Antrag SPD: Künstler arbeiten mit Unternehmen - Unternehmen arbeiten mit Künstlern
| Vorlage: | 19325 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 07.01.2008 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
ANTRAG Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Elke Ernemann (SPD) Stadträtin Ursula Paepcke (SPD) Stadtrat Dr. Heinrich Maul (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion vom 14. November 2007 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 46. Plenarsitzung des Gemeinderates 15.01.2008 1233 6 öffentlich Künstler arbeiten mit Unternehmen - Unternehmen arbeiten mit Künstlern 1. Das Kulturamt und das Amt für Wirtschaftsförderung stellen den Kontakt zwi- schen Karlsruher Künstler- und Künstlerinnen und mittelständischen Karlsruher Unternehmen her. 2. Ziel soll es sein, dass Künstler in den Werkstätten bzw. Räumen der Unternehmen unter Bereitstellung von Materialien künstlerisch tätig sein können. 3. Die aus dieser Verbindung entstandenen Kunstobjekte sollen an einem ausgewählten Ort in Karlsruhe temporär ausgestellt werden. Sachverhalt/Begründung: Die Arbeit mittelständischer Unternehmen und die Arbeit von Künstlern haben ähnliche Voraussetzungen. Beide brauchen Visionen, Risikobereitschaft und einen langen Atem. Die Künstler aus den verschiedensten Bereichen der Kunst – Malerei, Bildhauerei, Metallkunst, Objektkunst – können mit Unternehmen, die verschiedene Materialen verarbeiten z. B. Glas, Kunststoff, Holz, Stahl, zum gegenseitigen Nutzen zusammenarbeiten. Die Unternehmen profitieren vom Freigeist der Künstler und die Künstler können Möglichkeiten nutzen, die das eigene Atelier nicht bietet. Die Unternehmen stellen Material, Arbeit und räumliche Möglichkeiten zur Verfügung, welche von den Künstlern für einen festgesetzten Zeitraum genutzt werden können. Bei den Unternehmen kann es sich um Schlossereien, Metallbauunternehmen, Sanitär- und Fliesenfirmen, Unternehmen im Bereich Kunststofftechnik oder Holzverarbeitende Betriebe (Schreinereien) handeln. Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Die aus dieser Verbindung entstandenen Kunstobjekte werden an einem ausgewählten Ort in Karlsruhe temporär ausgestellt. Die Stadt Offenburg hat eine solches Projekt in diesem Jahr aufgrund einer Initiative von Karlsruher Künstlerinnen erfolgreich durchgeführt. Einige Unternehmen waren so begeistert, dass sie die Arbeit „ihres“ Künstlers erworben haben. unterzeichnet von: Doris Baitinger Elke Ernemann Ursula Paepcke Dr. Heinrich Maul Hauptamt - Sitzungsdienste - 4. Januar 2008
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Extrahierter Text
STELLUNGNAHME zum Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion vom: 14.11.2007 eingegangen: 16.11.2007 Gremium: 46. Plenarsitzung des Gemeinderates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 15.01.2008 1233 6 öffentlich Dez. 5 Künstler arbeiten mit Unternehmen - Unternehmen arbeiten mit Künstlern Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Am 20. September 2007 wurde in Offenburg auf dem Platz der Verfassungsfreunde eine bemerkenswerte Skulpturenausstellung eröffnet, die unter der Überschrift „KunstUnterneh- men“ über die Region hinaus große Beachtung fand. Eine Übertragung des Konzeptes auf Karlsruhe und eine Unterstützung durch die Stadt Karlsruhe erscheinen möglich, wenn es als konzeptionell abgeschlossenes Künstlerprojekt an die Stadt herangetragen wird. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Der Gesamtaufwand wird im Rahmen der Konzeptentwicklung ermittelt. Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Auf Initiative zweier sehr engagierter Karlsruher Künstlerinnen hatten 11 in der Region an- sässige Künstlerinnen und Künstler in Gewerbebetrieben des Raumes Offenburg Kunstwer- ke gefertigt, die dann in der gemeinsamen Präsentation im Stadtraum der Öffentlichkeit zu- gänglich gemacht wurden. Jeweils ein Künstler und ein Gewerbebetrieb waren eine Partner- schaft eingegangen. Indem die Künstler hinsichtlich Material, Technik, Logistik und Personal die Möglichkeiten des jeweiligen Betriebes nutzten, entstanden sehr situationsbezogene, eigenständige künstlerische Arbeiten. Die Offenburger Wirtschaftsförderung und der dortige Fachbereich Kultur hatten die Kontakte zwischen Künstlern und Betrieben vermittelt. Ebenso ermöglichte die Stadt Offenburg logistisch und finanziell die Aufstellung der Skulpturen auf der Freifläche des Offenburger Kulturforums. Das Projekt fand in den Unternehmen, bei den Künstlern wie in der Offenburger Öffentlichkeit großen Anklang. Das Kulturamt der Stadt Karlsruhe hat das Offenburger Projekt mit großem Interesse ver- folgt. Eine Übertragung des Konzeptes auf Karlsruhe und eine Unterstützung durch die Stadt Karlsruhe erscheinen dann möglich, wenn es - wie in Offenburg - als konzeptionell abge- schlossenes Künstlerprojekt an die Stadt herangetragen wird. Um eine Abstimmung der Projekte zur Kunst im öffentlichen Raum zu erzielen, soll die An- regung der Zusammenarbeit zwischen Künstlern und Unternehmen mit Wirtschaftsförderung und Kulturamt beraten werden. Das Ergebnis der Beratungen wird anschließend dem Kul- turausschuss und dem Gemeinderat vorgestellt.