Antrag CDU: Sprachförderung für Kinder

Vorlage: 18656
Art: Beschlussvorlage
Datum: 18.09.2007
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 25.09.2007

    TOP: 21

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • CDU-Sprachförderung
    Extrahierter Text

    ANTRAG Stadtrat Wolfram Jäger (CDU) Stadträtin Christiane Staab (CDU) Stadträtin Marianne Krug (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 20. Juli 2007 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 42. Plenarsitzung des Ge- meinderates 25.09.2007 1120 21 öffentlich Sprachförderung für Kinder 1. Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, alle in den Karlsruher Kindertageseinrich- tungen vorhandenen Sprachförderungskonzepte zu erfassen und zu bewerten. 2. Die Stadtverwaltung holt Informationen über Sprachförderungskonzepte aus an- deren Städten in Baden-Württemberg ein und überprüft, welche Erfahrungen die Städte in diesem Bereich gemacht haben. 3. Die Stadtverwaltung initiiert gemeinsam mit allen weiteren Trägern von Kinderta- geseinrichtungen ein flächendeckendes Modellprojekt “Sprachförderung für Kin- der” und berücksichtigt dabei insbesondere folgende Komponenten: a) Alle vierjährigen Kinder werden auf ihre Sprachfähigkeit hin getestet. b) Festgestellte sprachliche Defizite werden durch gezielte Förderangebote aus- geglichen. c) Es findet eine regelmäßige Evaluation statt, d. h. es wird überprüft, welche Fortschritte die Kinder machen. 4. Die Stadtverwaltung prüft, ob Fördermittel, zum Beispiel der Landesstiftung Ba- den-Württemberg, akquiriert werden können. 5. Die zuständigen Gremien werden regelmäßig über die Ergebnisse informiert. Viele Kinder haben Sprachschwierigkeiten. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Für die Entwicklung eines Kindes, vor allem auch im Hinblick auf sein schulisches und beruf- liches Fortkommen, ist es besonders wichtig, die deutsche Sprache gut und fließend zu beherrschen. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 von 2 __________________________________________________________________________________________ Derzeit finden in einzelnen Kindertageseinrichtungen spezielle Sprachfördermaß- nahmen statt. Jedoch gibt es kein durchgängiges Konzept, um möglichst alle Kinder, die betroffen sind, zu erfassen. Durch eine frühzeitige - am besten noch vor der Ein- schulung beginnende - und individuelle Förderung kann insofern der Grundstein für eine erfolgreiche Schullaufbahn gelegt werden und zugleich die konkrete Lebenssi- tuation der Kinder oftmals verbessert werden. Mit Hilfe eines entsprechenden Tests sollen Sprachschwächen früh erkannt und zu- dem herausgefunden werden, was die geeigneten und erforderlichen Förderungs- maßnahmen sind. Wichtig ist außerdem, regelmäßig zu überprüfen, zu welchem Er- folg die ergriffenen Maßnahmen geführt haben. Da das Projekt bereits im Alter von vier Jahren ansetzen soll, gehen wir davon aus, dass hierdurch ein reibungsloserer Übergang vom Kindergarten zur Schule ermöglicht werden kann. Kinder mit Migrationshintergrund, die oftmals im sprachlichen Bereich Defizite haben, aber auch Kinder mit Deutsch als Muttersprache sollen von einer intensiven Sprach- förderung profitieren. Auch Erkenntnisse aus der Diskussion um die Leitlinien zur Integration der Stadt Karlsruhe sollten in ein entsprechendes Projekt einfließen. Einige Städte haben sich der Sprachförderung im Vorschulalter bereits besonders angenommen. Die Landesstiftung Baden-Württemberg unterstützt in diesem Bereich zahlreiche Projekte. unterzeichnet von: Wolfram Jäger Christiane Staab Marianne Krug Hauptamt - Sitzungsdienste - 14. September 2007

  • TOP 21
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 20.07.2007 eingegangen: 20.07.2007 Gremium: 42. Plenarsitzung des Gemeinderates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 25.09.2007 1120 21 öffentlich Dez. 3 Sprachförderung für Kinder Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Die Stadtverwaltung erarbeitet eine Zusammenstellung der vorhandenen Sprachför- derkonzepte und im Zusammenwirken mit den Karlsruher Kindergartenträgern ein Modellprojekt „Sprachförderung für Kinder in Kindertageseinrichtungen“. Die Be- standserhebung und die Konzeption für eine Verbesserung der Sprachförderung werden im Ausländerbeirat und im Jugendhilfeausschuss vorgestellt. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 2 In Karlsruhe gibt es verschiedene Projekte zur Verbesserung der sprachlichen Kompetenz von Kindern. Diese reichen von Fortbildungsmaßnahmen für die Erzie- her/-innen im Rahmen des Projekts „Sprich mit“ über die Beteiligung einzelner Kin- dertagesstätten an den Fördermaßnahmen der Landesstiftung bis hin zu Einrichtun- gen mit bilingualer Ausrichtung. Eine bereichs- und trägerübergreifende Konzeption der Sprachförderung in Karlsruher Kindertagesstätten gibt es bisher allerdings nicht, auch eine durchgängige Konzeption zur Verbesserung der Sprachkompetenz ist noch nicht vorhanden. Dies hängt unter anderem auch mit den differenzierten recht- lichen Regelungen und Fördergrundsätzen bei Bund und Land zusammen. Die Sozial- und Jugendbehörde wird sich in Zusammenarbeit mit dem Büro für Integration trotz der differenzierten Rahmenbedingungen mit der Verbesserung der sprachlichen Kompetenz von Kindern im Kindergartenalter auseinandersetzen und eine Konzeption der vorhandenen Angebote und Maßnahmen erarbeiten sowie er- gänzend zusätzliche Maßnahmen entwickeln. Dieses Maßnahmenbündel wird - nach Abstimmung mit den Kindergartenträgern - dem Ausländerbeirat und dem Jugendhil- feausschuss vorgelegt.