Antrag Stadtrat Fostiropoulos/Linke: Erweiterte Berufsorientierung an Karlsruher Schulen

Vorlage: 19621
Art: Beschlussvorlage
Datum: 19.02.2008
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 19.02.2008

    TOP: 15

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Linke-Berufsorientierung an Schulen
    Extrahierter Text

    ÄNDERUNGSANTRAG Stadtrat Fostiropoulos (Die Linke) vom 15. Februar 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 47. Plenarsitzung des Gemeinderates 19.02.2008 1290 14 öffentlich Erweiterte Berufsorientierung an Karlsruher Schulen Die Stadtverwaltung initiiert eine Erweiterung der Berufsorientierung an Karlsruher Schulen um eine ständige Begleitung von Hauptschüler/innen in den Klasse 8. und 9. durch sog. „Seniorpartner“ entlang dem Projekt STARTklar, das seit 2004 an Stuttgarter Hauptschulen durchgeführt wird. In Stuttgart sind derzeit 70 Seniorpartner/-innen an 4 Hauptschulen tätig. In jeder 8. und 9. Klasse arbeiten 5 Seniorpartner/-innen mit. Nach neuesten Zahlen wechseln 70 Prozent der Schüler/-innen diese Schulen in weiterführende Schulen, 20 Prozent finden einen Ausbildungsplatz. Der Einbezug weiterer Hauptschulen ist angedacht. Kooperationspartner in Stuttgart ist die dortige IHK. Ähnliche Kooperationen sollten auch hier geschaffen werden. Das Alltags- und Erfahrungswissen der mittleren und älteren Generation (Seniorpartner/ -innen) wird mit solchen Kooperationen wieder nutzbar und in ihrem Wert gewürdigt. STARTklar - Hauptschüler trainieren für ihren Berufseinstieg mit ehrenamtlichen Seniorpartnern 7.500 Euro Die Idee zum Projekt STARTklar entstand im Beruflichen Qualifizierungs-Netzwerk zur Förderung der Chancengleichheit von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Stuttgart. Beabsichtigt wird damit, die Ausbildungsreife von Hauptschulabgängern zu verbessern, einen Ausbildungsplatz oder die Anmeldung an eine weiterführende Schule zu erwirken, den Dialog zwischen den Generationen zu intensivieren und Partnerschaften zwischen Schulen und Wirtschaft zu etablieren. Sachverhalt / Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ An vier Stuttgarter Hauptschulen trainieren Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen für ihren Berufseinstieg mit ehrenamtlichen Seniorpartnern. Die Seniorpartner bilden mit jeweils vier bis fünf Jugendlichen eine Kleingruppe und ergänzen ein- bis zweimal pro Monat den Unterricht mit so genannten Bausteinen beim Lehrplanthema "Orientierung im Beruf". Die Jugendlichen werden für ihre eigenen Stärken und Schwächen sensibilisiert, trainieren ihre sozialen Kompetenzen und lernen Berufsfelder und Werte kennen, die im Arbeitsleben wichtig sind. Sie lernen, Bewerbungen zu schreiben und üben sich in Vorstellungsgesprächen. Die Seniorpartner unterstützen bei der Ausbildungsplatzsuche und beim Zugang zu weiterführenden Schulen. Eine konstante Beteiligung der ehrenamtlich tätigen Seniorpartner über zwei Jahre hinweg ist Dreh- und Angelpunkt des Projektes, damit sich ein Vertrauensverhältnis zwischen den Seniorpartnern und ihren Jugendlichen aufbauen kann. aus Robert Bosch Stiftung: http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/9346.asp Durch die Arbeit und das Training der Seniorpartner, die gleichzeitig eine Vorbildfunktion innehaben, bekommen die Jugendlichen individuelle Förderung in Kleingruppen und Wertschätzung durch die Seniorpartner. Das Engagement der Seniorpartner und der Kontakt zu den Schülern trägt zur Öffnung der Schulen, zur Verbesserung eines Teils des Gemeinwesens im Stadtteil und zu einem zukunftsfähigen Miteinander bei. Zudem werden die Schulen entlastet beim Thema „Orientierung im Beruf“ und die Unternehmen und Betriebe können auf ausbildungsreifere Schulabgänger mit klaren Vorstellungen zurückgreifen. Damit der Kontakt zu Betrieben in Stuttgart enger gestaltet werden kann, wurde die IHK Region Stuttgart als Kooperationspartner gewonnen. Die IHK stellt somit den Seniorpartnern ihr Netzwerk mit Kontakten zu den Unternehmen der Region zur Verfügung. Auf diese Weise wird ein Weg gebahnt hin zu den Ausbildungsleitern in den Betrieben, zu Ausbildungs- und Praktikumsplätzen. Die IHK-Ausbildungsberater informieren die Seniorpartner zudem über die einzelnen Berufe und dienen als Türöffner bei den Betrieben. aus: http://www.innoschool.info/index.php4?sessionid=e56429f49cc57ccce7206aca9f84f80c&l ang=1&p_id=10&dbACTION=dbShow&dbId=116 unterzeichnet von: Niko Fostiropoulos Hauptamt - Sitzungsdienste - 15. Februar 2008

  • TOP 14 Linke
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum Ände- rungsantrag Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom: 15.02.2008 eingegangen: 15.02.2008 Gremium: 47. Plenarsitzung des Gemein- derates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 19.02.2008 1290 14 öffentlich Dez. 3 Erweiterte Berufsorientierung an Karlsruher Schulen - Kurzfassung - Im Bereich der Berufsorientierung gibt es speziell an den Hauptschulen im Stadtkreis Karlsruhe bereits eine Vielzahl von Angeboten. Ungeachtet dessen greift das Bür- germeisteramt den Vorschlag auf und setzt sich mit den zuständigen Kammern in Verbindung. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 An den hiesigen Hauptschulen gibt es im Bereich der Berufsorientierung bereits eine Fülle schuleigener Projekte mit ehrenamtlichen (Senior-)Partnern, die die Schülerinnen und Schü- ler auf den Berufseinstieg vorbereiten. Als Beispiel darf im diesem Zusammenhang auch auf die Jugendstiftung der Sparkasse Karlsruhe hingewiesen werden, die allen Hauptschulen qualifizierte Seminare anbietet. Aufgrund der vielfältigen Angebote findet in Kürze eine Tagung statt, um die im Bereich Schulen - Beruf tätigen Anbieter und Organisationen miteinander zu vernetzen. Die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, die bereits in viele Projekte eingebunden ist, führt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Betrieben auch in diesem Jahr wieder eine Ausbil- dungsbörse speziell für Hauptschüler durch. Obwohl es, wie eingangs dargelegt, im Bereich der Berufsorientierung bereits eine Fülle von Projekten und Angeboten gibt, greift das Bürgermeisteramt den Vorschlag auf und setzt sich mit den zuständigen Kammern in Verbindung um auszuloten, ob weitere Anknüpfungspunk- te bestehen. Über das Ergebnis wird in einer der nächsten Sitzungen des Schulbeirats be- richtet. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Sachbearbeiter: Tel.: Az: (nur für interne Bearbeitung)