Antrag SPD: Erarbeitung eines Konzeptes "Hebeljahr 2010"

Vorlage: 18750
Art: Beschlussvorlage
Datum: 09.10.2007
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 16.10.2007

    TOP: 17

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • SPD-Hebeljahr
    Extrahierter Text

    ANTRAG Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Ursula Paepcke (SPD) Stadträtin Elke Ernemann (SPD) Stadtrat Dr. Heinrich Maul (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion vom 03.09.2007 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 43. Plenarsitzung des Gemeinderates 16.10.2007 1146 16 öffentlich Erarbeitung eines Konzeptes „Hebeljahr 2010“ 1. Die Stadtverwaltung erarbeitet ein Konzept (“Hebeljahr”) zur Feier des 250. Geburtstages von Johann Peter Hebel im Jahre 2010. 2. Bei der Erarbeitung des Konzepts arbeitet die Stadt eng mit der Wirkstatt e. V. zusammen. 3. Das Konzept wird baldmöglichst im Kulturausschuss vorgestellt. Im Jahre 2010 feiert Karlsruhe den 250. Geburtstag des bekannten deutschen Dichters Johann Peter Hebel. Dieses Jubiläum sollte in Anbetracht seiner herausragenden Tätigkeiten in Karlsruhe zum Anlass genommen werden, ein “Hebeljahr” vorzubereiten und durchzuführen. Zur Vita von Johann Peter Hebel: Hebel wurde am 10. Mai 1760 in Basel geboren. Er war ein deutscher Dichter aus dem alemannischen Sprachraum Südbadens, evangelischer Theologe und Pädagoge. Er gilt gemeinhin als der bedeutendste alemannische Mundartdichter. Sein Einfluss auf zahlreiche Philosophen und Schriftsteller wie z. B. Bloch ist nicht zu unterschätzen. Ab 1766 besuchte Hebel die Volksschule in Hausen und ab 1769 die Lateinschule in Schopfheim. In den Sommermonaten war er Schüler der Gemeindeschule in Basel und ab dem Jahre 1772 des dortigen Gymnasiums am Münsterplatz. Von Förderern Sachverhalt/Begründung: Seite 2 von 2 __________________________________________________________________________________________ finanziell unterstützt konnte Hebel 1774 ins Karlsruher Gymnasium illustre eintreten, das er 1778 abschloss. Nach einem zweijährigen Theologiestudium (1778 - 1780) in Erlangen trat er eine Stelle als Hauslehrer und Vikar in Hertingen an und wurde 1783 zum Präzeptoratsvikar (Hilfslehrer) am Pädagogium in Lörrach ernannt. Hebel wurde 1791 als Subdiakon ans Karlsruher Gymnasium berufen, was für ihn den Abschied von Südbaden bedeutete. Neben der Lehrtätigkeit am Gymnasium predigte er in Karlsruhe auch gelegentlich bei Hofe, wobei er sich großer Beliebtheit erfreute. 1798 wurde Hebel außerordentlicher Professor und Hofdiakon. Am Gymnasium unterrichtete er weiter mehrere Unterrichtsfächer, darunter auch Botanik und Naturgeschichte. Er unterhielt eine Pflanzensammlung, die er in einem umfangreichen Herbarium zusammengefasst hatte. Hebel blieb, von gelegentlichen Reisen in andere Landesteile abgesehen, bis zu seinem Lebensende in Karlsruhe. Sein Wunsch, sich als Pfarrer um eine Pfarrei im Wiesental kümmern zu dürfen, wurde nicht erfüllt. Er wurde 1808 Direktor des Gymnasiums, 1819 Prälat der lutherischen Landeskirche und dadurch Mitglied der ersten Kammer des badischen Landtags. Bei der Einweihung des Landtagsgebäudes in Karlsruhe, des heutigen Ständehauses, hielt Hebel die Festrede. Auch als sich 1821 die lutherische und die reformierte Landeskirche Badens zur heutigen Evangelischen Landeskirche in Baden vereinigten, stand er dieser als erster Prälat vor. Johann Peter Hebel starb auf einer Dienstreise am 22. September 1826 in Schwetzingen. Dort ist auch seine Grabstätte. unterzeichnet von: Doris Baitinger Ursula Paepcke Elke Ernemann Dr. Heinrich Maul Hauptamt - Sitzungsdienste - Oktober 2007

  • TOP 16
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion vom: 03.09.2007 eingegangen: 04.09.2007 Gremium: 43. Plenarsitzung des Gemeinderates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 16.10.2007 1146 16 öffentlich Dez. 5 Erarbeitung eines Konzeptes „Hebeljahr 2010“ Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Seit Anfang 2006 befindet sich das Kulturamt zusammen mit der Literarischen Ge- sellschaft in einer überregionalen Arbeitsgruppe, die gemeinsame Vorhaben für das Hebeljahr 2010 erarbeitet. Ein erster diesbezüglicher Gedankenaustausch mit der wirkstatt fand im September 2007 statt. Das Hebel-Konzept wird zu gegebener Zeit im Kulturausschuss vorgestellt. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Finanzierungskonzept wird im Kulturausschuss vorgelegt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 2 Seit Anfang 2006 befindet sich das Kulturamt gemeinsam mit der Literarischen Ge- sellschaft in einer Arbeitsgruppe zum 250. Geburtstag Johann Peter Hebels im Jahr 2010, in der neben dem Regierungspräsidium Freiburg, weiteren Hebel-Orten und Wirkungsstätten, insgesamt zehn Museen am Oberrhein, dem Hebelbund und der Hebelstiftung auch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und die Badische Landeskirche vertreten sind. Zu den gemeinsamen Vorhaben im Hebeljahr 2010 gehören im Wesentlichen eine in Lörrach konzipierte Ausstellung „Der ganze Hebel“, die u. a. auch in der Badischen Landesbibliothek zu sehen sein wird, sowie eine von der Literarischen Gesellschaft initiierte 3-bändige Leseausgabe der Werke Hebels bei Hoffmann & Campe. Weitere Projekte beinhalten u. a. eine gemeinsame Hebel-Homepage und die Zu- sammenarbeit mit Schulen, letztere verbunden mit der Anregung, Hebel als Abi- turthema für die Gymnasien und Realschulen vorzusehen. Auf Anregung der Litera- rischen Gesellschaft bildet Hebel 2010 landesweit das Hauptthema des Literatur- sommers BW; die Landesstiftung stellt dafür 400.000 € für Projekte bereit. Die Stadt Karlsruhe unterstützt die Arbeit der Literarischen Gesellschaft und die Ausstellung. Aktuell hat das Kulturamt die Literarische Gesellschaft beim Ankauf einer vielbeach- teten Johann-Peter-Hebel-Sammlung zur Erweiterung des Museums für Literatur am Oberrhein und seiner 700 Exponate umfassenden Hebel-Sammlung finanziell unter- stützt.