Antrag GRÜNE: Modellprojekt "Energetische Schulsanierung"
| Vorlage: | 18552 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 04.09.2007 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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ANTRAG Stadtrat Klaus Stapf (GRÜNE) Stadtrat Andreas Ruthardt (GRÜNE) Stadträtin Anne Segor (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 20. Juli 2007 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 41. Plenarsitzung des Gemeinderates 11.09.2007 1090 12 öffentlich Modellprojekt “Energetische Schulsanierung” 1. Mit Hilfe der zur Verfügung stehenden Verbrauchsinformationen (Energie- und Gebäudezustandsbericht im aktuellen Arbeitsstatus) wählt die Verwaltung eine Schule aus, bei der eine umfassende energetische Sanierung besonders sinnvoll ist. Gebäudetechnische, planerische Vorraussetzungen (z. B. Denkmalschutz) und der zukünftige Nutzungsgrad werden bei der Auswahl ebenfalls berücksichtigt. Das Objekt kann auch eine der Schulen sein, bei der nach dem neuen DHH schon Teilmaßnahmen durchgeführt werden. 2. Für das ausgewählte Objekt wird eine umfassende, modellhafte Sanierung geplant, die über die Basismaßnahmen (Fenstersanierungen etc.) und evtl. über die Wärmeschutzverordnung hinausgeht. Die Kostenbetrachtung soll nicht nur die Investitionen, sondern auch die laufenden Kosten bei verschiedenen Szenarien der Energiepreisentwicklung berücksichtigen. Für die Finanzierung sollen nach Möglichkeit öffentliche Förderprogramme zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude (z. B. energieoptimiertes Bauen, EnBO) herangezogen werden. 3. Das ausgewählte Modellprojekt wird bis zum nächsten Nachtragshaushalt planungstechnisch komplett vorbereitet und kostenkontrolliert den Fach- ausschüssen und dem Gemeinderat vorgelegt. Die Energieeffizienz vieler städtischer Gebäude ist unbefriedigend - dies zeigen beispielhaft die Heizenergiekennzahlen 2005 für Schulen aus dem Energiebericht. Es werden nach dem neuen DHH zwar einige Schulsanierungen durchgeführt, jedoch werden energetisch immer nur die Basismaßnahmen (Fenstererneuerung etc.) durchgeführt. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 von 2 __________________________________________________________________________________________ Umfassendere Sanierungen, die z. B auch eine Dämmung der Fassade oder eine Dachdämmung umfassen, werden oft nicht durchgeführt. Z. T liegt das daran, dass nur die Investitionskosten und nicht die laufenden Kosten berücksichtigt werden. Es fehlen aber auch Erfahrungen bei der Durchführung von solchen weitergehenden Sanierungen - aus technischer Sicht wie aus Finanzierungssicht. Neben einer deutlichen Energieeinsparung geht es bei diesem Modellprojekt daher auch um die Sammlung von Erfahrungen für künftige Projekte. unterzeichnet von: Klaus Stapf Andreas Ruthardt Anne Segor Hauptamt - Sitzungsdienste - 30. August 2007
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STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 20.07.2007 eingegangen: 20.07.2007 Gremium: 41. Plenarsitzung des Gemeinderates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 11.09.2007 1090 12 öffentlich Dez.4 Modellprojekt Energetische Schul-Sanierung Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Das im Antrag von Bündnis 90/Die Grünen angeregte Modellprojekt Energetische Schul-Sanierung ist die konsequente Fortführung des von der Gebäudewirtschaft erarbeiteten Energie- und Gebäudezustandsberichtes. Aus den Erkenntnissen bei- der Erhebungen schlägt die Gebäudewirtschaft vor, für das Modellprojekt die Hein- rich-Köhler-Schule/Tulla-Realschule in der Forststr. 4 mit der Umsetzung eines um- fassenden, auch energetischen Sanierungskonzeptes auszuwählen. Die Gebäude- wirtschaft wird mehrere Sanierungsszenarien entwickeln und im Rahmen des ge- meinderätlichen Kostenkontrollverfahrens im Bau- und im Hauptausschuss vorstel- len. Die dafür erforderliche Planungstiefe mit Kostenberechnungen lässt einerseits eine Bearbeitung erst für den nächsten Doppelhaushalt zu. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 2 1) Auswahl einer Schule: Die Auswertung der zur Verfügung stehenden Verbrauchsinformationen aus dem Energiebericht und die Einschätzung des Gebäudes im Gebäudezustandsbericht, zusammen mit den bereits angedachten baulichen Sanierungsmaßnahmen, die im Zuge des Schulgebäudetausches zwischen der Heinrich-Köhler-Schule und der Tul- la-Realschule sowieso anstehen, zeigen, dass sich das Areal in der Forststr. 4 be- sonders für ein Modellprojekt Energetische Schul-Sanierung anbietet. Die Schulen stellen mit ihrer Stahlbeton-Skelettbauweise aus den siebziger Jahren eine in Karlsruher Schulen häufig anzutreffende Bauweise mit unzureichender Wär- medämmung und überwiegend veralteter Gebäudetechnik dar, wodurch der Modell- charakter noch unterstrichen wird. 2) Sanierungsmaßnahmen: Das Sanierungskonzept soll Maßnahmen wie Fassadendämmung, Fenstererneue- rung, Dachdämmung, Beleuchtungssanierung, Erneuerung und Ertüchtigung der Sa- nitäranlagen, Umbau und Erneuerung des Heizungssystems (die Untersuchung be- inhaltet auch die Prüfung eines Nahwärmekonzeptes mit der Volkswohnung) sowie den Einbau intelligenter Regelungs- und Lüftungstechnik (beinhaltet auch die Prü- fung einer kontrollierten Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung) umfassen. Der Ein- satz regenerativer Energien ist ebenfalls Bestandteil der Planungsüberlegungen. Für die jeweiligen Planungen werden Wirtschaftlichkeitsberechnungen erstellt, in de- nen neben den Investitionskosten auch die Aspekte der laufenden Kosten in ver- schiedenen Szenarien der Energiepreisentwicklung berücksichtigt sein werden. Wei- tere Betrachtungen zeigen die Auswirkungen, die durch Verbesserungen zu erzielen sind, die über die Wärmeschutzverordnung hinausgehen. Für die Finanzierung werden öffentliche Förderprogramme zur energetischen Sanie- rung kommunaler Gebäude - soweit möglich - herangezogen. Zur Schließung einer ggf. entstehenden Deckungslücke können die im Haushalt eigens hierfür bereitge- stellten Deckungsmittel von 200.000 Euro verwendet werden. 3) Vorstellung der Planungen: Die Verwaltung wird die Maßnahmen im Rahmen des gemeinderätlichen Kostenkon- trollverfahrens im Bau- und im Hauptausschuss vorstellen. Im Weiteren wird der Ge- meinderat im Rahmen der Haushaltsberatungen zum Doppelhaushalt 2009/10 über das Modellprojekt zu entscheiden haben.