plenarsitzung des Gemeinderates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 11.03.2008 1310 17 b öffentlich Dez. 2 Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK): b) Erhöhtes Krebsrisiko in der Nähe der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe Zu 1) Sind der Stadt Karlsruhe Daten über ein erhöhtes Krebsrisiko oder erhöhte Krebsfallzah- len vor allem bei Kleinkindern in der Nähe der WAK bekannt? Falls ja, welche ? Der Stadt Karlsruhe sind keine Daten zu Krebsrisiken oder Krebsfallzahlen im Umfeld der Wiederaufbereitungsanlage (WAK) im Forschungszentrum Karlsruhe bekannt. Zu 2) Falls keine eigenen Daten für die WAK vorliegen, lassen sich die Feststellungen aus den Untersuchungen des Bundesamtes für Strahlenschutz auf die WAK und deren Umgebung übertragen? Die 2007 publizierte epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kern- kraftwerken (KiKK-Studie) - erstellt vom Deutschen Kinderkrebsregister (DKKR) im Auf- trag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) - macht Aussagen zu Kinderkrebsfällen für Kinder unter fünf Jahren ausschließlich im 5 km-Umkreis von 16 deutschen Kernkraftwer- ken für den Zeitraum 1980 - 2003. Für den gewählten Untersuchungszeitraum wurde er- mittelt, dass in der 5 km-Zone 37 Kinder neu an Leukämie erkrankt sind. Im statistischen Durchschnitt wären nur 17 Fälle zu erwarten gewesen. Damit wären 20 der 5893 Leukä- mieerkrankungen in Deutschland bei Kindern unter fünf Jahren in dem betreffenden Zeit- raum dem Wohnen in der 5 km-Zone um ein Kernkraftwerk zuzuschreiben. Die KiKK- Studie erlaubt jedoch keine Aussage darüber, wodurch die beobachtete Erhöhung der Kinderkrebsfälle in der 5 km-Zone um eines der 16 Kernkraftwerke zustande kommt. Die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) hat den Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, die Kinderkrebsstudie umfassend zu bewerten. Rückschlüsse auf die Umgebung der WAK macht weder die Kinderkrebsstudie noch ist dies der Stadt Karlsruhe möglich.