Gutachten zu den regionalwirtschaftlichen Effekten der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH

Vorlage: 19152
Art: Beschlussvorlage
Datum: 04.12.2007
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 11.12.2007

    TOP: 12

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 12
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 45. Plenarsitzung des Gemeinderates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 11.12.2007 1199 12 öffentlich Dez. 4 Gutachten zu den regionalwirtschaftlichen Effekten der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 04.12.2007 Gemeinderat 11.12.2007 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Die Verwaltung berichtet über die Ergebnisse des Gutachtens dessen Ziel es ist die regio- nalwirtschaftlichen Effekte der Messe Karlsruhe zu ermitteln. Das Gutachten wurde aufgrund eines Gemeineratsbeschlusses vom 26. September 2006 von der Prognos AG in Zusam- menarbeit mit der Wirtschaftsförderung (Koordination), KMK und dem Amt für Stadtentwick- lung erarbeitet. Mit den aus dem Gutachten resultierenden Zahlen wird die Bedeutung der Messe für Karls- ruhe und die Region Karlsruhe dargestellt. Dies umfasst neben den direkten Effekten auch die indirekten und induzierten Beschäftigungs-, Wertschöpfungs- und fiskalischen Effekte. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse ist der Vorlage als Anlage beigefügt. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) 70210,00 0 Kostenst. 8000.6200 Plankonto 4200 0000 Sachkonto 4291 0000 0 Haushaltsmittel stehen in voller Höhe zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit KMK GmbH Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Aus dem Gutachten der Prognos AG ergeben sich folgende Erkenntnisse: Es wurde eine Umwegrentabilität von 6,5 ermittelt, d.h. jeder Euro Umsatz bei der KMK führt zu 6,50 Euro Umsatz bei Unternehmen in der Technologieregion Karlsruhe. Es entsteht ein Nachfrageimpuls, der eine Bruttowertschöpfung von 84 Millionen Euro in der Technologiere- gion pro Jahr erzeugt und 1.800 Arbeitsplätze sichert, die direkt oder indirekt von der Messe abhängen. Hierzu zählen in erster Linie Arbeitsplätze im Gastgewerbe (~18%), Handel (~1%), Verkehr (gut 4%) und bei Unternehmens- und sonstigen Dienstleistern (<1%). Das Steueraufkommen, welches durch die KMK bedingt ist, liegt in der Technologieregion bei knapp 20 Millionen Euro, die kommunalen Steuereinnahmen der Stadt Karlsruhe liegen bei ca. 3 Millionen Euro, die der Technologieregion bei etwa 4,3 Millionen Fazit: Die KMK ist ein erheblicher Wirtschaftsfaktor für Karlsruhe und die Technologieregion. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Hauptausschuss - vorstehende Aus- führungen zur Kenntnis. Hauptamt - Sitzungsdienste - 30. November 2007

  • KMK Effekten - Anlage
    Extrahierter Text

    Regionalwirtschaftliche Effekte der Karlsruher Messe und Kongress GmbH Darstellung zentraler Untersuchungsergebnisse Oliver Lühr Dr. Philip Steden 08.11.2007 2 Inhalt Management Summary Ziele und Methodik der Studie Stellung und Rahmenbedingungen der KMK Kenngrößen der Umwegrentabilität – Ausgaben der KMK – Besucherausgaben – Ausstellerausgaben – Umwegrentabilität Wirkungen der KMK in ausgewählten Branchen – Hotelgewerbe/ Gastronomie – Einzelhandel – Nahverkehr Regionalökonomische Wirkungen – Direkte Effekte – Indirekte Effekte – Induzierte Wirkungen – Steuerliche Wirkungen 3 Management Summary Die KMK beschäftigt insgesamt 173 Mitarbeiter (140 fest Angestellte; 33 Auszubildende, Praktikanten und Hilfskräfte). 82% der Mitarbeiter wohnen in der Technologieregion. Die Sachausgaben der KMK in der Technologieregion betrugen im Jahr 2006 13,7 Mio. € (in Karlsruhe 7,3 Mio. €). 2006 zog die KMK rund 705.000 Besucher und rund 7.750 Aussteller an. Betrachtet man auch deren Ausgaben, so beliefen sich die Gesamtausgaben von KMK, Besuchern und Ausstellern in der Technologieregion zusammen auf 113 Mio. €. Dabei wurden sieben verschiedene Veranstaltungstypen hinsichtlich ihrer Besucher- und Ausstellerausgaben detailliert untersucht und die abgeleiteten Ausgabenstrukturen mit den Marktbereichsleitern der KMK plausibilisiert. Deutschlandweit belaufen sich die Ausgaben der Veranstaltungsbesucher und Aussteller sogar auf ca. 200 Mio. € p.a.. Im Mai 2007 hat die Stadt Karlsruhe die Prognos AG beauftragt, eine Untersuchung zu den regionalwirtschaftlichen Effekten und der „Umwegrentabilität“ der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK) vorzunehmen. Untersuchungsregion ist die Stadt Karlsruhe sowie die Technologieregion. Die Untersuchung beruht auf Angaben der KMK, statistischen Angaben der Stadt, Vergleichsstudien sowie Modellrechnungen der Prognos. Primärerhebungen bei Besuchern und Ausstellern wurden auftragsgemäß nicht durchgeführt. Zentrale Ergebnisse werden in dieser Präsentation dargestellt, vorab zum ausführlichen Endbericht, der Ende November 2007 vorgelegt wird. 4 Management Summary Für die KMK ergibt sich eine Umwegrentabilität von 6,5. D.h. ein Euro Umsatz der KMK führt zu 6,50 € Umsatz bei Unternehmen in der Technologieregion Karlsruhe. Der von der KMK abstrahlende Nachfrageimpuls führt über alle Umsatzrunden zu einer regionalen Bruttowertschöpfung von 84 Mio. € p.a. und sichert 1.800 Erwerbstätige, die direkt oder indirekt von der Messe abhängen, in erster Linie im Gastgewerbe und Handel, bei Unternehmens- und sonstigen Dienstleistern. Das gesamte durch die KMK bedingte Steueraufkommenliegt in der Technologieregion bei knapp 20 Mio. €. Die kommunalen Steuereinnahmen(inkl. weiterer Einnahmen wie z.B. Erbbau-Zinszahlungen) der Stadt Karlsruhe liegen bei schätzungsweise knapp 3 Mio. €, die der Technologieregion bei 4,3 Mio. €. ►Die KMK stellt einen erheblichen Wirtschaftsfaktor für Karlsruhe und die Technologieregion dar. 5 Ziele der Studie Transparenz Quantifizierung derregionalwirtschaftlichen Wirkungender KMK und Ermittlung der Umwegrentabilität Wirkungserfassung von direkten, indirekten und induzierten Effektenfür die Technologieregion, für Karlsruhe sowie für einzelne Branchen Ableitung von Umsätzen und Beschäftigungseffektenfür das Messe- und Kongresswesen, das Hotel- und Gaststättengewerbe, den Einzelhandel und das Verkehrsgewerbe Abschätzung der messe- und kongressbedingtenSteuereinnahmen in der Region und des Beitrags für den städtischen Haushalt Bewertung der Gesamteffekte 6 Methodik und inhaltlicher Aufbau der Untersuchung Ermittlung der regionalwirtschaftlichen Effekte für das Jahr 2006 Portfolioanalyse der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH - Marktchancen in Messe- und Kongresssegmenten Regionalökonomisches Wirkungsmodell Direkte Effekte Direkte Arbeitsplätze Wertschöpfung Fiskalische Effekte bei der Messegesellschaft etc. Indirekte Effekte mit Input-Output-Modell Indirekte und induzierte Beschäftigungs- und Wertschöpfungseffekte Effekte auf; Einzelhandel, Gastgewerbe, Verkehr, etc. Inputvariablen für die Bemessung der Umwegrentabilität 7 Markt- und Wettbewerbsstellung - Messe- und Kongressstandorte Sehr hohe Dichte an Messe- und Kongressstandorten im süddeutschen Raum Drei Messestandorte in Baden- Württemberg mit dem Ziel einer überregionalen Positionierung Die Eröffnung der Landesmesse Stuttgart intensiviert den regionalen Wettbewerb Erhöhtes Abwanderungsrisiko durch Flächeninvestitionen Hohes Akquisitionspotential durch die erheblichen Verschiebungen im Markt Spezialisierung einzelner Standorte Modernisierung und Ausbau mehrerer Kongressstandorte Sinsheim 8 Wichtigste Messen, Kongresse, Veranstaltungen - Relevanz nach Umsatz, Besucher- und Ausstellerzahlen RESALEart EDEKA Innovations- Messe offerta Dt. Straßen- & Verkehrskongr. Udo Jürgens Diplomfeier Berufsakademie KA LEARNTECKOMCOM Horizont Pfeiffer & May David Copperfield Pensionärstreffen INTERPARTTrendForumGiardinaEDEKA - E-gast Scooter Bürgerempfang Arbeitsschutz aktuell EINSTIEG Abi Inventa Bodylife Kongress Personalvers. Reg.präsidium KA PaintExpo GastroTrends Karlsruher Hochzeitstage Ärzte-Seminare Karlsruhe Midvision fahrrad.markt. zukunft. Dt. Heilpraktiker- kongress REHAB Salon Gourmet/Rendez Vino PM-Intern.- Motivations- Veranst. Typ 1 nat/int. Fachmessen Typ 2 nat/int. Publikumsm. Typ 7 Veranst. ohne Eintrittsgelder Typ 3 regionale Fachmessen Typ 4 regionale Publikumsm. Typ 5 Kongresse/Fach- tagungen Typ 6 Veranst. mit Eintrittsgeldern 9 Das Portfolio der KMK nach Typen im Jahr 2006 TypBeschreibungAnzahl absolutanteiligabsolutanteilig Typ 1:nat/int. Fachmessen2066.5289%3.09540% Typ 2:nat/int. Publikumsmessen234.9005%1562% Typ 3:regionale Fachmessen838.9406%1.03113% Typ 4:regionale Publikumsmessen19250.38536%2.30730% Typ 5: Kongresse/Fachtagungen (Fachbesucher) 12081.18712%1.15215% Typ 6: Veranstaltungen mit Eintrittsgeldern 107131.24019%20% Typ 7: Veranstaltungen ohne Eintrittsgelder 85101.43314%00% Summe361704.613100%7.743100% BesucherAussteller 10 LK Rastatt (7 Beschäftigte) Karlsruhe (86 Beschäftigte) LK Karlsruhe (43 Beschäftigte) LK Germersheim (5 Beschäftigte) Baden-Baden (0 Beschäftigte) Von den 173 KMK-Mitarbeitern - Stand 31.12.2006 - (fest angestellt: 140) mit einem Jahresentgelt von 7 Mio. € wohnen 82 % in der Technologieregion Karlsruhe Sonstige Regionen Deutschland 18% Restl. Technologie- region 32% Stadt Karlsruhe 50% Anmerkung: Einpendlerquote Stadt Karlsruhe 57,6 % 11 Von den laufenden Ausgaben im Jahr 2006 (inkl. Investitionen) der KMK in Höhe von 19,3 Mio. € fließen ca. 71 % (13,7 Mio. €) in die Technologieregion Quelle: Prognos AG nach Angaben der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK), 2007 Stadt Karlsruhe 38% Ausland 2% übriges Deutsch- land 27% übrige Technolo- gieregion 33% Regionale HerkunftArt der bezogenen Vorleistungen Kreditinst., Immobilien, Unterneh- mensdienstl. 71,9% Handel, Reparat., Transport, Telekom. Gastgew. 3,0% Bauarbeiten 2,7% Druck, Papier, Verlagsgew., Sek.rohstoffe 11,9% Energie, Wasser 9,0% Maschinen, Fahrzeuge, DV, Elektro 1,4% Metaller- zeugnisse 0,1% 12 Besucherausgaben - Ausgaben, Verteilung und regionale Wirkung nach Kategorien Besucherausgaben Ausgaben- niveau Über- nach- tung Gastro- nomie private Einkäufe und Dienstl. Unterhalt- ung, Freizeit Reise- kosten Nah- bereich Sonsti- ges Eintritts- karten Kataloge Reise- kosten Fern- bereich TypBeschreibung Typ 1: Nationale und internationale Fachmessen (Invest., Dienstl., 256 € 50 € 55 € 25 € 11 € 20 € 6 € 18 € 71 € Typ 2: Nationale und internationale Publikumsmessen 148 € 24 € 30 € 35 € 6 € 11 € 3 € 9 € 30 € Typ 3: Regionale Fachmessen (Invest., Dienstl., Konsumg.) 99 € 15 € 27 € 14 € 6 € 10 € 3 € 10 € 15 € Typ 4: Regionale Publikumsmessen 96 € 12 € 22 € 28 € 6 € 12 € 4 € 8 € 4 € Typ 5: Kongresse (Fachbesucher) überwiegend mit Übernachtung 258 € 106 € 39 € 34 € 4 € 7 € 5 € 20 € 44 € Typ 6: Veranstaltungen mit Eintrittsgeldern 68 € 8 € 11 € 12 € 0,2 € 4 € 3 € 25 € 5 € Typ 7: Veranstaltungen ohne Eintrittsgelder 69 € 21 € 14 € 14 € 0,5 € 4 € 3 € - € 13 € Sondertyp Radveranstaltung 30 € 4 € 8 € 6 € 0,5 € 4 € 3 € - € 5 € 100% 100% 100% 100% 100% 100%29%0% 80%90%90%90%80%90%98%0% 20%10%10%10%20%10%2%0% Höhe Quelle: Eigene Berechnungen nach IFO 1997, GCB 2003, dwif 2007, Validierung in Fachgesprächen Ausgabenverteilung Wirkung in Karlsruhe und der Technologieregion davon in Karlsruhe davon in der Technologieregion Wirkung 13 Besucher der KMK haben im Jahr 2006 für Veranstaltungsbesuche 84 Mio. € aufgewendet 21% 20% 19% 4% 8% 3% 11% 14% Übernachtung Gastronomie Private Einkäufe / Dienstl. Unterhaltung / Freizeit Nahverkehr Sonstiges Eintrittskarten / Kataloge Fernverkehr Größte Positionen: Gastronomie, Übernachtungen, private Einkäufe / Dienstleistungen Ausgaben für Eintrittskarten und Kataloge fließen erst mittelbar über die KMK den Unternehmen in der Region zu Reisekosten im Fernbereich fallen außerhalb Karlsruhe und der Technologieregion an 66 Mio. € (79 %) der Besucher- ausgaben werden bei Unternehmen in der Region (ohne KMK) wirksam Dies entspricht Ausgaben von 93 € im Durchschnitt pro Besucher 14 Ausstellerausgaben - Ausgaben, Verteilung und regionale Wirkung nach Kategorien in € Ausstellerausgaben Gesamt- ausgaben Über- nachtung Verpfle- gung/ Gastro- nomie Unter- haltung, Einkäufe Stand- bau Dienstl. für Aus- steller Verkehr sonstige Stand- miete Personal- aus- gaben TypBeschreibung Typ 1 Nationale und internationale Fachmessen (Invest., Dienstl., Konsumg.) 20.000 € 1.600 € 800 € 1.000 € 5.000 € 1.000 € 2.000 € 1.600 € 4.000 € 3.000 € Typ 2 Nationale und internationale Publikumsmessen 17.000 € 1.360 € 680 € 850 € 4.250 € 850 € 1.700 € 1.360 € 3.400 € 2.550 € Typ 3 Regionale Fachmessen (Invest., Dienstl., Konsumg.) 15.000 € 1.200 € 600 € 750 € 3.750 € 750 € 1.500 € 1.200 € 3.000 € 2.250 € Typ 4Regionale Publikumsmessen 13.000 € 1.040 € 520 € 650 € 3.250 € 650 € 1.300 € 1.040 € 2.600 € 1.950 € Typ 5Kongresse/Fachtagungen (Fachbesucher) 3.000 € 240 € 120 € 150 € 750 € 150 € 300 € 240 € 600 € 450 € Typ 6Veranstaltungen mit Eintrittsgeldern 3.000 € 240 € 120 € 150 € 750 € 150 € 300 € 240 € 600 € 450 € Typ 7Veranstaltungen ohne Eintrittsgelder 3.000 € 240 € 120 € 150 € 750 € 150 € 300 € 240 € 600 € 450 € 100%100%100%15%0%25%25%26%10% 80%90%90%60%0%80%90%90%80% 20%10%10%40%0%20%10%10%20% Quelle: Eigene Berechnungen nach IFO 1997, GCB 2003, dwif 2007, Validierung in Fachgesprächen HöheAusgabenverteilung Wirkung in Karlsruhe und der Technologieregion davon in Karlsruhe davon in der Technologieregion Wirkung 15 Ausgabenstruktur der Aussteller im Jahr 2006 8% 4% 5% 25% 5% 10% 8% 20% 15% Übernachtung Verpflegung/Gastronomie Unterhaltung / Einkäufe Standbau Dienstleistungen für Aussteller Fern- und Nahverkehr Sonstiges (Werbung etc.) Standmiete Personalausgaben Ausstellerausgaben für Messen, Kongresse und Veranstaltungen (inkl. Personal) deutschlandweit insgesamt 115 Mio. € Größte Positionen: Standbau und –miete, Personal- und Übernachtungsausgaben Kosten für Standbau und Sonstiges (z.B. Werbung) fallen jedoch zum Großteil außerhalb der Technologieregion am Sitz des Ausstellers an Einige Ausgabenpositionen fließen der KMK und daher nur indirekt Zulieferern der Region zu Ausgaben von 33 Mio.€ werden bei Unternehmen in der Region (ohne KMK) getätigt 16 Quelle: Berechnungen Prognos AG Textilien, Papier 3,4% Maschinen, Fahrzeuge, Elektro 2,3% Handel, Transport, Gastgew., Nachrichten 58,9% Bergbau, Energie, Wasser 1,5% Bau 0,4% Nahrung, Getränke, Tabak 2,1% Öff. Sektor, Gesundheit, Entsorgung 9,8% Kreditinst., Immob., Unterneh- mens-DL 21,6% Gesamtsachausgaben von KMK, Besuchern und Ausstellern in der Technologieregion 113,1 Mio. € Deutschlandweit belaufen sich die Ausgabenimpulse der Besucher und Aussteller (inkl. Personalausgaben) auf ca. 200 Mio. € p.a. KMK-bedingte Gesamtaus- gaben in der Region Technologie- region Karlsruhe übrige Region Ausgabenimpuls durch Besucher 65.808.886 € 56.943.736 € 8.865.150 € Ausgabenimpuls durch Aussteller 33.536.873 € 27.685.981 € 5.850.892 € Ausgabenimpuls durch KMK 13.729.165 € 7.438.539 € 6.290.625 € Gesamt 113.074.924 € 92.068.256 € 21.006.667 € Umsatz KMK 2006 (ohne MB6 Tourismus) 17.333.745 € Rentabilitätsfaktor 6,52 17 Die Umwegrentabilität der KMK Das Verhältnis von KMK-bedingten Umsatzerlösen aller Unternehmen in der Technologieregion (113,1 Mio. €) zum Umsatz der KMK (17,3 Mio. €) wird als Umwegrentabilität bezeichnet. Für die Technologieregion Karlsruhe liegt die Umwegrentabilität bei einem Faktor von 6,5. D.h. 1 Euro Umsatz bei der KMK generiert 6,50 Euro in der Region. Der regionale Gesamtnutzen von Messen, Kongressen und Veranstaltungen gemessen am regionalen Gesamtumsatz (KMK, Besucher, Aussteller) ist für die regionale Wirkung der entscheidende Faktor. Ein hoher Nutzen ist dabei nicht gleichbedeutend mit einer hohen Umwegrentabilität. Denn ein hohe Umwegrentabilität kann auch dann zustande kommen, wenn die Umsätze der KMK bspw. bei Gastveranstaltungen gering sind. 18 Die Umwegrentabilität nach Veranstaltungstypen Eine messe- und kongressbezogene Analyse zeigt, dass die Umwegrentabilität als Quotient von Regionalumsatz zu KMK-Umsatz ambivalente Ergebnisse erzielt: – die besucherstarken Typen erzielen mit eher niedrigen Gesamtumsätzen bei der KMK eine hohe Umwegrentabilität (regionale Publikumsmessen, Gastmessen) – dagegen schneiden Typen mit hohen Umsatzwerten bei der KMK eher schlechter ab (nationale und internationale Fachmessen) Besucher- ausgaben Aussteller- ausgaben Ausgaben KMK Ausgaben- summe Umsätze Umweg- rentabilität Typ 1 Nationale und internationale Fachmessen (Invest., Dienstl., Konsumg.) 9.163.654 € 12.605.040 € 6.638.522 € 28.407.216 € 6.306.859 € 4,5 Typ 2 Nationale und internationale Publikumsmessen 3.560.359 € 647.088 € 340.793 € 4.548.240 € 1.438.082 € 3,2 Typ 3 Regionale Fachmessen (Invest., Dienstl., Konsumg.) 2.664.349 € 3.147.600 € 1.657.703 € 7.469.652 € 1.143.448 € 6,5 Typ 4 Regionale Publikumsmessen 17.590.721 € 5.982.392 € 3.150.663 € 26.723.777 € 2.150.237 € 12,4 Typ 5 Kongresse/Fachtagungen (Fachbesucher) 4.598.518 € 448.716 € 236.319 € 5.283.553 € 1.462.330 € 3,6 37.577.601 € 22.830.836 € 12.024.000 € 72.432.437 € 12.500.956 € 5,8 * Die Auswertung bezieht sich nur auf Messen und Kongresse zu denen spezifische Umsatzdaten vorlagen Summe Umwegrentabilität 2006 nach Typen* 19 Wirkungen der KMK im Hotelgewerbe Die Ausgaben der Veranstaltungsbesucher und Aussteller für Übernachtungen belaufen sich zusammen auf 27,7 Mio. € (ohne MwSt). 231.000 Übernachtungen gehen auf die KMK zurück. Von den Ausgaben entfallen 22,2 Mio. € auf die Stadt Karlsruhe und 5,5 Mio. € auf die übrige Technologieregion. Diese Ausgaben bewirken in der Hotellerie eine Wertschöpfung von 15,0 Mio. € (12,0 Mio. € Karlsruhe, 3,0 Mio. € übrige Technologieregion). Der Wertschöpfung entsprechen 370 Erwerbstätige in der Technologieregion (297 Karlsruhe, 73 übrige Region). ►9,6 % der im Gastgewerbe in der Stadt Karlsruhe insgesamt beschäftigten 3.096 Personen werden durch die Übernachtungsausgaben der KMK-Gäste gesichert. 20 Die Ausgaben der Veranstaltungsbesucher und Aussteller im Bereich der Gastronomie/Verpflegung belaufen sich zusammen auf 21,5 Mio. € (ohne MwSt). Von den Ausgaben entfallen 19,4 Mio. € auf die Stadt Karlsruhe und 2,1 Mio. € auf die übrige Technologieregion. Diese Ausgaben bewirken in der Gastronomie eine Wertschöpfung von 11,6 Mio. €. (10,5 Mio. € Karlsruhe, 1,1 Mio. € übrige Technologieregion). Der Wertschöpfung entsprechen 287 Erwerbstätige in der Technologieregion (259 Karlsruhe, 28 übrige Region). ►8,4 % der 3.096 im Gastgewerbe in Karlsruhe tätigen Personen werden durch Ausgaben für Verpflegung / Restaurants gesichert. ►Ca. 18 % aller Beschäftigten im Gastgewerbe in Karlsruhe hängen von der KMK ab, wenn man Ausgaben für Hotellerie und Gaststätten gemeinsam betrachtet. Wirkungen der KMK im Gaststättengewerbe 21 Wirkungen der KMK im Einzelhandel Die Ausgaben der Veranstaltungsbesucher und Aussteller für Einkäufe im Einzelhandel belaufen sich zusammen auf 14,3 Mio. €. Mit 14,3 Mio. € entfallen rund 13 % der Gesamtausgaben in der Region von insgesamt 113 Mio. € auf den Handel. Von den Umsätzen entfallen 12,9 Mio. € auf Karlsruhe und 1,4 Mio. € auf die übrige Technologieregion. Ca. 135.000 € Umsatz je Beschäftigten im Einzelhandel (Quelle: Destatis). 36.600 € Wertschöpfung je Erwerbstätigen Diese Handelsumsätze sichern 106 Erwerbstätige in der Technologieregion (96 Karlsruhe, 10 übrige Region). Die Größenordnung entspricht Literaturwerten gemessen an allen indirekt Beschäftigten. 1) Die Handelsumsätze bewirken eine Wertschöpfung im Handel von 3,9 Mio. €. (3,5 Mio. € Karlsruhe; 0,4 Mio. € übrige Technologieregion). ►Knapp 1 % der in Karlsruhe insgesamt im Einzelhandel tätigen 10.400 Personen werden durch die KMK gesichert. Auch gemessen am Ortsumsatz des Handels von 1.894 Mrd. € inkl. MwSt. (IHK/GfK) ergibt sich ein Wert von 1%. 1) Penzkofer: Wirtschaftliche Bedeutung der Messe München, ifo-Schnelldienst 26-27/90. 22 Wirkungen der KMK im Bereich Nahverkehr Die Ausgaben der Veranstaltungsbesucher und Aussteller im Bereich Nahverkehr belaufen sich zusammen auf 9,3 Mio. € Von den Umsätzen entfallen 7,5 Mio. € auf die Stadt Karlsruhe und 1,86 Mio. € auf die übrige Technologieregion. Im Verkehrsgewerbe wird durch diesen Nachfrageimpuls eine Wertschöpfung von 5 Mio. € ausgelöst (4 Mio. € in Karlsruhe und 1 Mio. € in der übrigen Technologieregion). Im Nahverkehr werden dafür 124 Erwerbstätige in der Technologieregion benötigt (99 Karlsruhe, 25 übrige Region). ►Gut 4 % der in Karlsruhe insgesamt im Bereich „sonst. Landverkehr“ (VBK, AVG, Taxis) tätigen 2.424 Personen werden durch die Messe gesichert. 23 Wirkungskette der indirekten Effekte ... werden 1.628 Arbeitsplätzein anderen Branchen und eine gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung von 84 Mio. € in der Technologieregion gesichert. - Karlsruhe:1.342 Arbeitsplätze; 68 Mio. € Wertschöpfung - übrige Technologieregion: 286 Arbeitsplätze;16 Mio. € Wertschöpfung Durch die Ausgaben der Besucher und Aussteller sowie der KMK in Höhe von 113 Mio. € p.a. in der Technologieregion ... Regionale Ausgaben 113 Mio. € direkter + indirekter Produktionswert aller Vorleistungs- stufen 150 Mio. € Wertschöpfung in der Technologie- region 84 Mio. € 1.628 Erwerbs- tätige in der Region Vorleistungsmultiplikator Indirekte Effekte Quelle: Berechnungen Prognos AG, 2007 24 Wirkungskette der einkommensinduzierten Effekte ... werden 25 weitere Arbeitsplätzein der Technologieregion Karlsruhe gesichert (davon 15 in Karlsruhe und 10 in der übrigen Technologieregion). Primärimpuls (z.B. Bauinvestition Einkommen der Beschäftigten bei der KMK u. Ausstellern 7,46 Mio. € direkter + indirekter Produktionswert Gesamteinkommen inkl. induzierten Einkommen 10 Mio. € resultierender Konsum in der Technologieregion 2,5 Mio. € 25 Erwerbs- tätige in der Region Durch die Einkommen der 142 KMK-Beschäftigten mit Wohnsitz Technologieregion* in Höhe von 5,74 Mio. € sowie der 43 Mitarbeiter von regionalen Ausstellern** in Höhe von 1,72 Mio. € und deren Konsumausgaben in der Technologieregion ... Einkommensmultiplikatoreffekt (1,33) Induzierte Effekte * 173 Mitarbeiter, davon 82% mit Wohnsitz in der Technologieregion. ** Mitarbeiter, die bei regionalen Ausstellern Messeauftritten in Karlsruhe zuzurechnen sind. 25 Die Zusammengefasste Beschäftigungseffekte in der Technologieregion 0 200 400 600 800 1000 1200 1400 1600 1800 2000 Technologieregion Karlsruhe Karlsruheübrige Region Einkommensinduzierte Beschäftigte Beschäftigte bei Zulieferern KMK Beschäftigte 1.795 1.443 351 ►Rund 0,7 % aller Erwerbstätigen in Karlsruhe hängen direkt oder indirekt von der KMK ab. Quelle: Berechnungen Prognos AG, 2007 26 Die Der durch die KMK ausgelöste Wertschöpfungseffekt in der Technologieregion Karlsruhe beträgt 84 Mio. € 010 20 30 40 50 Land- und Forstw. Bergbau, Energie, Wasser Mineralöl, chem. Erzeugnisse Metalle Maschinen, Fahrzeuge, Elektro Textilien, Papier Nahrung, Getränke, Tabak Bau Handel, Transport, Gastgew., Nachrichten Kreditinst., Immob., Unternehmens- DL Öff. Sektor, Gesundheit, Entsorgung Die Wertschöpfung von 84 Mio. € wird bedingt durch Ausgaben von Besuchern, Ausstellern, KMK und durch Konsumausgaben der Beschäftigten. Wertschöpfung Karlsruhe 68 Mio. € Wertschöpfung übrige Technologieregion16 Mio. € Dieser Wertschöpfungseffekt repräsentiert 0,25 % des gesamten Wertschöpfung der Technologieregion und 0,6 % der Wert- schöpfung in Karlsruhe. Die Wertschöpfung von 84 Mio. € wird bedingt durch Ausgaben von Besuchern, Ausstellern, KMK und durch Konsumausgaben der Beschäftigten. Wertschöpfung Karlsruhe 68 Mio. € Wertschöpfung übrige Technologieregion16 Mio. € Dieser Wertschöpfungseffekt repräsentiert 0,25 % des gesamten Wertschöpfung der Technologieregion und 0,6 % der Wert- schöpfung in Karlsruhe. Wertschöpfung in Mio. € in der Technologieregion Quelle: Berechnungen Prognos AG, 2007 Bruttowertschöpfung: Der im Produktionsprozess geschaffene Mehrwert errechnet sich durch Abzug der Vorleistungen von den Nettoumsätzen der einzelnen Wirtschaftsbereiche. Die Wertschöpfung entspricht bis auf die Gütersteuern dem Inlandsprodukt. (Vgl. Stat. Jahrbuch 2007, S. 626.) 27 Fiskalische Wirkungen der KMK für die Stadt Karlsruhe lassen sich auf ca. 3 Mio. € schätzen. Schätzung der durch die Tätigkeit der KMK induzierten Steuereinnahmen(haushaltswirksame Einnahmen) vor Länderfinanzausgleich sowie des erhobenen kassenmäßigen Steueraufkommens. Wichtigste kommunale Steuereinnahmen sind Grundsteuer, der ca. 15%ige Gemeindeanteile an der Lohnsteuer sowie Gewerbesteuer. Umsatzsteuer darf nach heutigen Verteilungsmaßstäben nicht in die relevanten Einnahmen auf Gemeindeebene eingehen, da der Gemeindeanteil allen bundesdeutschen Gemeinden nach Schlüsseln zugewiesen wird. Die KMK hat 2006 an die Stadt Karlsruhe abgeführt: Pachtzahlungen 315.492 €, Umsatzsteuer (Saldo) 710.000 €, Grundsteuer 20.075 €. An Rheinstetten: Erbbauzins-Zahlungen 669.341 €, Grundsteuer 163.359 € (Saldo). Lohnsteuerzahlungen 1,1 Mio. € Pro Erwerbstätigen hat die Stadt Karlsruhe im Jahr 2005 Gewerbesteuer in Höhe von 1.027 € eingenommen. Durchschnittsbelastung mit Lohnsteuer pro Beschäftigten lt. Bund der Steuerzahler 4.462 €. Grundsteuer B pro Einwohner 131 € nach Stat. Jahrbuch Karlsruhe. Mit diesen Angaben errechnen sich fiskalische Einnahmenvon: Stadt Karlsruhe Technologieregion (inkl. Karlsruhe) von Messe abhängige Beschäftigte (ohne KMK)1.443 (1.357)1.795 (1.653) Einnahmen durch KMK0,42 Mio. €1,28 Mio. € Einnahmen sonst. Unternehmen: Lohnsteuer (15% der Einnahmen)0,91 Mio. €1,11 Mio. € GewSt1,39 Mio. €1,70 Mio. € Grundsteuer0,18 Mio. €0,22 Mio. € GESAMT2,90 Mio. €4,30 Mio. € Gesamtes Steueraufkommen:16,0 Mio. €19,8 Mio. € (Steuerquote 21,2% Anteil am BIP (Angabe BMF) 28 Ihr Kontakt Dr. Philip Steden Senior Projektleiter Tel. +49 30 520059 216 philip.steden@prognos.com Oliver Lühr Projektleiter Tel. +49 211 887-3137 +49 160 88 29 080 oliver.luehr@prognos.com Prognos AG, Berlin Goethestraße 85 D-10623 Berlin Tel.: +49 30 52 00 59-200 Fax: +49 30 52 00 59-201 Prognos AG, Basel Henric Petri-Str. 9 CH-4010 Basel Telefon: +41 61 3273-200 Telefax: +41 61 3273-300 Prognos AG, Düsseldorf Schwanenmarkt 21 D-40213 Düsseldorf Tel.: +49 211 887-3131 Fax: +49 211 887-3141 Prognos AG, Bremen Wilhelm-Herbst-Str. 5 D-28359 Bremen Tel.: +49 421 201 5784 Fax: +49 421 201 5789 www.prognos.com Prognos AG, Brüssel 19-21, Rue du Luxembourg B-1000 Brüssel Tel.: +32 2 513 22 27 Fax: +32 2 502 77 03