Antrag GRÜNE: Orientierungspraktikum für weibliche Studienberechtigte im Bereich Ingenieurwesen
| Vorlage: | 19555 |
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| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 11.02.2008 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
ANTRAG Stadtrat Klaus Stapf (GRÜNE) Stadträtin Ute Schulze-Harzer (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 16. Januar 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 47. Plenarsitzung des Gemeinderates 19.02.2008 1275 13 öffentlich Orientierungspraktikum für weibliche Studienberechtigte im Bereich Ingenieurwesen Vor dem Hintergrund eines langfristig prognostizierten Ingenieurmangels, bietet die Stadt Karlsruhe mit ihren Tochterunternehmen - ca. 5 - 10 weiblichen Studienberechtigten ein ½ -jähriges Praktikum bei der Stadt und den städtischen GmbHs an, um den Ingenieurberuf in der Praxis kennen zu lernen, - den Teilnehmerinnen die Möglichkeit, parallel die entsprechenden Schnupper- vorlesungen der Karlsruher Hochschulen zu besuchen, um sich mit den theoretischen Anforderungen eines Ingenieurstudiums vertraut zu machen, - eine Vergütung in Anlehnung an das „Freiwillige Soziale Jahr“ (FSJ) an. Die pädagogische Begleitung des Praktikums orientiert sich an den Richtlinien des „Freiwilligen Sozialen Jahres“ (FSJ). Obwohl die Anzahl der Studienberechtigten voraussichtlich bis 2020 steigen wird, gibt es aktuell und auch mittelfristig einen Mangel an Ingenieuren. Neueste Untersuchungen des HIS (Hochschulinformationssystem) gehen davon aus, dass neue Interessengruppen erschlossen werden müssen, um langfristig den Bedarf an Ingenieuren decken zu können. Neben der Anwerbung ausländischer Studenten und Studentinnen und Förderung der ansässigen Migranten und Migrantinnen, sieht die HIS-Studie insbesondere weibliche Studienberechtigte als Zielgruppe. Sachverhalt / Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Diese haben häufig gleich gute Leistungen in naturwissenschaftlichen Fächern wie ihre männlichen Kollegen, trauen sich aber selten ein Ingenieurstudium zu. Die von Studienanfängern generell geäußerten Informationsdefizite, hinsichtlich der Studienanforderung und der künftigen Arbeitsmarktchancen, werden im Technikbereich verstärkt durch die Tatsache, dass es an weiblichen Vorbildern mangelt. Zwar sollten die Weichen für naturwissenschaftliches und technisches Interesse idealer Weise vor oder während der Schulzeit gestellt werden (siehe hierzu unseren Antrag: Erweiterte Berufsorientierung), jedoch werden entsprechende Maßnahmen erst in einigen Jahren greifen. In der Übergangszeit müssen schnell greifende Maßnahmen entwickelt werden, um den volkswirtschaftlichen Schaden zu begrenzen. Durch Information der Karlsruher Schulen im Sekundarbereich II über das Projekt können potenzielle Teilnehmerinnen durch ihre Lehrer-/innen direkt auf das Angebot hingewiesen und zur Bewerbung ermuntert werden. Durch das Angebot setzt sich die Stadt Karlsruhe aktiv für den Abbau des Ingenieurmangels ein. Durch begleitende Öffentlichkeitsarbeit und zusätzliche Werbung bei Karlsruher Betrieben sollen möglichst viele Nachahmer in der Region generiert werden. unterzeichnet von: Klaus Stapf Ute Schulze-Harzer Hauptamt - Sitzungsdienste - 8. Februar 2008
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STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 16.01.2008 eingegangen: 16.01.2008 Gremium: 47. Plenarsitzung des Gemeinderates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 19.02.2008 1275 13 öffentlich Dez. 2 Orientierungspraktikum für weibliche Studienberechtigte im Bereich Ingenieurwesen - Kurzfassung - Der Antrag der Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Orientierungspraktika für weibliche Studienberechtigte im Bereich Ingenieurwesen anzubieten, wird als sinnvoll erachtet und unterstützt. Über das weitere Vorgehen (zeitlicher Verlauf und weitere Abstimmung zwischen den Gesellschaften) wird in einer der nächsten Sitzungen des Personalausschusses berichtet. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Die Kosten sind abhängig von noch ausstehender Prüfung der Maßnahme und Abstimmung mit den Gesellschaften.. Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Klinikum, Stadtwerke, VBK Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Der Antrag der Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Orientierungspraktika für weibliche Studienberechtigte im Bereich Ingenieurwesen anzubieten, wird als sinnvoll erachtet und unterstützt. Im Hinblick auf die demografische Entwicklung und den prognostizierten Fachkräftemangel ist es wichtig, Nachwuchskräfte bereits frühzeitig an den Konzern Stadt Karlsruhe zu binden. Auch sollten gerade weiblichen Studienberechtigten Praktikamöglichkeiten angeboten werden, um einer Unterrepräsentation von Frauen im gewerblich-technischen Bereich zu entgegnen. Orientierungspraktika stehen in direkter Konkurrenz zu bestehenden Ausbildungs- und Stu- dienplätzen. Es muss versucht werden, diese zu etablieren, ohne vorhandene Ausbildungs- möglichkeiten einzuschränken. Hinsichtlich des zeitlichen Verlaufs und der weiteren Abstimmung zwischen den städtischen Gesellschaften wird das Personal- und Organisationsamt die notwendigen Schritte einleiten und über das Ergebnis in einer der nächsten Sitzungen des Personalausschusses berichten.