Antrag CDU: Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK): Einsparpotentiale bei der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH
| Vorlage: | 19551 |
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| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 11.02.2008 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
ANTRAG Stadtrat Wolfram Jäger (CDU) Stadtrat Detlef Hofmann (CDU) Stadtrat Bernhard Weick (CDU) Stadträtin Bettina Meier-Augenstein (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 16. Januar 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 47. Plenarsitzung des Gemeinderates 19.02.2008 1271 9 b öffentlich Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK): Einsparpotenziale bei der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) Die KMK stellt einen erheblichen Wirtschaftsfaktor für Karlsruhe und die Technologieregion dar. Sie initiiert in der Region eine Wertschöpfung von rund 84 Millionen Euro; 50 % davon entfallen auf den Handel, den Transport und das Gastgewerbe. Gesamtwirtschaftlich betrachtet, rechnet sich also die Investition in das Messe- und Kongresswesen für die Region. Betriebswirtschaftlich gesehen, muss die KMK ihre Ergebnisse jedoch dringend verbessern. Vor dem Hintergrund, dass die jährlichen Defizite der KMK mit allgemeinen Haushaltsmitteln der Stadt Karlsruhe ausgeglichen werden müssen, sieht sich die CDU-Fraktion veranlasst, dieses Thema in den Gemeinderat einzubringen. Die CDU-Fraktion beantragt, 1. Möglichkeiten zur Fortsetzung der mittel- und langfristigen Konsolidierung der KMK zu prüfen. Dies insbesondere, nachdem die Arbeiten an den Gutachten zu den Messen in Baden-Württemberg kurz vor dem Abschluss stehen und darin auch die Frage der Kooperation verschiedener Messeplätze untersucht wird. Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Die Geschäftsführung der KMK soll hierzu die möglichen Szenarien einer Kooperation mit a) den Messen in Baden-Württemberg b) den Messegesellschaften auf nationaler Ebene und mit c) den Messegesellschaften auf internationaler Ebene darstellen. 2. Möglichkeiten der kurz- bis mittelfristigen Ergebnisverbesserung aufzuzeigen. Die KMK wurde bereits im Dezember 2007 vom Gemeinderat aufgefordert, Anfang 2008 eine aktualisierte mittelfristige Finanzplanung vorzulegen. Hierbei sollte besonderes Augenmerk auf das Verhältnis Personal/Umsatz gerichtet werden. Die KMK weist im Vergleich zu anderen Messestandorten mit vergleichbaren Umsätzen einen deutlich überdurchschnittlichen Personalaufwand auf. Die Geschäftsleitung erhält daher den Auftrag, zu untersuchen, welche Einspar- potentiale sich bei den Personalkosten darstellen und in welchem Zeitrahmen sich diese Einsparungen realisieren lassen. Über die Ergebnisse soll dem Gemeinderat nach Vorberatung im Aufsichtsrat der KMK berichtet werden. unterzeichnet von: Wolfram Jäger Detlef Hofmann Bernhard Weick Bettina Meier-Augenstein Hauptamt - Sitzungsdienste - 8. Februar 2008
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Extrahierter Text
STELLUNGNAHME zum Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 16.01.2008 eingegangen: 22.01.2008 Gremium: 47. Plenarsitzung des Gemeinderates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 19.02.2008 1271 9 b öffentlich Dez. 4 Einsparpotenziale bei der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) - Kurzfassung - Die KMK begrüßt, dass sich der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe mit der Thematik der Konsolidierung der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH befasst, da Messe und Kon- gress in Karlsruhe und der Region weiter verankert und in das öffentliche Bewusstsein ge- rückt werden sollten. Der Aufsichtsrat der KMK GmbH hat die Geschäftsführung bereits mit Ausarbeitung eines Konzepts zur kurz-, mittel- und langfristigen Konsolidierung beauftragt. Das Konzept soll dem Aufsichtsrat noch im Frühjahr 2008 vorgestellt werden. Anschließend wird dem Ge- meinderat berichtet. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit KMK GmbH Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Zu 1. Prüfung der Möglichkeiten zur Fortsetzung der mittel- und langfristigen Konsolidierung der KMK und Überprüfung von Kooperationen auf Landes- ebene, nationaler Ebene und internationaler Ebene Das Land Baden-Württemberg erwartet in den nächsten Wochen die Endfassung eines Messegutachtens für Baden-Württemberg. Dieses Gutachten sollte die Grund- lage für weitere Überlegungen von Kooperationen bilden. Bevor Kooperationsmög- lichkeiten auf internationaler Ebene geprüft werden, sollten, auf der Basis des zu erwartenden Gutachtens, erst die Kooperationsmöglichkeiten in Baden-Württemberg bzw. mit anderen deutschen Messen ausgelotet werden. Eine erste Auswertung des Gutachtens wird zu gegebener Zeit mit dem Aufsichtsrat der KMK beraten. Vor dem Hintergrund des wachsenden Wettbewerbsdrucks sollt dabei der Fokus auf das Kerngeschäft einer Messe- und Kongressgesellschaft gelegt werden sowie mög- liche Synergien zu anderen Bereichen gesucht werden. Zu 2. Möglichkeiten zur kurz- und mittelfristigen Ergebnisverbesserung, Ver- gleich mit anderen Standorten hinsichtlich des Verhältnisses Umsatz zu Per- sonal Die Geschäftsführung der KMK hat in der Aufsichtsratssitzung am 20.11.2007 auf die unbefriedigende Ergebnissituation hingewiesen und sich selbst die Aufgabe ge- stellt, Entscheidungsgrundlagen für die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat zu erarbeiten. Zwei Projektgruppen beschäftigen sich mit dieser Aufgabe. Sie wurden eingeteilt in eine Projektgruppe „KMK-intern“ und eine Projektgruppe „Markt“. Die Projektgruppe „KMK intern“ bearbeitet Fragen zur strategischen Konsolidierung des Innenbereiches, also der KMK selbst. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Abläufe, das Projektmanagement und die Personalbesetzung gelegt. Die Pro- jektgruppe „Markt“ setzt sich mit Fragen der strategischen Ausrichtung der KMK auseinander und wird sich besonders mit Fragen zum Marktumfeld, zum Portfolio der KMK und des Vertriebes beschäftigen. Ergebnisse werden dem Aufsichtsrat im März im Zuge der Vorlage der mittelfristigen Finanzplanung vorgestellt. Ein Vergleich mit anderen Messeplätzen, gerade hinsichtlich der personellen Aus- stattung, kann nur schwerlich gezogen werden. Hier muss berücksichtigt werden, dass die KMK andere Aufgaben im städtischen Interesse erbringt, wie etwa im Marktbereich Tourismus oder bei Events und Großveranstaltungen. Gleichwohl wird die Projektgruppe auch zur Frage der personellen Ausstattung im Verhältnis zum Umsatz Aussagen treffen. Ein weiterer Aspekt ist, dass das neue Messegelände erst seit 5 Jahren am Markt ist. Andere Messeplätze verfügen zum Teil über Veranstaltungen die schon über viele Jahrzehnte stattfinden. Die KMK veranstaltet in 2007 und 2008 sieben neue eigene (Kongress-)Messen, die in den Markt erst eingeführt werden müssen. In 2007 waren das die Safekon, die PreventiKa sowie die TV-Komm und DC-Days; in 2008 sind das die T-Trans, die Risika und der Hafenkongress. Für 2009 sind be- reits die beiden neuen Messen Gebäude und die Kunsthandwerksmesse EU-nique in Vorbereitung. Die Teams, vom Projektleiter bis zu den Servicereferenten, haben Ergänzende Erläuterungen Seite 3 für diese speziellen neuen Themen mit der jeweiligen Klientel der Aussteller und Be- sucher oftmals erst noch weiteres Know-how aufzubauen. Die Entwicklung und Neuplatzierung von Messen erfordert viel Personal, generiert aber zunächst geringe- re Umsätze als bestehende, im Markt eingeführte Veranstaltungen.