Antrag SPD: Angebote der Stadtbibliothek für Kinderbetreuungseinrichtungen
| Vorlage: | 19333 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 07.01.2008 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
ANTRAG Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Gisela Fischer (SPD) Stadträtin Heike Backes (SPD) Stadträtin Angela Geiger (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion vom 10. Dezember 2007 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 46. Plenarsitzung des Gemeinderates 15.01.2008 1241 12 öffentlich Angebote der Stadtbibliothek für Kinderbetreuungseinrichtungen 1. Die Stadtbibliothek erarbeitet ein Konzept, das es ermöglicht, flächendeckend für alle Kinderbetreuungseinrichtungen kostenlose Vorlesenachmittage und ein Ausleihangebot anzubieten. 2. Die Stadtverwaltung legt dar, mit welchen Personal- und Sachkosten dieses Programmangebot verbunden ist. Regelmäßiges Vorlesen in kleinen Gruppen fördert nicht nur die Sprachbildung, sondern hat darüber hinaus positiven Einfluss auf die kreative und soziale Entwicklung von Kleinkindern. Zur Unterstützung der Erzieher(innen) kann durch ein zusätzliches Angebot der Stadtbibliothek der Zugang der Kinder zur Welt der Bücher intensiviert und ausgebaut werden. Durch gezielte Angebote können darüber hinaus Eltern in die Angebote einbezogen werden. Bisher kommt die erfolgreiche Arbeit der Stadtbibliothek nur Eltern und Kindern zugute, die auf das Angebot eigeninitiativ zurückgreifen. Sachverhalt / Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ So haben empirische Forschungen nachgewiesen, dass Mittelschichtkinder bis zur Einschulung rund 1 000 Stunden Bilderbuch- und Vorlesezeit genossen haben, Kinder aus bildungsfernen Milieus jedoch nur rund 25 Stunden! Mit diesem erweiterten Angebot sollen Kinder und Eltern erreicht werden, die bisher zur Stadtbibliothek keinen Zugang gefunden haben. unterzeichnet von: Doris Baitinger Gisela Fischer Heike Backes Angela Geiger Hauptamt - Sitzungsdienste - 4. Januar 2008
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Extrahierter Text
STELLUNGNAHME zum Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion vom: 10.12.2007 eingegangen: 10.12.2007 Gremium: 46. Plenarsitzung des Gemeinderates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 15.01.2008 1241 12 öffentlich Dez. 5 Angebote der Stadtbibliothek für Kinderbetreuungseinrichtungen - Kurzfassung - Die Bedeutung des Vorlesens für die Entwicklung von Kindern, wie im Antrag der SPD-Fraktion beschrieben, ist grundlegend und wichtig. Bereits im frühen Kindesal- ter wird durch regelmäßiges Vorlesen die Sprachentwicklung gefördert und die Wei- chen für einen späteren Bildungsweg gestellt. Eine flächendeckende Vorleseoffensi- ve wird jedoch voraussichtlich nur mit Ehrenamtlichen im Laufe der nächsten Jahre aufgebaut werden können. Nachdem das Aktivbüro bereits seit mehreren Jahren hier die Federführung hat und die Stadtbibliothek die Aktivitäten fachlich begleitet, könnte diese Form der Kooperation auch für die Zukunft ein zielführendes Modell sein. Ein Konzept wird erstellt und im Kulturausschuss beraten. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Kosten werden im Zuge der Konzepterstellung ermittelt Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Neben den zahlreichen Leseförderungsaktivitäten der Stadtbibliothek wurde gemäß eines Antrags der CDU-Gemeinderatsfraktion bereits im Jahr 2004 die Initiative „Vor- lesepaten“ durch das Aktivbüro in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek und dem Kulturamt gestartet. Bereits seit 4 Jahren sind ehrenamtliche Vorleserinnen und Vor- leser unter Vermittlung des Aktivbüros an verschiedenen Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen im Einsatz. Das Aktivbüro organisiert regelmäßige Treffen mit den Lesepaten. In Kooperation mit der Stadtbibliothek werden die ehrenamtli- chen Vorleserinnen und Vorleser durch das Fachpersonal der Stadtbibliothek über Neuerscheinungen und kindgerechte Buchauswahl informiert. Bei der Erarbeitung eines neuen Konzepts für ein Vorlese- und Ausleihangebot soll- ten die bisher gemachten Erfahrungen im Wesentlichen mit einfließen. Dazu ist der Ist-Zustand zu ermitteln. Das Aktivbüro erhebt im Frühjahr 2008 in allen Karlsruher Schulen, Kindertageseinrichtungen, Horten etc. das aktuelle Angebot an Lesepaten sowie den bestehenden Bedarf bzw. das bestehende Interesse der Bildungseinrich- tung. Für die Evaluierung der bisherigen Vorleseangebote sowie die anschließende Konzepterstellung müsste eine Vorlaufzeit von mehreren Monaten veranschlagt werden. Aktuell sind im Stadtgebiet Karlsruhe 157 Kinderbetreuungseinrichtungen mit sehr unterschiedlichen Gruppengrößen registriert. Derzeit sind über 150 Lesepa- ten im Einsatz. Eine Flächendeckung ist damit noch bei weitem nicht erreicht, kann aber im Laufe der Jahre angestrebt werden. Das Konzept wird im Kulturausschuss beraten.